Josef Mayr und Michael Regl verkaufen 1599 namens der Bürgerschaft dem Meister Paul Moser, Bader zu Hopfgarten, das Badhaus hinter dem Brunnenhaus des Hans Aschperger sek, welches an den Friedhof grenzt, zu genannten Bedingungen um 105 Gulden - Weitere Akten: eine Badordnung vom 17. Jahrhundert; eine Bittschrift des Baders Bartlmä Millner 1607; Brunnenrevers für Anton Marek 1580; Revers des Johann Mayr betreffend die Erhaltung der Brunnenstube 1756. Siegler: Pfleger Hans Jakob Auer Zeugen: Martin Brunnholzer zu Brunnholzen, Hans Lenger zu Ytter und Vinzenz Koller zu Westendorf
Kodex VI: Schuldenbuch (Corent-Schulden-Buch) der Familie Marberger beim Kellerwirt (vgl. oben Nr. 77-81)
Zwischen der ganzen Gemeinde Liesfelden einerseits und den vier Güterinhab ein Thomas Rupprechter, Adam Schwaiger, Leonhard Ostl und Jakob Prampöckh, alle im Thal, sowie den Gutsbesitzern zu Ober- und Unterleiten Georg Letenpichler, Peter Köpf, Georg Urstl und Peter Pöckhl, alle am Oberangerberg, Hofmark Matzen, anderseits kommt es zum gütlichen Vergleich wegen des Einfangs in der Liesfelder und Thaler Au diesseits des Inn. Ausgenommen ist das sog. Abdeckerpeuntl von 50 mal 50 Schritt. Bei der Abteilung hält man sich an den Teilungsbrief vom 6. Juni 1629. Siegler: Johann Kaspar Milbacher, Stadt- und Landrichter der Herrschaft Rattenberg
Verzeichnis jener Gemeindebürger, welche die Schloßgüter ersteigert haben und je 25 Gulden erlegten. 81 Parteien von Angedair werden genannt. Insgesamt werden 1950 Gulden erlegt.
Auszug aus der Bestallungsurkunde für Pfarrer Anton Ulrich Gstöll, welche 1702 von Pfleger Anton von Roßt ausgestellt worden war. Der Ertrag aus dem Widumsgut wird mit 60 Gulden der Zehent aus Hafer, Gerste, Flachs, Bohnen und Roggen mit 140 Gulden veranschlagt. Für wöchentlich zwei Messen in der St. Katharina-Kapelle werden 70 Gulden für 52 Wochenmessen bei St. Anna 12 Gulden beim Hl. Geist 12 Gulden für Jahrtage 18 Gulden zu Kirchweih in den drei Kirchen 1 Gulden 25 kr, und für Stolgelder 12 Gulden festgesetzt. Dafür muß der Pfarrer den Opferwein beschaffen und den Widum erhalten, sodaß ihm noch 295 Gulden verbleiben. Weiters muß er obgenannte Messen halten, dem Schulmeister und Mesner zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten eine Mahlzeit geben, in Abwesenheit einen tauglichen Priester auf seine Kosten stellen, die Türkensteuer bezahlen und der Stadt für den neu erbauten Widum jährlich 40 Gulden ersetzen.
Geschichte von Aurach. Vikar Vigil Pürckhl legt 1787 über die „Bevölkerung, Bekehrung und Entstehung der Kuratie“ eine Geschichte an, welche auf Urkunden, auf Aussagen glaubwürdiger alter Männern und auf eigenen Erfahrung beruht. Die Geschichte beginnt bei den Griechen und Römern. Es werden alte Bergbaue erwähnt, Spruchbriefe zitiert, Namensdeutungen gegeben, die Diözesan- und Kuratiegeschichte ausführlich behandelt und 1722 die Separierung der Kreuztracht von Kitzbühel mit sämtlichen Vertragspunkten zitiert. Es folgt die Geschichte der zehn Kuraten, wovon die sieben Jahre Pürkhls ab 1780 (S. 47 - 66) besonders ausführlich behandelt sind.
Requirierungsbefehl betreffend Heu und Schlachtvieh samt Quittungen.
Verordnung, dass das Brennen von Branntwein aus 'hinterm Getreide' (fällt bei der Mühle hinten heraus) und aus verdorbenen Getreidefrüchten erlaubt sei.
Franz Christoph Falger quittiert für das Benefizium, daß er vom Dorfvogt Johannes Pult von Vendls den Zins von 7 Gulden 30 kr für 1775 erhalten hat.
Alter: 30; Postknecht, verunglückte tödlich beim Schemenlaufen!
Urbar oder Stiftbuch des St. Wolfgang-Gotteshauses im Jochberg. Die Stiftsgelder sind jährlich zu St. Martin zu erbringen. Stiftspflichtig sind das Gut Raidlsberg im Pillersee seit 1517, das Kircheriehen zu Kessen seit 1521, Niederwalswegen zu Zell im Pinzgey, Niederaigen, Griesalpen, Oberhausen, Hintertal, Grossental seit 1498, Wibmmühle seit 1495, Heusshaus zu St. Johann seit 1519, 10 Rindergräser auf Riederalpen und 7 Vi auf Riblstall, das Mittemgut, das Gut Exenberg und Oberparm, das Gut Warmbach, die Taverne im Jochberg, das Gut Hinterlengau bei Söll seit 1509, das Gut Narzen seit 1523 und mehrere genannte Teilgüter, Grasrechte und Zehentgülten. Die 28 Stiftsgüter ergeben einen Jahresertrag von 77 Gulden 37 kr.
Lienhard Saldorffer, Richter des Pflegers Ludwig Bientznawer, bekundet, dass beim Rechtstag an der Schranne zu Chunttl auf Begehren Lienhard Prantstetters in der Streitsache mit Peter dem Slosser aus Kunttl ein Lokalaugenschein erfolgte und folgende Klage ergeht: Des Klägers Vater Peter Prantstetter hat von Peter Slosser zwei Mannmahd Wiese zu Chunttl unter dem Rain gekauft und seither ist die Erhaltung des Zaunes strittig. Daher soll der Kaufbrief beigebracht werden und der Fronbote soll erheben, was altes Herkommen ist. Die Nachbarn sagen einhellig, dass der Zaun zu dem Wiesmahd gehöre und vom jeweiligen Besitzer zu erhalten ist. Daher muss Slosser den Zaun erhalten. Siegler: Der Aussteller Zeugen: Hans Babinger zu Stum, Thomas Grub er, Jörg Entzinger, beide Bürger zu Ratenberg, Heinz Topp ff von Brichslegk, Jakob aus der Gassen, Peter Staber von Liesfelden, Thomas Heys, Fridl Smid, Kunz Smid, Lindl Smid, Peter Smid, Hans Slosser, Hans Rechner, Hans Teuffenpacher, Lienhard Schuchler, Jörg Mair, Hans Macher, Heinrich Walicher, Jörg Weber, Jörg Pawngerttner, Christian Krimpacher, Niki Weys, alle von Kunttl, Hans Püchler, Hans Wysser, beide Vorsprecher
Nach Jakob Weiller, Krämer zu Anras, auch Bier- und Branntweinhändler am Pichl, wird das Vermögen ergänzt und für dessen Witwe Helena geborene Kroll ihr Heiratsgut entrichtet. Da sich die Mutter und Witwe mit ihren Kindern Maria, Margreth, Theresia und Brigitta nicht einigen kann, schlägt das Gericht für sie einen Entrichtvertrag vor. Ihr Einbringen beträgt laut Quittungen 250 Gulden und die Morgengabe 50 Gulden Zusätzlich hat sie an Viktualien Weizen, Roggen, Gerste, Salz, Schmalz und geselchtes Fleisch zu erhalten und es ist ihr ein Vertrag unentgeltlich auszuhändigen. Zeugen: Bartlmä Reitter, Franz Hefter Siegler: Jakob Christoph Hofstetter von Plazoll, Pfleger zu Anras
Ladschreiben an alle Schützen, am 1. und 2. Dezember in einem nicht genannten Haus auf eine Schützenscheibe zu schießen. Für jeden Schützen sind 3 oder 6 Schuß möglich. Die Einlag auf 3 Schuß kostet 1 Gulden 9 kr.
An die Lechtaler ergeht der Regimentsbefehl, damit von den Gemeindsleuten jemand bestellt werde, um beim Durchmarsch der kaiserlichen und kurbayerischen Kriegsvölker die notwendigen Geldmittel nach dem Steuerfuß aufzutreiben. Von der Gerichtsobrigkeit werden dann die notwendigen Lebensmittel gekauft. Bei Nichtbeachtung dieses Befehls werden die Lechtaler gepfändet. Dagegen erheben die Lechtaler Beschwerde, werden aber durch Nachbescheid abgewiesen.
Weiderechte der Gemeinde Serfaus am Riedergut betreffend (nicht vollständig).
Zwischen den sechs Viertlem des Landgerichts Kizpichl als Kläger und dem Josef Seiz, Gastgeber und Schützenleutnant zu Kueffstain als Beklagten kommt es in zweiter Instanz auf Veranlassung der sechs Viertier vor dem o.ö. Regimentsrat Christoph Trueffer wegen eingeklagter 210 Gulden samt Zinsen und Gerichtskosten zur Verhandlung, wobei der Vergleich vom 17. April 1674 (vgl. Urk. Nr. 76) bestätigt wird. Weiters muss Seiz den Klägern die Unkosten und die inkludierten Kommissionskosten von 40 Gulden bar bezahlen. Gegen die Zehrungskosten von 22 Gulden 8 kr kann Seiz Regress anmelden. Siegler: Christoph Trueffer
Alter: 27; Telegrafenbeamtin aus Hamburg machte alleine eine Bergtour. Vor der Neustädter Hütte stürzte sie ab und verletzte sich tödlich. Wurde geborgen und nach Deutschland überführt.
Alter: 18; Bankbeamter aus Bayern. Stürzte am Kölleschrofen ab.
Alter: 18; War mit Kollegen am Hechenberg mit Holzarbeiten beschäftigt. Wollte einen fallenden Baum ausweichen und stürzte in die Kranebitter Klamm.
Alter: 25; Kaufmann, Tod durch Erschießen. Im Anzeigenteil: Selig im Herrn entschlafen!
Alter: 30; Schmiedegehilfe. Ertrank im Inn.
Alter: 23; Friseurgehilfin, aus Schwaz stammend, stürzte sich bei Tivoli in die Sill. Konnte anhand einer Photographie identifiziert werden. Leiche wurde Anfang August bei Wasserburg/Bayern aus dem Inn gezogen.
Alter: [unklar]; Meßnersohn, geriet bei der Holztrift in die Pitztaler Ache und ertrank. Leiche nicht gefunden.
Alter: [unklar]; In der Schwimmschule Höttingerau weilten Soldaten der Artillerieabteilung zum Lernen. Opfer wagte sich zu weit ins tiefe Wasser und konnte sich nicht mehr an der Schwimmhilfe halten. Schwimmlehrer konnte ihn wegen des schmutzigen Wassers lange nicht orten, sodass er ertrank.
Alter: 24; Hilfsarbeiter aus Innsbruck, gesundheitliche Probleme. Tod durch Erhängen.
Alter: 26; Bauernknecht, starb nach einem Huftritt in den Bauch im Fügener Spital.
Notar Dr. Blaas verständigt die Stadtgemeinde Imst, daß die Dienstbarkeiten in der Gemeinde Namlos und Stanzach bezüglich der Imster Ochsenalpe zur Grundbuchsanlegung anzumelden sind.
Josef Moser zu Wisen in Aldrans stellt der Wald aufstiftung einen Revers über das Mühllehen in Amras aus, das er von Hans Lochtier von Amras gekauft hat.
Siegler: Matthias Stainlechner, Stadtrichter von Hall
Alter: 19; Ertranken im Inn, als bei einer Überfahrt in Ötzbruck der Kahn kenterte.
Alter: 37; Akademischer Maler. Tod durch Erhängen.
Alter: 22; Magd in Vinaders. Wurde an der Bahnstrecke tot aufgefunden.
Alter: 35; Handelsreisender, war in Innsbruck wegen mehrerer Betrügereien inhaftiert. Vor der Gerichtsverhandlung erhängte er sich selber in der Zelle.
Alter: 23; War im Wattental mit Holzfällen beschäftigt. Wurde von einem fallenden Baum getroffen. War Mittäter beim Überfall auf den sozialdemokratischen Politiker Franz Gruener und wurde dafür verurteilt. 3 Tage vorher wurde seine Strafe bei einer Berufung deutlich reduziert. Schwere Anschuldigungen an seine politische Ausrichtung (großer Bericht davon in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 16.5.23, 6); Gegendarstellung von Gruener selber in Allgemeiner Tiroler Anzeiger (18.5.23, 8).
Alter: 33; Metzgermeister Michael Achenrainer hatte seinen Schwager Kogler als Knecht beschäftigt. Dieser gebärdete sich zeitweise geistig unzurechnungsfähig. Nach einem Streit gab er auf seine Schwester mehrere Pistolenschüsse ab. Sie starb daran in der Klinik Hall. Kogler hatte auch 1919 den Mord an einer Klosterfrau des Klosters Thurnfeld begannen.
Alter: 22; Burschen fuhren mit einem schadhaften Boot im See. Gerieten unter Wasser. Meßnersohn aus Kolsass ertrank dabei.
Alter: 64; Schwermütig, stürzte sich in den Inn. Leiche wurde am 14.5. aus dem Wasser geborgen.
Alter: 52; Wurde bei einem Bahnübergang bei Peterbrünnl von einem Schnellzug überfahren und sofort getötet. Grund der Tat zuerst unklar, später fand man Abschiedsbrief in seiner Wohnung. Schneidermeister, aus Ungarn stammend.
Alter: 51; Kleinhäusler, Tod durch Erhängen.
Alter: 13; Stürzte in der Nähe seines Heimatortes in den reißenden Bach. Leiche am nächsten Tag geborgen.
Matthias Hilber von Götzens stellt der Waldauf stiftung einen Revers über den halben Hof zu Oleins im Stubai aus, den er von Blasius Silier von Mieders gekauft hat.
Siegler: Lamprecht Posch, Stadtrichter von Hall Siegelbitte: Michael Mayr, Diener des Stadtschreibers Fer dinant Marstaller, Bürger von Hall Schreibers
Regulierungsurkunde der Nassereither Muthenau alm (Muthnau Alpe), fehlte 1992.
Alter: 38