Sammelposition: Zirkular wegen Insurgenten und Ausstreuung von Gerüchten, Anordnung zur Einvernahme wegen Bauemversammlung, Aufstellung der Verpflegungskosten für französische Truppen.
Sämtliche Kürschner, die doch noch nicht in der Hauptlade in Innsbruck oder einer Viertellade inkorporiert sind, werden aufgefordert, dies umgehend zu tun.
Alter: 29
Nach Magdalena Cobreillers Ableben vergleichen sich die Erben mit dem mitschuldenden Bruder Silvester Cobreilier, daß ihm alles Geld und Inventar der Verstorbenen verbleiben soll, da keine Briefschaften oder Verfügungen vorhanden sind. Dafür soll deren Bruder alle Unkosten bei der Obrigkeit, bei der Gerichtsschreiberei, beim Wirt sowie die Begräbniskosten übernehmen. Weiters hat er der Muhme Margreth für deren verstorbenen Vater 8 Gulden und ihrem Ehemann Matthias Oberthaller 2 Gulden 6 kr zu bezahlen, sowie den vier Kindern des Thomas Spielpichler und der Maria Cobreilier als Erbgeld 6 Gulden zu vergüten. Damit ist die Erbschaft beendet. Dies geloben Silvester Spielpichler und Matthias Oberthaller. Zeugen: Peter Fuxmayr und Frans Hefter Siegler: Johann Erasmus Hofstätter, Pfleger zu Anras
Original Pergament 36,8 cm x 24,5 cm m. PI. 2,5 cm, anhangendes Schalensielgel
Namens des Pfarrmesneramtes ersucht die Gemeinde Zams ein Stück Angermahd, welches laut Mesnerinstruktionen von 1662,1707 und 1733 in der Oberen Patscheid liegt (1/4 Mannmahd groß) und der Mesnerstiftung zugehört, da es von Maria Gitterle, Zircherische Witwe beansprucht wird, ohne daß sie die Angermahd gekauft hätte, wieder dem Mesneramt zurückzustellen. Nach Lokalaugenschein und Aufforderung an die Witwe, ihren Besitz gehörig nachzuweisen, beruft sie sich auf die langjährige Possesion. Da wegen der Größe - ein Teil könnte durch das Landwasser hingeflossen sein - Differenzen bestehen, wird nach mehreren Re zessen ein Vergleich beschlossen: Die Witwe soll das fragliche Fleckl unter dem Pfarrwidumgut, da es keinen großen Wert hat, für eigen behalten. Dafür soll sie für das neue Glockengebäude als Vergleichsgeld drei Dukaten zu 12 Gulden 30 kr bar bezahlen und als Stiftung einbringen. Sollte sie aber als unschuldig erkannt werden, wird ihr dieser Betrag wieder zurückerstattet. Die Unkosten werden nachgesehen.
Kaspar Lanng zu Silz sichert dem Veit Tönig als Kirchpropst von der St. Johannes- und Laurenzkirche zu Imst 5 lb Berner jährlichen Grundzins für die Verleihung des 'Rynndertals' außer Tarrenz, von Jakob Payner herrührend, mit Haus, Stadl etc. als Erbbaurecht. Sielger: Georg Schenckh von Ni(e)dermontani Zeugen: Hans Tasch, Balthasar Rodt und Georg Ennglschalckh, Gerichtsschreiber zu Imst.
Kaiser Josef I. bestätigt auf Bitten der sechs Viertier und der gesamten Untertanen der Herschaft Kizpichel die Marktprivilegien, welche erstmals 1474 von Herzog Leopold von Bayern verliehen und von den nachfolgenden Herrschern konfirmiert worden waren. Weiters bestätigt er die Privilegien für jene beiden allgemeinen Viehmärkte, welche Erzherzog Ferdinand Karl 1648 (vgl. Urk. Nr. 64) und Sigmund Franz 1663 (vgl. Urk. Nr. 67) bei St. Johann auf der Weitau verliehen haben und hier wörtlich inseriert sind. Siegler: Kaiser Josef mit Unterschrift
Voranschläge, Rechnungen, Quittungen und Ausgabenverzeichnisse für die Kirchdachreparatur der Vikariatskirche in Jochberg und die Errichtung der neuen Schulstube. Bei der Ausschreibung der Kirchenreparaturen kommt es zu einer öffentlichen Versteigerung für die Professionisten. Für die Dachdeckung werden 282 Kosttage verrechnet. Gemeindevorstand Wolfgang Auberger bestätigt am 31. Dez. 1831 die Richtigkeit der Ausgaben von 1434 Gulden für Kirche und Schulstube.
Christian Selawer, Bürger zu Rattenberg, verkauft der Bruderschaft an der Virgiliuskirche zu Rattenberg zwei lb Berner ewige Gült von seinem Haus in der Stadt Rattenberg. Es liegt neben Simon Prunners und Michel Awers Haus an dem Eck, wo Selawer wohnt. Siegler: Jörg Schafftoltinger, Bürger zu Rattenberg Zeugen: Hans Stettner, Inwohner zu Rattenberg, Christian May, Ulrich Kraut, Müller
Verzeichnis von ca. 20 alten Gewerbriefen der Nachbarschaft Liesfeld mit regestenartiger Inhaltsbeschreibung ab 1487.
Peter Khöll am Klaunz übergibt seinem eheleiblichen Sohn Blasius seine bisher innegehabte Lehensgerechtigkeit auf 3/4 aus dem dritten Drittel der Hube am Niederklaunz, das Wälzl-Gütl genannt und genannte Grundstücke, welche dem Erzstift Salzburg lehenbar sind. Siegler: Unterschriften: Amtssiegel der Hofkammer Christoph Moriz Faber, Hofmeistereiverwalter, Johann Baptist Khaserer Zeugen: Dominikus Donatus Forstlehner, Bergrichter und Johann Wolfgang Jud, beide Schreiber zu Windischmatrei
Jörg Rigelhofer vom Rigelhof in Nieder05s und seine Frau Kathrein bestätigen den Empfang von 10 Mark Berner Meraner Münze von Kaspar Füger, Bürger von Hall und Pfleger des Heilig-Geist-Spitals zu Hall. Für diese Summe sollen sie jährlich bei der Weinernte zu Michaeli ein Fuder Wein zinsen. Sollte einmal die Weinernte dazu nicht ausreichen, soll der Zins auf die folgenden Jahre aufgeteilt werden.;
Siegler:
Zeugen: Otto der Jauffner, Bürger von Meran Hans Türhauner, Bürger zu Augsburg, Hans Stübel, Hans Kornmesser, Hans Chugrär, Schmied, Heinrich Reidler, Heinrich Dreyer, Hartmann der Vomed
Tauschurkunde mit Serfaus
Wegen der Vermarkung der Landesgrenze wurde zwischen den Herrschaften Emnberg und Hochenschwangau am 10. Aug. 1609 ein Vergleich entworfen, welcher wörtlich inseriert ist. Anläßlich der geplanten Bergwerke an der Höchen Plet oder Kaltenlain wird von Tiroler Seite neuerlich ein Vertragsentwurf ausgearbeitet, da der alte Vertrag nie ratifiziert worden ist. Unter Kaiser Leopold und Herzog Ferdinand Maria von Bayern wird zur Streitbeilegung von genannten Kommissaren ein Augenschein vorgenommen und nach erfolgten Konferenzen ein gütlicher Vergleich getroffen. Es soll demnach bei dem alten Vergleichkonzept verbleiben. Die Marksteine sollen gesetzt werden. Bayern bewilligt, daß in der Oxenhirschwanng von Reuti hineinwärts beim vierten Grenzstein das Holz, auch Wun und Weide ausschließlich nach Emnberg (ohne Mitgenuß oder Eingriff von Hochenschwangau) gehören. Die hohe und niedere Jagd aber genießen die beiden Herrschaften gemeinsam. Davon bleibt aber das landesfürstliche Territorium beim unteren Plaßen und Oxenhirschwanng unberührt. Siegler: genannte Kommissare mit Unterschriften
Das Salinenwaldamt Trutz genehmigt nach dem Gutachten des Salinenforstwärters Josef Praxmarer den Tausch eines von der Gemeinde Fendis genutzen herrschaftlichen Waldgrundes von 209 Klaftern gegen die 617 Klafter große Wiese des Rochus Schranz, um einen bequemen Viehauftrieb zu erhalten.
Simon Stainlechner auf Ebenwald in Ampaß stellt der Waldaufstiftung einen Revers über ein halbes Leben im Zimertal in Ampaß aus, das er von seinem Vater Hans Stainlechner geerbt hat.
Siegler: Ferdinand Marpeck, Stadtrichter von Hall Siegelbitte: Dr. Paul Papprian, oö. Regimentsadvokat und Stadtsyndikus von Hall
Zeugen: Georg Peintner, Schreiber des Stadtsyndikus; Hans Sturz, Schneidermeister an der Haller Innbrücke
Alter: 48
Alter: 61; Knecht, ging auf der Bundesstraße von Hall nach Innsbruck. War alkoholisiert und geriet an ein Auto, das ihn überholte. Wurde niedergestoßen und erlitt tödliche Kopfverletzungen. Stammte aus St. Johann/Tirol.
Alter: 26; Tapezierer aus Götzens. War mit mehreren Personen in der Reichenau, um im Inn zu baden. Geriet in die Strömung und wurde fortgeschwemmt.
Alter: 48; Wollte mit dem Fahrrad am Rücken die Eisenbahnbrücke über die Ötztaler Ache überqueren. Wurde von einem Schnellzug erfasst und auf der Stelle getötet.
Alter: 54; Sägearbeiter wurde, seit langer Zeit vermisst. Seine Leiche wurde nun am Bachbett der Ruetz aufgefunden. Die Ursache des Unglücks konnte nicht geklärt werden.
Alter: 21; Stürzte beim Kirschenpflücken vom Baum und erlitt schwere innere Verletzungen, an denen sie im Krankenhaus starb. War die Tochter des Bürgermeisters und war am Beginn einer Künstlerkarriere.
Alter: 54; Gastwirt in Gallzein, wollte in seinem Garten Kirschen pflücken. Stürzte vom Baum und starb an den Verletzungen.
Alter: 36; Kapellmeister bei der Berliner Staatsoper. Wollte von Scharnitz aus den Kleinen Solstein ersteigen, wurde dann aber vermisst. Die Suche wurde nach einigen Tagen vorläufig wegen Schneefalls eingestellt.
Alter: 48; Schmiedbäuerin. Psychische Probleme, erhängte sich in Faistenau auf ihrem Heuboden.
Alter: 43; Eisenbahnschaffner aus Innsbruck. Stürzte am 12.7. bei der Ausfahrt des Zuges vom Trittbrett und wurde von den Rädern überrollt. Wurde ins Spital von Zams eingeliefert, wo er nach 3 Tagen starb.
Alter: 26; Kassiererin aus Ehrwald. Nahm im Bahnhof eine hohe Dosis Veronal ein, woran. Starb an Vergiftung im Krankenhaus.
Paul Khräüinger auf der Hochstraß in Rinn stellt der Waldaufstiftung einen Revers über zwei Anteile am großen Neurauth in Tulfes aus, die er von Margarethe Kher, Witwe des Silvester Grießmayr von Tulfes, gekauft hat,
Siegler: Ferdinand Marpeck, Stadtrichter von Hall Siegelbitte: Georg Peintner, Stadtschreibereidiener
Zeugen: Andreas Khrällinger von Rinn
Alter: 55; Holzknecht, wurde bei der Arbeit von einer Lawine verschüttet.
Alter: 34; Wollte am Abend über einen schmalen Steig vom Hahnenkamm nach Kitzbühel absteigen. Traf in der Unterkunft nicht ein und wurde daraufhin gesucht. Man fand sie tot am Fuß eines 80m hohen Felsens. War Direktorin eines Modehauses in Wien. Die Leiche wurde in ihre Heimatstadt überführt.
Alter: 5; Sohn eines Gastwirtes. Stürzte beim Spiel von einem Stadel und erlitt tödliche Wirbelsäulenverletzungen.
Alter: 54; Bauer in Volderberg, wollte auf einen Obstbaum steigen, um Kirschen zu pflücken. Glitt auf einer Sprosse der Leiter aus und verhakte sich dort beim Absturz. Blieb mit dem Kopf nach unten hängen. Erlitt tödliche Verletzungen.
Alter: 47; Wurde am 27.6. von seinem Arbeitskollegen Franz Wurnig angeschossen, als dieser auf Spatzen zielte. Erlag später den Verletzungen. War Hausknecht bei einem Gasthof.
Alter: 56; Obsthändler, gesundheitliche Probleme. Tod durch Erschießen.
Alter: 5; Mehrere Kinder spielten bei der Schmiedwiese am Mühlbach. Das Opfer fiel hinein und konnte nicht mehr rechtzeitig geborgen werden.
Alter: 31; Bergführer aus München, in St. Anton sesshaft. Stieg mit holländischen Touristen über den Etancon-Gletscher auf. Dabei riss ein Griff riss aus und das Opfer stürzte in die Tiefe. War u.a. auch Skilehrer in der Skischule von Hannes Schneider.
Alter: 19; Tischler, arbeitslos, aus Innsbruck. Stieg mit Kollegen auf den Olperer. Beim Aufstieg wollte er noch Edelweiß suchen, stürzte dabei aber über eine 50m hohe Felswand ab. Erlitt tödliche Kopfverletzungen.
Alter: 26; Schlossergehilfe aus Schwaz. Stürzte beim Edelweißsuchen vom Laliderer Falken im Karwendelgebirge tödlich ab.
Alter: [unklar]; Vater und Sohn aus Innsbruck weilten auf Urlaub in Kärnten. Bestiegen den Stagor um Edelweiß zu pflücken. Sohn stürzte dabei ab, weil sich ein Stein löste. Stürzte an die 300m weit ab.
Sebastian Zöllner, Pfannhausamtsscheitterklieber und Inwohner von Hall, kauft mit grundherrlichem Konsens der Nikolauskirche von Hall vom Stiftsgärtner Paul Weinoldt das neu erbaute Haus im Kugelanger, das jener 1675 von Tobias Riedmayr gekauft hat. Es grenzt im Osten an Michael Stainer, im Süden an den Spitalanger, im Westen an Michael Studier, Fischer, und Norden an Tobias Riedmayr, Fässer.
Siegler: Ferdinand Marpeck, Stadtrichter von Hall Siegelbitte: Dr. Paul Papprian, oö. Regimentsadvokat und Stadtsyndikus von Hall
Zeugen: Georg Peintner, Stadtschreibereibedienter; Jakob Jäbinger, Gastgeborener und Bürger von Hall; Hans Zacherle, Pfannhausamtsscheitterklieber
Alter: 12; Wurde bei der Holztrift von einem Baum erschlagen.