Kaiser Josef (I.) verleiht den Untertanen und der Gemeinde Zams auf ewige Zeit als Lehen den Weglohn und Zoll. Als Lehensträger wird Tobias Sterzinger mit Eid verpflichtet. Dafür übernehmen die Untertanen und die Gemeinde Zams die Verpflichtung, die Brücken, Wege und Straßen von Starkenbach bis zur Landecker Brücke auf immer in vollkommenen baulichen Zustand zu erhalten, wobei die Hofkammer in keine Weise einen Beitrag leisten wird. Die einzeln angeführten Gebühren für Fuhrwerke und Tiere liegen zwischen 4 Vierern und 5 Kreuzern. Unterschrift: Bartlmä Hagg (Lehenssekretär)
Sigmund Hendl, seßhaft zu Colrain, vertauscht mit Meister Peter, den man nennt Tannemüller, Bürger zu Imst, als Spitalmeister sein Gut im Egarten im Untern Markt auf 'Pigenatz auf der hoch' für die ihm vom Spital gewechselten '16 Kaslen jährlichen gült' die bisher das Spital als Almosenspende seiner Vorfahren eingenommen hat. Siegler: Sigmund Hendl
Bei der öffentlichen Gemeindeversammlung wird beschlossen, daß man künftig die Waldung besser schonen wolle und besonders den sog. Osteid- und Berglewald zum Bannwald erklärt. Jeder Gemeindsmann, der einen Stamm ohne Bewilligung des Forstamtes und der Gemeinde schlägt, wird mit 1 Gulden 30 kr an die Gemeindekasse bestraft, vorbehaltlich der forstamtlichen Strafe. Dieser Gemeindebeschluß soll durch das Landgericht und das Forstamt ratifiziert werden. Unterschriften: Johann Hosp, Kaspar Pfennig, Franz Köck und Josef Suitner, Waldaufseher
Verzeichnis der rückständigen Holzfuhren und der ausständigen Robotgelder. Von den genannten 34 Urbarlehensinhabern sind an den Schlosshauptmann Josef Kraft zwischen 7 1/2 kr und 1 fl zu entrichten.
Abrechnung ("Schulrechnung") für das Schuljahr 1867 durch den Schullehrer Ignaz Matt, vom 26.11.1867, gezeichnet von Andrä Geiger.
Sin títuloJahresabrechnungen, Herbstabgleichungen, Bruderschaftsabrechnungen, Arme-Leut-Rechnungen und Viertelrechnungen der Brückenmeister und Vierteiler namens Matthäus Koidl, Georg Oberhäuser, Hans Filzer, Wolfgang Oberhäuser, Matthäus Hueber, Michael Taxer, Christian Hechenberger und Christian Kollhofer, Andrä Reich, Christian Koidl, Andrä Hechenberger, Matthäus Haller, Christian Oberhäuser, Wolfgang Auberger, Leonhard Zaller, Josef Salligger, Johann Laucher, Georg Lindner, Sebastian Pletzer, Georg Oberhäuser, Josef Haller, Vinzenz Pachler und Georg Zagl.
Wolf Höger, Urbar- und Lehensrichter der Herrschaft Ytter und Propstei Ennglsperg, protokolliert den Streit zwischen der Bürgerschaft zu Hopfgarten und dem Beklagten Lienhard Tynhardt wegen Fürkaufs, Ausstoßung ehrenrühriger Worte und unbürgerlichen Verhaltens. Künftig soll jedem Bürger der Fürkauf bei Strafe verboten sein. Ein ehrenrühriges Verhalten konnte nicht nachgewiesen werden.
Peter Pachler richtet an den Gerichtsamtmann und Salzfaktor Thomas Tauscher in Nesßlwennglen ein Schreiben, wonach auf kaiserlichem Wunsch die Grenzpässe ausreichend befestigt, die notwendige Mannschaft geworben und verpflegt, sowie der notwendige Munitions- und Proviantvorrat eingekauft werde. Wegen der Finanzierung - ein Drittel soll die o.ö. Hofkammer übernehmen - ist die tirolische Landschaft noch in Verhandlung. Da eine kaiserliche Antwort und der Landtagsbeschluß noch ausständig sind, so entschließt sich Pachler, Anwalt im Lechtal, aus Kostenersparnis wieder zur Rückkehr, ln der Anlage übersendet er einen Entwurf zur Gemspirsch, welcher noch zu korrigieren ist. Gleichzeitig berichtet er, daß er wegen zu geringen Faktorgelds an die o.ö. Hofkammer ein Memorial übergeben habe, worüber er bei seiner Heimkehr das Weitere berichten werde.
Gemeinderechnung des Anton Ginther
Zinsbuch für die Pfarre Holzgau. Die bis in das Jahr 1570 zurückreichenden Stiftungen werden mit der Nummer des Stiftsbriefes, der Höhe des entlehnten Kapitals, den jährlichen Zinsen (bis zu 5 %), dem Namen des Schuldners (Zinsers) und dessen Wohnort vermerkt. Insgesamt ist das Kapital von 116 Stiftsbriefen zwischen 10 Gulden und 1100 Gulden bei 116 Schuldner veranlagt. Die Zinszahlungen werden bis 1823 jährlich fortgeführt und durch Strichlisten nach Ortsteilen geordnet. Es folgt ein Verzeichnis der jährlichen Spenden zum Almosenbrot.
Alter: 21; Stammte aus Fiß. Rückte zum Militär ein. Winkte im Auto mit seinem Hut. Der wurde ihn fortgeweht. Sprang vom Auto und wurde von diesem überfahren.
Alter: 65; Hausbesitzer in Kufstein. Dürfte im alkoholisierten Zustand in den Inn gefallen sein. Leiche wurde später bei Mühldorf (Bayern) geborgen.
Alter: 41; Bahnarbeiter aus Fiss. Stürzte über die Stiege in seinem Stadel. Erlitt einen tödlicher Schädelbasisbruch.
Alter: 36; War Schweizer (Senner), schwermütig, Tod durch Erschießen.
Alter: 41; Bauer, erhängte sich im Spital. Mehrere Versuche schon in der Vergangenheit.
Alter: 30; Rollwagen entgleiste bei der Bahn, 2 von den 6 Männern wurden herausgeschleudert. Einer verstarb kurz darauf an seinen Verletzungen.
Alter: 73; Kernbäurin, seit mehreren Tagen vermisst. Fiel in die Korntruhe, wo sie erstickte.
Alter: 52; War Pferdeknecht, fuhr mit einer zweispännigen Holzladung durch die Wildschönauerstraße. Geriet zwischen Fuhre und Hausmauer und wurde erdrückt.
Alter: 64; Wurde beim Bahnübergang Vomperfeld überfahren. Schranken waren geschlossen, ließ Zug passieren, übersah aber einen Gegenzug.
Alter: 28; Apotheker aus Metz verunglückte beim Abstieg vom Totenkirchl. Absturz wegen Übermüdung, verfehlte sicheren Weg. Seine Leiche wurde am 27.9. aufgefunden und in seine Heimat überführt.
Bonitätsklassenverzeichnis der Obermarkter Wald teile, fehlte 1992.
Erzherzogin Anna Katherina, Witwe von Erzherzog Ferdinand II., erläßt als Inhaberin des Gerichtes Thaur eine Handwerksordnung für die Schneidermeister dieses Gerichtes.
Siegler: Erzherzogin Anna Katherina
Alter: 9; Wurde in Breitenwang begraben.
Vertrag zwischen Johann Bruner und Rochus Schneider ein Gärtchen betreffend
Alter: 50; Überquerte Geleise. Ließ einen Zug vorbei, übersah aber den Gegenzug. Sofort tot.
Alter: 57; War wohlhabender Bauer (vulgo Krapf). 2 Schusswunden in der Brust, konnten aber auch von einer Heugabel stammen. Bei der Antoniuskapelle in der Hagau gefunden. Zusätzlicher Raub möglicherweise verhindert, da Geld noch vorhanden war. Verdächtigt wurden ein Knecht und ein Pächter. Schwurgerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 30.9.14, 6 gegen den Tagelöhner Gabriel Mair (37 Jahre). Mehrere Straftaten vor und nach der Tat. Mord wird aber geleugnet. Obduktion ergab, dass er erschossen wurde. Mair hatte Gewehr ca. 500m vom Tatort versteckt. Beschuldigte mehrfach seinen Bruder des Mordes. Viele Zeugen geladen, mit widersprüchlichen Aussagen. Wurde vom Mord freigesprochen! Gericht war im Zweifel, ob nicht doch ein 2. Täter die Tat begangen hat. Lediglich 8 Monate wegen anderer Delikte (TGB 10.10.14, 5)
Alter: 68; Wurde in der Nacht in ihrem Bett erdrosselt. Kein zusätzlicher Raub. Verdächtigt wurde ihr Sohn.
Alter: 24; Am 25.5.1914 wurde eine Leiche gefunden und identifiziert. Lange Zeit vermisst. Aus Waidhofen/Thaya. Hatte sich zum Edelweißpflücken ins Stallental begeben.
Alter: 21; Stürzte sich in den Inn, ohne von Passanten daran gehindert zu werden. War Witwe (siehe ihr Alter!), ihr Mann hatte vor einigen Jahren ebenfalls Selbstmord begangen. Stammte aus Fieberbrunn. Familiäre Probleme. Ihre Leiche wurde am 12.7.1914 bei Kramsach aus dem Fluss geborgen.
Alter: 16; 3 Alpinisten aus Prag waren am Habicht. Beim Abstieg rutschten sie über ein Schneefeld, konnten Geschwindigkeit aber nicht mehr bremsen. Stürzten auf ein Geröllfeld. Melan war Student an der Deutschen Technik in Prag. Wurde geborgen, erlangte aber nicht mehr das Bewusstsein.
Alter: 1.5; Stürzte in ein Wasserschaff im Garten des Huterschen Jagdhauses. Sohn des Architekten Theodor Huter aus Innsbruck.
Alter: 56; Alkoholkrank, Tod durch Erhängen.
Alter: 18 Monate; Tagelöhner stellte heiße Milch aufs Fensterbrett am Gerlosberg. Setzte sich mit kleiner Tochter auf eine Bank davor. Kind griff nach der Milch und riss sie herunter. Schwere Verbrühungen und späterer Tod.
Alter: 7; Tochter eines italienischen Arbeiter wollte Holz einsammeln und stürzte dabei in den Wattener Bach. Führte Hochwasser.
Gemeinderatsprotokolle der Gemeinde Obermarkt Imst. Inhaltlich geht es hauptsächlich um die Festsetzung der Gemeindeämter wie Baumeister, Führer, Alpmeister, Oberhirt, Sommerhirt, Galthirt, Unterhirt, Beiknecht und Sennerin. Nach der Wahl der Gemeindeämter wird in der Versammlung der Jahreslohn festgesetzt.
Gottfried Reinperger hat anstelle seines Schwagers Georg Lennz, Gastgeborener zu Thaur, von Anton Veltbruner 50 Gulden für einen Weinkauf erhalten.
Siegler: Gottfried Reinperger
Klage der Karo 1 ine Arlang in der Alimentangelegenheit ihres unehelichen Kindes Andrä Tschurtschenthaler (1856 November 13). Quittung über bezahlte Rate vom 25. Mai 1856.
Alter: 16; Ertrank beim Holztriften im Hinterhornbach.
Alter: 26; Buchbinder aus Sachsen, in der Nähe der Wiener-Neustädterhütte abgestürzt. Leiche erst am 9.9. gefunden.
Alter: 63; Vermisst seit einem Monat, am 1.10. als Leiche bei Fritzens aus dem Inn geborgen. Dürfte damals in der Dunkelheit in die Melach gefallen sein. 1912 ein Sohn von ihm gleicher Unfall.
Alter: 48; Familienvater („Welscher Toni“ aus Ampezzo) machte mit Frau und Tochter einen Ausflug. Bei der Rückkehr holte er seinen Revolver und erschoss seine Tochter. Frau flüchtete, wurde aber eingeholt und mit 2 Schüssen niedergestreckt. Danach erschoss er sich selber. War in der Firma Jenny & Schindler als Schlosser beschäftigt. Kaufte sich kurz vorher den Revolver in Innsbruck. Seine Frau verbarrikadierte sich in der Wohnung, dessen Tür eingetreten wurde. Sie war schwer verletzt, konnte aber gerettet werden (Innsbrucker Nachrichten 25.9., 4).
Alter: 24; Familienvater („Welscher Toni“ aus Ampezzo) machte mit Frau und Tochter einen Ausflug. Bei der Rückkehr holte er seinen Revolver und erschoss seine Tochter. Frau flüchtete, wurde aber eingeholt und mit 2 Schüssen niedergestreckt. Danach erschoss er sich selber. War in der Firma Jenny & Schindler als Schlosser beschäftigt. Kaufte sich kurz vorher den Revolver in Innsbruck. Seine Frau verbarrikadierte sich in der Wohnung, dessen Tür eingetreten wurde. Sie war schwer verletzt, konnte aber gerettet werden (Innsbrucker Nachrichten 25.9., 4).