Wegen der Unkosten von 88 Gulden 20 kr für das Marktprivileg, welche der Gerichtskassier Franz Josef Unser bei Johann Niklas Kirschner auf Kredit der Gemeinde Angedair verrechnet^ beruft man auf Veranlassung des Anwalts eine Gemeindeversammlung ein. Es wird die Höhe der Markt- und Standgelder bestimmt und festgelegt, daß die Stände 'herwärts der Brücke an bis in die Dorf- oder sog. gemeine Gasse hinauf reichen. Vieh und Schweine sollen auf der Öde (Oerie) beim Brunnen vermarktet werden. Für Unkosten der Marluwerhung verpflichten sich die Wirte Leonhard Partoll und Franz Kolb bis 1796 aufzukommen. Das Standgeld für Rinderauftrieb beträgt 2 kr für Abtrieb 1 kr, für Schweine 1/2 kr bzw. I kr Abtriebgeld. Kramerstände kosten je nach Größe 4 bis 8 kr. Für einen Korb oder eine rIafel sind 1 kr zu entrichten. Der Gebiihreneintreiber erhält 36 kr. Diesen Beschluß bekräftigen die versammelten Gemeindemänner durch eigenhändige Unterschrift.
Alhait die Egin von Tramin und ihre Söhne J aekel, Heinrich und Berchtold bestätigen, daß sie von Chunrad dem Graentner, Bürger zu Hall, 17 Mark Zahlberner Meraner Münze erhalten haben und daß sie Ihm dafür ihre gesamte nächste Weinernte übergeben.;
Siegler:
Zeugen: Chunrad der Palaus von Tramin Meister Heinrich der Unsauber von Tramin, Jaekel der Thoemel von Tramin, J aekel der Weinmesser von Tramin
Alter: 58
Obergefreiter in einem Gebirgsjäger-Regiment; gefallen in San Donato in Italien
Steuerrestanten zur Thomassteuer, erstellt vom Pflegsverwalter Willibald Schnöder. Genannte Vilser schulden insgesamt 15 Gulden 32. Das gesamte Steueraufkommen beträgt 58 Gulden 47 kr, wovon die Herrschaft 30 Gulden und Bürgermeister Öberle 9 Gulden 15 kr erhalten.
Stadt- und Landrichter Kolb teilt der Nachbarschaft Radfelden auf deren Anbringen mit, dass gegen die Erbauung des gänzlich ruinierten Bauernhauses auf dem Grafenrieder Gut in der Hauptmannschaft Zimmermoos keine Bedenken bestehen, da die Erbauung auf dem gemeindeeigenen Grund erfolgt. Siegler: Johann von Kolb, Stadt- und Landrichter zu R.
Antwortschreiben des k.k. Kreisamtes auf das Bittgesuch Georg Bartls, Bürger und Schuhmachermeister zu Kufstein wieder für das Handwerk arbeiten zu lassen. Das Kreisamt fordert das Stadtmagistrat Kufstein auf, diese Angelegenheit zu überprüfen.
Die Untertanen von Tanhaimb und die Lechtaler des Gerichts Emberg bitten die o.ö. Regierung, das Verbot des Gemspirschens wieder aufzuheben und das Nötige beim Pfleger Franz Karl von Rosst zu veranlassen, da sie die Kuchlsteuer bezahlt haben.
Gemeindebeschluß, was in die Alphütten an Milch und Käse mitzunehmen ist und in welchem Verhältnis: auf 1 lb Milch fallen 2 1/2 lb Schmalz bzw. 1 1/2 lb Käse. Der Käse hinter dem Homberg ist dort abzuliefern und das Käszeug sauber zu halten.
Vergleich der Gemeinde Vendls mit dem Frater Paul Glazl auf dem Wisele wegen eines Grundeinfangs. Zwischen Andrä Kelle (Kölle), Severin Schranz, Dorfvogt Paul Schranz und Paul Pult, alle Vendls, und dem Frater Anton Wesch, Einsiedler auf dem Wisele (Gewalthaber Frater Glazl), kommt es zu einer Neuauflage des Vergleichs vom 30. Nov. 1750, welcher 1751 von der o.ö. Repräsentation und Hofkammer genehmigt wurde. Im Nachvergleich wird eine Versetzung der geplanten Mauer festgelegt, da sie für den Viehtrieb und die Schneeflucht hinderlich ist. Bruder Paul nimmt somit vom ersten Vergleich Abstand und läßt den vom Forstüberreiter gesetzten Markstein etwas weiter herabsetzen. Siegler: Philipp Andrä Sterzinger, Richteramtsverwalter zu Laudegg Zeugen: Meinrad Gigele und Franz Josef Anton Schölling, beide Schreiber RV: Konfirmierung vom 18. April 1752
Alter: 1.5; Fiel in einem unbewachten Augenblick in einen Brunnen und ertrank.
Alter: 22; Infanterist, wurde in der Nähe des Bahnhofes Söll-Leukental von einem Güterzug überfahren. War mit Kollegen nach langer Nacht am Bahndamm eingeschlafen. Nahender Zug erschreckte das Opfer, das aufsprang und auf die Geleise lief.
Alter: 28; Lithograph aus Innsbruck. Wollte mit 2 Kollegen auf den Habicht steigen. Beim Abstieg glitt er auf einem Schneefeld aus und stürzte 300m tief ab. War sofort tot. Im evangelischen Friedhof in Innsbruck beerdigt.
Alter: [unklar]; Vorerst unbekannter Mann stürzte sich von der Sannabrücke in den Fluss. Soll aus Stanz stammen.
Alter: 3.5; Pflegekind des Johann Huber, seines Großvaters, Gasthofbesitzer. Wurde von einer Heufuhre vor dem Tennen überfahren. Setzte sich unbemerkt auf die Deichsel und fiel hinunter. Tödliche Kopfverletzungen.
Alter: 43; Buchhalter aus Marburg. Tod durch Erschießen.
Alter: 63; War alleine im Wald, um Bäume zu fällen. Einer davon verhakte sich und fiel nicht zu Boden. Opfer stieg ein Stück hinauf, rutschte aber ab und stürzte zu Boden. Starb 2 Tage später.
Alter: 38; Wollte mit seinem Rad am Abend Heimfahrt antreten. Auf der Brücke über die Windauer Ache stürzte er ins Bachbett auf den Schotter. Glaubte nur leicht verletzt zu sein, starb aber am nächsten Tag. Wurde in Westendorf beerdigt.
Alter: 19; Stubenmädchen aus Hessen.
Alter: 55; Durch einen Irrtum trank das Opfer Salzsäure aus einer Flasche, worin er Branntwein vermutete. Wurde ins Spital gebracht, wo er aber bald verstarb.
Verzeichnis der Fronarbeiter für den Brügglewaal. Unter Baumeister Franz Hörtting werden 100 Obermarkter namentlich genannt, weiche zwischen einer halben und ganzen Tagschicht am Brügglewaai arbeiten. Baumeister Hörtting hat als einziger 5 Tagschichten geleistet.
Georg Mayr von Rinn, genannt 'Bästl', hat von der Stadt Hall als Verwalter des Stadtalmosens 100 Gulden geliehen und verschreibt dieses Darlehen auf seine 2 Baurechte, genannt Mayrhof in Rinn. Die Stadt Hall hat dazu auch die grundherrliche Zustimmung in ihrer Eigenschaft als Propst der Waldaufstiftung gegeben.;
Siegler:
Zeugen: Georg Hämerle, Stadtrichter von Hall Nikolaus Hain, Tuchscherer und Bürger von Hall, Philipp Kanndlinger, Bürger von Hall, Kaspar Dagollt, Diener des Stadtschreibers von Hall
Alter: 58
Schuldurkunde des Alois Mayr, Färbermeister zu L, für das Bürgerspital zu Lienz die Sigmund-sche Verlassenschaft betreffend.
Alter: 63; Käser auf der Lackenalpe, wurde im Schönachbach tot aufgefunden. Dürfte vom Weg abgekommen sein. Seine Leiche wurde erst am 4.7. gefunden. Stammte aus Zell/Ziller.
Alter: 52; Hausmeister. War mit Reparaturarbeiten am Vordach beschäftigt. Glitt aus und stürzte ca. 2,5m tief auf die Straße. Erlitt schwere Kopfverletzungen, an denen er bald starb.
Alter: 38; Weberbauer in Imming. Wurde von seinem Pferd getreten. Starb 2 Tage später an den Folgen.
Alter: 5; Neuer Steg wurde über die Ache gebaut. Mädchen begann darauf zu schaukeln und fiel dabei in den Bach. Leiche wurde in Leukental aus dem Wasser gezogen und in ihrer Heimatgemeinde Kirchbichl begraben.
Alter: 26; Mechaniker aus München. Seine Leiche fand man im Wettersteingebirge auf österreichischer Seite. Wurde geborgen und nach Garmisch gebracht.
Alter: 8; Auto mit 2 Engländern, einen Dolmetsch und einem Chauffeur war am Weg Richtung Pflach. 2 Kinder eines Sägearbeiters spielten auf der Straße. Eines sprang direkt vors Auto und wurde über die Böschung geschleudert. Vorerst leichte Verletzungen erwiesen sich später jedoch als tödlich.
Alter: 30; k.k. Finanzbeamter, stammte aus OÖ. Tod durch Erschießen.
Alter: 1.5; Kind eines Bauern.
Alter: 31; Wollte erstmals ein Motorrad ausprobieren. Stürzte auf die Straße und erlitt tödliche Verletzungen. Beamter der k.k. Bezirkshauptmannschaft. Stammte aus Wiener Neustadt. In der Zeitung unter: Radfahrerunfall!
Alter: 68; Pensionierter Postmeister, ehemaliger Landtagsabgeordneter und Gemeindevorsteher. Hielt sich am Geleise auf und bemerkte nicht einen fahrenden Personenzug. Wurde überfahren und sofort getötet.
Konzept einer Marktberufung, durch den Stadtschreiber Hans Farcher auf den neu esten Stand gebracht.;
Kundmachung der Thronbesteigung Kaiser Franz Josef I.
Vor dem Bezirksamt Imst beantragt Franz Amba cher, Bauer zu Imst gegen die Gemeinde Obermarkt folgende Exekution: Laut gerichtlicher Erkenntnis vom 8. Sept. 1863, ZI. 1535 wurde der Magistrat wegen Besitzstörung zur Bezahlung der Gerichtskosten von 4 Fl 88 kr verurteilt. Trotz Zahlungsfrist von 14 Tagen wurde dem Franz Ambacher die Bezahlung bisher verweigert. Daher beantragt er so viel Holz in der Gemeindewaldung schlagen und öffentlich verkaufen zu dürfen, bis seine Forderung zur Deckung der Gerichtskosten erfüllt ist. Rück vermerk: Das Bezirksamt lädt zur Tagfahrt am 27. Jän. beide Parteien.
Alter: 22; Tod durch Erschießen.
Alter: 20; Malergehilfe in Innsbruck, aus Lübeck stammend. Wollte mit einem Kollegen vom Stubai übers Padasterjoch zum Naturfreundehaus gelangen. Sie gerieten aber in tiefen Schnee. Opfer wollte nun über das Schneefeld abrutschen, konnte das Tempo aber nicht mehr regulieren. Stürzte in der Hammerscharte ab.
Alter: 1; Stürzte in einem unbeobachteten Moment in ein Wasserschaff und ertrank dort.
Alter: 46; Vorerst unbekannte Leiche wurde bei Erl aus dem Inn gezogen. Lt. Matrikenbuch identifiziert, anscheinend aus Imst stammend.