Sammelposition: Zirkular über Rinderzucht, Anfrage wegen Aufenthalts des Mechanikus Rapp, Fehlanzeigen wegen ausländischer Dienste, Fahndungsanzeige nach Josef Kerber; Meldung über sechs Mann aus dem Viertel Ebbs, welche in ausländischen Diensten stehen;
Nach Katharina Grafenrieder, Witwe des Michael Niedertscheider, wurde zur Vermögensverwaltung am 24. März 1789 Josef Reitter als Anweiser verpflichtet, welcher unlängst verstorben ist. Es kommt daher zur Vermögensabrechnung und Aufteilung des Nachlasses auf die drei erblichen Kinder Michael, Anton und Maria, verehelichte Hochfeuchter. Das Barvermögen beträgt 45 Gulden 19 kr, der Zins 2 Gulden 42 kr und das Inventar, hauptsächlich Leibkleider wurde auf 10 Gulden 5 kr taxiert. An Ausgaben kann der verstorbene Anweiser 23 Gulden belegen. Mit Grabkosten und Gerichtsgeborenehren betragen die Abzüge über 32 Gulden Vom Barvermögen erhalten daher die drei Kinder je 5 Gulden 14 kr, die Fahrnisse im Wert von 6 Gulden 17 kr wurden der Tochter, die restlichen Inventargegenstände den beiden Söhnen übergeborenen. Quittungsvermerk des Franz Reitter über den Erhalt der 15 Gulden 44 1/2 kr von der Josef Reiterischen Anweisschaft vom 7. Nov. 1791. Beisitzer: Bartlmä Lechner Siegler: Johann Erasmus Hofstetten, Pfleger zu Anras
Kaiser Karl VI. bekundet, daß ihn die Untertanen und die Gemeinde des Tales Thannheimb um Konfirmierung der Privilegien seines Vaters (Leopold I.), welche dieser am 27. Aug. 1669 (vgl. Nr. 65) ausgestellt hat, gebeten haben. Siegler und Orig. Unterschrift: Kaiser Karl VI.
Schuldurkunde für Rosina Ladner vom Riedlen, die von der Gemeindekassa ein Darlehen von 200 fl. erhalten hat. Unterzeichnet von Rosina Ladner, Gemeindevorsteher Franz Geiger, Gemeinderat Johann Guem, Ausschussmitglied Josef Traxl sowie Augustin Geiger und Alois Neuhauser als Zeugen.
UntitledInnregulierung
Protokoll zum Kässonntag.
Die Bürgerschaft zu Vils rechtfertigt sich gegenüber dem Pflegamt wegen zu hoch angesetzter Rekmtiemngskosten, die beim Essen entstanden sind. Dieser recht ehrliche Mensch habe nur 24 kr verrechnet, und dies habe er tatsächlich verzehrt. Auch die Marschtage nach Innsbruck seien nicht zu hoch angesetzt, obwohl man nicht wisse, wie viele Tage er tatsächlich benötige.
Jakob von Veit, Bürger und Kramer zu Hopfgarten, bittet um die Neuausstellung des Zapfenrechts und die Ausschank von Met- und Branntwein auf sei nem Urbarhäusl. Mit Aufforderung zur Stellungnahme durch den Pflegsverwalter.
Zehentakten betreffend den Streit zwischen den geistlichen und weltlichen Zehentnem in Liesfeld und Kundl. Klagskonzept an den Richter von Rattenberg von 1608; Konzept an Hans Arba zu Nideraich 1621; Quittung des Balthasar Tengg an Josef von Tannenberg 1694; Verzeichnis der Zehentner zu Kundl und Liesfeld an den Widum, o. J.; Erklärung der Liesfelder an den Stadt- und Landrichter Johann Christoph Frölich, ca. 1700; Verzeichnis der Kundler Zehentgründe 1748; Entwurf über die Zehente, Zehentgründe und Zehentinhaber für Graf Tannenberg und Johann Felix Spergser 1748; Konzept an Kayserman zu Kundl wegen Getreidezehent und an Spergser 1749; Memorial wegen Zehentabteilung zu Kundl 1748, Protokollsabschrift des Landgeometers Johann Kayserman 1755; Stellungsnahme des Pfarrers Franz Anton Kotier von Terlan 1763; Stellungnahme und Gutachten des Kundler Pfarrers Thomas Sebastian Prosser 1765; Klage der Kundler und Liesfelder gegen Pfarrer Prosser 1769; Rechtsgutachten der Professoren Franz Xaver Holl und Franz Friedlich Payr 1766 (dreifach); Schreiben an Spergser 1766; Schriftverkehr mit der o.ö. Regierung 1769; Konzept einer Klagsschrift gegen Pfarrer Prosser 1769.
Hermann Chislinkch, Bürger von Hall, und Nikla Gläczel von Bozen und dessen Gattin Katharina, Tochter des Hermann Chislinkch, verkaufen dem Michel dem Hurnauzz, Bürger von Hall, ihre halbe Arbeit an der ersten Pfanne im Pfannhaus zu Hall, welche ein halbes 'hälffen' genannt wird.;
Siegler:
Zeugen: Nikla Steinhauser, Salzmair zu Hall; Klaus Rotkopf, Halschreiber, Ulrich Chun, Bergmeister, Hans Kripp, Hingeber zu Hall, Hans Malar, Bürger von Hall
Gemeindebeschluß der Gemeinde Fendis wegen des Kuraten Johann Jäger, welcher der Gemeinde anbietet, alle Wetterandachten bei Kreuzgängen in und außerhalb des Ortes unentgeltlich durchzuführen. Dafür soll Fendis den Küchenbrunnen im Widum instandhalten und alle Kosten tragen. Da Fendis eine Seelsorgestation ist, in der die Sonn- und Feiertagsmessen in der Kongrua nicht inkludiert sind, wird mit nur fünf Gegenstimmen beschlossen, daß von den 54 Monats- und Stiftsmessen die Gemeinde 27 aus eigenem bezahlen soll. Darin sind auch die Brandmessen für das Vieh enthalten, bis die Zahl 27 erreicht ist. Dieser Messenbeitrag und die Brunnenerhaltung geschehen aus gutem Willen auf unbestimmte Zeit und haben für Jägers Nachfolger keine Gültigkeit. Unterschriften: Alois Eberhart, Vorsteher, Balthasar Lechleitner
Alter: 66
Alter: 1.5
Peter Winkler von Axams als Vertreter seiner Schwester Getraud Winkler, Witwe des Georg Regensburger von Axams, stellt der Waldaufstiftung einen Revers über das halbe Lehen beim Gatter in Axams aus, das sie geerbt hat.
Siegler: Dietrich Aniser, Stadtrichter von Hall Siegelbitte: Georg Pergamentann, Stadtschreibereibedienter
Zeugen: Matthias Leitner, Stadtgerichtsprokurator und Bür ger von Hall; Michael Silbergasser, Stadtschreibereibedienter
Alter: 27; Sommergast aus Mühlau. Schrieb einen Abschiedsbrief und stürzte sich beim Dampferanlegeplatz in den Achensee.
Alter: 31; Postamtsgehilfe. Tod durch Einatmen von Leuchtgas.
Alter: 53; Melker auf der Lackalm in Schwendt. Wurde von einem Stier attackiert und schwer verletzt. Starb 2 Tage später.
Alter: 35; Maurergehilfe. Sollte eine kurze Haftstrafe antreten. Erhängte sich zuvor im Haus seiner Mutter.
Alter: 54; Familie eines Bahnangestellten wollten die gefundenen Pilze verzehren. Da sich auch ein giftiger darunter befand, erkrankten alle Angehörigen. Ehefrau starb an den Folgen.
Alter: 3.5; Sohn eines Sägearbeiters aus Holz. Starb nach dem Verzehr von Tollkirschen.
Alter: 19; Malergehilfe, stürzte beim Aufstieg an der Südostkante des Christa-Turmes ab. Erlitt tödliche Kopfverletzungen.
Alter: 57; Pensionierter Beamter. Tod durch Erschießen.
Alter: 36; Zimmermeister, kündigte seinen Selbstmord an. Seine Leiche wurde im Möserer See gefunden.
Alter: 7 Monate; Starb an einem Schädelbruch. Wurde zur Obduktion in die Klinik gebracht.
Alter: 42; Litt unter Wahnvorstellungen. Stürzte sich ins Wasser.
Paul Braunegger von Axams stellt der Waldaufstif tung einen Revers über ein Haus in Axams aus, das er von seinem Vater Elias Braunegger erworben hat.
Siegler: Dietrich Aniser, Stadtrichter von Hall Siegelbitte: Georg Pergamentann, Stadtschreibereibedienter
Zeugen: Dr. Mattheus Perckhofer von Hall; Michael Silber gasser, Stadtschreibereibedienter
Alter: 60; Malermeister aus Hall. Wurde zwischen Thaur und Loretto von der Haller Lokalbahn überfahren und auf der Stelle getötet. Erst später stellte sich heraus, dass es sich um einen Selbstmord handelte. Hatte große, finanzielle Probleme.
Alter: 61; Bauer, wurde im Prantlwald von einem fallenden Baum erschlagen.
Alter: 56; War Mitfahrer im Auto des Gastwirtes vom Sonnenburgerhof. Fuhr bei der Straße Richtung Gärberbach-Innsbruck über die Böschung hinaus und stürzte 18m in einen Graben hinunter. Der Bezirkskommissär der städtischen Sicherheitswache wurde vom Kühler erdrückt. Lenker dürfte alkoholisiert gewesen und zu schnell gefahren sein. Gerichtsverhandlung gegen den Fahrer Josef Trixl am 28.11.1933 Wurde wegen vermutlichem Alkoholeinfluss und zu schneller Fahrt zu 4 Monaten schweren Kerkers verurteilt.
Alter: 38; Gattin eines Bautechnikers. Tod durch Vergiften.
Alter: 32; Gattin eines Hausmeisters. Wollte am 19.7. im Garten des Gasthauses „Vorderwaldhof“ Kirschen pflücken, wobei sie abstürzte. Erlitt schwere Wirbelsäulenverletzungen, an denen sie später starb.
Alter: 3; Bauernkind in Außernavis. Ertrank im Naviserbach.
Alter: 79; Starb nach einem Sturz durchs Futterloch im Bauernhof.
Alter: 29; Schuster aus Wilten. Wollte mit seinem Rad ein Holzfuhrwerk überholen und stieß mit einem deutschen Auto zusammen. Erlitt tödliche Kopfverletzungen.
Alter: 0; Schwurgerichtsverhandlung am 3.4.1934 gegen Aloisia Hopfgartner (24 Jahre) aus Rinn wegen Kindsmord im Herbst 1933. Hatte schon 2 uneheliche Kinder. Vater des 3. Kindes wollte sie sogar heiraten. Hatte ihr Neugeborenes aber gleich nach der Geburt erstickt. Urteil: 2 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 36; Hilfsarbeiter. Tod durch Erhängen.
Maria Gilgenrainer, verheiratet mit Veit Habenberger, Schuhmacher und Bürger von Hall, vertreten durch Hans Prueth, Schuhmacher und Bürger von Hall, verkauft dem Spital von Hall, vertreten durch Christof Jakob Högwein, Handelsmann und Ratsbürger von Hall, einen jährlicnen Zins von 6 Kreuzern um 7 Gulden 30 Kreuzer. Dieser Zins ist von ihrem Haus in der Schiffgasse (— heute Teil von Salzburgerstr. 5) zu bezahlen, welches sie 1684 von ihrem Vater Jakob Gilgenrainer, Pfannhausamtsfutterträger und Inwohner von Hall, geerbt hat und das zwischen den Häusern des Peter Täsch, Bürgermeister von Hall, und Thomas Laimgruber liegt.
Siegler: Dietrich Aniser, Stadtrichter von Hall Siegelbitte: Georg Bergmann, Stadtschreibereibedienter
Zeugen: Peter Kelz, Glaser und Bürger von Hall; Sebastian Lochner, Pfannhausamtsfasser und Bürger von Hall
Alter: 23; Ertrank in der Ötztaler Ache.
Alter: 46; Bäuerin, Tod durch Erhängen.
Alter: 42; Am Möderloch, oberhalb von Telfs begegneten sich ein LKW und ein Fuhrwerk. Durch die Enge der Straße konnte das Holzfuhrwerk nicht ausweichen, der Führer geriet unter die Räder und wurde sofort getötet. Gerichtsverhandlung gegen den LKW-Fahrer Leo Wolf (29 Jahre) aus Imst. Sachverständiger gab an, dass der LKW zu knapp ans Fuhrwerk geraten sei und hätte nicht vorfahren dürfen. Urteil: 3 Monate schwerer Arrest.
Alter: 51; Aufsichtsjäger, erschoss sich durch unglückliche Handhabung seines Gewehres selber in der Nähe der Buzzihütte. Ursprünglich wurde Selbstmord vermutet.
Alter: 1.5; Tochter eines Bauern im Weissachgraben.