Obergefreiter; Teilnehmer an den Feldzügen in Polen und Norwegen; gefallen durch einen Kopfschuss im Osten
Erhard Sporr, Bürger zu Ratenberg und seine Ehefrau verkaufen Jörg dem Nelssen und dessen Ehefrau eine ewige Gült von 2 lb, die auf ihrem Haus und Hof veranlagt ist, um eine ungenannte Summe Geldes. Das Haus liegt zu Ratenberg zwischen den Häusern Ruprecht des Smidts und Thoman des Tampfleins und grenzt hinten an die Ringmauer. Siegler: Konrad Kropfei, Bürger zu Ratenberg Zeugen: Hans Nols jun., Ekk Goldsmid, Heinz Mawrl, Schuster, alle drei Bürger zu Ratenberg, Hans Perchamer, Schuster und Hans Choglär
Zwischen denen von Lisfelld und denen von Tall kommt es wegen etlicher Augründe und Blumbesuch zwischen dem Ynewasser und der Seelwiese vor Stefan Lusnitzer, Hüttmeister und Zöllner zu Rattenberg zur Beilegung ihres Streites. Auf Ansuchen des Augustinerkonvents zu Rattemberg, als zuständige Grundherrschaft, beauftragt von Landshut aus Pfalzgraf Georg bei Rhein, Herzog in Nieder- und Oberbayern mit inserierten Aufträgen vom 15. Juni und 15. Juli 1486 den Hüttmeister Lusnitzer. Die von Tall müssen binnen 14 Tagen auf ihre Kosten einen Markstein setzen. Es soll ein gemeinsamer Durchgang sowie ein Hag und ein Scheffgatiffgatter geschaffen werden. Die Augründe oberhalb des Hags werden denen von Liesfeld zugewiesen. Die vom neuen Hag abwärts liegenden Gründe bis zu dem kleinen Grabl, das in die Gießen geht, und hinab bis in das Innwasser, gehören denen zu Tall. Der Hag bis zum Arschwinkl unter dem Gaschteil ist aber von den Liesfeldem zu errichten und zu erhalten. Siegler: Der Aussteller
Josef Lutz quittiert dar Maria Barbara Schatz an Einkaufgeld 10 Gulden und weitere 1 Gulden 30 erhalten zu haben, und diese mit 5 % zu verzinsen.
Pfleger, Bürgermeister und Räte der Reichsstadt Augspurg bekunden, daß der Markt Reuti und Praittenwang ihnen mit Bewilligung Erzherzog Ferdinands die nachbenannten Wälder in ihren Alpen Rats und Reinperg um 2.700 Gulden verkauft haben, was durch inserierten Kaufbrief mit Revers beglaubigt wird. Es betrifft die beieinander liegenden Wälder auf der Ratsalpe beim Roten Gern in der hinteren Alpe oder Gliger, das Rauchtal herab, den Roten Lech nach bis zum Voglegg und vom Reinberg den Grat entlang. Von diesem Kauf unberührt bleiben die Hütten, Tajen, Weg- und Jagdrechte sowie die Schneeflucht, wie sie vom Waldmeister Jakob Petter festgelegt bzw. ausgemarkt werden. Das Abholzungsrecht besteht ab St. Lorenzentag für 30 Jahre, doch darf keine Klause errichtet werden. Die Augsburger dürfen das Holz an bestimmten Plätzen stapeln und dort auch Hütten und Ställe errichten, die nach 30 Jahren wieder zu entfernen sind. Um das Holz am Lech zu lenden, darf am Platz oberhalb der Brücke auf der Ebene am Roten Lech ein Haus errichtet werden. Doch muß der Lech zur Errichtung eines Rechens verarcht werden. Weitere Bedingungen werden genannt. Alle entstandenen Schäden sind zu vergüten. Siegler des Inserts: Georg Kanntz, Pfleger zu Emberg, Zeugen: Urban Kloz von Lemer, Christian Ruef, Martin Pröl, Lorenz Amman, alle drei von dem kleinen Nesselwenngli. Dieser Vertrag vom Lorenzentag 1570 wird mit Revers in allen Punkten anerkannt und durch den Augsburger Waldschreiber Salomon Plaickhner mit Mund und Hand dem Pfleger gelobt. Siegler: Stadtsiegel von Augsburg
Niklas Veldpacher, Bürger zu Imst, verkauft dem St oft! Posch, Kirchpropst der St. Johannes- und St. Laurenzkirche 4 lb Berner ewigen Zins aus zwei Gütern zu Pudneyd im Obern Markt. Siegler: Thoman Nater, Bürger zu Imst Zeugen: Wolfgang Holer, Bürger zu Imst, Johannes Puechman, Gerichtsschreiber daselbst und Michel Prüll zu Roppen
Steuerrestanten für die Thomassteuer. Folgende Vilser schulden zwischen 12 kr und 2 Gulden an Steuerrückständen: Johann Wörle, Schuster, die Pfarrkirche, Josef Öberle, Bürgermeister, Blasius Schwendt, Martin Heuggen, Martin Puechenberger, Bernhard Wörle, Andrä Ostler, Anton Schonger, Johann Wörle, Martin Wörle, Johann Pflueghöher, Josef Schaitacher, Johann Hengg, Franz Anton Lob, Johann Georg Keller, Michael Geisenhofer, Walter Schonger, Josef Sandbichler, Peter Nigg, Schneider, Christian Ostler, Matthias Nagele, Johann Georg Niggl, Margaretha Höss, Matthias Probst, Christoph Höll, Johann Georg Hengg, Anton Rieser, Jakob Stöcker, Josef Öberle, Paul Wörle, Michael Penz und Thomas Wörle.
Viertelrechnung des Andrä Koidl und Georg Stanger 1707, Brückenrechnung des Jakob Foidl und Viertelrechnung des Peter Taxer 1708, Brückenrechnung des Hans Hechenperger 1709, des Jakob Reepichler und Viertelrechnung des Hans Hechenperger und Michael Kircher 1710, Wolf Amperger 1711/12, Sebastian Taxer 1712, Leonhard Hechenperger 1712/13, Stephan Koidl und Sebastian Miterer 1713/14, Jakob Repichler (Hans Hechenperger) 1714/15 mit Abgleichung bei Franz Voglsanger zu St. Johann, Peter Wandter 1715/16, Hans Oberhäuser und Veit Pachter 1726, Georg Oberaiger 1727, Simon Mospacher und Michael Taxer 1727/28, Hans Hechenperger und Hans Geissler 1729, Georg Vetter und Christian Taller 1729/30, Thomas Pruner und Andrä Erber 1730/31, Kaspar Stanger und Michael Oberhäuser 1731/32, Hans Taucher 1732/33, Josef Widauer und Michael Hechenberger 1733/34, Matthäus Pachter und Thomas Pruner 1734/35, Wolfgang Hechenperger 1735/36, Sebastian Vilzer und Adam Lindner 1736/37, Paul Auberger 1737.
Steuerveranlagung der 111 Rattenberger und Radleider namentlich genannten Lehensassen zu Andräi lür die Wustung und Landschaltssteuer mit insgesamt 233 fl 9 kr.
Zwei Steuerbüchln für das Rentamt Kufstein für die gewöhnliche Steuer, zur Deckung der Marschkassa, der Gemeindewustung und für das Annenspital. Auch die 8 Steuerpflichtigen zur Dominikaisteuer sind aufgelistet: Pfarrwidum, Frühmessstiftung, Peter Auer, Andrä Fluckinger, die Nachbarschaft Winklheim, Martin Aufinger, Thomas Pfandl und Eisenhandel Kastengstatt.
Gegen Bezahlung von 88 Gulden 20 kr Unkosten hat die Gemeinde Angedair die Abhaltung von zwei Jahrmärkten am Montag nach Letare und Montag nach Martini am 9. November 1792 bewilligt erhalten. Daher beschließt die Gemeindeversammlung für jedes Stück Vieh und für jeden Kramerstand eine Gebühr zwischen 1/2 kr um 8 kr einzuheben. Der Gebühreneintreiber erhält 36 kr. Dieser Beschluß wird durch den Anwalt Leonhard Recheis am 4. März 1793 als mit dem Gemeindeprotokoll gleichlautend beglaubigt.
Chunrat Haelfer und seine Frau Margret verkaufen dem Chunrat dem Graentner, Bürger zu Hall, drei Pfund Berner von ihrem Anger in Aichach, der an des Zeilstains Anger und des Osterdorfes Acker grenzt.;
Siegler:
Zeugen: Andre der Kripp, Bürger zu Hall Hans Gnyger, Luedel ab Malans, Jaekel, Sohn des Kripp
Paul Michael Leitner und Josef Franz Sterzinger intervenieren aus Mitleid für Ruprecht Foidl beim Pfleger Georg Falger, weil diesem der verliehene Einfang streitig gemacht werde. Man erwarte, dass der angefochtene Foidl wenigstens von der Herrschaft keine Missgunst zu befürchten habe.
Das Kreisamt verordnet wegen willkürlicher Preisbildung und einer dadurch bedingten Preissteigerung eine Tax (Preisfestsetzung).
Paul Ri e d e r der Maurer, Bürger zu Luentz, verkauft dem Gregor Zierstain Güte aus seinem Gereut hinter der Herrn von Görz Mairhof und aus Äckern im Eichholz jenseits der Tra sowie das Gereut unter dem Rain jetzt 12, nach 10 Jahren 14 Schilling und ein Fuder Stroh zinsend, um 20 Schilling. Siegler: Wilhalm Rueff, Stadt- und Landrichter zu Lienz Zeugen: Johannes Brichsner, Amtmann zu Lienz, Steffan Rädl, Jorg Posch, Bürger zu Lienz
Beschwerde des Jakob Mitterhofer, Kreitmayr zu Tristach, wegen Wustungsrechnung
Bewilligung zur Herstellung des Thurmdaches
Grundsteuerkataster für die Katastralgemeinde Pflach, welcher sich in der Anlage auf das Steuerbuch I des Marktes Reutte und den darin gemachten Anmerkungen bezieht. Die Grundsteuer ergibt zu drei Terminen in Pflach jährlich 102 Gulden 26 kr, welche an den Bürgermeister in Reutte abzuführen ist. Unterschrift: Josef Anton Naus, Gerichtsschreiber
Alter: 61; Witwe, schwermütig, wurde unterhalb von Schwaz aus dem Inn gezogen. Wurde in ihrer Heimatgemeinde Pill begraben.
Alter: 26; Schuhmachergehilfe aus OÖ. Stürzte sich in den Inn. Konnte erst am 8.3.1912 bei Volders aus dem Inn geborgen werden.
Alter: 32; Arbeiter in der Schafwollfabrik. Wurde vom Förderband erfasst und gegen ein Schwungrad gedrückt.
Alter: [unklar]; Wurde in der Nähe von Heiligkreuz mit seinem Fuhrwerk von einer Lawine verschüttet. Konnte nur mehr tot geborgen werden. Anscheinend in Sölden beerdigt.
Alter: 20; Bauernsohn aus Fügen. Wurde bei der Holzarbeit im Bächental von einem fallenden Baum erschlagen. Schwieriger Transport nach Achenkirch. Wurde in seiner Heimatgemeinde Hart begraben.
Alter: 68; Ehemaliger Metzgergehilfe aus Hötting. Geriet aus ungeklärten Umständen in den Inn. Litt an Epilepsie.
Alter: 31; Bahnarbeiter beim Verschub. Geriet bei der Arbeit mit dem Kopf zwischen die Puffer zweier Waggons und erlitt tödliche Verletzungen.
Alter: 56; Malermeister, wurde in der Brandenberger Ache tot aufgefunden. Dürfte in der Nacht dort in den Fluss geraten sein.
Alter: 24; Pfründnerin im Spital, geistig etwas zurückgeblieben. Wollte in der Früh Herdfeuer anmachen. Geriet aber mit den Kleidern in die Flammen und wurde tödlich verletzt.
Alter: 19; Studenten aus München. Wollten noch am späteren Nachmittag von Reith auf den Reitherkogel steigen. Erreichten wahrscheinlich den Gipfel, stürzten aber am Rückweg ab. Dichter Nebel und Schneefall. Viele Suchtrupps konnten aber die Opfer nicht finden. Erst am 10.3.1912 im Schlossbachgraben entdeckt. Wurden im evangelischen Friedhof in Innsbruck beerdigt.
Alter: 35; Bäckermeister. Beim Übersteigen eines Zaunes löste sich ein Schuss aus seinem Gewehr und er erlitt eine tödliche Brustverletzung.
Ger. Revers des Franz von Lasser, Pfarrer zu Leisach.
Jakob Weyrarher quittiert, daß er von seinem Bruder Johann 83 Gulden erhalten hat.
Erhebungsbogen für den Imster Tschirgantwald un ter dem Karröster Alpweg zwischen Prantlries (Prantlriß) und Frauenbrunnen (Frauenbrunn). Der Wald ist herrschaftlich, jedoch den Imster Sölleuten zum Bedarf zugewiesen. Außer einigen Schrofen, befinden sich keine öden Plätze im Wald. Die Gemeinde Karrösten hat die Weide inne. Der Boden ist schlecht. Es wachsen dort Fichten, Föhren und Lärchen. Außer einigen hohen Stöcken und zurückgelassenen Baumwipfeln wurden keine Waldexzesse festgestellt.
Degenhart Vorster, Bürger von Hall, verpflichtet sich, nach dem Tode des Leonhart Götschl, Spenglermeister und Bürger von Hall, dessen Bruder Nikolaus Götschl, Bäckermeister und Bürger von Sterzing, und den weiteren Erben Auskunft über das Erbe zu erteilen.;
Siegler: Degenhart Vorster
Alter: 19; Studenten aus München. Wollten noch am späteren Nachmittag von Reith auf den Reitherkogel steigen. Erreichten wahrscheinlich den Gipfel, stürzten aber am Rückweg ab. Dichter Nebel und Schneefall. Viele Suchtrupps konnten aber die Opfer nicht finden. Erst am 10.3.1912 im Schlossbachgraben entdeckt. Wurden im evangelischen Friedhof in Innsbruck beerdigt.
Alter: 52; ehemaliger k.k. Bezirkshauptmann. Psychische Probleme nach schwerer Krankheit. Keine Erwähnung in der Zeitung, nur allgemein gehaltene Todesanzeige.
Alter: 67; Wollte am Gaichtpass Laubstreu sammeln. Durch einen Fehltritt stürzte sie über felsiges Gelände ab.
Alter: 46; Bahnwächter, wurde in der Nähe seines Hauses von einem Personenzug erfasst und zur Seite geschleudert. Starb bald an den schweren Kopfverletzungen.
Alter: 4; Tochter des Riemerbauern in Fischl kam einem Reisigfeuer am Feld zu nahe. Kleider begannen zu brennen. Starb bald an den Verletzungen.
Alter: 35; Frau lebte sehr abgeschieden in einem Mietzimmer. Gerufener Arzt konnte sie nicht mehr retten. Anscheinend verhungert.
Alter: 22; Tagelöhner, war beim Brückenbau beschäftigt. Wurde von einem herabfallenden Holzklotz getroffen und am Kopf schwer verletzt. Starb 2 Tage später im Reuttener Spital.