Schreiben des Rentamtes bezüglich der Steuereintreibung für 1809.
Vergleich zwischen den Vierteln Jochberg, Reith, St. Johann und Pillersee mit dem Viertel Kirchdorf wegen der ungleichen Verteilung der Militärlasten bzw. Naturallieferungen durch letztere. Es wird eine Ausgleichszahlung von 1250 Gulden vereinbart.
Hans Pamgarter, Bürger zu Kueffstain, Martin Heller zu Seel und Christian Toph, Bürger zu Rattenberg, Oerhaben der mj. Geschwister Ruprecht, Eva und Agatha Heller, eheliche Kinder nach Lienhard Heller, Bürger zu Rattenberg, vermachen namens der Kinder in der Virgiliuskirche zu Rattenberg zur Mehrung des Gottesdienstes eine ewige Gült von 10 lb Berner von seinem Haus, das von Jörg Haydenreich stammt. Es steht in der Stadt Rattenberg zwischen Simon am Sterner und des Ögkers Häusern. Siegler: Hans Münchawer, Pfleger, Stadt- und Landrichter zu Rattenberg Zeugen: Lienhard Paumgarttner, Bürger zu Rattenberg, Hans Heller in der Hettenau, Hans Hueber zu Kyversvelden
Es wird verfügt, dass es im Sinne einer Produktionssteigerung zu einer Verquickung von alter Zunfttradition und modernen maschinellen Betrieb kommen sollte.
Schreiben des Matthias Eberle, Oberkaplan und Prediger der Waldaufstiftung, an die Kommission anläßlich der Verlassenschaftsabhandlung nach dem Tode des Stadtpfarrers Stefan Gift. Dieser habe ihm in seinem Testament nur eine silberne Fortunaschale, einen Rock und ein Paar silberne Löffel vermacht. Dies ist sehr wenig angesichts der für Gifl geleisteten Dienste: Seit 6 Jahren habe Eberle an Sonnund Feiertagen die Messen und Predigten in Absam gehalten, er habe täglich 2 Stunden dem Pfarrer laut vorgelesen, ihn spazierengeführt und seine Korrespondenz erledigt. Elias Slaudacher, Stiftspfennigmeister, als Mitglied der Kommission solle prüfen, ob Eberle nicht mehr aus dem Erbe bekommen könnte.
Alter: 24; Wurde im Wald von einem rollendenden Baumstamm erdrückt.
Alter: 58; Pächter eines Steinbruchs. Bei Arbeiten löste sich ein großer Stein vom Hang und traf das Opfer. Wurde ins Krankenhaus gebracht, wo es allerdings seinen schweren Verletzungen erlag.
Alter: 4 Monate; Kind eines Hauptmanns des Feldjägerbataillons in Hall. Wurde in einem Kinderwagen spazieren geführt, als eine Dachlawine niederstürzte. Das Mädchen wurde dabei tödlich getroffen. Mutter verstarb 4 Monate vorher bei der Geburt.
Alter: 34; In der Nähe der Gaudeamushütte wurde eine Leiche gefunden. Im Abschiedsbrief teilte das Opfer ihre Vergiftung mit Veronal mit. Stammte aus Wien und wollte in Ellmau begraben werden.
Alter: 9 Monate; Sohn des Gasoidbauern. Kroch in einem unbewachten Augenblick zum Futterkübel für die Schweine und stürzte hinein. Eine Rettung kam zu spät.
Alter: 35; Bäckergehilfe in Landeck, aus Schlesien stammend. Kündigte seinen Selbstmord an und sprang in den Inn. Seine Leiche wurde in Mühlau geborgen.
Alter: 70; Starb an schweren Kopfverletzungen.
Alter: 50; Wirtschaftliche Probleme, Pachtvertrag des Jesuitenhofes (Natterer Boden) lief aus. Tod durch Erschießen.
Alter: 52; Bäuerin. Begab sich mit Mann und Tochter auf die Hänge des Miesberges um Streu zu sammeln. Glitt dabei aus und stürzte 80m weit ab. Starb an den schweren Kopfverletzungen.
Alter: 60; Auf der Oberen Lend wurden Schlackenabfälle der Haller Saline gelagert. Opfer war dabei, Material auf einen Wagen zu laden. Untergrub dabei den Haufen, der zusammenstürzte. Wurde dabei verschüttet und erdrückt.
Alter: 3; Geriet beim Spielen in den Werkkanal und ertrank.
Stefan Has auf Frangör im Stubai stellt der Wald aufstiftung einen Revers über 1,5 Viertel des Frangörhofes aus, das er von seiner Schwester Maria Has, verheiratet mit Simon Purtscheller von Neder (Gern, Neustift), übernommen hat.
Siegler: Ferdinand Marpeck, Stadtrichter von Hall Siegelbitte: Dr. Paul Papprian, oö. Regimentsadvokat und Stadtsypdikus von Hall
Zeugen: Matthias Leitner, Schreiber des Stadtsyndikus; Hans Pradler, Lädier und Bürger von Hall; Hans Hölhhaler, Messerschmied und Bürger von Hall
Alter: 51; Gruppe von Holzfällern war im Wald beschäftigt. Triftende Stämme hatten sich verhakt. Beim Versuch, diese loszulösen, gerieten sie außer Kontrolle und verletzte einen Arbeiter tödlich. Unglück auch in Matrikenbuch Straß erwähnt.
Alter: 50; Hilfsarbeiter, psychische Probleme, Tod durch Erschießen.
Alter: 14; Sohn des Exbürgermeisters. Stürzte beim Schafesuchen in der Gamswand tödlich ab.
Alter: 4; Tochter eines Schmiedemeisters. Geriet in den Wasserbehälter am Herd und erlitt schwere Verbrühungen. Starb 2 Tage später.
Alter: 51; Kaufmann. Erschoss sich in seinem Bett.
Alter: 40; Arbeitsloser ohne Unterstützung. Erhängte sich in der Nähe des Schwarzsees. Stammte aus Kössen.
Alter: 30; Schlosser, stürzte bei Arbeiten am Westbahnhof in einen 5m tiefen Schacht. Erlitt dabei schwere Verletzungen, an denen er in der Klinik verstarb.
Alter: 29; Fabriksarbeiterin aus Nassereith. Wurde bewusstlos auf einer Parkbank gefunden. Verdacht auf Lysolvergiftung wurde vom Arzt bestätigt. Starb einen Tag später in der Zamser Klinik.
Alter: 46; Friseurmeister (53 Jahre) mit eigenem Geschäft, erschlug seine Frau. Wollte sich anschließend durch Öffnen der Pulsadern selber das Leben nehmen. Dies wurde rechtzeitig entdeckt und er wurde ins Krankenhaus nach Innsbruck gebracht. Anscheinend harmonische Ehe, allerdings mit zunehmender Schwermut des Mannes. Wurde in die Haller Psychiatrie eingewiesen. Selbstmord dort am 5.8.1932.
Alter: [unklar]; Stürzte am Dienstgang als Briefträger über einen steilen Hang ab. Blieb über Nacht an der Unfallstelle liegen bevor er entdeckt wurde. Starb einen Tag später an den Verletzungen.
Alter: 2; Kind eines Kleinhäuslers. Fiel in den Bach und ertrank.
Jakob Stainacher von Thaur stellt der Nikolauskirche in Hall einen Revers über ein Viertel eines Kammerlandes in uer Größe von einem Sechstel Tagbau aus, das er von Katharina Eggenstain, Witwe des Johann Lenardt, Stadtschreiber und Ratsbürger von Hall, erworben hat.
Siegler: Ferdinand Marpeck, Stadtrichter von Hall Siegelbitte: Dr. Paul Papprian, oö. Regimentsadvokat und Stadtsyndikus von Hall
Zeugen: Matthias Leitner, Schreiber des Stadtsyndikus; An dreas M iller von Thaur; Simon am Stain von Thaur
Alter: 52; Bahnarbeiter, verletzte sich bei der Arbeit durch einen Sturz am Sonnenburger Hügel tödlich. Aus dem Anzeigenteil.
Alter: [unklar]; Zu dieser Zeit liefen Uferbauten am Inn. Mit einer Zille wurden die Arbeiter von Jenbach über den Fluss geführt. Bei einer dieser Fahrten kenterte das Boot und 15 Arbeiter stürzten in den Fluss. Das Opfer konnte nicht mehr gerettet werden und ertrank. Stammte aus Kärnten.
Alter: 20; Wanderbursche aus Preußen. Versuchte oberhalb des Gasthauses „Landhaus“ in St. Gertraudi in den Felsen klettern. Stürzte dabei 150m tief ab. Wurde in Reith/Alpbach beerdigt.
Alter: 30; Wurde von ihrem Ehemann am Dachboden erhängt aufgefunden.
Alter: 17; Bei einem Überholmanöver mit seinem Rad stürzte das Opfer über die Böschung der Brennerstraße 100m tief in den Sillfluss ab. Erlitt tödliche Kopfverletzungen trotz schneller Bergung.
Alter: 5; Bauernsohn aus Wald/Arzl. Starb an einer Schädelfraktur im Zamser Krankenhaus.
Alter: 28; Mechaniker aus Innsbruck. Wanderte in einer Gesellschaft von Gnadenwald auf die Walderalm. Entdeckte Platenigl an den Hängen und wollte diese pflücken. Glitt aus und stürzte an die 80m in die Tiefe. Starb sofort an den schweren Rückenverletzungen.
Alter: 41; Bäckergehilfe, glaubte entlassen zu werden. Stürzte sich bei Mühlau vor einem fahrenden Güterzug.
Alter: 72; Pfründner im Armenhaus. Erhängte sich im Kirchwald.
Alter: 53; Bankier aus Schottland. Starb an schweren Brustkorbverletzungen im Zamser Spital. Seine Leiche wurde in die Heimat überführt.
Alter: 28; 2 Radfahrer stießen in der Nacht in Mühlau zusammen. Opfer stürzte zu Boden und erlitt schwere Kopfverletzungen, an denen es im Spital starb. Stammte aus Lienz, und war wohnhaft in Arzl.
Georg Anngerer von Tulfes stellt der Waldaufstif tung einen Revers über 2 Anteile am großen Neurauth in Tulfes aus, die er von seinem Vetter Anndreas Pichler, vertreten durch Georg Pichler von Völs, gekauft hat.
Siegler: Ferdinand Marpeck, Stadtrichter von Hall Siegelbitte: Dr. Paul Papprian, oö. Regimentsadvokat und Stadtsyndikus von Hall
Zeugen: Matthias Leitner, Schreiber des Stadtsyndikus; Martin Perauer, Stadtgerichtsprokurator und Bürger von Hall; Marx Anhell, Tischler und Bürger von Hall
Alter: 40; Tagelöhner, wurde lange vermisst. Am 3.2.1865 ertrunken aufgefunden.