Alter: 49; Rechtsanwalt. Erschoss zuerst seine Lebensgefährtin, dann sich selber.
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Alter: 49; Rechtsanwalt. Erschoss zuerst seine Lebensgefährtin, dann sich selber.
Alter: 53; Rechtsanwalt. Erschoss zuerst seine Lebensgefährtin, dann sich selber.
Alter: 43; Schuhmachergehilfe, Volksdeutscher aus Jugoslawien, wurde im Ausländerlager vom Landsmann Rudolf Jambor (67) erstochen. Vorausgegangen war ein heftiger Streit.
Alter: 24; Die Handelsangestellte aus der Reichenau wurde am 21.12. bei der Haarnadelkurve der Zirlerbergstraße von ihrem Geliebten Albert Stadler (Maurer-27 Jahre) durch einen Stich mit einem Messer in die Brust schwer verletzt. Starb 6 Tage später daran im Innsbrucker Krankenhaus. Ursache der tat war Eifersucht.
Alter: 35; Zwischen 2 Händlern (Karrnern?) kam es zu einem Streit, bei dem das Opfer von Johann Monz einen Messerstich in die Schulter abbekam. Starb während des Transportes in die Innsbrucker Klinik. Schwurgerichtsverhandlung am 14.9.1950 gegen Johann Monz. Wollte eine Mordabsicht abstreiten, obwohl er mehrfach zuvor sie angekündigt hatte. Urteil: 12 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 28; Ungarischer DP (displaced person - ohne Staatsbürgerschaft), Mitglied im Haller Tennisclub. Wurde in seiner Wohnung von 2 Landsleuten aufgesucht, die auf ihn schossen. Starb im Krankenhaus von Innsbruck. Die Männer konnten bei Volders von Gendarmen festgenommen werden. Es scheint sich um einen politischen Mord gehandelt zu haben, beauftragt von der kommunistischen Regierung in Ungarn.
Alter: 29; Diplomkaufmann, deutscher Staatsbürger. Wurde erschossen am Waldweg von den Sillwerken Richtung Patsch aufgefunden. Wurde mit mehreren Schüssen niedergestreckt, daher Selbstmord eher unwahrscheinlich. Immer wieder Aufrufe in den Zeitungen an die Bevölkerung, bei der Aufklärung mitzuhelfen. Am 23.11. wurde ein Tatverdächtigter bekanntgegeben: Herwig Spiehs (27 Jahre), Briefmarkenhändler aus Innsbruck, wurde in Begleitung des Opfers gesehen. Er deponierte Wertgegenstände des Opfers und die Tatpistole in Wien, wo sie gefunden wurden. Ein Teil der Tiroler Nachrichten vom 23.11. wurden sogar von der Staatsanwalt wegen zahlreicher Falschmeldungen beschlagnahmt (Tiroler Tageszeitung 24.11., 3). Am 24.11. starb Spiehs in seiner Zelle, wobei Selbstmord durch Vergiften angenommen wurde.
Alter: 25; Der Kraftfahrer wurde im Gh „Brennersee“ vom Wirt Johann Fröhlich (35 Jahre) erstochen. Das Opfer hatte anscheinend mehrfach den Hinweis auf die Sperrstunde missachtet und eine drohende Haltung gegenüber dem Wirt eingenommen. Gerichtsverhandlung gegen den Wirt am 19.12.1949: Wurde von Eisenstecken nach der Ankündigung der Sperrstunde tätlich angegriffen. Urteil: 3 Monate Arrest – bedingt.
Alter: 2; Sohn der Wirtschafterin Stefanie Wechselberger aus Weer. Wurde vom leicht schwachsinnigen Knecht Karl Pottler (41 Jahre) am 27.2. entführt. Nach vielen Nachforschungen konnte der Knecht am 8.3. am Pillberg bei Schwaz ausfindig gemacht werden. Gestand, dass er das Kind in eine Höhle am Kolsassberg gebracht und dort durch einen Stich ins Herz ermordet hatte. Der Täter wurde nie angeklagt, da er nach einem psychologischen Gutachten nicht verhandlungsfähig war. Wurde in die Heilanstalt in Hall eingewiesen (nach TT 19.8.1950, 5)
Alter: 30; Der Fabriksarbeiter Ferdinand Kogler (50 Jahre) griff den Bäckergehilfen aus Eifersucht mit einem Messer an. Dabei stach er ihn in den Oberschenkel, wobei die Arterie durchtrennt wurde. Starb durch hohen Blutverlust bei der Überführung ins Haller Krankenhaus. Der Täter wurde verhaftet.
Alter: 19; Drogist und Mitglied der Bergwacht. War bei den Löscharbeiten der Waldbrände im Wettersteingebiet beteiligt. Wurde bei der Essensausgabe unglücklicherweise mit einem Messer bei der Herzgegend so schwer verletzt, dass er starb!
Alter: 22; Im jüdischen DP-Lager Wiesenhof kam es zu Gewalttätigkeiten von Insassen gegen die Leitung, wobei ein Lagerleiter erschossen und mehrere andere verletzt wurden. Die Insassen warten auf die Weiterreise nach Palästina, die Grenze nach Italien wurde allerdings gesperrt um Illegalen den Übertritt zu verwehren. Kontrollen sollten nun schon in Österreich durchgeführt werden. Eine Gruppe von Neuankömmlingen wollte dies nicht hinnehmen und inszenierte einen Aufstand. Wollten anschließend mit 2 LKWs flüchten. Wurden von französischen und österreichischen Gendarmen überwältigt. Großes Unbehagen in der Bevölkerung. Erste Gerichtsverhandlung am 20.10.47 vor dem Obersten Französischen Gericht gegen 19 jüdische Flüchtlinge aus Polen und Rumänien. Hauptangeklagte sind Malicki und Reiß. Fortsetzung am 18.11.47. Der Staatsanwalt forderte sogar die Todesstrafe, alle Angeklagten gaben sich zumeist amüsiert! Urteil: Alexander Malicki 7 Jahre Zuchthause, die übrigen zwischen 6 Monaten und 3 Jahren.
Alter: 31; Kriegerswitwe, lernte den Malergehilfen Ferdinand Strickner (39 Jahre) kennen. Ihr Verhältnis wurde allerdings immer problematischer und sie wollte von dem Mann loskommen. Nach einer Trennung kehrte sie aber wieder zu ihm zurück. Nach einer neuerlichen Auseinandersetzung wollte sie mit der Bahn von Paffenhofen nach Innsbruck fahren, wurde aber von Strickner verfolgt. Dabei zog er eine Pistole und schoss zuerst auf sie, danach auf sich selber. Die Frau wurde getötet, er überlebte, war aber seit dieser Zeit völlig blind. Schwurgerichtsverfahren am 13.5.1948 gegen Ferdinand Stricker, der die Tat leugnete. Bezeichnete den Tod der Frau als Selbstmord, wobei sie zuvor ihn angeschossen hätte. Urteil: 5 Jahre schwerer Kerker. Einen Tag später erhängte er sich in seiner Zelle.
Alter: 24; Auf der Straße zwischen Thaur und Absam wurde der ledige Schlosser von der verheirateten Angela Haas (24 Jahre) erschossen. Hatten eine Beziehung, die Meßner beenden wollte. Die Täterin wurde von Gendarmen verhaftet. Schwurgerichtsverhandlung am 15.4.1947. Der Ehemann von Angela Haas wollte sie nicht freigeben, aber auch Franz Meßner riet ihr zu einer Umkehr. Nach einer Aussprache zu dritt, zog die Täterin plötzlich eine Pistole und schoss dem Opfer eine Kugel in den Kopf. Urteil: 12 Jahre schwerer Kerker (TT 16.4.47, 3)
Alter: 12; Tochter eines Maurermeisters in Hall. Wollte ins Zimmertal zu einem Bauernhof gehen und wurde seitdem vermisst. Ihre Leiche wurde am nächsten Tag im Hasental gefunden. Kommission erkannte Tod durch Erwürgen. Nach vielen Aufrufen an die Bevölkerung als Zeugen konnte am 14.8.1946 der Schlosser Johann Egger (32 Jahre) aus Innsbruck ausgeforscht werden, der die Tat zugab. Gerichtsverhandlung gegen den Täter am 7.11.1946: Hatte das Kind auch sexuell missbraucht. War verheiratet und Vater von 2 Kindern, was die Tat umso unbegreiflicher machte. Urteil: Tod durch den Strang! Am 6.2.1947 wurde der Täter zu lebenslanger Haft begnadigt.
Alter: 37; Zollwachebeamter, gebürtig aus Fulpmes. Wurde nach einem Streifgang an der Grenze vermisst. Suchtrupp fand ihn erschossen auf, fast gänzlich mit Schnee bedeckt. Als Täter werden Schmuggler vermutet.
Alter: [unklar]; Opfer wurde tot in seinem Stall bei Hall aufgefunden. Wies tödliche Messerstiche im Hals auf. Verdächtigt wurde ein jugoslawischer Fremdarbeiter. Verhandlung am Obersten französischen Gericht am 26.7.1946 gegen Marco Smolcic (38 Jahre). Dieser hatte am Hof, wo auch der Knecht arbeitete, immer wieder ausgeholfen. Durfte dort auch nächtigen. Smolcic behauptete, dass am Tattag das Opfer in angegriffen hätte. Gutachter und Zeugen erkannten die Tat aber als vorsätzlich. Urteil: 5 Jahre Gefängnis.
Alter: 47; Knecht ertappte einen vorerst unbekannten Burschen, wie er aus Kannen Milch stahl. Er stellte ihn zur Rede wurde aber angegriffen und mit einem Messer schwer verletzt. Starb während des Transportes in die Innsbrucker Klinik.
Alter: [unklar]; Bauer in Michlfeld versuchte Einbrecher zu stellen, die in seinen Hof eingestiegen waren. Wurde von ihnen mit mehreren Messerstichen getötet. Dürften Fremdarbeiter oder ausgebrochene Kriegsgefangene gewesen sein. Eine Belohnung von 5000M wurde ausgesetzt.
Alter: 37; Ehepaar geriet in Streit. Die Frau wurde vom Mann geschlagen, der sich daraufhin entfernte. Frau schoss ihm nach und verletzte ihn tödlich. Gerichtsverhandlung gegen Karoline Strobl (35 Jahre) am 20.6.1940 (veröffentlicht am 3.10.1940). Dauernde Streitereien in der Ehe. Wurden viele Milderungsgründe berücksichtigt. Urteil: 15 Monate schwerer Kerker.
Alter: [unklar]; Bauer wurde mit dem Vorwand, dass es brenne, nach Mitternacht aus dem Haus gelockt. Dort wurde er überfallen und ein Unbekannter brachte ihm tödliche Schnittwunden am Hals bei.
Alter: 23; Hilfsarbeiter erschoss zuerst seine Lebensgefährtin, dann sich selber. Grund dürfte Eifersucht gewesen sein.
Alter: 30; Hilfsarbeiter erschoss zuerst seine Lebensgefährtin, dann sich selber. Grund dürfte Eifersucht gewesen sein.
Alter: 28; Wurde Opfer einer Rauferei auf der Straße. Eine Stichverletzung war tödlich, ein weiterer Beteiligter wurde schwer verletzt. War Bahnarbeiter und stammte aus Hopfgarten. Gerichtsverhandlung gegen den Hilfsarbeiter Josef Kelmer (26 Jahre) aus Thaur am 29.12.36: Es gab eine Abschiedsfeier nach Fertigstellung eines Bahnbaues, die nach einem Gasthausbesuch ausartete. Wollte auf Notwehr plädieren. Urteil: 1,5 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 20; Friseurgehilfe bzw. Tochter eines Eisenbahners aus Leoben. Wurden seit mehreren Tagen in den Stubaier Alpen vermisst. Schrieben von der Franz-Senn-Hütte einen Brief nach Hause, wo sie ihren Selbstmord ankündigten. Leichen wurden am 27.12. auf der Ochsenalpe gefunden. Huber dürfte zuerst seine Geliebte, dann sich selbst erschossen haben. Wurden in Neustift beerdigt.
Alter: 24; Friseurgehilfe bzw. Tochter eines Eisenbahners aus Leoben. Wurden seit mehreren Tagen in den Stubaier Alpen vermisst. Schrieben von der Franz-Senn-Hütte einen Brief nach Hause, wo sie ihren Selbstmord ankündigten. Leichen wurden am 27.12. auf der Ochsenalpe gefunden. Huber dürfte zuerst seine Geliebte, dann sich selbst erschossen haben. Wurden in Neustift beerdigt.
Alter: 52; Frau wurde von ihrem Mann schwer misshandelt. Dieser kam in der Nacht betrunken nach Hause und bekam nichts mehr zum Essen. Geriet in Wut und schlug seiner Frau mehrfach auf den Kopf. Diese wurde bewusstlos in die Innsbrucker Klinik gebracht, wo sie kurz darauf verstarb. Schwurgerichtsverhandlung gegen Michael Kirchebner am 13.3.33. Außerordentliche Milderungsgründe (?): 1 Jahr schwerer Kerker.
Alter: 50; Auf der Lechneralpe spielten einige Burschen Karten und tranken dabei Schnaps. Ein Streit eskalierte und Geir Alois (19), Bauernsohn, stach dem Opfer, einem Senner, ein Messer in den Bauch. Ärztliche Hilfe kam zu spät. Schwurgerichtsverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 9.12.29, 12: Durch viele Milderungsgründe (?) 3 Monate Arrest, durch Untersuchungshaft bereits verbüßt! Staatsanwaltschaft berief dagegen. Oberster Gerichtshof erhöhte die Strafe auf 8 Monate.
Alter: [unklar]; Burschen feierten im Gasthaus „Ebner“. Dabei geriet das Opfer mit dem Bauarbeiter Max Weber (22 Jahre) in Streit. Dieser entfernte sich von der Gruppe und besorgte sich ein Messer. Dieses stach er unvermutet dem Opfer in die Brust, worauf es verblutete. Täter flüchtete, wurde aber bald verhaftet. Bruder des Opfers verunglückte letztes Jahr tödlich auf der Herbstmesse. Schwurgerichtsverhandlung gegen Max Weber in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 11.12.28, 8: Urteil: 6 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 40; Gendarmerieinspektor, wurde von einem Einbrecher, den er gestellt hatte, erschossen. Opfer wohnte im Posthaus, in dem eingebrochen wurde. Seine Frau wollte ihm zu Hilfe eilen, wurde aber ebenfalls angeschossen. Auch 2 Komplizen bei der Tat beteiligt. Alle 3 wurden am Folgetag verhaftet. Todesschütze war Johann Schwaiger (20 Jahre), Monteur in Innsbruck, aus Kärnten stammend und in Wattens wohnhaft. Schwurgerichtsverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 17.12.27, 15: Urteil: 16 Jahre schwerer Kerker, seine Komplizen 9 bzw. 3 Jahre.
Alter: 4.5; Familie wohnte im Hotel Wiesenhof. In beiderseitigem Einvernehmen entschlossen sich Vater und Mutter das Leben zu nehmen, dazu die Kinder. Vergifteten sich mit Veronal (Schlafmittel). Arzt konnte Ehefrau reanimieren, nicht aber die anderen. Wohnten in München, hatten finanzielle Probleme.
Alter: 48; Familie wohnte im Hotel Wiesenhof. In beiderseitigem Einvernehmen entschlossen sich Vater und Mutter das Leben zu nehmen, dazu die Kinder. Vergifteten sich mit Veronal (Schlafmittel). Arzt konnte Ehefrau reanimieren, nicht aber die anderen. Wohnten in München, hatten finanzielle Probleme.
Alter: 7; Familie wohnte im Hotel Wiesenhof. In beiderseitigem Einvernehmen entschlossen sich Vater und Mutter das Leben zu nehmen, dazu die Kinder. Vergifteten sich mit Veronal (Schlafmittel). Arzt konnte Ehefrau reanimieren, nicht aber die anderen. Wohnten in München, hatten finanzielle Probleme.
Alter: 27; Eisenbahnbediensteter. Wurde vom Freund seiner Frau Adelheid (28 Jahre), Hugo Posselt (28 Jahre), in der Schlucht des Wattentales beim Elektrizitätswerk erschossen. Die Tat wurde von der Frau in Auftrag gegeben. 2 weitere Mitwisser wurden verhaftet. Sie erzählte vorerst abenteuerliche Geschichten. Lockte ihren Mann mit Begleitung ihrer Freundin zu einem Spaziergang in die Schlucht. Auch Stiefbruder des Opfers sollte ermordet werden, da er wusste, dass sich die Frau scheiden lassen wollte. Schwurgerichtsverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 17.6.25, 6: Anklage gegen mehrere Beteiligte. Hugo Posselt (aus Wienthal) zu 12 Jahren, Frau Adelheid Netzer (geb. Fischler aus Bayern) zu 15 Jahren, Juliane Hohenegger - Freundin (21J aus Pfons) zu 8 Jahren und Anton Hauser, Geliebter der Hohenegger (22J Fügen) zu 1 Jahr schweren Kerkers verurteilt. Er war mit eingeweiht. Berufung wurde vom Obersten Gerichtshof abgewiesen (Allgemeiner Tiroler Anzeiger 22.9.25, 9). Frauen wurden in die Frauenstrafanstalt in Wien-Neudorf überstellt.
Alter: 29; Bei Seefeld in Tirol wurde eine vorläufig unbekannte Leiche gefunden. Schon stark verwest, mit Reisig bedeckt, alle Dokumente fehlten. Seit dieser Zeit wurde eine Frau vermisst. Stammte aus Hamburg. Wies eine Einschussstelle im Kopf auf. Ermittlungen konnten einen Verdächtigen aufdecken. Dieser war mit mehreren Falschnamen, u.a. auch mit einem Adelstitel unterwegs. Der tatsächliche Name war Hans Fischer (22 Jahre) aus Leipzig. Sein Komplize war Paul Schickinger (22 Jahre) aus OÖ. Wurden Ende August in Neapel verhaftet. Wurden nach Österreich ausgeliefert. Schwurgerichtsverhandlung gegen Hans Fischer in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 16.3.26, 7: Täter wurde wegen Meuchelmordes und Betruges zu 18 Jahren schweren Kerkers verurteilt.
Alter: 14 Monate; Frau warf ihr Kind in den Amtsbach, das sie vorher erwürgt hatte. Handelte sich um eine Eifersuchtstat. Täuschte ein Verbrechen vor. Mann brachte sie (Sinaida Gurenkowa, 23 Jahre) aus Russland mit. Leiche des Kindes wurde schnell gefunden. Schwurgerichtsverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 3.6.24, 8: Geschworene erkannten zwar auf Mord, allerdings in Sinnesverwirrung. Urteil Freispruch!! Publikum brach in Jubelgeschrei aus!
Alter: 34; Zwischen den Familien Ennemoser und Eichele gab es immer wieder Streit. Einer eskalierte und Rudolf Ennemoser gab mehrere Schüsse mit einer Pistole auf sein Opfer ab. Einer davon war tödlich. Beide waren Schlosser. Täter wurde sofort verhaftet. Schwurgerichtsverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 19.9.23, 6: Urteil 2 Jahre einfacher Kerker, da er vielfach gereizt wurde. Auch Alkoholeinfluss wurde geltend gemacht.
Alter: 33; Metzgermeister Michael Achenrainer hatte seinen Schwager Kogler als Knecht beschäftigt. Dieser gebärdete sich zeitweise geistig unzurechnungsfähig. Nach einem Streit gab er auf seine Schwester mehrere Pistolenschüsse ab. Sie starb daran in der Klinik Hall. Kogler hatte auch 1919 den Mord an einer Klosterfrau des Klosters Thurnfeld begannen.
Alter: [unklar]; War mit seinen beiden Brüdern bei einer Faschingsveranstaltung. Geriet mit einem Bruder in Streit, wobei der andere (Josef) dem Georg zu Hilfe kam. Opfer erhielt mehrere Messerstiche in den Bauch. Verstarb daran im Innsbrucker Krankenhaus. War eine Karrnerfamilie. Gerichtsverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 3.3.23, 6: Notwehr wurde anerkannt, Josef Belin zu 2 Monate schweren Kerkers verurteil.
Alter: 58; Bauer aus Amras und sein Knecht Albert Hosp (36 Jahre) trieben an die 200 Schafe von Sellrain nach Hause. Bei der Mautstelle vor Kematen brachen Schafe in einen Krautgarten ein und begannen zu grasen. Der Mautpächter Holzknecht geriet dadurch in Rage und stach auf die beiden Begleiter ein. Wurden in die Klinik Innsbruck gebracht, wo der Bauer bald darauf starb.
Alter: 21; Jäger aus dem Leutasch, geriet im Gasthaus „Affenhausen“ in Streit mit 4 Telfer Burschen. Prügelei endete für das Opfer tödlich.
Alter: 32; Holzhändler, starb durch einen Stich in den Bauch im Innsbrucker Krankenhaus.
Alter: 48; Bauer in Rinderberg. Verdacht, dass er von seiner Frau Johanna vergiftet wurde. Auffälliger Krankheitsverlauf. Haushund ging nach Verzehr der Essensreste auch zu Grunde. Leiche durfte vorläufig nicht beerdigt werden. Soll mit einem Knecht ein Verhältnis gehabt haben. Später tatsächlich gestanden. Schwurgerichtsverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 2.10.22, 5: Lange Verhandlung mit zahlreichen Zeugen. Zuerst geständig, später Anklage widerrufen. Dennoch klare Indizien. Urteil: 8 Jahre schwerer Kerker.
Alter: [unklar]; Klosterfrau, Schaffnerin im Kloster Thurnfeld, wurde von Karl Kogler (Absam, 30 Jahre), der bis kurz vorher ebenfalls im Kloster arbeitet mit 3 Schüssen von hinten niedergestreckt. Starb im Spital an den Verletzungen. Täter wurde 2 Tage später in Hall verhaftet.
Alter: 42; Wurde nach einem Kartenspiel vom Täter Ferdinand Haselwanter (16 Jahre) am 25.12.1918 schwer verletzt. Schoss mit einer Pistole auf sie. Starb nun im Innsbrucker Spital. Täter wurde dazwischen auf freien Fuß gesetzt.
Alter: 7; In einem Einzelhof in Hinterried fand man die Leichen von Mutter und Sohn. Wurden erstochen. Raubmord. Täter noch unbekannt. Später wurde ein heimischer Bursche der Tat verdächtigt. Dies war Johann Fritz (17 Jahre) aus Pfaffenhofen. Nach der Verhaftung schoss er sogar auf einen Gendarmen. Auch sein Bruder (30 Jahre) scheint in die Tat verwickelt zu sein.
Alter: [unklar]; In einem Einzelhof in Hinterried fand man die Leichen von Mutter und Sohn. Wurden erstochen. Raubmord. Täter noch unbekannt. Später wurde ein heimischer Bursche der Tat verdächtigt. Dies war Johann Fritz (17 Jahre) aus Pfaffenhofen. Nach der Verhaftung schoss er sogar auf einen Gendarmen. Auch sein Bruder (30 Jahre) scheint in die Tat verwickelt zu sein.
Alter: 19; Soldat auf Genesungsurlaub ging am 25.1. ins Halltal zum Rodeln. Im GH Walderbrücke geriet er mit betrunkenen Absamer Burschen in Streit. Zu viert müssen sie ihn danach aufgelauert und zusammengeschlagen haben. Wurde lebensgefährlich verletzt. Am folgenden Tag verstorben. War Kanonier, stammte aus Judenstein. Feierliches Begräbnis am 27.1. (Innsbrucker Nachrichten 28.1., 6) mit hohen Militärs und Kaiserjägern. Die Täter: Alfred Jäger (20), August Posch (19), Rudolf Pomberger (20 Jahre) und Johann Degenhart (19) kamen vor ein Militärgericht. Umfangreiche Gerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 8.3.,15, 7: Hauptschuldiger Jäger 3 Jahre, Pomberger 2, Posch und Degenhart je 1 Jahr schwerer Kerker.
Alter: 52; Überfall auf die Bauersleute Nagele in Gagers (Stubai) durch 3 vermummte Männer. Schlugen das Ehepaar nieder und fesselten es. Wollten sie berauben, fanden aber nur wenige Wertgegenstände. Frau allerdings am 9.1.1915 verstorben. Gerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 19.7.15, 9 ff gegen 16 Bandenmitglieder, darunter viele Frauen. So auch gegen die 3 Mörder Friedrich Bartuschka (40J, Maler in Innsbruck), Johann Binder (29J Tagelöhner in Innsbruck) und Josef Werndl (25J, Agent in Innsbruck). Beutezüge in der Nacht, normale Berufsausübung unterm Tag. Wurden am 5.1.1915 verhaftet. Urteil für alle 3: Tod durch den Strang.
Alter: 48; Familienvater („Welscher Toni“ aus Ampezzo) machte mit Frau und Tochter einen Ausflug. Bei der Rückkehr holte er seinen Revolver und erschoss seine Tochter. Frau flüchtete, wurde aber eingeholt und mit 2 Schüssen niedergestreckt. Danach erschoss er sich selber. War in der Firma Jenny & Schindler als Schlosser beschäftigt. Kaufte sich kurz vorher den Revolver in Innsbruck. Seine Frau verbarrikadierte sich in der Wohnung, dessen Tür eingetreten wurde. Sie war schwer verletzt, konnte aber gerettet werden (Innsbrucker Nachrichten 25.9., 4).