Die Gemeinde Vendls unter Engelbert und Josef Schlecher als Verkäufer und die Gemeindevertreter Andrä Fenz, Georg Haidegger und Georg Schranz haben mit Konsens des Pfarrers Josef Wolf von Prutz einen Teil des umgehenden Feldzehents zu Vendls um 975 Gulden gekauft. Sie verpflichten sich mit diesem Revers gegenüber dem Pfarrer als Grundherrn jährlich zu bestimmter Zeit 30 Mutt saubere Gerste und 1 Gulden 12 kr Geld auf Gemeindekosten einzuliefem, ein Stechkalb franko zu stellen, wenn der Pfarrer zum Kirchtag in Vendls nicht erscheint. Sollte der Pfarrer von Prutz beim Kirchtag in Fendis die Predigt und das Hochamt halten, so erhalten er die Mahlzeit, sein Knecht die Verpflegung und das Pferd das Futter. An Laudemium stehen dem Pfarrer jährlich 24 kr zu. Jedes dritte Jahr ist ein Stier zu halten. Siegler: Johann Josef Gerold, Pfleger und Fandrichter der Herrschaft Faudegg
Ulrich Payer, Bürger zu Rattenberg, und seine Ehefrau Anna verkaufen dem Brictius Egen Haus und Garten an der Ringmauer in der Stadt Rattenberg, welches zwischen dem Haus des Pogner und des Asti liegt und an die Virgiliuskirche zu Rattenberg sechseinhalb lb Berner jährlicher Gült zinst. Siegler: Virgil Plattner, Bürgermeister zu Rattenberg Zeugen: Lienhard Heller, Jakob Fux und Christian Prunner, alle Bürger zu Rattenberg, Jakob Smid und Paul Smid, beide aus der Wildschonau
Schreiben der Gemeinde an das Landgericht: Anzeige gegen Leo Mair, wegen Unterlassung der Bestandserhaltung des Weges in den Kohlwald. Signiert von Gemeindevorsteher Alois Traxl. Antwort des Kreisamtes, dass der Weg zu erhalten sei.
Sans titreStefan Reiter, Bauer zu Anras, urgiert in einem Majestätsgesuch wegen seiner bei den Wiener Behörden verlustig gegangenen Dokumente. In seiner am 17. Nov. 1779 eingereichten Bittschrift samt 6 beglaubigten Unterlagen ersucht er um Untersuchung, ob er nach Pfennigmeister Reiter nicht ein Erbe von 170.000 Gulden gemacht habe. Da sich die eingereichten Belege und Dokumente bei keiner Stelle mehr erfragen lassen, habe er sich zur Kabinettskanzlei begen, wo ihm bestätigt wurde, daß besagte Schriften am 18. Nov. an die Hofkanzlei abgegangen seien. Obwohl er persönlich bei der Hofkanzlei, Obersten Justiz stelle, Hofkammer und Minister-Bankaldeputation nachfragte und sich bei den Tiroler Referenten erkundigte, waren seine Bemühungen in Wien seit einem halben Jahr vergeblich. Nunmehr müsse er verlustig aller Unterlagen unverschuldet als armer alter Mann wieder nach Tirol zurückkehren, um zu betteln. Da diese Schriften für ihn und seine Kinder unentbehrlich sind, ersucht er die k.k. Majestät um Intervention und Unterstützung, doch noch zu seinem Erbe zu kommen. Rückvermerk vom 15. Febr, daß die eingereichte Bittschrift unauffindbar sei.
Holzbezug für Hirtenhütte
Protokoll zum Kässonntag
Betreffend Steuerquittungen, Heimatscheine, Verbauungspläne am Lech, Gemeindeumlagen, Währungstabellen, Gemeindewahl, Rechnungen, Gebührenzahlung,Währungsreform, Zahlungslisten, Steuerlisten, Zahlungsauftrag, Tiefenbrunnstiftung, Staatsobligation, Fremdenverordnung, Einkommensteuer, Steuerrückstände, Brand in Reutte, Wustungseinhebung, Erwerbsteuer und Grundsteuer.
Kaspar Ossterrieder zu Imst und seine Frau Anna Greuter verkaufen dem Hans Schindl, Bürger ebenda und Spitalmeister, 8 lb Berner 9 kr Gelds Grundzins aus dem Heusl-acker im Obern Markt amTruije (Treyen) gelegen. Siegler: Christoph Hörburger von Hörburg, Pfleger Zeugen: Georg Ennglschalckh, Gerichtsschreiber zu Imst, Jakob Sprenger, Hans Kappeier, Bürger zu Imst und Christoph Rauch zu Wenns Rückvermerk betreffend eine Anleihe für Melchior Schwarz durch den Spitalpfleger Georg Heyserer (1567 Feber 6)
15 Monatsschriften der Winterschule von Nov. bis April. Folgende Schulkinder legen während der 101 Schultage der Schulaufsicht ihre monatlichen Schriftproben vor: Theresia Ragg, Maria Anna Schwarz, Ägid Bader, Josef Sandbichler, Johannes Ostheimer, Peter Vinzenz Fischer, Peter Holl, Lorenz Triendl, Franz Petz, Karolina Geisenhof, Magdalena Hengg, Genofeva Ostler, Apollonia Buchenberger, Magdalena Schonger und Josef Schonger. In beigefügter Schulbesuchstabelle werden alle 38 schulfähigen Knaben und 43 Mädchen namentlich aufgelistet, wie oft sie die Schule von Vils besuchten. Die meisten Schulkinder haben eine Besuchsfrequenz zwischen 90 und 101 Tagen. Die wenigsten Besuchtage hat Genofeva Ostler mit 25 !4 Tagen.
Kodex XII: Einschreibbuch für Dominikus Marberger. Auf den ersten 18 Seiten (Register A-T) sind Verzeichnisse von Jahresausgaben 1829, Geburtseinträge der Familienmitglieder 1836 - 1849, Rezepturen, Schuldenverzeichnisse, Holzausgaben, Handel mit Fleischwaren, Darlehen usw. Die letzten 20 beschriebenen Seiten betreffen Zinstermine ab 1869, Viehkäufe ab 1848 und Darlehen samt Tilgungsvermerken.
Die Nachbarn im Thal am Angerberg verkaufen der Nachbarschaft zu Liesfelden neu zugeteilte Augründe, welche im Norden an den Inn grenzen, um 24 fl. Siegler: Johann Jakob Jud, Urbarrichter der Herrschaft Rattenberg
Brigida, Ehefrau des Andree Weger, Bürger zu Lienz, verzichtet mit Zustimmung ihres Mannes zugunsten ihres Vaters Michel Natlich, Bürger zu Lienz, auf ihr mütterliches Erbe, einen Acker am Floßweg gelegen, der freies Burglehen ist, und auf alles übrige Erbe, um eine ungenannte Geldsumme. Siegler: Cristoff Holaus, Stadtrichter zu Lienz, Cristoff Vasolt, Landrichter zu Lienz Zeugen: Ambros Holaus, Wolfganng Kemppner, Augustin Br(e)wner, Jacob Maler, Anndre Pawrenfeindt, Bürger zu Lienz
Bürgermeister Georg Theobald Rottmayr bittet den Fürstbischof von Chiembsee um Einführung der Quatembermessen und Aufhebung der Feierabendmessen.
Jahresrechnungen der Michaelsbruderschaft in Jochberg über die Einnahmen und Ausgaben. Mit dem Kassavorstand von 41 Gulden dem Sammelgeld am. Wolfgangsfest, zu Christi Himmelfahrt, zu Kirchweih und anderen Terminen, weiters mit den Spenden der Knappen und des Landsturms, dem Einschreibgeld und mit dem Stockgeld verfügt der Brudermeister Michael Krimbacher über 76 Gulden Davon werden der Vikar für Predigt und Beichte, der Mesner, die Kirchensänger, die Wirtszehrungen, die Schreibgebühr und sonstige Ausgaben in der Höhe von 18 Gulden 18 kr bestritten. Es folgen weitere Jahresrechnungen durch die Brudermeister: Andreas Koidl 1804 ff, Johann Oberhäuser 1809 f, Christian Aigner 1811 ff, Georg Obrist 1815 ff, Wolfgang Auberger 1818 1831, Wolfgang Hechenberger 1832 - 1842, Josef Bachler 1843 - 1848 und Peter Aufschnaiter 1849 - 1886.
Schreiben der Wirte betreffend Beibehaltung der Totenmähler. Trotz Aufhebung solcher, fordern sie nach wie vor, Totenmähler für- Freunde und Verwandte der Verstorbenen abhalten zu dürfen. Die Zehrung soll jedoch pro Person 13 bis 15 Kreuzer, exklusive Wein und Bier, nicht überschreiten und nur bei zulänglicher Erbschaft gestattet sein.
Sammelposition betreffend Schulden des Josef Homgacher, Bäcker zu Wörgl, Schuldenliquidierungsbefreiung für Ebbs, Schuldbekenntnis des Georg Gradl als Vormund, Befehl zur Stellung eines Wagens, Abrechnung des Georg Speckbacher zu Ebbs, Steuervorschreibungen; Abrechnungen des Martin Loidfeller, der Bäcker Martin Rieder, Jakob Maurkircher und Kaspar Schmid.
Johann Franz Yenpacher schreibt von Ynsprugg aus an die Gerichtsverpflichteten Anton Tauscher und Jakob Mayr, daß durch sein stetes Insistieren nunmmehr wegen des Schießens von Füchsen, Hasen und Enten ein Regimentsentscheid unterwegs sei, welcher im Sinne der Beklagten ausgefallen ist. An Spesen und Sporteln sind dem Herrn von Coreth 9 Gulden und dem Dr. Reinhardt für zwei Tagsatzungen die Gebühren zu ersetzen. Für die eigene vielfältige Mühewaltung soll die Abrechnung gleich dem Rodlohn der Immenstetter gehandhabt werden.
Vorbemerkungen zur Klostergründung in Reutti: Nach erhaltener Dispens durch Papst Urban VIII. legt Erzherzog Leopold die Bistümer Straßburg und Passau zurück, um sich 1625 zur Fortpflanzung des Hauses Österreich mit Claudia aus Florenz vermählen zu können. Am 4. Mai 1628 gelobt er zur Ehre der hl. Mutter Anna, für die Franziskaner der reformierten Tiroler Provinz ein Kloster erbauen zu lassen. Noch vor der Geburt Ferdinand Karls wird am 15. März 1628 auf inständiges Bitten der Einwohner in Reutti vom Erzherzog der erste Stein gelegt. Er ist bei der Errichtung des Kreuzes selbst zugegen.
Michael und Johannes Tyaler (Dial-ler), Brüder zu Zams, verkaufen dem Franz Partoll als Dorfvogl und Bevollmächtigten von Zams, die von ihrem Vater Jakob Tyaler überkommene Wiese auf dem Langesberg (Langetsberg) am Alpzaun, welche bis zu Georg Greills Wiese hinauf ausgemarkt ist, um 45 Gulden und I Gulden Trinkgeld. Für den überlassenen Dünger bringt die Gemeinde 10 Gulden in Abzug. Der Zahlungsrest von 36 Gulden ist bis Lichtmeß zu überweisen. Diese Vereinbarung wird durch Handgelübte an Josef Hol er, Anwalt zu Zams, bekräftigt. Zeugen: Basilius Hann, Franz Wolf als Führer, Kaspar Nagl Siegler: Josef Holer, Anwalt mit Unterschrift Unterschrift der Verkäufer: Hans und Michael Dialler (sic) Nachtrag vom 11. März 1732 Die Verkäufer quittieren dem Dorfvogt Franz Partoll den Zahlungsrest bar erhalten zu haben, Unterschrift Josef Holers, Anwalt.
Michael Eb am Rettenpach verkauft dem Peter Wolmueth ein Häusl samt dabeiliegenden Grundstücken zu Rettenpach um 8 Gulden Eb hat die Liegenschaft von Georg Winkler erst am 14. Jän. gekauft. Dafür sind 3 kr Grundzins an das herrschaftliche Urbar zu entrichten. Siegler: Bernhard Christoph von Pflaumem, Pfleger Zeugen: Peter Obermoser zu Haslwandt, und Veit Oberaigner zu Scheßwandt
Vorsteher Franz Grissemann hebt für die Schloß- und Urtlgiiter die Restkapitalien ein. Die Rückzahlungsquoten betragen zwischen 55 kr und 28 Gulden 18 kr. Johann Grisseman und der Kurat haben keine Schulden mehr. Bei sämtlichen 76 genannten Parteien ist der dedit-Vermerk eingetragen. Insgesamt werden über 700 Gulden eingehoben.
Alter: 33; Bauernknecht. Seine Leiche wurde am Fuße der Stephansbrücke aufgefunden. Trotz Obduktion konnte die Todesursache nicht eruiert werden.
Alter: 3.5; Psychische Probleme, kündigte ihren Selbstmord an. Schnitt zuerst ihrer Tochter die Kehle durch, anschließend verletzte sie sich schwer auf die gleiche Weise. Kurz, nachdem ihr Mann nach Hause kam, starb auch sie.
Alter: 51; Kinderbetreuerin, schwermütig, war seit Tagen abgängig. Leiche wurde am 24.11. in Wattens angeschwemmt.
Alter: 1.5; Kinder spielten mit Lysol und gaben es dem Jüngsten zum trinken. Trotz schneller ärztlicher Hilfe konnte er nicht gerettet werden.
Alter: 13 Monate
Alter: 47; Stürzte am Heimweg vom Markt in Silz über eine 2m hohe Straßenmauer und zog sich tödliche Wirbelsäulenverletzungen zu.
Alter: 25; Kaminkehrergehilfe, in Jenbach beschäftigt. Lebte von seiner Frau getrennt, wollte sich aber wieder versöhnen. Fuhr dazu nach Rattenberg, wo sie wohnte. Ihr Vater verwehrte ihm aber den Eintritt in die Wohnung, worauf sich Rebhan vor der Tür erschoss.
Alter: 22; Bauernbursche, wollte mit seinem Bruder einen Windwurf im Wald aufarbeiten. Abfallender Ast erdrückte das Opfer.
Alter: 19; Bauernsohn von Aschland. Wurde durch einen Stich von einem Bajonett eines Gendarmen tödlich verletzt.
Alter: 23; Hilfsarbeiter, hat sich am 2.10. in einem Gasthaus einen Schuss in den Bauch beigefügt. Starb 12 Tage später im Krankenhaus in Innsbruck.
Alter: 5; Kind einer Kleinhäuslerfamilie. Befand sich unbeaufsichtigt im Haus. Hantierte mit dem Spirituskocher. Entfachte ein Feuer, das auf ihr Kleid übergriff. Konnte sich nicht mehr retten und starb an den Verletzungen. Gerichtsverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 26.10.26, 8 gegen ihre Mutter Rosa. Diese wurde wegen Fahrlässigkeit zu 14 Tagen strengen Arrest verurteilt.
Kaspar Haug, Stadt und Landrichter von Meran, bestätigt auf Verlangen des Hans Waidmann von Meran, Bevollmächtigter des Spitals von Hall, daß Matthias Schalter, Rigelhofer von Untermais, zu Protokoll gegeborenen hat, daß er 1599 von seinem Vorgänger Andreas Trenkwalder gehört hatte, daß das Toldengut jährlich 3 Yhren Wein als Grundzins für das Spital von Hall an den Rigelhof zu liefern hat. Seit 1628 weigert sich der jetzige Besitzer Jakob Sehgrafer mit dem Hinweis, das Spital solle ihm erst die Rechtsmäßigkeit der Forderung beweisen.
Siegler der Abschrift: Ferdinand Marstaller, Stadtschreiber und Bürger von Hall
Alter: 46; Starb an schweren Rückenverletzungen nach einem Unfall.
Alter: 50; Wurde seit einiger Zeit vermisst. Hatte gesundheitliche Probleme. Ihre Leiche wurde von einem Boot der Pionierabteilung geborgen.
Alter: 50; Gastwirt des Tivoli. Seine Leiche wurde aus dem Inn gezogen. War in der Nacht, leicht alkoholisiert, in den Fluss geraten. Selbstmord wurde dementiert.
Alter: 24; Student aus Bayern. Starb an schweren Kopfverletzungen. Die Leiche wurde in die Heimat überführt.
Alter: 22; Angestellte einer Apotheke in Innsbruck. Stürzte vom Kleinen Solstein ab. Konnte erst nach 3 Tagen tot gefunden werden.
Alter: 25; Tischlermeister, erhängte sich am Dachboden seines Hauses.
Alter: 46; Fleischhauergehilfe, stammte aus OÖ. Hatte Furcht vor einer Delogierung. Tod durch Erhängen.
Alter: [unklar]; Zimmermann beim Bau des Achenseekraftwerkes. Finanzielle Probleme, stürzte sich von der Margarethener Brücke in den Inn.
Alter: 38; Magistrats-Kommissär. Kam von einer Jagdpartie zurück und wollte seinen Revolver entladen. Dabei löste sich ein übersehener Schuss und traf das Opfer in den Kopf.