Alter: [unklar]; Zwei Brüder gerieten in einen heftigen Streit. Max brachte dem Adolf 2 tödliche Messerstiche in den Oberkörper bei.
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Alter: [unklar]; Zwei Brüder gerieten in einen heftigen Streit. Max brachte dem Adolf 2 tödliche Messerstiche in den Oberkörper bei.
Alter: 43; Aufseher im fürstlichen Auerspergischen Jagdrevier. Wurde von Wilderern in den Unterleib geschossen. Täter konnten sofort verhaftet werden.
Alter: [unklar]; Schwurgerichtsverfahren am 1.12.03 (Innsbrucker Nachrichten 1.12., 8): Mehrere Italiener feierten im Mohrenwirtshaus in Pfunds. Tanzten auch mit einheimischen Mädchen. Eifersucht beim Opfer. Wurde vom Wirt vor die Türe gewiesen. Drohte dem Wirt, der sich in die Gesellschaft der Italiener zurückzog. Handemenge bei der das Opfer Messerstich gegen den Unterleib erhielt, an dem er 3 Tage später verstarb. Täter war Peter Zanoll (33 Jahre). Urteil: 3 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 27; Bahnbediensteter. Zechte mit 3 anderen Kollegen im GH Zum Lindenhof in Pradl. Danach ranggelten sie zum Spaß auf der Straße. Ein weiterer Mann (Johann Norer, 27 Jahre) kam hinzu. Dieser stach aber plötzlich zu und verletzte Opfer tödlich. Leugnete zuerst seine Tat, gab sie aber zum Schluss doch zu. In Innsbrucker Nachrichten (1.2.05, 5): Strafverfahren wurde eingestellt, da er volltrunken und daher unzurechnungsfähig war.
Alter: 64; Opfer wurde in den Feldern gegenüber der Telfser Brücke aufgefunden. Wollte wahrscheinlich Laub für ihre Ziegen holen. Wurde vom Täter mehrmals in den Hals gestochen. Ist noch flüchtig. Spätere Erhebungen ergaben allerdings, dass sie in der Nähe des Waldes ermordet wurde. Bevölkerung glaubt, dass Nachforschungen „wiedereinmal“ im Sande verlaufen werden. 18.8.: 400K Hinweisprämie!
Alter: 27; Schwurgerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 29.11.1904, 5: Im Haus Nr. 69 (stand in einem zweifelhaften Ruf) wurde am 3.10. ein Polterabend gefeiert. Dabei waren auch Krainer Oberbauarbeiter. Nach Alkoholgenuss und Tanz kamen Eifersüchteleien auf. Die Krainer wollten schlichten. Zahlreiche Verletzte durch Messerstiche. Lap starb im Kitzbühler Krankenhaus. Als Täter wurde der vorbestrafte Josef Widmoser, Korbflechter in Kirchberg (33 Jahre) ermittelt. Wurde selber schwer verletzt. Urteil: 7 Jahre schwerer Kerker.
Alter: [unklar]; Schwurgerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 29.11.1904, 5: Im Haus Nr. 69 (stand in einem zweifelhaften Ruf) wurde am 3.10. ein Polterabend gefeiert. Dabei waren auch Krainer Oberbauarbeiter. Nach Alkoholgenuss und Tanz kamen Eifersüchteleien auf. Die Krainer wollten schlichten. Zahlreiche Verletzte durch Messerstiche. Lap starb im Kitzbühler Krankenhaus. Als Täter wurde der vorbestrafte Josef Widmoser, Korbflechter in Kirchberg (33 Jahre) ermittelt. Wurde selber schwer verletzt. Urteil: 7 Jahre schwerer Kerker.
Alter: [unklar]; Schwurgerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten (29.11.04, 4): Gemeindevorsteher, besuchte am 28.10. mit einem Kollegen das GH zu Gärberbach an der Brennerstraße. Geriet mit Peter Cincelli aus dem Fassatal (38 Jahre) in Streit. Alkoholeinfluss. Opfer wollte Cincelli aus dem Haus befördern, wurde von ihm aber mit einem Messer tödlich verletzt. Starb am 4.11.; Urteil: 4 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 23; Wurde von seinem Bruder Johann (25 Jahre) ohne triftige Gründe niedergestochen und tödlich verletzt. Täter wurde als geisteskrank bezeichnet. Wurde dem Gericht überstellt.
Alter: 39; Bauernbrüder gerieten im Stall in einem schweren Streit. Der jüngere Ludwig (29 Jahre) schlug dem älteren den Melchstuhl an den Kopf. Erlitt tödliche Verletzungen. Schwurgerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 8.3.1905, 4: Nach der Tat verständigte er selber Arzt und Gendarmerie. Geschworene stimmten bei Totschlag für „ja“, allerdings ohne feindliche Absicht. Es erfolgte ein völlig überraschender Freispruch!!
Alter: 40; Streit im GH Zur Lend in der Windau (Westendorf) zwischen dem Opfer und den Brüdern Mathias und Johann Schroll (Hopfgarten). Opfer war als Raufbold bekannt, wurde am Kopf verletzt und bekam einen Stich in die Bauchgegend. Wer der genaue Täter war, wurde nicht geklärt.
Alter: 46; Jagdaufseher des Fürst Auersperg. Wurde von Wilderern erschossen. Täter war der Bauer Friedrich Hofer aus Wald, ein bekannter Wildschütze. Tat wurde auf Salzburger Seite (Krimmler Hochgebirge) verübt, daher Gerichsstand dort zuständig. Wurde in Dornauberg begraben.
Alter: 27; Nach einer Tanzunterhaltung im Badswirtshaus (Kirschental = „internationale Kolonie“) begann eine Rauferei. Streit um Mädchen. Keilerei wurde vor dem Wirtshaus fortgesetzt. Die Brüder Aufderklamm bekamen schwere Stichwunden ab, einer starb im Spital, der andere, Rudolf, wurde operiert. Als Täter wurde „wiedereinmal“ ein Italiener ermittelt. Vermutlicher Täter Verzotti wurde auf der Flucht in die Schweiz in Landeck verhaftet.
Alter: [unklar]; Zwischen Vater Felix (Zimmermann) und seinem Sohn kam es zu Streitereien. Artete aus, Vater stieß dem Sohn 2x das Messer in die Brust. Verletzungen nur lebensgefährlich?
Alter: 40; Reichsitaliener, bei Kanalbauten beschäftigt, geriet am 22.10. mit einem Landsmann im GH Arche Noe in Streit. Bekam einen Messerstich in den Unterleib ab, starb an diesen Verletzungen 2 Tage später im Spital. Anscheinend hat das Opfer dem Täter Andreatta (23 Jahre) selber schwere Stichverletzungen beigebracht.
Alter: [unklar]; Wirtin des Gasthauses am Pass Thurn wurde ermordet und beraubt aufgefunden. War erst seit einigen Monaten im Dienst. Polizei aus Mittersill ermittelte. Verdächtigt wird der Hausknecht Blasius Leitner (33 Jahre). Stammte aus Oberperfuß. Hatten zuvor anscheinend ein Verhältnis mit ihr. Tatwaffe ein Strumpf mit Sand gefüllt.
Alter: 28; Bauernsohn, wurde nach einer Maskenveranstaltung erstochen. Nach der Polizeistunde verließen alle Teilnehmer ohne Streitereien das Lokal im GH Zur Traube. Matthias Reither stellte sich einer Burschengruppe in den Weg und zückte Messer und Stock. Opfer stellte sich ihm und erhielt Stich in den Unterleib, möglicherweise aber von einem Komplizen. Auch ein Dritter war beteiligt. Schwurgerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 21.3., 7: Angeklagt wurde Alois Scharmer (20 Jahre), Tagelöhner aus Scharnitz. Urteil: Durch mildernde Umstände 2 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 27; Städtischer Sicherheitswachmann wurde am Aufgang zum Bergisel vom Bäckergehilfen Rudolf Dablander (20 Jahre) durch einen Messerstich in den Hals getötet. Opfer hatte ihn zuvor zu Ruhe gemahnt. Lief nach Hause und holte ein Messer. Kam ins GH Bierstindl und äußerte, dass er noch was vorhatte. Wachmann folgte ihn, der nun begann, Fensterscheiben einzuschlagen. Stellte ihn, der nun sofort zustach. Opfer wurde ins Spital überführt, wo es bald darauf verstarb. Stammte aus OÖ. War seit einem Jahr im Polizeidienst. Täter schon mehrfach vorbestraft. Schwurgerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 28.3., 7: Urteil: Tod durch den Strang! Später begnadigt zu lebenslangem Kerker (Innsbrucker Nachrichten 30.5., 7)
Alter: 2.5; Sohn eines Arbeiterpaares. Wurde über Monate hinweg von den Eltern misshandelt. Obduktion stellte dies fest. Eltern wurden verhaftet.
Alter: 45; Angesehener Landesrat, wurde von seiner Frau Luise (39 Jahre) bei einer Auseinandersetzung mit mehreren Messerstichen getötet. Scheint aber aus Notwehr gehandelt zu haben, da man beim Opfer eine Pistole gefunden hatte. Frau irrte danach ziellos in der Stadt umher und stellte sich der Gendarmerie. Große Familienzwiste in der Vergangenheit. Widersprüchliche Kommentare von Bekannten. Große Schwurgerichtsverhandlung über 7 Tage (ab Innsbrucker Nachrichten 24.9., 7): 17 Messerstiche nachgewiesen. Wurde allerdings zuvor mit ihrem Liebhaber vom Gatten entdeckt. Wurde laut von ihm zurechtgewiesen und mit einem Revolver bedroht. Verstrickte sich aber immer wieder in Widersprüche. Frage nach Notwehr. Urteil abgedruckt sogar in einem Extrablatt der Innsbrucker Nachrichten (1.10., 19): 7 Jahre schwerer Kerker. Später sogar auf 10 Jahre erhöht! Büßte ihre Strafe im Gefangenenhaus Schwaz ab.
Alter: 48; 2 Brüder lebten in Streit, weil Andrä dem Anton (Bauunternehmer) Geld geliehen hatte und der dies nicht zurückgeben konnte. Trafen sich in Mühlau in einer Schottergrube. Andrä schlug dem Opfer einen Holzstiel auf den Kopf. Dieser stürzte zu Boden und schlug mit dem Hinterkopf gegen den Steinboden. Verschied zu Hause trotz ärztlicher Hilfe. Täter stellte sich der Gendarmerie. Weiterer Bruder, Alban in Bozen, erlitt tödlichen Herzschlag nach der Todesnachricht.
Alter: [unklar]; Tagelöhner, erhielt von einem Gendarmeriebeamten einen Säbelhieb in einem GH. Wurde schwer verletzt ins Spital nach Kufstein gebracht. Starb dort nach 8 Tagen. Gendarm wurde vom Dienst enthoben und nach Innsbruck zitiert.
Alter: 26; Prostituierte aus Berlin. War in einem Zimmer des GH Wilder Mann untergebracht. Elegante Erscheinung, wohlhabend. Wurde in ihrem Zimmer mit Stichwunden im Hals tot aufgefunden. Dazu alle Laden durchwühlt, Schmuck geraubt. Täter versperrte nach dem Raubmord das Zimmer. Wert des geraubten Gutes: ca. 6000K. Als Täter könnte auch ein fremder Zuhälter in Frage kommen. Erster Verdächtiger in Linz verhaftet: Johann Edmund Appel, Zuhälter einer Konkurrentin. Mittlerweile 1000K für die Ergreifung des Täters von der Behörde ausgesetzt (Innsbrucker Nachrichten 6.6., 4). Am 6.7. weitere 500K vom Bräutigam ausgestellt (Innsbrucker Nachrichten 7.7., 5)!
Alter: 22; Belästigte mit anderen Kollegen Fahrgäste am Bahnhof. Wurde durch einen Messerstich ins Herz getötet. Auch Franz Gritsch, als Zimmermann in Innsbruck beschäftigt, erlitt schwere Stichwunden. Gerichtliche Untersuchungen muss Tatgeschichte klären. Tiroler Volksbote 5.8., 8: bezeichnet Kolb als gewalttätigen Burschen. Große Beteiligung des Matreier Stemmclubs bei seiner Beerdigung!
Alter: 21; Wurde in einem Streit vom Tagelöhner Johann Huber aus der Steiermark mit einem Messer niedergestochen. Wehrte sich seiner Verhaftung. Opfer starb bald darauf. Mehrere Steirer waren beim Bau des Elektrizitätswerkes beschäftigt. Wurden immer wieder von Einheimischen belästigt. Täter wurde bei einer Prügelei dabei für mehrere Tage außer Gefecht gesetzt.
Alter: 38; Förster, wurde am 9.11. in der Nähe von St. Magdalena unter einem Laubhaufen erschossen aufgefunden. Obduktion ergab Mord. Schüsse aus unmittelbarer Nähe aus 2 Waffen. Verdächtigt wurden Wilderer aus dem Verwandtenbereich. Erste Täterhinweise nach einem Geständnis von Georg Feichtner (19 Jahre) aus Thaur. Wurde beim Wildern erwischt (Innsbrucker Nachrichten 27.4.07, 5). Schwurgerichtsverhandlung gegen Franz Feichtner in Innsbrucker Nachrichten 17.6.07, 17: Nachgewiesener Mord und Wilddiebstahl; Urteil: 14 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 64; Briefbötin in Grins. Zuerst glaubte man an einen Unfall, Obduktion ergab aber Merkmale von Rippenbrüchen, Strangulierungen, Kratzwunden,… Verdächtigt wurde ihr Sohn, der ins Gefängnis gebracht wurde. Schwurgerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 22.6.07, 9: Sohn Franz Mungenast lebte mit seiner Geliebten Albina Müller seit kurzer Zeit bei seiner Mutter. Nach einem Gasthausbesuch misshandelte er seine Mutter ohne triftigen Grund. Auch seine Geliebte kam etwas ab. Ähnliche Aktionen auch früher. Urteil: 13 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 1.5; Bauer Walch Peter-Paul ging mit seiner Frau Johanna und 2 Kindern zum Markt in Imst. Die 2 anderen Kinder ließen sie bei der Schwägerin zurück. Diese verfiel in einen religiösen Wahn und ermordete die Kinder (
Alter: [unklar]; Tagelöhner, geriet mit Georg Mankus (Bremser bei der Bahn, Ungar) in Streit. Wurde mit Messer niedergestochen. Schauplatz war das berüchtigte „Otterhäusl“, wo seinerseits der Polizist Autengruber ermordet wurde. Anscheinend doch nicht gestorben? Später wurde Täter sogar auf freien Fuß gesetzt, da neuer Täter gefunden wurde: Josef Maturitsch.
Alter: 7 Monate; Bauer Walch Peter-Paul ging mit seiner Frau Johanna und 2 Kindern zum Markt in Imst. Die 2 anderen Kinder ließen sie bei der Schwägerin zurück. Diese verfiel in einen religiösen Wahn und ermordete die Kinder (
Alter: 50; Magd wurde mit einem Messer wegen verschmähter Liebe niedergestochen. Täter konnte schnell zugeordnet werden. Entzog sich der Verhaftung durch Selbstmord durch Erhängen in einem Viehstall. Tatmesser wurde bei ihm gefunden.
Alter: 29; Magd wurde mit einem Messer wegen verschmähter Liebe niedergestochen. Täter konnte schnell zugeordnet werden. Entzog sich der Verhaftung durch Selbstmord durch Erhängen in einem Viehstall. Tatmesser wurde bei ihm gefunden.
Alter: 40; Italienischer Musiker leitete mit seinem Kollegen Sebastian Veronesi (37 Jahre) eine bekannte Tanzmusikgruppe (Betti-Veronesi). Nach einem Gasthausbesuch kamen beide auf der Innbrücke zum Streit. Opfer wurde vom Täter dabei über das Geländer in den Inn geworfen. Tat wurde beobachtet, er spricht von Selbstmord. Wurde in Haft genommen. Leiche wurde am 18.7. bei Jenbach aus dem Inn gezogen. Schwurgerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 1.12.10, 8: Erst jetzt Verhandlung gegen den Täter. Dieser war lange Zeit in der Landesirrenanstalt in Persen (Welschtirol) eingewiesen. Zahlreiche Vorstrafen u.a. wegen Gewalttätigkeiten. Mehrfache Selbstmordversuche. Geschworenen einstimmig gegen Mord, aber für Totschlag. Angeklagter wurde freigesprochen!!!!
Alter: [unklar]; Familieninterner Streit artete aus. Beteiligt Josef Jäger sen. (80 Jahre), Josef Jäger jun., Franz Jäger und außerehelicher Alois Koch (19J, Sohn des Josef Jäger jun.). Alois Koch bekam von seinem Vater Schlag ins Gesicht. Dieser rastete aus, Vater wehrte sich mit einem Taschenmesser. Franz und Jäger sen. mischten sich nun ein. Letztlich schlug Koch dem Franz Jäger einen Lötkolben an den Kopf. Starb an diesen Verletzungen. Schwurgerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 4.12., 7: Urteil: 13 Monate schwerer Kerker.
Alter: 57; In einem Streit wurde dem Opfer von Josef Frick (53 Jahre) einen Hieb mit dem Beil gegeben, woran es eine Woche später verstarb. Schwurgerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 9.3.1908, 7: Nach einem Kartenspiel und viel Alkohol kam es am 1.1. zwischen den Beteiligten zu Streitereien. Diese wurden vor dem Haus von Frick fortgeführt. Urteil: 2 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 20; Johann Hechenberger wollte mit seiner Braut nach einem Besuch in Bayern nach Hause gehen. Nach der Grenze wurde dem Bräutigam mit einen Stock auf den Kopf geschlagen, dass er bewusstlos blieb. Danach holte der Täter die fliehende Frau ein und brachte ihr mehrere Messerstiche bei. Täter wurde von Hechenberger erkannt: Es war Thomas Buchauer (38 Jahre), ein ehemaliger Verehrer der Braut. Schwurgerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 20.6.1908, 7: Viele Milderungsgründe, Mord verneint, aber Totschlag erkannt durch die Geschworenen. Urteil: 4 Jahre schwerer Kerker. Durch Berufung vom Staatsanwalt auf 6 Jahre erhöht (Innsbrucker Nachrichten 6.7., 7).
Alter: 71; Doktorswitwe, Tochter des Bezirkshauptmannes in Schwaz. Wurde seit 2 Tagen vermisst. Wollte den neuen Weg nach Gramartboden begehen. Suchtrupp fand ihre Leiche unter einem Reisighaufen. Wurde Opfer eines Raumordes und wurde erschossen und erschlagen. Verdächtigt wurden 2 Italiener, die schon zuvor aufgefallen waren: Giori Riccardo, Piatesi Luigi (beide 17 Jahre). Tatwerkzeuge und geraubte Gegenstände in ihrer Unterkunft im Kirschental (Hötting) gefunden. Schwurgerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 16.9.1908, 8: Giori bekam 15 Jahre, Piatesi 12 Jahre schweren Kerker.
Alter: 73; 2 Gemeindearme gerieten im Spital aneinander, prügelten sich. Wurden getrennt. Engelbert Blaas holte aus seiner Wohnung einen Knüppel, brach die Türe zu seinem Gegner auf und versetzte dem Opfer mehrere Schläge auf den Kopf.
Alter: 25; Bauernsohn aus Natters geriet im GH Klarerhof mit den Bahnarbeitern Johann (19 Jahre) und Andrä Jagodic (22 Jahre) aus Krain in Streit. Bei einer Rauferei kam ein Messer ins Spiel, wobei Span einen Stich in den Hals erhielt, an dem er noch an Ort und Stelle verstarb. Beide Täter wurden von Gendarmen verhaftet. Schwurgerichtsverhandlung gegen die Täter am 17.12.1908 in Innsbruck: Beteiligt war auch Alois Span, der Bruder des Opfers, der auf der Straße auf Johann Jagodic einschlug. Franz Span kehrte mit einer letztendlich tödlichen Verletzung zu seinem Bruder zurück, die ihm Andrä Jagodic beigebracht hatte. Es wurde auf Überschreitung der Notwehr erkannt, daher nur 4 Monate Arrest für Andrä Jagodic.
Alter: 48; Bauer erschlug seine Frau mit einem Rechen. Schwurgerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 15.6.1909, 7: Täter war ihr Ehemann Anton (45 Jahre). Ehepaar war öfters in Streit, meist unter beidseitigen Alkoholeinfluss. Arteten schon früher in Tätlichkeiten aus. Bei einem neuerlichen Streit zu Hause schlug er ihr einen Rechen auf den Kopf. Verstarb einen Tag später an den Verletzungen. Urteil: Freispruch!!, Begründung: Machte von seinem Züchtigungsrecht Gebrauch, das er allerdings überschritt. Wurde vom Opfer zu sehr gereizt.
Alter: 64; Nach dem Tod des Glasermeisters Franz Opbacher verdächtigte sein Bruder Josef die Frau von Franz, dessen Tod verschuldet zu haben. War geistig verwirrt. Verletzte diese mit einem Messer tödlich. Anschließend Selbstmord durch einen Schuss in den Mund. War Mitglied der Nationalsängergesellschaft Rainer.
Alter: 57; Nach dem Tod des Glasermeisters Franz Opbacher verdächtigte sein Bruder Josef die Frau von Franz, dessen Tod verschuldet zu haben. War geistig verwirrt. Verletzte diese mit einem Messer tödlich. Anschließend Selbstmord durch einen Schuss in den Mund. War Mitglied der Nationalsängergesellschaft Rainer.
Alter: 25; Liebestragödie. Lernten sich in Klausen kennen. Er leistete Probedienst in der Station ab, sie war im dortigen Restaurant Kellnerin. Kündigten ihre Stellungen und zogen nach Innsbruck zur Mutter der Frau. Mussten erkennen, dass Heirat unmöglich war. Fuhren nach Hall und erschossen sich im Amtswalde. Wurden in Ampass beerdigt.
Alter: 55; Vorerst unbekannte Leiche wurde am 21.6. in Rattenberg angeschwemmt. Später identifiziert als Gattin des Ing. Starke Robert, dessen Leiche am 20.6. in Buch aus dem Inn geborgen wurde. Gerücht, dass er auch seine Frau erschossen hatte, bestätigte sich nun. Diese hatte Schusswunde am Kopf. Anscheinend einvernehmlicher Selbstmord.
Alter: 19; Liebestragödie. Lernten sich in Klausen kennen. Er leistete Probedienst in der Station ab, sie war im dortigen Restaurant Kellnerin. Kündigten ihre Stellungen und zogen nach Innsbruck zur Mutter der Frau. Mussten erkennen, dass Heirat unmöglich war. Fuhren nach Hall und erschossen sich im Amtswalde. Wurden in Ampass beerdigt.
Alter: 33; Massenschlägerei unter kroatischen Arbeitern, die bei der Regulierung der Großen Ache beschäftigt waren. Zerstörten die Kantine. Opfer wurde auf der Flucht verfolgt, eingeholt und durch Schläge am Kopf tödlich verletzt. Täter auf der Flucht.
Alter: 21; Handelsangestellter aus Karlsbad. Wurde in der Nacht am Burggraben von einem Trainsoldaten (Kaiser) niedergeschlagen. Starb einen Tag später an den Verletzungen.
Alter: 24; In einem Gasthaus in St. Leonhard kam es zu einem Streit zwischen dem Opfer und dem Metzgergehilfen Georg Albauer (20 Jahre). Täter stieß dem Opfer das Messer in den Oberschenkel und traf die Arterie. Schnelles Verbluten.
Alter: 34; Fabriksarbeiter aus Salzburg. Geriet unverschuldet in eine Rauferei nach einem Gasthausbesuch in Perjen. Erhielt einen Stich in den Hals an dem er verstarb. Schwurgerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 10.12.1909, 10: Täter war Matthias Hörl aus OÖ (33 Jahre). Urteil: 2,5 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 23; Offiziersdiener, wurde von einem Kaiserjäger am 1.4. in einem Streit mit einem Bajonett schwer verletzt. Starb nun im Garnisonsspital in Innsbruck. Täter wurde dem Gericht übergeben. Gerichtsverhandlung gegen Strobl, aber in Schwaz! (Innsbrucker Nachrichten 6.6., 8): Mildes Urteil, da er anscheinend provoziert wurde: 18 Monate Kerker.