Alter: 34; Kammmachergeselle, kam im Krippelewirtshaus mit dem Maurer Joseph Luchner (51 Jahre) in Streit. Dabei schlut der Täter dem Opfer einen Bierkrug an den Kopf. Zeigte vorerst keine Verletzungen und feierte in einem anderen Wirtshaus weiter. Dort brach er am Morgen des nächsten Tages zusammen. Schwurgerichtsverhandlung am 6.6.1851. Medizinische Gutachter bezeichneten den Schlag nicht als lebensgefährlich, erst die folgenden Aktionen führten zum Tod. Luchner wurde freigesprochen (Bote für Tirol 7.6.1851, 655)
Auszug aus dem Vilser Pflegamtsprotokoll bezüglich Anweisung eines Grundstückes für den Wasenmeister Jakob Abrael. Der Vilser Bürgermeister und sämtliche Gerichtsverpflichteten werden vor das Pflegamt zitiert, um sie anzuhören, ob sie gegen die Zuteilung eines Krautgartens an den Wasenmeister im sog. Hagenweidach etwas einzuwenden hätten. Der Frühgarten von 100 x 50 Schritt soll zum Anbau von Korn verwendet werden. Die Bürgerschaft stimmt der Umwidmung ihrer Viehweide zu, wenn ihr dadurch kein Nachteil erwächst und das Grundstück wieder an sie zurückfällt, sobald die Wasenmeisterei eingestellt wird.
Requirierungsbestätigung für die abgebrannten Häuser in Erl.
Herzog Ludwig von Ober- und Niederbayern bestätigt den Bürgern seiner Stadt Ratemberg auf deren Bitte die Privilegien und Freiheiten seiner Vorvordern. Siegler: Der Aussteller Zeugen: Kanzler Michael Rieder
Martin Fadumb, Maurermeister, verkauft mit Zu stimmung Abraham Stöckls, Pfleger der Herrschaft Landeck, als zuständigem Grundherren der Gemein und Nachbarschaft zu Za ms, vertreten durch den derzeitigen Dorfvogt Daniel Nagl, Matthias Schueller, Handelsmann, Anton Recheis, Georg Schneller und Jenewein Leutner eine halbe Behausung, samt Stadel, Stall und Frühgarten zu Zams am Gries (Grieß) nächst der Brüggen oder sog. Öde (Ed) gelegen, welche er 1703 von Josef Schenherr gekauft hat. Die andere Haushälfte hat noch Schenherr inne. Das Haus grenzt im Osten an Daniel Nagl, im Süden, Westen und Norden an die Gemein. Davon sind jährlich 2 kr an das Schloß Landeck zu zinsen und 45 kr Landsteuer. Kaufpreis: 280 Gulden Trinkgeld 2 Gulden verzehrten Leutkauf 1 Gulden Siegler: Abraham Stöckl, Pfleger zu Landeck Siegelbitte an: Balthasar Grissemann, Gerichtsverpflichteten Zeugen: Veit Tripp zu Perjen Dorsalvermerk: Daniel Nagl quittiert am 3. Febr. 1722, daß er der Gemeinde zum verkauften Zollhäusl auf seinem Boden die Erbauung eines Backofen und die Benützung des Galtbrunnens bewilligt hat.
Nach einstimmigem Beschluß der Gemeinde sollen die seit 1771 für die Schafweide genutzten Plätze in der Öde (Oede) zur Fruchtbarmachung verteilt werden. Zu diesem Zwecke werden Johann Recheis, Philipp Geiger Dorfvogt, Franz Schrott und Leonhard Partoll als Bevollmächtigte vorgeschlagen. Die Bwilligung zur Fruchtbarmachung für alle Ödgriinde liegt seit 1769 vor und der Vollzug zur Verteilung wird nunmehr vom Landgericht vorgenommen. Daher wird an die versammelte Gemeinde die Frage gerichtet, wie die Verteilung erfolgen solle und welche Ödplätze verteilt werden sollen. Der Beschluß ergibt, daß jede Familie eine gleich große Parzelle erhalten und schlechtere Plätze durch größere Anteile abgegolten werden. Ausgenommen von der Verteilgung sind nur der Marktplatz und der Kreuzbichl. Berechtigte sind nur steuerbare und ortsansässige Familien.
Alter: 27; Doktorin im Anatomischen Institut in Wien. Tod durch Erschießen. Gattin eines Wiener Privatdozenten. Hatte zuvor zusätzlich Gift genommen. Gesundheitliche Probleme. Beerdigt in Kufstein-Zell. Nach ärztlichem Gutachten wurde die Tat im Zustand akuter Geisterverwirrung begangen.
Alter: 52; Bäuerin in Scheffau, geistig verwirrt. Tod durch Erhängen.
Alter: 12; Kind eines Arbeiters.
Alter: 68; Arbeiter bei der Innregulierung. Arnold wollte einen älteren Kollegen helfen, der ins Wasser geraten war. Beide konnten sich aber dabei selbst nicht an der Oberfläche halten und wurde fortgetrieben. Die Leiche von Arnold wurde am 19.5.1919 aus dem Inn geborgen und im Stadtfriedhof begraben.
Alter: [unklar]; Arbeiter bei der Innregulierung. Arnold wollte einen älteren Kollegen helfen, der ins Wasser geraten war. Beide konnten sich aber dabei selbst nicht an der Oberfläche halten und wurde fortgetrieben. Die Leiche von Arnold wurde am 19.5.1919 aus dem Inn geborgen und im Stadtfriedhof begraben.
Alter: 37; Zimmermann, aus Bayern stammend. Wurde beim Holzziehen von einem Schlitten überfahren.
Alter: 38; Holzarbeiter vom Stummerberg. Erlitt bei der Arbeit tödliche Kopfverletzungen.
Alter: 38; Vieheinkäufer des italienischen Oberkommandos, stammte aus Bozen. Wurde von Friedrich Eberharter (17 Jahre) von Zell/Ziller nach Hart gelockt, da dort Vieh zum Verkaufe existiere. Am Weg dorthin erschoss er den Trafojer von hinten und warf die Leiche in den Ziller. Hatte die Pistole kurz vorher ohne Genehmigung bei Ritzl in Fügen gekauft. Erbeutete über 2000K. Lange Erhebungen durch eine Gerichtskommission bis Täter ausgeforscht und geständig war.
Alter: 70; Stürzte von einem Eisenbahnwaggon und erfor anschließend in der Nacht.
Alter: 54; Gattin eines Schuhmachers, wurde von einem Zug gestreift. Starb im Spital.
Paul Marckh, Gastgeborener und Bürger von Hall, und seine Gattin Maria Recheis, vertreten durch Degenhart Vorster, Salzschiffmeister und Bürger von Hall, errichten ihr Testament. Paul Marckh übergibt seiner Frau eine Morgengabe von 200 Gulden, diese schenkt ihm einen Silberbecher. Im Todesfall erbt jeweils der Hinterbliebene den gesamten Besitz.
Siegler: Hans Tunckhlstainer, Bürgermeister von Hall; De genhart Vorster Siegelbitte: Christof Zehentner, Diener des Stadtschreibers Thomas Waidmann
Zeugen: Michael Högwein, Stadtrichter von Hall; Adam Eggl, Ratsbürger von Hall; Hans Nätschger, Saumsattler und Bürger von Hall
Aufzeichnungen der Schützenkompanie Imst mit Namenslisten der Schützen gegliedert nach den Ortschaften des Gerichtes. Am 1. Mai werden aus dem Magazin Brennbichl 50 Pfund Scheibenpulver und 200 Ib Blei für die zweite Kompanie ausgefaßt. Am 5. Mai wird aus der Haupkasse ein Vorschuß entnommen. Weitere Spesen für ein Kastei zu einem Meßgewand Lind die Auszahlung von Taggeldern an die Offiziere und den Feldpater werden notiert. Den Korporalen Josef Wittwer von Imst, Balthasar Kreiter von Imst, Johann Rummel von Tarrenz, Michael Öck von Nassereith, Julian Trenker von Arzl, Josef Weber von Wenns, Josef Turner von Jerzens, werden jeweils ca. 12 Mann namentlich zugeteilt.
Alter: 53; Ertrank im Bach.
Alter: 6; Sohn eines Fabriksarbeiters stürzte beim Rodeln in den Mühlkanal und ertrank dort.
Alter: 59; Starb nach einem Sturz von einer Stiege.
Alter: 33; Bahnschaffner, sprang aus seiner Wohnung im 1. Stock auf die Straße. Grund: Fieberdelirium. Starb bald an inneren Verletzungen. Daten im Parteteil.
Alter: 9; Wollte sich entlang des Inns an die Kantine der italienischen Besatzer schleichen. Eis brach ein, Opfer wurde fortgetrieben. Starb, obwohl es schnell aus dem Wasser geborgen werden konnte.
Alter: 7; Wollte am zugefrorenen Lech schleifen. Brach dabei ein und verschwand unterm Eis. Die Leiche wurde geborgen und am 30.1.1919 beerdigt.
Alter: 48; Tagelöhner, verunglückte tödlich in einer Sägerei.
Alter: 67; Starb an einem Schädelbruch. Seine Leiche wurde nach Innsbruck überführt.
Alter: 13; Leiche eines Mädchens wurde im Inn entdeckt, konnte aber nicht geborgen werden. Erst am 8.3.1919 bei Imst.
Alter: 25; Arbeiter im Bergwerk. Wurde von einem laufenden Förderriemen erfasst und mitgerissen.
Alter: [unklar]; Knecht beim Kirchenbauern. Wurde durch Hufschlag eines Pferdes tödlich verletzt.
Alter: 46; Ertrank im Inn.
Hans Singer vom Adlshof in Axams ist durch persönliche Unglücksfälle, Mißernten und Hochwetterschäden zu solchen Schulden gezwungen gewesen, daß er seinen Besitz den Gläubigern überlassen muß. Diese verkaufen ihn dem Bartholomeus Jäger von Axams. Der Kaufpreis von 845 Gulden deckt jedoch nicht die Schulden von 1287 Gulden 55 Kreuzer, weshalb die Gläubiger auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten müssen.
Siegler: Martin Happ, Gerichtverwalter von Axams
Marschbefehl für die Flintenschützenkompanie des Gerichtes Inist unter Haupimann Andrä Moyles Kommando, welche nach Zerncz abzugehen hat. Die Kompanie umfaßt drei Oberoffiziere, einen Feldpater, einen Fourier, einen Chirurgen, einen Büchsenmacher und 115 Mann vom Feldwebel abwärts. Für die Offiziere sind zwei zweispännige und eine einspännige Kalesche für ihr Gepäck vorgesehen. Da sich die Kompanie mit Lebensmitteln zu versehen hat, sind von Station zu Station fünf halbe Wagen heizuschaffen. Der Abmarsch erfolgt am 2. Mai nach Landeck am 3. nach Ried und am 4. nach Nauders. Dort hat sich die Kompanie hei der landesfürstlichen und landschaftlichen Schutzkommission zu melden. Dieser am 2. Mai ergangene Marschbefehl wird in Nauders ergänzt. Die Kompanie wird angewiesen am 6. Mai bis Schuls und am 7. Mai bis Zernez zu marschieren.
Alter: [unklar]; Schuhmachermeister. Tod durch Erhängen.
Alter: 56; Tod durch Erschießen.
Alter: 49; Tagelöhner, wurde bei Sprengarbeiten von fallenden Steinen erschlagen.
Alter: 49; Hotelportier, wurde tot im Inn aufgefunden.
Alter: 7; Starke Sturmböen in Tirol. Beim Schustingerbauern wurde ein Dach abgetragen und erschlug beim Nachbarn (Aniser) einen Knaben.
Alter: 21; Im Bahnhof wollte italienischer Soldat vor einem Zug die Geleise übersetzen, wurde aber von der Lok erfasst und getötet.
Alter: 42; Wurde nach einem Kartenspiel vom Täter Ferdinand Haselwanter (16 Jahre) am 25.12.1918 schwer verletzt. Schoss mit einer Pistole auf sie. Starb nun im Innsbrucker Spital. Täter wurde dazwischen auf freien Fuß gesetzt.
Alter: 59; Metzgermeister, trübsinnig, Tod durch Erschießen.
Alter: 43; Bauernknecht, wurde bei der Holzarbeit von einem Baum erschlagen.