Alter: 71; Holzschnitzer, wurde ertrunken im Lech gefunden. Selbstmord möglich.
Alter: 22; Stürzte sich vom 4. Stockwerk der elterlichen Wohnung in Pradl auf die Straße. Starb an den Verletzungen im Spital.
Michael Worath d.J., Handelsmann und Bürger von Hall, muß sein Haus ( = Schergentorgasse 1), das er unlängst vom verstorbenen Muattheus Fetter, Gastgeborener und Bürger von Hall, gekauft hat und das bei der Brotbank liegt, zu einem Kaufmannsgewölbe ausbauen. Deshalb hat er ein Fenster und eine Türe zur Saline hin erweitert. Dagegen haben die anderen Händler und lädier von Hall protestiert. Deshalb muß er das Fenster, das vorher eben und ohne Bogen war und das er mit einem Eisengitter versehen hatte, zwar nicht beseitigen, aber es mit einem Drantgitter, dessen Maschen höchstens ein Zoll weit sein dürfen, versehen. Fenster und Türe zur Saline hin müssen während des Tages geschlossen sein und dürfen nur auf Klopfen oder Läuten geöffnet werden.
Siegler: Michael Worath d.J.
Alter: 40; Bei einer Ballveranstaltung am 15.2. brach eine Tanzfläche ein. Viele Gäste stürzten 2 Stockwerke in die Tiefe und wurden z.T. schwer verletzt – ein Bahnarbeiter starb 2 Tage später.
Alter: 64; Knecht, stürzte in der Reichenau in einem Futtersilo auf den Boden. Starb an den Verletzungen im Spital.
Alter: 68; Holzarbeiter, seine Leiche wurde im Achensee gefunden. Arbeitslos, kränklich, fast sicher Selbstmord.
Alter: 23; Technikstudent aus Augsburg. Versuchte mit einem Kollegen die Südwand der Köllenspitze zu erklettern. Er stürzte dabei auf ein Schneefeld ab und rutschte auf ein Geröllfeld, wo er tödliche Verletzungen erlitt. Rettungstrupp brachte die Leiche zur Tannheimer Hütte und weiter nach Nesselwängle.
Alter: 31; Kunstmaler aus München, aus der Schweiz stammend. Wurde tot im Bett aufgefunden. Arzt konstatierte Selbstmord durch Vergiften. Wurde im Ortsfriedhof begraben.
Alter: 73; Wurde bei der Holzarbeit von einem rollenden Baumstamm erdrückt.
Alter: 9; Rutschte in der Reichenau in der Nähe des Inns aus und stürzte in einen Weiher und ertrank.
Alter: 20; Verunglückte bei einer Holztrift am Pillberg. Starb bei der Überführung ins Schwazer Spital.
Alter: 66; Mechaniker in Innsbruck. Fiel in den Kasbach und ertrank.
Alter: 73; Arbeiter der Zellulosefabrik. Wurde auf der Bundesstraße vom Auto eines Innsbrucker Kaufmannes überfahren und tödlich verletzt.
Alter: 21; Ging mit einem Kollegen als Wilderer auf die Hahnenbalz. Beim Alpeiköpfl (Obertarrenz) gab das Opfer das Gewehr dem Kollegen, der damit unglücklich hantierte. Schuss löste sich und traf dem Mitter in den Rücken. War sofort tot. Gerichtverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 30.8.26, 9: Urteil für Franz Baumann für fahrlässige Tötung und Wilddiebstahl: 2 Monate strenger Arrest. Berufung durch die Verteidigung.
Adam Franz schreibt dem Hans Waidmann von Meran, Bevollmächtigter des Spitals von Hall, er solle sich im Falle des Georg Pranntmayr erkundigen, warum er kein Auf- und Abzuggeld zahlen will.
Siegler: Adam Franz
Alter: 48; Seine Leiche wurde aus dem Inn geborgen und identifiziert.
Alter: 18; Schusterlehrling, tötete sich selber durch Einatmen von Leuchtgas.
Alter: 17; War mit einem Kollegen beschäftigt, einen umgestürzten Baum zu zersägen. Am Ende der Aufbereitung riss der Stamm ab und stürzte auf das Opfer. Wurde mit dem Gesicht zu Boden gedrückt und konnte nicht mehr rechtzeitig befreit werden.
Alter: 30; Seine Leiche wurde am 17.6. aus dem Urisee gezogen. War seit längerer Zeit abgängig. Hatte keinen festen Wohnsitz und war Alkoholiker.
Alter: 53; Wurde vor der Dreiheiligenkirche von einem LKW überfahren. Starb einen Tag später im Spital.
Alter: 6; Nach einem Sturz auf der Straße, wurde das Kind von einem Pferdefuhrwerk überrollt und sofort getötet. War in Begleitung ihres Vaters, wohnhaft in Alpbach.
Alter: 50; Stürzte im Saal eines Gasthauses von der Galerie in die Tiefe. Durch Umbauarbeiten war das Geländer entfernt worden. War taubstumm.
Alter: 4; Kletterte unterhalb der Pradler Brücke auf einen Baum am Ufer der Sill. Stürzte von dort direkt ins Wasser und wurde fortgetrieben.
Alter: 35; Buchhalterin, war lange Zeit abgängig. Ihre Leiche wurde am 30.7. in Kirchdorf am Inn (Bayern) geborgen.
Alter: 21; Mechaniker im Elektrizitätswerk, ertrank beim Baden in einem Tümpel in der Haller Au. War Nichtschwimmer.
Alter: 38; Sprang in Mühlau in den Inn, konnte längere Zeit nicht identifiziert werden. War Fabrikarbeiterin aus Gnadenwald.
Bürgermeister und Rat der Stadt Hall schreiben dem Hans Waidmann von Meran, Bevollmächtigter des Spitals von Hall, im Falle Georg Pranntmayr (vgl. Urk. Nr. 1005).
Siegler: Stadt Hall (kleines Sekretsiegel von 1533)
Alter: 24; Sekretär eines Grafen. Stürzte beim Heimweg in der Nacht von der ungesicherten Ufermauer in die Passer. Starb im Spital.
Alter: 21; Elektroschlosser, wollte entlang der Bahngeleise zu seinem Arbeitsplatz am Westbahnhof gelangen. Bemerkte einen Schnellzug zu spät und wurde überfahren.
Alter: 39; Fabriksarbeiter aus Oberperfuß, schwermütig. Tod durch Erhängen.
Alter: 23; Schmiedegehilfe aus Kärnten. Seit kürzerer Zeit arbeitslos, schoss sich eine Kugel ins Herz.
Alter: 40; Neuer Leiter eines Geschäftes in Kössen. Schwermütig, erhängte sich in den städtischen Anlagen.
Alter: 20; Wurde bei der Auffahrt in die Vermundalm vom Vieh in den Bach gestoßen und ertrank. Verlor ein paar Jahre zuvor 5 Geschwister durch eine Lawine (24.12.1919).
Alter: 20; Maschinenschlosser aus Bayern. Wollte mit einem Kollegen bei der neuen Universität den hochwasserführenden Inn überschwimmen. Auf halbem Wege verließen ihn die Kräfte und er verschwand in den Fluten.
Alter: 25; Saisonarbeiter aus Lilienfeld. War als Passagier auf einem Dampfer. Kurz vor dessen Landung fiel er über die Brüstung ins Wasser und ging recht schnell unter. Rettungsversuche waren erfolglos.
Alter: 23; Versuchte sich mit Schwimmen im Weißensee am Fernpass. Ging plötzlich unter. Stammte aus Biberwier.
Alter: 22; Student aus Wien. Stürzte an der Lamsenjoch-Ostwand durch Seilriss tödlich ab.
Alter: [unklar]; Durch sehr schlechtes Frühjahrswetter in diesem Jahr kaum tödliche Bergunfälle. 2 Touristen aus München bzw. Hamburg stiegen von der Zugspitze ab. Rutschten über ein Schneefeld, konnten die Geschwindigkeit aber nicht mehr kontrollieren. Stürzten anschließend über 400m über felsiges Gelände ab. Mann war sofort tot, Frau starb noch in Ehrwald. Große Aufregung in der deutschen Presse, da der Ortspfarrer nicht beim Begräbnis von Johnsen dabei war. Tote war Protestantin, eine Einladung an den evangelischen Pfarrer in Garmisch wurde vergessen.
Katharina Troyer, Gattin des Christof Wethin, vertreten durch Georg Schick, Stadtschreiber und Bürger von Hall, bestimmt in ihrem Testament einige fromme Stiftungen. Es erhalten die Fronleichnamsbruderschaft von Hall 5 Gulden, das Gotteshaus zu den vier Heiligen bei der Voldererbrücke 6 Gulden, die Liebfrauenbruderschaft von Hall 3 Gulden und die Dienerin Anna Schlipffing 4 Gulden.
Siegler: Georg Schick
Zeugen: Dr. Hippolit Guarinoni; Sebastian Graser, Saum sattler und Bürger von Hall; Mattheus Einkhomer, Saumsattler und Bürger von Hall
Alter: 49; Wurde beim Mistführen vom Schlitten erdrückt.
Alter: 25; Durch sehr schlechtes Frühjahrswetter in diesem Jahr kaum tödliche Bergunfälle. 2 Touristen aus München bzw. Hamburg stiegen von der Zugspitze ab. Rutschten über ein Schneefeld, konnten die Geschwindigkeit aber nicht mehr kontrollieren. Stürzten anschließend über 400m über felsiges Gelände ab. Mann war sofort tot, Frau starb noch in Ehrwald. Große Aufregung in der deutschen Presse, da der Ortspfarrer nicht beim Begräbnis von Johnsen dabei war. Tote war Protestantin, eine Einladung an den evangelischen Pfarrer in Garmisch wurde vergessen.
Alter: 36; Touristin aus Amberg (Bayern). Stürzte beim Abstieg von der Zugspitze zur Wiener Neustädter Hütte ab. War mit einem Bergführer aus Garmisch am Weg, aber Seil riss. Leiche wurde mit der neueröffneten Seilbahn (offiziell am 4.7. eingeweiht) ins Tal transportiert. Gerichtsverhandlung gegen den Bergführer Anton Rieger aus Partenkirchen in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 10.9.26, 9: Zuständig Innsbruck, da das Unglück auf Tiroler Seite passiert war. Seil war durch eine scharfe Kante gerissen. Urteil: Freispruch.