Alter: 19; Fleischhauergehilfe aus Wien. Wollte über den Brenner nach Südtirol, wurde aber an der Grenze abgewiesen. Versuchte schließlich mit 2 Kollegen den Übertritt am Timmelsjoch. Dürfte im Schnee nicht mehr weitergekommen sein. Seine Leiche wurde am 23.3.1920 gefunden. Keine Spur von seinen Begleitern. Wende im Fall (Allgemeiner Tiroler Anzeiger 22.4., 4): Landstreicher im Unterinntal wurde mit dem Ausweis des Opfers aufgegriffen und verstrickte sich in Widersprüche.
Alter: 2; Mutter wurde in den Nacht von der Tochter geweckt und wollte noch eine Mahlzeit zubereiten. Gas konnte aber danach weiter ausströmen und vergiftete beide.
Aufstellung aller Zinsen und Gülten, die das Spital vom Pfannhaus in Hall jährlich einzunehmen hat.
Alter: 51; Defizienten-Priester (einer, der seinen Beruf nicht mehr ausüben darf), Bruder des bekannten Tiroler Botanikers Josef Anton Perktold. Tod durch einen Sturz im Wahnsinn.
An genannte Personen werden zwischen zwei und 85 Laibe Brot zum Preis von 4 kr je Stück ausgehändigt und deren Übernahme bestätigt.
Alter: 38; Mutter wurde in den Nacht von der Tochter geweckt und wollte noch eine Mahlzeit zubereiten. Gas konnte aber danach weiter ausströmen und vergiftete beide.
Alter: 46; Felssturz auf die Bahnanlage zwischen Schönwies und Imst. Geleise wurden verlegt als gerade ein Güterzug passieren wollte. Lokomotive und die nächsten Wagen wurden in den Inn geschleudert. Prantauer war Bremser (aus Zams) kam dabei um. Der Zugsführer Huszar starb einen Tag später in der Chirurgischen Klinik in Innsbruck.
Alter: 25; Felssturz auf die Bahnanlage zwischen Schönwies und Imst. Geleise wurden verlegt als gerade ein Güterzug passieren wollte. Lokomotive und die nächsten Wagen wurden in den Inn geschleudert. Prantauer war Bremser (aus Zams) kam dabei um. Der Zugsführer Huszar starb einen Tag später in der Chirurgischen Klinik in Innsbruck.
Alter: 11; Wurde in den Wald geschickt, um Holz zu sammeln. Man fand sie später mit durchschnittener Kehle auf. Wurde auch missbraucht. Täter noch nicht ausgeforscht.
Alter: 54; Polizei-Oberkommissär. Hantierte mit einem Benzinbehälter, der unvermutet explodierte. Zimmer stand bald in Flammen, für das Opfer kam jede Rettung zu spät.
Alter: 16; Bahnarbeiter, wurde von einem Zug überfahren.
Alter: 24; Knecht, wollte mit Bauern Hölzer von der Dandleralpe holen. Traten Lawine los, Opfer konnte sich nicht mehr retten.
Alter: 25; Junge Frau hängte ihre Rodel an einen Bob und sie fuhren die Brennerstraße vom Sonnenburgerhof herab. Eine 2. Rodel hängte sie sich an. Diese verhakte sich und die Schnur geriet an den Hals. Wurde erwürgt. Bestattung im evangelischen Friedhof. (Daten aus dem Anzeigenteil).
Alter: 57; Pferdeknecht. Schwermütig, Tod durch Ertrinken. Seine Leiche wurde am 1.2. bei Erpfendorf aus der Großen Ache geborgen.
Alter: 20; Bäcker, Tod durch Erschießen. Große Todesanzeige in in Innsbrucker Nachrichten, aber Todesursache verschwiegen.
Verzeichnis der ausgegebenen Munition an die Korporale Fidelis Kiechl, Josef Wittwer, Johann Rummel, Michael Ögg, Johann Platner, Josef Weber, Josef Turner und Josef Sepp. Ausgegeben werden: Scheibenpulver, Patronen, Blei, Rennkügelen, Gießkellen, Beißzangen, Durchschlageisen, Feldflaschen, Feldkessel, Wachtmäntel, Stutzen und Musketen. Die Empfänger der Musketen werden namentlich aufgelistet. Es folgt eine weitere Verteilungsliste vom 13. Juni auf dem Feldposten Sibele.
Alter: 9; Tochter eines Tagelöhners.
Stellungnahme der Stadt Hall bezüg lich des Adishofes in Axams (vgl. Urk. Nr. 865): Hans Singer hat 1598 von Ulrich Cuprian um 694 Gulden den Hof gekauft. 1614 wurde der Hof wegen Überschuldung dem Gericht Axams cetiert und Barthoiomeus Jäger hat ihn um 895 Gulden gekauft. Als Jäger 1616 vor dem Stadtschreiber in Hall diese Veränderung bekanntgeborenen wollte, wurde er aufmerksam gemacht, daß das Gericht Axams dafür nicht zuständig gewesen wäre, sondern die Grundherrschaft, also die Stadt Hall als Vertreter der Waidaufstiftung.
Alter: 20; Sohn eines Holzhändlers.
Alter: 1.5; Riss einen Topf mit heißem Kaffee vom Herd. Erlitt dabei tödliche Verbrühungen. (Daten aus dem Anzeigenteil). Rubrik immer noch: „Hütet die Kleinen“
Alter: 19; Wurde eines Diebstahls bei der Bahn verdächtigt. Tod durch Erschießen.
Alter: 52; Tod durch Erhängen.
Alter: 59; Frächter, war mit einer Holzfuhre am Weg. Durch einen gewaltigen Sturm scheute das Pferd und er geriet unter den Wagen.
Alter: 7; Tochter eines Schuhmachermeisters. Geriet beim Rodeln in den Mühlkanal und konnte nicht mehr rechtzeitig gerettet werden.
Alter: 62; Kaufmann, wurde auf der Straße nach Pians durch Beilhiebe und Messerstiche ermordet. Geraubt wurde ihm seine Geldtasche mit einem hohen Betrag, auch in ausländischer Währung. Voraussichtlich mehrere Täter. Leiche wurde über einen Hang zum Bach hinuntergezerrt und wurde nur zufällig entdeckt. Am 14.1. wurde Karl Münster (Speditionsbeamter) verhaftet, der bald die Tat gestand. Schwurgericht in Innsbrucker Nachrichten 28.6.20, 6: Täter (28 Jahre) gestand den Raubmord. Urteil: 18 Jahre schwerer Kerker. Konnte bald darauf aus dem Gefängnis fliehen und schrieb sogar einen Brief aus Tanger, wo er nun als Geschäftsreisender bei einer französischen Firma arbeitet! TGB 10.11.20, 3
Alter: 36; Bergknappe. Wurde im Stollen des Bergwerkes von fallenden Steinen schwer verletzt und starb an Verblutung im Stadtspital. Kritik, dass kein Verbandszeug vorrätig war. Letzteres natürlich von der Betriebsleitung später verneint.
Alter: 24; Schweres Trambahnunglück am Westbahnhof. Durch Versagen der Bremsen stürzte in einer Kurve ein Waggon um und begrub wartende Fahrgäste. Opfer war Beamter der Bauernsparkasse. Dazu mehre Schwerverletzte.
Alter: 23; Müllerssohn. Sollte in seiner Arbeitsstelle in der Mühle seines Vaters den Wasserbehälter öffnen. Muss ins Wasser gestürzt sein, aus dem er sich nicht mehr befreien konnte.
Beiliegend übersendet die Regierung eine Be schwerde des Barthoiomeus Jäger, Rotgerber in Axams, der den halben Adlshof in Axams von Hans Singer übernommen halt, aber von der Stadt Hall als Vertreter der Waidaufstiftung nicht akzeptiert wurde. Die Stadt soll dazu Stellung nehmen.
Alter: 65
Major Peter Schilcher erteilt an Hauptmann Moyle einen neuerlichen Befehl, da bei der gestern mit seinem Adjutanten Kandidus von Sommer vorgenommenen Visitation die Imster Kompanie in einem ganz ungeeigneten Zustand angetroffen wurde. Die im Gebirge verteilten Schützenkompanien sollen laut Befehl von Feldmarschall Reuß ihre Posten sorgfältig besetzt halten und ununterbrochen patrouillieren. Dieser Befehl wird dem Hauptmann Moyle zur strengsten Befolgung anermittelt, da die Mannschaft größtenteils nicht auf dem Posten war und die Patrouillen und Wachen äußerst nachlässig waren. Schilchers Adjutant fand beim bayerischen Gatter keine Wache vor und der angetroffene Korporal hatte nur 'die niederträchtige Entschuldigung', daß es beim Tag keine Wache brauche. Kaum war der Adjudant entfernt, wurde die Wache wieder eingezogen. Daher ist von Hauptmann Moyle der gestern Vorgefundene Korporal durch einen anderen Korporal zersetzen und an Major Schilcher zu übergeben. An Hauplmann Moyle wird der strengste Befehl erteilt, bessere Ordnung, Wachsamkeit und Eifer bei seiner Mannschaft einzuführen, da er sonst bei der Schutzdeputation angezeigt würde.
Alter: 29; Gastwirtesohn. War mit 3 weiteren Kollegen auf Gämsjagd im Schlegeistal. Trat eine Lawine los aus der er nur noch tot geborgen werden konnte. Alle 4 stammten aus Dornauberg. Seine Leiche wurde am 7.2.1920 gefunden.
Alter: 56; Schuhmacher, wurde von zwei rodelnden Burschen niedergefahren. Erlitt schwere Verletzungen an denen er ein paar Tage später starb.
Alter: 9; Schweres Lawinenunglück. Klingelhof wurde verschüttet. Eheleute und übrige Kinder konnten gerettet werden.
Alter: 10; Schweres Lawinenunglück. Klingelhof wurde verschüttet. Eheleute und übrige Kinder konnten gerettet werden.
Alter: 17; Schweres Lawinenunglück. Klingelhof wurde verschüttet. Eheleute und übrige Kinder konnten gerettet werden.
Alter: 19; Schweres Lawinenunglück. Klingelhof wurde verschüttet. Eheleute und übrige Kinder konnten gerettet werden.
Alter: 24; Schweres Lawinenunglück. Klingelhof wurde verschüttet. Eheleute und übrige Kinder konnten gerettet werden.
Alter: 30; Wurde von einem Holzbalken getroffen, als eine Lawine die Hauswand eindrückte. Kind, das sie auf den Arm hielt blieb unverletzt. Im Weiler Vergröß.
Alter: 11; Schüler, wurde bei der Weihnachtsfeier der amerikanischen Kinderhilfsaktion von einem Mitschüler aus Übermut an die Wand gedrückt. Erlitt schwere innere Verletzungen, an denen er bald starb. Grund auch hier wieder Schwächung durch Hunger. Bei der Obduktion allerdings auch eine schwere Darmentzündung entdeckt.
Alter: 11; Verunglückte tödlich beim Holzziehen.
Befehl Major Schilchers an Hauptmann Moyle, sofort 16 Mann mit einem Korporal auf der Straße nach Schwangau zum bayerischen Gatter abzuschicken. Es ist auf all jene zu achten, welche keine Pässe besitzen. Es ist auch abseits der Straße zu patroullieren, um Leute ohne Ausweise aufzutreiben. Dabei ist auch auf k.k. Desserteure zu achten. Nach Ablauf von 24 Stunden sind die 16 Mann samt Korporal durch eine neue Mannschaft abzulösen. Alle verdächtigen Personen sind aufzugreifen und sofort nach Reutte zu schicken. Da beim bayerischen Gatter noch keine Hütte gebaut ist, soll die Errichtung baldmöglichst veranlaßt werden, damit die guten Leute bei dem regnerischen Wetter nnter Dach gebracht werden und ihre Gewehre vor Nässe schützen können. Die benötigten Holzläden sollen von der Gemeinde Ober- und Unterpinswang angefordert werden.
- Hans Waidmann übersendet seinem Bruder Thomas Waidmann, Stadtschreiber von Hall, das Wimmatregister und beklagt das schlechte Ernteergeboreneis. Das Ausgabenregister wird später nachgesandt werden.
Alter: 42; Telegrafenarbeiter aus Welschtirol. Gab bekannt, dass er nach Jenbach zum Bahnhof gehen wolle. Stürzte sich aber von der Brücke in den Inn. Leiche nicht gefunden. Erst am 24.3. bei Brixlegg aus dem Inn geborgen.