Alter: 17; Tod durch Vergiften in geistiger Umnachtung.
Alter: 25; Holzarbeiter, wurde von einem fallenden Baum am Kopf getroffen und getötet.
Alter: 54; Bauer in Aschau, wurde auf der Jagd von seinem Kollegen Marksteiner irrtümlich angeschossen und getötet.
Alter: 8 Monate; Wurde von einem anderen Kind erdrückt, indem es auf ihn zu liegen kam.
Paul Aichinger von Straubing, Pilger nach Rom, stellt eine Vollmacht aus, jene 4 Gulden bei Jakob Winkler zu kassieren, die dieser beim letzten Bozner Markt nach Hall zu schicken versprochen hat.
Siegler: Paul Aichinger
Jahresbericht der Realschule Imst
Alter: 24; Holzarbeiter, verletzte sich bei der Arbeit tödlich. Seine Leiche wurde erst am 29.12.1920 gefunden.
Alter: 46; Tourist aus Augsburg. Seine Leiche wurde in der Karwendelschlucht gefunden. Agnostizierung durch seine Papiere. Dürfte sich aber erschossen haben und stürzte anschließend in die Schlucht.
Alter: 19; Tagelöhner. Erhängte sich im Gefangenenhaus.
Alter: 52; Längere Zeit vermisst, am 13.10. gefunden. Lag in einem Heustadel in der Windau mit durchschnittener Kehle.
Alter: 20; Feinmechaniker aus München. Stürzte von der Fleischbankspitze ab. Wurde noch lebend zum Stripsenjochhaus gebracht, verstarb aber dort kurze Zeit später.
Alter: 21; Chemiestudent aus München, stürzte am Aufstieg zur Pyramidenspitze (Zahmer Kaiser) am Winkelkar ab. Haltegriff brach aus.
Alter: 62; Bauarbeiter bei der Bahn. Wollte im Dienst einen Zug ausweichen, wurde aber vom Gegenzug erfasst.
Alter: 22; Bäuerin in Schaftenau. Schwermütig. Erschoss sich mit einem Revolver.
Alter: 27; Münchner Bergsteiger, Bankbeamte. Stürzten an der Ostwand des Lamsenjochs ab. Vermutlich brach ein Griff aus. Wurden im Ortsfriedhof begraben.
Alter: 32; Münchner Bergsteiger, Bankbeamte. Stürzten an der Ostwand des Lamsenjochs ab. Vermutlich brach ein Griff aus. Wurden im Ortsfriedhof begraben.
Paul Aichinger von Straubing, derzeit Pilger nach Rom, stellt der Agatha, Spitalmutter von Hall, einen Schuldschein über 10 Gulden aus, den er nach seiner Rückkehr von Rom spätestens 14 Tage nach Osten einlösen wird.
Siegler: Paul Aichinger
Alter: 35; Holzknecht aus Schwaz. Ertrank bei der Holztrift.
Pfarrurbar
Pflanzung einer Jubiläums-Linde
Kataster der steuerbaren Objekte in der Steuergemeinde Aurach mit 194 Gutsbesitzern und einigen Nachträgen.
Steuerberechnung ohne Prästandenabzüge in der Gemeinde Jochberg, geordnet nach Katastemummem und Eigentümern.
Franz Ruedorfer nimmt auf Veranlassung der gesamten Gerichtsgemein die von der o.ö. Regierung am 28. Juli anbefohlene Veröffentlichung der Gerichtstarife vor, welche unter Hans Adam Topff, Urbar- und Lehengerichtsschreiber, vor ca. 30 Jahren während dessen Amtszeit für Briefgeld, Vormundschaftsrechnungen, Gerichtsurkunden usw. eingefordert wurden.
Das Waldamt Imst teilt der Gemeinde Angedair wegen der Beibelassung der Weideplätze für Kleinvieh mit, daß das Kreisamt das Ansuchen abgelehnt hat, weil die beantragten Weiden für den dortigen Jungwald unersetzliche Schäden verursachen und der dortige Holzmangel ohnedies schon stark fühlbar sei. Daher wird inzwischen für die Gemeinde Angedair zum Austrieb des Gais- und Schafviehs ein Weideplatz in der Höhe der Thialwaldung (Dialwaldung) bstimmt. Im Frühjahr und Herbst darf das Vieh unter Aufsicht eines Hirten über dem Thialwakl geweidet werden. Der Auf- und Abtrieb darf nur entlang des Thialbaches unter Schonung des Jungwaldes erfolgen.
Bestätigung für requirierten Wein an Wolfgang Prastberger.
Nach Maria Elisabeth Wohlgemuth, Witwe des Johann Anton Mayr, Pfleger zu Anras, von und zu Oberplanitzen (Oberplani(t)zing), Gemeinde Kaltern, wird deren Vermögen inventarisiert, ergänzt und auf die rückgelassenen erblichen Kinder Anton Peter, Johann Stefan und Maria Gertraud Mayr aufgeteilt. Die Vermögensabhandlung wird vom hochfürstlichen Kommissar Jakob Christoph Hofstetter zu Piazoll vorgenannten. Die Inventur der Leibkleider aus dem Gewandkasten und der Truhe, das Bargeld und der Schmuck aus dem Geldkastl, die Silbergeschmeide, Geschirr, Besteck, Stoffe, Pelle und Lebensmittel erbringt einen Wert von 752 fl. Das liquidierte Vermögen beim Bruder Franz Wilhelm Wohlgemuth und den beiden Klosterfrauen Mechthild und Franziska beträgt 6394 fl. Nach Abzug der Schulden verbleibt für jeden Erben ein Nachlaßvermögen von je 2178 fl. Zeugen: Franz Xaver Heffter und Anton Niklaus Hibier Siegler: Jakob Christoph Hofstetter, Pfleger zu Anras
Andre Schuester, wohnhaft in Igkelstarff, verkauft aus Notdurft sein lediges Haus, Hofstat und Garten am Rindermarkt zu Lienz dem Klemencen Melcher und dessen Frau Anna um 16 Pfund Pfennige gewöhnlicher Münze der Stadt Lienz Die Liegenschaften grenzen an der Irherin Haus, an Jorg Schuesters Haus, an die Sawgasse, ist rechtes Burglehen und zinst dem Amt zu Lienz 9 Kreuzer und drei Pfennige sowie der St. Michel-Kirche am Rindermarkt zwei Trinkchen öl. Siegler: Wolfgang Kchemppner Zeugen: Hanns von Anrass, Cristoff Vasolt, Lucas Peckh
Servitutenregulierung mit Geiger, Schranz, Krismer
Auf Befehl der o. ö. Regierung wird dem Pfleger von Emberg aufgetragen, anläßlich des Reisjagens durch Hans Schedle und Matthäus Frick die Untertanen von Tanhaimb daran zu erinnern, daß nur die Gemspirsch gestattet ist.
Zwischen der Pfarre Aschen und der Gemeinde der Pfarre Praittenwanng kommt es wegen strittiger Grenzen anläßlich der Holz- und Weidenutzung an dem Harlander zu einem gütlichen Spruch. Aschen ist durch Georg Pfeffer, Mair, Hans Prugger, Benedikt Weissenbach, Thomas und Hans Retter, Hans Haf, Hans Teuffenbrunn, Jörg Michel und Peter Kerly vertreten, Praittenwanng durch Thomas Pairhof, Bürgermeister, Georg Oberreiter, Christoph Raminger, Jakob Strely, Bürger zu Reuti, Hans Schnöder, Hans Kurz, Thomas Winter, Oswald Raich, Martin Zwerger und Georg Teuffenbrunn. Der Harlander reicht vom Roten Lech bis an den Ligfeistenbach, der Nassen Platte entlang zum Jochweg hinauf bis zum Harlander Kopf. Die von Aschen nehmen für den Harlander ein viel größeres Gebiet an, weshalb es zur Neuvermarkung mit ge nannten Grenzen kommt. Jenseits dieser Grenze taleinwärts wird das Gebiet Liggseitenberg genannt und mit allen Rechten ausschließlich der Pfarre Praittenwang zugesprochen. Den Erlös des bereits geschlagenen Holzes müssen die von Aschen dem Pfleger erlegen, vorbehaltlich alter verbriefter Rechte. Siegler: Pfleger Hans von und zu Winnckhelhofen und Richter Matthias Schlechter Spruchleute: Ulrich Schraz, Anton Tauscher, Jakob Klainhanns, Mang Hosp, Hans Weber, Jörg Schwarz, Matthäus Kloz und Benedikt Strely.
Inventar der Fahrnisse im Siechenhaus zu Flopfgarten, welches dem Siechenmeister Leonhard Resch auszuhändigen ist, 1631. Genehmigung zum Verkauf des Siechenhauses durch das Ordinariat Chiemsee, da es sich um keine milde Stiftung handle. Der Erlös soll zur Erbauung des Flolzrechens verwendet werden, 1789. Beilage zur Bürgerrechnung betr. den Verkauf des Siechenhauses, 1791. Das Baus wird je zur Hälfte an Anna und Katharina Orther, sowie an Peter Manzls Erben um je 290 Gulden verkauft.
Hans Stempffe, Schultheis in Arenstein sowie die Bürgermeister Hans Ronck und Heinz Spengler und der ganze Rat daselbst bestätigen eidlich den Herrn von Wurtzburgk mit diesem Brief in Anwesenheit der Zeugen Hans Krewell, Heinz Kunngk, der alte Hans Gerach, jetzt Bürger zu Arenstein, von Gawnheim Klaus Stempffe, Konz Sür der Alte, Heinz Sür, Hans Nusser und Konz Kunngk, von Mutesheim Hans Kunngk und Peter Kunngk von Wntzbach, dass Lorenz Kunngk von ehelicher Geburt ist. Siegler: Stadtsiegel von Arenstein
Dem 'Bier-Fratschler zu Entach', Georg Bintacher, wird seine Konzession zum Ausschank von Bier oder Branntwein bestätigt.
Alter: 87
Zwischen der Bürgerschaft Windischmatrei und dem jetzigen Inhaber der Sag im Pach oberhalb des Marktes gelegen, namens Simon Gasser in Vertretung seines Vaters Jakob Gasser am Klaunz, kommt es zur Einigung wegen des Holzschnittpreises. Bis zu einer Größe von 3 Klafter kostet Tafel, Truhen und Bodenholz zu schneiden 1 kr, darüber aber 6 Pfennig. 'Eieggen' für Stadelböden unterliegen der freien Vereinbarung mit dem Sagmeister. Der mit dem verstorbenen Sagmeister Eustach Khöll getroffene Vertrag ist hiemit außer Kraft. Diesen Vergleich ratifizieren für die Bürger und Inwohner Dominikus Forstlechner, Berg- und Marktrichter, Hans Pruner und Matthäus Aichperger, Marktkämmerer. Siegler: Wolf gang Lasser, Pfleger Zeugen: Martin Edlmüller und Sebastian Häzer, lediger Dienstknecht
Protokoll zum sog. Kässonn lag, an dem die neuen Gemeindevertreter, Hirten, Baumeister ect. bestellt werden.
Laut Verleihbrief des Oberjägermeisteramtes vom 31. Okt. 1720 wird die Aufteilung der Au hinter dem Zammer Kornfeld für 30 Star Land bewilligt und somit den behausten Nachbarn (außer dem Pfarrwidnm) ausgelost. Dazu geben die Zammer folgende Waalordnung zu Protokoll: 1) Vom Wasserwaal auf die Ober- und Unterreit darf ein Wasser entnommen werden. 2) Der Waaldamm soll 6 Schuh hoch und 7 Schuh breit bleiben, nicht erniedrigt und nicht abgegraben werden. 3) Auch für die Feldäcker darf der Damm nicht umgegraben oder aufgebrochen werden. 4) Sollten die Au-lnhaher die Ober- und Unterreit-!nhaber schädigen, ist eine Strafe von 36 kr oder auch mehr zu bezahlen. 5) Die Durchfahrtsrechte von der Arche über das Maurig-Weg-Brüggl und gegen die Grueben bleiben für die Gemeinde aufrecht. Die Au-Inhaber sollen von der Landstraße über das Waälbrüggj dem Inn nach bis an das Forchach-Waldete fahren. 6) Das Forchach-Waldele bleibt unaufgeteilt, um bei allfälligen Wasserschäden Archenholz zu haben. Durch Marchsteine wird dieses IIölzl geschützt bei sonstiger Strafe von 24 kr Pfandgeld. 7) Die oberste Au des Franz Wolf wird vermarkt. Protokollführer: Josef Holer. Die Einhaltung geloben Kaspar Fadumb, Dorfvogt, Johann Zircher, Georg Schneller, Christian Rudig und Ignaz Salzgeber als Vierer.
Rechnung für die Wasserspritze durch Schmied Josef Seher an den Kassier Martin Wolf
Wegen des von der Augsburger Regierung in Nösslwang neu angelegten Weggeldes nehmen die Vilser Rodfuhrleute gegenüber der o.ö. Repräsentation und Hofkammer Stellung. Die Strecke zwischen Kempten und Oy könne mit den hiesigen Verhältnissen nicht verglichen werden. Daß der Müller Peter Triendl auf der neu angelegten Straße mit starken Pferden sogar vier Fässer geführt habe, sei keine Richtschnur, da ihm ein Pferd bereits verendet sei. Meist werden von Balthasar Eberle, Jakob Holzhey, Franz Schonger, Anton, Ignaz und Wolfgang Wörle zwei bis drei Fässer geführt, oder vier Fässer mit drei Pferden, jedoch nie zwei Fässer mit einem Pferd. Die Nösselwanger wollen mit der erhöhten Last bei gleichzeitig um 5 kr erhöhtem Lohn nur den Vilsem konkurrier!. Es gehe nicht um eine Rodlohnerhöhung, sondern um eine Weggeldreduzierung. Daß der unbesonnene Mitbürger Anton Wörle den Sohn des Anton Erdt von Pfronten beleidigt habe, bedauere man. Dafür sei er vom Pflegsverwalter mit Kerker bestraft worden. Unbestritten ist, daß Gotthard Wörle und Hans Georg Kels gegenüber Rodleuten von Kempten äußerten, daß sie die 3 kr Weggeld nicht zahlen könnten und, daß man deshalb bei der Hofkammer vorstellig werde. Die Pfrontner gaben zu, daß um diesen Lohn auch von ihnen keiner fahren könne. Man bestreite aber nicht, daß die Landstraße gut angelegt sei.
Die Stadt Hall schuldet dem Haller Bürger Chunrad Graentner 200 Mark minus 17 Pfund Berner Meraner Münze für von ihm gekauften Wein. Der Fälligkeitstermin ist der folgende Frauentag zu Lichtmeß.;
Siegler: Stadt Hall