Genehmigung wegen Erlenhackens in der Au
Schreiben der Gemeinden Ried, Kauns, Kalten brunn und Pendels bezüglich der Resolution des Dekans von Imst (?) bezüglich der Abhaltung der hohen Feiertage.
Sammelakten über Schuld- und Pfandurkunden, Quittungen, Obligationen, Löschungsquittungen, Hypothekaranmeldungen, Polizzen; Eigentumsanmeldung für die Rochus-, Schmitten-, Ölberg- und Geißelkapelle; Vorakten zu den Servitutsverhandlungen bezüglich Weiderechte mit Ehrwald, im Lermooser Gruebig und im Nassereither Gruebig, sowie Akten und zwei Pläne zur Nassereither Alpe; weiters Geburts- und Taufscheine 1901-1932, Standesführung ab 1902, Prozeßakten Nassereither Alpe 1905-1910; Vertrag wegen Schotter für Straßenbau 1914/1910; Viehasssekuranz und Wasserleitungsbau mit Plan; Ehrwalder Straße 1928-1943; Widumbau Lermoos; Elektrizitätswerk ab 1929; Kaufvertrag mit Ludwig Schönherr, Bauverhandlung wegen Kioskerrichtung 1930; Darlehen aus dem Gemeindeausgleichsfond 1932; Blindsee-Projekt 1935 und Akten betr. Marienbergalpe 1936 Sammelakten, ca. 6 cm, unsigniert
Steuerkataster für das Dorf Ehrenbühel (!) mit Personenregister. Gerichtsschreiber Josef Anton Naus begründet in seiner Vorbemerkung, weshalb die Steuertax im Steuerbuch höher und im Kataster niederer ist und bezieht sich auf die Ausführungen, die er im Steuerbuch des Marktes Reutte gemacht hat. In Summe beträgt die Steuer in Ehrenbühel jährlich 80 Gulden 45 kr, welche zu drei Terminen an den jeweiligen Bürgermeister von Reutte abzuliefem sind. Die steuerpflichtigen Haus- und/oder Grundeigentümer werden in der Reihenfolge der Hausnummern, die sich aus der Reihenfolge der Katastralnummern ergeben, veranlagt. Von jeder Liegenschaft wird die örtliche Lage, die Größe in Klafter, die Taxierung und die Steuerleistung zu drei Terminen ausgewiesen. Die Eigentümer und Besitzveränderungen sind fast hundert Jahre, nämlich mindestens bis 1879 evident gehalten. Jeder Grunderwerb oder Verkauf wird beim jeweiligen Eigentümer nachgetragen.
Waldrieger Johann Eugen Bermann macht die Anzeige, daß Ignaz Maldaner am Hechenbach in der Steinleinwiese am Schiggerberg eine Heupille errichtet hat. Das Holz hat er aus dem Holzgauer Aufschlag entnommen, weil er sich auf einen Revers von 1759 berufen kann, der sich auf den Schiggerberg bezieht und nichts Gegenteiliges bewiesen werden kann. So hat man ihm das Holz überlassen, doch hat er die Heupille größer gemacht.
Leonhard Hüffler, Pfleger und Urbarrichter zu Küzpüchl, und Benedikt Than-ner, Stadt- und Landrichter, fertigen auf Begehren der sechs Viertier einen Protokollauszug an, wonach den Meistern des Schmiedehandwerks im Landgericht Küzpüchl aufgetragen wurde, die bestehende Handwerksordnung einzuhalten. Siegler: Die Aussteller
Dem Johann Stumpf wird vom Kreisamt Schwaz die Verfertigung seiner Tischlerarbeit im Bezirk der Hofmark Thierberg erlaubt.
Notitzheft des Dominikus (?) Marberger über geliehene Geldbeträge an Georg Schellhorn, Sebastian Holrieder, Johann Steiner usw. wegen Fleisch, Branntwein, an die Botin Greder beim Denggen, Monatsabrechnungen für das Gotteshaus St. Margarethen in Oberau für Stiftmal, Opferwein, Trunk und Kost.
Anläßlich der Feuersbrunst am 18. August 1777 wurde das Gotteshaus verwüstet, daher wird vom Herrn Arriann aus Reutte ein Kapital von 3500 Gulden aufgeliehen. Überdies wurden durch Spenden 1740 Gulden 34 kr aufgebracht, wovon die Glocken, Dachstühle, Orgel und Sakristei erneuert wurden. Für die Renovierung des Turmes fehlt jedoch das Geld, weshalb der Baukassier vorschlägt, eine generelle Abgabe oder eine freiwillige Sammlung durchzuführen. Der größte Betrag stammt von der Linserischen Familie (1000 Gulden . Von auswärtigen Orten kamen 219 Gulden Die Turmrenovierung wird mit 1500 Gulden veranschlagt. Auf Vorschlag von Kurat Lorenz Schmelz wurde in der Gemeinde Perfuchsberg eine Sammlung vorgenommen, die 685 Gulden an Kapital erbrachte, ln Angedair erbringt die Sammlung durch den Kuraten und den Dorlvogt Jakob Pohl 852 Gulden Daher sollte auch in Perfuchsi Brüggen (Perfuchs-Brücken) und Perjen(n) die Sammlung auf diese Art durch geführt werden. In Perfuchs werden 913 Gulden und in Perjen 279 Gulden aufgebracht. Somit ergibt die Sammlung 2729 f] mit einem Zinsertrag von 83 Gulden Dies reicht nicht aus, um den Zinsendienst für das Darlehen des Herrn Amann aus Reutte zu leisten.
Ludwig der Slaespech bestätigt, daß seine verstorbene Frau Anna dem St. Nikolaus Gotteshaus ein Gut, genannt 'Hasgruob' auf dem Tulfer Berg, welches derzeit von Tolde von Hasgruob bewirtschaftet wird, wofür er jährlich 21 Pfund Berner zinst, vermacht hat. Der Kirchpropst der genannten Kirche soll von den Zinsen täglich ein Seidel Wein als Opferwein bezahlen.;
Siegler: Ludwig der Slaespech
Engelbert Schennach, k.k. Offizial und Ehrenhauptmann, beurkundet, daß der Schützenkompanie von ihm eine Fahne gespendet wurde, welche durch milde Gaben der Bewohner Innsbucks finanziert wurde. Das Band ist ein Geschenk Erzherzog Karl Ludwigs, Statthalter von Tirol und Vorarlberg. Die Weihe der Fahne am 7. Sept. 1856 durch Ortsseelsorger Josef Kartner fand um 4 Uhr nachmittags unter freiem Himmel beim Missionskreuz statt. Die Parade der Schützenkompanie wurde vom Ehrenhauptmann kommandiert, unter Teilnahme einer Kompanie Schulknaben. Drei weiße Mädchen, darunter zwei Töchter des Ehrenhauptmanns, umgaben die Fahne mit Blumen und Schießbesten. Der Feier wohnten genannte Ehrengäste bei. Nach der Fahnenweihe wurde das Freischießen durch den Oberschützenmeister und den Ehrenhauptmann eröffnet.
11 Steuerbüchein für das Viertl Kirchbichl. Die 157 steuerpflichtigen Güterinhaber müssen an Kriegssteuer dem Peter Gaispacher zu Liemming 82 fl 35 kr bezahlen. Für 1790 beträgt der Güteraufschlag von der auf 3500 fl veranschlagten Steuer 289 fl. Weitere Steuerregister betreffen die Andräisteuer 1805, die Wustung und Georgisteuer von 1810, Verzeichnisse der steuerbaren Untertanen von 1810 und 1811, der Spitalsteuer von 1811 und drei Steuerverzeichnisse für das Rentamt 1811.
Original Pergament 47 x 71 cm, Prunksiegel an schwarzgelber Schnur anhangend Archivsignatur Nr. 43
Martine Kamel , Bürger zu Lüntz, verkauft für sich und seinen Bruder Mathias seine Hofstat und Egart in Vörchach ob dem Frauenkloster gelegen, dem Steffan Kadi, Bürger zu Lienz Das Grundstück grenzt an die öffentliche Straße, an des Fuegers Behausung, an der Narenkragin Egarten und ist Burglehen. Siegler: Wilhalbm Rueff, Stadt- und Landrichter in Lienz Zeugen: Meister Jorig Schmid, Peter Lengholtzer, Adam Mullner, Bürger zu Lienz
Kostenverrechnung für Kirchenbauarbeiten
Berichtigung zum Vergleichsprotokoll vom 13. Nov. 1823, worin die auswärtigen Realitätenbesitzer irrtümlich zum Schul- und Kirchenbeitrag nach Nesselwängle herangezogen wurden. Für die Einwohner von Gaicht, welche in der KG Nesselwängle Häuser und Grundstücke haben, bleibt der Beitrag nach Nesselwängle aufrecht. Andere auswärtige Grundbesitzer sind von dieser Konkurrenzpflicht befreit, da sie in den Steuerkataster von Weißenbach konkurrieren. Hingegen ist Gaicht von Beiträgen zur Schule, Kirche und Arche nach Weißenbach loszusprechen. Doch hat die Gemeinde Gaicht den Betrag für den Pfarrer und Organisten zu Wängle weiterhin zu leisten. Unterschriften: Matthias Osterried, Vorsteher, Josef Anton Woher, Vorsteher, Johann Georg Zöhrer und Matthias Frischauf
Alter: 3; Starb nach dem Genuss einer ätzenden Flüssigkeit.
Alter: 18; In der Nähe des Holzleithensattels stürzte Auto aus Garmisch um. Chauffeur kam darunter zu liegen und wurde erdrückt. Die beiden anderen Insassen aus New York wurden nur leicht verletzt. Die Leiche wurde nach Weilheim überführt.
Alter: [unklar]; Leiche des Opfers wurde bei Traunstein aus dem Inn geborgen. Anhand der Kleider identifiziert. Knecht im Frauengefängnis in Schwaz. Seit Sommer vermisst.
Alter: 50; In der Nähe des Schießstandes am Bergisel wurde am 12.8. eine Leiche gefunden. Schon stark verwest, aber ohne erkennbare Selbstmordspuren. Konnte identifiziert werden. War Reisender aus Odessa. Verdacht auf Mord. Kaiserjäger Johann Lanthaler (Zgfr) wurde verhaftet. Fiel durch plötzliche finanzielle Freigiebigkeit auf. Täter tw. geständig. Opfer wurde von hinten mit einem Revolver erschossen. Schwurgerichtsurteil in Innsbrucker Nachrichten 13.12.10, 23 ff: Lanthaler gestand die Tat. Bauernsohn aus St. Leonhard/Passeier. Wurde am Garnisonsgericht in Innsbruck zuerst degradiert und zum Tode durch den Strang verurteilt. Keine Möglichkeit der Begnadigung durch den Kaiser. Dennoch sprach dieser einen Tag vor der Exekution die Begnadigung aus, die befolgt wurde. Begründung: Lanthaler wurde zuvor aus dem Heer ausgestoßen, war also Zivilist. Seine Mutter (Witwe) ist Besitzerin des Sandwirtshauses! Innsbrucker Nachrichten mit Extraausgaben! Im Kasernenhof sollte Galgen bereits aufgebaut werden, Scharfrichter Lang und sein Gehilfe aus Wien weilten bereits in Innsbruck! Neues Urteil: 15 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 72; Frau stürzte beim Himbeersuchen über einen 30m hohen Felsen an der Weißen Wand ab. Kam mit dem Zug aus Wörgl.
Alter: 36; Oberbauarbeiter. Wurde ertrunken in der Brixentaler Ache aufgefunden.
Alter: 21; Malermeister, erhängte sich in der Nähe seines Hauses.
Alter: 2.5; Sohn des Feilenbauers. Wurde längere Zeit vermisst, am 28.7. in einem Seitengraben des Vomperbaches ertrunken gefunden.
Alter: 30; War beim Bau der neuen Brücke im Zillergrund beschäftigt. Fiel dabei in den Bach und ertrank. Stammte aus Wels.
Alter: 12; Wollte am Inn Holz fischen, stürzte aber in die Fluten und wurde fortgetrieben. Seine Leiche wurde in St. Margarethen aus dem Fluss geborgen und nach Schwaz überführt.
Alter: 59; Bauer, stürzte am Weg von Aschbach nach Brand über einen Felsen ab. War alkoholisiert.
Schuldklage der Maria Staller, verehelichte Groder, Inwohner am Rauchgütl zu Kalsgegen Johann Groder, Bauer am Zeinergut in Kals an das Landgericht Windisch Matrei.
Auf Ansuchen des Obermarktes zu Imst wird vom Oberwaldmeister von Zinsenberg gestattet, statt der bisherigen 23 Stk. Ziegen künftig 40 Stk. Ziegen aufzutreiben, da auch dem Untermarkt 40 Stk. bewilligt wurden. Bis auf Widerruf wird gestattet, nach Voranmeldung beim Waldmeister den jährlichen Gaistrieb durchzuführen. Die Verteilung der Ziegen erfolgt durch das Waldmeisteramt. Es ist verboten, heimlich Ziegen zu halten und sie im Frühjahr ins Gebirge zu treiben und damit die bewilligte Anzahl zu überschreiten. Diese Verordnung wird dem Baumeister Jakob Posch zur Nachricht abschriftlich mitgeteilt, um sich genau daran zu halten.
Mattheus von Annenberg übergibt dem Anton Tschlairer am Tschlairhof in Hagnach und dessen Frau Catarina Gafer einen Weinzehent von Unter- und Ober05s bei Meran und Freienberg, wobei sie 6 Gulden auf das Schloß Labers, 2 Yhrn dem Spital und den Siechen zu Hall, 8 Yhrn dem Spital zu 05s und 8 Yhrn Most dem Spital zu Latsch liefern sollen.;
Alter: [unklar]; Bauer zu Gupp, wurde bei Bauarbeit im Freien von einem Blitz getroffen und auf der Stelle getötet.
Anton Zobl, Gerichtsverpflichteter am Berg, Pfarre Thannheim, verkauft als Sequester des verstorbenen Johann Herbst am Berg, aus dessen Konkursmasse dem Isidor Pirker in Innergschwend ein ganzes Wohnhaus in der Gemeinde Berg mit genannten Grundstücken um 1100 Gulden Siegler: Alois Johann von Froschauer, königlicher Landrichter zu Reutte
Alter: 9; Knabe stürzte außerhalb von Volderwildbad in den Bach und ertrank.
Alter: 13; Wurde nach einem Sturz von einem Pferd vor 14 Tagen mit schweren Verletzungen in die Innsbrucker Klinik gebracht, wo er später starb.
Alter: 40; Ertrank im Zillergrundbach.
Alter: 84; Spielte mit ihren Enkeln. Beim Schaukeln erhielt sie einen Stoß und stürzte zu Boden. Starb an den Verletzungen.
Alter: 16; Briefträger, stürzte von einem Heuboden, wo er geschlafen hatte, ab. Dabei stieß er sich einen Rechenstiel in den Bauch. Verstarb einen Tag später an den Verletzungen in der Innsbrucker Klinik.
Alter: 15; Verunglückte tödlich beim Holzziehen.
Alter: 44; Slowenischer Bahnarbeiter, zechte mit einigen Kollegen weit übers Maß. Starb an Alkoholvergiftung, laut Obduktion.
Alter: [unklar]; Wurde am Inn tot aufgefunden. Stammte aus Kirchbichl.
Alter: 54; Schlossergeselle aus Böhmen. Wurde in der Sillschlucht erhängt aufgefunden.
Alter: 24; Senner auf einer Almhütte, wurde von einem Blitz getroffen und sofort getötet.
Vermögensteilung nach Katharina Fiegenschuech für Bruder Felix. Vom Stammvermögen von 365 Gulden erhält der Bruder nach Abzug der Schulden ein Viertel somit 42 Gulden 16 kr.
Berichtigung der Verfachbucheintragung 1831 Prot. Nr. 384 betreffend den Kauf des Andrä Kröß von Jakob Gilger (Kaufschilling und Überbindung).