Zwischen der Stadt Hall und Wilten hat es Streitigkeiten wegen der Lieferung von Füllmaterial für die Steinkästen der InnbfÜcke gegeben. Vorbehaltlich einer späteren Regelung stimmen die Wiltener der Lieferung von bis zu 55 Fuder Föhren bei.;
Siegler: Erzherzog Ferdinand II. (Sekretsiegel)
Alter: 59; Tischlergehilfe, erhängte sich in seiner Wohnung.
Alter: 2; Bauernkind.
Alter: 70; War im Spital in Pflege. Erschoss sich im Garten.
Alter: 23; Arbeiter im Steinbruch der Großachenregulierung. Wollte Dynamitpatronen erwärmen, die allerdings explodierten.
Alter: 70; Stürzte über eine Stiege und starb an den Verletzungen.
Alter: 2.5; Forstgehilfe, hantierte am 2.2. mit seiner Pistole. Diese ging los und traf seine Tochter in den Kopf. Schien geistig verwirrt zu sein. Versuchte sich anschließend selbst zu töten.
Alter: 21; Unterjäger in der Kaserne. Erschoss sich mit seinem Dienstgewehr. Fürchtete eine Bestrafung. Stammte aus Salzburg.
Alter: 55; Tagelöhner, dürfte in der Nacht am Heimweg abgestürzt sein und fiel in den Stollenbach. Längere Zeit vermisst, erst am 19.2. gefunden.
Alter: [unklar]; Bahnwächter, wurde in der Nacht von einem Zug überfahren.
Alter: 2 Monate ; Tod durch Ersticken und Verbrennen. Die Leiche wurde ins Pathologische Institut nach Innsbruck gebracht.
Das Gubernium erteilt der Streüschen Kompagnie zu Inist die Bewilligung, in der Behausung des Johann Folger zu Tarrenz eine Weberlehrschule mit Stube und Küche zu errichten. Gleichzeitig soll im sogenannten Eisterthurn das zusammengefallene Pfisterl um 15 x 15 Schuh im Quadrat erweitert werden, und die Nagelschmiedgerechtsame des Anton Matzekopf in das Pfisterl übertragen werden. Für diese Gebäude ist ein Zins von 24 kr in das Hofbauamt zu entrichten und vom Obristjägermeisteramt eine Verleihungsurkunde anzufordern. Wegen des Brennholzbedarfs soll sich Fabrikant Strele an die Hi mische Holzkompagnie wenden, um bei der Trift am Brennbichl, vorbehaltlich dieses nicht für die Salzsud benötigt wird, das nötige Holz zu bekommen. Der Holzbedarf soll jedoch der Imster Gemeindewaldung nicht zum Nachteil gereichen. Gleichzeitig wird der Kompagnie aufgetragen, daß 'geheime Gemach' an der Kirchgangstraße abzureißen und an einen schicksameren Ort anzubringen. Von diesem Gubernialschreiben setzt Nazari Leonhard Jais, Pfleger zu Imst, den Marktmagistrat am 27. April in Kenntnis.
Katharina Figenschuch zu Oberhöfen (Kurator: Anton Zobl von Zöblen) verkauft ihrem Vetter Franz Weyrater im Bogen einen Acker in dem Gspreng, beidseits des Schrattweges zwischen Anton Wözer und Georg Weyrater gelegen, um 42 Gulden 6 kr zu genannten Zahlungsbedingungen. Siegler: Christoph Jakob Sterzinger, Pfleger und Landrichter der Herrschaft Ehrenberg Siegelbitte an: Johann Georg Zobl, Gerichtsamtmann der Pfarre Thanheim
Wanderpaß und Zeugnis für den Rotgerbergesellen Anton Rotschopf von den Lederermeistern des Marktes Aibl. Siegler: Franz Eder, Lederermeister mit Unterschrift
Zwischen der Stadt Hall und Hötting ist ein Streit ausgebrochen. Der erste Streitpunkt betrifft die Verpflichtung der Höttinger zu Steinfuhren für die Steinkästen der InnbfÜcke. Der zweite Punkt betnfft die Zollforderung von Hall für die Weinfuhren der Höttinger zu ihrem Eigenbedarf. Vorbehaltlich einer späteren Regelung stimmen die Höttinger der Lieferung von 100 Fuder Steinen zu.;
Siegler: Erzherzog Ferdinand II. (Sekretsiegel)
Alter: 21; Wurde von Teilen eines Schleifsteines, der zersprang, getroffen und tödlich verletzt.
Alter: 25; Fuhrknecht, begleitete einen beladenen Wagen in Pradl. Glitt aus und wurde von den Rädern am Brustkorb überrollt. Stammte aus Rattenberg.
Alter: [unklar]; Vorerst unbekannte Leiche wurde in der Nähe der Pichlerhütte gefunden. Leichte Bekleidung, daher Verdacht auf Erfrieren. Anhand von Gegenständen später identifiziert. Stammte aus Eppan.
Alter: 2.5; Sohn des Vorstehers fiel aus dem Fenster und brach sich das Genick.
Alter: 43; Knecht, fuhr mit Bauern nach Hall. Nach einem Gasthausbesuch stürzte das Opfer über eine Stiege. Daheim in Volders bemerkte man seinen Tod.
Alter: 2.5; Stürzte in einen Kessel mit heißem Wasser.
Alter: 62; Frauenleiche wurde am 2.2. in der Nähe des Schießstandes aus dem Inn gezogen. Erst später identifiziert als Frau eines Postbeamten. Ihre Leiche wurde in die Gerichtsmedizin zur Obduktion gebracht.
Alter: 25; Kutscher aus Tschagguns. War im Innsbrucker Spital zur Pflege, hatte aber anscheinend ein unheilbares Leiden. Vergiftete sich mit Lysol im Innsbrucker Bahnhof.
Alter: 2; Tochter eines Bauern. Brennende Petroleumlampe fiel um und steckte die Kleider des Mädchens in Brand. Konnten nicht mehr rechtzeitig gelöscht werden.
Alter: 50; Gastwirt und Ökonom, geistig verwirrt. Tod durch Erhängen.
Alter: 70; Pfründner, schwermütig, wurde als Leiche in Uderns aus dem Ziller gezogen.
Begleitschreiben des o.ö. Guberniums an den Landrichter zu Imst wegen des verbotenen Schafauftreibens des Josef Perktold, Gastgeborenezu Imst und seiner Beschwerde bezüglich des angeforderten Pfandgeldes. Beschwerdeschrift des Josef Perktold an das Gubernium wegen der gepfändeten Schafe. Die Schafweide des Obermarktes Imst wird durch einen gemeinsamen Hirten besorgt und zwar dort, wo die auf der Alm weidenden Kühe keinen Schaden erleiden. Diese Almweiden werden von der Bürgerschaft eingezäunt, wenn für das Almvieh Gefahr droht. Die Erhaltung des Zaunes obliegt der Bürgerschaft gemeinschaftlich. Für die Schafe ist kein eigener Weidebezirk ausgewiesen. Obwohl die Schafe in den eingezäunten Almweiden keinen Schaden anrichten können, hat der Baumeister Franz Schwaighofer vom Beschwerdeführer ein Pfandgeld gefordert. Perktold bittet das Gubernium, die Weidebezirke Plasatsch (Plaßetsch) und Angerboden auf Kosten der Gemeinde abgrenzen zu lassen, Stellungnahme der Gemeinde Obermarkt an das Landgericht.
Thomas Riedl, Schuhmacher von Fulpmes, hat von Ribiß von Telfes zwei Mähder in der äußeren Forachau gekauft und bestätigt ihm, daß er zur Bewässerung seiner Grundstücke gemäß dem Wasserbrief der Gemeinde ein Rinnwerk über die beiden Mähder führen darf. .;
Siegler:
Zeugen: Christof Jakob Lydl Hans Grienerbl von Fulpmes, Georg Spötl, Schmied von Fulpmes, Andreas Anfang von Fulpmes
Wanderpaß für Anton Rotschopf, Rotgerbergeselle in Lienz, von der Handwerkerzunft der Lederermeister in Groß-Mariazell.
Alter: 1.5; Wurde auf der Poststraße durch einen Tritt eines Pferdes getötet.
Johann Georg Zobl, Gerichtsamtmann der Pfarre Thannheim reversiert, daß Michael Zobl und Augustin Miller von Grähn jene 50 Gulden welche der verstorbene Lukas Sieß von Oberhöfen gestiftet hat, zur Errichtung einer ewigen Jahrtagsmesse zum hl. Wendelin in Unterhöfen zu ihren Händen genommen haben, um für den Stifter am ersten Sonntag nach Maria Lichtmeß eine ewige Messe zu applizieren. Zeugen: Johann Zobl aus Oberhöfen, Franz Weurater aus Unterhöfen Unterschrift: Johann Georg Zobl, Gerichtsamtmann
Alter: 29; Frau eines Salinearbeiters. Erlitt unvermutet Erstickungsanfälle. Gründe unbekannt. War hochschwanger, auch Kind konnte nicht gerettet werden. Laut Matriken " Herzlähmung"
Alter: 8; Sohn eines Eisendrehers in Pradl. Wurde von einem unruhigen Pferd mit dem Huf am Kopf getroffen. Konnte nicht rechtzeitig ausweichen.
Alter: 30; Sohn des Weinlerbauern. Wurde bei der Holzarbeit von einem Baum getroffen und erlitt tödliche Verletzungen.
Alter: 75; Wollte einen Kirschbaum fällen, wurde aber vom Baumstamm erschlagen.
Alter: 12 (!); Sohn eines Malergehilfen aus Kiefersfelden. Schoss sich eine Kugel in den Kopf aus Angst vor Züchtigungen, wie er berichtete. Starb im Spital von Kufstein.
Alter: 20; Schneider aus Kärnten. Seit dieser Zeit vermisst. Erst am 22.4.1910 bei Fritzens aus dem Inn geborgen (Tiroler Volksbote 8.5.10, 7).
Alter: 46; Unbekannter Toter wurde am Ausgang des Bergiseltunnels gefunden. Musste aus dem Zug gestürzt sein. Konnte später identifiziert werden.
Alter: 59; Geistig behindert. Stürzte sich in den Inn.
Alter: 51; Frau eines Binders wurde tot im Zimmer aufgefunden. Wies schwere Unterleibsverletzung auf. Verdacht auf ein Verbrechen durch ihren Mann. Wurde polizeilich einvernommen.
Alter: 60; Vorerst unbekannte Leiche wurde am linken Innufer in Bayern angeschwemmt und in Nußdorf beerdigt (Bayern). Später identifiziert als Pfründner aus Ebbs.
Anna Hofmann schuldet laut Schuldbrief des Stadtgerichtes Lienz vom 6. Juli 1804 der Anna Gutschwengerin, verehelichte Steidlin zu Abfaltersbach, 100 Gulden Reichswährung. Die Gläubigerin hat laut Schenkungsbrief vom 10. Februar 1606 dem Johann Berger, Sohn des Joseph Berger zu Lienz den Schuldbrief abgetreten. Johann Rainer als Vormund des Johann Berger bestätigt nun 100 Gulden aus dem Spitalfond erhalten zu haben, der in die Rechte des Gläubigers eintritt. Sicherstellung: Behausung der Anna Hofmann in der Stadt Lienz. Siegler: Landgericht Lienz, Purtscher mit Unterschrift; weitere Unterschriften: Johann Rainer, Vormund, Anna Hoffmann, Thomas Rainer, Fliri, Zeuge
Bürgermeister Georg Simon Holer bringt dem Baumeister Christian Miller zur Kenntnis, daß laut Gubernialverordnung die Anstellung von Personen beiderlei Geschlechts auf den Alpen zum Hüten und zur Sennerei bei 100 Gulden Strafe verboten sei, außer es sind Eheleute. Die jungen 'Weibsbilder', die dabei erfaßt werden, sollen in das Innsbrucker Zuchthaus eingeliefert werden. Dies solle der Baumeister den Alp- und Bergmeistern milteilen und allgemein bekannt machen und alle Vorfälle anzeigen.
Konstanz Renn verkauft der Anna Hensler, Witwe Lotter im Bogen (Anweiser Georg Zobl zu Schmiden), einen Acker um 99 Gulden Dafür soll sie Schulden an Johann Renn, Sattler in Oberhöfen, Michael Ammann in Unterhöfen und Anton Grad übernehmen. Siegler: Christoph Jakob Sterzinger, Pfleger Zeugen: Johann Loos in Unterhöfen und Sebastian Ammann im Bogen