Alter: 18; Tochter eines Weichenwärters. War im Sillkanal mit Wäsche-Waschen beschäftigt. Stürzte dabei ins Wasser und konnte nicht mehr rechtzeitig geborgen werden.
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Alter: 18; Tochter eines Weichenwärters. War im Sillkanal mit Wäsche-Waschen beschäftigt. Stürzte dabei ins Wasser und konnte nicht mehr rechtzeitig geborgen werden.
Alter: 49; Leiche des Opfers wurde am Paschbergsteig in der Sillschlucht gefunden. Stammte aus Lans, war Jäger.
Alter: 38; Dienstmann, familiäre Probleme. Tod durch Erschießen.
Alter: 6; Kinder spielten in der Nähe des Inns. Dort waren Sandwagen abgestellt. Einer fiel um und erdrückte dabei das Mädchen.
Alter: 59; Pächter in Wilten. Erhängte sich in einem Stadel.
Alter: [unklar]; Oberleutnant der Artillerie. Wurde in der Nähe des Heeresmagazins erschossen aufgefunden.
Alter: 50; Stürzte sich in Mühlau von der Brücke in den Inn. War kurz vorher aus dem Arrest entlassen worden. Stammte aus Tulfes. Seine Leiche wurde am 18.6. bei Kirchbichl aus dem Fluss geborgen und im Ortsfriedhof begraben.
Alter: 62; Hilfsarbeiterin, familiäre Probleme. Stürzte sich in den Sillkanal.
Alter: 38; Gastwirt und Besitzer des Gasthauses „Zum weißen Kreuz“. Wollte am 26.12. einen Zechpreller anhalten, wurde von dem aber mit einem Messer in den Bauch gestochen. Der Täter, Michael Mangst (52 Jahre), Bäckergehilfe aus OÖ wurde sofort verhaftet. Opfer starb am folgenden Tag. Schwurgerichtsverhandlung am 10.3.1891 gegen den Täter. Dieser war schon 15x vorbetraft. Urteil: 6 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 40; Kohlenarbeiter fiel rücklings von einem Wagen und prallte mit dem Rücken auf eine Deichsel. Erlitt schwere Verletzungen, an denen er einen Tag später im Spital starb.
Alter: 31; Buchbindergehilfe aus Brixen. Erhängte sich am Sillufer. Grund waren Beziehungsprobleme.
Alter: 40; Tagelöhner, war beim Wasserleitungsbau in der Nähe der Kettenbrücke beschäftigt. In einem Graben löste sich die Einschalung, Erdreich stürzte herunter und verschüttete das Opfer. Konnte nur mehr tot geborgen werden. Stammte aus Sillian.
Alter: 52; Holzknecht in Wilten mit familiären Problemen. Tod durch Erhängen.
Alter: 3; Erstickte nach einer Mahlzeit. Ein Stück eines Apfels geriet ihm anscheinend in die Luftröhre und konnte nicht mehr rechtzeitig entfernt werden.
Alter: 47; Bauer in Kranebitten. Wurde beim Füttern von einem wildgewordenen Ochsen attackiert und tödlich verletzt.
Alter: 31; In einem Tanzlokal in der Altstadt entstand eine Rauferei zwischen Italienern. Opfer, ein Tagelöhner aus Pergine, erlitt einen Stich in die Bauchgegend, woran er am 3.9. starb. Schwurgerichtsverhandlung am 11.12.1890 gegen Lucio Menia (30 Jahre), Tagelöhner aus Belluno. Vor der Tat verpasste das Opfer dem Täter eine Ohrfeige. Urteil: 3 Jahre schwerer Kerker, bei vielen Milderungsgründen.
Alter: [unklar]; Maler, geriet in der Nacht mit dem Hausierer Georg Schneeberger aus Zell/Ziller in Streit. Dieser war den ersten Tag nach einer 9-monatigen Haftstrafe in Freiheit und stieß dem Opfer ein Messer in die Brust. Wurde in die Klinik gebracht, wo er noch am gleichen Tag starb.
Alter: 57; Erhängte sich am Dachboden eines Hauses. Hatte psychische Probleme.
Alter: 26; Versuchte aus Übermut den Inn zu durchschwimmen. Ihn verließen die Kräfte und er wurde fortgetrieben. Seine Leiche wurde am 22.8. bei Oberlangkampfen aus dem Fluss geborgen und im Ortsfriedhof beerdigt.
Alter: 6; Wollte im Sillkanal ihre Schuhe reinigen und fiel ins Wasser. Wurde kurze Zeit später geborgen, war aber schon tot.
Alter: [unklar]; Wurde seit einigen Wochen vermisst, muss beim „Peterbrünnl“ in den Inn geraten sein und ertrank. Stammte aus Götzens.
Alter: 24; Steindrucker. Wurde in einen Streit als Unbeteiligter hineingezogen. Rauferei zwischen Militärangehörigen und Zivilisten. Wollte das Geschehen nur ansehen, wurde aber durch Bajonettstiche tödlich verletzt. In den nächsten Tagen gab es mehrere Feindseligkeiten gegen die Militärs, die durch ihr Auftreten durchaus provokant waren. Mehrere Verwundete, erst Militärpolizei konnte die Lage klären. Feindbilder waren die Infanteristen, die tw. aus nichtdeutschen Gegenden stammten. Die Kaiserjäger aus der Klosterkaserne waren hingegen beliebt. Provozierende Einheimische waren va. die Leaslbuben.
Alter: 23; Maurer aus Schwaz.
Alter: 59; Gepäckträger, erhängte sich in seiner Wohnung.
Alter: 57; Pensionierter Oberst mit gesundheitlichen Problemen. Erschoss sich im Innsbrucker Stadtspital.
Alter: [unklar]; Landwehrmann des 38. Bataillons aus Böhmen. Erschoss sich in der Gendarmerie-Kaserne. Wurde im Militärfriedhof begraben.
Alter: [unklar]; Gattin eines Lumpenhändlers in Wilten, schwermütig wegen Krankheit, stürzte sich in den Inn. Ihre Leiche wurde am nächsten Tag bei Pradl geborgen.
Alter: 18; Gymnasialschüler erschoss sich nach einem Theaterbesuch am Eingang des Hofgartens. Aus dem Anzeigenteil. Im BG (16.10., 5) gibt man dem unchristlichen Lebenswandel des Burschen die Schuld!
Alter: 34; Bahnarbeiter aus Ehrwald. Wurde im Heizhaus von einer Lok überfahren.
Alter: 46; Tagelöhner aus Absam. Wurde bei einem Sturz tödlich verletzt.
Alter: 17; Frau aus Wilten, geistig verwirrt, kündigte ihren Selbstmord an. Wurde in einem Zimmer in der Altstadt mit Zyankali vergiftet aufgefunden.
Alter: 46; In der Höttingerau kam es zu einem Streit zwischen dem Maurer und dem Maler Jakob Gutleben (20 Jahre). Am Heimweg trafen sie neuerlich zusammen, wobei dem Opfer ein Messer in die Brust gestoßen wurde. Starb an den Verletzungen wenige Stunden später. Schwurgerichtsverhandlung gegen den Täter am 10.9.1889. Urteil: 4 Jahre schwerer Kerker und 100fl an die Witwe Heiß.
Alter: [unklar]; Kaiserjäger erschoss sich in der Kaserne.
Alter: [unklar]; Mädchen stürzte in den Sillkanal. Trotz schneller Hilfe konnte sie nur mehr tot geborgen werden.
Alter: [unklar]; Bauer zu Altenstall. Wurde bei der Holzarbeit von einem fallenden Baum erschlagen.
Alter: 26; Brauknecht aus Bayern. Wollte in der Nacht in der Schwimmschule Büchsenhausen baden. Geriet aber ins tiefe Becken, wo er ertrank.
Alter: [unklar]; Novizin bei den Barmherzigen Schwestern. Geistig verwirrt, stürzte sich von der Kettenbrücke in den Inn. Ihre Leiche konnte nicht gefunden werden. Stammte aus Kurtatsch.
Alter: 29; Angestellter im Anatomischen Institut. War seit knapp 4 Wochen abgängig. Seine Leiche wurde am 10.3. in der Sillschlucht aufgefunden. Wurde in seiner Heimat Kramsach-Voldöpp begraben.
Alter: 17; Sohn eines Oberingenieurs und Gemeinderates. Kam von einem Ausflug zurück. Hatte Schlüssel vergessen und wollte ein Gitter am Sillkanal übersteigen. Glitt dabei aus und verletzte sich tödlich.
Alter: 22; Einjährig-Freiwilliger Mediziner aus Linz. Stürzte bei Kranebitten in den Inn und ertrank. Seine Leiche wurde am 14.11.1889 in Ampass aus dem Inn gezogen.
Alter: 70; Pfründnerin. Ihre Leiche wurde aus dem Sillkanal gezogen.
Alter: 47; Frau sprang anscheinend von der Kettenbrücke in den Inn und verschwand in den Fluten. Daher Selbstmord vermutet. Später korrigiert auf Unglück. War Witwe, in Thaur wohnhaft.
Alter: 66; Wurde erfroren aufgefunden. Tod durch Alkoholeinfluss.
Alter: 33; Zimmermann, fiel beim Zuschneiden von Ästen von einem Baum und starb 5 Tage später im Spital.
Alter: 29
Alter: 29; Fabrikarbeiterin. Ihre Leiche wurde in Wilten aus der Sill geborgen.
Alter: 0; Dienstmagd Maria Hinterhofer (21 Jahre) aus Bayern wurde verdächtigt, eine Geburt verheimlicht zu haben. Leugnete dies anfänglich, gestand später, ihr Neugeborenes erstickt zu haben. Die Leiche wurde in ihrem Zimmer gefunden. Schwurgerichtsverhandlung am 11.6.1889. Urteil: 5 Jahre schwerer Kerker und anschließende Ausweisung.
Alter: 26; Bahnarbeiter, wurde beim Rangieren von einem Waggon überrollt und schwer verletzt. Starb wenige Stunden später.
Alter: 49; Maurer aus Hötting, fiel bei der Badeanstalt in den Sillkanal und ertrank. Aus dem Anzeigenteil.
Alter: 31; Zimmermann aus Oetz. Durch einen heftigen Windstoß wurde ein Gerüst umgeworfen, das in Wilten aufgestellt war. Opfer stürzte dabei ab und verletzte sich tödlich. Gerichtsverhandlung gegen Johann Steier (31 Jahre) und seinen Bruder Ignaz Steier (37 Jahre) die die nötigen Sicherheitsvorkehrungen am Gerüst ignoriert hatten. Das Urteil lautete aber auf Freispruch.