Anna von Hohenklingen, Tochter des verstorbenen Herrn Randolf von Pradell von Villanders, bestätigt, daß sie ein Fuder Wein von einem Weingarten zu Geraute oberhalb Klausen, welches ihr Vater von Chunrad dem Kummerlein gekauft hatte, um 31 Mark Bemer Meraner Münze dem Hänsel, Sohn des verstorbenen Niklaus des Zürlers, wieder verkauft hat.;
Siegler:
Zeugen: Ludwig, Richter zu Brixen Chunrad von Pradel, Chorherr zu Brixen, Heinrich Ainchum, Reinhard von Hannspach, Diener der Anna von Hohenklingen
Alter: 3; Erlitt tödliche Kopfverletzungen nach einem Sturz.
Vor Bernhard Christoph von Pflaumem, Pfleger zu Kizpichl, und den Beisitzern Michael Prugger zu Sperten und Hans Wibmer am Högl veranlassen die sechs Viertier die Einvernahme der Schneider im Landgericht Kizpichl, um festzustellen, ob sie sich noch an den in der alten Handwerksordnung von 1646 vereinbarten Lohn halten. Dazu äußern sich die Schneider Christian Ebersperger zu Albmdorf, Thomas Hueber zu Wolfartsperg, Hans Priggl, Andrä Eisenmann, beide im Pillersee, Christian Prüggl am Kayser, Georg Reepichler zu St. Johann, Hans Joß, Georg Vorreiter und August Hinderholzer zu Oberndorf einhellig, dass sie um keine neue Ordnung angesucht haben und bei den Bauern gegen Kost arbeiten, ohne den Lohn zu steigern.
Requirierungsakten betreffend Exekutionsdrohung, Quittungen.
Rechnungsbuch des Bierbrauerhandwerks zu Kufstein.
Kodex X: Buchfülirung des Dominikus Marberger über Ausgaben an seine Knechte und Dirnen, über tägliche Einkäufe und Verkäufe von Vieh, chronologische Verzeichnisse der täglichen Einnahmen und Ausgaben, der jährlichen Schuldenausstände und der täglichen Umsätze.
Liste der Parteien, welche Anteile der Schloßgüter erworben haben. Es werden insgesamt 81 Namen verzeichnet, welche je 25 Gulden zu bezahlen haben und ihren Anteil durch Losnummer erhalten. Insgesamt wird ein Betrag von 1950 Gulden eingehoben.
Elsbet Gumperlein, Witwe des Klemens Gumperlein, Bürger zu Ratemberg und die leiblichen Schwestern Anna und Margret verkaufen dem Bruder Johannes Spiess, Konventuale des Augustinerordens zu Ratemberg, und seinem Spital daselbst fünf lb Berner jährliche Gült von ihrem eigenen Haus in der Stadt zu Ratemberg um 22 lb Berner. Das Haus grenzt an des Klosters Chor und Kunz Sellawers Haus. Siegler: Bartlmä Chnoll, Bürger zu Ratemberg Zeugen: Hans Egker und Ulrich Gratt, beide Bürger zu Ratemberg, Jakob Rampl, Peter Kraintaler, Mattheis Wider von Prichlegk
Thomas Wibmer, Sohn des verstorbenen Ruep Wibmer am Stein (Stain), bekundet, daß seine mithausenden Brüder sein väterliches und mütterliches Erbe nach Anna Träger vom Urbargut, welches der St. Albans-Pfarrkirche freistiftbar ist, sowie eine salzburgische Beutellehenswiese samt toter und lebender Fahrnis heute um 502 Gulden 30 kr, einer Kuh und 10 1b Schmalz abgelöst haben. Hiemit verzichtet Thomas Wibmer gegenüber seinen Brüdern Hans und Simon auf weitere Erbansprüche. Siegler: Georg Lasser, Pfarrherr der St. Albans-Kirche, Wolfgang Lasser, Pfleger mit Unterschrift Zeugen: Johann Kletenhamer, Prokurator, Martin Rubi sayer, beide Bürger und Hans Waldner im Khränabith
Anläßlich der erenbergischen Urbarsbereitung für die Pfarren Thanhaimb und Aschau wird von der Kommission unter Punkt 52 festgehalten, daß auch bei künftigen Baumaßnahmen 50 Tagwerk entsprechend der kaiserlichen Talfreiheit zu verrichten sind. Dafür müssen die anderen Pfarren des Gerichts das sog. Hofbrot reichen.
Georg Kerle zu Höfen, Pfarre Aschaw, und seine Ehefrau Elisabeth Byber (Anweiser: Hans Haf aus Höfen) verkaufen dem St. Anna-Gotteshaus zu Reuten um 23 Gulden 20 kr einen jährlichen Kirchenzins von 1 Gulden 10 kr aus einem Wiesmahd zu Höfen im Peurenhof. Es grenzt im Osten an Oswald Beurer, im Süden an Andrä Seheiber, im Westen an die Viehweide und im Norden an Hans Haf. Ein weiteres Mahd im Aschawer Lehnbachhof grenzt an Kaspar Weissenbach, an den Lehnbach, Jörg Sepp Zwenngli und Oswald Weissenbach. Siegler: Ludwig Maurus, Mair in der Pfarre Aschaw Zeugen der Siegelbitte: Hans Öxl und Oswald Keller, Bürger zu Reuten, Bartlmä Köpfte in der Aschau
Quittung Pfarrer Buchbinders an Josef Riml, Gemeindekassier von Ehenbichl
Josef Pult, Bauer zu Fendis, seine Brüder Johann und Franz sowie die Brüder Josef und Anton Raggl, alle von Fendis, verkaufen der Gemeinde von Fendis unter Dorfvogt Andrä Fenz, Georg Baldiger und Georg Schranz den von ihren Eltern vor sechs bzw. acht Jahren geerbten Drittelfeldzehent zu genannten Bedingungen um 560 Gulden Ein Drittel dieses Zehents besitzt die Gemeinde bereits. Den zweiten Teil verkaufen heute Engelbert und Josef Schlecher. Als Lehensträger wird von der Gemeinde Maurermeister Martin Fenz von Fendis vorgeschlagen. Siegler: Franz Anton Zeiller, Lehens-Hauptvasall Siegelbitte an: Johann Josef Gerold, Pfleger und Landrichter der Herrschaft Laudegg
Alter: [unklar]; Versuchten von Oberstdorf kommend über die Lechleitner Alm zum Holzgauer Haus abzufahren. Kurz vor dem Ziel gerieten sie in eine Lawine. Obwohl nur oberflächlich verschüttet, erstickten beide. Kommentar in den Allgemeiner Tiroler Anzeiger: „Ärgerlich ist es für jeden Seelsorger bei so plötzlichen Unglücksfällen Fremder, wenn man nicht weiß, ob man Katholiken oder Protestanten oder Heiden vor sich hat“
Alter: 52; Vorerst unbekannter Mann wurde bei den Geleisen gefunden. Alles deutete auf Selbstmord hin.
Alter: 23; Touristengruppe mit Skiern bestieg den Pontenberg. Bei der Abfahrt löste sie eine Lawine aus, aus der das Opfer nur mehr tot geborgen werden konnte. War ein Kaufmannssohn aus Aschaffenburg.
Alter: 20; Lieferte Sägehölzer nach Mehrn. Geriet mit dem Schlitten auf einen Stein. Wurde zur Seite und gegen einen Baum geschleudert. Starb an inneren Verletzungen.
Alter: 26; Bauernsohn aus Oberrohregg. Stürzte bei einer Holzlieferung aus dem Tal über eine Felswand und erlag einige Tage später seinen Verletzungen.
Alter: 38; Arbeiter im Bergwerk Dirstentritt. Explosion fand unvermutet statt und tötete das Opfer.
Alter: 2.5; 2 Bauernkinder waren in der Küche. Der ältere Bursche stellte einen Topf mit siedendem Wasser auf den Boden. Schwester fiel rücklings in das Schaff und erlitt schwere Verbrühungen, an denen sie 2 Tage später verstarb.
Alter: 2; Trank irrtümlich Lysol und starb an Vergiftung. 3. Unglücksfall in der Familie in 3 Jahre. Am 28.2.1922 Absturz von Gottfried (9 Jahre) und am 12.10.1922 von Hermann (2 Jahre) durch Verbrühen.
Alter: 32; Harmbäuerin am Arzberg. Schwermütig, Tod durch Erhängen.
Alter: 2.5; Wurde von ihren beiden Brüdern beaufsichtigt. Konnten aber nicht verhindern, dass sie in ein Schaff mit heißem Wasser fiel. Starb schnell an den Verbrühungen. Gerichtsverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 24.3.25, 9: Staatsanwalt zog die Anklage gegen die Mutter zurück.
Alter: 9
Erzherzogin Claudia stellt dem Georg Wagner, Ratsbürger von Hall, eine Schuldverschreibung über 775 Gulden auf die Saline aus.
Siegler: Erzherzogin Claudia
Alter: 44; Frau eines Postbediensteten, stürzte sich in den Inn. Stammte aus Kärnten.
Alter: 27; Werkmeister im Bahnhof Flaurling. Wollte am folgenden Tag in seine Heimat Kotor (Cattaro) zurückkehren und nutzte den Tag mit Kollegen zu einer Jagd in der Umgebung von Polling. War anscheinend nicht schwindelfrei und stürzte über felsiges Gelände ab.
Alter: 37; Pächter eines Konsumgeschäftes. Wurde bei einem Gang durch die Müllergasse von einer Stukkaturfigur erschlagen. Diese löste sich vom 3. Stockwerke der Hausfassade. Starb am Weg zum Spital.
Alter: 43; Schaffner aus Innsbruck, wollte die Geleise überschreiten und übersah einen entgegenkommenden Zug. In Wilten begraben.
Alter: 1; Sohn eines Tagelöhners.
Alter: 1.5; Kind einer Bauernfamilie erstickte an einem Nusskern, der in die Luftröhre gelang.
Alter: 36; Geriet beim Transport von Taxen unter den Schlitten. Erlag den schweren Verletzungen im Krankenhaus in Innsbruck.
Alter: 42; Wollte die Geleise überschreiten und übersah einen einfahrenden Zug. Wurde überrollt und war auf der Stelle tot.
Alter: 36; Arbeiter im Achenseewerk. Tötete sich durch eine herbeigeführte Explosion einer Dynamitpatrone.
Alter: 69; Versuchte eine Holzfuhre ins Tal zu bringen. Bremse funktionierte nicht mehr und Opfer wurde in einen Graben geschleudert. Fuhre stürzte um und erdrückte ihn.
Uriel Möst, oö. Rat und Kammermeister, bestätigt dem Georg Wagner, Ratsbürger von Hall, eine Schuldverschreibung über 775 Guiden auf die Saline Hall.
Siegler: Uriel Möst
Alter: 69; Wurde von einem Stein getroffen und tödlich verletzt. D<aten aus
Alter: 47; Ein mit Holz beladener Schlitten geriet außer Kontrolle und begrub das Opfer unter sich. Kommentar in der Zeitung: „Sonntagsarbeit bringt keinen Segen“.
Alter: 39; Lokomotivführer der Arlbergbahn. Erster Toter nach der Elektrifizierung. Auf der Fahrt von St. Anton nach Langen war Abnehmerbügel am 7.1. nicht zu bewegen. Opfer half mit einem Holzstück nach und geriet dabei in den Starkstrom. Starb nach 3 Tagen an den Brandwunden.
Alter: 58; Vorerst unbekannter Mann sprang von der Kettenbrücke in den Inn und wurde fortgetrieben. Schien Invalide gewesen zu sein. Am folgenden Tag erkannt: Bewohner des Greisenasyl, gesundheitliche Probleme.
Alter: 46; Hauptmann in Ruhe. Stammte aus Prag. Finanzielle Probleme, erschoss sich in seiner Wohnung. Aufgefunden am 14.2. bei Amras.
Alter: 15; Am Bahnwächterhaus wurde Opfer von einem Personenzug überfahren. War als Kindermädchen beschäftigt. Stammte aus OÖ. Vermuteter Selbstmord eher unwahrscheinlich.