Der verstorbene Josef Unterstainer, Kaufmann, Handelsherr und Bürgermeister von Hall, hat der Nikolauspfarrkirche in Hall 600 Gulden vermacht, damit jeweils am 27. Tag jedes Monats zwischen 6.00 und 7.00 Uhr am Hochaltar eine Messe gelesen werde. Diese Stiftung wird nun von der Witwe Maria Anna Hueber und den Kindern Thomas Ignaz Unterstainer, Kaufmann, Handelsherr von Rattenberg, Anton Josef Unterstainer und Maria Anna Unterstainer eingelöst.
Siegler: Josef Anton Kössler, Stadtpfarrer von Hall; bischöf liches Konsistorium
Alter: 10; Knabe hütete Schafe und wurde später vermisst. Stürzte über felsiges Gelände ab und verletzte sich tödlich.
Alter: 54; Schriftsteller aus Wien. Bei der Überquerung des Ramolgletschers starb er an Erschöpfung. Seine Leiche wurde geborgen und nach Wien überführt.
Alter: 27; Bauernsohn wurde von einem fallenden Baum tödlich verletzt.
Alter: 36; Malergehilfe, stürzte beim Bruch eines Gerüstes am Schloss Ambras 11m in die Tiefe und verletzte sich tödlich.
Alter: 23; Studenten aus Wien. Stürzten durch einen Hakenausbruch an der Seekarschneise tödlich ab.
Alter: 23; Studenten aus Wien. Stürzten durch einen Hakenausbruch an der Seekarschneise tödlich ab.
Alter: 27; Malergehilfe stieß mit seinem Rad am Rennweg mit einem Auto zusammen. Starb an den schweren Verletzungen im Krankenhaus.
Alter: [unklar]; Wurde bei der vorzeitigen Explosion eines Sprengschusses im Stollen des Wasserwerkes getötet. Stammte aus Südtirol.
Alter: 83; Pensionist wurde bei einer Straßenkreuzung von einem Panzerwagen überrollt und getötet.
Alter: [unklar]; Bahnarbeiter wurde am Westbahnhof beim Überschreiten der Geleise von einer Lok erfasst. Starb in der Klinik kurz nach seiner Einlieferung.
Alter: 19; Drogist und Mitglied der Bergwacht. War bei den Löscharbeiten der Waldbrände im Wettersteingebiet beteiligt. Wurde bei der Essensausgabe unglücklicherweise mit einem Messer bei der Herzgegend so schwer verletzt, dass er starb!
Alter: 17; Wurde von einem fallenden Baum erschlagen.
Nach dem Tode des Thomas Kloz von Mösern in Telfs haben dessen Witwe Helena Spiegl und die acht Kinder zunächst den Hof weitergeführt. Nach fünf Jahren wollen sie nun diesen dem jüngsten Bruder Simon Kloz übergeborenen. Nach Abzug aller Schulden bleibt ein väterliches Vermögen von 486 Gulden 44 Kreuzer, das zu gleichen Teilen auf die Geschwister aufgeteilt wird.
Siegler: Anton von Praitenberg, Pfleger von Hertenberg
Alter: [unklar]; Fleischhauer aus Zell/See. Erhängte sich aus unbekannten Gründen in seiner Wohnung.
Alter: 35; Gesundheitliche Probleme, Tod durch Erschießen.
Alter: 42; Tod durch Erhängen im Wald.
Alter: 28; Wurde erhängt in der Scheune aufgefunden.
Alter: 7; Geriet beim Spielen am Innufer in die Strömung und wurde fortgetrieben. Leiche wurde am Folgetag gefunden.
Alter: 21; Zollwacheaspirant aus Karrösten. Stürzte im Dienst in der Nähe des Königsjochs an der italienischen Grenze tödlich ab.
Alter: 52; Bei einem Ausbruch vom Gefängnis des Landesgerichtes wurde ein Wärter getötet, ein Zweiter (Adolf Zwerger) schwer verletzt. Die Täter waren Max Langecker (23 Jahre) aus Innsbruck, Josef Meischel (25 Jahre) aus Wien, Faustinus Kogler (19 Jahre) aus St. Johann/Tirol und Rudolf Sax (20 Jahre) aus Braunau (OÖ). Sie benutzten für die Tat einen eisernen Bettfuß, mit dem sie beide Wachebeamte niederschlugen. Anschließend raubten sie Tusch die Pistole und erschossen ihn. Auf ihrer Flucht brachen sie in mehreren Almhütten ein und leiferten sich ein Feuergefecht mit Polizisten. Wurden der Reihe nach bis 24.9. wieder eingefangen. Schwurgerichtsverhandlung gegen die Ausbrecher und Mörder am 20.5.1948. Sax wurde zum Tod durch den Strang verurteilt, Kogler zu 10 Jahren, Langecker zu 8 Jahren schweren Kerkers. Gegen Meischl wurde in Wien verhandelt, wo er ebenfalls zum Tode verurteilt wurde. Rudolf Sax wurde tatsächlich am 4.9.1948 im Gefangenenhaus Innsbruck exekutiert.
Alter: 22; Im jüdischen DP-Lager Wiesenhof kam es zu Gewalttätigkeiten von Insassen gegen die Leitung, wobei ein Lagerleiter erschossen und mehrere andere verletzt wurden. Die Insassen warten auf die Weiterreise nach Palästina, die Grenze nach Italien wurde allerdings gesperrt um Illegalen den Übertritt zu verwehren. Kontrollen sollten nun schon in Österreich durchgeführt werden. Eine Gruppe von Neuankömmlingen wollte dies nicht hinnehmen und inszenierte einen Aufstand. Wollten anschließend mit 2 LKWs flüchten. Wurden von französischen und österreichischen Gendarmen überwältigt. Großes Unbehagen in der Bevölkerung. Erste Gerichtsverhandlung am 20.10.47 vor dem Obersten Französischen Gericht gegen 19 jüdische Flüchtlinge aus Polen und Rumänien. Hauptangeklagte sind Malicki und Reiß. Fortsetzung am 18.11.47. Der Staatsanwalt forderte sogar die Todesstrafe, alle Angeklagten gaben sich zumeist amüsiert! Urteil: Alexander Malicki 7 Jahre Zuchthause, die übrigen zwischen 6 Monaten und 3 Jahren.
Alter: 22; Hochbauingenieur aus Innsbruck. Versuchte die Rumer Spitze zu erklimmen, wobei ein Sicherungsgriff ausbrach. Stürzte 150m ins Kar ab. Erlag seinen Verletzungen nach der Bergung in der Innsbrucker Klinik.
Alter: 8; Bei einem Sturz fiel das Kind auf ein Brett und erlitt schwere innere Verletzungen. Starb daran im Krankenhaus Wörgl.
Alter: [unklar]; Leiche eines jungen Mannes wurde am Innufer gefunden. Konnte nicht identifiziert werden, im Ortsfriedhof begraben.
Ignaz Josef Aniser, Stadtrichter von Hall, schreibt das gesamte Vermögen des Matthias Leonhard Grießenböck, gewesener Stadtschreiber von Hall, zur Versteigerung aus.
Siegler: Ignaz Josef Aniser
Alter: [unklar]; Unternahm mit einem Kollegen eine Klettertour auf den Christaturm. Verlor beim Aufstieg den Halt und stürzte 60m in die Tiefe. Ihre Leiche wurde geborgen und nach Kitzbühel gebracht.
Alter: 26; Schriftsetzer aus Innsbruck. Wollte mit einem Kollegen die Südostwand der Schüsselkarspitze erklettern. Durch Riss des Seiles stürzte er 160m tief ab und war sofort tot. Hinweis, dass die Seile allesamt nicht neuerer Erzeugung und daher brüchig seien.
Alter: 43; Friseurmeister, wurde von einem LKW in der Höttingerau vor seinem Geschäft getötet, als er den Gehsteig kehren wollte.
Alter: 23; War mit seinem Bruder in der Aubachklamm mit Holzarbeiten beschäftigt. Wurde von einem fallenden Baum erschlagen.
Alter: 41; Bauer aus Absam, wurde bei der Bahnüberführung in Loretto schwer verletzt aufgefunden. Starb bald darauf im Haller Krankenhaus. Der Autofahrer beging Fahrerflucht.
Alter: 22; Gesundheitliche Probleme. Tötete sich selber unter Alkoholeinfluss nach einer Tanzunterhaltung.
Alter: 62; Landwirtschaftlicher Arbeiter. Stürzte beim Zubereiten des Viehfutters vom Tennenboden über 3m in die Tiefe. Starb an den schweren Kopfverletzungen.
Alter: [unklar]; Arbeiter in einem Steinbruch. Wurde von einer ins Gleiten kommenden Erdmasse verschüttet und konnte nur mehr tot geborgen werden.
Alter: 33; Mechaniker, gebürtig in der Ukraine. Fuhr mit seiner Beiwagenmaschine nach Innsbruck. Durch einen Reifenschaden geriet er ins Schleudern und flog auf eine Wiese. Wurde dort tot aufgefunden.
Alter: 27; Hausangestellte aus Mühlau. Wurde auf dem Gehsteig von einem zu schnell fahrenden LKW erfasst und niedergestoßen. Starb kurz nach der Einlieferung in die Klinik. Der Fahrer beging Fahrerflucht.
Johann Haider, Bürger von Hall, verkauft um 250 Gulden dem Johann Georg Stöcker als Verwalter des Spitals in Hall ein Grundstück im neuen Thaurer Einfang, das der Vater Jakob Haider 1730 um 250 Gulden vom Spital gekauft hatte.
Siegler der Abschrift: Johann Michael Sutor, Stadtschreiber von Hall
Alter: 20; Wurde im Bach von Schwarzenstein ertrunken aufgefunden.
Alter: 77; Gattin eines Installateurs, wurde tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Arzt stellte Tod durch Leuchtgasvergiftung fest.
Alter: 16; Bauernbursch aus Navis. Wurde beim Läuten von der Glocke getroffen und so schwer am Brustkorb verletzt, dass er starb. Berichtigungen in Tiroler Nachrichten 7.11., 3!
Alter: 56; Schriftstellerin aus der Schweiz. Wurde im Hotel „Kreid“ tot aufgefunden. Sie starb an Erdrosselung. Ihr Zimmer wurde nach Wertgegenständen untersucht. Wollte in Tirol ein Kochbuch schreiben. Der Verdacht auf Raubmord wurde bestätigt. Nach einer Woche konnten bereits die Täter ausgeforscht werden: Herfried Hendler (21 Jahre), Alin Maier (24 Jahre) und Robert Ezzelt (24 Jahre) aus der Steiermark. Hatten sich als Studenten in Innsbruck eingeschrieben. Flüchteten nach der Tat nach Salzburg. Wurden schließlich in Graz bzw. am Ossiachersee in Kärnten verhaftet. Schwurgerichtsverhandlung am 13.11.1948 gegen die Täter. Alle drei wurden des räuberischen Totschlages für schuldig befunden und zu 16 Jahren Kerkers verurteilt. Durch ein neues Gesetz vom 12.5.2948 wurde die Todesstrafe ausgesetzt, da eine spätere Besserung der Täter möglich wäre.
Alter: 68; Ehepaar betrieb ein Lebensmittelgeschäft in der Altstadt. Wurden am Morgen in ihrer Wohnung erschlagen aufgefunden. Wurden ausgeraubt.