Alter: 40; Zimmerpolier aus Kärnten, in Hötting wohnhaft. Bei einem Spaziergang mit seiner Frau sprang er unvermutet von der Brücke in den Inn und wurde fortgetrieben. Leiche wurde am 2.6. bei Weer aus dem Wasser geborgen und in Schwaz begraben.
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Alter: 40; Zimmerpolier aus Kärnten, in Hötting wohnhaft. Bei einem Spaziergang mit seiner Frau sprang er unvermutet von der Brücke in den Inn und wurde fortgetrieben. Leiche wurde am 2.6. bei Weer aus dem Wasser geborgen und in Schwaz begraben.
Alter: 56; Großes Freischießen in Innsbruck am Landeshauptschießstand. In der Nähe arbeitete ein Bauer aus Rum auf seinem Feld. Beschwerte sich bei der Leitung, da anscheinend Kugeln knapp bei ihm vorbei fliegen würden. Man glaubte aber genügend Schutz aufgebaut zu haben. Bauer wurde dennoch getroffen und tödlich verletzt. Schießen wurde daraufhin abgebrochen. Gerichtsverhandlung am 21.2.1895 gegen Franz Lutz (38 Jahre), Unterschützenmeister in Innsbruck. Soll das Schießen trotz der Arbeit des Opfers nicht eingestellt haben. Zahlreiche Zeugen waren vorgeladen. Urteil: Freispruch, da er den Bauern auf die Gefahr hingewiesen hatte. Schuldig aber wegen Übertretung der körperlichen Sicherheit. 150fl Strafe zugunsten des Armenhauses in Rum. Finanzielle Forderungen der Familie des Opfers muss am zivilen Wege geklärt werden.
Alter: 68; Wurden tot im Bett in Kohlstatt (Dreiheiligen) aufgefunden. Schuld war eine geschlossene Ofenklappe, wodurch CO Gas ausströmte.
Alter: [unklar]; Infanterist, erschoss sich in einem Abort der Klosterkaserne.
Alter: 38; Vorerst unbekannte Frau wurde am 27.3. in Hall aus dem Inn gezogen. Später identifiziert als Stubenmädchen in Innsbruck. Stammte aus Kärnten.
Alter: 46; Arbeiter im Ferrari-Steinbruch. Wurde von einem rutschenden Steinblock erdrückt.
Alter: 36; Regimentsarzt des Garnisonsspitals aus OÖ. Trug wegen einer Ehrenbeleidigung in der Militär-Reitschule ein Pistolenduell mit dem Oberleutnant Franz Teucher der Sanitätstruppe aus. Standen sich 20 Schritte entfernt gegenüber. Wurde vom Schuss des Gegners in den Kopf getroffen und war sofort tot. Langer Artikel auch in der BC 29.12.1893, 6.
Alter: 67; Wurden tot im Bett in Kohlstatt (Dreiheiligen) aufgefunden. Schuld war eine geschlossene Ofenklappe, wodurch CO Gas ausströmte.
Alter: 18; Bursche fuhr mit 2 Mädchen auf einer Rodel in Arzl. Durch ein Hindernis wurden beide Mädchen von der Rodel geschleudert, eines erlitt dabei tödliche Verletzungen.
Alter: 21; Spazierte mit einem Kollegen Richtung Weiherburg. Bei Mühlau lag eine durch den Neuschnee gerissene Stromleitung über dem Weg. Opfer wollte den Draht von der Straße bringen. Geriet in die elektrische Spannung und konnte sich nicht mehr befreien. Sein Kollege konnte ihm nicht helfen, da er selber elektrisiert wurde. Erst sehr spät konnte der Strom abgeschaltet werden – zu spät für das Opfer. Redakteur glaubt, dass dies der erste Unfall mit Elektrizität war. Gerichtsverhandlung gegen Karl Heinrich (stellvertretender Direktor des Elektrizitätswerkes), Michael Rosenberg (Chefmonteur) und Wenzel Werner (Betriebsleiter) am 7.6.1894. Es wurde ihnen stark fahrlässige Aktionen vorgeworfen. Aufwand fast wie bei einem Schwurgerichtsfall mit 23 Zeugen und Verhandlungen über 5 Tage. Urteile: 1 Monat Arrest – 4 Monate Arrest – Freispruch.
Alter: 26; Bürstenmacher. Tod durch Erschießen.
Alter: 56; Näherin.
Alter: 24; Pharmaziestudent aus Salzburg, erschoss sich in seiner Wohnung aus unbekannten Gründen.
Alter: 22; Medizinstudent aus Wien, gesundheitliche Probleme. Erschoss sich unterhalb des Viller Weges.
Alter: 14; Malergehilfe, War mit Abschlussarbeiten für die Landesausstellung beschäftigt. Sollte unterm Dach Dichtungen anbringen. Dabei rutschte er von einem Gerüst und stürzte ca. 17m in die Tiefe. Erlitt tödliche Kopfverletzungen. Stammte aus OÖ.
Alter: 6; Stürzte beim Prügelbau von einem Floß in den Inn und konnte erst beim Löwenhaus geborgen werden. War bereits ertrunken.
Alter: 27; Hilfsarbeiter aus Zirl, fiel bei einem Neubau 3 Stockwerke in die Tiefe und erlitt tödliche Verletzungen.
Alter: 35; Wurde im Wald in der Nähe des Bretterkellers erhängt aufgefunden. Erst später identifiziert als Pflegling der Psychiatrie in Hall.
Alter: 36; Frau des Holzhändlers Alois Bader. Hatte ihren Mann wiederholt verlassen. Beim letzten Mal holte er sie wieder zurück, begann aber bald wieder mit ihr zu streiten. Im Affekt stach er ihr ein Messer in die Brust, wobei die Verletzung tödlich war. Wollte sich anschließend auf ähnliche Weise selber töten. Schwurgerichtsverhandlung gegen Alois Bader (54 Jahre) am 8.6.1893. War schon 18x vorbestraft! Hatte schon mehrfach seine Frau misshandelt. Diese wollte ihn nun verlassen und suchte nach Arbeit. Wurde vom Täter in Hall abgeholt, wobei sie bis Innsbruck in mehreren Gasthäusern einkehrten und viel Alkohol tranken. Zu Hause eskalierte der Streit von neuem, wobei es zum Mord kam. Täter machte danach halbherzige Selbstmordversuche. Urteil: 8 Jahre schwerer Kerker. Nach dem Urteil sprang Bader im Gefängnis vom 2. Stockwerk in die Tiefe und erlitt tödliche Verletzungen (9.6.)!
Alter: 26; Bürstenmachergehilfe aus Troppau. Erschoss sich am Villerweg.
Alter: 37; Finanzwachbeamter. Vergiftete sich mit Blausäure.
Alter: 33
Alter: 45; Brauereiarbeiter. Wollte mit Kollegen in Büchsenhauen ein großes Fass von einem Stapel heben. Durch die Feuchtigkeit entglitt es ihnen, wobei das Opfer darunter zum Liegen kam. Wurde ins Spital gebracht, wo er allerdings kurz darauf starb.
Alter: 45; Zimmermannsgehilfe, in Hötting wohnhaft. Wurde an seinem Arbeitsplatz in Wilten erhängt aufgefunden. Zuständig anscheinend die Bezirkshauptmannschaft in Reutte.
Alter: 54; Mörder seiner Frau am 19.2. Wurde vom Schwurgericht zu 8 Jahren schweren Kerkers verurteilt. Im Gefängnis stürzte er sich vom 2. Stockwerk in die Tiefe und war sofort tot.
Alter: [unklar]; Kaiserjäger, aus Vorarlberg stammend. Erschoss sich in der Klosterkaserne mit seinem Dienstgewehr.
Alter: 34; Eheleute wurden seit 2 Tagen vermisst. Bei einer Nachschau in ihrer Wohnung in Dreiheiligen fand man beide mit Erstickungserscheinungen. Mann war bereits tot, Frau starb 7 Tage später. Schuld war eine geschlossene Ofenklappe, wobei CO-Gase austraten. Tod der Frau schon am 28.1. bekannt gegeben, am 30.1. allerdings wieder revidiert.
Alter: 65; Bauer, wurde von einem kollernden Stein getroffen und getötet.
Alter: [unklar]; Einjährig-Freiwilliger bei den Kaiserjägern aus Ungarn. Schoss sich in seiner Privatwohnung eine Kugel in den Kopf.
Alter: 34; Eheleute wurden seit 2 Tagen vermisst. Bei einer Nachschau in ihrer Wohnung in Dreiheiligen fand man beide mit Erstickungserscheinungen. Mann war bereits tot, Frau starb 7 Tage später. Schuld war eine geschlossene Ofenklappe, wobei CO-Gase austraten. Tod der Frau schon am 28.1. bekannt gegeben, am 30.1. allerdings wieder revidiert.
Alter: 35; Maurer, war anscheinend Schlafwandler. Stürzte bei einer Aktion in der Nacht vom 2. Stock ab und starb 2 Wochen später im Innsbrucker Spital an den Verletzungen.
Alter: [unklar]; Infanterist der 5. Kompanie. Erschoss sich beim Wachtdienst mit seinem Gewehr.
Alter: [unklar]; Geistliche Schwester, arbeitete in der Irrenanstalt als Betreuerin der Kranken. Wurde von einem Kranken angefallen und mit Füßen und Gegenständen verletzt. Wurde zu spät gerettet, starb an den schweren Kopfverletzungen.
Alter: 46; Maurer aus Hötting. Stürzte von einem Gerüst beim Bau des Pathologischen Institutes in Innsbruck und erlitt tödliche Kopfverletzungen.
Alter: 41; Ehemals wohlhabender Bauer in Lans, hatte abgewirtschaftet und wurde Alkoholiker. Dürfte im berauschten Zustand am Paschberg abgestürzt sein.
Alter: 47; Leiche wurde bei einem Steinbruch gefunden. Hatte sich anscheinend vergiftet. Identifiziert als Postbeamter.
Alter: 28; Schriftsetzer in einer Buchdruckerei. Schwermütig, erschoss sich mit einem Revolver.
Alter: [unklar]; Korporal der Landesschützen zu Pferd. Erschoss sich mit seinem Dienstrevolver aus unbekannten Gründen.
Alter: 26; Monteurgehilfe, wurde im Keller eines Hauses in der Anichstraße tot aufgefunden. War mit der Installation von elektrischen Leitungen beschäftigt. Todesursache zuerst unklar, Obduktion bestätigte die Vermutung! Erster Stromtoter in Tirol?
Alter: 47; Knecht aus Mühlbachl im Wipptal. War in Arzl/Innsbruck beschäftigt und wurde längere Zeit vermisst. Seine Leiche wurde am 3.5. in Strass aus dem Inn gezogen und im Ortsfriedhof begraben.
Alter: [unklar]; Oberjäger des 1. Kaiserjägerbataillons. Erschoss sich im Magazin.
Alter: 4; Kind eines k.u.k. Hauptmannes spielte am Balkon im 2. Stock, von dem er auf die Straße stürzte. Erlitt so schwere Verletzungen, dass er nach ein paar Stunden verstarb.
Alter: 16; Sohn eines Maurermeisters in der Höttingerau. War mit 2 Kollegen in der Kranebitter Klamm Platenigel suchen. Wurde von einem fallenden Stein am Kopf getroffen und erlitt tödliche Verletzungen.
Alter: [unklar]; Sanitätsleutnant. Als ihn sein Bursche wecken wollte, fand er ihn mit geöffneten Pulsadern tot auf.
Alter: 26; Kanzleischreiber (Comptoirist). Erschoss sich aus unbekannten Gründen.
Alter: 33; Bahnarbeiter, geriet beim Verschubdienst unter einen Waggon und wurde überrollt. Starb an den schweren Verletzungen im Krankenhaus.
Alter: 30; Wachszieher, geistig verwirrt. Stammte aus Flaurling. Tod durch Erhängen.
Alter: [unklar]; Infanterist des 11. Regimentes. Stammte aus Böhmen. Erhängte sich im Krankenzimmer.
Alter: 8; Fiel bei der Gärberbacher Brücke beim Holzsammeln in die Sill und ertrank. Sein älterer Bruder wollte ihn retten, was aber nicht gelang. Sein Vater fand die Leiche in der Sillschlucht.
Alter: 23; Gerüst in der Bürgerstraße stürzte ein und riss 5 Arbeiter mit. Opfer aus Schwaz wurde dabei getötet.