Alter: 33; Chemiker aus Düsseldorf. Unternahm mit einer Kollegin und einem Führer von der Nürnberger Hütte aus mehrere Touren in die Stubaier Alpen. Bei einer Wanderung auf die Mairspitze glitt das Opfer unvermutet aus und stürzte an die 200m tief ab.
Alter: 59; Direktor des Haller Franziskaner-Gymnasiums. Wurde von einem Radfahrer am 23.8. niedergestoßen, der nach dem Unfall flüchtete. Später ausgeforscht als ein 15-jähriger Lehrling. Opfer war zuvor bei der Einweihung des neuen Rettungsautos in Hall dabei, dessen erste Fahrt ihn ins Spital brachte. Stammte aus Unsere Liebe Frau/Schnalstal. Gerichtsverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 23.11.27, 12: Unfallverursacher war viel zu schnell am Weg, zeigte sich reumütig. Urteil: 1 Monat strenger Arrest bedingt!
Alter: 63; Ausschussmitglied des Tiroler Bauernbundes. Viehhändler. Geriet am Heimweg in der Nacht in den Gießenbach und ertrank.
Alter: 58; Chemiker aus Leipzig. Versuchte von Gerlos aus den Zillergrund zu erreichen. Dürfte sich verirrt haben und verletzte ich bei einem Sturz. Erfror in der Nacht. Seine Leiche wurde erst am 21.6.1931 entdeckt und im Ortsfriedhof begraben.
Alter: 51; Weibliche Leiche wurde am 2.9. bei der Sillbrücke geborgen. Identifiziert als Haushälterin, geboren in Kauns. Wurde am gleichen Tag aus der Psychiatrie entlassen. Sprang in der Sillschlucht in den Fluss.
Alter: 21; Bauernsohn, wollte nach der Heumahd mit dem Rad nach Hause fahren. Bei einem Sturz fiel er in die mitgeführte Sense und schnitt sich die Beinschlagader auf. Verblutete, bevor er im Krankenhaus Wörgl eingeliefert wurde.
Wegen der Weide am Schwar zenberg kommt es zwischen der Matreier Bürgerschaft und den Nachbarschaften Weier (Waler), Ganz und Brüggen einseits und der Nachbarschaft zu Zedlach (Zötlach) als Beklagte zu einem Vergleich vor dem deputierten Kommissar Franz Josef Kleienmayr, Salzburg, Pfleger zu Saxenburg und Veldtsperg in Oberkärnten. Nach Augenschein ist Zedlach berechtigt mit dem Vieh unter Aufsicht eines Hirten in den Schwarzenberg bis an die Fahrau oder Ramplsegg am Freitag und Samstag herauszufahren. Die anderen Tage ist die Weide den Klägern Vorbehalten, außer bei Schneeflucht. Dafür sind die Zedlacher verpflichtet, Brücken und Wege unentgeltlich zu erhalten und zu machen. Sollte der zu erhoffende Marchbrief auftauchen, so ist dieser Vergleich aufgehoben und es haben die alten Grenzen zu gelten. Die Einhaltung geloben genannte Matreier und die Zedlacher Lorenz Orthner, Georg Ruggenthailer, Gregor Grader, Peter Rasp, Alban Frider, Blasi Pötterer, Valentin Ruggenthailer, Sebastian Wachtlechner, Melchior und Simon Ruggentahller, Simon SchrÖckhueber, Sebastian Gasser usw. sowie genannte Zeugen. Ratifikation durch das Salzburger Hofgericht am 6. März 1711
Christian Leitner jun. klagt wegen einer strittigen Ackergrenze die Gemeinde Zams bzw. das Mesentum, vertreten durch Josef Holer, Anwalt, Christian Kudig, Dorfvogt und Josef Trögi, sowie Martin Fadumb als Mesner (für die Georg Zobliscben Erben), Am Thurnacker befindet sich gegen Norden am gemeinen Steig eine Anewand oder Mahd, welche vom verstorbenen Mesner Georg Zobl genutzt wurde. Leitner als Inhaber dieses Thurnackers läßt nach den Marchsteinen graben und beansprucht daher die Anewant. Da die aufgefundenen drei Steine keine Klärung bringen, kommt es zu einem Vergleich und neu gesetzten Marchsteinen. Die Gerichtskasten werden auf Christian Leitner, den Georg Zoblschen Erben und die Gemeinde Zams mit je 1 Gulden gedrittelt. Siegler: Magnus Meinrad Vischer von Rosenburg, Pfleger der Herrschaft Landeck Zeugen: Anton Recheis und Anton Zannger, Rotgerber zu Zams
Gregor Kolli, Bürger zu Imst, derzeit zu Ried i.O., Gericht Laudegg, wohnend, verkauft dem Paul Scheer als Kirchpropst der St. Johannes- und St. Laurenzkirche zu Imst zwei Grundzinse aus benannten Gütern daselbst. Siegler: Christoph Hörburger Zeugen: Hans Kolli, Bürgermeister zu Imst, Christoph Posch sen., Martin Erl und Peter Tasch, Bürger zu Imst
Ulrich Prater, Bürger zu Rattenberg, bekundet nach einem Rechtsstreit mit dem Nachbarn Bartlmä Knoll, um das nötig Tageslicht über dessen Obstgarten zu erlangen, dass er acht kr Gült von seinem Haus jährlich zu St. Galli an Knoll zinsen muss. Siegler: Bartlmä Schafftlinger, Bürger zu Rattenberg Zeugen: Christian Premier, Bürgermeister, Jörg Maler und Hermann Hamelburger, alle Bürger zu Rattenberg
Auf Gesuch der Liesfelder Nachbarn Johann Sulzbacher und Matthäus Flock wird die Verlassenschaft der verstorbenen Maria Mülllecker in der Höhe von 153 fl 12 1/2 kr der Gemeinde zugesprochen, da die pflegebedürftige Erblasserin der Gemeinde bereits 177 fl an Plegekosten verursacht hatte. Siegler: Johann Georg Kolb, Stadt- und Landrichter zu Rattenberg
Vor dem Taxator Franz Heffter schließen Josef Reitter, Königshäuser als Verlasser und dessen Bruder Matthes Reitter als Bestandsnehmer nach Feststellung und Taxierung der Fahrnisse einen Bestandskontrakt. Josef Reitter als Schuldner von 409 fl bei seinem Bruder verläßt auf die nächsten 8 Jahre sein ganzes König- oder Zimmerlehen gegen einen jährlichen Bestandszins von 50 Gulden Matthias übernimmt alle Grundzinse, Lasten und Giebigkeiten, hingegen muß Josef die Steuern und Gefälle tragen. Nach Ablauf der Bestandsjahre hat Matthias alles zurückzustellen und die Felder im selben Umfang bebaut und bestellt zu übergeborenen. Die Fahrnisse sind zurückzugeborenen oder in Geld nach neuerlicher Schätzung abzu lösen. Frühestens nach vier Jahren ist ein gegenseitiger Rücktritt vom Vertrag möglich, aber auch eine Verlängerungsmöglichkeit wird eingeräumt. Die Fahrnisse werden von Matthias bis zur Bezahlung der Schulden pfandrechtlich sichergestellt. Siegler: Jakob Christoph Hofstetter von Plazoli, Pfleger Zeuge: Valtin Flätscher
Hanns Stoberl , Bürger zu Lienz, und Elisabeth seine Ehefrau verkaufen einen halben Mähder Gras, gelegen zu Lienz jenseits der Drau,dem Andre Schuester, Bürger zu Lienz, und Elspet seiner Hausfrau. Das halbe Mähder grenzt an des Andre Schuester Gereut, an das Gereut des Hanns Gaymperger, an das Gereut des Spitals, ist rechtes Burglehen. und zinst jährlich auf das Schloß Pruckh der Heiliggeistkapelle 1/4 Pfund. Siegler: Cristoff Vasolt, Landrichter zu Lienz Zeugen: Ambros Holl aus, Ni das Hellenstainer, Lucas Peckh, alle drei Bürger zu Lienz
Zusätzliche Verordnung bezüglich des Gaishütens in den Wäldern.
Thomas Tauscher, Gerichtsamtmann, richtet ein Begleitschreiben an Jakob Mayr zu Kienzen, worin er die Klagsschrift des Pfarrers und die eigene Stellungnahme abschriftlich beilegt. Gleichzeitig wird die Stellungnahme an den Bischof von Augsburg verschickt. Er empfiehlt, die Predigten des Pfarrers aufmerksam zu verfolgen und sich alles zu merken.
20 Quittungen an den Bürgermeister Gotthard Konz über bezahltes Schulholzgeld, über die Besoldung von Lehrer Johann Baptist Lrick, über Almosengeld, über Zehrungsgeld eines Rekruten von Martin Loob, über Reisespesen nach Innsbruck, über den Sold des Gerichtsdieners zur Abschiebung von Vaganten. Weitere Quittungen stammen von den zwei Nachtwächtern für Wettermessen, für Spesen und Tagschichten, für Erstellung der Bürgerschaftsrechnung, für Niederlag- oder sog. Gröggeld von den Kälberhirten Johann Martin Sandbichler und Johann Baptist Keller, von dem Galthirten Moritz Lochbiller, vom Kuhhirten Johannes Loob, vom Brunnenmacher Josef Heng, von der Hebamme Anna Maria Sandbichler für Wachtgeld und vom Gerichtsdiener Johann Peter Lachmayr.
Die Geschwister Kasimir und Maria Schranz von Fendis hinterlassen 216 Gulden für fromme Zwecke. Die Erben sind deren Bruder Leopold, welcher mit Eva geborene Zangerl drei Kinder namens Anton, Maria (Ehefrau des Josef Ehrhart zu Ried) und Anna hinterlassen hat. Diese beabsichtigen, die 216 Gulden der Gemeinde Fendis zu übergeben, wenn sich diese verpflichtet, für die zwei verstorbenen Tanten, Eltern und Verwandten in der St.-Margarethen-Kirche zwei Messen abhalten und den Armen 4 Gulden jährlich zukommen zu lassen. Dazu verpflichtet sich für Fendis Engelbert Schlecher mit diesem Revers für die Gemeinde. Siegler: Johann Josef Gerold, Pfleger und Landrichter der Herrschaft Laudegg RV: Von den 216 Gulden sind bereits 40 Gulden für Messen legiert worden, doch ist die Gemeinde Vendls auch für 176 Gulden bereit, zwei Messen lesen zu lassen.
Alter: 58; Seine Leiche wurde im Fluss entdeckt.
Schreiben des Bezirkshauptmanns Landeck an die Gemeinde Flirsch betreff Bachverbauung mit Schiefer durch Franz Jehle, signiert vom Bezirkshauptmann [Unterschrift unleserlich].
Gemeinde FlirschBittschrift des Marktes Hopfgarten um Holzbezug aus dem Bürgerwald nach der Waldbesichtigung durch David Kölderer wegen der Windwürfe zwischen Hasegg und der Klause 1551; Protokollauszug wegen der Klage gegen Hieronymus Oberlechner wegen Aushackung der Erlau 1647; Vergleich mit dem Gastgeber Leonhard Resch und Albrecht Traxl, Schneidermeister, wegen Holzhackens im Achrain 1649; Schwendverbot in den Gräben an Kaspar Astner, Schneidermeister 1717; weitere Holzbezugsrechte und Forstverordnungen an die Bürgerschaft betreffend den Bürgerwald, im Achrain, am Haimperg, am Hasegg, im Pastawald in der Windau, im Stainbergerwald, Kreuzberg- und Hirscheggwald, Hohlachem und Amesauerwald.
Stellungnahme des Kreisamtes zur Kollaudierung des Widums in Jochberg. Der Widumbau wurde vertragsgemäß und kunstgerecht ausgeführt. Einwände werden nur wegen eines Holzzaunes und einiger Minderleistungen des Zimmermanns Josef Schweinester von Kitzbühel geführt. Die Versteigerung des Abbruchmaterials vom alten Widum ergibt 75 Gulden
Die Gemeindsleute der Pfarre Praitenwanng begehren den Markungsvergleich betreffend den Klausenwald mit der Herrschaft. Vor Anton von Rosst, Pflegsverwalter zu Emberg, und den Beisitzern Hans Zehenntner, Richter, Hans Mader, Heinrich Sanndler, augsburischer Waldschreiber, Oswald Kheller, Waldmeister, Uriel Albl, Forstüberreiter, Hans Höss, Zöllner, Jakob Strele, Perwanng, Thomas Rainer und Wolfgang Bischoff, Gerichtsschreiber, bringen genannte Gemeinden nach Ablesung des Grenzvergleichs betreffend den Klausenwald, den Haiterwannger Esterwald und den Bannwald, ihre Einwendungen, Bedenken bzw. ihr Einverständnis zu den neuen Grenzmarken vor. Zu den Einwendungen des Fischmeisters Anton Gügl geben die Gemeinden außer Ehenpichl keine Stellungnahme ab. Daher ergeht der Bescheid, daß es bei dem Grenzvergleich bleiben soll. Weitere Ansprüche der Parteien sind unter den betroffenen Gemeinden zu regeln. Die Kommissionskosten sind zur Hälfte von Haiterwanng und zur Hälfte von Praitenwanng zu tragen. Da die meiste Zehrung in Reutte angefallen ist, muß Haiterwang noch 89 Gulden abstatten. Siegler: Anton von Rosst
Die gefertigten sechs Viertier bestätigen, dass ihnen lt. landschaftlichem Steuerkompromiss vom 24. März von der Ordinaristeuer an Servisgeld 320 Gulden 25 kr vom Unterinntaler Steuereinnehmeramt überlassen wurde. Siegler: Die sechs Viertier
Hans Knoll, Bürger von Hall, und seine Frau bestätigen, daß sie dem Eglolf von Wisenbach 6 Mark Berner gute Meraner Münze schuldig sind. Zahlungstermin ist am nächsten Michaelitag.;
Siegler:
Zeugen: Chunrad Velser von Innsbruck Michael und Lienhart Knoll, Bürger zu Hall, Chunrad Paur, Bürger von Innsbruck
Schenkung Dr. Schumachers an Ladis
Sammelposition: Anordnung über Verfassung von Bittschriften, Requirierungsquittungen, Warnung vor falschen Sechsern, Aufforderung zum Archenbau in Ebbs und Niederndorf.
Proclamation der Kreishauptmannschaft Hall betreffend die Tiroler Maurergesellen, welche für den preußischen König Befestigungen errichten.
Übersicht über den Fassungsraum für normale Un terbringung und Noteinquartierung des Militärs in der Gemeinde Angedair. In den 64 Mausern gibt es laut Erhebungen des Bürgermeisters Johann Krismer 20 bleibende und 3.1 vorübergehende Wohnungsquartiere mit 39 einzelnen Offizierszimmern, sowie 535 Mannschaftsunterkiinften bei normaler Einquartierung, weiters eine Kanzlei, 4 Magazine, 6 Werkstätten oder Wagenremisen und 128 Pferdestände. Bei Noteinquartierung erhöhen sich die Wohnungen auf 27, 38 Offiziersquartiere und 1065 Plätze für Mannschaften bis zum Feldwebel.
Der verstorbene Michael Worath d.Ä., Handelsmann und Ratsbürger von Hall, hat in seinem Testament 500 Gulden für einen Jahrtag gestiftet. Diese Stiftung hat seine Gattin Maria Tuncklstainer um 100 Gulden erhöht,
Siegler: Bischöfliches Offizium (eigenhändige Unterschrift des Bischofs Jesse Berkhofer); Stadt Hall; Stefan Gifel, Stadtpfarrer von Hall
Alter: 13; Hüteknabe aus Fendels. Stürzte bei der Beaufsichtigung von Ziegen tödlich ab.
Alter: 22; Schlosser aus OÖ, dürfte alkoholisiert den Heimweg verfehlt haben und auf die Geleise geraten sein. Wurde von einem Schnellzug überfahren. Stammte aus OÖ.
Alter: 21; Gürtler aus München, stürzte im Kaisergebirge am Kleinen Halt durch einen ausgebrochenen Griff tödlich ab.
Alter: 39; Gräfin (geb. Lamberg), nahm mit ihrem Mann Franz Schlick am Bergrennen Berchtesgaden-Obersalzberg teil. 100m nach dem Start wurde sie in der 2. S-Kurve aus dem Auto geschleudert und starb am Weg ins Spital an den schweren Kopfverletzungen.
Alter: 26; Schankbursche aus Hötting, sprang von der Innbrücke in den Fluss und ertrank. Wurde am 28.9. bei Mühldorf (Bayern) aus dem Inn gezogen.
Alter: 24; Tagelöhner aus Thiersee. Erlitt bei einer Sprengung schwere Brandwunden im Gesicht. Starb 10 Tage später im Kufsteiner Spital. Seine Leiche wurde in Hinterthiersee begraben.
Alter: 7; Starb an den schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus Krekelmoos.
Alter: [unklar]; Neugeborenes wurde in einer Abortgrube im Karwendeltal tot aufgefunden. Mutter wurde schnell entdeckt und nach Innsbruck in die Klinik überstellt (25 Jahre).
Alter: 43; Zahntechniker aus München. Familiäre Probleme. Tod durch Erschießen.
Alter: 4; Sein Bruder fand ein altes Gewehr und spielte damit herum. Plötzlich löste sich ein Schuss und traf das Opfer in die Stirn. War sofort tot.
Alter: [unklar]; Offizier der Telegrafenabteilung. Stürzte bei einer Patrouille am Kreuzjöchl ab. Starb an den schweren Kopfverletzungen in der Innsbrucker Klinik.
Georg Mitteregger, Pfarrer von Anras, stellt eine Bestätigung über die eheliche Geburt des Martin Baldauf, Sohn des Johann Baldauf und der Susanna Weiller, am 11. November 1642 aus. Siegel: Georg Mitteregger