Kurzer Abriß der Geschichte des Benefiziums bei der Spitalskirche in Hall, zusammengestellt vom Stadtpfarrer Aniser.
Alter: 74; Nach einem schweren Gewitter rollte eine Mure durch das Pfundsertal, ausgelöst v.a. durch den Tscheybach. Bauernhaus wurde verschüttet. Rettungsversuche der älteren Bewohner waren erfolglos.
Alter: 27; Student aus dem Burgenland. Trat mit seinen Skiern bei der Vernagthütte ein Schneebrett los, das ihn verschüttete. Konnte nur mehr tot geborgen werden.
Alter: 58; Witwe eines Majors, gesundheitliche Probleme. Tod durch Vergiften in ihrer Wohnung auf der Hungerburg.
Alter: 55; Bundesbahnpensionist, gesundheitliche Probleme.
Alter: 23; Sohn eines Musikschullehrers in Kufstein. Wollte mit 2 Kollegen im Zettenkaiser Blumen pflücken. Glitt dabei aus und stürzte über 100m in die Tiefe.
Alter: 47; Hilfsarbeiter aus Fieberbrunn, war bei der Abtragung einer Notbrücke über den Inn beschäftigt. Glitt aus, stürzte in den Fluss und wurde fortgetrieben. Seine Leiche wurde am 29.5. bei Haiming geborgen.
Alter: 6; Fiel beim Spiel beim Elektrizitätswerk in den Fluss. Wurde geborgen, aber Hilfe kam zu spät.
Alter: 45; Hilfsarbeiter, geistige Verwirrung. Ließ sich von einem Güterzug überfahren.
Alter: 40; Spengler, wurde beim Löten eines leeren Benzinfasses im Städtischen Bauhof von einer Explosion überrascht. Starb an den schweren Verletzungen kurz nach der Überführung ins Spital.
Alter: 12; Stürzte bei einem Besuch beim Onkel durch einen Futterschacht in die Tiefe. Erlitt schwere Kopfverletzungen, an denen sie kurz darauf verstarb.
Alter: 75; Hatte gesundheitliche Probleme. Wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden. Hatte sich mit Leuchtgas vergiftet.
Alter: 14; Wurde von einem fallenden Stein getroffen. Starb einen Tag später an den schweren Verletzungen.
Der verstorbene Johann Lotter, Pächter des Wengerischen Gutes Aicham, stiftet 100 Gulden, daß bei der Nikolauskirche in Hall an seinem Todestag eine hl. Messe gelesen wird.
Siegler: Stadt Hall (großes Sekretsiegel von 1661); Stadt pfarrer Franz Xaver Aniser; bischöfliches Konsistorium
Alter: 25; Arzt aus NÖ. Erschoss sich in einem Hotelzimmer.
Alter: [unklar]; Eine Französin wurde mit einer schweren Schussverletzung ins Innsbrucker Spital eingeliefert. Am Tatort in Hötting fand man die Leiche des Mannes. Es dürfte sich um eine Liebestragödie handeln, bei der beide Beteiligte aus dem Leben scheiden wollten. Der Mann hatte anscheinend zuerst auf die Frau geschossen, dann sich selber getötet
Alter: 29; Knecht, familiäre Probleme.
Alter: 21; Kellnerin aus Südtirol. War am Abend mit Kollegen in einem Auto auf der Hallerstraße am Weg. Der Fahrer, der das Auto unbefugt lenkte, geriet über die Fahrbahn hinaus und stürzte damit in den Straßengraben. Die Mitfahrerin wurde tödlich verletzt.
Alter: 60; Bauer wurde tot am Straßbergweg aufgefunden. Dürfte von einem Pferdefuhrwerk, das Holz transportierte, herabgestürzt sein und hatte sich tödlich verletzt.
Alter: 13; Sprang in den Inn aus Furcht vor körperlichen Misshandlungen vom Vater. Ihre Leiche wurde am 26.7. in Kirchbichl aus dem Fluss geborgen. Gegen die Eltern wurde Anzeige erstattet (Tiroler Tageszeitung 28.7., 3)
Alter: 30; Bautechniker, Stürzte in der Museumsstraße von einem Gerüst vom 5. Stockwerk in die Tiefe und erlitt tödliche Rückenverletzungen.
Alter: 37; Kellner, hatte sich mit Leuchtgas ums Leben gebracht.
Alter: [unklar]; In der Nacht durchstieß ein Auto das Geländer der Perjenbrücke und stürzte in den Inn. Alle 4 Insassen wurden fortgetrieben, wobei nur zwei das Ufer schwimmend erreichen konnten. Die Leiche von Altmann, die Wirtin des Gh „Nußbaum“ aus Perjen wurde bei Zams gefunden, die des Bäckermeisters Partoll bei Langkampfen am 15.6.
Alter: 36; In der Nacht durchstieß ein Auto das Geländer der Perjenbrücke und stürzte in den Inn. Alle 4 Insassen wurden fortgetrieben, wobei nur zwei das Ufer schwimmend erreichen konnten. Die Leiche von Altmann, die Wirtin des Gh „Nußbaum“ aus Perjen wurde bei Zams gefunden, die des Bäckermeisters Partoll bei Langkampfen am 15.6.
Andreas Hofer, Sandwirt in Passeier, bittet das Stadtgericht Hall, einem Welschen, der sich Benevenuti von Burgetto nennt, das Pferd zu beschlagnahmen, weil dieser eine Schuld von 135 Gulden nicht beglichen hat (eigenhändige Unterschrift: 'Andere Hofer Santwirth aus Passeyr').
Alter: 60
Alter: 56; Wirt im Gh „Burgriesen“ in der Hofgasse. Hatte familiäre Probleme. Stürzte sich mit seiner Frau von der Mühlauer Brücke in den. Seine Frau konnte gerettet werden.
Alter: 44; Bergführer und Hüttenwirt, nervenleidend. Tod durch Erschießen.
Alter: 25; Der Kraftfahrer wurde im Gh „Brennersee“ vom Wirt Johann Fröhlich (35 Jahre) erstochen. Das Opfer hatte anscheinend mehrfach den Hinweis auf die Sperrstunde missachtet und eine drohende Haltung gegenüber dem Wirt eingenommen. Gerichtsverhandlung gegen den Wirt am 19.12.1949: Wurde von Eisenstecken nach der Ankündigung der Sperrstunde tätlich angegriffen. Urteil: 3 Monate Arrest – bedingt.
Alter: 37; Die Frau wurde im bewusstlosem Zustand in die Klinik eingeliefert, wo sie bald darauf starb. Hatte sich mit Leuchtgas in ihrer Wohnung getötet.
Alter: 64; Arbeiter begaben sich per Boot zu einem Bau am Vilsalpsee. Durch schlechte Gewichtsverlagerung kenterte das Boot und alle 15 Insassen stürzten ins Wasser. Für zwei von ihnen kam jede Hilfe zu spät. Angeklagt wurden mehrere jugendliche Burschen.
Alter: 22; Arbeiter begaben sich per Boot zu einem Bau am Vilsalpsee. Durch schlechte Gewichtsverlagerung kenterte das Boot und alle 15 Insassen stürzten ins Wasser. Für zwei von ihnen kam jede Hilfe zu spät. Angeklagt wurden mehrere jugendliche Burschen.
Alter: 17; Hausgehilfin aus Uderns, familiäre Probleme. Stürzte sich in den Inn. Ihre Leiche wurde am 8.6. bei Kirchbichl aus dem Fluss geborgen.
Alter: 10; Tochter eines Musikers wurde bei den Viaduktbögen von einem ausländischen Auto überfahren und erlitt tödliche Kopfverletzungen. Dar Fahrer wurde von der französischen Militärpolizei verhaftet.
Alter: 37; Der Zimmermeister und der Mitbesitzer der Lederwarenfabrik in Zell/Ziller fuhren in der Nacht mit dem Motorrad von Mayrhofen nach Hause. Bei Holenzen übersahen sie Geräte, die mutwillig auf der Straße platziert waren. Bei dem Sturz erlitten beide tödliche Kopfverletzungen. Gerichtsverhandlung gegen 2 Burschen am 31.10.1949, die den Unfall verursacht hatten. Durch ihre Jugend erhielten sie nur 8 bzw. 10 Monate Arrest auf Bewährung (!?)
Alter: 38; Der Zimmermeister und der Mitbesitzer der Lederwarenfabrik in Zell/Ziller fuhren in der Nacht mit dem Motorrad von Mayrhofen nach Hause. Bei Holenzen übersahen sie Geräte, die mutwillig auf der Straße platziert waren. Bei dem Sturz erlitten beide tödliche Kopfverletzungen. Gerichtsverhandlung gegen 2 Burschen am 31.10.1949, die den Unfall verursacht hatten. Durch ihre Jugend erhielten sie nur 8 bzw. 10 Monate Arrest auf Bewährung (!?)
Bürgermeister Ignaz Aniser und Stadtkämmerer Franz Josef Aichinger als Vertreter der Stadt Hall verkaufen um 5000 Gulden der b.k. Fortifikationsdistriktsdirektion in Innsbruck das Jesuitenkolleg in Hall mit drei Stockwerken und Gärten, wie die Stadt es 1802 gekauft hat. Für die Lokalkaplanei zu Allerheiligen (— Jesuitenkirche) wird jedoch ein Teil des Klosters abgetrennt (= Schulgasse 4), wozu eine Reihe von Baumaßnahmen notwendig sind. So wird beispielsweise der Hof mit einer 10 Schuh hohen Mauer abgeteilt. Das Fenster der bisherigen Sakristei der FranzXaver-Kapelle wird zu einer Türe umgeboreneut, der Aufgang links daneben wird im Erdgeschoß mit einer Mauer durchgehend abgetrennt, damit die Haupttreppe beim Kolleg bleibt. Teile des Gartens im Zwinger gehören auch dazu, um vor allem den Zugang zum Turm zu gewährleisten. Die Zimmer über der Franz-Xaver-Kapelle gehören künftig ebenfalls zur Kirche.
Siegler der Verkaufsurkunde: Ignaz Aniser; Franz Josef Aichinger; Haupt mann Aster; Ing.-Major Ujhazy
Siegler der Vollmacht für Aniser und Aichinger (Abschrift): Johann Michael Sutor, Stadtschreiber
Alter: 86; Nach einem Hochwetter brach der Wildlahnerbach aus und verschüttete 2 Bauernhäuser. Wechselberger stammte aus Tux.
Alter: 44; Ehemaliger Beamter des deutschen Außenamtes. Erschoss sich im Wald bei den Allerheiligenhöfe.
Alter: 49; Bauer, schwermütig, stürzte sich in die Zillertaler Ache. Seine Leiche wurde am 19.6. bei der Mündung in den Inn aus dem Fluss geborgen.
Alter: 58; Gattin eines Bäckermeisters. Kam auf der Innbrücke zu Sturz und wurde von einem LKW überrollt. Starb an den schweren inneren Verletzungen noch am Unfallsort.
Alter: 63; Stadtarbeiter, wurde bei der Heimfahrt mit seinem Rad von einem LKW angefahren. Starb kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus.