Das Kreisamt Oberinntal teilt über das Pflegamt Vils der Bürgerschaft mit, daß aus dem Kloster Reutti ein Franziskaner zu einem Frühmesser nach Vils versetzt werden darf, da wegen der vielen Handelsleute auf der dort durchziehenden Kommerzstraße ein weiterer Priester nötig sei. Dazu darf ein entbehrliches Benefizium mit einem Zinsertrag von 40 Gulden (aus dem Kapital des Lukas Gech) und eine Beihilfe der Bürgerschaft von 35 Gulden herangezogen werden. Dem Franziskaner stehen eine freie Wohnung und 200 Stiftmessen aus dem Religionsfond zu.
Georg Falger, Stadt- und Landrichter der Herrschaft Kizbühl, publiziert aus dem Gerichtsprotokoll einen Vergleich zwischen den Viertlem Sebastian Koidl zu Oberhausen, Hans Hechenperger zu Panzlen im Jochberger Viertl, Stefan Hechenperger zu Gundhabing und Lorenz Hörl zu Zimmerau im Reither Viertl, Wolfgang Sinnesperger zu Walsenpach im St. Johanner Viertl, Christian Gldller zu Reithamb im Kürchdorfer Viertl, Georg Koidl im Pillerseer Viertl, Kaspar und Georg Losserer im Kössner Viertl mit dem Wirt Franz Voglsanger, Gastgeborenezu St. Johannes, wegen offener Marschkosten und unbezahlter Zehrungskosten. Die Gutmachung beläuft sich auf über 1300 Gulden und ist vielfältig bezeugt. Man einigt sich, die Kosten in drei Raten zu genannten Terminen zu vergüten. Siegler: Der Aussteller
Herzog Friedrich IV. von Osterreich bestätigt, daß im Kampf gegen das Herzogtum Bayern, welches das Inntal mit Raub und Brand überzogen hat, Herzog Ernst aus der Steiermark zu Hilfe kam. Auch die Bürger der Stadt Hall standen ihm bei und lagen unterhalb von Tratzberg zu Felde. Dadurch konnten letztendlich die Feinde vertrieben werden. Als Dank dafür bestätigt er der Stadt Hall alle ihre bisherigen Privilegien und Freiheiten.;
Siegler: Friedrich IV.
Martin Rechenauer, Metzgermeister zu Hopfgarten, erhebt gegen den ausländischen Christian Reperschne beim Landesfürsten Einspruch, weil dieser gegen alle Befugnis das Vieh aufkaufe und dadurch die Lebensmittel schmälere. Worauf der Pflegsverwalter von Ytter Georg Theobald Rottmayr mit weiteren Erhebungen beauftragt wird.
Steuervorschreibung
Mund- und Pferdeportionen, welche die Kompanie unter Oberstleutnant Karl (?) von Stangen des kaiserlich Sachsen-Weimar’sehen Fußregiments während der Einquartierung im Gericht Ehrenberg beanspruchte. Insgesamt werden im Oktober für genannte Truppenteile 940 Mundportionen, 48 Pferdeportionen und 27 Wagenfuhren verrechnet.
Protokoll zum Kässonntag.
Alter: 28; Dienstmagd, ertrank im Gerlosbach. Ihre Leiche wurde aus der Zillertaler Ache geborgen.
Lienhart Rechl inger , Spitalmeister zu Lienz, übergibt mit Wissen des Stadtrichters zu Lienz, Ernst Offen, dem Valtein Mair 'unnderm alba' zu Patriarchsdorff das Baurecht über ein Stück Acker im Landgericht Lienz am Tottenberg gelegen, das freies Eigen ist, um 11 1/2 fl Rh. Der Zins beträgt 90 Kreuzer. Mair besitzt das Vorkaufsrecht; die 11 1/2 fl werden dann von der Kaufsumme abgezogen. Siegler: Cristoff, Stadtrichter Zeugen: Anndre Vasolt, üelrich Wachinger, Hanns Stoberl, Bürger zu Lienz
Jakob Rudig, Dorfvogt, und die Vierer Matthäus Röcher, Christian Turner, Georg Zangerl und Josef Zircher verkaufen namens der Gemeinde Zams dem Mitnachbarn Matthias Fadumb 1/3 vom Haus, Hof, Stadel, Stall, Frühgarten und Baumgarten im Oberdorf, welches der Käufer und Marcella Zangerl zu 2/3 besitzen, um 34 Gulden Die Gemeinde hat das Drittelhaus von den Fröchischen Erben vor etlichen Jahren an sich gebracht. Der Hausanteil ist durch eine Jahrtagsstiftimg in gleicher Höhe belastet, welche der Käufer an Johann Zangerl zediert, was ihm die Gemeinde quittiert. Außer 4 kr Jahrtagsstift an das Pfarrwidum ist das Haus frei und eigen. Der Käufer übernimmt den Anteil unter der Bedingung, daß er die Feuerstelle in der Küche bis Georgi 1759 abträgt, da die Feuerstättengerechtigkeit (derzeit vom Bestandsmann Ambros Trögt unverzinslich genutzt) auf das gemeindeeigene Zollhaus! übertragen wird. Die Einhaltung dieser Vereinbarung gelobt Matthias Fadumb dem Johann Josef 1-Ioler, Gastgeboreneund Anwalt. Zeugen: Christian Rudig, Josef Neuner, Balthasar Zangerl, Jakob und Matthias Greil Unterschriften des Dorfvogts und der Vierer
Sammelposition: gedruckte Mobilisierungsverordnung, Rücknahme einer Viehrequirierung, Insurrektionskosten befer, dringliche Aufforderung zur Viehrequirierung, Sistierung einer Viehbestellung für Truppendurchmarsch, Naturalrequirierung für 30.000 französische Soldaten beim Durchmarsch durch Innsbruck.
Konrad Zeller zu Zollerrewt verkauft dem Zechpropst Ulrich Gratt von der größeren Bruderschaft der Stadt Ratenberg fünf lb Berner Kreuzer Meraner Münz ewige Gült, welche auf dem Haus des Christian Selawr, Bürger zu Ratenberg, veranlagt ist. Siegler: Der Aussteller
Jakob Haubtmann d.Ä., Sattlermeister und Bürger von Hall, verzichtet auf die Ausübung seines Gewerbes, damit sein Sohn Jakob Haubtmann d.J. Meister werden kann.
Siegler: Jakob Haubtmann d.Ä. (eigenhändige Unterschrift)
Alter: 53
Alter: 5; Ziehkind des Paul Nothegger. Hielt sich mit seinem Ziehvater während eines Gewitters in einem Stadel bei Bichlbach auf. Dort schlug ein Blitz ein und tötete das Kind, während Nothegger längere Zeit bewusstlos war.
Alter: 62; Geriet bei Martinsbruck in den Inn. Ihre Leiche wurde bei Pfunds aus dem Fluss geborgen.
Alter: 34; Händler aus Hall. Kam am 15.7. einer Aufforderung eines Gendarmen nach Ausweisleistung nicht nach und wollte flüchten. Gendarm schoss ihm nach und traf ihn in der Hüftgegend. Starb 5 Tage später im Haller Krankenhaus.
Alter: 47; Schneiderin in Wilten, hatte familiäre Probleme. Tod durch Einatmen von Leuchtgas.
Alter: 1; Ziehkind, wurde am Hof vermisst. Nach langer Suche fand man seine Leiche am Rechen des Mühlbaches.
Alter: 71; Schuldirektor in Ruhe aus Wien. Wurde seit knapp einem Monat vermisst. Seine Leiche wurde am 21.8. im Platteigraben gefunden. Wollte anscheinend zur Breslauer Hütte absteigen. Verfehlte den Weg und stürzte an die 80m tief ab.
Alter: 17; Viehhirte, stürzte beim Edelweißsuchen am Spielberg tödlich ab.
Alter: 14; Bauerntochter, bastelte sich mit 2 jüngeren Geschwistern ein Floß, mit dem sie in den See fuhr. Wagte sich zu weit hinaus und fiel in den See. Konnte zwar bald geborgen werden, war aber schon tot.
Alter: 30; Wurde seit vielen Tagen vermisst. Ihre Leiche wurde am 18.8. in Bayern aus dem Inn gezogen. Selbstmord wird angezweifelt.
Alter: 41; Witwe, wurde in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Schien sich mit Leuchtgas vergiftet zu haben. Tatsächlich gab es Zweifel, da sie sich nie schwermütig gab. Verdächtigt wurde ihr Bräutigam, der Versicherungsbeamte Heinrich Marik aus Hötting (37 Jahre). Dieser gestand schließlich die Tat, weil er als Universalerbe eingesetzt wurde. Zusätzlich gab er zu, 1931 in Graz seine damalige Braut Marie Seidl (25 Jahre) ermordet zu haben. Verantwortlich war er auch am Selbstmord eines Mädchens, der er die Ehe versprochen hatte, obwohl er verheiratet war. (Bucher 1920, sprang in den Inn – nicht in den Aufzeichnungen?). Gerichtsverhandlung ab 5.10.36: Marik plädierte auf gemeinsamen Selbstmord. Urteil am 12.10.36 gefällt: Tod durch den Strang wegen 2-fachen Mordes und Morddrohung gegen seine Frau in Graz 1929! Tatsächlich vollstreckt?
Veit Kartennaller am unteren Egg im Tal Stubai stellt der Waldaufstiftung einen Revers über den halben Traxlhof aus, den er von seiner Base Margreth Pircher, Witwe des Veit Voldauer, gekauft hat.
Siegler: Franz Högwein, Stadtrichter von Hall Siegelbitte: Michael Pirckhl, Stadtschreibereibedienter
Zeugen: Josef Mader, Ratsdiener von Hall; Christof Schrof, Stadtschreibereibedienter
Alter: 45; Frau eines Händlers aus Schwaz. Ihre Leiche wurde am Innufer aufgefunden und im Ortsfriedhof begraben.
Alter: 11; Schüler aus Wattens, stürzte beim Blumensuchen am Kolsassberg ab. Starb 3 Tage später im Krankenhaus Schwaz an den schweren Verletzungen.
Alter: 4; Kinder spielten in der Küche, während die Eltern am Feld arbeiteten. Ein Mädchen kam dem Feuer zu nahe und ihr Kleid begann zu brennen. Starb bald an den schweren Wunden.
Alter: [unklar]; Tischlermeister, wurde seit 6 Wochen vermisst. Wurde am 10.9. von Hirten auf der Rennalpe erhängt aufgefunden. War schwermütig.
Alter: 26; 2 Südtiroler stürzten im Gebiet des Schlegeistales ab, einer starb an den Verletzungen. Wollten sich der Einberufung ins italienische Militär entziehen.
Alter: 39; Dipl. Ingenieur aus Kufstein. Fuhr nach dem Dienst mit dem Rad nach Hause und wurde dabei von einem Auto erfasst und mitgeschleift. Erlitt tödliche Verletzungen. Wurde in München beerdigt.
Alter: 25; Fabrikarbeiterin, schwermütig. Ihr Mann fand sie in der Wohnung tot auf. Hatte sich mit Leuchtgas vergiftet.
Alter: 233; Elektriker bzw. Spengler aus Hall. Waren auf einer Alpintour aufs Totenkirchl im Wilden Kaiser. Glitten aus und stürzten 35m in die Tiefe. Fotos der beiden in IZ 8.8., 3.
Alter: 25; Elektriker bzw. Spengler aus Hall. Waren auf einer Alpintour aufs Totenkirchl im Wilden Kaiser. Glitten aus und stürzten 35m in die Tiefe. Fotos der beiden in IZ 8.8., 3.
Alter: 72; Oberbichlbäuerin aus Schwendt. Stürzte über die Kellerstiege und zog sich tödliche Verletzungen zu.
Alter: 50; Spitalspfründnerin, schwerhörig. Wollte unvermutet die Straße überqueren und wurde vom Bus zum Schwarzsee überfahren. Starb noch am gleichen Tag an den schweren Verletzungen.
Kaspar Waldreich, kaiserlicher Salzschiffmeister und Bürger von Hall, verkauft dem Jakob Apfalter, Wirt, Gastgeborener und Bürger von Hall, um 1500 Gulden zwei Grundstücke in der Größe von drei Tagbau im 'Weinfeld' von Thaur, die er von Dietrich Aniser, Bierbrauer und Bürger von Hall, seinerzeit erworben hat.
Siegler: Stefan Obinger, Stadtrichter von Hall; Kaspar Waldreich
Zeugen: Matthias Vischer, Eisenverwalter von Hall; Georg Benno Zeissler, Waldmeisteramtsadjunkt von Hall
Alter: 20; Ertrank im Inn. Seine Leiche wurde erst am 22.1.1866 gefunden.
Alter: 21; Wollte sich beim Fällen eines Baumes aus der Gefahrenzone entfernen, stolperte und wurde vom Baum getroffen.
Alter: 53; Sprachlehrerin aus Wien, auf Urlaub in Fügen. Fuhr mit dem Rad Richtung Jenbach, um eine Ferienkind abzuholen. Stürzte dabei und erlitt tödliche Kopfverletzungen.