Alter: 46; Metzgermeister, starb im Krankenhaus Krekelmoos an einer Wirbelsäulenfraktur.
Alter: 0; In einem anonymen Schreiben wurde die Sprach- und Klavierlehrerin Maria Bauer (30 Jahre) des Kindsmordes beschuldigt. Gab eine Frühgeburt vor. Verdächtigungen bewahrheiteten sich aber, man fand die Kindesleiche am Dachboden. Frau wurde verhaftet, dazu ihre Mutter wegen vermutlicher Beihilfe. Obduktion bestätigte die Lebensfähigkeit des Neugeborenen Schwurgerichtsverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 14.12.29, 14: Täterin soll zumindest noch einmal früher ein Neugeborenes getötet haben. Schon 1922 wurde sie vors Gericht zitiert. War auch damals wegen Kindsmord angeklagt. Trotz eindeutiger Spuren damals nur zu 3 Monaten bedingten Arrest verurteilt (Bericht nicht gefunden). 2. Kindsmord aus dem Jahre 1924/25 nun erst entdeckt. Urteil: 5 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 24; Vergiftete sich mit Veronal in einer Pension in Wilten. Vernichtete zuvor alle Dokumente. Hatte sich im Gästebuch mit dem Namen Marion Lorée eingetragen. Umfangreiche Erhebungen, auch in Deutschland ergaben, dass sie Krankenpflegerin in München war und aus Hamburg stammte.
Alter: 19; Klaviertechniker aus München. Stürzte im Zott-Kamin am Totenkirchl (Wilder Kaiser) tödlich ab.
Alter: 37; Maurer aus Kufstein. War am Rückweg von Going, wo er einen Rangglerwettkampf besuchte. Wegen Fahrens ohne Licht dürfte er einen Randstein angefahren sein. Erlitt tödliche Kopfverletzungen.
Alter: 51; Installateur, gesundheitliche Probleme, erschoss sich in Pradl mit einer Pistole.
Alter: 27; Wurde bei der Holztrift im Bächental ins Flutwasser gerissen und ertrank. Konnte von seinen Kollegen nicht mehr rechtzeitig geborgen werden. Stammte aus Brandenberg, wo er auch begraben wurde.
Alter: 20; Bahnarbeiter aus Cles in Welschtirol. Versuchte über ein gespanntes Seil die Sill zu überqueren, als es ausglitt. Seine Leiche wurde am Bergisel aus dem Fluss geborgen.
Mattheus Khircher, Schlossermeister von Axams, und seine Gattin Maria Geyr, vertreten durch Andreas Regensburger von Axams, stellen der Waldaufstiftung einen Revers über ein halbes Haus in der Alpergasse in Axams aus, dessen andere Hälfte sie bereits 1664 von ihrem Vater bzw. Schwiegervater übernommen haben.
Siegler: Johann Vischer, Stadtrichter von Hall
Zeugen: Heinrich Noel, Zinngießer; Erhard Rungger, Rä dermacher; Hans Berchtold, Amtsfasser
Alter: 15; Tischlerlehrling. War in Gesellschaft mit mehreren Freunden und seiner Mutter mit der Seilbahn auf die Nordkette gefahren. Danach wanderten sie auf die Seegrubenspitze. Rutschte im Schnee aus und stürzte 100m tief ab. Starb bei der Einlieferung ins Innsbrucker Krankenhaus an den schweren Kopfverletzungen.
Alter: 32; Handlungsreisender aus Dornbirn. Fuhr mit seinem Motorrad von Imst Richtung Landeck. Vor Zams kam ihm ein Auto in der Straßenmitte entgegen. Beide Fahrzeuge wichen auf die gleiche Straßenseite aus. Beim Zusammenstoß erlitt das Opfer schwere innere Verletzungen an denen es im Spital von Zams verstarb.
Alter: 5; Spielte mit anderen Kindern am Ausgang der Junserklamm. Dort war eine Gleitbahn für Holzstämme aufgebaut. Auf dieser rutschte ein Stamm daher und traf das Opfer am Kopf. War sofort tot. Stamm geriet anscheinend irrtümlich auf die Bahn.
Alter: 1.5; Kind geriet in einem unbewachten Augenblick bei Medraz in einen Werkskanal. Konnte nicht mehr rechtzeitig gerettet werden.
Alter: [unklar]; Unbekannter Mann wurde am Absamer Berg am Ausgang des Halltales erhängt aufgefunden.
Alter: 52; Auto wollte einen unbeschrankten Bahnübergang auf der Reichsstraße Richtung Thaur bei Nebel überqueren. Bemerkte einen Schnellzug nicht, der das Auto komplett zertrümmerte. Fahrer war sofort tot. War selber früher Lokomotivführer und nun als Reisender beim Weingeschäft seines Bruders beschäftigt.
Alter: 2.5; Kind eines Arbeiters der Tabakfabrik.
Alter: 47; Kleinbauer aus Brixen/Thale. Dürfte beim Nachhauseweg vom Gasthaus in die Wasserwehr der Zellulosefabrik gestürzt sein.
Alter: 33; Mineur im Zemmstollen des Zillertaler Kraftwerkes. Ein Sprengschuss ging zu früh los und tötete das Opfer auf der Stelle. Stammte aus dem Burgenland.
Alter: 22; Sohn des Siglbauern. Wurde durch einen rollenden Baumstamm getroffen und erlitt tödliche Rückenverletzungen.
Alter: 28; Bei Sprengarbeiten im Bergiseltunnel wurden 2 Arbeiter aus Preußen bzw. Baden getötet.
Kaiser Maximilian I. hat bei der Waldaufkapelle in der Nikolauskirche von Hall eine Stiftung gemacht, nach der täglich ein Salve gehalten werden soll. Dafür sind vom Pfannhausamt jährlich 88 Gulden 24 Kreuzer zu zahlen. Stadt und Pfarrer von Hall bitten nun den Kaiser Leopold I., die Zahlungen der letzten neun Jahre (795 Gulden 36 Kreuzer) zu leisten.
Alter: 22; Soldat des Alpenjägerregiments 12. Wurde schon längere Zeit vermisst. Seine Leiche wurde am 19.11. bei Münster aus dem Inn gezogen. Besuchte die landwirtschaftliche Schule in Rotholz. Dürfte von der in Reparatur befindlichen Brücke in den Fluss gestürzt sein. Stammte aus Kals.
Alter: 31; Werkmeister eines Autohändlers. Bei einer Probefahrt mit einem Interessenten fuhr er mit über 100km/h durch die Kranebitter Allee. Dabei geriet der Wagen außer Kontrolle und fuhr auf einen Baum. Starb beim Transport ins Krankenhaus.
Alter: 50; Bauernknecht am Kirchmaierhof. Fuhr mit einem Leiterwagen, vorgespannt waren eine Kuh und ein Ochs, Richtung seines Hauses. Durch die schwere Ladung blieb ein Vorderrad im Schlamm stecken und der Wagen drohte umzustürzen. Opfer stemmte sich mit der Schulter entgegen, konnte aber das Kippen nicht verhindern. Wurde erdrückt.
Alter: 36; Arbeiter im Zemmbachstollen der Zillertaler Kraftwerke. Nach einer Sprengung wurden weitere Bohrlöcher gebohrt. Dabei wurde eine nicht abgegangene Dynamitpatrone übersehen, die explodierte. 2 Arbeiter wurden sofort getötet, Staber starb einen Tag später im Krankenhaus Schwaz. Gruber stammte aus OÖ, Rella aus Folgaria und war italienischer Staatsbürger, Staber kam aus Kärnten.
Alter: 29; Arbeiter im Zemmbachstollen der Zillertaler Kraftwerke. Nach einer Sprengung wurden weitere Bohrlöcher gebohrt. Dabei wurde eine nicht abgegangene Dynamitpatrone übersehen, die explodierte. 2 Arbeiter wurden sofort getötet, Staber starb einen Tag später im Krankenhaus Schwaz. Gruber stammte aus OÖ, Rella aus Folgaria und war italienischer Staatsbürger, Staber kam aus Kärnten.
Alter: [unklar]; Arbeiter im Zemmbachstollen der Zillertaler Kraftwerke. Nach einer Sprengung wurden weitere Bohrlöcher gebohrt. Dabei wurde eine nicht abgegangene Dynamitpatrone übersehen, die explodierte. 2 Arbeiter wurden sofort getötet, Staber starb einen Tag später im Krankenhaus Schwaz. Gruber stammte aus OÖ, Rella aus Folgaria und war italienischer Staatsbürger, Staber kam aus Kärnten.
Alter: 32; Bauernsohn, nervliche Probleme, erhängte sich am Dachboden des Hofes.
Alter: 70; Pfründner, war seit einigen Tagen abgängig. Wurde später tot im Lampererbach gefunden. Dürfte in der Nacht die kleine Brücke verfehlt haben.
Alter: 3; Stürzte in eine Jauchegrube. Eine Rettung kam zu spät.
Alter: 19; Metzgergehilfe, fuhr am 27.10. mit hoher Geschwindigkeit auf der Zellenstraße gegen ein Auto. Erlitt mehrere Brüche. Starb daran 10 Tage später im Kufsteiner Krankenhaus. Wurde in Schwaz beerdigt.
Reisekostenabrechnung und Bericht des Veit Kolb über seine im Auftrag des Spitals nach Meran unternommene Reise.
Alter: 37; Bei Sprengarbeiten im Bergiseltunnel wurden 2 Arbeiter aus Preußen bzw. Baden getötet.
Alter: 24; Postbeamtin, vergiftete sich mit Lysol.
Alter: 57; Kleinhäuslerin aus Mariastein, wollte in ihrem Keller die Lichtmaschine in Gang setzen. Wurde von einem Förderband erfasst und auf der Stelle getötet.
Alter: 20; Malergehilfe, arbeitslos, schoss sich eine Kugel in den Kopf. Stammte aus der Steiermark.
Alter: 27; Hilfsarbeiter, erschoss sich im Höttingerwald.
Alter: 15; Sohn eines Kleinbauern, ging mit einem Kollegen in den Wald, um verbotenerweise zu jagen. Opfer kehrte nicht mehr zurück. Suchtrupp fand ihn erschossen auf. Beim Verstecken des Gewehres muss sich ein Schuss gelöst haben, der ihn in den Kopf traf.
Alter: [unklar]; Bauer in Birkach. Wollte Holz mit einem Schlitten vom Ladner Heuberg zu Tal bringen. Verlor die Herrschaft über das Gefährt und stürzte über eine Felswand ab. Wurde tot aufgefunden.
Alter: 22; Malergehilfe, sollte eine Gefängnisstrafe antreten, erschoss sich aber zuvor.
Alter: 0; Köchin Theresia Kröswang (22 Jahre) arbeitete in einem Gasthof. Wurde wegen Kindsmord ins Bezirksgefängnis eingeliefert weil ein totes Kind am Dachboden gefunden wurde. Täterin sprach von einer Totgeburt. Obduktion erkannte, dass das Kind lebensfähig war. Hatte ihr Kind erwürgt. Stammte aus OÖ. Schwurgerichtsverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 10.3.30, 11: Urteil: 2 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 30; Sägearbeiter, verletzte sich tödlich bei der Holzarbeit im Wildental.
Alter: 4; Sohn eines Zimmermanns. Stürzte in den Mühlbach und ertrank. Gleiches Schicksal vor einigen Jahren mit seiner Schwester (16.2.1924).
Maria Gratl von Amras, Witwe des Franz Ober lechchner, vertreten durch Paul Kleiber von Amras, stellt der Waldaufstiftung einen Revers über ein Dritte! des halben Harbhofes in Amras aus, das sie um 550 Gulden vom Vormund ihrer Kinder, Matthias Jabinger, gekauft hat.
Siegler: Johann Vischer, Stadtrichter von Hall Siegelbitte: Matthias Kolb, Diener des Stadtschreibers Johann Lenardt
Zeugen: Peter Ganalller, Stiftsgärtner und Inwohner von Hall; Simon Aigentier, Inwohner von Hall