Alter: 25; Bauernbursche wurde bei einer Rauferei von einem Gegner erstochen. Gerichtsverhandlung gegen Furtner Mathias (36 Jahre) aus Maurach/Achensee. Vermutlicher Täter, Urteil nicht dokumentiert.
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Alter: 25; Bauernbursche wurde bei einer Rauferei von einem Gegner erstochen. Gerichtsverhandlung gegen Furtner Mathias (36 Jahre) aus Maurach/Achensee. Vermutlicher Täter, Urteil nicht dokumentiert.
Alter: 27; Streit zwischen 2 italienischen Arbeitern und Einheimischen eskalierte in einem Gasthaus, wobei einem Gast aus Pflach ein Messer in den Rücken gestoßen wurde. Starb kurze Zeit später an den Verletzungen. Schwurgerichtsverhandlung am 2.7.1874 gegen Tomaso Delorenzo (19 Jahre), Kesselflicker. Urteil: 7 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 28; Ein italienischer Eisenbahnarbeiter erstach im Streit einen Einheimischen vor einem Haus. Anderer Kollege des Italieners näherte sich nun mit einem Messer einem Knecht des Hauses. Anscheinend in Notwehr nahm der Bruder des Getöteten ein Gewehr von der Wand und erschoss den Angreifer. Schwurgerichtsverhandlung am 3.7.1874 gegen Sigismondo Vasselai (22 Jahre) aus Cavalese. Hatte sich an diesem Tag von der Arbeit entfernt und betrank sich mit einigen Kollegen in einer Kneipe. Diese stahlen danach Lebensmittel aus der Küche und provozierten ein paar Einheimische. Urteil: 8 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 30; Ein italienischer Eisenbahnarbeiter erstach im Streit einen Einheimischen vor einem Haus. Anderer Kollege des Italieners näherte sich nun mit einem Messer einem Knecht des Hauses. Anscheinend in Notwehr nahm der Bruder des Getöteten ein Gewehr von der Wand und erschoss den Angreifer. Schwurgerichtsverhandlung am 3.7.1874 gegen Sigismondo Vasselai (22 Jahre) aus Cavalese. Hatte sich an diesem Tag von der Arbeit entfernt und betrank sich mit einigen Kollegen in einer Kneipe. Diese stahlen danach Lebensmittel aus der Küche und provozierten ein paar Einheimische. Urteil: 8 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 46; Bauer wurde nach einem Gang zu einem Markt vermisst. Wollte dort eine Kuh verkaufen. Diese fand man später in der Ötztaler Ache, vom Mann fehlte jede Spur. Im März 1882 (!) gab Sebastian Krismer aus Karres zu, das Opfer ermordet zu haben. War zwischenzeitlich wegen Brandstiftung arretiert und befand sich zuletzt in einem Gefängnis in OÖ (Innsbrucker Nachrichten 31.1.1881, 5).
Alter: [unklar]; Am Fuß des Bergisels wurde die Leiche eines italienischen Arbeiters auf einer Bank gefunden. Ein Messer steckte in seinem Hals. Dürfte sich um einen Raubmord gehandelt haben.
Alter: [unklar]; Hatte im Zimmer eines Gasthofes übernachtet, wo er am nächsten Morgen tot aufgefunden wurde. Hing an einem Seil an der Decke. Ärzte konstatierten, dass Selbstmord ausgeschlossen sei. Dazu fehlten alle Wertsachen. Verdächtigt wurde 3 Handwerksgenossen, die zuvor noch bei ihm waren. War Metzgerlehrling in Hall, von wo er sich entfernt hatte. Stammte aus Pfunders.
Alter: [unklar]; Bauer wurde in einem Wirtshaus erstochen. Schwurgerichtsverhandlung gegen den Bauernknecht Leonhart Sevignani (24 Jahre) am 15.6.1875. Vorausgegangen war ein Streit zwischen dem Täter und einem Bauern, der ihn mehrere Schläge versetzte. Nach einer Schlichtung des Streites begann Widmann neuerlich einen Streit, wobei ihm ein tödlicher Messerstich in den Bauch beigebracht wurde. Urteil: Wurde auf Notwehr erkannt, daher 6 Monate schwerer Kerker.
Alter: 64; Bauer aus Itter wurde in einem Graben gefunden. Schwere Verletzungen am Kopf wiesen auf einen Raubmord hin. Als Täter wurde der Eisenbahnarbeiter Giovanni Conci ermittelt. Schwurgerichtsverhandlung gegen Giovanni Conci (19 Jahre) aus Mezzolombardo am 21.3.1876. Urteil: 16 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 23; Schwurgerichtsverhandlung gegen den Eisenbahnarbeiter Bortolo Meneghini (23 Jahre) am 15.7.1875. Wurde beschuldigt, seinen Kollegen in einem Streit am 5.7. lebensbedrohend verletzt zu haben. Nach einer Rauferei wurden beide getrennt, wobei sich der Täter wieder losriss und seinen Gegner mit einem Stock auf den Kopf schlug. Starb 5 Tage später an den Verletzungen. Urteil: 13 Monate schwerer Kerker.
Alter: 63; Gastwirt und Holzhändler, wurde am Weg von Biberwier nach Hause überfallen und getötet. Zusätzlich noch Raub von mehreren tausend Gulden.
Alter: 28; Streit zwischen Bauernburschen bei einem Kartenspiel. Bei einer darauffolgenden Rauferei wurde dem Opfer, ein Kaminfegergehilfe, durch ein Messer ein tödlicher Stich beigebracht. Schwurgerichtsverhandlung gegen Michael Nagel (28 Jahre), Bauernknecht, am 12.12.1875. Notwehr wurde teilweise anerkannt, daher 2 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 28; Schwurgerichtsverhandlung gegen Engelbert Hundertpfund (22 Jahre) am 20.12.1876. Hatte am 5.6.1876 dem Opfer bei einem Streit ein Messer in den Oberschenkel gerammt. Starb an Wundstarrkrampf 2 Wochen später. (Urteil: 3 Jahre schwerer Kerker)
Alter: 49; Eine Streiterei im Wirtshaus am 12.3. zwischen italienischen Arbeitern und Einheimischen arteten in Tätlichkeiten aus. Vor dem Haus eilte Hintner herbei, um 2 heimischen Burschen zu helfen. Dabei wurde er von einem Italiener mit einem Messer am Oberarm verletzt. Durch heftigen Blutverlust starb das Opfer eine Woche später. Täter wollte das Messer entsorgen, das aber gefunden und dem Täter zugeordnet wurde. Schwurgerichtsverhandlung gegen Felice Pivirotto aus Belluno am 24.6.1876. Notwehr wurde tw. anerkannt, daher 2,5 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 40; Schwurgerichtsverhandlung gegen Giacomo del Fabro (25 Jahre), Steinmetz aus Udine, am 20.9.1876. Geriet in einem Gasthaus mit italienischen Kollegen gegen heimischen Bauernburschen in Streit. Opfer veranlasste die Entfernung der Italiener aus der Gaststube. Am Heimweg wurde er vom Täter angegriffen und mit einem Steinschlegel am Rücken tödlich verletzt. Urteil: 3 Monate (!?) strenger Arrest.
Alter: [unklar]; Ein unbekannter Mann schoss sich in der Langkampfener Au eine Kugel in den Kopf. Bauernknecht wollte helfen, wurde aber vom Sterbenden noch erschossen. Später erkannt als ein jüdischer Bankangestellter aus München.
Alter: 34; Bauernsohn geriet in einem Wirtshaus mit dem Schmiedgesellen Franz Schmid in Streit. Am nächsten Morgen wurde Kendlinger tot am Dorfrand aufgefunden. Wies eine tiefe Stichwunde in der Lunge auf. Alles deutete auf eine gegenseitige Messerstecherei hin. Schwurgerichtsverhandlung gegen Franz Schmid am 23.12.1876. Urteil: 4 Monate schwerer Kerker.
Alter: 37; Korbmacher, wurde in seinem Haus bei einem Streit mit einem Messer mehrfach getroffen. Starb an den Verletzungen. Schwurgerichtsverhandlung am 28.12.1876 gegen Sebastian Schwaiger (50 Jahre), Wurzelgraber aus St. Johann. Wurde zu 6 Jahren schweren Kerkers verurteilt.
Alter: [unklar]; Mann erschlug seine Ehefrau mit einer Hacke. Galt als geistig verwirrt, wurde der Gendarmerie übergeben. Nicht in den
Alter: [unklar]; Ein unbekannter Mann schoss sich in der Langkampfener Au eine Kugel in den Kopf. Bauernknecht wollte helfen, wurde aber vom Sterbenden noch erschossen. Später erkannt als ein jüdischer Bankangestellter aus München.
Alter: 21; Beziehungstragödie. Artillerist und ein Mädchen aus Leifers zogen nach Innsbruck, wo sie bei einer Verwandten lebten. Als ihnen nahegelegt wurde, dass sie nicht mehr bleiben konnten, fuhren sie nach Kundl. In beiderseitigem Einvernehmen erschoss der Bursche zuerst das Mädchen und anschließend sich selber.
Alter: 23; Beziehungstragödie. Artillerist und ein Mädchen aus Leifers zogen nach Innsbruck, wo sie bei einer Verwandten lebten. Als ihnen nahegelegt wurde, dass sie nicht mehr bleiben konnten, fuhren sie nach Kundl. In beiderseitigem Einvernehmen erschoss der Bursche zuerst das Mädchen und anschließend sich selber.
Alter: [unklar]; Schwurgerichtsverhandlung gegen Josef Wieser (25 Jahre) aus Schwaz am 12.12.1877 wegen Totschlag. Urteil: 2 Jahre schwerer Kerker. Ort und Datum nicht angegeben.
Alter: 56; Bauernknecht, wurde in der Nähe der Gruber-Kapelle tot aufgefunden. Wies tödliche Kopfverletzungen aus, was auf einen Mord hinwies. Schwurgerichtsverhandlung am 13.6.1878 gegen Abraham Rachl (21 Jahre) aus Bayern. Wurde als Täter erkannt. War Knecht bei einem Bauern in Kitzbühel. Hatte am Heimweg in der Nacht das Opfer bei der Gruberkapelle mit einer Zaunlatte erschlagen und beraubt. Hatte schon zahlreiche Vorstrafen. Urteil: Tod durch den Strang.
Alter: [unklar]; Schwurgerichtsverhandlung gegen Josef Flir (22 Jahre), Bauer in Karrösten bei Imst. Wurde wegen Totschlages zu 7 Jahren schweren Kerkers verurteil (Innsbrucker Nachrichten 21.3.1878, 6)
Alter: [unklar]; Tagelöhner, wurde schwer verletzt am Weg nach Hause aufgefunden. Starb kurze Zeit nach der Bergung. Hatte mehrere Messerstiche und Schlagverletzungen. Verdächtigt wurde sein Bruder Sebastian. Schwurgerichtsverhandlung gegen Sebastian Schätzer (40 Jahre) am 2.10.1878. Urteil: 7 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 75; Der Bauernsohn Johann Kreuzer (38 Jahre) erwürgte seine Mutter, weil sie sich weigerte, ihm Geld zu geben. Dazu versetzte er ihr mehrere Schläge mit einem Hammer auf den Kopf. Sein bettlägriger Vater (84 Jahre) musste die Tat miterleben und starb 5 Tage später. Schwurgerichtsverhandlung gegen den Täter am 6.3.1879. War früher schon vielfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Versuchte mehrfach seine Eltern schlecht zu reden. Vernichtende Kritik in der Zeitung. Urteil: Tod durch den Strang. Tatsächlich vollstreckt am 19.4.1879.
Alter: crika 35; Vorerst unbekannter Mann wurde auf der Straße tot aufgefunden. Wies eine tiefe Stichwunde auf. Wurde erkannt als Schiffsknecht am Inn aus Eichelwang bei Kufstein. Schwurgerichtsverhandlung gegen Josef Angelberger (33 Jahre) am 11.12.1879. Am Heimweg provozierte das Opfer den Täter, worauf ein Ringkampf ausbrach. Mit im Spiel war zuletzt ein Messer, mit dem das Opfer tödlich verletzt wurde. Urteil: 1 Jahr schwerer Kerker.
Alter: 38; Bötin, wurde ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden. Starb an einen Schuss in den Kopf aus nächster Nähe. Schwurgerichtsverhandlung gegen Ferdinand Mariacher (64 Jahre) am 23.9.1881. Nach dem Mord wurden zahlreiche Verdächtige verhaftet, die sich aber als haltlos erwiesen. Erst am 15.2.1880 wurde ihr Onkel Ferdinand verhaftet, aber auch ihm konnte zuerst nichts nachgewiesen werden. Mehrere Zeugen gaben widersprüchliche Aussagen ab, sie wurden dazu anscheinend von Verwandten gedrängt. Am 26.4.1881 erfolgte eine neuerliche Verhaftung. Täter leugnete bis zum Schluss. Urteil: Tod durch den Strang. Später vom Kaiser begnadigt zu 20 Jahren schweren Kerkers (Innsbrucker Nachrichten 22.11.81, 4)
Alter: 56; Italienischer Arbeiter, geriet am 19.10. mit einem Landsmann in Streit. Dieser warf dem Opfer zuletzt eine brennende Petroleumlampe auf den Körper. Es erlitt dabei schwere Brandwunden, an denen es 5 Tage später im Spital verstarb. Schwurgerichtsverhandlung gegen Josef Graupp (24 Jahre), Tagelöhner aus Primiero. Urteil: 3 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 33; Hausierer aus Belluno. Wurde in der Nacht am 24.1. durch Bajonettstiche schwer verwundet. Starb daran 4 Tage später im Spital. Verdächtigt wurden Soldaten. Daten aus dem Anzeigenteil.
Alter: 60; Frau wurde mit schweren Kopfverletzungen auf der Straße nach Stans gefunden. Verdacht auf Mord. Starb kurze Zeit später im Spital.
Alter: 70; Schwurgerichtsverhandlung gegen Franz Jenewein (52 Jahre), Holzarbeiter, am 8.6.1881. Opfer kam am 15.4. in die Wohnung des Täters und forderte eine Arbeit bei einem Wasserkanal ein. Kamen darüber in Streit, wobei Netzer einen Tritt in den Bauch erhielt. Starb 4 Tage später an den Verletzungen. Täter zeigte große Reue, daher Verurteilung nur zu 1 Jahr schweren Kerkers.
Alter: 24; Gerichtsverhandlung gegen Johann Schennach (25 Jahre), Hufschmied und Bruder des Opfers am 9.6.1881. Wurde beschuldigt, seinen Bruder mit einem Messer erstochen zu haben. Hatten gemeinsam ihren kleinen Besitz verprasst, deswegen kam es immer wieder zum Streit. Der Mord erfolgte schließlich unter schwerem Alkoholeinfluss. Urteil: 12 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 34; Schwurgerichtsverhandlung gegen Eduard Schiffer (27 Jahre), Bauer aus Elbingenalp am 12.6.1881. Am 15.5. wurde Vieh von Elbingenalp nach Stanzach getrieben. Am Heimweg kehrten die Burschen in mehrere Wirtshäuser ein. Bei einem Streit wurde dem Opfer ein Stock auf den Kopf geschlagen, danach misshandelte Schiffer das Opfer weiter. Dieses starb an den Verletzungen eine Woche später. Eine Sektion befand den Tod durch die Schläge. Der Täter zeigte sehr reuig, daher nur 1 Jahr schwerer Kerker.
Alter: 27; Arbeiter aus dem Trentino. War mit seinem Freund Dominicus Kurzl (37 Jahre) aus Levico in einem Gasthaus, als wegen der Bezahlung ein Streit ausbrach. Beide verließen das Gasthaus, wo es zu Tätlichkeiten kam. Das Opfer wurde später sterbend aufgefunden. Obduktion ergab Tod durch Schläge auf den Kopf. Schwurgerichtsverhandlung gegen Dominicus Kurzl, Tagelöhner, am 14.12.1881. Dem Opfer wurde Teilschuld angelastet, daher 2 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 44; Das Opfer versuchte seinen Freund, der durch das Dorf tobte, zu besänftigen. Doch der schlug ihm einen Gewehrkolben auf den Kopf, der ihn tödlich verletzte. Der Tobende wurde ins Irrenhaus nach Hall gebracht. Täter starb in der Irrenanstalt 9 Tage später an Hirnhautentzündung.
Alter: 29; Wurde von Josef Goriup, einem Arbeiter beim Tunnelbau am Arlberg, durch Stiche verletzt, an denen sie am nächsten Tag verstarb. Tatmotiv dürfte Eifersucht gewesen sein. Täter flüchtete, wurde aber am 25.1. gefasst. Schwurgerichtsverhandlung gegen Josef Goriup (26 Jahre), Tagelöhner aus Görz, am 16.3.1881. Leugnete bis zum Schluss seine Tat. Urteil: Tod durch den Strang. Wurde vom Kaiser zu einer 20-jährigen Kerkerstrafe begnadigt.
Alter: 41; Bauer aus Obernberg war mit seiner Geliebten bei einem Spaziergang. Wurde von einem Burschen (Josef Graßl) überfallen und mit einem Knüppel tödlich verletzt. Eifersucht soll nicht das Tatmotiv gewesen sein. Schwurgerichtsverhandlung gegen den Bauernsohn Josef Graßl (24 Jahre) aus Gries/Brenner am 14.6.1882. Die Frau war Nichte des Täters. Zeigte sich reumütig. Urteil: 2,5 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 71; Wurde mit schweren Kopfwunden im Stall aufgefunden. Starb wenige Stunden später. Obduktion ergab einen gewaltsamen Tod. Verdächtigt wurde sein Mitbewohner, der einen Pflegevertrag für ihn hatte. Schwurgerichtsverhandlung am 25.9.1882 gegen Zacharias Friedl (55 Jahre). Sollte für die Pflege des Opfers ca. 1200fl nach seinem Tod erhalten. Wurde nun des Mordes bezichtigt. Leugnete alles bis zum Schluss, aber die Indizien sprachen gegen ihn. Urteil: Tod durch den Strang. Später vom Kaiser zu 20 Jahren schweren Kerkers begnadigt (BZ 22.11.82, 3)
Alter: 47; Gutsbesitzer, seine Leiche wurde in einem Wasserkanal gefunden. Die Obduktion ergab, dass das Opfer tödliche Schlagverletzungen am Kopf aufwies, dazu fehlten alle Wertgegenstände.
Alter: 33; Arbeiter aus dem Trentino beim Bau der Arlbergbahn. Wurde bei einer Rauferei von einem Landsmann mit einem Messer im Unterleib schwer verletzt. Starb wenige Stunden später im Spital.
Alter: 22; Der Bahnarbeiter geriet am 1.10. mit Tobias Gritsch in Streit. Artete in Tätlichkeiten aus. Rang das Opfer nieder und versetzt ihm mehrere Messerstiche, die zuletzt tödlich waren. Starb daran 9 Tage später. Täter stellte sich daraufhin selbst der Gendarmerie. Schwurgerichtsverhandlung gegen Tobias Gritsch (40 Jahre), Tagelöhner, am 11.12.1882. Wurde zu 6 Jahren schweren Kerkers verurteilt.
Alter: 18; Schriftsetzer aus Wien gab vor, seine Braut in Innsbruck abzuholen. Am Abend begleitete er die Näherin zu ihrer Wohnungstür und gab unvermutet einen Revolverschuss gegen sie ab. Danach erschoss er sich selber. Die Gründe der Tat sind unbekannt. Mädchen verstarb an ihren Verletzungen einen Tag später.
Alter: 20; Schriftsetzer aus Wien gab vor, seine Braut in Innsbruck abzuholen. Am Abend begleitete er die Näherin zu ihrer Wohnungstür und gab unvermutet einen Revolverschuss gegen sie ab. Danach erschoss er sich selber. Die Gründe der Tat sind unbekannt. Mädchen verstarb an ihren Verletzungen einen Tag später.
Alter: 47; Bei einem Hochzeitsbrauch wurden alkoholische Getränke konsumiert. Bei einem Streit wurde das Opfer niedergeschlagen und mit Fußtritten traktiert. Starb daran einen Tag später.
Alter: 24; Streit unter italienischen Arbeitern am Tunnelbau artete aus. Das Opfer wurde in der Unterkunft erstochen. Schwurgerichtsverhandlung gegen Giovanni Scardanzan aus Belluno (30 Jahre), Maurer am 13.3.1883. War durch mehrere Kollegen zuvor gereizt worden. Wollte Ruhe stiften und schlug mit seiner Lampe u.a. auf den Täter ein. Dieser zog ein Messer und verletzte das Opfer am Oberschenkel. Dieses starb an Verbluten. Urteil: 3 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 43; 2 Arbeiter gerieten in ihrem Quartier in Streit, wobei das Opfer durch einen Schlag auf die Schläfe verstarb. Schwurgerichtsverhandlung gegen Sebastian Oberschmied (57 Jahre) am 12.6.1883. Beide arbeiteten beim Bahnbau. Waren in einer Unterkunft im gleichen Zimmer untergebracht. Kamen immer wieder in Streit, so auch beim Tattag. Opfer bekam mehrere Schläge gegen den Kopf, an denen er Stunden später verstarb. Wegen zahlreicher Milderungsgründe zu 1 Jahr schweren Kerkers verurteilt.
Alter: 17; 2 Bauernburschen gerieten in Streit und begannen vor dem Hof zu raufen. Dabei wurde das Opfer von Wolfgang Kahn mit einem Messer attackiert und tödlich verletzt. Schwurgerichtsverhandlung gegen Wolfgang Kahn (19 Jahre) aus Kirchbichl am 15.12.1883. Täter provozierte mehrfach Gäste in einem Gasthaus. Zuletzt forderte er das Opfer auf, mit ihm vor der Tür zu raufen. Dabei wurde ihm ein Messer in die Brust gestoßen. Starb kurz darauf. Urteil: 4 Jahre schwerer Kerker, ein Antrag auf Notwehr wurde abgewiesen.
Alter: 24; Schwurgerichtsverhandlung gegen Anton Pregel (32 Jahre), Schmied aus Krain, am 12.12.1883. Streit in einem Gasthaus am 8.9. zwischen Italienern und Schweizern in Angedair. Täter versetzte einem Schweizer einen Stich in die Brust. Wurde ins Spital überführt, wo er 3 Tage später verstarb. Urteil: 6 Jahre schwerer Kerker.