Kaspar Ossterrieder zu Imst und seine Frau Anna Greuter verkaufen dem Hans Schindl, Bürger ebenda und Spitalmeister, 8 lb Berner 9 kr Gelds Grundzins aus dem Heusl-acker im Obern Markt amTruije (Treyen) gelegen. Siegler: Christoph Hörburger von Hörburg, Pfleger Zeugen: Georg Ennglschalckh, Gerichtsschreiber zu Imst, Jakob Sprenger, Hans Kappeier, Bürger zu Imst und Christoph Rauch zu Wenns Rückvermerk betreffend eine Anleihe für Melchior Schwarz durch den Spitalpfleger Georg Heyserer (1567 Feber 6)
Dieboldt Keller, genannt Vischer zu Imst, verkauft mit Zustimmung des Grundherrn Kaspar Joachim Tänntzl zu Tratzberg bzw. seines Pflegers Christoph Höiburger zu Imst dem Christan Schmidt, Bürger und Propst der St. Johannes- und Laurenzkirche daselbst, 5 lb Berner Gelds Afterzins aus der Behausung an der Schuestergassen, von der Greuterin herrührend. Siegler: Christoph Hörburger Zeugen: Hans Hueber, Klaus Spiss, Bartlmä Klotz und Hans fasch, Bürger zu Imst
Jakob Schneeweiss, Bürger zu Imst, verkauft dem Spital zu Imst 5 lb Berner Grundzins aus der Mannmahd genannt Oberkobl unter dem Weglang gelegen. Siegler: Christoph Hörburger, Pfleger zu Imst Zeugen: Georg Radi, Pfarrer zu Imst, Oswald Wercz zu Tarrenz und Gabriel Gabi zu Matzlewald (Meczlswald)
Christoph HÖrburger, Pfleger des Kaspar Joachim Tänntzl, Gerichtsherr zu Imst, verzeichnet über Anrufen das Andrä Mayr. Bürgermeister zu Imst, in dem Streit mit der Nachbarschaft zu Mils (Müls), vertreten durch Konrad Stapft und Hans lechieuter daselbst, die vorgerufenen Kiiridschaflsaussagen des Georg Gryil und Erhard Vitsch von Imsterberg, Hans Tieffenprunn, Jhenewein Schweiggl zu Arzl, Christian Marckh zu Wald, Oswald Perwannger, Georg Pfeffer! und Thoman Hertting zu Tarrenz, Christan Mayr zu Wenns und Wolfgang Schaber zu Sautens in Betreff der Rechte des Holzbezuges und Viehauftriebcs zu der Obern und Untern Au am Inn, geheißen die Imster- und Milser Au von Seite derer von Imst und Mils. Siegler: Christoph Hörburger, Pfleger zu Imst Zeugen: Silvester Weber, Georg Jhenewein zu Wenns und Hans Schultheus zu Arzl
Christoph Mair. Bürger zu Imst, verkauft dem Spital daselbst 4 lb Berner Grundzins aus einer Mannmahd in 'Taleyr', des Obermarktes zu Imst. Siegler: Christoph Herburger, Pfleger und Richter zu Imst Zeugen: Hans Peener, Oswald Waldpurger, Jakob Sprenger, Bürger zu Imst
Kaiser Leopold I. verleiht dem Bürgermeister lind der ganzen Gemeinde des Marktes Imst verschiedene Freiheiten und Privilegien, welche schon am 7. Juni 1782 vom Grafen Meinhard II. dem Markt Imst, mittlerweile zur Stadt erhoben, für das Niederlagrecht gegeben wurden. Diese Rechte wurden von König Heinrich am 16. Okt. 1312 anläßlich der Stadterhebung konfirmiert und den Freiheiten, welche die Stadt Innsbruck hat, gleichgestellt. Auch Erzherzog Rudolf IV. und nachfolgende genannte Herrscher haben diese Rechte erneuert. Die allen Privilegiern Rudolt IV. und Meinhard II. sind in lateinischer Sprache inseriert. Auch von den anderen Herrschern wie König Heinrich von Böhmen, Herzog Albrecht, Herzog Friedrich, König Maximilian, Kaiser Ferdinand, Erzherzog Ferdinand, Maximilian III., Leopold V. Ferdinand III., Ferdinand Karl sind die Markt- und Stadtprivilegienkonfirmationen inseriert. In den allen Privilegien wird die Errichtung einer Stadtmauer gestattet, wofür ein Steuernachlaß von 10 Jahren genehmigt wird. Siegler: Kaiser Leopold I.
2 Gewerbeaufschreibbücher des Johann Leo Wolf von Imst über Fleischlieferungen.
Fremdenbuch Brennbichl. Vordruck mit Schreib und Taufnahme des Fremden, dessen Beruf, Geburtsort und Vaterland sowie Alter, Reisebegleitung, Tag der Ankunft, woher er kommt, Reisepaß oder andere Dokumente, Tag und Richtung der erfolgten Abreise. Auf ca. 200 Seiten, unpaginiert werden in chronologischer Folge die durchreisenden Gäste mit ihren eigenhändigen Eintragungen vermerkt. Die überwiegenden Herkunftsorte sind Leipzig, Dresden, Berlin, Sachsen, Mailand, Wien, Frankfurt, aber auch England, Ungarn und Böhmen. Auch Prominente, wie Erzherzog Johann am 7. Juni 1856 oder Erzbischof Vinzenz von Freising am 18. Aug. 1856 usw. sind eigenhändig vermerkt.
Wanderbuch des Johann Walch, fehlte 1992
Entlassungsschein für Johann Walch. Der Fatrouillführer Johann Walch von Imst, geborene 1827, ledig, von Beruf Schuster, hat sieben Jahre sechs Monate und 23 Tage als gemeiner Soldat und Fatrouillführer und dann in der Reserve 2 Jahre und vier Monate sowie 9 Jahre und 10 Monate und 23 Tage treu und redlich gedient. Seinem Wunsche gemäß wird er aus dem Militärdienst entlassen und sein Wohlverhalten bestätigt. Wegen seiner guten Aufführung wird er als Stellvertreter empfohlen. Gleichzeitig gilt dieser Entlassungsschein als Passierschein.
Dienstzeugnis für Johann Walch welcher im Juni und Juli 1859 bei der Tiroler Landesverteidigung am Tonale als Unterjäger bei der ersten Schützenkompanie des Gerichtes Imst durch 38 Tage gedient hat. Er war im Dienste sehr verwendbar und verhielt sich außerhalb des Dienstes sehr brav, was durch Hauptmann Leonhard Rimmel bestätigt wird. Rückvermerk: Walch ist zum Tragen der Dienstmedaille berechtigt.
Alpabrechnung für die Untermarkter Alpe. Ähnlich wie 1866 werden die Einnahmen und Ausgaben aufgelistet und von Bürgermeister Stubmayer bestätigt.
Alprechnung für die Untermarkter Alpe. An Ausga ben werden verrechnet, für den Schmid, für die Rädermacher, einen Leibknecht, einen Senner, einen Ober- und Unterhirten, für Arbeitsschichten verschiedene Materialien und Lebensmitteln ca. 180 Gulden Dem stehen Einnahmen von verkauften Kälbern, Schweinen, Galtvieh, von Grasgeld, Mist und Strafen von ca. 150 Gulden gegenüber.
Josef Jais und Judith geborene Walch von Imst verkaufen dem Karl Mühlegger, Barbier von Imst, eine halbe Behausung samt Zugebäuden, welche sie am 5. Jän. 1818 von Matthias Walch, Seilermeister gekauft hatten. Die Liegenschaft Kat. Nr. 1802 der KG. Imst wird um 900 Gulden verkault, wovon 400 Gulden bar bezahlt werden. Die restlichen 500 f! werden durch Schuldenüberbürdung bei der Maria-Himmelfahrtskirche und beim Lokalarmenfonds zediert.
Vermögensabhandlung nach Barbara Walch, welche am 30.12.1828 im ledigen Stande zu Imst verstarb. Da die Eltern Josef Walch und Elisabeth geborene Deutschmann bereits verstorben sind, sind die Geschwister Johann Walch, Seilermeister bzw. dessen nachgelassene Kinder Johann Walch jun. Bierwirt, Jakob Walch, Seiler und Elisabeth Walch, Frau des Hutmachermeisters Jakob Kopp erbberechtigt. Weitere Erben sind Jakob Walch, Weher, Joachim Walch, Bauersmann, zu Imst und die Kinder des Matthias Walch namens Lorenz, Judith, Kreszenz, Ursula, Anna und Regina. Nach Abzug genannter Legate verbleibt ein teilbares Reinvermögen von 576 Gulden welches auf die vier erblichen Geschwister bzw. deren Nachkommen aufgeteilt wird. Unterschrift: Landrichter Kink
Der Rat und die ganze Gemein des Marktes zu Imst (Umbst) erteilen dem Ulrich Grabherr, derzeit Bürgermeister daselbst, die volle Gewalt als Prokurator, im Namen des Marktes zu handeln. Siegler: Wolfgang Lösch, Pfleger und Richter zu Imst Zeugen: Peter Wackher, Jakob Schultheus zu Arzl, Georg Jhennewein zu Wenns, Christan Schueler genannt Maurer und Lienhard Aigner, beide zu Wald
Matthias Walch, Seilermeister zu Imst, verkauft seiner Tochter Judith Walch und ihrem Ehemann Josef Jais, Kleinuhrmacher zu Imst, die Hälfte von einer Behausung samt Stadel, Stall und Frühgarten. Diese Hälfte besaß vorher Jakob Deutschmann. Er hat sie am 13. Dez. 1789 an Walch verkauft. Der Kaufpreis beträgt 750 Gulden wovon 600 Gulden den Käufern als Heiratsgut nachgelassen werden.
Jakob Walch, Weber zu Imst, verkauft der Judith Waich, Ehefrau des Kleinuhrmachers Josef Jais, eine Frühmahd in den Miihlängern und ein Stück Acker. Die Grundstücke sind dem Hl. Geist-Spital jährlich mit 1 Gulden 30 kr zinspflichtig. Der Verkäufer hat die Grundstücke von den Erben nach Valentin Wörl am 4.3.1811 gekauft. Ein weiterer Acker zu Palmbach gehört zum Schwarzlsgut und ist dem Zisterzienserstift Stams mit 1 Gulden 12 kr zinspflichtig. Für genannte Grunstücke beträgt der Kaufpreis 770 Gulden Siegler: Josef Anton Ebner, Landrichter
Paul Bock, Bäckermeister in Imst, verkauft dem Matthias Walch, Seilermeister, ein Viertel von einem Tennen. Dieser grenzt an Waichs Behausung. Diesen Tennen hat der Verkäufer von seinem Vater Johann Bock geerbt. Der Kaufpreis beträgt 112 Gulden Siegler: Josef Anton Ebner, Landrichter zu Imst Zeugen: Johann und Martin Alois Moritz, Schreiber
Die kruder Josef und Karl von Aigner verkau fen mit Zustimmung des Zisterzienserklosters Stams als ordentlicher Grundherrschaft dem Jakob Walch 2 1/2 Schettland Acker zu Palmbach um 245 Gulden Der Acker grenzt im Osten an die Verkäufer selbst, im Süden an Franz Fischer, Lammwirt, im Westen an Dorothea Schlierenzauer und im Norden an Oswald Webers Kinder. Das Grundstück stammt aus dem Schwarzlsgut und zinst jährlich 1 Gulden 12 kr. Die Verkäufer haben den Acker von ihrer Mutter Maria Anna geborene Kappeller geerbt. Siegler: Abt Sebastian
Das Kreisamt Imst gestattet dem Matthias Walch, Bürger- und Seilermeister zu Imst, bei seinem Haus, welches nur mit einer Küche und einem Backofen versehen ist, eine neue Stube und eine neue Küche anstatt des Holzschupfens zu errichten. Die Liegenschaft grenzt im Osten an seinen eigenen Stadel und an Michael Schuelers Garten, im Süden an Josef Fridels Obstgarten, im Westen an die Landstraße und im Norden an das Haus Leonhard Thurners. Walch hat sich zu verpflichten, ein gemauertes Gewölbe zu errichten und beim Setzen des Stubenofens alle Feuervorschriften zu beachten. Als Anerkennungszins sind jährlich 3 kr zu entrichten.
Josef Thennig, Bürger und Kunstmaler, verkauft dem Jakob Walch Bürger und Weber im Untermarkt, eine halbe Behausung um 318 Gulden Der obere Teil der Behausung gehört dem Schuster Sebastian Tialer. Beim Haus befindet sich auch Stadel, Stall und eine Hofstatt jedoch ohne Frühgarten. Das Haus ist dem Pfarrwidum Imst mit 45 kr Grundzins unterworfen. Der Verkäufer hat die Liegenschaft von seiner Mutter Maria Tagwercher, Witwe des Franz Jäger, am 2. März 1789 geerbt. Siegler: Josef Zobel, Pfarrherr zu Imst Quittungsvermerk: Vom 9. Feber 1790 über 318 Gulden durch Josef Tennig (Thennig).
Vermögensabhandlung nach Balthasar Wörz, Rats bürger und Kürschnermeister in Untermarkt, welcher nach schwerer Leibsindisposition verstorben ist. Der Erblasser war in erster Ehe mit Anna Tödi verheiratet und hatte vier Söhne namens Josef, Jakob, Johann Karl und Franz. In zweiter Ehe mit Barbara Hackl zeugte der Erblasser die Kinder Paul, Agnes und Barbara (Vormund: Johann Georg Gstrein, Büchsenmachermeister in Obermarkt). An Liegenschaften hinterläßt Wörz eine ganze Behausung in der Schuchtergasse zu Untermarkt, welche er am 8. Feber 1774 von Katharina Diefenbrunner kaufte. Das Gesamtvermögen der Liegenschaften beträgt 2.837 Gulden wozu noch ausstehende Guthaben und Mobilien hinzu kommen. Nach Abzug der Schulden verbleibt ein Reinvermögen von 2.639 Gulden welches auf die sieben Erben aufgeteilt wird. Siegler: Nazari Leonhard Jais, Pfleger und Landrichter zu Imst
Jakob feilsch mann, Präfekt des Klosters Wilten, verkauft dem Matthias Walch Bürger- und Seilermeister zu Imst eine Halbe Behausung, Stadel und Stall. Die Liegenschaft grenzt im Osten an Josef Gerings Erben, im Süden an Josef Platners Ehefrau im Westen an die Gemeine Gasse und im Norden an Johannes Bock. Zum Haus gehört noch ein Frühgart! unter der Schießstatt in Untermarkt gelegen, welches ebenfalls frei und eigen ist. Der Verkäufer hat die Liegenschaft von seinem Vater Valentin Teitschmann am 9. April 1779 geerbt, und zwischenzeitlich an den Branntweinschenker Johann Pock ver- und rückgekauft. Für den Kaufpreis von 500 Gulden werden die Schulden bei Frau Maria Anna Krautschneider und bei Balthasar Bosch, Weißgerber im Untermarkt samt Zinsen abgetreten. Der Kaufschillingsrest von 32 Gulden wird bar bezahlt. Siegler: Josef Anton Ebner, Zivil- und Landrichter der Herr schaft Imst Zeugen: Martin Anton von Wörz, Gerichtskassier und Herr Johann Esterhammer, Schreiber
Originale fehlten 1992.
Anmeldung einer Dienstbarkeit im Richtigstellungs verfahren heim Bezirksgericht Reutte durch die Stadtgemeinde Imst, betreffend die Imster Ochsenalpe in der Katastralgmeinde Namlos EZ1. 52/11.
Jakob Hess zu Tarrenz und seine Frau Margaret verkaufen dem Georg Greutter, Bürger zu Imst als Spitalmeister 10 Ib Berner Gelds jährlichen Grundzins aus ihrem halben Hause mit Zugehör zu Gafair bei Tarrenz. Siegler: Wolfgang Lösch, Pfleger und Richter zu Imst Zeugen: Georg Schwarzl, Hans Hueber, Bürger zu Imst, Niklas Eysele, Müllner zu Wald und Stefan Kirchmair zu Imst
Notar Dr. Blaas verständigt die Stadtgemeinde Imst, daß die Dienstbarkeiten in der Gemeinde Namlos und Stanzach bezüglich der Imster Ochsenalpe zur Grundbuchsanlegung anzumelden sind.
Regulierungsurkunde der Nassereither Muthenau alm (Muthnau Alpe), fehlte 1992.
Regulierungsurkunde der Flimeren und Vorderen Tarremonalpe und Schlierenalpe in der Katastralgemeinde Tarrenz EZ1. 417/11. Die Tarrentonalpe liegt im Rotlech- und Teges(bach)tal in einer Meereshöhe von 1700 - 2200 Meter.
Dienstbarkeitsanmeldung im Richtigstellungs verfahren betreffend die Alpe Fundeis in der Katastralgemeinde Pfafflar EZi. 115. Das Bezirksgericht Imst beschließt auf Grund der Ersitzung die Einverleibung der Dienstbarkeit des Viehtriebsrechtes zugunsten der Alpe Fundeis mit genannten Grundparzellen zu lasten der EZI. 115/11 Pfafflar.
Servitutenregulierung für die Gemeinde Mils, welche auf Grund der Urkunde vom 10. Okt. 1699 das Recht der Weide und des Streubezuges in der Imster Au, Parzelle Nr. 2848 innehat. Dies wird von den Vertretern der Marktgmeinde Bürgermeister Josef Anton Stubmayr und dem Magistratsräten Anton Baldauf und Franz Pirchner als Eigentümer ausdrücklich anerkannt. Mils ist durch Vorsteher Johann Georg Hammerle und die Gemeinderäte Michael Hammerle und Alois Witsch vertreten.
Zwischen dem Forstärar und der Gemeinde Imst, vertreten durch Josef Posch, Bürgermeister, Johann Ladner und Martin Stapf, sowie den Gemeindevertretern von Karrösten, von Imsterberg, Mils, Pfafflar, Namlos und Stanzach kommt es wegen des Kesselwaldes (Kösselwaldes) und der dortigen Imster Ochsenalpe zu einem Obereinkommen. Die Marktgemeinde Imst ist berechtigt, im ärarischen Kösselwald 750 Ochsen, Stiere und Pferde durch 8 Tage aufzutreiben. Die Pferdezahl wird auf 50 und die Zahl der Ochsen auf 700 festgelegt. Der Marktgemeinde wird das Schneefluchtrecht eingeräumt jedoch ist das Ärar zur Anlegung von Kulturen berechtigt, ohne den Viehtrieb zu behindern.
Das Bezirksamt Imst stellt dem Johann Ladner als Vertreter des Untermarkter Viehassekurranzvereines in Imst in der Streitsache gegen Matthias Zoller das vom Obersten Gerichtshof abgeänderte Urteil vom 26. Feber 1863 zu. Es wird das Ersturteil vom Bezirksamt Imst bestätigt und das vom Oberlandesgricht zu Innsbruck abgeänderte Urteil verworfen.
Urteilsspruch des Bezirksamtes Imst für Johann Ladner in der Rechtssache des Matthias Zoller Samwirt in Imst. Ladner, als Vertreter der Untermarkter Viehassekuranz ist schuldig, dem Herrn Matthias Zoller eine Entschädigung von 85 Gulden binnen 14 Tagen zu bezahlen.
Zeugenvernehmungsprotokoll beim Bezirksamt Reutte in der Streitsache des Josef Lader von Stanzach gegen die Marktgemeinde Imst wegen einer Dienstbarkeit. Es werden die Zeugen Josef Anton Falger, Josef Anton Pfefferle und Franz Josef Karle von Stanzach einvernommen, um wegen des unbefugten Heumähens in Falterschein (Fallerschein) am Sommerberg auszusagen.
Vermarkungsprotokoll des Ärar-Kesselwaldes (Kösselwaldes); in Anwesenheit des Oberbürgermeisters Johann Georg Witsch, des Nikolaus Strele, Johann Georg Müller, Anton Pfefferle, Johann Posch, Dr. Kathrein, Josef Dialer, Johann Ladner, Franz Pircher, Paul Walch, Baumeister Christian Müller und den Zeugen Franz Lanbach und Josef Gräber protokolliert der Oberförster Alois üötz und der Forstwart Engelbert Schlauer im Gasthaus zu Namlos auf Grund des am 6.10.1859 geschlossenen Übereinkommens folgendes Vermarkungsprotokoll: Genannte Grenzen beginnen beim Fas(s)elfeilbach und verlaufen talauswärts mit dem Brennhüttlesbach längs des Talbaches, nunmehr Brenntersbach (Branntersbach) genannt.
Christoph Schennacher, Bürger zu Imst, und seine Frau Cnristina verkaufen dem Hl. Geist-Spital zu Imst 10 lb Berner Pfennigzins aus 2 Anger-Mannmahd enthalt, dem Malchbach (Mallach). Siegler: Wolfgang Lufftnegger, Pfleger und Richter Zeugen: Ulrich Grabherr, Bürger zu Imst, Gregor Kolli, Hanns Probst, Hans Tesch und Jakob Gramwaiser ebenda
Die Finanzprokuratur Innsbruck, einigt sich mit dem Rechtsvertreter der Gemeinde Inist Dr. Karl Kathrein bezüglich der Grenzbereinigung zwischen Kesselwald (Kößlwald) und Imster Ochsenalpe.
Die Gemeinde Inist reicht durch den Bürgermeiste rstellverfreier Johann Georg Witsch eine Besitzstörungsklage gegen das Forstärar, vertreten durch die k.k. Finanzprokuratur in Innsbruck, ein. Auf der Ochsenalpe treibt die Marktgemeinde alljährlich ihr Galtvieh und die Pferde auf. Daneben werden auch 500 bis 600 Schafe von den Gemeindebürgern aufgetrieben. Heuer weideten diese Schafe hauptsächlich auf Obernamlos (Obernamles) und Kreuzjoch. In der Nacht vom 22. - 23. Aug. pfändete der Forstwart Engelbert Schiatter von Berwang mit zwei weiteren Männern ca. 150 Schafe der Gemeinden linst und Pfafflar. Trotz energischen Widerslandes durch den Hirten Peter Jäger, wurden drei dieser zu Imst gehörigen Schafe abgetrieben. Wegen dieser Besitzstörung erhebt Imst die Klage.
Die Gemeinde Imst richtet an die o.ö. Regierung eine Bitte. Da im letzten Winter und auch dieses Jahr auf der Alpe und Weide im Patscheil (? Partschöll) durch Lawinen und Windwurf viel Holz umgerissen wurde und nur wenige Bäume stehen geblieben sind, ist zu befürchten, daß auch die wenigen Bäume umgeworfen werden und dadurch die Weide schwer geschädigt wird. Derzeit könne das Vieh dort nicht weiden, da das Holz erst aufgearbeitet werden muß. Das durch den Lahnstrich und Windwurf verdorbene Holz kann weder vom Pfannhausamt in Hall noch von unseren Mitbürgern verwertet und auch nicht an den Inn transportiert werden. Es muß daher vor Ort mit größter Mühe aufgearbeitet und mit Verlust verkauft werden. Da vor einigen Jahren die Imster den Kesselwald (Kößclwald) inne hatten, ihn jedoch den Augsburgern verkauft hatten, wird gebeten, das noch stehende Hotz umzuschlagen, die Weide zu räumen und das Holz ebenfalls verkaufen zu dürfen.
Bürgermeister Josef Anton Eiter, Vorsteher Georg Waldhart, Vorsteher Franz Josef Hammerle und Gemeinderat Georg Lechleitner sowie Matthias Thurner, Vorsteher erklären vor dem Bezirksamt Imst, daß die Zufahrtsberechtigten Gemeinden Imst, Karrösten, Imsterbcrg, Mils, Boden und Pfafflar gegen die Forstbehörde protestieren, weil ihre Rechte auf der Ochsenalpe beschränkt werden.
Die Finanzprokuratur Innsbruck richtet an den Gerichtsadvokaten Dr. Karl Kathrein in Imst ein Schreiben, daß die Landesforstdirektion das Nachtragsübereinkommen vom 6. Okt. 1859 zum modifizierten Vergleich vom 16. Okt. 185 7 bezüglich des Kesselwaldes (Kößlwaldes) in der Imster Ochsenalpe genehmige.
Die Finanzprokuratur Innsbruck wird von der Ge meinde Imst durch Dr. Kathrein zu einem Lokal augenschein betreffend der Waldung in der Imster Ochsenalpe eingeladen.
Die Finanzprokuratur Innsbruck erinnert Dr. Karl Kathrein an die Vergleichsangelegenheit bezüglich der Imster Ochsenalpe und bezieht sich auf die Urgenz vom 7. April 1859.
Die Finanzprokuratur Innsbruck urgiert bei Dr. Karl Kathrein den Vergleich bezüglich der Imster Ochsenalpe und erinnert an die Vornahme einiger Modifikationen mit der Marktgemeinde. Die baldige Erledigung des abgeschlossenen Vergleichs vom 16. Okt. 1857 wird erwartet.
Vergleich zwischen der Marktgemeinde Imst und dem Forstärar wegen der Besitzstörungsklage der Marktgemeinde Imst durch den Bürgermeisterstellvertreter Johann Georg Witsch. Beim Bezirksamt Imst erscheinen die Gemeinderäte Nikolaus Strele, Johann Georg Müller und Dr. Kathrein und sämtliche Ausschußmitglieder. Vom Forstärar erscheint der Fiskaladjunkt Dr. Eduard von Maurer. Die Parteien vergleichen sich bezüglich der Ochsenalpe mit dem Steinkar, Plötzig (Blötzach), Obernamlos, Rndig, Faselfeil (Faßlfeil), Putzen, Kreuzjoch, Sommerberg, und Guggenrendl. Die Waldparzelle Kesselwald (Kößlwald) wird dem Ärar zuerkannt, doch darf die Gemeinde daraus das benötigte Nutzholz entnehmen. Weiters bestehen Druchtriebsrecht und Schneeflucht. Die Einzäunung obliege dem Ärar. Die Parzelle Kesselwald (Kößlwald) soll baldmöglichst ausgemarkt werden.