Alter: 47; Knecht, sollte eine tote Ziege in den Inn werfen (!) und dürfte dabei selber ins Wasser gefallen sein. Eisdecke war gebrochen. Wurde am 29.3. bei Kufstein aus dem Inn geborgen und dort begraben.
Alter: 63; In einem Zimmer brach ein Brand aus, wobei das Opfer schwere Rauchgasvergiftungen erlitt. War ein weithin bekanntes Original.
Alter: 26; Bahnarbeiter beim Verschub. Wurde beim Überqueren der Geleise von einem Personenzug überfahren.
Alter: 27; Bauernsohn, wurde beim Holztreiben von einem Stamm erfasst und an einen Baumstumpf gedrückt. Starb nach 3 Tagen an inneren Verletzungen.
Alter: 29; Holzschlitten geriet in Maurach/Sonnberg außer Kontrolle und drückte das Opfer an einen Stadel.
Alter: 51; Wurde tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden. Hat sich am Tag zuvor dort einfinden müssen. Obduktion ergab mehrere Rippenbrüche an denen er starb. Dürften vom Vortage stammen, als er bei einer Schlägerei auf die Straße stürzte. Stammte aus Absam.
Alter: 31; Erschoss sich in den städtischen Anlagen. Stammte aus Berlin. Telegramm zur Überwachung des Mannes kam zu spät.
Alter: 65; Privatier, schwermütig. Erhängte sich in seinem Schlafzimmer.
Alter: 25; Fabriksarbeiter, schloss in seinem Zimmer zu früh die Ofenklappe. Starb über Nacht an CO-Vergiftung.
Das Landgericht Imst teilt dem Obermarkt Imst mit, daß die Einforstungsansprüche des Untermarktes Imst in den Tschirgantstaatswald abgewiesen werden. Davon werden Paul Walch, Martin Kammerlander und Franz Posch in Kenntnis gesetzt. Da die Untermarkter keine Beweise erbringen können, werden sie mit ihrem Gesuch vom 23. Aug. 1844 im politischen Weg abgewiesen. Es bleibt ihnen unbenommen, ihre vermeintlichen Einforstungsansprüche im Rechtswege durchzusetzten.
Hans Kirchmayr von Arnpaß hat am 4. 10 1593 seinem Sohn Peter testamentarisch das Norergut, das er von Hans Tillian samt der Mühle gekauft hatte, verschrieben. Bezüglich seiner Gattin Margreth Vogl ändert er sein Testament, daß diese nämlIch solange das Norergut bewirtschaften darf, solange sie nach seinem Ableben Witwe bleibt. Heiratet sie, erhält sie 120 Gulden.;
Siegler:
Zeugen: Kaspar Schluderpacher, Landgerichtsschreiber von Sonnenburg Rudolf Köllinger, Goldschmied und Bürger von Innsbruck, Michael Straub, Bürger von Innsbruck, Christof Praun, Diener des Landgerichtsschreibers
Alter: 19; Schiffsknecht, wurde ertrunken am Innufer aufgefunden.
Pfarramt!iches Zeugnis für den Lehrjungen des Wagnerhand
Erbschaftsabhandlung nach Johann Weirather, Maurer und Bauer, welcher durch Vennögensteilung vom 18. Jän. 1814 nach seinem Vater Franz genannte Realitäten besitzt. Der Witwer hinterläßt aus der Ehe mit Kordula geborene Lott die Kinder Christian, Josef, Johann Georg, Viktoria, Genofeva und Josefa, welche in den Reinnachlaß von 154 Gulden gemeinschaftlich eingeantwortet werden.
Alter: 30; Bauernsohn, wurde von einer Kuh attackiert und am Bauch verletzt. Starb einen Tag später in der Klinik Innsbruck.
Alter: 28; Besitzer eines Restaurants in München. Erschoss sich im Schnellzug auf der Fahrt von München nach Kufstein. Man brachte ihn ins Krankenhaus, wo er starb. Wurde in Rattenberg begraben (!)
Alter: 47; Gattin eines Lokomotivführers. Geistig verwirrt. Erhängte sich im Wald.
Alter: 38; Gutsbesitzer, geistig verwirrt. Stürzte sich in den Inn. Wurde am 26.2. in der Nähe von Zams tot aus dem Wasser gezogen.
Alter: 41; Tagelöhner, schwermütig durch finanzielle Probleme. Erschoss sich am Fügenerberg.
Alter: 71; Glitt am Weg neben dem Ehrenbach aus und stürzte ins Wasser. Wurde fortgetrieben.
Alter: 60; Knecht bei einem Wirt. Wurde von einem Pferd in den Unterleib getreten, starb an inneren Verletzungen.
Alter: 42; War beim Brückenbau der Bahn im Ötztal beschäftigt. Wollte seinen Lohn in der Station Ötztal abholen und benutzte die Gleistrasse als Weg. Überhörte einen Zug und wurde tödlich verletzt. Stammte aus Kärnten.
Alter: 13; Fuhr am Umlberg mit der Rodel über eine Lawine. Stürzte dabei und konnte sich durch seine Verletzungen nicht fortbewegen. Starb an Erfrieren.
Alter: 82; Bauer, begab sich in den Wald, um Holz zu holen. Im Josefstal musste er Holzfuhrwerke ausweichen und stürzte dabei über die Böschung in felsiges Gelände ab.
Quittung für Andrä, Barbara und Tobias 1841 Nr. 2: 'Die über sechzigfältig tragende Himalayagerste'
Die Geschwister Josefa, Viktoria, Genofeva und Josef Weirather, Kinder des Josef Weirather von Bogen schulden dem Schulfond in Oberhöfen unter dem Verwalter Andreas Kotz 100 Gulden zu einem Zinssatz von 5 % gegen Pfandsicherstellung genannter Grundstücke.
Bürgermeister Christian Plattner von Untermarkt beschwert sich beim Kreisamt, wegen des Holzbezuges in der Herrschaftswaldung Nr. 289 am Tschirgant. Für die Sölleute wurde der Holzgenuß zwischen Prantlries (Prantlriß), Alpenweg, Frauenbrunnen und den Imster Gütern bestimmt, ohne daß zwischen den Gemeinden Unter- und Obermarkt eine Aufteilung erfolgt sei. Da die Gemeinde Obermarkt im Letzten Jahr im Tschirgantwald eine beachtliche Menge Holz gefällt hat, ersucht Plattner die Verfügung zu treffen, bei der Salinendirektion in Hall eine Aufteilung der Tschirgantwaldung zwischen Ober- und Untermarkt zu erreichen, da im Bürgerarchiv des Marktes Imst hierüber nichts vorliegt. Bereits 1812/13 habe sich im sogenannten Schmiedrain (Schmidtrain) ein Streit zwischen Untermarkt und Karrösten erhoben, der jedoch wegen der politischen Verhältnisse damals nicht entschieden wurde. Da es keine lebenden Zeugen mehr gibt, und sich niemand mehr erinnern kann, wird das Kreisamt ersucht, zu diesem Streit Aufklärung zu geben.
Georg Mayr von Rinn stellt der Stadt als Propst der Waldaufstiftung einen Revers über sein Baurecht und den Hof in Rinn auf 5 Jahre aus.;
Siegler:
Zeugen: Georg Hämerl, Stadtrichter von Hall; Hieronimus Waldner, Diener des Stadtschreibers, Hans Stefanskircher, Ladner, Andreas Eisenhut, Arntsbrunnenrneister, Georg Sigwein d. J. von Aldrans
Alter: 25; Starb nach einem Sturz von einem Baum.
Zwischen Dorf Anras und Rain als Kläger einerseits und den Inhabern der Oberkollser Hube anderseits kommt es wegen des Viehauftriebs auf das Anraser Albl zum Streit, wozu Brigitta Troger zu Planitz(en) als Zeugin einvernommen wird. Die 70jährige bettlägrige Frau gibt zu Protokoll, daß sie in Oberkolls geboreneren und bei Michael Mayr zu Planitzen arbeite. Sie sei die Schwester des Mitbeklagten Josef Troger und mit Andrä Rainer verschwägert. Sie bezeugt, daß sie vor 60 Jahren durch vier oder fünf Sommer- und Herbstzeiten den Oberkollsern ihre Kühe gehütet habe. Im Norden, reiche die Weide bis an die Kollser Lacke, im Osten an den Teißbach (siehe Nr. 72, Trißbach). Während der Heumahd waren die Rainer zugegen gewesen und hatten die Kollser bei der Hütschaft beobachtet, ohne die Anraser Hirten zu vertreiben. Daher glaubt sie die Weide am Albl zu Recht genossen zu haben, was sie durch Eid bestätigt. Siegler: Matthias Anton Heffter, Anwalt und Schreiber zu Anras
Hans Guethaintz zu Haldensee tauscht für sich und als Gewalthaber des Hans Rappoldt zum Nesselwenglen mit dem Georg Fiegenschuech sen. zu Khienzen und Hans Rieff, Zimmermeister in Oberrhöffen (beide als Bevollmächtigte der inländischen Inhaber der Alpe Gappenvelt), und Matthäus Schneider, Hauptmann zu Oy, Herrschaft Retenberg, Herrn Heinrich Khisel, Spitalmeister zu Kempten, Andrä Geis von Haslach und Mathäus Schal von Faistenoy (als Bevollmächtigte der ausländischen Alpinhaber und im eigenen Namen) die bisher innegehabten Mähder, welche an der Zirmseite liegen, mit genannten Grenzen. Dafür tauschen die Bevollmächtigten für sich und namens der in- und ausländischen Alpinhaber mit Guethaintz den Gern, Etlesgern genannt. Was im Oberm Tristei steht und oberhalb liegt, soll nunmehr Guethaintz und Rappoldt gehören, das Untere soll zur Alpe gehören. Dieser Tausch wird ohne Aufpreis durchgeführt, sodaß kein Teil dem anderen etwas zu zahlen hat. Siegler: Franz Karl von Rosst, Pfleger zu Emberg, Johann Pfaundler, Richter zu Emberg Siegelbitte an: Thomas Tauscher, Gerichtsamtmann zu Thanhaimb Zeugen der Siegelbitte: Ulrich Schraz, Matthäus Rief, Forstknecht, Martin Hörbst, Gastgeborene Anton Höss zum Nesselwenglen, alle Thanhaimb, Seifrid und Hans Lochpiller, Schuhmacher, beide zu Großnesselwang
Kreishauptmann Franz Laicharding von Imst teilt aus Anlaß des Einkaufgeldes von Johann Gösser den Gemeinden Ehenbichel und Hombach mit, daß laut Gubernialdekret vom 18. Mai die Gemeinden zur Einhebung von 30 Gulden auch dann angehalten sind, wenn jemand von einem Erbland in ein anderes übersiedelt. Die Einkaufgelder seien nur ein Anerkennung für die Nutzungsvorteile bei Wun und Weide, Salzfuhren usw. Diese Einkauf- und Sitzgelder sind die einzigen Einkünfte der Gemeinden, um Auslagen wie Archenbauten und Wustungssteuem zu bestreiten.
Zinsbuch für die Pfarrkirche zur Holzgau, wieviel jeder dem Herrn Pfleger zu zinsen hat. Bis 4. Juni 1811 führt das Zinsbuch Johann Eugen Hermann, danach hat es der (bayerische) 'König genommen und wir dürfen nichts mehr tun.' Ab 7. April 1808 müssen alle Kirchenkapitalien mit 5 % vezinst werden. Alle Zinspflichtigen werden mit der jährlichen Zinsleistung namentlich verzeichnet und deren Einzahlung durch Strichlisten vermerkt. Ab 1809 werden jährlich zwei Zinstermine mit Kennzahlen angeführt. Auch sonstige Rückzahlungen und Entlehnungen werden notiert.
Schreiben der Gemeinde betreff Bestellung des Schulkassiers Johann Georg Schönnach.
Sin títuloErzherzogin Claudia erlässt nach den vorgebrachten Beschwerden der drei Herrschaften Kueffstain, Kizpüchl und Ratemberg unter der kommissioneilen Leitung des Haller Pfannhausamtmannes Dr. Johann Michael Schmauß und des Jakob Buechenberg wegen Schmälerung des Kammerguts durch Einfuhr ausländischen Salzes und wegen des Viehhandels eine neue Satzung in vier Punkten. Neben genannten Viertelsvertretern sind bei dieser kommissioneilen Verhandlung Christian Eder, Andrä Grandtner und Georg Oberschneider von St. Johann zugegen, welche für das Landgericht Kizpüchl die Einhaltung dieser Satzungen geloben. Siegler: Erzherzogin Claudia
Dekret zur Pastoralvisitation von Fendis. Nach Erbauung der neuen, schönen Hl.-Kreuz-Kirche auf dem Wisele erübrige sich die kostspielige Wiederherstellung der alten Hl.-Kreuz-Kapelle, zumal diese nie eingeweiht worden war. Das Vermögen der alten Kapelle ist auf die neue Kirche überschrieben worden und die Nachbarschaft entschlägt sich ohnedies der Verwaltung. Allfällige Mittel der Einsiedelei sollen abgerechnet und Überbunden werden. Zur Einziehung der Kuratiegefälle wurde die Nachbarschaft lt. Stiftsbrief vom 26. Feber 1626 nicht eingebunden. Wegen der mühevollen Einziehung soll daher von den 31 Mut Gerste und den 22 Mut aus fremden Gemeinden der Einzieher dem Kuraten wöchentlich 1 Gulden 48 kr und genannte Naturalien reichen. Damit sind auch die alten Jahrtage lt. Kurat Josef Wöchner abgegolten. Daher hat der Kurat für die zwei strittigen Jahrtage der Familien Zangerl und Sprenger von anno 1640 keine Extraforderung zu stellen.
Ordonnanzschreiben an Fähnrich Feiler über Feindbewegung in Bayern von Oberleutnant Aniser.
Quittung für Dominikus Marberger am Keller über 179 fl von Theres Gruber, verehelichte Sandbichler. Siegler: Amtsstempel
Alter: 10; Durch unvorsichtigem Hantieren mit einem Gewehr löste sich ein Schuss, der den Burschen in den Unterleib traf. Starb nach einigen Stunden.
Balthasar Stainer am Stein (Stain) bezieht sich auf sein am 24. April 1670 errichtetes Testament, welches außer Punkt 1 neu zu verfassen ist. Diese Neufassung ist gleichlautend mit Nr. 47/6. Siegler: Wolf Adam Lasser, Pfleger mit Unterschrift
Gesuch der Gemeinde Ried bezüglich des Weide rechtes am Nonsberg.
Pfarrer Damian Giennger zu Zams einigt sich bei einer Tagsatzung mit den Gemeindevertretern von Zams, Lukas Trögel, Dorfvogt, Salomon Schaur, Christian Wächter, Fidelis Recheis und Matthäus Kolpp, anläßlich der Kirchen- und Almosenrechnung wegen des Widum- und Kirchengebäudes einen Rechnungsrest von 50 Gulden an die Gemeinde zu überwälzen. Weiters übernimmt Zams die bischöflichen Unkosten lt. Rechnung vom 10. Nov. 1698 zur Hälfte, somit 50 Gulden wovon es Zammerberg mit 11 Gulden 6 kr trifft. Die Gemeinde Zams gelobt dem Gerichtsschreiber Matthäus Kolb die 100 Gulden zu bezahlen oder landesüblich zu verzinsen. Pfarrer Ginger ist mit der Verzinsung des Kapitals einverstanden und stellt keine weiteren Forderungen. Siegler: Pfarrer Damian Giennger und Gerichtsschreiber Kopp
Sammelposition: a) betr. der unbeweglichen Güter der Expositur zu Lähn für Kirche, Stiftung, Pfründner und Mesner mit insgesamt 17 Grundstücken (undatiert); b) Einnahmenverzeichnis für die Gemeinde Lähn, angelegt von Johannes Schuechter mit über 200 Gulden c) Quittung des Simon Zoz an den Gewalthaber Michael Sprenger für einen Gutstausch mit Severin Bußjäger; d) Einnahmen und Ausgaben für Lähn von 1842/43; e) ebenso von 1836/37; f) weiters eine Abrechnung über die Ausgaben und Einnahmen der Gemeinde Lähn für die Jahre 1846 bis 1848 unter der Verwaltung von Martin Hosp; g) Namensliste über die Einzahlungen zur neu erbauten Alphütte auf der Lähner Alp; h) Ausgaben und Einnahmen für die Gemeinde Lähn von 1862; i) ebenso für 1863