Alter: 71; Am 16.4.1908 wurde in Hall eine schon stark verweste Leiche angeschwemmt. Später von Angehörigen identifiziert. Holzhändler, aus Zirl stammend.
Alter: 3.5; Tochter eines Bahnarbeiters in Perjen kam dem Herdfeuer zu nahe. Kleider fingen Feuer, Kind verbrannte.
Alter: 41; Zimmermeister, starb an inneren Verletzungen im Innsbrucker Spital.
Projekt Abwasserbeseitigungsanlage: Erweiterung Strang 6: Post, Rechnungen, Vergabe, Rohrreinigung, Angebote;
Franz Steger, Bierbrauer im Markt Windisch Matrei stellt der Dekanalkasse in Pinzendorf im Landgericht Mittersill einen Schuldbrief über 800 Gulden aus, Verzinsung 4 %, halbjährige Aufkündigung. Zur Sicherstellung verschreibt er sein Bürgerhaus samt der Braugerechtigkeit. Siegler: Wolfgang Adam Ignatz Lasser, Reichsritter und Edler von Zollheim etc. Urbarprobst der Herrschaft Matrei mit Unterschrift Zeugen: Mathäus Mättersperger, Pflegschreiber, Jakob Hezenauer, Akzessist
Die Müller- und Bäckermeister des Landgerichts Ehrenberg bitten den Marktmagistrat, die unberechtigte Brot- und Getreideeinfuhr von Füssen aus genannten Gründen zu unterbinden und bei Gericht das Nötige zu veranlassen.
Nach dem ausführlichen Rechtsgutachten im sechs Jahre dauernden Rechtsstreit zwischen Imst und Coreth wegen Überschwemmung der Starkenberger Güter im Jahre 1762 wird von der o.ö. Regierung als oberster Instanz der Kläger Franz Coreth nach reiflicher Erwägung abgewiesen, da er auf das Vergleichsangebot vom 5. Okt. 1765 mit neuen Einwänden reagiert.
Erzherzog Ferdinand H. gestattet seinen Schwestern Magdalena und Helena die Einzäunung einer Neurauth im Umfang, wie er vom Tiroler Forstmeister gestattet wurde. Dieses Neurauth dient zur Viehhaltung (des Damenstiftes).;
Siegler: Erzherzog Ferdinand H.
Alter: 31; Eine Streiterei zwischen 2 Burschen artete in eine Schlägerei aus. Dabei wurde ein Kontrahent mit einem Messer tödlich verletzt. Der Täter stammte nicht aus dem Ötztal. Gerichtsverhandlung in Schützenzeitung 30.11.1857, 5: Der Täter, ein Branntweinhändler aus dem Passeiertal (63 Jahre) wurde zu 3 Jahren schweren Kerkers verurteilt.
Alter: 28; Leiche wurde am 29.3.1908 (Innsbrucker Nachrichten 31.1.08, 4) in Hall angeschwemmt. War Landesrechnungspraktikant ohne Chance auf baldige Beförderung. Dadurch schwermütig. Stammte aus St. Jakob/Defreggen.
Alter: 45; Leiche aus dem Inn, die in Erl aus dem Wasser gezogen wurde, konnte zugeordnet werden. War Wagner und Zimmermann, aus OÖ stammend.
Alter: 42; Schuhmachermeister aus Achenkirch. Stürzte bei der Kasbachbrücke/Sensenwerk ab.
Alter: 1.5; Kind einer Arbeiterfamilie in Arzl fiel in einen mit heißem Wasser gefüllten Kessel.
Alter: 34; Bahnbediensteter, geriet zwischen die Puffer zweier Waggons und wurde erdrückt.
Alter: 53; Metzgermeister aus Terfens. Wollte mit seinem Muligespann von Hall nach Hause fahren. Tiere scheuten, Opfer fiel vom Wagen und erlitt tödliche Kopfverletzungen.
Alter: [unklar]; Frau aus Mayrhofen ertrank in der Zillertaler Ache. Wurde in Hippach begraben.
Alter: 59; Zimmermann aus Fügen. Muss in der Nacht in einen Graben geraten sein, wo er abstürzte.
Alter: 70; Kandlingerbauer, wurde in seinem Stadel erhängt aufgefunden.
Alter: 22; Bahnarbeiter aus Slowenien. Kam mit einem Revolver zur Arbeit und schoss sich eine Kugel ins Herz.
Wasserversorgung der Gemeinde, Bauunterlagen: Post, Wasserbescheide, Hoch- und Tiefbau, Pläne und Vermessung, Neuprojektierung Wasserleitung, Rechnungen;
Alter: 36; Knecht wurde beobachtet, wie er mit seinem Fuhrwerk von Huben her kam. Am nächsten Tag fand man seine Leiche in der Ötztaler Ache. Die Ursache des Unfalls konnte nicht geklärt werden.
Die Bäcker zu Reute bitten das Landgericht, den Brotsatz senken zu dürfen und die angeführten Gründe zu berücksichtigen.
Hans Mayr vom unteren Schönberg stellt der Stadt Hall als Propst der Waldaufstlftung einen Revers über das Geyerscheißgut mit allen in der Urkunde genannte Besitzungen aus.;
Siegler:
Zeugen: Hans Sautter, Stadtrichter von Hall Jakob Mayr von Telfes, Hans Grüenörbl von Fulpmes, Komad Wiser von Kreith
'Die Tyrollische Landes-Geschichte', Geschichtsaufzeichnungen eines Studenten aus seinem ersten Semester 1788.
Kommissionelles Vergleichsangebot an Franz An ton Coreth als Kläger und an den Markt Imst wegen des 1762 am Brüggelewaal entstandenen Hochwasserschadens. Nach Zusammenfassung aller Vorakten der Streitparteien wird vom o.ö. Fiskus, der wegen des Rücklösungsrechtes auf das Schloß Starkenberg Parteienstellung hat, eine gütliche Einigung befürwortet, zumal sich Imst auf dem Vertrag von 15Ü8 beruft. Coreth soll auf den Schadenersatz verzichten. Laut Vertrag von 1508 darf Imst das Oberwasser in den Plattner- (Platner-) oder Lange Anger (Langanger) ableiten. Dorthin wurde auch wiederholt abgeleitet, wie die Aufschüttungen zeigen. Imst soll durch Aushub des Corethischen Teilangers wieder die alte Tiefe herstellen und beim Katzental einen Damm in ausreichender Breite und Höhe anlegen und durch Sperren einen langsamen Abfluß nach beiden Seiten ermöglichen. Die Instandhaltung soll jährlich unter Beizug des Schloßmairs überprüft werden. Die Kommissionskosten sind von beiden Parteien je zur Hälfte zu tragen. Zu diesem Vergleichsentwurf sollen beide Seiten binnen 4 Wochen Stellung nehmen.
Alter: 34; Holzarbeiter, wurde beim Wildern jenseits der Grenze von von einem bayrischen Revierjäger erschossen. Wurde am 19.11.1907 in Niederndorf begraben.
Alter: 55; Straßenarbeiter. War mit 2 weiteren Kollegen bei der Verbreiterung der Straße Kitzbühel-Oberndorf beschäftigt. Nach einer Sprengung löste sich großer Felsbrocken und erschlug das Opfer.
Alter: 51; Zimmerergehilfe. Schnitt sich mit einem Taschenmesser die Kehle durch. Stammte aus Hall.
Alter: 25; Kohlenarbeiter, wurde im Bahnhof von einem Zug überfahren und schwer verletzt, am nächsten Tag gestorben. Stammte aus Zams.
Alter: crika 30; Unbekannte Leiche, möglicherweise Handwerksbursche, wurde aus der Sill geborgen und am 3.12. begraben.
Alter: 19; 2 Nürnberger Touristen wollten die Sonnenspitze besteigen. Opfer stürzte am südlichen Grat ab. Bergemannschaften brachten den Toten nach Ehrwald, wo er beerdigt wurde.
Alter: 62; Bauer aus Obernberg. Geriet in den Obernberger Bach und ertrank dort.
Alter: 61; Melker im Stift Stams. Wurde tot aufgefunden. Fiel vom oberen Tennen auf den Boden.
Alter: 0; Marie Hell aus Hart begrub ihr neugeborenes Kind im Wald. Gerichtliche Untersuchung wegen Verdachts auf Kindsmord. Schwurgerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 5.12., 17: Urteil: 16 Monate schwerer Kerker. Innsbrucker Nachrichten 9.9.10, 7: Neuerliche Verurteilung von Hell, da sie wieder ein Kind geboren hatte, dies aber in Fügen bei einer reichen Familie abgelegt hatte. Kind wurde in Pflege gegeben, Mutter aber entdeckt. Urteil: 6 Monate Kerker.
Alter: 4; Fiel in der Au in die Obernberger Ache und ertrank dort.
Genannte Bäcker- und Müllermeister beschließen am Jahrtag des Handwerks zu Reutte die Reduzierung des Aufleggeldes von 16 auf 8 kr für die Meistertöchter. Das Einkaufgeld bleibt aber wie bisher mit 1 Gulden 38 kr aufrecht. Die Einverleibung Fremder in die Zunft soll nicht unter 2 Gulden erfolgen.
Kanal/Baulos 04: Post, Ausschreibung, Vergabe, Pläne, sonstige Unterlagen;
Die Gerichtskommission unter Leon Bern Buechenberger fordert auf Veranlassung des o.ö. Hofkammerrates Franz Anton Freiherr von Coreth zu Starkenberg den Bürgermeister Johann Rochus Holler vom Markt Imst auf, wegen der geforderten Beseitigung der Schäden durch den Briigglbach Stellung zu nehmen. Der Kläger fordert auch, den widerrechtlich aufgeworfenen und erweiterten Graben zu beseitigen und den alten Zustand herzustellen und Baumeister Sailer zum Vollzug anzuhalten, damit den Starkenberger Gütern kein Schaden entstehe. Zu dieser Aufforderung soll die Gemeinde Stellung nehmen.
Hans Schober von Inzing tauscht mit grundherrlicher Zustimmung der Stadt Hall als Propst der Waldaufstiftung mit Hans Mayr sein Gut 'Geyerscheiß' am unteren Schönberg gegen zwei Lehen, die '05rlehen' genannt.;
Siegler:
Zeugen: Stadt Hall (großes Sekretsiegel) Jakob Mayr von Telfes, Hans Grüenörbl von Fulpmes, Komad Wiser von Kreith
Alter: 20; Müllerlehrling, wurde von einem Baum erdrückt.
Übergabsvertrag zwischen den Kindern des verstorbenen Peter Leitner, Thoman, Barbara, Kunigund und Konstanzia in Jesach (Defreggen)-Gerhaben: Thoman Kleinlercher, Mithäuser in der Huben, Peter Ladstetter zu Jessach in Defreggen) und dem Valentin Leitner in Erlach, Defreggen. Es geht um ein Viertel Schwaig zu Jessach in Defreggen, das dem Urbaramt freistiftlich unterworfen ist. Siegler: Wolfgang Adam Ignatz Lasser, Reichsritter, Edler von Zollheim, Tir. Landmann, salzb. Hofrat, Erbpfleger und Urbarprobst der Herrschaft Windisch-Matrei Zeugen: Mathias Mättersperger, Pflegschreiber und Jakob Hezenauer, Akzessist
Alter: 24; Kellnerin in Pradl. Wurde wegen eines Diebstahles verhaftet. Bei der Überstellung ins Gefängnis sprang Opfer über das Geländer der Pradlerbrücke in die Sill. Leiche konnte geborgen werden. Bekam kein kirchliches Begräbnis.
Alter: 2.5; Kind einer Fabriksarbeiterin.
Alter: 79; Stürzte über einen steilen Hang hinunter.