Alter: 29; Versuchte die Nordwand der Gehrnspitze zu erklettern, wurde später aber vermisst. Suchtrupp fand ihn erst nach 3 Tagen tot auf. War anscheinend 3facher Doktor und stammte aus Prag.
Alter: 32; Wurde am 4.8. von Franz Jany (30 Jahre) aus Wien in einem Gasthaus an der Triumphpforte mehrfach angestänkert. Gab diesem eine Ohrfeige, worauf der Täter ein Messer zog und es dem Opfer ins Herz stieß. Verstarb daran einen Tage später in der Innsbrucker Klinik. Täter war alkoholisiert. Schwurgerichtsverhandlung am 30.9.33: Wurde als schwerer Alkoholiker erkannt, dadurch mildernde Gründe. Urteil: 18 Monate schwerer Kerker.
Alter: 57; Pensionierter Bergknappe. Stürzte in der Nacht in ein Gartenbeet und erstickte im bewusstlosen Zustand in der lockeren Erde.
Alter: 29; Alpenjäger der 5. Kompanie aus Vill. Ertrank im Lanser See.
Alter: 19; Hilfsarbeiter, ertrank beim Baden im Inn. Seine Leiche konnte vorert nicht gefunden werden, erst am 20.8. bei Terfens und dort beerdigt.
Alter: 14; Kaufmannssohn aus Ehrwald. Stürzte von der Ostwand der Zugspitze gegen den bayrischen Schneeferner an die 300m tief ab und war sofort tot.
Alter: 36; Bauer und Innfährmann. Boot geriet aus der Führung und riss sich vom Seil los. Opfer stürzte in den Inn. Seine Leiche wurde am 11.8. bei Kirchbichl geborgen und im Ortsfriedhof begraben.
Alter: 18; Spenglerlehrling. Wagte sich beim Baden im Inn zu weit in die Strömung und wurde fortgetrieben. War anscheinend guter Schwimmer. Seine Leiche konnte erst am 20.8. bei Wörgl aus dem Inn geborgen und dort begraben werden.
Alter: 25; Heimatwehr-Hilfspolizist, war mit einem Kollegen auf einer Patrouille auf der Hechtseestraße. Ca. 15 Männer lauerten ihnen auf beiden Seiten der Straße auf und eröffneten das Feuer. Schwaninger wurde sofort getötet, sein Kollege blieb unverletzt. Angreifer flüchteten anschließend auf bayrisches Gebiet. Untersuchungskommission wurde auch aus Rosenheim angefordert, die tatsächlich eintraf. Zeigten sich aber nicht kooperativ. Am 20.4.1950 wurde der Walzenführer Karl Egger (nun 48 Jahre) angeklagt, für diesen Mord verantwortlich zu sein. War damals Mitglied der illegalen SA und der NSDAP. Sollte als Rache für die Ermordung des Bezirksleiters des NSDAP, Georg Kanter, in Fieberbrunn gedacht sein. Tödlicher Schuss soll Zufall gewesen sein, er flüchtete danach mit 2 Kollegen über die bayrische Grenze. Erhielt 3,5 Jahre schweren Kerker. Anscheinend doch nur wegen Versuch eines Meuchelmordes!
Alter: 18; Malerlehrling aus Pradl, familiäre Probleme, erhängte sich im Wald beim Paschberg.
Alter: 64
Peter Rottmayr, Bestandsmann auf dem Hof Aschach im Gericht Rettenberg, stellt der Waldaufstiftung einen Revers über das Hopfnerlehen in Igls aus, das er von Blasius Schwaickhofer von Igls als Vormund der vier Kinder des Jakob Kirchmayr gekauft hat.
Siegler: Matthias Stainlechner, Stadtrichter von Hall Siegelbitte: Michael Silbergasser, Stadtschreibereibedienter
Zeugen: Christof Grueber, Drechsler und Bürger von Hall; Johann Lercher, Stadtschreibereibedienter
Alter: 42; Werkmeister in der Landwirtschaftlichen Lehranstalt in Imst. War mit einem Kollegen mit Reparaturarbeiten an einer Drahtseilbahn beschäftigt. Nach Abschluss der Arbeiten fuhren sie mit einem Transportwagen von der Unterstädter Alm ins Tal. Bei einer Stütze sprang der Wagen aus dem Seil und die beiden Insassen stürzten 8m in die Tiefe. Opfer starb im Krankenhaus von Zams.
Alter: [unklar]; Wirtschafterin. War beim Heurechen am Praiskopf. Ein Wetterumschwung drohte, sie glitt am steilen Hang aus und stürzte in die Tiefe.
Alter: [unklar]; Jurastudent aus Wien. Machte eine Tour in das Jamtal auf die Augstenspitze. Trat ein Schneebrett los, das ihn 200m über einen Felshang hinunter warf.
Alter: 22; Hilfsarbeiter aus Mühlau. Ertrank in der Nähe des Hauptschießstandes beim Baden im Inn. Leiche wurde vorerst nicht gefunden, sie wurde am 14.8. in Kirchbichl angeschwemmt und nach Mühlau zur Beerdigung überführt.
Alter: 69; Wurde von einer raufenden Kuh niedergestoßen. Erlitt dabei schwere innere Verletzungen, an denen sie starb.
Alter: 50; Hilfsarbeiter aus Silz. Finanzielle und gesundheitliche Probleme. Erhängte sich in einem Stadel.
Alter: 23; Bauernknecht ohne Arbeit und mit Beziehungsproblemen. Stürzte sich in Gasteig in einen Teich.
Alter: 37; Metzgermeister in Mühlau. Tod durch Erschießen. Später dementiert – beim Hantieren mit einem Gewehr sei ein Schuss unvermutet losgegangen.
Alter: 32; Ehemaliger Metzgermeister mit finanziellen Problemen. Tod durch Erhängen.
Alter: 19; Lehrling aus Häring. Konnte anscheinend Schwimmen, versank aber trotzdem im See und konnte nur mehr tot geborgen werden.
Alter: 37; Bahnarbeiter aus Schlanders. Wurde bei einem Felssturz verschüttet.
Georg Jordan in Gruebach im Sellrain stellt der Waldaufstiftung einen Revers über ein Viertel des Gruebachhofes im Sellrain aus, das er von seinem Vater Paul Jordan übernommen hat.
Siegler: Matthias Stainlechner, Stadtrichter von Hall Siegelbitte: Georg Pergamentann, Stadtschreibereibedienter
Zeugen: Dr. Mattheus Perckhofer von Hall; Jakob Schaitna gel, Pfannhausamtsbrunnenknecht
Alter: 28; Tod durch Erhängen, glaubte nach der Geburt eines Kindes, für dieses nicht sorgen zu können.
Alter: 15; Hirte auf der Sintersbacher Alm. Wurde vermisst, ein Suchtrupp fand ihn tot nach 2 Tagen. Lag am Fuß des Geißsteins und dürfte an die 40m tief abgestürzt sein.
Alter: 7; Bauernkind. Starb in der Innsbrucker Hautklinik.
Alter: 23; Hilfsarbeiter aus Kössen. War Häftling im Innsbrucker Gefangenenhaus. Konnte von dort ausbrechen und wurde am Locherboden gestellt. Ergab sich nicht und wurde von einem Hilfspolizisten erschossen. Sein Kollege beim Ausbruch hatte sich ergeben.
Alter: 70; Wurde bei der Saukaserbrücke von einem Radfahrer niedergestoßen. Starb nach 2 Tagen an den schweren inneren Verletzungen im Kitzbühler Krankenhaus.
Alter: [unklar]; Theologiestudenten in Innsbruck, Franziskanerpatres aus Pilsen bzw. Mähren. Wurden nach einer Tour im Solsteinergebiet vermisst. Ihre Leichen konnten erst nach Tagen entdeckt werden. Schwierige Bergung.
Alter: [unklar]; Theologiestudenten in Innsbruck, Franziskanerpatres aus Pilsen bzw. Mähren. Wurden nach einer Tour im Solsteinergebiet vermisst. Ihre Leichen konnten erst nach Tagen entdeckt werden. Schwierige Bergung.
Alter: 35; Taubstummer Gemeindearmer. Dürfte beim Holzfischen in den Inn geraten sein. Leiche wurde nicht gefunden, erst am 15.9. auf einer Sandbank bei Hötting.
Alter: 29; Hausdiener im Jesuitenkolleg. Trübsinnig. Erhängte sich am Dachboden. Stammte aus NÖ.
Alter: [unklar]; Vorerst unbekannter Mann stürzte sich in den Inn und wurde fortgetrieben.
Wolfgang Adam Lasser, Pfleger und Lehensamt mann der Herrschaft Windischmatrei verleiht nach Jakob Rainer sein halbes Viertl aus dem Hof an der Gassen zu Zealach, da der Verstorbene keine Mannserben hinterläßt, dessen leiblichen Töchtern Maria, Katharina, Regina und Eva, nach Zustimmung durch die Hofkammer in Salzburg als zuständige Freistiftherrschaft, gegen Erlegung von 210 Gulden Siegler: Wolf Adam Lasser, Amtmann, mit Unterschrift
Gemeinderechnungen, Abrechnungsprotokolle mit Gemeindebürgern über Holzlieferungen, Dienstleistungen, Einnahmen, Wegrechnungen, Wustungssteuern; Forstgelder, Bauholz, Zaunholz, Ofensteuer, Marktgelder, Hundesteuer, Schloßgüler-Steuer, Guthaben, Außenstände, Aktivvermögen, Heiratstaxen, Einkaufsgelder, ständige Ausgaben, Hauptempfänge, Besoldungen, Ausgaben des Bürgermeisters, Passiva, lhcse Jahresbudgels (= Genieinderechnungen, Inventare) werden jährlich überprüft und adjustiert.
Bericht des Kufsteiner Stadtmagistrates. Eine Probe des erzeugten Wachses wird nach Innsbruck geschickt.
Bartime Lienhardt und Annder vom Graben verkaufen ihr lediges Gut auf Schlafen, das Wastl zu Cantschach innehat, und das jährlich einen halben Gulden, ein Mut Roggen, einen halben Mut Weizen, einen halben Mut Gerste und drei Weisat Hafer, zu Ostern ein Lamm und zwanzig Eier, zu Pfingsten zwei Hühner und zwanzig Eier, zu Weihnachten zwei Schultern und zwanzig Eier zinst. Ist Lehen der Kirche und des Abtes zu Ossiach. Der Verkauf geht an Jörg Leidenfrosch und Agnes, seine Ehefrau. Siegler: Andre vom Graben Zeugen: Gregorj Simon, Jörg Pawrnfeindt und Hanns Zwikch
Die Bürgerschaft zu Reutte und die umliegenden Orte der Pfarre Praitwanng (außer Pflach) beziehen sich auf den Kaufvertrag vom 22. Feber 1691, welcher mit der Gemeinschaft Rüden, hinter dem Homberg wegen des herrschaftlichen Pannwaldeles mit Rüden geschlossen wurde, und bitten den Pfleger Franz Karl Freiherr von Rosst um folgende Ausfertigung: Bürgermeister Johann Amman, Franz Keller, Baumeister, Kaspar Rauscher und Genannte bekunden, daß ihnen das Obristjägermeisteramt am 7. Dez. 1690 durch Dekret u. a. bewilligt habe, das sog. Panwaldele in Rüder Revier hinter dem Homberg gelegen, zu einer Wiese zu roden. Die Aussteckung und Abmarkung erfolgte am 16. Nov. 1690 durch Forstüberreiter Martin Zwerger und genannte Gewalthaber. Darauf wurde mit den Gemeindsleuten zu Rüden folgende Überlaß- und Kaufeinantwortung geschlossen. Sie überlassen dem Josef Herbst, Jakob Herbst, Jakob Grießer, Balthasar, Hans und Martin Singer sowie Martin Schwainsgueth diesen Grund und erhalten dafür drei Gründe im Prentach, Faßlberg und Voglögg gegen Übernahme von 8 Gulden Grundzins an das Pflegamt. Überdies müssen die Rüdener zu Händen des Bürgermeisters noch ein Kaufgeld von 100 Gulden bar erlegen. Dieser Kauf wird nunmehr beglaubigt. Siegler: Franz Karl Baron von Rosst, Pfleger zu Emnberg
Nach Klage der Gemeinden Zams, Angedair, Perfuchs und Stanz wegen Weideverletzung der Nachbarn zu Ober- und Untereichholz auf der Oberen Tramswiese mit erfolgter Viehpfändung im Vorjahr, kommt es zu einem Vergleich. Nach Augenschein auf der Tramswiese, Roßwiese, Weinmanns- und Weibersebene sowie dem Gapplesrain berufen sich die Kläger auf den Vertrag vom 16. Okt. 1595 (Vgl. Urk. Nr. 30) und verlangen von den Hofinhabern zu St. Georgen, Rafein und Eichholz, sich daran zu halten. Zams ist durch Anwalt Josef Holer und Dorfvogt Jakob Greill vertreten. Da die Eichholzer nicht vorsätzlich handelten, kommt es gegen Ersatz aller Unkosten zum Vergleich. Zur Einhaltung des allen Vertrags verpflichten sich von Untereichholz Jakob Partoll, Georg Wächter, Georg Payr, Johannes Recheis, Josef Wächter, Paul Walch, Lukas Schranz, Kar! Streng, Johann und Matthäus Recher, Nikolaus Jörg, Simon Schueler, Johannes Stöcker und Johann Juen; von Obereichholz Matthäus und Josef Streng, Thomas Streng und Anton Jörg. Der Viehtrieb am Weg über der Fließer Platte bis an die Hüetles-Wiese, über die Mooswiese und über PföbesEgg wird den Untereichholzern gestattet. Siegler: Johann Josef Stöckhl, Pfleger zu Landeck
Hans Jais, Bürger des Rats zu Imst beurkundet die Verpflichtung einer Schuld von 15 Gulden zu 3% Verzinsung an den Spitalmeister Oswald Prunner daselbst. Siegler: Erhard Schidenhofer, Pflegsverwalter zu Imst Zeugen: Christoph Weis, Jeremias Holer, Bürgermeister Hans Climer, Baumeister, und Veit Tenig, beide des Rates
Karl VI. bestätigt den Untertanen in den sechs Vierteln der Herrschaft Kizpichl, die Häute des eigenen Viehs in ihren Behausungen ungehindert bearbeiten zu dürfen. Sie sollen aber die Lederer in ihrem Gewerbe nicht beeinträchtigen, bei sonstigem Verlust dieser Vergünstigung. Siegler: Ignaz Walther, Hofregistrator Pergament -Abschr. 31 x 31 cm, beglaubigt am 3. Juni 1715
Peter Newberder, Bürger zu Rattenberg, verkauft der Bruderschaft an der Virgiliuskirche zu Rattenberg 8 lb Berner ewige Gült von seinem eigenen Haus in der Stadt Rattenberg, welches zwischen Wolfgang Springnekles und des Vetrleins Häusern steht. Dafür hat er von den Zunftmeistern Ulrich Gratt und Michael Auer eine ungenannte Summe erhalten. Siegler: Kaspar Kremser, Richter auf Kropfsperg Zeugen: Christian Swaiger, Lienhard Gaiskopf, beide in Ratvelden ansässig, und Hans ab der Saulach