Jakob und Balthasar Stäckhler und Hans Khellner von Mieders im Stubai stellen nach dem Tode ihrer Väter Mattheus und Thomas Stäckhler sowie Hans Kellner der Waldaufstiftung einen Revers über die halbe Mutterbergalm und den halben Mutterberghof aus.
Alter: 52; Bettler aus Gerlos. Ertrank in der Zillertaler Ache.
Servitutenregulierung mit Fließ
Ulrich von Maltiss, Pfleger zu Ehrenberg (Ern berg), Hans Schenk von Schenkenstein und Wolf Khuen, Richter zu Ehrenberg mit Beiziehung des Oswald Perwanger, Augustin Ruepp und Martin Hegwein, alle drei von Tarrenz und Ruep Köll von Roppen vereinbaren zwischen dem Rat und det Gemeinde von Imst einerseits und dem Jakob Reheis, Bürger daselbst andererseits die Entschädigung für den Schaden am Grasnutzen, den die Saumpferde des letztem bei den Fuhren für den Bergwerksbetrieb in der Neder auf der Imster Alpe den Bürgern zufügen.
Gotthard Wörle und Josef Anton Lob, beide Bürgermeister zu Vils, bestätigen der Maria Magdalena Rief, Tochter des verstorbenen Johann Georg Rief, daß sie eine Abwasserleitung vom Platzbrunnen neben der Friedhofsmauer statt durch den Friedhof (wegen Überschwemmung der Gräber mit faulem Wasser) durch ihren Garten leiten wollen. Da dieser Weg kürzer sei, sich dort ohnedies der Durchlauf für das Wasser von der Straße befinde und das bisherige Abwasser die Fundamente der Kirche gefährde, wird die Bitte unter der Bedingung gewährt, daß die Gemeinde die Kosten für die Errichtung und Erhaltung des Grabens übernimmt, solange das Abwasser von diesem Brunnen eingeleitet wird. Weiters verpflichtet sich Vils zu einer einmaligen Zahlung von 4 Gulden für den gewährten Gartendurchlauf.
Steuerabgleichung zwischen Stadt Kitzbühl und den sechs Vierteln 1801, weitere Steueraufteilungslisten vom Staller, Hechenberg und Thengut 1803, Steuerverzeichnisse 1808/9, Viehlieferungen des Viertels Jochberg, Reisgeld für Rekruten 1810, Familien-Schutzgeld-Kataster 1810, Steuervorschreibung 1813, weitere Steuervorschreibungen an den Gemeindevorstand Jakob Uralter von Jochberg 1822/23.
Anton Walther von Yhnnsbruckh empfiehlt der Gemeine Vendels den Richter zu „suspektieren“, da er selbst in der Gemeinde Pruz Mitinteressent ist und dort die gemeinsame Weide genießt. Walther glaubt, daß der Pfleger für Pruz entschieden habe, weil er selbst ein Nachbar ist. Im Nachsatz erwähnt er, daß er den Praktikanten nach Thaur getan und ihn beim Frühmesser Holzhamer in die Kost gegeben habe, weil der Gerichtsschreiber noch ein Junggeselle sei.
Mappenplan (Ansicht) der strittigen Auen zwischen R. und Ratfeld einerseits bzw. Kundl und Liesfeld anderseits betreffend den Autenbach, Potingwiese, St. Leonhard, Nideraich, das Puechenluech, weiters den Retenbach, Pagarten samt Trenk, sowie die Marksteine, der Holzalber Haag und Almen, sowie das Revier Pollenbach (vgl. oben die Grenzbeschreibung unter Nr. 41). Mit Beglaubigungsvermerken von Johann Jakob Wagner am 24. April 1775 auf Schloss Matzen (vgl. Kommissionsprotokoll oben Nr. 44)
Klage der Kufsteiner Metzgeimeister, dass der Gastwirt Joseph Lettenbichler selbst Vieh schlachte.
Alter: 12; Verunglückte tödlich bei der Holzarbeit.
Andra Rainer als Rechtsnachfolger seines Vaters Kaspar Rainer, Bürger und Kirschner zu Innichen, legt als Vormund für Franz Weiller, Sohn des verstorbenen Niklaus Weiller für die letzten drei Jahre eine Vormundschaftsrechnung für sein Mündel vor. Franz Weiller war bis dato beim Stiefvater Johann Miller, Bürger und Weber zu Innichen untergeboreneacht. Nach Beendigung des Alimentationsvertrages lehnt der Ziehvater wegen eigener Kinder eine Verlängerung ab. Daher erklärt sich Onkel Anton Weiller, Weber von Anras bereit, namens des Brudersohnes Jakob Weiller den elternlosen Knaben 'als dessen nächstes Vetterle' in dessen Obhut zu übernehmen. Der Gerhab hat aus dem Kindesvermögen jährlich 15 Gulden Kostgeld zu bezahlen. Nach drei Jahren muß der Kontrakt mit Jakob Weiller verlängert werden, um dem Mündel eine allfällige Weberlehre zu ermöglichen. Siegler: Josef von Tschusy im Schmidhofen, Freisingi scher Pfleger und Lehenpropst zu Innichen Zeugen: Paul Niescher, Gastgeborene Georg Melhofer, Räder meister, beide Innichen Kand-Anloben an: Franz Hueber, Gerichtsschreiber zu Innichen
Johann Ernst, Erzbischof von Salzburg ratifiziert am 29. April 1699 die zwischen der tirolisch-salzburgischen Kommission in Rattenberg ausgehandelten Ergänzungspunkte wegen der Waldgrenze im Zillertal, wegen Viehhandels, Zoll und Grenzmarken zu Lengberg (Lamberg). Laut Vertrag von 1409 sollen die Tiroler Untertanen in der Herrschaft Lienz, Gericht Virgen und Defreggen, wenn sie Vieh nach Windischmatrei treiben, ebenso wie die Matreier, wenn sie zu Lienz handeln, die Zollstätten Matrei und Lienz gegenseitig mautfrei passieren, wobei es zu verbleiben hat. Der Grenzstreit zwischen der Herrschaft Lienz und Lengberg soll durch genannte Grenzmarken und mit Wappen versehenen Grenzsteinen beider Länder beigelegt werden. Die Herrschaft Lienz soll für den Blutbann im Gericht Lengberg und das Geleit allein zuständig sein, jedoch die Lengbergische Obrigkeit benachrichtigen. Die Bergwerke im Gerieht Lengberg sollen durch Holzlieferungen aus Tirol laut Vertrag von 1533 versorgt werden, die Viehmärkte Salzburgs im Zillertal sollen wieder aufgehoben werden.
Die o.ö. Regierung in Ynnsprugg genehmigt den Untertanen der Pfarre Thannhaimb weiter die freie Gemspirsch entgegen des Gutachtens des Obristjägermeisters Paris Graf Lodron, ihnen dieses Recht auf zehn Jahre zu suspendieren. Unter der Voraussetzung, daß die Untertanen weiter alle halbe Jahr die 53 Gulden Kuchlsteuer in das Schloß Ehmberg erlegen, wird eine weidmännische Pirsch gestattet.
Brunnenerhaltung Rimls für 15 kr je Haus
Johann Nagele vom Ausschuß in Lähn legt die Gemeinderechnung über die Einnahmen von 111 Gulden 39 kr und die Ausgaben in der selben Höhe vor. Haupteinnahmeposten sind das Einkaufgeld des Jakob Sprenger (30 Gulden, der Theres Bueßjäger (17 Gulden, Stiftgelder, Quartiergelder für die Mannschaft, Holzgelder aus dem Gsteig, Pfandgelder, Steuerquartalsgelder und Alpgelder. Von den über hundert Ausgabenposten fallen die größten Beträge für Notenpapier, für den Lehrer, das Zehrgeld, Musikanten, Holzschnitt, geistliche Verrichtungen, Kerzen für die Musik, Lehrerlohn, Widumerhaltung, Botenlöhne, für Waldriegerdienst, für ein halbes Kalb, für Alpgeschirr, und für den Organisten an.
Wegen des Verkaufs von Vieh und Käse außer Landes kommt es zur Ablösung des sog. Willengeldes durch die sechs Viertier und Untertanen des Landgerichts Kizpichl an die o.ö. Kammer unter ihrem Vertreter Bernhard Christoph von Pflaumem, Pfleger daselbst. Für die Ablösesumme von 2500 Gulden soll der Vieh-handel in Zukunft von jeder Abgabe, außer den Mauten, befreit sein. Siegler: Franz Lachemayr, o.ö. Regimentssekretär Pergament Urk. 36 x 60 cm, mit Vidimierung vom 30. Sept. 1669, S. anh.; 4 Papier
Verzeichnis aller Lebensmittellieferungen Niederndorfs an die Armee.
Nyklaus der Strobl, Bürger zu Hall und Kirchenpropst des Spitals zu Hall, bestätigt, daß er mit Zustimmung des Rates dem Bruder des Chunrad des Wenken und seiner Frau Margret ein Haus mit Hofstatt und Garten beim Absamer Tor im Hausgenossenrecht überlassen hat. Dieses grenzt mit dem Garten hinten an des Chunrad des Freisingers Garten an der Ringmauer und hat einst Seybot dem Schuster und seiner Frau Jauten gehört, der es dem Spital vermacht hat. Dafür sollen 11 Pfund Zahlberner Meraner Münze jährlich zu St. Galli gezinst werden, wovon jährlich 1 Pfund Berner an Georgenberg sowie 2 Pfund Berner, 30 Eier und 5 Semmeln an Unser Frauen zu Bozen in der Au und 3 Zwainziger an das St. Nikolaus Gotteshaus zu Hall gezahlt werden müssen. Der Rest von 7 Pfund und 5 Zwainzigern fallen an das Hl. Geist Spital zu Hall.;
Siegler:
Zeugen: Nikolaus der Strobl Chunrad Graentner, Franzisk Zeiher, Hanns Sigwein, Ulreich Nucz, Rudolf Fuchsrnagen, Jakob Stuibauf, Albrecht Faustner, Chunrad Honiger, Jakob Zürl, Heinrich Präntl, Paul Kramer, alle
Zeugen sind Mitglieder des Rates der Stadt Hall.
Peter Kueni, Schuhmacher und Bürger zu Reuti, und seine Ehefrau Margarethe Perchtoldt (Anweiser: Hans Schneller) verkaufen dem Thomas Payrhof, Bürger und Wirt zu Reuti, als Kirchpropst des St. Anna-Gotteshauses zwei Gulden 3 kr Zinsgülte mit Fälligkeit auf Georgi um 41 Gulden von folgenden Grundstücken: Einem Acker hinter dem Martin Müller, welcher an Hans Klainhannsens Erben, an Thomas Kuen, Hans Eyller, Martin Müllers Gehöft und die Gemeinde grenzt. Ein weiterer Acker stoßt an Eyller, den gemeinen Eschweg, an Hans Polsters Erben und an die Gemeinde. Die Verkäufer haben diese Äcker von Paul Guethainz und seiner Ehefrau gekauft. Siegler: Georg Frannckh, Richter zu Emnberg Zeugen: Jakob Peter, Forstüberreiter und Waldmeister, Oswald Raminger sen., Bürger zu Reuti RV: Tilgungsvermerk von 1674 für Sybille Nigg
Notizen und Listen über die Holzlieferungen der Gemeindebürger/-innen für die Volksschule, beginnend mit 1928, letzte Einträge 1954: 2 lose Zettel mit Holzlieferungen an das Pfarrhaus bis 1965 sowie handschriftliche Liste "große Losteile" beigefügt.
Zonder titelAkten wegen Steuemachlass 1802, betr. Steuerquittung 1842, wegen Wustungsumlage im Markt Hopfgarten an Bürgermeister Josef Mariacher 1847, Marschkonkurrenzsteuer 1853 und Rekursabweisung des Verwaltungsgerichtshofes 1893.
Rechnungen über die Empfänge und Ausgaben aus den Gemeindegrasungen im Jochbergwald, welche 1840 durch den Bergherm Sebastian Hechenberger, 1841 Johann Obrist, 1842 -1846 Josef Schwenter, 1847 Veit laxer, 1848 Sebastian Mitterer, 1849 Josef Kantscher und 1850 von Josef Kerscher gelegt werden.
In der Streitsache zwischen den Nachbarschaften von Liesfelden, Wergl und den Lantaller Nachbarn als Kläger einerseits und den vier Nachbarn im Obern Tal, den Gebrüdern Kröpf zu Oberleiten und Andrä Pürckhl zu Unterleiten als Beklagte anderseits kommt es nach der Überweidung in der gemeinen Au zur Viehpfändung und zur Ausstellung dieses Gewaltbriefes. Von den Klägern Christoph Meitinger, Wirt und Gastgeber zu Kuntl, Christian Krumppacher, Georg Renndl, Christian Schnaitl, Michael Millögger, Georg Schor, Balthasar Reicht, Georg Rieder, Hans Pichler, Hans Schickh, Christian Pürckhl, Leonhard Wal eher, Georg Pachmayr, Georg Lengauer, Georg Knogler und Kilian Moshamer, alle aus Liesfelden, werden dem Gericht die Bevollmächtigten Balthasar Widmann und Mattheis Pruner aus Liesfelden nominiert. Siegler: Hans Jakob Schalber, Stadt- und Landrichter zu Ratenberg
Abhandlung nach der ledigen Inwohnerin Anna Schneider im Denggenhaus. Erbberechtigt sind die Geschwister Susanna, Ursula und Matthias Schneider, doch wird das Erbe von 150 fl den beiden Schwestern eingeräumt.
Herzog Heinrich von Bayern konfrimiert den heben und getreuen Bürgern seiner Stadt Rotenberg (sic), nachdem sie ihrem Herrn gehuldigt und geschworen haben, ihre Briefe und Privilegien, Freiheiten und Gewohnheiten, die seine Vorvordern vom Hause Bayern ihnen gegeben haben, als wären sie von Wort zu Wort hierinn geschrieben. Siegler: Der Aussteller
Erbübereinkommen
Wilhalm Ruef, Jorg Kursner und Hanns Hornner. Zechleute der Sankt Andreas Pfarrkirche zu Lienz, verkaufen aus Notdurft dem Nicklas Hellenstainer, Bürger zu Lienz, und dessen Ehefrau Margret als freies Burglehen einen Acker unter dem Weingarten des Grafen von Görcz gelegen, genannt am Rennweg, der an den Gemain Weg, den Egarten des Amtmannes und den Acker des Hanns Streicher und an Jörg Tächssers Egarten grenzt, um 10 Mark Pfennige gewöhnlicher Münze. Siegler: Hanns Czischken Zeugen: Augustin Brichssner, Wolfgang Kemppner, Cristoff Vasolt
Kaiser Karl VI. verleiht nach dem Tode Kaiser Josefs I. auf Bitte der Untertanen zu Zams ihrem bestellten Lehensträger Balthasar Grissman den Weglohn und Zoll, welcher von der fürstlichen Grafschaft Tirol zu Lehen rührt, zu Lehen. Anläßlich des Todes seines Bruders Kaiser Josef l. und deraufhin ausgeschriebenen Lehensberufung wird er um neuerlichen Empfang des Lehens gebeten. Daher sollen die Zammer weiterhin den Weglohn und Zoll lehensweise innehaben. Dafür sind die Untertanen und die Gemeinde Zams verpflichtet, Brücken, Wege und Straßen von Starkenbach bis Landecker Brücke immer in einem baulichen Zustand zu halten und sie sollen ihn oder seine Hofkammer in keinem Fall und in keiner Weise mit einer Beitragsforderung belasten. Der 'gesteigerte' Wegzoll für Roß, Wagen, Lasten und Vieh bleibt unverändert niedrig. Siegler: Kaiser Karl VI.
Verhandlung über die Lostrennung des Benefiziats Tösens von der Kuratie Ried.
Vor der versammelten Gemeinde Angedair bringt der Dorfvogt Martin Probst den von Zams angebotenen Vergleich betreffend die Weide im Putze nrain (Puzerain) vor. Diese Weide soll den Zaintneni bis zum Bachl ob dem Angerl herein ganz allein überlassen werden. Einmal in der Woche wollen sie statt nach Angedair in das Hüttl (Hüetl) mit ihrem Vieh gehen. Angedair beschließt aber, daß Zams mit dem Vieh in den Hüttleswald (Hiietl-Wald) gehen solle und beim Durchtrieb jeder Schaden zu vermeiden ist. Da die Weide im Schloßwakl allein Angedair zugehörig ist, wäre man gezwungen, das Vieh der Zanimer zu pfänden.
Alter: [unklar]; Am 17.8. im Friedhof in Grins bei Landeck wurde Leiche eines Innsbrucker Studenten begraben. Wurde nach 3 Wochen gefunden. Stürzte am Parseiergipfel ab.
Alter: 19; Soldaten badeten im Schwarzsee, konnten aber alle nicht schwimmen. Opfer ging unter und konnte von den anderen keine Hilfe erhalten. Stammte aus Galizien.
Alter: 56; Fuhrwerksbesitzer. Wurde beim Abladen von einem Eisenteil am Fuß schwer verletzt, sodass es daran starb.
Alter: [unklar]; Straffällig gewordene Frau. War in Begleitung eines Wachmannes. Riss sich von ihm los und stürzte sich in den Inn.
Alter: 16; Holte mit Kollegen Baumstämme aus dem Wald. Einen versuchten sie zu zweit durch Hötting zu transportieren. Vordermann ließ in fallen, dem Hintermann fiel er an den Kopf. Starb bald an den schweren Verletzungen.
Alter: 66; Pensionierter k.k. Hofamtsdiener, weilte auf Besuch in Wörgl. Beschäftige sich mit Holzsammeln. Stürzte dabei auf die Wildschönauerstraße ab.
Alter: [unklar]; Soldaten einer Schwazer Garnison machten Übungsmarsch nach Rotholz. Dort wurde den Soldaten vom Bauern erlaubt, Kirschen zu pflücken. Opfer stürzte ab und brach sich das Genick. Schon zahlreiche Berichte ähnlicher Art in den Zeitungen!
Alter: 55; Sägearbeiter, gesundheitliche Probleme.
Alter: 18; War bei der Grasernte in Außervals. Rutschte trotz Steigeisen ab und stürzte über steiles Gelände hinunter.
Alter: 68; Kurarzt in Meran, weilte auf Sommerfrische am Achensee. Wollte Geleise der Achenseebahn überschreiten, wurde aber von einem Zug erfasst und getötet.