Alter: 32; K.u.k. Oberleutnant, war in Lienz stationiert beim 1. Feldjägerbataillon. Sprang in Brixlegg von der Eisenbahnbrücke in den Inn. Grund Beziehungsprobleme. Seine Leiche wurde am 3.12. bei Radfeld aus dem Fluss geborgen und im Ortsfriedhof begraben.
Alter: 39; Gattin eines Maurers. Wollte in der Kranebitterklamm Reisig für Allerheiligenkränze abschneiden. Musste dabei abgestürzt sein.
Alter: 52; Gattin eines Arbeiters.
Alter: 74; Bauer, starb nach einem Sturz über die Stiege an den schweren Kopfverletzungen.
Alter: 21; Kletterversuche an der „Hüttenwand“ in der Axamer Lizum. Griff brach aus, er stürzte 70m tief ab. Starb kurz nach der Einlieferung ins Innsbrucker Krankenhaus. War Bautechniker bei der Bahn in Innsbruck.
Schuldurkunde des Andrä Mairl vulgo Hain, Einwohner am Rindermarkt zu Lienz, gegenüber Gertraud Bachlechner von Villgratten.
Inhalt wie Nr. 746.
Alprechnungsbuch der Melkalpe Obermarkt. Die jährliche Abrechnung wird vom Baumeister, Alpmeister und einem Gemeinderat vorgelegt. Abgerechnet werden die Grasgelder für Kälber, Kühe, Schafe, Schweine, weiters werden Strafgelder, Milchgelder und zusätzliche Einnahmen verbucht. An Auslagen sind der Hirtenlohn das Viehsalz, Verpflegung und verschiedene Materialkosten vermerkt.
Alter: 3.5; Ertrank im Mühlbach.
Alter: 4; War Pflegekind beim Staudenhof. Stürzte in den Fotscherbach beim Hagebuttensuchen.
Alter: 3.5; Fiel in den Mühlgrabenbach und ertrank.
Alter: 30; Schuster, lungenleidend, trübsinnig. Tod durch Erhängen.
Alter: 83; Wollte sich am offenen Herd eine Mahlzeit kochen. Kleider fingen Feuer. Wurde in Ebbs begraben.
Alter: 19; Maurer. Trübsinnig, arbeitslos. Tod durch Erschießen.
Alter: 19; Tod durch Vergiften mit Zyankali.
Alter: 12; Berührte mit einem Draht die Hochspannungsleitung. Auf der Stelle getötet.
Alter: 54; Arbeiter in der Sandgrube des Michael Mayr (Absam). Teil der Wand stürzte ein und begrub ihn. Erstickte im Sand.
Alter: 70; Großbrand im Dorfe Fließ. Allerdings nur 1 Haus betroffen, mit 3 Parteien. Opfer waren Verwandte, Jäger allerdings schwer krank. Traxl versuchte sie zu retten. Wurden von der Holzdecke der Stube erschlagen.
Alter: 84; Großbrand im Dorfe Fließ. Allerdings nur 1 Haus betroffen, mit 3 Parteien. Opfer waren Verwandte, Jäger allerdings schwer krank. Traxl versuchte sie zu retten. Wurden von der Holzdecke der Stube erschlagen.
Vormerkbuch über die durch die Grundbesitzverän derungen veranlagten Waldteilungen in der Gemeinde Obermarkt Imst. Da die Waldgrenzen der aufgeteilten Wälder gänzlich verfallen sind, ist es notwendig die sogenannten Bürgerteile zusammenzuwerfen und nach dem Steuerfuß auf die Güter neu aufzuteilen. Entsprechend der neuen Gutsaufteilung ist auch die Waldparzellierung neu vorzunehmen. Folglich hat sich die Ortsvorsteliung zur Anmerkung dieses V ormerkbuches entschlossen. Bei Gutsausbrüchen erfolgt eine Entschädigung für schlechtere Plätze oder eine Zugabe für allfällige Maßdifferenzen. Waldteilnngen erfolgen in F.perzal (Ebarzell) und den Lärchteilen im Sigeles (Siegiles) Rain, im Faller (? Blochfelle) und Blokner, im Schiergreit (Schöngreuth), im Pigeralpebnig (Piegeralpebnich) und Saxill (Saxil). Das Vormerkbuch nennt die Waldbesitzer, die Parzellennummer, Bonitätsklasse das Flächenmaß, das entsprechende Grundstück, die Steuertaxe, die Grundstücksgrenzen und die Unterschrift des neuen Grundbesitzers.
Alter: 76
Aufforderungsklage des Johann Holler, Schuhmachermeister in Lienz, gegen Johann Bruner, Obsthändler
Siegler der Abschrift: Blasius Benedikt Moriggl, Thaur
Burggraf Andre von Lienz verleiht als Gewaltträger seines Bruders Erasem kraft der Gewalt, die ihm von seinem Vater, Burggraf Niklas, übertragen wurde, dem Bürger Hans Kramer einen Acker unter der Feste, im Spitz zwischen beiden Straßen. Siegler: Niclas, Burggraf zu Lienz
Anna Hennggi, Witwe nach Leonhard Hennggi, zu Mül in Praittenwanng, (Anweiser: Jakob Streli zu Reuti) verkauft dem David Hag, kaiserl. Rat und Zahlmeister, und seinen Mitverwandten des Messinghüttwerks am Stainenberg zu Pflach, ihren freieigenen Acker zu Mül in der Peunt am 30 Gulden Dieser grenzt im Osten an Jakob Renn, im Süden an den Zaun, im Westen und Norden an Matthäus Keller. Siegler: Georg Franckh, Richter zu Emberg Siegelbitte an: Hans Mayr vulgo Arlinger Zeugen der Siegelbitte: Georg Obreiter und Hans Pichierer, alle Bürger zu Reuti
Kostenverzeichnis des Berg- und Waldmeisteramtes wegen des Waldexzesses der Nachbarschaft Jochberg.
Erzherzog Ferdinand Karl bestätigt den Gerichtsleuten des Gerichts Kizpichl auf deren Bitte den zuletzt von seinem Vater Erzherzog Leopold V. am 7. Dez. 1628 ausgestellten Konfirmationsbrief betreffend die Wochenmarktsordnung und die Bannmeile. Diese allgemeine Ordnung wurde erstmals 1474 von Fierzog Lud-wig von Bayern in Landshut ausgestellt (vgl. Urk. Nr. 16/11). Siegler: Der Aussteller
Albrecht III. und Leopold III. von Osterreich bestätigen, daß die Bürger von Hall auf ihre bisherige Zollfreiheit für ihren Waren auf dem Inn und der Donau bis Wien und für ihre Weinfuhren innerhalb Tirols verzichtet haben, wofür sie auf immer den großen Zoll zu Innsbruck und Hall innehaben sollen, jedoch mit der VerPflichtung, die Irmbrücke in Innsbruck zu erhalten.;
Siegler: Albrecht III., Leopold III.
Franziska Marberger quittiert ihrer Schwägerin Maria Summer, Wirtin auf dem Keller, dass sie auf Georgi 25 fl Kapital richtig erhalten hat.
Beantwortung, dass die Metzger alle Sonntag die Leberwurst ausgeben und an den zwei Märkten das Fleisch auskochen.
Die beklagten Nachbarn zu Oberkolls stellen gegenüber dem Pfleger und Anwalt der Herrschaft Anras fest, nachdem er ihnen die öffentlich zugänglichen Gemeinde- und Hutschafts Verträge zur Einsicht vorgelegt hat, daß alle Auflagen, wie Einhaltung der Brücken, Wege, Verköstigung der Hirten usw. nach den Anteilen der besitzenden und innehabenden Huben berechnet werden. Daraus ergebe sich, daß die Nachbarn zu Oberkolls den übrigen Anrasern gleichgesetzt und somit auch gleiche Rechte haben. Daher haben Anras, Rain und Planitzen bzw. deren Gewaltträger Martin Niderwiser die Beweislast, daß die Oberkollser von der Mithutschaft auf der Anraser Margrethenalm ausgeschlossen sein sollen. Die Beklagten hätten durch Kundschaften zur Genüge dargetan, daß sie zur Almnutzung berechtigt seinen.
Pachtvertrag für Michael Jesacher
Vergleich zwischen Ried und dem Pilegsverwalter von Laudegg, Sterzinger, wegen des Bachrunsles auf Gstalls.
Das Landgericht teilt dem Vorsteher zu Nesselwängle mit, daß die beim Gericht hinterlegten Gelder für den Schanzbau und die Feuerspritzen (vgl. Nr. 67) nunmehr abgerechnet sind. Demnach erhält Nesselwängle eine Rückvergütung von 154 Gulden 45 3/4 kr mit der Auflage, den Empfang zu bestätigen und den Betrag nachweislich gut zu verzinsen. Es wird der Gemeinde gestattet, aus diesem Betrag die Feuerspritze zu reparieren.
Gefreiter in einem Gebirgsjäger-Regiment; gefallen im Norden
Kostenvoranschlag des Maurermeisters Franz Kleinhans aus Pinswang für die Neudeckung des Kirchendaches der Liebfrauenkirche in Vils. Der schlechte Zustand des Schindeldaches erfordere dringend eine Neudeckung, um weiteren Schnee- und Wassereinbrach zu verhindern. Kleinhans empfiehlt eine Deckung mit Ziegelplatten, wobei 28.000 Stück erforderlich sind. Mit den Firstziegeln, der Dachlattung und dem notwendigen Kalk, jedoch ohne Handlangerdienste, werden 348 Gulden 15 kr veranschlagt. Die Neudeckung mit Schindeln samt Nägeln kostet 246 Gulden
Rechnung des Oberwirts Michael Gast zu Ebbs wegen Verpflegung bayerischer Soldaten.
Bruder Johannes Spies, Prior des Klosters zu Rattenberg, und der Konvent des Augustinerordens verkaufen Elsbeth der Spiesin, Mutter des Priors, einen kleinen Luss in der Pfarre Rawtt, der vier kr Zins abwirft. Er liegt zwischen Thomas des Stumars Luss und Erharden im Feld, grenzt weiters an Leonhard des Erhards Luss, welcher von Erhard dem Tuchscherrer und Jörg dem Spanier stammt. Der Zins ist dem Mesner zu reichen, um die Kerze zu dem Antiass in der Antiasswoche zu machen und zu zünden. Bereits früher hat die Spiesin zu diesem Zwecke ein lb Wachs gestiftet. Siegler: Prior und Konvent
Hans Arba jun., Bürger zu Rattemberg, verkauft dem Wolfgang Ziegler, Ratsbürger und Wirt zu Rattemberg, ein Viertel aus dem großen und kleinen Riedlerischen Zehent zu Khundtl und Liesfelden um 910 fl. Die anderen zwei Viertel besitzen Ursula Ridler, Frau des Georg von Pflaumem, o.ö. Regimentssekretär, und ein Viertel Paul Ampfinger zu Khundtl. Siegler: Wolfgang Botsch zu Zwingenburg, Verwalter der Hauptmannschaft Rattenberg, Siegelbitte an: Karl Schalber, Landgerichtsschreiber
Schuldzession für Franz Ögg von Leonhard Part(h)oll auf Josef Recheis und dessen Ehewirtin. Franz Ögg im Eichholz, Pfarre Fließ, hat bei [.eonhard PartoN ein Guthaben von 200 Gulden Hingegen hat Partoli, Gastgeborenein Landeck, bei Josef Recheis, Gastgeb zu Perfuchs, ein Guthaben von 100 Gulden weil sein Schwager Josef Kolb, Gastgeboreneund Bäcker zu Angedair, für ein Hochzeitsmahl 100 Gulden Spesen zu fordern hat. Weitere 100 0 sind in Warenlieferungen (Wein und Branntwein, Käse) abzugelten. Diese Zession nimmt Franz Ögg von Leonhard Partoli an. Zeugen: Joachim Josef Spath und Josef Zangerl, Hand schuhmacher Siegler: Ignaz Niklaus Stöckl von Gerburg, Pfleger und Landrichter der Herrschaft Landeck
Protokoll zwischen der Gemeinde Fendis als Beklagte und Pruz als Klägerin wegen der strittigen Weidegrenze über den Grat von Spiz bis an Burgstallsehrofen. Von Fendis erscheinen beim Lokalaugenschein als Bevollmächtigte Reichart Pult, Michael FFeiseler, Jakob Schlapp und Andrä Schlecher. Fendis gesteht den Pruzem in dem Wisele- und Rufenallbezirk keinerlei Weiderecht zu. Die Unparteiischen Wolfgang Schweiggl von Ried, Johann Katrein zu Füss und Josef Penz zu Serfaus meinen, daß aus dem Vertrag von 1470 (Vgl. Prutz Nr. 19/1) nicht klar hervorgehe, welcher Grat als Weidegrenze angesprochen sei. Doch was von dem oberen Grat dem Tüeffental zu liegt, ist wohl von beiden Gemeinden gemeinsam zu nutzen. Die Rufenallwiese gehöre lt. Tauschbrief eindeutig den Pendlern.
Alter: 39; Das Opfer versuchte bei einem Brand in seinem Haus durch das Fenster zu entkommen, stürzte dabei aber zu Tode.
Der Ausschuß der Bürgerschaft Matrei namens Matthäus Aichperger, Alban Gloggner, Erhard Pruner und Martin Forstlechner in Beistandschaft des Dominikus Forstlechner klagen gegen Stephan Perger zu Halten haus, da er auf der Hinterau neben seinem Haus und Grund das Laub alleine und vor dem festgesetzten Tag aufreche und auch die Erlen abhacke und somit gegen den am 9. Nov. 1602 ergangenen Gerichtsabschied verstoße. Dem Beklagten wird beschieden, erst nach dem gemeinsamen Aufruf der Interessenten den allgemeinen Laubrechen zu nutzen, Er solle sich nicht mehr anmaßen, die Erlen, außer was man für die Wercher benötigt, Brennholz zu schlagen. Als Schadenersatz muß er der Bürgerschaft 2 Gulden bezahlen, die Gerichtskosten bezahlen und 3 Gulden Strafgeld entrichten. Siegler: Wolf Adam Lasser, Pfleger und Amtmann der • Herrschaft Windischmatrei
Orgelbau