Aushebungsbefehl an alle Wehrfähigen von 18 bis 60 Jahren.
Jakob Andrä, Wirt zu Pinnersdorf, stellt das Ansuchen zur Eigentumsanmeldung der Alpe Tiefenthal samt der darin befindlichen Asten und Waldungen. Siegler: Berg- und Salinendirektion Hall
Gemeinderechnung des Johann Georg Hörbst
Jakob Christoph Recordin von Nein, Obrister Forstmeister in Tirol verleiht von Amts wegen zu Erbbaurecht den Zammer Untertanen auf deren Bitte an die o.ö. Hofkammer ein Stück Grund an den Inn und die Gemein angrenzend, mit einer Größe von 30 Star, welcher durch Dekret des Jäger- und Forstmeisteramtes am 9. August 1720 bewilligt wurde. Der Verkauf darf nur mit Vorwissen des Bergrichteramtes zu Imst als zuständiger Grundherrschaft erfolgen (nachträglicher Einschub: lt. Befehl vom 22. Jan. 1721 ist das Pflegamt I^uideck zuständig und dorthin auch der Grundzins zu entrichten). Als Grundzins ist jährlich zu Martini für ein Star Land 3 kr, somit 1 11 30 kr zu erbringen. Siegler: Jakob Christoph Recordin von Nein, Obrister Forstmeister
Die Bürgerschaft von Vils richtet an die Obrigkeit den Einwand, ob dem Wasenmeister Jakob Apröll zu seinem Hausbau wirklich zum Schaden der Bürgerschaft die Befreiung von allen Frongeldem und Holzgeldem zuzugestehen sei, da er ohnedies von allen Gemeindeerledigungen befreit sei. Da bereits der Jäger und der Gerichtsdiener zum Nachteil der Bürgerschaft diese Privilegien genießen, würde den Untertanen weiterer Schaden zugefügt, wenn man dem Wasenmeister eine halbe Hofstelle zubilligt.
Theresianischer Grundsteuerkataster für das Jochberger Viertel, welcher lt. kaiserlichem Patent vom 22. Sept. im ganzen Land eine neue Steuerperäquation oder Steuergleichheit herstellt. Es werden in der Herrschaft Kizbichl alle Güter, Mannmahd, Tagbaue und Weidegräser beaugscheint und beschrieben, die Qualität beurteilt sowie die Wasser- und Lahngefahr berücksichtigt. Selbst die besten Gründe erzielen aus einem Star Saatgut nur eine Ernte von drei bis vier Star. Wegen der Hochlage und Kälte werden die Feldfrüchte im Herbst, sowie jüngsthin geschehen, nicht immer reif. Viele Gründe werden durch Wasser und Muren weggerissen. Die Untertanen sind vielen Grundherren unterworfen und mit Reichnissen, Anlaiten, Totfall- und Antrittsrindem belastet, weiters durch Vogteien, Gülten und Grundzinse. Überdies sind die Grundholden durch die sog. Priestersteuem und Priestersammlungen, durch die Mesnergarben und teils durch Heusammlungen belastet. Da die Herrschaft durch bayerische und salzburgische Gerichte umzingelt ist, leidet man bis heute unter den Kriegsfolgen von 1703, die Wachtschichten und Militäreinquartierungen. Die Beschreibung ergibt für die fünf Werchate 1447 Tagbau, 1935 Mannmahd und 3047 Gräser. Der Steuerertrag wird mit 613 Gulden 45 kr bemessen.
Chunrad Graentner, Bürger von Hall, vermacht für sein Seelenheil dem Heinrich dem Rysen, Pfleger des Hl. Geist Spitals zu Hall, vier Pfund Berner jährlichen Zins, von denen zwei Pfund auf einem Garten beim Pfannhaus liegen, welchen derzeit der Kloyn bewirtschaftet und der an den Stainkelrer und an den Zelhern grenzt. Die anderen zwei Pfund liegen auf dem Haus an der Wegs eh eide bei der Maeusmagasse, welches derzeit Grete die Spitalerin innehat.;
Siegler: Chunrat der Graentner
Abkommen zwischen dem Pfarrer von Prutz und den Gemeinden Ried, Tösens, Fendels, Kauns, Kaunerberg, Kaunertal, Faggen und Gufer.
Klage an die Obrigkeit, dass das Bier im ganzen Unterinntal 'sehr schlecht beschaffen sei'. Die Bierbrauer würden sich keineswegs um eine Besserung der Qualität bemühen, weil sie bei dem hohen Preis des Weines ihr schlechtes Bier trotzdem verkaufen können. Der Obrigkeit geht es aber nicht nur um einen gut annehmbaren Trunk, sondern hauptsächlich um die Erhaltung der menschlichen Gesundheit. Die Kufsteiner Bierbrauer werden somit aufgefordert, in Zukunft nicht nur 'ein recht qualifiziertes Märzenbier, sondern auch ein gutes Schankbier herstellen'.
Alter: 25; k.k. Bergarbeiter, starb beim Einsturz eines Stollens.
Evidenzstellungsprotokoll der Grundstücke in der Gemeinde Jochberg, II. Teil. 8/'Jochberg
Herzog Ludwig von Nieder- und Oberbayern verbietet anlässlich der Klagen der Bürger seiner Stadt Ratemberg wegen allerlei Handels auf dem Lande und weil die Stadt ganz verdorben und verödet sei, da zu ihnen entgegen ihrer Freiheiten auf den Wochen- und Jahrmärkten nichts mehr feilgeboten werde, dass keinerlei Gewerbe und Kaufmannschatz auf dem Lande gehandelt werden darf. Es müssen allen feilen Pfennwert wie Schmalz, Käse, Ziger, Flachs, Wolle, Garn, Eisen, Leinwand, gefärbtes Tuch, Gewürze, Spezereien, Wachs, Honig, Eier, Hühner, Gänse usw. aus dem Landgericht in die Stadt Ratemberg auf die Wochen- und Jahrmärkte geführt werden. Wein darf nur in den Tavernen gekauft und verkauft werden. Es ist jedoch gestattet, alles genannte Vieh ab Hof zukaufen und zu verkaufen, wo es erzeugt wird, aber nur für den Eigenbedarf. Bezüglich der Landleute aus der Wildschönaw gilt die alte Regelung, dass sie zwischen Michaeli und Martini mit ihren Rössern an die Etsch fahren dürfen, um zu 'treiben' und Wein zu führen. Siegler: Der Aussteller
Vollmacht für vier Angehörige der Gemeinde Liesfeld im Streit mit Hans Klingler bzw. dessen Insitzer Andrä Waldner vom Lechnergut im Lanthal wegen Weiderechte in der Liesfelder Au. Veit Schwabl, Simon Krainthaller, Peter Pnmner, Peter Millegger, Stefan Hellenstainer, Peter Schnaitl und Peter Hueber von Liesfeld nominieren dem Gericht Ratemberg die vollmächtigen Gewalthaber Peter Pöckhl, Hans Schor, Matthias Pichler und Peter Schwarzenperger. Siegler: Dr. Johann Christoph Freilich, o.ö. Regimentsadvokat, Stadt- und Landrichter zu Ratemberg
Auf Ersuchen von Peter Cansatscher und Jakob Troyer, beide von Oberkolls gibt Simon Moser zu Asch, 57 Jahre alt, wahrheitsgemäß folgenden Bericht zu Protokoll: Im Jahre 1736 habe der Rainer die Ochsen in der Alm ob Anras als bestellter Hirt gehütet. Ihm sei von seinen Bauern auf getragen worden, falls die Kollser ihr Vieh über den Teyßbach treiben würden, solle er, Simon Moser, dafür mit seinen Ochsen in die den Oberkollser gehörige Weide einhüten. Wenn die Kollser aber den Bach als Grenze anerkennen und nicht darüber hinaus hüten, habe er dagegen nie einen Einwand gehört. Diese Aussage könne er durch leiblichen Eid der Gerichtsanwaltschaft bestätigen. Zeugen: Michel Planiser und Franz Xaver Hefter, Schreib er Siegler: Matthias Anton Keffter, Gerichtsanwalt und Schreiber
Glockentaxe
Cristan Pattnhammer, Bürger zu Lienz, verkauft mit Zustimmung des Pfalzgrafen in Kärnten, Grafen zu Görcz und Tyrol Leonhart seinen Acker (dritthalb Bau) gelegen gegen das alte Siechenhaus, der an die gemeine Straße gegen Nustorff, an Mathe Mach und des alten Amtmann Acker, an den Kreutzacker des Spitals und an Wolfgang Ledrers Acker grenzt und freies Burglehen ist, dem Gotteshaus des Heiliggeist-Spitals zu Lienz um 22 Pfund Pfennige gewöhnlicher Münze. Siegler: Hanns Preinperger Zeugen: Wilhalm Ruef, Martän und Gerhart die Ledrer, alle drei Bürger zu Lienz
Joahnnes Schedle, Bader in Unterhöfen, und Matthäus Frick am Berg teilen dem Pfleger durch ihren Gerichtsantwalt mit, daß sie zur Ladung am 7. Jän. nicht erscheinen, weil sie sich auf die alten Tannheimer Jagdrechte berufen und sie die vier Hasen außerhalb der Forstgrenzen geschossen hätten.
Alter: 11; Starb nach einem Sturz von einem Baum.
Alter: 41; Bauer, starb an schweren Rückenverletzungen im Zamser Spital.
Alter: 26; Dipl. Ingenieur aus Landshut. Stürzte auf der Zugspitze tödlich ab. Seine Leiche wurde nach München überführt.
Alter: 12; Sohn eines Arbeiters im Karbidwerk Matrei. Stürzte am Padaunkogel tödlich ab.
Alter: 24; Wurde am Zahmen Kaiser vom Aufsichtsjäger Nothegger beim Wildern erwischt. Bei einem Schusswechsel wurde das Opfer tödlich getroffen. Anfeindungen der Bevölkerung gegen den Jäger. Große Todesanzeige im TGB 9.8., 6.
Alter: 22; Kam aus Südtirol, um im Zillertal Schmugglerware zu kaufen. Am Rückweg durchs Stilluptal geriet er in einen Schneesturm und erfror. Leiche erst am 12.8. geborgen und in Mayrhofen beerdigt. Zudem wurde ihm das Geld geraubt.
Alter: 64; Knecht. Ertrank im Inn.
Alter: 72; Lehnte sich aufs Geländer der Schwarzbrücke über die Kitzbühler Ache. Durch Morschheit brach dieses und sie stürzte in den Bach.
Alter: 22; Wollte mit seinem Vater einen sturmbeschädigten Baumstamm umschneiden. Dieser brach vorzeitig ab und erschlug das Opfer.
Alter: 27; Fiel bei der Wiltener Kirche von der Haller Bahn. Stürzte gegen einen Baum und wurde auf die Geleise zurückgeschleudert. Dort wurde er von Waggons überrollt. Starb an den schweren Verletzungen im Spital. Stammte aus Kals.
Der Pfleger und Landrichter Josef Anton Ebner antwortet dem Schützenhauptmann der zweiten Imster Flintenschützenkompanie Andreas Moyle, daß er sein Schreiben erhalten habe. Der Richter akzeptiert, was der Hauptmann unter möglichster Schonung des Gerichtssäckels wegen des zu gründe gegangenen Brotes verfügte. Ebner teilt mit, daß der erforderliche Nachschub an Brot mit zwei Wagen für alle drei Kompanien abgegangen sei. Es soll mitgeteilt werden, wie lange die drei Hauptleute mit diesen zwei Brotfuhren das Auslangen finden, um rechtszeitig weitere Lieferungen zu veranlassen. Es soll mitgeteilt werden, ob die Imster Schützen sich am 1. oder 2. Mai versammelt haben, um nach Landeck abzumarschieren. Weiters fragt Ebner an, ob Augustin Schranz aus der Kompanie entlassen wurde. Moyle soll den Richter über weitere Kriegsereignisse auf dem laufenden halten.
Gertraud Höperger, Witwe des Peter Rauscher, Fischer und Inwohner von Hall, vertreten durch Michael Auer, Müllermeister und Bürger von Hall, stellt der Nikolauskirche einen Revers über das von ihr geerbte Haus am Kuglanger aus. Dieses grenzt im Osten an Hans Zinggts Erben, rin Süden an die Gasse und sonst an Hans Pärcht, Fassermeister und Bürger von Hall. Dieses Haus wurde 1588 von Hans Riedmayr, Fassermeister und Bürger von Hall, gekauft.
Siegler: Adam Franz, Stadtrichter von Hall Siegelbitte: Elias Feigenpuz, Diener des Stadtschreibers Tho mas Weidmann
Zeugen: Paul Käßpacher, Bäckermeister und Bürger von Hall; Hans Pärcht, Fassermeister und Bürger von Hall; Georg März, Diener des Stadtschreibers
Alter: 17; Töchter eines Fabrikanten in Mariahilf. Wurden durch ausströmende CO-Gase des Ofens im Schlafe erstickt.
Alter: 3; Knabe entwich aus dem Waisenhaus und stürzte in den Sillkanal. War erst wenige Stunden vorher aus OÖ angekommen.
Alter: 21; Bauerntochter in Gungglgrün. Stürzte beim Suchen von Vieh bei Mils über felsiges Gelände ab.
Alter: 22; Student hatte Liebesverhältnis mit der Innsbruckerin. Bei einem Besuch kam es zu einer Eifersuchtsszene, bei der der Student zuerst die Frau, dann sich selber erschoss. War Neffe des ehemaligen Landesrechnungsrates in Innsbruck.
Alter: 18; Student hatte Liebesverhältnis mit der Innsbruckerin. Bei einem Besuch kam es zu einer Eifersuchtsszene, bei der der Student zuerst die Frau, dann sich selber erschoss. War Neffe des ehemaligen Landesrechnungsrates in Innsbruck.
Alter: 19; Student aus Wien. Wollte unterhalb der Erfurterhütte die Durrerwand besteigen. Glitt aus und konnte nicht mehr gehalten werden. In Eben beerdigt.
Alter: 26; Assistenzarzt im Innsbrucker Krankenhaus. Erhängte sich am Bergisel.
Alter: 49; Wurde bei Holzarbeiten von einem fallenden Baum getroffen. Lebensgefährliche Verletzungen. Starb im Spital von Kufstein.
Alter: 27; Bahnbeschäftigte. Sollte am Gleisdamm Gras mähen. Beim Überqueren der Schienen wurde sie von einem Zug überfahren.
Alter: 78; Buglachbauer. Stürzte über die Tennenstiege und verletzte sich dabei tödlich.
Alter: 25; Stürzte bei der Jagd über eine Felswand ab, nachdem er eine Gämse getroffen hatte. Stammte aus Berwang.