Ansuchen um Branntweinkonzession
Jakob Poener zu Tarren(t)z und seine Frau Anna sichern dem Peter Wolgfall, Bürger zu Imst, als Kirchpropst des St. Johannes-Gotteshauses daselbst benannte Gülten aus den ihnen zu Erbrecht verliehenen, ehemals im Besitze des Konrad Hegwein befindlichen Gütern zu Tarrenz und zu Enzesbach. Siegler: Veit Kneisl, Richter zu Imst Zeugen: Bastian Schacz, Hanns Pachlechner und Uli Tusch, Bürger zu Imst
Beschwerde der Untertanen von Tanhaimb beim Landesfursten, weil ihnen der Emberger Forstüberreiter Martin Zwerger das althergebrachte Recht verwehre, Füchse, Hasen, Enten, wilde Tauben und andere streichende Vögel zu jagen, obwohl dies im Forstmandat vom 22. Mai 1680 unter bestimmten Umständen (wie sie auf die Beschwerdeführer zutreffen) gestattet sei.
Sammelakten betr. Andräisteuer an den Jochperger Vierteiler Sebastian Haaler 1702, Georgisteuer an Vierteiler Georg Stanger 1707, Steuervorschreibung des Steuereinnehmers Franz Saurwein an die sechs Vierteiler 1707, Kopfsteuerverzeichnis des Adam Lintner für das Kochinger Werchat 1738, Steuerperäquation für Aurach 1752 - 1786, Kopfsteuern des Haslwanter Werchats, des Auracher Werchats und des Henntaler Werchats o. J., Steuerbüchl für die 18 Güter des Haslwanter Werchats und weitere Steuerlisten 1761, Steuerverordnung 1772, Flächenverzeichnis im Viertel Jochberg 1778, Steuersummen aus dem neuen Ka-taster 1779, Steueranlage in den sechs Vierteln 1784, Steueranlagen und Rückvergütungen in den Werchaten des Viertels Jochberg (5 Libelle) 1785, Kommissionsprotokoll in Peräquationssachen 1786, Steuerbereitung des Ehmbacher Wir-tes Josef Lampodinger, Bitte um Steuerrückvergütung, Steuervergleich unter den Viertelausschüssen 1795, Erfassung neu entstandener Baugründe 1795.
Kaiser Leopold erlässt eine Jagdordnung betreffend das Edelwild und die Bekämpfung der schädlichen Tiere wie Wölfe, Bären und Luchse.
Vendls richtet an die o.ö. Regierung die Bitte, an die Obrigkeit zu Laudegg den Befehl zu erlassen, mit der angedrohten Exekution einzuhalten, bis man die notgedrungene Beschwerde gegen die klagende Gemeinde Pruz wegen der 2/3 Judizialkosten im Weidestreit eingebracht habe.
Neue Verordnung wegen des Fleischverkaufs.
Stimmzettel der Volksbefragung über den Neubau der Volksschule 1957
Zonder titelSteuerprotokoll, welches laufend alle Besitzveränderungen festhält und unter der Kat. Nr. die Namen der alten und neuen Eigentümer verzeichnet. Bei Aufteilungen oder Weiterverkauf ist die Aftersteuer oder Teilsteuer an den im Hauptkataster genannten Vorbesitzer zu entrichten.
Vertrag zwischen der Gemeinde Lähn und dem Uhrmacher Jakob Kreuzer wegen Herstellung einer Kirchenuhr für Lähn. Der Uhrmacher muß die Uhr bis Ende Mai im Turm aufstellen und für drei Jahre die klaglose Funktion garantieren. Dafür erhält er von der Gemeinde statt einer Zahlung einen Grund, der ihm vom Ausschuß ausgewiesen wird. Sollte die Uhr in den drei Jahren nicht funktionieren, so hat der Uhrmacher nichts zu fordern und der ausgesteckte Grund fällt an die Gemeinde Lähn zurück. Unterschriften: Kreuzzeichen des Jakob Kreuzer, Mesner Zangerle, Martin Hosp Zeugen: Benedikt Wacker und Simon Zotz
Schuldabtretung für die Bruderlade des Messingwerks Achenrain von Nikolaus, Ursula und Maria Hamberger auf Johann Madersbacher am Achenrain über 300 fl. Siegler: Gerichsstempel und Unterschrift
Liste der requirierten Lebensmittel aus dem Viertl Erl an die bayerische Armee.
Original Pergament 22,5 x 39 cm,Siegel anhangend Rückvermerk: Ulrich Haller 4 kr
Alter: 34; Scheiben- und "Wildschütz". Geriet beim Heuziehen unter einer Lawine.
Ruprecht Wibmer am Stein (Stain) versichert das Heiratsgut seiner Schwiegertochter Ursula Stainer, welche mit seinem Sohn Hans Wibmer verheiratet ist. Sie hat ihr am 9. Dez. 1679 ererbtes väterliches und mütterliches Vermögen von 200 Gulden weiters vier Kühe, 1 Kalb, 6 Schafe, Federbett, Bettgewand, Truhen und Kleidung eingebracht. Dafür hat er für seinen Sohn an Morgengab 25 Gulden und auf das eingebrachte Geld den 3. Pfennig, somit 66 Gulden 40 kr als Widerlag zugesagt. Somit wird ihr Vermögen auf 291 Gulden 40 kr berechnet und auf dem Urbargut am Stein hypothekarisch sichergestellt und verschrieben. Siegler: Wolf Adam Lasser, Pfleger und Amtmann mit Unterschrift Zeugen: Hans Gloggner, Bürger und Schuhmacher zu Matrei und Stefan am Ste(a)in
Inhalt wie Nr. 76 (Abschrift vom 20. Mai 1846).
Peter. Paul, Je ne wein und Thomas Gstyr zu Rifenal (Röienal) auf dem Zammerberg quittieren der Gemeinde Zams. jene 250 Gulden Vergicrchsgeld und 25 Gulden für hl. Messen, somit 275 Gulden bar erhalten zu haben, welche die Gemeinde den Rifenalern laut Vergleich von 1710 schuldete. Siegler: Joseph Anton Spergser von Grünberg, Pfleger zu Landeck Siegelbitte an: Balthasar Grissemann Zeugen: Johannes Prantauer zu Stanz, Veit Tripp, Zimmer meistei zu Perjen (Pryenn)
25.200 Stämme Holzzuteilung durch das Waldamt für die Brunnenleitung
Gesuch der fünf Kinder nach Michael Hölzl um Nachsicht einer verschwiegenen Erbschaftssteuer. Sohn Christian Hölzl hat das Viertlgut Oberkämtner Lehen am 11. Jän. 1740 übernommen und sollte die fünf weichenden Geschwister Stefan, Elisabeth, Magdalena, Maria und Margreth Hölzl auszahlen. Da der Vater noch 12 Jahre nach der Übergabe lebte und die Hausregierung führte, konnte er weiteres Vermögen erwirtschaften, was aus genannten Gründen verschwiegen wurde.
Protokolle über die Einigung der Grasung im Jochbergwald samt Güterzuteilungen. Die alte Ordnung ist nach dem Tod des Schullehrers Josef Gugelberg verloren gegangen. Jährlich werden vom neuen Bergherm die Bedingungen und Strafen für die Grasweide neu festgelegt. Jedem der 13 Güter werden 30 Waldgräser zugeteilt.
Fragment eines Verhörprotokolles eines ungenannten Zuchthäuslers über verschiedene Aufenthaltsorte in Kirchdorf und Litzlfelden, beim Oberkollerbauern, in Untermühlberg, in Ellmau und beim Bürgertörl in Innsbruck.
Zwischen dem Pfarrer zu Khunndtl Friedrich Zingerl, Georg von Pflaumem und Ambros Plankh als Zehentinhaber zu Khunndtl und Liesfelden einerseits und Hans Arba zu Nider-Aich anderseits kommt es wegen der Zehentreichung seines Hofes Nider-Aich und des Einfangs bei St. Leonhard zu einem Vergleich. Vor dem o.ö. Regimentsatvokaten Dr. Anton Bosi verspricht Arba, daß er künftig wie seine vorigen Inhaber für seinen gekauften Hof den Zehent ohne Verweigerung reichen wird. Siegler: Pfarrer Friedlich Zingerl, Georg von Pflaumem und Ambros Planckh
Bürgermeister und Untertanen der Stadt Vils richten an das Kreisamt Imst wegen der Archenverbauung und Wasserableitung im sog. Reith, welche 1746 anläßlich der Wehranlage Roßschläg nicht vorschriftsmäßig errichtet worden war, eine Stellungnahme. Nach dem Lokalaugenschein rechtfertigt sich Vils damit, daß dieser Schanzbau erst vor etwas mehr als hundert Jahren gegen die Schweden errichtet und dabei nie an eine Bachverbauung gedacht worden sei. Aus dem damaligen Protokoll ist zu entnehmen, daß die Gemeindsleute von Letzen die Verarchung und Erhaltung ihrer Viehweide durchgeführt haben, wie dies vom Zöllner Maximilian Paur erhoben wurde. Hauptursache der Überschwemmungen ist der Kühbach, der jedoch nicht Vilser Grundstücke tangiert. Den Nutzen einer Verbauung haben die Eigentümer gegen Roßschläg und die der Grundstücke gegen Tyroll.
Die Pfleggerichtsobrigkeit Anras stellt alle Akten im Almstreit Anras kontra Oberkolls zur Koliationierung zusammen. Vor den Gerichtsverpflichteten Peter Vergeiner, Latscheider und Franz Xaver Heffter erscheinen die Anraser mit ihrem Gewaltträger Bartlma Reit(t)er, Könighauser und Martin Niderwiser. Jakober, um die Schlußschrift der Anwaltschaft zu überreichen. Den gegnerischen Oberkollsern wird zum Aktenvergleich eine Zusammenfassung per Dekret zugestellt. Oberkolls ist durch Martin Oberthaller, Jakob Troger usv. vertreten, um die gegnerische Konklusionsschrift zurückzustellen. An der heutigen Schlußtagsatzung erscheinen beide Parteien, um insgesamt 18 Schriftstücke samt Beilagen zu vergleichen. Anras und Rain protestieren gegen die so mutwillig entstandenen Verzögerungen und Unkosten, da der Prozeß bereits über vier Jahre dauert (vgl. Nr. 67).
Margreth, Tochter des Paul Rieder, Bürger zu Lienz und seiner verstorbenen Ehefrau Anna und jetzt die Ehefrau des Matheus Glännger, wohnhaft zu Veldtürns, verzichtet auf ihr mütterliches Erbe gegen 40 Mark Pfennige zugunsten ihres Vaters. Siegler: Wilhalm Ruef, Bürger zu Lienz Zeugen: Jörg Kürsner, Hanns Grewsperger, Hanns Gainperger, Bäcker, alle drei Bürger zu Lienz
Oswald Kueni jun. Zu Pflach und seine Ehefrau Elisabeth Schröf (Anweiser Georg Mösmer, Bürger zu Reuti) verkaufen dem David Hag, n.ö. Hofrat, den Seestalacker zu Pflach um 32 Gulden Er grenzt allseits an den Käufer. Siegler: Georg Frannckh, Richter zu Emberg Zeugen: Hans Schraz, Bürger zu Reuti, Konrad Schuechter und Albrecht Henggi, beide zu Pflach
Abrechnung über alle Eingänge und Ausgaben der Sammelgelder für die Bachverbauung. Die Sammler Alois Lutz und Josef Gutheinz erbringen 443 Gulden Banknoten und 43 Gulden Silbergeld. Für die Talsperren gehen vom Kommissariat 147 Gulden und vom Straßenmeister 105 Gulden ein. Die neue Sammlung von 1850 erbringt durch Johann Georg Rief und Josef Erdle 571 Gulden sowie Verkaufserlöse aus Türken usw. einen Gesamtbetrag von 4032 Gulden 41 1/2 kr. Die Ausgaben bis April 1851 betragen für Tagschichten, Schadensaufnahme, Talsperren, für Botengänge, für Tagesdiäten der Sammler und Material von Mai bis Nov. hingegen nur 1561 Gulden
Agnes Spaner, Frau des Josef Dätl, Bäcker zu Angedair, verkauft der Gemeinde Angedair eine Wiese auf Trams in der Größe von 10 Mannmahd, welche sie von Anton Spaner am 10. Oktober 1797 erbte, um 700 Gulden Dafür zediert die Gemeinde an die Verkäuferin genannte Guthaben teils zum 21-Gulden-, teils zu in 24-Gulden-Fuß. Für die Einbringlichkeit der Schulden gibt die Gemeinde eine dreijährige Ausfallshaftung. Dafür verbürgen sich der Gemeindeausschuß Martin Probst, Dorfvogt, Josef Speiser, Führer und Josef Ferdinand Partoll, Gemeindeschreiber. Zeugen: Johann Matthias Falch, Oberschreiber und Philipp Jakob Turnes Siegler: Josef Stöckl
Beatrix von Nürnberg, Herzogin zu Osterreich und Gemahlin von Herzog Albrecht IH., teilt der Stadt Hall mit, daß sie am Mattheusabend einen Knaben geboren hat.;
Alter: 61; Holzarbeiter, trübsinnig. Tod durch Erhängen.
Alter: 45; Infanterist aus Brünn. Schwermütig. Stürzte sich vom 2. Stock der Schulkaserne auf die Straße.
Alter: 1; Schliefen mit ihrer Mutter Therese in der Küche. Diese vergaß das Gas abzudrehen, alle wurden durch das Leuchtgas vergiftet. Mutter konnte mit Mühe wiederbelebt werden. Familie des städtischen Schätzmeisters Josef Volderauer.
Alter: 10; Schliefen mit ihrer Mutter Therese in der Küche. Diese vergaß das Gas abzudrehen, alle wurden durch das Leuchtgas vergiftet. Mutter konnte mit Mühe wiederbelebt werden. Familie des städtischen Schätzmeisters Josef Volderauer.
Alter: 35; Gattin eines Großkaufmannes. Wurde seit längerer Zeit vermisst. Erst einen Monat später wurde ihre Leiche aus dem Inn gezogen und am 15.3. beerdigt.
Alter: 43; Wollte Holzsammeln, kam aber nicht zurück. Suchmannschaft fand ihn unter seinem Schlitten beim Herzsee.
Alter: 15; Bahnwächtersohn. Hatte hohes Fieber und lief aus dem Haus im Wahn.
Alter: 55; Gerichtsverhandlung gegen Karl Oberhofer. Opfer war Gastwirt zur Sonne. Am 3.2. gab es eine Abschiedsfeier für Standschützen. Dabei kam es zu Streitereien mit Karl Oberhofer (Tagelöhner, 36 Jahre). Gäste wollten Streitenden trennen, aber Oberhofer trat dem Wirt in den Bauch. Erlitt schwere innere Verletzungen. Täter war vorbestraft, 13 Monate schwerer Kerker, Geldstrafe.
Alter: 16; Wollte mit seinem Vater das Mühlrad enteisen. Dieses kam in Bewegung und traf das Opfer am Kopf.
Alter: 46; Tabaksarbeiter aus Sacco. Tod durch Erhängen, nach psychischen Problemen.
Franz Anton Winkler, Gerichtskassier, bestätigt, daß er von Dr. Peter Ortler in Innsbruck 500 Gulden bar aufgeliehen hat. Dafür stellt er in Vertretung des gesamten Gerichtes Imst vorliegenden Schuldschein aus. Er versichert, jährlich zu Maria Lichtmeß das Kapital mit 4% zu verzinsen. Eine Kündigung wird zwischen Michaeli und Martini vereinbart. Unterschrift: Franz Anton Winkler Zeuge: Andreas Moyle
Urbar der Stadt Lienz von 1764/65 (Stadtkämmerer Joseph Joachim Ebe perger).