Die der Gemeinde zugehörigen und seit undenklichen Zeiten genutzten Hausweiden werden verlost und mit einer Kennummer versehen. Es werden für Pettneu 14 Gemeinweiden mit 2 bis 4 Anteilen genannt. Am 20. Mai 1782 wurden diese Lose auf acht Jahre ausgespielt.
Zonder titelAuf dem Winterjöchl gegen die sog. Hochen-Tagweide ist ein spitzer Marchstein, sodann 100 Schritt gerade hinüber befindet sich in einer aufstehenden Platte ein Kreuz eingehauen. Die Weide über dieser Platte gehört gänzlich zu dieser Alpe, soweit diese die Kühe sicher befahren können. Diese Weide ist von den Visitatoren der Alp Almajur zuerkannt worden. Was hingegen von der obigen Pleisen mit den Kühen nicht beweidet werden kann, soll von den Stanzertalern auf dem "verbotenen Truien" zum Heubesuch gelassen werden. Wie sich der Schafhirte zu verhalten hat, wird nachstehend bei der Alpe Boden zu lesen sein.
Zonder titelZwischen Peter Paul Sterzinger, Kurat zu Pettneu, und der Gemeinde Pettneu kommt es nach Ratifikation durch die geistl. und weltl. Behörden zur Errichtung einer Stolordnung.
Der jeweilige Kurat erhält für Begräbnis samt 3 Ämtern und letztem Versehgang 3 fl, für ein Kind 36 kr; bei Armen zahlt die Gemeinde 12 kr, da es der Kurat nicht gratis tun will. Die Stol für den Jahrtag beträgt 48 kr, für einen Totenschein 24 kr, für ein Hochzeitsamt samt Verkündigung 2 fl 6 kr, für eine stille Hochzeitsmeß 1 fl 56 kr, zusätzlich erhält der Kurat für jede I lochzeit ein Kränzl und ein Schnupftuch oder 24 kr. Bei auswärtigen Hochzeiten gibt man extra 1 fl für die Kopulationslizenz. Bei Massenhochzeit gibt es eine Vergünstigung. Heiratet eine Frau auswärts, erhält der Kurat 24 kr Handstreichgeld und Verkündgeld extra. Taufen zu Ostern, Pfingsten usw. kosten zwischen 10 kr und 1 fl, ein Taufschein 45 kr, die Beichte 3 kr 3 Vierer, Verschgang 12 kr. Der Kreuzgang
nach St. Anton und Flirsch (Ulrichs-Tag) sowie 12 Kreuzgänge nach St. Sebastian sind mit 45 kr bzw. je 6 kr von der Gemeinde zu vergüten.
Bei der an dato abgehaltenen Gemeindeversammlung wird beschlossen: Um 80 fl soll eine Feuerspritze angeschafft und dafür ein geeignetes Gebäude (Gewölbe) errichtet werden. 25 Feuerkübel nach dem Muster Landecks sind geplant, wovon bei je der Hochzeit ein Kübel zu finanzieren ist. Diese "Kübelabgabe" ist auch nach dem Plansoll weiter zu entrichten. Die Kübel sind bei der Feuerspritze aufzubewahren.
Für die Feuervisite der Küchen- und Stubenkamine, sowie Backöfen werden Anton Permann und Andrä Schönherr nominiert. Alle gefährlichen Kamine sind zu notieren und zu verbessern. Bei Säumnis wird die Renovierung auf Kosten des Betroffenen durch die Gemeinde veranlaßt. Hanf und Flachs dürfen nur in eigenen Gramlöfen abseits der Häuser und Städel gegramelt werden bei
sonstiger Strafe eines ledernen Feuerkübels. Die Rosannabrücke soll renoviert, aber nicht mehr gedeckt werden.
Verleihung der neuen Werkstatt und Stube für Roman Burger, Rotgerbermeister zu Pettneu (Pettnui). Graf Kinigl verleiht als Obristjägermeister dem Roman Burger, das von Paul Raggl innegehabte Werksgelände nachträglich. Schon Raggl hatte nämlich wegen Wassergefahr ohne Baugenehmigung auf seinem Grund das Mauerwerk errichtet und das von Thomas Ruez stammende Feuerstattrecht erworben.
Die Behausung und Werkstatt wurde 1757 von Severin Tschiderer erhandelt, welche er 1759 an Burger verkaufte. Dieser Vorgriff sei zur Vermeidung größeren Schadens vorgenommen worden. Nachträglich wird bewilligt, daß Raggl, Ruez und Burger den Translationszins von 6 kr nachzahlen dürfen und die wegen Eigenmächtigkeit fällige Strafe nachgesehen wird. Die Verleihungsurkunde
des Obristjägermeisteramtes wird somit an Romann Burger zugestelll.
Siegler: Graf von Künigl; Obristjägermeister
1832-1846: Novalienoperat der Gemeinde Flirsch mit Klassifikation nach der Hauptsteuerbereitung nach Ackerklassen, Mahdstätten und Galtwiesen von I - V. Unter dem Namen des Besitzers werden die Grundstücke mit der Kat.Nr. ausgewiesen, taxiert und besteuert.
Zonder titelDie Gemeinde Pettneu klagt die Nachbarschaft im Stanzertal, welche sich unterfangen hat,die bei der letzten Alpteilung zugeteilte Alpe Renälpl und Hanthennen widerrechtlich zu überfahren. Wegen des verursachten Schadens ersucht Pettneu um obrigkeitliche Assistenz. Daher wird der Nachbarschaft im Stanzertal obrigkeitlich aufgetragen, ihr Vieh abzutreiben und keinen weiteren Schaden zu
verursachen oder aber das vermeintliche Recht zu beweisen.
Siegler: Johann Josef Stöckl, Pfleger
Grenzvertrag zwischen dem Zweidrittelgericht Landeck und den Nachharn im Lechtal zu den Elbigenalp (Elbigen Alb), Gericht Ehrenberg wegen des Grenzstreites in der Alpe Alperschon. Laut alten Vertragsbriefen sind die aus dem Lechtal berechtigt auf die Alpe Alperschon zu fahren und bis zum Märzbach (Mazigbach) zu nutzen. An der linken Seite haben die Lechtaler laut 1. Artikel das Weiderecht und von innen heraus bis zum Bach die Landecker. Die folgende Grenzbeschreibung beginnt am Egghof und nennt alle Marchsteine. Die Landecker sollen auf eigene Kosten einen Zaun erhalten, welcher von den Lechtalern nicht zerstört werden darf, um weitere Viehpfändungen zu verhindern.
Zonder titelLorenz Schneider, Müller zur Flirsch (Flürsch), wird eine Sagmühle verliehen. Die Kirchpröpste der Bartlmä-Kirche zu Flirsch, Zenturio Haueis zu Schnann (Schnenn) und Martin Kolpp in Ramblsbach verleihen mit Billigung des Konrad Schweizl, Pfarrer zu Zams, und des Hans Georg Schaller, Pflegsverwalter und Richter zu Landeck, dem Lorenz Schneider eine Sagmühle am Flirschbach samt Wasserfall, Rinn und "Petwerk" sowie ein Angerl zu Erbbaurecht. Die Mühle liegt unter Schneiders Mahlmühl und Hofstatt und grenzt im Osten und Süden an Georg Tschiderer, im Westen an den Flirschbach und Hans Wassermann, im Norden an die Landstraße. An die St. Bartlmä-Kirche als ordentliche Grundherrschaft sind jährlich zu Martini 12 kr Zins zu zahlen. Schneider verpflichtet sich, für die Nachbarschaft Flirsch das ganze Sagholz zu genannten Fixkosten zu sägen.
Siegler: Konrad Schweizl, Pfarrer zu Zams und Hans Georg Schaller, Pflegsverwalter zu Landeck
Siegelbitte an: Sigmund Weinzirl, Pflegsschreiber und Diener
Zeugen der Siegelbitte: Michael Krissmier, Christian und Andrä Perchtoldt, Leonhard Kessler, Mesner, alle aus Flirsch
Herzog Leopold III gestattet, dass die Leute von "Pudnew" einen eigenen von St. Jakob am Arl und St. Bartholomä in "Fllurns" (Flirsch) unabhängigen Priester stiften mögen.
Zonder titelLausbubenstreich in der Nacht auf Ostermontag, wurde unter Bgm. Poscher verbooten
Zonder titelLausbubenstreich in der Nacht auf Ostermontag, wurde unter Bgm. Poscher verbooten
Zonder titelLausbubenstreich in der Nacht auf Ostermontag, wurde unter Bgm. Poscher verbooten
Zonder titelLausbubenstreich in der Nacht auf Ostermontag, wurde unter Bgm. Poscher verbooten
Zonder titelLausbubenstreich in der Nacht auf Ostermontag, wurde unter Bgm. Poscher verbooten
Zonder titelIn diesem Bestand werden Sterbebilder (Andenkenbilder) archiviert, die in verschiedenen Sammlungen an verschiedenen Orten aufbewahrt sind.
Zonder titelBroschüren zu Gaststätten, Werbematerialien, Liste der Privatzimmervermieter etc.
Bei der Sammlung handelt es sich um das Ergebnis eines mehrjährigen Projekts des Sportwissenschaftlers Dr. Karl Graf, mit dem Ziel alle unnatürlichen Sterbefälle in Tirol, insofern sie in der Tagespresse und den Kirchenbüchern Erwähnung fanden, zu verzeichnen. Jeder Sterbefall wurde als eigene Verzeichnungseinheit erfasst und mit der betreffende Belegstelle verzeichnet.
Schriftgut des historischen Archivs der Verwaltung (bis etwa 1945) und zum Teil (!) der Verwaltung der Gemeinde bis Mitte der 1950er Jahre.
Inhaltsverzeichnis
Zonder titelAbbrucharbeiten beim Haus Kapellenstraße 5. Dieses Gebäude war das Wohn- und Geschäftshaus von Gottfried Hofer. Auf der Rückseite Ausarbeitungsdatum: 7.4.2007.
Zonder titelEin Mann dirigiert fünf musizierende Kinder.
Zonder titelApplaudierendes Publikum in einem Saal, vermutlich bei einem von Maria Bösch Fußenegger geleiteten Konzert. 1. Reihe , 2. von links: Bürgermeister Robert Bösch
siehe dazu auch Foto N-00964
Fotograf: unbekannt
Zonder titelMittelalter, Geschichte
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