Alter: 64; Ehepaar, Landwirte, wurden in Winkel mit tödlichen Kopfwunden aufgefunden, die von Beilhieben stammten. Täter erbeuteten einen größeren Geldbetrag.
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Alter: 64; Ehepaar, Landwirte, wurden in Winkel mit tödlichen Kopfwunden aufgefunden, die von Beilhieben stammten. Täter erbeuteten einen größeren Geldbetrag.
Alter: 71; Ehepaar, Landwirte, wurden in Winkel mit tödlichen Kopfwunden aufgefunden, die von Beilhieben stammten. Täter erbeuteten einen größeren Geldbetrag.
Alter: 38; Rechtsanwalt. Befand sich mit einem Klienten und einer Stenotypistin in seiner Kanzlei in Mühlau. Rechtsanwalt Dr. Walter Leonardi fuhr vor und schoss mehrere Kugeln gegen das Opfer. Das konnte zwar noch flüchten, war aber bereits tödlich verwundet. Es ging um finanzielle Forderungen. Leonardi setzte nach der Tat seinen Amoklauf fort und fuhr nach Patsch, wo er gegen einen anderen, angeblich Schuldner, mehrere Schüsse abgab, zusätzlich sogar noch gegen dessen Schwiegervater. Der Täter konnte danach flüchten und erschoss sich im Wiltener Friedhof.
Alter: 33; Gattin eines Professors. Wurde am 23.1. in ihrer Wohnung in der Völser Straße von ihrem Mann schwer verletzt aufgefunden. Wies mehrere Stichwunden auf, was auf Raubmord schließen ließ. Starb an den Verletzungen ca. eine Woche später. Der Täter wurde erst am 6.9.1937 ermittelt! In Nauders wurde ein Bursche wegen eines Eigentumdelikts verhaftet. Der Tischlergehilfe Heinrich Gollner (25 Jahre) gestand schließlich die Tat. Hatte ein Möbelstück geliefert, mit dem die Frau nicht zufrieden war. Er schlug ihr zuerst die Lenkstange seines Rades auf den Kopf und stach ihr danach mehrmals in die Brust. Gerichtsverhandlung am 16.5.38. Urteil: Lebenslanger schwerer Kerker.
Alter: 41; Zollwachkontrollor an der bayrischen Grenze. Kam von einem Dienstgang nicht mehr zurück. Blut- und Schleifspuren wurden am Innufer festgestellt. Hakenkreuze aus Papier lagen herum. Fußspuren im Schnee führten von Bayern herüber. Die Leiche Winklers dürfte in den Inn geworfen worden sein. Sie wurde am 25.3. bei Erl angeschwemmt. Hatte 2 Einschussspuren in der Brust. Begraben in Rattenberg am 28.3.1934. Als sein Mörder wurde Georg Achorner erkannt. Er wurde am 12.7.1946 (!) in Gschnitz am Sandesjöchl aufgegriffen und der Gendarmerie in Steinach übergeben.
Alter: 19; Handelsangestellter bzw. Schneiderin, beide aber arbeitslos. Das Mädchen wurde erstochen, der Mann öffnete den Gashahn und erhängte sich zusätzlich. Ihre Wohnung befand sich in der Sonnenburgstraße.
Alter: 35; Gendarm aus Zell/Ziller, wurde nach Wien beordert, um den Schutzbundaufstand unter Kontrolle zu bringen. Wurde mit Kollegen in einem LKW nach Eggenberg gebracht. Dabei wurde die Gruppe beschossen, das Opfer sprang von der Ladefläche und wollte Deckung hinterm Kühler suchen. Wurde aber tödlich getroffen.
Alter: 33; Handelsangestellter bzw. Schneiderin, beide aber arbeitslos. Das Mädchen wurde erstochen, der Mann öffnete den Gashahn und erhängte sich zusätzlich. Ihre Wohnung befand sich in der Sonnenburgstraße.
Alter: 40; Wurde beim Putsch der Nationalisten gefasst und in die Kaserne der Heimatwehr gebracht. Wurde nach einem Verhör von Johann Tomaschek mit einer Pistole erschossen. Eine Überführung der Leiche nach München wurde nicht gestattet. Sie wurde schließlich in Salzburg eingeäschert und in Innsbruck begraben. Im Tiroler Anzeiger nicht erwähnt! In den Innsbrucker Nachrichten auch keine Erwähnung, nur Todesanzeige: "Tragisches Schicksal". Prozessbeginn am 21.11.1938 gegen die vermeintlichen Mörder von Josef Honomichl: Rudolf Penz, Ernst Martin und Johann Tomaschek. Nach 5 Verhandlungstagen vertagt. Neuaufnahme des Prozesses gegen die Mörder von Honomichl am 26.6.1939 mit vielen Zeugen. Innsbrucker Nachrichten 1.7.39, 1: Rudolf Penz und Johann Tomaschek wurden zum Tode verurteilt, Ernst Martin zu 10 Jahren schweren Kerkers.
Alter: 41; Polizei-Stabshauptmann. Wurde am Eingang ins Polizeikommissariat am Rennweg/Herrengasse mit 4 Schüssen aus einem Revolver getötet. Täter wollte flüchten, wurde aber gefasst. Als Täter wurde Friedrich Wurnig (26 Jahre), Handelsangestellter aus Linz, erkannt. 2 weitere Männer wurden verhaftet, sie dienten als Aufpasser. Waren Nationalsozialisten. Mord erfolgte am gleichen Tag, wie das Attentat auf Dollfuß. Zuvor Hetze gegen Hickl in der NS Zeitung „Roten Adler“ (2.7. und 23.7.). Wurnig wurde am 1.8.34 hingerichtet, sein Komplize Christian Neyer zu 20 Jahren schweren Kerkers verurteilt.
Alter: 54; Wurde vom Wilderer Georg Lang aus Häring durch einen Kopfschuss getötet, als er gestellt wurde. Der Jäger konnte zur gleichen Zeit ebenfalls einen Schuss abfeuern, der den Täter schwer verletzte. Gerichtsverhandlung gegen Georg Lang (28 Jahre) am 22.11.34: War schon mehrfach vorbestraft. Wurde durch den Schuss des Opfers am Kopf getroffen, sodass er erblindete! Trotzdem wurde er zu 5 Jahren schweren Kerkers verurteilt.
Alter: 21; Mineur im Magnesitwerk in Lanersbach. Spielte mit einem Kollegen, Adolf Thaler (34 Jahre) aus Brixlegg, auf der Schrofenalm Karten. Täter warf dem Opfer vor, betrogen zu haben, wobei es zu Handgreiflichkeiten kam. Thaler griff sich ein Messer und stach auf Koidl ein. Der erlag bald darauf den schweren Unterleibsverletzungen im Krankenhaus von Mayrhofen. Der Täter konnte zwischendurch flüchten, wurde aber gefasst und zum Standgericht Innsbruck überstellt. Stammte aus Wiesing und wurde dort auch begraben. Gerichtsverhandlung am 9.10.34: 2,5 Jahre schwerer Kerker für Thaler.
Alter: 29; Kellnerin aus dem Ötztal (Sautens). Wurde seit Tagen vermisst, später wurde ihre Leiche in einem Wald gefunden, die mit Steinen beschwert war. Sollte Tageseinnahmen ins Tal bringen. Wies schwere Kopfverletzungen auf, dazu Fesselspuren.
Alter: 21; Magd aus Kitzbühel. War beim Bauern Astl in Brixen beschäftigt und wurde ab November vermisst. Erst am 29.6.1942 (!!) gelang es, diesen Vorfall aufzuklären. Johann Astl gab zu, damals die Frau erwürgt zu haben, da sie von ihm schwanger war. Vergrub ihre Leiche im angrenzenden Wald, wo sie gefunden wurde. Johann Astl (*1886) wurde vom Sondergericht Innsbruck am 17.9.1942 zum Tode verurteilt. Tatsächlich am 19.10.42 in München-Stadelheim exekutiert
Alter: 26; Arbeiter beim Bau der Gerlosstraße. Ging am Abend mit 2 Kollegen vom Gasthaus nach Hause. Unvermutet begann ein Streit, bei dem Hermann Klieber (28 Jahre) aus Reith/Alpbachtal seinen 2 Begleitern nachschoss. Grund war Eifersucht. Darnhofer starb am Weg ins Krankenhaus Zell/Ziller. Gerichtsverhandlung am 21.5.1935 gegen den Täter wegen des tödlichen Pistolenschusses. Fühlte sich am Heimgang von anderen Burschen verfolgt und gab Schüsse auf sie ab. Das Opfer wurde dabei tödlich getroffen. Wurde wegen Notwehrüberschreitung zu 4 Monaten strengen Arrests verurteilt.
Alter: 26; Schutzkorpsmänner. Wurden in der Nähe der Grenze von vorerst Unbekannten angeschossen. Erlagen beide ihren Verletzungen im Krankenhaus von Kufstein. Glanzl konnte noch vor seinem Tod eine Beschreibung der Vorgänge geben. Wurden von 3 Männern angegriffen, möglicherweise von Legionären (österreichische Nationalsozialisten in Deutschland). Dürften nach der Tat über die Grenze geflüchtet sein. Bekamen staatliche Begräbnisse in Hötting bzw. Kirchbichl, ihrer Heimatgemeinden. Fotos in IZ 19.12.34, 3
Alter: 20; Schutzkorpsmänner. Wurden in der Nähe der Grenze von vorerst Unbekannten angeschossen. Erlagen beide ihren Verletzungen im Krankenhaus von Kufstein. Glanzl konnte noch vor seinem Tod eine Beschreibung der Vorgänge geben. Wurden von 3 Männern angegriffen, möglicherweise von Legionären (österreichische Nationalsozialisten in Deutschland). Dürften nach der Tat über die Grenze geflüchtet sein. Bekamen staatliche Begräbnisse in Hötting bzw. Kirchbichl, ihrer Heimatgemeinden. Fotos in IZ 19.12.34, 3
Alter: 20; Friseurgehilfe bzw. Tochter eines Eisenbahners aus Leoben. Wurden seit mehreren Tagen in den Stubaier Alpen vermisst. Schrieben von der Franz-Senn-Hütte einen Brief nach Hause, wo sie ihren Selbstmord ankündigten. Leichen wurden am 27.12. auf der Ochsenalpe gefunden. Huber dürfte zuerst seine Geliebte, dann sich selbst erschossen haben. Wurden in Neustift beerdigt.
Alter: 70; Alleinstehender Bauer. Wurde seit mehreren Tagen nicht mehr gesehen. Nachforschungen ergaben, dass er erschlagen wurde. Danach wurde sein Haus nach Wertsachen durchwühlt. Täter wurde bald darauf verhaftet, was allerdings länger geheim gehalten wurde. Bekanntgabe der Aufklärung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 23.2., 10: Täter ist Albin Gaßler (20 Jahre) aus Innsbruck. Wohnte früher in Vomp, wo er das Opfer kennen lernte. Sollte vor dem Mord eine Strafe antreten, bekam aber Aufschub. Schwurgerichtsverhandlung ab 28.4.36: Urteil 20 Jahre schwerer Kerker und Landesverweisung. Ausführliche Darstellung ab IZ 29.4.1936, 5
Alter: 24; Friseurgehilfe bzw. Tochter eines Eisenbahners aus Leoben. Wurden seit mehreren Tagen in den Stubaier Alpen vermisst. Schrieben von der Franz-Senn-Hütte einen Brief nach Hause, wo sie ihren Selbstmord ankündigten. Leichen wurden am 27.12. auf der Ochsenalpe gefunden. Huber dürfte zuerst seine Geliebte, dann sich selbst erschossen haben. Wurden in Neustift beerdigt.
Alter: 41; Witwe, wurde in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Schien sich mit Leuchtgas vergiftet zu haben. Tatsächlich gab es Zweifel, da sie sich nie schwermütig gab. Verdächtigt wurde ihr Bräutigam, der Versicherungsbeamte Heinrich Marik aus Hötting (37 Jahre). Dieser gestand schließlich die Tat, weil er als Universalerbe eingesetzt wurde. Zusätzlich gab er zu, 1931 in Graz seine damalige Braut Marie Seidl (25 Jahre) ermordet zu haben. Verantwortlich war er auch am Selbstmord eines Mädchens, der er die Ehe versprochen hatte, obwohl er verheiratet war. (Bucher 1920, sprang in den Inn – nicht in den Aufzeichnungen?). Gerichtsverhandlung ab 5.10.36: Marik plädierte auf gemeinsamen Selbstmord. Urteil am 12.10.36 gefällt: Tod durch den Strang wegen 2-fachen Mordes und Morddrohung gegen seine Frau in Graz 1929! Tatsächlich vollstreckt?
Alter: 19; Mysteriöser Mord bei Reutte. Das Opfer war ein Unterstandsloser, der in Innsbruck bei einer Familie kurz beherbergt war. Dort tauchten 2 vermutliche Kriminalbeamte auf und nahmen das Opfer mit. Fuhren mit ihm in einem Auto Richtung Lechtal. Täter konnten namentlich ermittelt werden, flohen aber ohne ihr Fahrzeug über die Grenze nach Bayern. Schwurgerichtsprozess gegen 6 Innsbrucker am 12.12.1935 (IZ, 1). Leikermoser wurde Anfang August in Landeck wegen nationalsozialistischer Betätigung verhaftet. Gab daraufhin die Namen von Gesinnungsgenossen bekannt und wurde enthaftet. In Innsbruck kursierte dann ein Flugblatt, die die Nationalsozialisten gegen ihn verfasst hatten. Als er erkannt wurde, wurde er in einer Wohnung mit Chloroform betäubt und in ein Auto verfrachtet. Bei Pflach wurde er erwürgt und aus dem Auto geworfen. Haupttäter (Dr. Otto Tischler, Hubert Baumann, Engelbert Tusch und Erwin Bettelheim-Reindl) konnten sich nach Deutschland absetzen. Urteil: Heinrich (18 Jahre) und Anna Peter (39 Jahre) 1 Jahr schwerer Kerker, Margarethe Sachs (43 Jahre) 15 Monate. Freispruch für Severin Peter (48 Jahre), Maria Freinademetz (24 Jahre) und Walter Gillich (24 Jahre).
Alter: 50; Familiendrama in Pradl. In einer Wohnung wurde Gasgeruch bemerkt. Bei der Nachschau entdeckte man die Leichen. Wurden mit Leuchtgas vergiftet. Türen und Fenster waren abgedichtet, ein Abschiedsbrief lag vor. Grund war die schwere Krankheit der Frau und die dadurch große finanzielle Belastung der Familie. Mann war Portier im städtischen Schlachthof. Wurde noch ins Krankenhaus eingeliefert, wo er aber am 14.3. ebenfalls verstarb.
Alter: 56; Familiendrama in Pradl. In einer Wohnung wurde Gasgeruch bemerkt. Bei der Nachschau entdeckte man die Leichen. Wurden mit Leuchtgas vergiftet. Türen und Fenster waren abgedichtet, ein Abschiedsbrief lag vor. Grund war die schwere Krankheit der Frau und die dadurch große finanzielle Belastung der Familie. Mann war Portier im städtischen Schlachthof. Wurde noch ins Krankenhaus eingeliefert, wo er aber am 14.3. ebenfalls verstarb.
Alter: 17; 2 Burschen gingen in Laimach (Zell/Ziller) nach einem Maskenball zum Fensterln. Wurden dabei erwischt und sie flüchteten. Sohn des Bauern schoss ihnen nach, wobei er das Opfer traf. Seine Leiche wurde erst am folgenden Morgen entdeckt. Gerichtsverhandlung gegen Josef Eberharter, der seinen Sohn Franz animierte, auf einen Eindringling in die Kammer der Tochter am 22.2.1936 zu schießen. Dieser befand sich bereits auf der Flucht durch die Nacht und ihm wurde nachgeschossen. Dem Opfer traf eine Schrotladung in den Kopf, die ihn tötete. Wurde am nächsten Tag aufgefunden. Urteil am 22.5.36: Vater erhielt 6 Monate, sein Sohn 5 Monate schweren Arrest.
Alter: 14; Familiendrama in Pradl. In einer Wohnung wurde Gasgeruch bemerkt. Bei der Nachschau entdeckte man die Leichen. Wurden mit Leuchtgas vergiftet. Türen und Fenster waren abgedichtet, ein Abschiedsbrief lag vor. Grund war die schwere Krankheit der Frau und die dadurch große finanzielle Belastung der Familie. Mann war Portier im städtischen Schlachthof. Wurde noch ins Krankenhaus eingeliefert, wo er aber am 14.3. ebenfalls verstarb.
Alter: 26; Wachmann, wollte einen Verdächtigen in der Altstadt anhalten, worauf dieser flüchtete. Bei der Verfolgung schoss dieser auf den Wachmann und verletzte ihn schwer. Starb bald darauf in der Innsbrucker Klinik. Große Trauerfeier in der Stadt und Überführung der Leiche nach Sillian.
Alter: 67; War als Senner auf der Kasalm knapp hinter der bayrischen Grenze beschäftigt. Wurde beim Melken erschlagen. Vermutlich Raubmord. 2 Tatverdächtige wurden 2 Tage später in Rosenheim verhaftet.
Alter: 44; Flugkapitän und Pilot des ehemaligen Bundeskanzlers Dollfuß. War am 5.9. mit einer Frau in der Nacht in Kufstein unterwegs und wollte noch in ein Kaffeehaus gelangen. War aber bereits versperrt. Weckten die Besitzer, die aber nicht mehr öffnen wollten. Der auf Besuch weilende Metzgerbursche Anton Gurgisser (22 Jahre) begab sich daraufhin auf die Straße und versetzte dem Elsler einen Fausthieb gegen das Kinn. Der starb an den Verletzungen 3 Tage später. Gerichtsverhandlung gegen den Täter am 27.11.36: Beging kurz vorher eine ähnliche Tat. Urteil: 7 Monate schwerer Kerker wegen Totschlages. Beide Parteien meldeten Berufung an.
Alter: 19; Bäckergehilfe aus Innsbruck, fuhr mit seiner Freundin, Tochter eines Sattlermeisters aus Reutte, mit dem Motorrad Richtung Pflach. Bei einer Rast verübten sie Selbstmord durch Erschießen.
Alter: 27; Bäckergehilfe aus Innsbruck, fuhr mit seiner Freundin, Tochter eines Sattlermeisters aus Reutte, mit dem Motorrad Richtung Pflach. Bei einer Rast verübten sie Selbstmord durch Erschießen.
Alter: 28; Wurde Opfer einer Rauferei auf der Straße. Eine Stichverletzung war tödlich, ein weiterer Beteiligter wurde schwer verletzt. War Bahnarbeiter und stammte aus Hopfgarten. Gerichtsverhandlung gegen den Hilfsarbeiter Josef Kelmer (26 Jahre) aus Thaur am 29.12.36: Es gab eine Abschiedsfeier nach Fertigstellung eines Bahnbaues, die nach einem Gasthausbesuch ausartete. Wollte auf Notwehr plädieren. Urteil: 1,5 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 30; Hilfsarbeiter erschoss zuerst seine Lebensgefährtin, dann sich selber. Grund dürfte Eifersucht gewesen sein.
Alter: 29; Opfer wurde vom Hilfsarbeiter Adolf Golser (38 Jahre) mit einem Messer am Hals schwer verletzt. Der Täter randalierte in einem Gasthaus und konnte von mehreren Personen nicht festgehalten werden. Stach mit einem Messer um sich und traf dabei das Opfer. Starb im Spital von Kitzbühel. Gerichtsverhandlung gegen Adolf Golser am 20.4.37: Wurde für schuldig befunden. Urteil: 3,5 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 23; Hilfsarbeiter erschoss zuerst seine Lebensgefährtin, dann sich selber. Grund dürfte Eifersucht gewesen sein.
Alter: 35; Nach einem Gasthausbesuch geriet das Opfer mit seinem Kollegen Emil Möri in Streit, der in Handgreiflichkeiten ausartet. Zuletzt gab es für das Opfer Messerstiche in die Brust, an denen es kurze Zeit später starb. Beide waren Arbeiter in der Zementfabrik.
Alter: 16; Tochter eines Uhrmachers aus Kirchbichl, war in einer Krämerei in Vorderthiersee beschäftigt. Wurde in der Nähe der Thierseerstraße zwischen Ed und Ramsau beraubt, vergewaltigt und durch Schüsse ermordet. Verdächtigt wurden 3 durchziehende Burschen, die durch Zusammenarbeit mit bayrischen Behörden aufgegriffen wurden. Sollten nach Österreich ausgeliefert werden. Gestanden die Tat: Josef Kleinhappel (Tischlerlehrling aus Weiz, 18 Jahre), Heinrich Polz (Tischlerlehrling aus Graz, 17 Jahre), Hubert Joch (Büchsenmacherlehrling aus Graz, 17 Jahre). Mussten zuerst einen Arrest in Bayern wegen eines illegalen Grenzübertritts absitzen und wurden am 21.7. ins Innsbrucker Gefängnis überstellt. Schwurgerichtsverhandlung am 20.10.37 gegen die Täter. Mehrere Delikte schon im Vorfeld. Urteil: Todesstrafe wegen ihres Alters unter 20J nicht anwendbar. Daher 10 Jahre schwerer Arrest für Joch und Polz, 2 Jahre für Kleinhappel.
Alter: 40; Frau wurde seit längerer Zeit vermisst; war auf Beerensuche. Wurde in einem Bachbett im Hörndlergraben tot aufgefunden. Da auch Schleifspuren entdeckt wurden, kam Mordverdacht auf. Ein Verdächtigter wurde verhaftet. Josef Eibl, Arbeitsloser aus St. Johann (23 Jahre) zeigte sich zuerst sehr selbstsicher, kündigte dann aber Selbstmord in seiner Zelle an. Hatte die Frau anscheinend aus Neid wegen ihres großen Sammelerfolges erschlagen. Schwurgerichtsverhandlung am 4.1.1938 gegen Josef Eibl. Gab Tötungsabsicht sogar zu. Urteil: Tod durch den Strang. Gerichtshof suchte aber umgehend um ein Gnadengesuch an.
Alter: 40; Pensionierter Amtsdirektor erschoss in der Nähe des Schlosses Mentlberg zuerst seine Tochter, dann sich selber. In einem Abschiedsbrief des Täters wurde die Tochter als geisteskrank bezeichnet, er litt an einem unheilbaren Kehlkopfleiden. Er wollte beide vom Leiden erlösen.
Alter: 67; Pensionierter Amtsdirektor erschoss in der Nähe des Schlosses Mentlberg zuerst seine Tochter, dann sich selber. In einem Abschiedsbrief des Täters wurde die Tochter als geisteskrank bezeichnet, er litt an einem unheilbaren Kehlkopfleiden. Er wollte beide vom Leiden erlösen.
Alter: 25; Rothmayer, Hilfsarbeiter aus Fieberbrunn, suchte den Hilfsarbeiter Stöckl in seiner Wohnung in Litzelfelden/Kirchdorf auf. Ohne viele Worte schoss er dem Opfer mehrere Kugeln in die Brust, die tödlich waren. Dann legte er auf den Hausbesitzer die Pistole an, der aber flüchten konnte. Zum Schluss erschoss er sich selber. Grund durfte eine aufgedeckte Gesetzeswidrigkeit gewesen sein.
Alter: 23; Rothmayer, Hilfsarbeiter aus Fieberbrunn, suchte den Hilfsarbeiter Stöckl in seiner Wohnung in Litzelfelden/Kirchdorf auf. Ohne viele Worte schoss er dem Opfer mehrere Kugeln in die Brust, die tödlich waren. Dann legte er auf den Hausbesitzer die Pistole an, der aber flüchten konnte. Zum Schluss erschoss er sich selber. Grund durfte eine aufgedeckte Gesetzeswidrigkeit gewesen sein.
Alter: 60; Ehemaliger Präsident des Tiroler Industriellenverbandes und Leiter der Jenbacher Werke. Erschoss sich mit seiner Tochter. Waren jüdischer Abstammung. Begraben in Wien.
Alter: 31; Ehemaliger Präsident des Tiroler Industriellenverbandes und Leiter der Jenbacher Werke. Erschoss sich mit seiner Tochter. Waren jüdischer Abstammung. Begraben in Wien.
Alter: [unklar]; Bauer wurde mit dem Vorwand, dass es brenne, nach Mitternacht aus dem Haus gelockt. Dort wurde er überfallen und ein Unbekannter brachte ihm tödliche Schnittwunden am Hals bei.
Alter: 46; Bäuerin, verstarb plötzlich nach dem Genuss von einem Glas Wein. Untersuchungen ergaben Giftmord. Verhaftet wurde ihr Gatte Karl, der mit einer anderen Frau liiert war. Gestand sofort. Schwurgerichtsverhandlung am 12.9.1938 gegen Karl Klocker (34 Jahre). War in allen Punkten geständig. Urteil: Tod durch Enthauptung. Verteidigung will in Berufung gehen. Tatsächlich exekutiert am 14.2.1939!
Alter: 46; Pogromnacht in Innsbruck. In den Zeitungen keine Erwähnung der Ermordungen. Nur ein kleiner Bericht vom Brand der Synagoge. Richard Berger wurde von SS Männern nach Kranebitten gebracht, dort erschlagen und seine Leiche in den Inn geworfen. Josef Adler wurde von einer SA Einheit niedergeschlagen und starb 3 Wochen später an den Verletzungen. Wilhelm Bauer wurde in seinem Haus mit einem Messerstich getötet. Richard Graubart wurde in seiner Wohnung von hinten erstochen. Verhandlung vor dem Volksgerichtshof in Innsbruck am 15.10.1946 gegen Hans Aichinger (33J-Hotelfachmann) und Gottfried Andreaus (34J-Kaufmann). Beide hatten sich nach damaligen Erkenntnissen an den Morden nicht beteiligt, hatten aber auch nichts unternommen, sie zu verhindern. Todesstrafe wäre anzusetzen gewesen, durch Milderungsgründe aber zu 13 Jahren (Aichinger) bzw. 12 Jahren (Andreaus) schweren Kerkers verurteilt. Dazu wurde ihr gesamtes Vermögen eingezogen.
Alter: 42; Pogromnacht in Innsbruck. In den Zeitungen keine Erwähnung der Ermordungen. Nur ein kleiner Bericht vom Brand der Synagoge. Richard Berger wurde von SS Männern nach Kranebitten gebracht, dort erschlagen und seine Leiche in den Inn geworfen. Josef Adler wurde von einer SA Einheit niedergeschlagen und starb 3 Wochen später an den Verletzungen. Wilhelm Bauer wurde in seinem Haus mit einem Messerstich getötet. Richard Graubart wurde in seiner Wohnung von hinten erstochen. Verhandlung vor dem Volksgerichtshof in Innsbruck am 15.10.1946 gegen Hans Aichinger (33J-Hotelfachmann) und Gottfried Andreaus (34J-Kaufmann). Beide hatten sich nach damaligen Erkenntnissen an den Morden nicht beteiligt, hatten aber auch nichts unternommen, sie zu verhindern. Todesstrafe wäre anzusetzen gewesen, durch Milderungsgründe aber zu 13 Jahren (Aichinger) bzw. 12 Jahren (Andreaus) schweren Kerkers verurteilt. Dazu wurde ihr gesamtes Vermögen eingezogen.
Alter: 53; Pogromnacht in Innsbruck. In den Zeitungen keine Erwähnung der Ermordungen. Nur ein kleiner Bericht vom Brand der Synagoge. Richard Berger wurde von SS Männern nach Kranebitten gebracht, dort erschlagen und seine Leiche in den Inn geworfen. Josef Adler wurde von einer SA Einheit niedergeschlagen und starb 3 Wochen später an den Verletzungen. Wilhelm Bauer wurde in seinem Haus mit einem Messerstich getötet. Richard Graubart wurde in seiner Wohnung von hinten erstochen. Verhandlung vor dem Volksgerichtshof in Innsbruck am 15.10.1946 gegen Hans Aichinger (33J-Hotelfachmann) und Gottfried Andreaus (34J-Kaufmann). Beide hatten sich nach damaligen Erkenntnissen an den Morden nicht beteiligt, hatten aber auch nichts unternommen, sie zu verhindern. Todesstrafe wäre anzusetzen gewesen, durch Milderungsgründe aber zu 13 Jahren (Aichinger) bzw. 12 Jahren (Andreaus) schweren Kerkers verurteilt. Dazu wurde ihr gesamtes Vermögen eingezogen.
Alter: 53; Pogromnacht in Innsbruck. In den Zeitungen keine Erwähnung der Ermordungen. Nur ein kleiner Bericht vom Brand der Synagoge. Richard Berger wurde von SS Männern nach Kranebitten gebracht, dort erschlagen und seine Leiche in den Inn geworfen. Josef Adler wurde von einer SA Einheit niedergeschlagen und starb 3 Wochen später an den Verletzungen. Wilhelm Bauer wurde in seinem Haus mit einem Messerstich getötet. Richard Graubart wurde in seiner Wohnung von hinten erstochen. Verhandlung vor dem Volksgerichtshof in Innsbruck am 15.10.1946 gegen Hans Aichinger (33J-Hotelfachmann) und Gottfried Andreaus (34J-Kaufmann). Beide hatten sich nach damaligen Erkenntnissen an den Morden nicht beteiligt, hatten aber auch nichts unternommen, sie zu verhindern. Todesstrafe wäre anzusetzen gewesen, durch Milderungsgründe aber zu 13 Jahren (Aichinger) bzw. 12 Jahren (Andreaus) schweren Kerkers verurteilt. Dazu wurde ihr gesamtes Vermögen eingezogen.