Dorothea Murcher, Tochter des verstorbenen Georg Leidenfrosch, Bürger zu Lienz, verkauft ihren ererbten Anteil an Behausung, Stall und Garten zu Lienz am oberen Platz der Ottilia Notlich geh. Wolffgang, Schwester der Dorothea Murcher um 8 fl Rh. (liegt am oberen Platz zwischen Sigmund Tischler und dem Haus des Mönchsklosters). Siegler: Cristoff Rochen Zeugen: Andre Vasolt, Ulrich Wachniger, Bürger zu Lienz
Der Gastwirt Simon Dornacher von Schadtwaldt stellt an den Gerichtsamtmann von Tannheim die Zehrungskosten der Franziskanerpatres zu Reiti anläßlich der Schmalzsammlung in Rechnung, weiters die Zehrungskosten des Grafen von Brandt, für den Zöllner, für Miltär anläßlich der Bettlerstreifen, für Jörg Bauer usw. Der Gesamtbetrag von 15 Gulden 46 kr wird quittiert.
Vor Pfleger Johann Josef Stöckl kommt es wegen der Almnutzung auf Sack zu einem Vergleich. Die Zammer, vertreten durch Johann Josef Holer, Anwalt, Josef Haueis, Dorfvogt, Severin Matthias Holer, Anton Lins und Josef Geiger als Vierer, sowie Matthias Greil und Jakob Aschacher, Oberjäger, weiters genannte Bevollmächtigte von Zammerberg, Saurs und Angedair vergleichen sich mit Grainais (Anwalt Leonhard Scharf) wegen der Alpgrenze Im Sack, Sacktal (Sack) im hinteren Zammer Gebirge. Zams soll die strittige Alpe bis hinab, wo man 1746 ein Stück geräumt hat und mit Zuntern einen Zaun machte (nächst der dort befindlichen Brunnenquelle), der gegen das Mintschenjoch hinaufzieht, künftig mit dem ganzen Hirtenstab ungehindert das Vieh weiden, ohne einen weiteren Anspruch von Gramais zu befürchten. An genannten Grenzen sollen Marken angebracht werden. Die Gramaiser verpflichten sich, entlang dieser Grenze einen guten Zaun unentgeltlich zu machen und zu erhalten. Sollte das Vieh den schlechten Zaun durchbrechen, dürfen die Zammer pfänden. Siegler: Johann Josef Stöckl, Pfleger der Herrschaft Landeck Zeugen: Johann Stephan Vischer, Handelsherr und Ulrich Recheis, Organist zu Landeck
Extrakt einer Erbsabhandlung nach Maria Anna Höck geb. Baur, Fischerwirtin zu Walchsee, für deren Tochter Anna Feiler (Gattin des Alois Feiler, Wirt und Bierbrauer zu Niederndorf) aus erster Ehe mit Johann Georg Gradl Grundstück in der Weitau betreffend, Grundzinsrückverrechnung.
Waldaufsehervertrag
Hans Veler, Bürger von Hall, verkauft der U.lb.Fr. Kapelle in Hall am St. Nikolausfriedhof eine Wiesmahd im Haller Feld, welche im Osten an die Mahd der Honigerinn, im Norden an die des Zelherrn, hinten an die des Hophners und vorne an die des Stigeln grenzt. Von dieser Wiesmahd muß jährlich zu St. Galli dem Julianagotteshaus zu Terfens ein Pfund Berner Geld gezinst werden.;
Siegler:
Zeugen: Klemente der Kripp, Bürger von Hall Hans Schadler von Terfens, Hans Hauser, der Bruder des Verkäufers, Chunrad Aichhorn, Hans Koter, Hews Flaischhaker, Bürger von Hall
Peter und Paul Wibmer Brüder und Mithauser am Stein (Stain) teilen mit ihrem mithausenden Bruder Georg wegen Unfriedens die Güter mit Beihilfe ehrlicher Mittelsmänner und Zustimmung der Grundherrschaft auf. Georg erhält die halbe Schwaig, die Ruedaramerin genannt, sowie die Hälfte einer Wiese und eines Einfangs, wovon die andere Hälfte Balthasar Stainer besitzt. Die übrigen genannten Güter der ganzen Schwaig am Stein verbleiben den Brüdern Peter und Paul Wibmer. Von der Fahrnis erhält Georg ein Drittel. Ebenso werden die Barschaft und die Aktiva und Passiva, sowie die Gerichtskosten gedrittelt. Zum Wertausgleich müssen die zwei Brüder 60 Gulden Schulden übernehmen. Die Rechte auf der Gemeinweide werden ebenfalls gedrittelt.- Bis auf 200 Bretter gehört das Holz dem Georg zum. unentbehrlichen Hausbau. Er hat bei Peter bis zur notdürftigen Fertigstellung des Hauses Wohnrecht. Siegler: Josef Posch, Pfarrherr und Wolf gang Adam Las ser, Pfleger und Urbaramtmann der Herrschaft Windischmatrei Zeugen: Franz Zehentmayr und Josef Eder, Handelsmann
Aufschreibbuch für eine Alpe (Maroi?) mit Nennung zahlreicher Rechteinhaber aus Flirsch sowie zahlreiche Flurnamen, mit Angaben des Rechteanteils (Los) ?, vgl. Sig. 137
Sin títuloEinkaufbrief für Anton Wiedermayr und Magdalena Schreiber.
Markungsbrief zwischen Reiti und den umliegenden Orten der Pfarre Praitewanng einerseits und den Gemeindsleuten der Pfarre Perwang andererseits betreffend die Alpe Rats. Der alte Markungsbrief vom 13. Juni 1680 soll unverändert erneuert werden, weshalb beim Waldamt eine Revision und Visitation beantragt wird. Als Ausgeschossene sind bei der Begehung am 29. Juli 1715 zugegen: Hans Wolfgang Herr, Bürgermeister, Josef Kurz, Peter Zwerger, Forstknecht, Michael Fridl, Metzger, Kaspar Dorwertl, Säckelmeister, Matthias Henggi, beide Pflach, Michael Singer sowie die jungen Buben Josef Zwerger, Johann Georg Kurz und Nikolaus Rid von Ehenpichl. Von Rinnen und Raithpach Johann und Michael Hosp sowie die jungen Buben Martin und Michael Hosp. Die Grenze beginnt bei der Ratsbrücke und endet mit der Grenzmarke Nr. 19 in dem Wassertal bei dem Roten Gern. In 20 Jahren soll die nächste Grenzbegehung erfolgen. Am 12. Juni erfolgt durch den kleinen Ausschuß eine weitere Begehung, da nach einem Windwurf die 7., 8. und 9. Markung fehlte. Diese Marken werden von Johann Wolfgang Herr, Baumeister, Michael Fridl, Peter Sprenger, Hans Zwerger, Michael und Johann Hosp erneuert und bestätigt.- In einem Zusatzvertrag wird den Gemeindsleuten von Graben die Nutzung des Windwurfholzes in Raithpach für 70 Gulden auf 20 Jahre genehmigt.
Abrechnung über Ausgaben an Stempelgebühren, Taxen, Postporto und Kanzleigebühren, welche Bürgermeister Leopold Pez bar an die Pflegamtskanzlei entrichtet. Weitere 15 Quittungen liegen bei: vom Pfarrer Johann Anton Warle für gehaltene Messen und Kreuzgänge, für das Zehrgeld des Frühmeßkaplans, für das Niederlaggeld durch den Zolleinnehmer, von den Nachtwächtern, von der ffebamme Anna Maria Sampiller, vom Amtsdiener Johann Peter Lachmayr, vom Kälberhirten Xaver Lachmayr, vom Kuhhirten Johann Lob, vom Pferdehirten Konrad Sandbiller, vom Galtviehhirten Moritz Lochbiller, vom Füssener Franziskanerguardian Bertrand Erdt für gehaltene Frühmessen, vom Brunnenmacher Josef Hengg, vom Ochsenhirten Franz Josef Gschwend, vom Hirten Johannes Brost und vom Bürgermeister selbst.
Privatakten von Gemeindebürgem aus Hopfgarten in unterschiedlichen Betreffen von Alois Bimbacher, Anna Eidenbichler, Wolfgang Fuchs, Ursula Hauser, Anton Holzhammer, Michael Jais, Johann Krimbacher, Josef Lapper, Andrä Lipp, Rosina Mossmair, Michael Kirchner, Josef Vogl und Maria Geißler, Erhard Schäfler, Matthäus Söllner und Anna Unterberger.
Hans Franntnerhans, Bürger zu Ratemberg, verkauft dem Christian Premier, Bürger zu Ratemberg, zwei fl ewige Gült auf einem Grundstück zwischen des Frühmessers Baumgarten und dem Ponholz. Weitere Anrainer sind Ulrich Gratt sek, Mariin Pöcklein, Jakob Gratt und Thomas Tuchinger, alle Bürger zu Ratemberg. Weiters ist die Gült auf seinem Haus in der Stadt Ratemberg veranlagt, welches zwischen Simon Metzkers und der Menngklins Häuser liegt, hinten die Klosterstallung und vorne an die Straße grenzend. Siegler: Achaz Plattner, Bürger zu Ratemberg Zeugen: Lamprecht Knoll, Diepold Frosthanner und Menig Juen, alle drei Bürger zu Ratemberg
Matthias Winkler von Axams stellt der Waldaufstif tung einen Revers über ein Viertel des Gutes auf dem Bichl im Unterdorf von Axams aus, das er 1722 von seinem Vater Thomas Winkler übernommen hat.
Siegler: Johann Baptist Hueber, Stadtrichter von Hall Siegelbitte: Bartholomeus Sartori, oö. Regimentsadvokat und Stadtsyndikus von Hall
Zeugen: Jakob Trostperger, Bürger von Hall; Leopold Spill mann, Stadtschreibereibedienter
Alter: 5; Starb an einer schweren Kopfverletzung.
Alter: 54; Leiche wurde bei Grins aus der Sanna gezogen und später identifiziert. Maurer, dürfte bei einem Schwindelunfall in die Rosanna gestürzt sein.
Alter: 21; Bergsteiger aus Wien. Unternahm mit Kollegen Kletterübungen im Buchackergebiet. Dabei riss ein Griff aus und er stürzte zu Tode.
Alter: 21; Student aus Köln. Stürzte beim Abstieg vom Totenkirchl ab. War Alleingeher und dürfte den falschen Weg gewählt haben.
Alter: 17; Malergehilfe aus Baden, stürzte über 400m tief von der Wildspitze ab. Starb am Weg in die Innsbrucker Klinik.
Alter: [unklar]; Geriet beim Holzfischen in den Inn und wurde fortgetrieben. Seine Leiche wurde am 15.8. bei Hall aus dem Fluss geborgen.
Alter: [unklar]; Stürzte vom Pfriemesköpfl tödlich ab. (in Innsbrucker Nachrichten 7.11.40, 6)
Alter: 1.5; Kind wurde seit einigen Tagen vermisst. Seine Leiche wurde am 2.8. aus der Isar gezogen. Dürfte beim Spielen in den Bach gestürzt sein.
Alter: [unklar]; Pflegling des Armenhauses. Stürzte über eine 8m hohe Mauer in die Ache. Starb kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus Kitzbühel.
Alter: 62; Wurde von einem Auto zur Seite geschleudert. Starb kurz danach an den schweren Kopfverletzungen im Wörgler Spital. War schwerhörig.
Alter: [unklar]; Anstreicher in Innsbruck, aus dem Allgäu stammend. Stürzte von der Scharnitzspitze ab und verletzte sich tödlich.
Johann Millauer, Bäckermeister und Bürger von Hall, stellt der Nikolauskirche einen Revers über zwei Grundstücke aus, die er von Josef Höpperger von Thaur gekaut hat.
Siegler: Johann Baptist Hueber, Stadtrichter von Hall Siegelbitte: Bartholomeus Sartori, oö. Regimentsadvokat und Stadtsyndikus von Hall
Zeugen: Hans Ysser von Thaur; Josef Tenng von Heiligkreuz
Alter: 60; Wurde im Vomperbach tot aufgefunden.
Alter: [unklar]; Nagelschmied aus Fulpmes. Stürzte beim Edelweißsuchen auf der Häcklalpe tödlich ab.
Alter: [unklar]; Arbeiter aus Thaur, erhängte sich in der Haller Lend.
Alter: [unklar]; Schüler aus Braunschweig, stürzte am Nöderkogel über 300m tief ab.
Alter: 43; Tourist aus Berlin, stürzte am Mädelegabel tödlich ab. Seine Leiche wurde nach Oberstdorf überführt.
Alter: 18; Finanzanwärter aus Häring. Stürzte am Hohen Göll tödlich ab. Wurde zur Beerdigung in seine Heimat überführt.
Alter: 9; 2 Kinder spielten in einer Baugrube. Eine Wand stürzte ein und begrub das Opfer. Konnte nur mehr tot geborgen werden. War der Sohn eines Kanzleiarbeiters bei der Perlmooser Zementfabrik
Alter: 28; Stürzte bei einer Wanderung auf das Sonnwendjoch tödlich ab. Schneidermeister aus der Nähe von Berlin.
Alter: 22; Bankbeamtin aus Wien. Stürzte beim Edelweißsuchen von der Frauenwand tödlich ab.
Alter: 15; Schüler aus Jena. Ertrank beim Baden im Möserer See. Tod durch Herzschlag?? (Innsbrucker Nachrichten 19.8.40, 4)
Alter: [unklar]; Touristin aus München. Stürzte beim Abstieg von Brecherkogelgrat 200m tief ab und verletzte sich tödlich.
Martin Khindl und seine Gattin Dorothea Purtscheller am unteren Eck im Tal Stubai stellen der Waldaufstiftung einen Revers über den Peindtenacker aus dem halben Traxlhof aus, den sie von Jakob Purtscheller gekauft haben.
Siegler: Johann Baptist Hueber, Stadtrichter von Hall Siegelbitte: Bartholomeus Sartori, oö. Regimentsadvokat und Stadtsyndikus von Hall
Zeugen: Jakob Trostberger, Bürger von Hall; Jakob Mayr von Volderwald
Alter: 58; Schuhmacher, wurde erfroren aufgefunden.
Alter: 1.5; Fiel im Weiler Oberastlahn in einen Brunnentrog und ertrank.
Alter: [unklar]; 2 Touristen aus Stuttgart stürzten bei der Kuchenspitze im Verwall tödlich ab. Grund war ein Riss des Sicherungsseiles.