Auszug aus der Urbarsbereitung des Pflegamtes Imst. Im Obermarkt besteht der Zehent außer auf den Widumsgütern in 2/3 Groß- und Kleinzehent. Vom Mairhof im Obermarkt, genannt Pfeferlesgut, ist der ganze Zehent, von der Mühle Gungelgrün und Schnellhof im Untermarkt 1/3 Zehent zu leisten. 1577 Jän. 27: Dem jeweiligen Pfarrer zu Imst und der Kirche werden an Zins, Lehen, Zehent und Jahrtage unter obigen Datum zugeschrieben: An Zehent erbringt der Untermarkt von Getreide, Kraut, Erbsen und Hanf jedem Pfarrherren sowie der Herrschaft und dem Melchior von Welsberg je 1/3. Der Obermarkt sammelt den Zehent 'nach der Gassen'. Künftig vergleichen sich der Pfarrherr Johann Prager und der Pfleger Georg von Waltenhofen, daß jeder Pfarrer 1/3 und jeder Pfleger 2/3 vom Getreide usw. erhalten sollen, außer den genannten Gütern.
Erzherzogin Magdalena bestätigt, von ihrem Bruder Erzherzog Ferdinand II. um 1000 Gulden eine jährliche Gülte von 50 Gulden aus dem Pfannhaus in Hall gekauft zu haben. Diese Gülte übergibt sie dem Stadtspital für einen Früh- oder Krautgarten vor der Metzgerbank auf der rechten Seite des Gießens vor der Stadt (vergleiche Urkunde Nr. 667 von 1586 VI).;
Siegler: Erzherzogin Magdalena
Alter: 40
Landgericht Lienz an Gemeindevorsteher von Leisach Therese Idl, Wirtstochter ebenda betreffend wegen Entlassung aus dem Kerker.
Alter: 3; Fiel in den Krebsbach, der vor dem Hause vorbeifließt. Trotz schnellem Rettungsversuch war Kind bereits tot.
Alter: 40; Bauarbeiter, stürzte bei der Arbeit von einem Gerüst ab.
Alter: 5; Kind eines Sägearbeiters.
Alter: 0; Die Bauarbeiterin Apollonia Casanova gebar ein Kind und warf es in die Abortgrube. Wurde aber dabei beobachtet. Kind wurde obduziert, es war lebensfähig. Täterin wurde verhaftet.
Alter: 18; Arbeiter beim Bau der Mittenwaldbahn. Wollten in einer Baracke im Finstertal Dynamit erwärmen, das dann explodierte. Alle Arbeiter sofort getötet. Nicolussi stammte aus Lusern, Uzelac und Matasic aus Kroatien und Bursac aus Bosnien.
Alter: 25; Arbeiter beim Bau der Mittenwaldbahn. Wollten in einer Baracke im Finstertal Dynamit erwärmen, das dann explodierte. Alle Arbeiter sofort getötet. Nicolussi stammte aus Lusern, Uzelac und Matasic aus Kroatien und Bursac aus Bosnien.
Alter: 23; Arbeiter beim Bau der Mittenwaldbahn. Wollten in einer Baracke im Finstertal Dynamit erwärmen, das dann explodierte. Alle Arbeiter sofort getötet. Nicolussi stammte aus Lusern, Uzelac und Matasic aus Kroatien und Bursac aus Bosnien.
Alter: 25; Arbeiter beim Bau der Mittenwaldbahn. Wollten in einer Baracke im Finstertal Dynamit erwärmen, das dann explodierte. Alle Arbeiter sofort getötet. Nicolussi stammte aus Lusern, Uzelac und Matasic aus Kroatien und Bursac aus Bosnien.
Alter: 32; Vorerst unbekannte Leiche wurde bei Zirl aus dem Inn gezogen. Später identifiziert. Knecht aus Pettnau.
Alter: 24; Leiche wurde bei Brixlegg aus dem Inn gezogen und später identifiziert. Schwermütig nach einer Geburt.
Waldmeister Johann Paul Gapp fordert die Nachbarn und Gemeindsleute im Obermarkt auf, das Holzschlagen zu unterlassen. Sollten sie künftig weiterhin nach Belieben Holz hacken und solches verkaufen, oder auf hiesige Sagmühle führen, so ist mit einer Strafe von 1 Gulden und Pfändung des geschlagenen Holzes zu rechnen. Ohne Erlaubnis des Baumeisters oder der Waldmeister ist es verboten, künftig einen Holzstamm vor der ordentlichen Aufteilung zu schlagen.
Brief von J.M. Röck an einen Freund.
Gerichtsamtmann Johann Georg Zobl von Unterhöfen legt für die Traualpe den Weidezettel für 212 Weiden vor. Die Alpe wird von 44 Inländern und 21 Ausländem bestoßen, wovon das Spital Kempten 64 Weideplätze innehat.
Johann, Abt von Stams, Augustin, Propst von Neustift, Kaspar Künigl, Hans Botsch, Hans Egg von Meran, Nikolaus LeiB von Eppan und Balthasar Rueff von Pfaffenhofen als Vertreter der Tiroler Landstände bestätigen, von Hans Rainer, Bürgermeister von Hall, ein Darlehen von 1000 Gulden gegen 5 % Zinsen erhalten zu haben.;
Siegler: Die Aussteller
Alter: 51
Alter: 55; Bauer am Maierhof. Erhängte sich in seiner Stube. Gesundheitliche Probleme.
Alter: 55; Holzarbeiter, wurde erhängt in einem Heustadel aufgefunden. Stammte aus Belluno.
Alter: 72; Wurde erdrosselt im Wald gefunden. Verbrechen vermutet. Stammte aus Gries/Sellrain.
Alter: 53; Leiche wurde am 23.4. in einem Stadel gefunden. Tod durch Erhängen. War Baupolier. Finanzielle Probleme.
Alter: 37; Wegmacherbäuerin, Tod durch Erschießen durch geistige Verwirrung.
Alter: 53; Zimmermann, wurde von einem fallenden Baum erschlagen. Stammte aus Kroatien.
Alter: 23; Offiziersdiener, wurde von einem Kaiserjäger am 1.4. in einem Streit mit einem Bajonett schwer verletzt. Starb nun im Garnisonsspital in Innsbruck. Täter wurde dem Gericht übergeben. Gerichtsverhandlung gegen Strobl, aber in Schwaz! (Innsbrucker Nachrichten 6.6., 8): Mildes Urteil, da er anscheinend provoziert wurde: 18 Monate Kerker.
Alter: 2.5; Kind fiel beim Waltsbauer in Wald in einen Topf mit siedendem Wasser und starb an den Brandwunden.
Alter: 0; Anklage gegen Kreszenz Wallner (20 Jahre) wegen Kindsmord. Wurde erstickt. Gerichtsverhandlung: Sehr mildes Urteil mit 1 Monat strengen Arrest. Diesmal nicht vor einem Geschworenengericht, aber wieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Alter: 26; Magd, Insassin der Irrenanstalt erhängte sich in ihrer Zelle. Stammte aus Tschengls.
Auszug aus einem Kaufbrief betreffend die am 25. Oktober 1825 vorgenommene Versteigerung der Realitäten der Verlassenschaft nach Kaspar Pren.
Erzherzog Ferdinand II. verkauft seiner Schwester Erzherzogin Magdalena um 1000 Gulden eine jährliche Gülte von 50 Gulden aus dem Pfannhaus und Salzmairlamt in Hall.;
Siegler: Erzherzog Ferdinand II.
Alprechnung durch den Alpmeister Johann Rief von Kienzen über den Frühjahrsauftrieb von 32 Stieren und 48 Winterlingen, weiters über die Herbstbeschlagung von 48 Stieren, die Verrechnung der Salzkosten, Hirtenkosten, Vergütung der Vilsalber und Berechnung der Zehrgelder. Vor mehreren Alpinteressenten werden der neue Alpmeister Franz Weirater im Bogen und der Hirte Josef Wexer zu Schmiden vorgeschlagen.
Pfleger Nazari Leonhard Jaiß fordert den Baumeister und Kunstmaler Christian Miller namens des Gubernialreskriptes vom 2. März auf, jene Parteien namentlich zu nennen, welche die öden Gründe noch nicht kultiviert haben. Es wird hiemit aufgetragen diese Gründe bis Ende Mai urbar zu machen. Wer bis zu diesem Termin die Kultivierung unterlassen hat, ist dem Gubernium namhaft zu machen. Dieses Reskript ist den Parteien auf dem Pirchach und am Greithof (Graithof) kund zu machen.
Alter: 11; War geistig behindert. Verließ unbemerkt das Haus und wurde tot am Abhang eines Weges aufgefunden.
Anfrage des Landgerichtes
Klaus Magens und seine Frau Dorothea zu Imst verkaufen dem Hans Kramer (auf Rasur!) Kirchpropst der St. Johannes- und St. Laurenzkirche daselbst 5 lb Berner Grundzins aus dem Hell-Anger im obern Teil des Marktes. Siegler: Hans Knewssl Zeugen: Christian Recher, Hans Holer, Hans Kürser, Bürger zu Imst
Der Gemeinde Pflach wird vom Innenministerium die Selbständigkeit zugesprochen. Sie hat daher ihr individuelles Dasein und ihren Fortbestand anzusprechen. Sie ist mit der jeweiligen Katastralgemeinde identisch und darf nicht zerstückt werden. Wie bisher wird sie auch künftig ihre Lebensfähigkeit und Selbständigkeit bewahren. Eine Notwendigkeit, sich mit anderen Gemeinden zu vereinigen, besteht nicht, bleibt aber offen. Doch muß das Gebiet zusammenhängend sein und darf durch keine andere Gemeinde durchschnitten werden. Daher bleiben die Gemeinden Pflach und Ehenbichl als selbständige Gemeinden aufrecht.
Jakob Christoph Recordin, Obristforstmeister in Tyrol und Obristjägermeisteramtsverwalter in o.ö. und v.ö. Landen, verleiht auf Bitte der Gemeindsleute von Stanzach namens der o.ö. Kammer ein Grundstück als Unkostenersatz für die durch den Lech und den bayerisch-französischen Einfall erlittenen Schäden, (vgl. Nr. 17 b) Das verliehene Grundstück liegt nächst dem Dorf in der an die Felder angrenzenden Au und wurde durch zehn Marksteine amtlich vermessen. Grundherrschaft über den 150 x 36 Amtsklafter großen Grund ist das herrschaftliche Pflegamt Ehmberg. Siegler: Jakob Christoph Recordin, Obristjägermeister
Bittgesuch der Untertanen zu Tanhaimb an den Landesfürsten, die ihnen von Herzog Friedrich gewährten Privilegien zur Gemspirsch zu konfirmieren. Die im rauhen Gebirge lebenden Bittsteller leben nur von Gerste und Hafer, welche nicht immer ausreifen und durch Hochwetter bedroht sind. Die Kuchlsteuer 1662 sei bereits bezahlt und nach Abschluß des heurigen Gamsschießens zu Andräi werde die Rate von 53 Gulden für heuer entrichtet. Gleichzeitig bittet man, an den Pfleger von Emberg, Franz Karl von Rosst, ein entsprechendes Dekret zu erlassen und erinnert an die am 2. Mai in Ynnsprugg überreichte Bittschrift.
Grenadier der Waffen-SS; gefallen im Raum von Sanok in Polen
Ladungsschreiben des Landesfürsten in Landtagsangelegenheiten, zur Huldigung, zu Sitzungen, zu Kriegs- und Steuerangelegenheiten usw. betreffend den Markt Hopfgarten und Gerichtsbezirk namentlich an den Urbarrichter Kaspar Kolrer, den Propst Georg Hegkhl zu Ennglsperg, auch Beschwerdeschriften, Berufung von Abgeordneten und Kriegsdienstangelegenheiten aus den Jahren 1475, 1481, 1495, 1498, 1500, 1508, 1510/11, 1516, 1525, 1527, 1531, 1535, 1538, 1540, 1543, 1548, 1565/66, 1569, 1580, 1583, 1586/87, 1589 und 17./18. Jahrhundert
Dyetel Vischer, Bürger zu Hall, und seine Frau Agnes übergeben zu ihrem Seelenheil dem Spital zu Hall ihre 'Leyte' und Stadel, welche an der unteren Schefgasse gelegen sind und zuvor der Sorgerin gehört und 'Sorgerin Leyte' geheißen haben. Sie grenzen an den Besitz des Matthias Hulber. Auf diesem Besitz liegt eine jährliche Abgabe von 4 Pfund Berner. Dytel Vischer und seine Frau behalten sich aber das Nutzungsrecht auf Lebenszeit vor.;
Siegler:
Zeugen: Ludwig der Slaezpekhen, Bürger zu Hall Chunrad Graentner, Hans Kriech, Tolde Srnit, Chunrad Klebanch
Erzbischof Eberhard von Salzburg bekundet, dass zwischen dem Pfarrer Hans Emperger zu Rewt und dem Rat der Stadt Ratemberg wegen Erfüllung des Stiftsbriefes und der Bestellung eines Kaplans zur Abhaltung der Stiftsmesse in der Virgiliuskirche zu Ratemberg ein Streit entstanden ist. Künftig ist der Pfarrer von Rewt verpflichtet, jährlich einen gelernten Priester aus seinen Gesellen für Ratemberg zu bestellen. Dieser muss ständig in Ratemberg wohnen um die Messe nach dem Stiftsbrief erfüllen zu können. Dafür muss die Stadt jährlich sechs lb Berner an Gült geben und als Wohnung das Haus neben dem Friedhof bereitstellen, wo einst der Jegermeister gewohnt hat. Darin dürfen nur Pfarrer, Gesellpriester und Mesner wohnen. Siegler: Der Aussteller