Alter: [unklar]; Wirt des Gasthofes „Katzbach“ wurde zu Weihnacht 1860 von einem Burschen niedergeschlagen, als er ihn zur Ruhe mahnte. Starb 15 Tage später.
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Alter: [unklar]; Wirt des Gasthofes „Katzbach“ wurde zu Weihnacht 1860 von einem Burschen niedergeschlagen, als er ihn zur Ruhe mahnte. Starb 15 Tage später.
Alter: 26; Fuhrknecht wurde in der Nähe der Hl-Geistkirche erstochen aufgefunden. Verletzungen anscheinend nach einer Rauferei.
Alter: 38; Riederbergbauer in Matreiwald. Wurde mit tödlichen Stichwunden aufgefunden. Tatverdächtige wurden verhaftet. Am 24.3.1871 wurde Josef Schmölzer, ein Wirt aus Matrei (29 Jahre) wegen Mordes angezeigt. Verhandlungsergebnis in Innsbrucker Nachrichten 27.3.71, 5: Ausgang war ein Streit im Rosenwirtshaus in Matrei unter Alkoholeinfluss. Täter folgte dem Opfer beim Nachhauseweg und stach ihn nieder. Wurde zum Tode durch den Strang und 400fl Strafzahlung an die Witwe verurteilt.
Alter: 28; Streit unter 2 Brüdern im „Gidihäuschen“ an der Ellbögnerstraße in Pfons. Der jüngere versetzte dem älteren mehrere Messerstiche, die letztlich tödlich waren. Bevor dieser starb konnte er allerdings auch den Angreifer tödlich verletzen. Tatsächlich 2 Getötete?
Alter: 4; Schneidermeister aus dem Pustertal stammend, tötete seine beiden Kinder in seiner Wohnung in Mühlbachl, indem er ihnen die Hals durchschnitt. Wollte sich und seine Frau anschließend auf die gleiche Weise töten, konnten aber daran gehindert werden.
Alter: 1.5; Schneidermeister aus dem Pustertal stammend, tötete seine beiden Kinder in seiner Wohnung in Mühlbachl, indem er ihnen die Hals durchschnitt. Wollte sich und seine Frau anschließend auf die gleiche Weise töten, konnten aber daran gehindert werden.
Alter: 55; Bauer in Mützens (Klausnerhof – Steinach?) misshandelte mehrfach seine Frau und die Kinder, v.a. nach zahlreichem Alkoholgenuss. Bei einem solchen Exzess bedrohte er wieder alle Familienmitglieder (u.a. 13 Kinder!), wobei ein Sohn (19 Jahre) ein Holzscheit ergriff und es dem Vater auf den Kopf schlug. Erlitt dabei tödliche Verletzungen. Schwurgerichtsverhandlung gegen Franz Schafferer (19 Jahre) am 21.6.1898. Wollte einen Streit Vater – Mutter schlichten. Wurde von Vater mit Steinwürfen tätlich angegriffen. Nahm ein Scheit vom Meiler und schlug es dem Vater auf den Kopf. War tödlich. Urteil: Freispruch
Alter: 42; Geriet am 21.12. mit seinem Schwager in Streit, der ausartete. Wurde mit einer Schaufel attackiert, er starb an den Verletzungen 2 Tage später. Schwurgerichtsverhandlung am 15.3.1899 gegen Alois Lublasser. War Schwager des Opfers. Ursache waren familiäre Probleme. Urteil: 3 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 52; Sattler, ging mit seinen Söhnen und anderen Bekannten am 15.11. nach einem Gasthausbesuch von Statz (Mühlbachl) nach Hause. Alfons Schrott aus Matrei/Brenner (Fabriksarbeiter, 25 Jahre) folgte ihnen. Es kam zu Sticheleien bei dem Schrott dem Opfer ein Messer in den Unterleib stieß. Ging danach aber noch nach Hause und starb erst nach 8 Tagen. Urteil in Innsbrucker Nachrichten 15.12.00, 4: 2 Jahre Kerker und 4000K an die Witwe wegen der 9 unmündigen Kindern. Erwähnung in Tiroler Volksbote 13.12.00, 10.
Alter: 22; Belästigte mit anderen Kollegen Fahrgäste am Bahnhof. Wurde durch einen Messerstich ins Herz getötet. Auch Franz Gritsch, als Zimmermann in Innsbruck beschäftigt, erlitt schwere Stichwunden. Gerichtliche Untersuchungen muss Tatgeschichte klären. Tiroler Volksbote 5.8., 8: bezeichnet Kolb als gewalttätigen Burschen. Große Beteiligung des Matreier Stemmclubs bei seiner Beerdigung!
Alter: 63; In Mützens, am Weg zur Maria Waldrast wurde die „Hutter-Krumpe“ ermordet und beraubt. Galt als geizig aber wohlhabend. Täter noch unbekannt, kannte sich aber anscheinend im Haus aus. Tödliche Verletzungen am Kopf, alle Kästen durchwühlt. Im letzten Jahr wurde sie zu 200K Strafe verurteilt, da sie das Vieh im Stall vernachlässigt hatte. Mehrere Verhaftungen, aber alle ohne Begründung. Anscheinend nie aufgeklärt.
Alter: 48; Bauer in Rinderberg. Verdacht, dass er von seiner Frau Johanna vergiftet wurde. Auffälliger Krankheitsverlauf. Haushund ging nach Verzehr der Essensreste auch zu Grunde. Leiche durfte vorläufig nicht beerdigt werden. Soll mit einem Knecht ein Verhältnis gehabt haben. Später tatsächlich gestanden. Schwurgerichtsverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 2.10.22, 5: Lange Verhandlung mit zahlreichen Zeugen. Zuerst geständig, später Anklage widerrufen. Dennoch klare Indizien. Urteil: 8 Jahre schwerer Kerker.