Alter: 29; Jäger aus dem Alpbachtal. Starb nach einem Sturz von einem Felsen.
Alter: 6; War am Rückweg von einer Alm. Stürzte über einen steilen Abhang hinunter. Erlitt tödliche Kopfverletzungen.
Alter: 53; Pfarrer von Kauns. Dieser Ort wurde vor ein paar Tagen von einem Großfeuer verwüstet. Pfarrer fuhr nach Landeck, um Hilfsgüter für seine Gemeinde in Empfang zu nehmen. Bei einem Gefälle im Inntal versagten die Bremsen des Rades und das Opfer wurde gegen einen Randstein geschleudert. Erlitt schwere Kopfverletzungen. Starb im Spital von Zams.
Alter: 28; Apotheker aus dem Ruhrgebiet. Tourte mit seiner Schwester im Zahmen Kaiser. Beim Abstieg von der Naunspitze kamen sie vom Weg ab und Opfer stürzte über 60m tief ab. Im Ortsfriedhof begraben.
Alter: 25; Student aus München, war mit einem bekannten Münchner Bergsteiger beim Klettern in der Fleischbank. Griff brach aus und das Sicherungsseil riss. Fiel 200m am Ellmauer Tor hinab und war sofort tot.
Alter: 36; Bahnarbeiter, wurde mit einem Kollegen von einem Zug überfahren. Partner schwer verletzt.
Alter: 24; Wehrmann des Alpenjägerregimentes 12. Erschoss sich oberhalb der Muttereralm mit einem Revolver. Finanzielle Probleme. Stammte aus Lienz. Große Aufregung durch einen Artikel in der Volkszeitung, worin man seinen Vorgesetzten und Kollegen die Schuld gab. Daraufhin wurde sogar der Abschiedsbrief abgedruckt (Allgemeiner Tiroler Anzeiger 23.7.25, 5).
Alter: 39; Leiche wurde in der Nähe des Pulverturmes angeschwemmt. Nach den Papieren identifiziert. War im Verschub bei der Bahn tätig. Daten in
Alter: 47; Touristin aus Berlin, stieg mit 2 Begleiter auf den Schmalzkopf. Beim Abstieg überkam der Frau ein Schwindel und sie stürzte über eine 200m tiefe Rinne ab. Erlitt tödliche Kopfverletzungen.
Alter: 32; Hilfsarbeiter, Beziehungsprobleme, Tod durch Erschießen.
Alter: 5; Spielte mit seinem älteren Bruder am Innufer. Glitt aus und stürzte in den Fluss. Trotz schneller Bergung war er bereits tot.
Matthias Petter, Gastgeborener und Bürger von Hall, und seine Gattin Ursula Meitinger, vertreten durch Hans Rauscher, Bürger von Hall, verkaufen dem Hans Anzinger, Münzwardein, ihren Turm, jetzt das Wirtshaus zum 'Goldenen Kreuz' am Unteren Platz bei der Brotbank in der Zaggigasse (= Schergentorgasse 2). Es grenzt im Osten an Eva Malleth, die Gattin Hans Anzingers, im Süden an die Gemeinde, im Westen an das andere Haus der Verkäufer und im Norden an das Zagglgassl (= Schergentorgasse).
Siegler: Philipp Naupp, Stadtrichter von Hall; Matthias Petter; Hans Rauscher Siegelbitte: Hans Segenhaus, Diener des Stadtschreibers Fer dinand Marstaller, Bürger von Hall
Zeugen: Dr. Johann Jakob Harrer, oo. Regimentsadvokat; Georg Schick, Amtschreiber des königlichen Damenstifts; Michael Worath d.J., Handelsherr und Bürger von Hall; Veit Fader, Handelsherr und Bürger von Hall
Alter: 28; Stürzte bei der Bergmahd tödlich ab.
Stefan Reiter, Podner zu Anras, ersucht den Pfarrer Jakob Wälder die Exorzismen auf seinem Hof vorzunehmen. Wegen verschiedener Ereignisse und Unglücksfälle schließt Reiter, daß in seinem Vieh ein Malefizium verborgen sein müsse. Er vertraue fest auf seinen Pfarrer zu Anras, daß ihm mittels göttlicher Gnade geholfen werden könne. Daher ersucht er den Pfarrer oder bei dessen Verhinderung den Kooperator, vom Brixner Konsistorium die Vollmacht zu erwirken, damit die Exorzismi und Benediktiones abgebetet und appliziert werden können. Rückvermerk vom Konsitorialsekretär Lazarus Luz: Sollte das Ansuchen begründet sein, was aufmerksam zu überprüfen ist, wird dem Pfarrer Jakob Wälder gestattet, im besagten Hause die gewöhnlichen Kirchengebete nach Vorschrift des Brixner Sacerdotals vorzunehmen.
Erklärung des Alois Traxl, Färber und Tuchmacher in Flirsch, dass er die von ihm errichtete Loden-Walke ausschließlich für die Zwecke der Lodenherstellung verwenden wolle. Unterschrift von Alois Traxl sowie des Anwalts Joseph Pfisterer. Anm.: Traxl, vulgo Tucher, war Gründer jener Lodenfabrik, die später als "Alois Draxl & Söhne" firmierte. Seinen Familienname ließ er, um Verwechslungen vorzubeugen, in "Draxl" ändern.
UntitledVertrag mit Kuranstalt Obladis
Kaiser Karl VI. verleiht auf Bitte der Untertanen und der Gemeinde Zams ihrem bestellten Lehenträger Josef Holer den Weglohn und Zoll zu Zams, welcher von der Fürstlichen Grafschaft Tirol zu Lehen rührt, da der vorherige Lehensträger Balthasar Grissemann verstorben ist. Dafür ist Zams verpflichtet, die Brücken, Wege und Straßen von Starkenbach bis zur Landecker Brücke in baulichem Zustand zu halten. Josef Hol(l)er leistet als neuer Lehensträger den leiblichen Eid. Als Nachtrag wird in die Urkunde der 'gesteigerte Weglohn' Roß, Wagen und Lasten nachgetragen. Siegler: Kaiser Karl VI.
Traute, Witwe des Hans Sygwein, Bürger von Hall, ihr Sohn Hans und ihr Schwiegersohn Hans Taenhart von Rattenberg und dessen Gattin Barbara verkaufen dem Heinrich dem Präntlein, Bürger von Hall, ihren 'chrepen' an der zweiten Pfanne im Pfannhaus zu Hall mit allen Rechten und mit den 'knollen', die dazu gehören.;
Siegler:
Zeugen: Andreas der Rotkopf, Halschreiber zu Hall Franzisk ZeIher, Richter zu Hall, Andre Stich, Rudolf Fuchsmag, Heinrich Haunold, Chuncz Kaufmann, Peter Fürer, Chunrad Perger, Bürger zu Hall
Engelbert Schlecher und dessen Vetter Josef Schlecher, beide von Fendis verkaufen nach Einwilligung des Brixener Konsistoriums und des Pfarrers zu Pruz der Gemeinde Fendis unter Dorfvogt Andrä Fenz, Georg Heidiger und Georg Schranz eine Drittel aus dem umgehenden Feldzehent um 975 Gulden zu genannten Bedingungen Siegler: Josef Wolf, Pfarrer zu Pruz, als Grundherr Zeugen der Siegelbitte: Johann Josef Gerold, Pfleger und Landrichter der Herrschaft Laudegg und Franz Josef Lener, Gerichtsschreibersubstitut
Andrä Fetterer auf Zedlach verkauft für sich und seine Brüder Hans Matthias und Ruep dem Blasius Pate rer auf Zedlach das 1703 erworbene Gassergütl, welches dem Urbaramt freistiftbar ist, um eine ungenannte Summe Geld, welche den Gläubigern Andrä Petterers nach gerichtlicher Erkenntnis ausgehändigt wird. Siegler: Wolfgang Lasser, Pfleger mit Unterschrift Zeugen: Johann Khletenhamer, Gerichtsprokurator und Paul Hueber, des Pflegers Dienstknecht
Protokoll bezüglich der Pfändung von 10 Kälbern von Rieder Bauern durch die Gemeinde Pendels auf deren Melchalpe Kippl.
Erzherzog Leopold, Bischof von Straßburg, Graf zu Tyrol, genehmigt von Innsprugg aus dem Markt Reuti zur Erhaltung des Ewigen Lichts im St. AnnaGotteshaus zu Reuti jährlich 3 Gölten Öl. Er weist daher den Pflegsverwalter und Richter zu Emberg an, daß er aus den Pflegamtsgefällen jährlich diese Ölmenge einkaufen und gegen Quittung ausfolgen lassen soll. Siegler: Verschlußsiegel des Aussteller
Dieboldt Keller, genannt Vischer zu Imst, verkauft mit Zustimmung des Grundherrn Kaspar Joachim Tänntzl zu Tratzberg bzw. seines Pflegers Christoph Höiburger zu Imst dem Christan Schmidt, Bürger und Propst der St. Johannes- und Laurenzkirche daselbst, 5 lb Berner Gelds Afterzins aus der Behausung an der Schuestergassen, von der Greuterin herrührend. Siegler: Christoph Hörburger Zeugen: Hans Hueber, Klaus Spiss, Bartlmä Klotz und Hans fasch, Bürger zu Imst
Das St. Mang-Gotteshaus in Füssen richtet an das o.ö. Gubemium eine Stellungnahme. Die Provinz Aschau jenseits des Lech, von Muesau bis Hombach, war bis zum Verkauf an das Erzhaus Österreich im Jahre 1609 Eigentum des Gotteshauses. Nach dem Aussterben der Familie Hochenegg anno 1671 und des Heimfalls der lehenbaren Herrschaft Vilsegg blieben einige Hoheitsrechte wie Jagdrecht und Malefizsachen zwischen dem Hochstift Augsburg und St. Mang ungeklärt. Von Augsburg wurden diese Rechte 1691 an das Erzhaus abgetreten, jedoch nicht von St. Mang. Die Anteile in der Muesau samt den Untertanen und Eigentumswäldem sind also nicht der gefürsteten Grafschaft Tyrol unterworfen. Daher sind auch Holzexporte aus diesen Wäldern nicht dem
Auszug aus der Inventur zur Stiftung der Michaelsbruderschaft des Vikars Michael Landerhauser.
Kodex XI: Einschreibbuch der Hochzeiten für Margreth Kruckenhauser, Wirtin auf dem Keller in der Oberau. Die Hochzeiten von Johann Stainer, Draubach, Johannnes Unterberger zu Asten, Bartlmä Unterberger, Lehrer in Auffach, Georg Hollrieder zu Vorlehner usw. werden mit allen Kosten für Pfarrer, Mesner, Jungfrauen, Spiellleute, Kirchengeiger, Gerichtsdiener, Roßknecht usw. dokumentiert. Es folgen Verzeichnisse über Spareinlagen und Zinsregister.
Steuervorschreibung des bayerischen Rentamtes betreffend Schuldentilgung und Steuervorschreibung für das Abdeckerhäusl im Viertel Niederndorf.
Die Brüder Bartl im Moss und Christian von Erelpach in dem Allpach, und Greimold Schied, Bürger zu Ratemberg verkaufen dem Ulrich Wyser, Bürger zu Ratemberg fünf lb Berner jährliche Gült auf dem Haus des Greimold Schied in der Stadt Ratemberg, welches zwischen den Häusern des Ulrich Enttaler und des Hans Entttaler. Siegler: Jörg Schäfftlinger, Bürgermeister zu Ratemberg Zeugen: Hans Püchler aus dem Püchlach, Hans Newsl aus der Wildschonaw, Thomas Prosser, Wolfgang Fawller, beide aus dem Allpach
Auflagebuch des Bierbrauerhandwerks zu Kufstein.
Alexander Josef Graf Kinigl, Obristjägermeister der o.ö. Länder, verleiht genannten Gemeindsleuten zu Liesfelden und den Nachbarn im Thal die bisher gemeinschaftlich genutzten Augründe und die drei Anteile der Erlenau sowie zwei noch urbar zu machende Anteile. Die Aufteilung erfolgt nach der Steuerleistung und durch Los. Als Grundzins sind von jedem Joch zu Martini 6 kr somit 8 fl 51 kr zu entrichten. Siegler: Der Aussteller
Caspar , Burggraf zu Lienz und zum Lueg, Erbmarschall zu Görcz, verleiht dem Cristoff Villacher, Spitalmeister zu Lienz, für die armen Leute des Spitals zwei Mähder Gras, die an den obern Weg gegen Nußdorf, an Johannes Lennghol tze'rs Anger und mit der unteren Seite an des Holas Anger grenzen. Siegler: selbst
Oberbürgermeister Christian Gasteiger, Unterbürgermeister Thomas Kremmer und genannter Ausschuss von Hopfgarten bestätigen dem Jakobs- und Leonhards-Gotteshaus, dass sie gegen den Verkauf des Karl- oder Ablhauses an den Pfleger Jakob Grueber keine Bedenken tragen.
Alter: 19
Rechtfertigung genannter Gemeindsleute und Rotten wegen der erfolgten Bestrafung für das abgehackte Holz. Lorenz Koch und andere beziehen sich auf alte Rechte von 1588. Auch Schmidten, Bogen und Gaist entnehmen seit undenklichen Zeiten ihre Hölzer von den Gemeinweiden, da sie keine eigenen Wälder besitzen. Die Gemeindsleute zu Kienzen bestreiten jede Schuld und verwahren sich gegen die Strafe von 30 Talern. Jakob Zobl bezieht sich auf ein 40jähriges Holzrecht. Hans Rief, Hans Renn und Michael Zobl von Schmidten behaupten, nur schlechtes Holz geschlagen zu haben. Auch Zählen verwahrt sich gegen die Strafe, da das Holz nur entsprechend den Weideanteilen genutzt wurde. Hans Fiegenschuech wurde mit 20 Taler bestraft, obwohl er lt. Kaufbrief von 1655 ein eigenes Waldele besitzt. Weitere Rechtfertigungen von Fricken, Nesslwenglen und Privaten folgen.
Quittung des Anton Drexl von Pflach an den Kassier Martin Wolf von Ehenbichl
Vergleich zwischen Berchtold Heinrich Prackenhofer, ehemaliger Leutnant zu Kizpichl, auch als Vertreter für seinen Feldwebel Rudolf Rizi und der Stadt Kizpichl wegen der strittigen 57 Gulden für Servis- und Quartiergelder vom Jahr 1678. Siegler: Herzog Karl zu Lothringen, Gubernator
Feuerlöschordntmg für die Gemeinde Angedair. Nach Hausnummern werden die Löschgruppen und Bedienungspflichten zusammengestellt. Spritzenmeister ist Martin Schrott. Jakob Geiger und Vinzenz Trenkwalder haben Rohr und Schlauch zu regieren. 24 Genannte sind zum Spritzentreiben bestimmt und deren Familienmitglieder müssen Wasser tragen. Weitere 8 Mann haben die Feuerleitern zu besorgen, 6 Mann sind zum Feuerhacken bestimmt und 8 Zimmerleute und Maurer haben auf Dächern den Übergriff des Feuers zu verhindern. 3 weitere haben die Brunnen- und Ritschenaufsicht und müssen das Wasser vom Weiher in das Dorf führen. 8 Mann haben die Fahrnisse und Mobilien zu retten und 4 weitere haben die Aufsicht auf die geretteten Mobilien. Johann Plattner muß um Hilfe nach Fließ eilen. Gemeindevorsteher, Räte und Ausschuß haben die Gesamtaufsicht und treffen Anordnungen. Weitere Genannte haben Hilfsdienste wie Wassertragen zu übernehmen.
Alter: 64; Gast aus Fürth, Fabrikant. Wollte mit seiner Frau auf der Straße Richtung St. Christoph spazieren, kehrte aber vorzeitig um. Radfahrer fuhr die Straße hinunter und konnte nicht mehr bremsen. Stieß das Opfer nieder. Erlitt tödliche Kopfverletzung. Fahrer war Knecht im Gasthaus „Post“. Gerichtsverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 19.9.1925, 7 gegen Anton Gstreiner (29 Jahre): Große Schuld auch beim Opfer. Wurde nur wegen Schnellfahrens zu 10 S verurteilt.
Alter: 22; Vorerst unbekannte Leiche wurde aus dem Achensee geborgen. Hatte sich einen Rucksack mit Steinen angelegt. Durch später gefundene Schriftstücke identifiziert. Stammte aus Düsseldorf.
Alter: 28; Kutscher, schwermütig, war abgängig. Seine Leiche wurde am 11.7. in Kirchbichl aus dem Inn geborgen.