Pfarrer Lukas Gech von Vils attestiert der Pfarrgemeinde, daß er zur Herstellung eines neuen Pfarrhauses 200 Gulden bar erhalten habe. Dieser Bauschilling wurde von der Gemeinde freiwillig erbracht, woraus ihr kein Nachteil und keine Verpflichtung erwachsen soll. Gleichzeitig protestiert der Pfarrer, daß er mit Übernahme der Baulasten seine Nachfolger nicht belasten will und sie daher zur Erhaltung des Baues keineswegs beitragen müssen. Nach einer Zusage des Augsburger Ordinariates soll der noch offene Bauschilling nicht auf den Nachfolger abgewälzt werden.
Schriftverkehr der Interessenten und Ausgeschossenen der 13 Güterinhaber an den Bergrichter Johann Karl Budina wegen der umstrittenen Aussteckung eines Grundstückes für Rupprecht Foidl im Jochbergwald als Ausgleich für die neu erbaute Schmelzhütte. Kostenverzeichnisse des Advokaten Benedikt Stöckl wegen der Aussteckung für Wagstötter; Spesenverzeichnisse des Landgerichtsprokurators Johann Adam Wallner an die 13 Güterinhaber; Begleitschreiben der o.ö. Regierung zur kommissioneilen Untersuchung im Jochberger Waldexzess; Rechnungen und Quittungen vom Gastwirt Matthias Oppacher in Jochberg.
Original Papier 1 Blatt
Jörg Näwleichendl, Bürger zu Ratemberg, verkauft Chollman dem Kramer, Bürger zu Ratemberg, sein Haus mit 10 lb Berner Gült, das er von Lienhard dem Smager hat. Das Haus liegt in der Stadt Ratemberg an der Bruckgasse zwischen Thomas des Stümers Haus und einem weiteren Haus des Verkäufers. Ausgenommen vom Verkauf sind genannte Dienstbarkeiten. Siegler: Stefan Schelkoffer, Richter zu Ratemberg Zeugen: Ulrich Haller, Martin Smager, Mages Fürtter, Thomas Odder, Her-
mann Hamelberger und Kunz Sellawer
Schuldzession für die Gemeinde Angedair von Jakob Scheiber und Juliana Recheis auf Dominik Pöck zu Landeck über 80 Gulden Juliana Recheis, zu Landeck ledig, hat laut Zession vom 6. Feber 1770 von Dominik Pöck, Schloß-Bestandsmann, anläßlich des Kaufs einer Wiese ein Kapital von 80 Gulden zu fordern. Jakob Scheiber hat diese 80 Gulden von Gail Probst als Dorfvogt der Gemeinde Angedair anstatt dem Schuldner Dominik Pöck bar erhalten. Daher haften auch Juliana Recheis und Scheiber gemeinsam gegenüber der Gemeinschaft Angedair. Die Einhaltung der Zinsen von 4% und die Pfandsicherstellung werden dem Anwalt von Angedair Leonhard Recheis gelobt, was von Jakob Pohl, Glaser und Josef Schrot, Kupferschmied, bezeugt wird. Siegler: Ignaz Niklaus Stöckl von Gerburg, Pfleger und Landrichter der Herrschaft Landeck
Die o.ö. Repräsentation und Hofkammer verordnet der Gemeinde Vendls, einen tauglichen Mann für die Verwaltung des alten und neuen Kirchenvermögens am Wisele anzustellen. Dieser soll Kapitalien aufkünden, neue investieren, Zinsen eintreiben und darüber alle zwei Jahre Rechnung legen.
Wegen der Nutzungsrechte auf der Kuh- und Kälberwiese auf der Anraser Alm wird von den Oberkollsern der Gerichtsobrigkeit der Nachweis anhand von drei Kundschaften zur Probatoriaischrift vorgelegt. Der rechtmäßige Hutschaftsbesitz sei durch die drei eidlichen Zeugenaussagen ausreichend bewiesen und daher seien die Kundschaften als Beweismittel heranzuziehen. Besonders die Aussage des Andrä Weiller von 1762 bestätigt, daß die Oberkollser ober den Eigentumswiesen von der Käser bis in die Käserlacken und im Osten bis zum Trißbach uneingeschränkt ununterbrochen die Weide genossen. Auch die Aussagen von Ursula Troger und Matthes Valtiner bekräftigen die erste Aussage, daß die Oberkollser nicht heimlich, sondern Öffentlich ohne Einspruch der Anraser und Rainer bis zum Lakkenboaen das Hutschaftsrecht besessen hätten. Die Aussagen seien standhaft und gleichförmig und für die Zeugen ohne Vorteil oder Nachteil. Weitere Kundschaften könnten auf Kosten der Prozeßgegner beigeboreneacht werden.
Sennanlage
Archenliste vom Holzgauer Feld am Lech und Flechenbach mit den geleisteten Tagschichten. Die Fronpflichtigen werden namentlich aufgelistet, geordnet nach den Ortsteilen Schenau, Holzau, Hechenbach, Spilstuben und Langen. Die gutgeschriebenen Fronschichten werden für 1825 fortgeschrieben und vom Archenmeister Johannes Klotz bestätigt. Am 9. Nov. 1825 überträgt der neue Archenmeister J. A. Lumpert die Guthaben der Archtage in die neue Liste.
Schilehrer; Unteroffizier (Oberjäger) in einem Gebirgsjäger-Regiment; gefallen in Sapad-Liza durch einen Herzschuss
Sammelakten betr. Schmalzbeschreibung 1700, Rekrutendurchmarsch 1702, Viertelrechnung des Sebastian Oberaigner zu Jochperg 1705, Vergleich nach Johann Meitinger 1709, Protokoll zur Waldnutzung 1746, Theresianische Güterbeschreibung 1746, summarischer Extrakt der Jochberger Güterbeschreibung 1748, Schmalzlieferung an die Stadtwaage 1750, Ergreifung des schädlichen Gesindels 1751, Aufhebung der Totenmähler, Bittschrift wegen Steuerentlastung 1752, Kostenaufstellung des Wolfgang Koidl, Memorial wegen ausländischer Salzlieferungen, weitere 3 Befehlsabschriften 1755, Haller Salzverkauf zu Kastenstatt 1756, Befehl wegen Kupfergeldes 1761, Viktualienanforderung für kaiserlichen Besuch in Innsbruck 1764, Trauerordnung 1767, Tax- und Sportularordnung 1774, Seelenbeschreibung von Jochberg 1774, Schmalzlieferung 1776, Bittschreiben wegen Schmalzpreis 1778, Evidenthaltung der Konskriptionslisten, Kundmachung des Stockgeldes 1785, Wasserschäden an genannten Gütern 1786/87, Verzeichnisse der neuen Gebäude in Jochberg 1787, Steuemachlässe nach Wasserschäden 1786/87, gedruckte Polizeiordnung, Gemeindeauflagen und Wustungen betr. 1795.
Die o.ö. Regierung entscheidet im Streit zwischen den sechs Viertlem der Herrschaft Kizpichl als Kläger und dem Bergmeister Matthäus Unterrainer als Beklagten wegen deren Recht, im Heimwald ohne waldmeisterliche Erlaubnis Holz schlagen zu dürfen. Über Holzschlägerungen in den Heimhölzem müssen die Gerichtsuntertanen den Waldmeister zwar in Kenntnis setzen und sich an die Waldordnung halten, doch darf er für die Auszeigung und Besichtigung weder ein Will- oder Schichtengeld noch eine Belohnung oder eine Zehrung fordern, außer es kommt zu Grenzstreitigkeiten zwischen den Nachbarn. Siegler: Franz Lachemayr, Regimentssekretär mit Unterschriften
Alter: 46; Bauernknecht, geistig verwirrt. Tod durch Ertrinken.
2 beiderseits beschriebene Papiere (Sekundärverwendung), Kundmachungen bzw. Protokoll (Konzept): 2 Seiten den Schulbesuch betreffend, 1 Seite Schreiben des Landgerichts bezügl. Einbrüche, 1 Seite Schreiben des Bauernbundes.
Sin títuloGilg Prendtner, Inwohner beim Gastwirt Marx Resch zu Hopfgarten, leistet dem Hans Gastl, Bürger und Wirt zu Hopfgarten, wegen einer Beschimpfung Abbitte. Siegler: Christoph Rüedl, Pfleger der Herrschaft Ytter und Propstei Ennglsperg
Sammelposition: Steuerakten betreffend landesfürstliche Steuer, Adelssteuer, Dominikaisteuer, Rustikalsteuer, Landschaftssteuer, Marschkonkurrenz zur Einquartierung, Schlafkreuzer und Menagegroschen, Präliminare zur Wustungssteuer für die Steuerziele Georg! und andere Steuertermine, Schulden der Parteien aus der Baumeisterrechnung, mit namentlichen Steuereintreiblisten und Exekutionsverordnung.
Tauschveitrag. Jakob Andree Walch zu Kirchbichl überlässt dem Balthasar Berger zu Hörbrunn und dem Gabriel Riedmann zu Hopfgarten 54 Alpgräser auf Dostalp und erhält dafür die 76 Gräser Thiefental zu genannten Bedingungen. Zeugen: Johann Repperschne
Susanna , Witwe des Cri stoff Zugscheit, verkauft auch im Namen und mit Zustimmung ihres Sohnes Walthesar das ledige Angerl, Prelogen genannt, hinter dem Stampffer und unter dern Paul im Rorich, das an die Gemain grenzt, der Pfarrkirche zu Lienz um 3 Mark Pfennig und 3 Schilling Wiener Pfennige gewöhnlicher Münze der Stadt Lienz Siegler: Hanns Geyer Zeugen: Pangracz Preinperger, Stadt- und Landrichter, Linhart Peck, Andre Metzker, Bürger zu Lienz
Magreth, Tochter Stefan Kesslers zu Tarrenz, Frau des Michel Kornmann königl. Seehüters zu Spiegelfreid (Spieglfrewd), verkauft dem Peter Tannimiiler, Schund zu Imst als Spitalmeister daselbst 41b Berner Grundgülte aus jenem 1/3 der Güter, die jetzt Le'rfc Friegk zu Erblehen besitzt zu Pfurrus zu Artax, am Weglangen (Weylanger). Siegler: Johann Puchmann, Gerichtsschreiber zu Imst Zeugen: Adam Schliessnegker, Blasy Speckh, Hans Posch jun., Bürger zu Imst
Vorsteher Xaver Hotter, Josef Martin Rief, Johann Peintner, Wirt von Rauth, sowie Schulaufseher Johann Georg Rief, Johann Ostried, Müller, Anton Mark und Josef Erdle aus Gaicht, weiters Matthäus Frischauf, Anton Kathrein und Johann Ostried, Schulgehilfe der Schule Rauth, protokollieren für die vom Gubemium 1842 genehmigte Schule in Rauth, daß sie das neuerstellte Schulhaus erhalten und die Requisiten, wie Tafeln, Schwamm und Kreide beschaffen wollen. Die Eltern der Schulkinder beschaffen das notwendige Brennholz. Die Reinigung übernimmt der Schulgehilfe Johann Ostried. Die Zinsen aus dem Schulfond (1000 Gulden Kapital) sind dem Schullehrer zu Martini und Georgi auszuzahlen. Der Schulweg ist im Winter durch Nesselwängle und Rauth offenzuhalten. Beide Teile verpflichten sich, Schulpreise aus der Schulprämienstiftung auszuteilen. Das Schulpatronat für die Schule Rauth liegt bei beiden Parzellen. Unterschrift: Johann Georg Rief, Schulaufseher
Kaufbrief für Josef Zimmemann (Auszug)
Kristan der Schorpp, Bürger zu Hall, und seine Kinder Hans und Kunigunde verkaufen dem Chunraten dem Graenttner, Bürger von Hall, ihre Arbeit an der 2. Pfanne im Pfannhaus, genannt ein 'halbs peren', mit allen Rechten ('mit Ion und knollen'). Der Kaufpreis beträgt 37 Mark gute und gängige Meraner Münze. Kristan und seine verstorbene Frau Agnes hatten schon zuvor 20 Pfund Berner von dieser Arbeit an Graenttner verkauft.;
Siegler:
Zeugen: Kristan Schorpp, Hainrich der HaunoItz, Geschworener des Amtes Heinrich Zükk, Paerthl Schremph, Jakob Steubauf, Chuontz Freysinger
Alter: 37; Zementarbeiter. Wurde ertrunken im Werkskanal aufgefunden.
Alter: 30; Stationsdiener bei der Bahn. Tod durch Erschießen.
Alter: 25; Zimmermann, starb nach einem Sturz von einer Leiter.
Alter: 5; Tochter eines Fabriksarbeiters in Graben.
Alter: 74; Uhrmacher, starb nach einem Sturz von einem Baum.
Alter: [unklar]; Italiener, war beim Bahnbau beschäftigt. Geriet vermutlich im alkoholisierten Zustand in die Brixentaler Ache.
Alter: 25; Spenglergehilfe, war bei Reparaturarbeiten am Dach der Arkaden des städtischen Friedhofes beschäftigt. Aus knapp 4m Höhe abgestürzt und unglücklich aufgekommen.
Alter: 45; Maurer aus Ehenbichl.
Alter: 55; Schoss sich eine Kugel ins Herz.
Alter: 24; Wollten Schotterwagen von einer Dampfwalze abkoppeln. Dieser geriet allerdings in Fahrt und erdrückte beide. Waren Tagelöhner aus Innsbruck bzw. Weerberg.
teils fehlend, teils museale Stücke
Geschäftsordnung für den Gemeindeausschuß der Stadt Lienz,
Bürgermeister und Rat der Stadt Hall erlassen eine neue Handwerksordnung für die Zimmerleute in Hall. Inseriert ist eine Liste der Mitglieder der Zunft: Georg Zeuner, Stadtzimmermeister; Meister Gorg Schmiß Meister Michael Eham; Brunnenmeister Michael Sautner; Meister Kaspar Atenperger; Meister Hans Bärtl; Amtszimmermeister Christof Miller; Amtsbruunenmeister Simon Hochenreuter; Münzzimmermeister Algast Mad; weiters werden folgende Gesellen genannt: Hans Soyer, Kaspar Haylandt, Ruepp Kharnauer, Amtspolier, Veit Gschwenntner, Hans Piichler, Symon Piechl, Martin Ätenperger, Wolfgang Piberger, Georg Peuntner, Georg Praun. Beiliegend ein Schreiben vom 7. Mai 1610, worin die Stadt um eine genaue Unterscheidung der Arbeiten der Zimmerleute und der Distier (Tischler) geboreneten wird.
Siegler: Stadt Hall (großes Sekretsiegel)
Alter: [unklar]; Gerichtsverhandlung gegen Josef K. (Stadtarbeiter) am 5.8.1859, der 1852 zugab für den Mord an Maria Kienpeintner (Erpfendorf) im Jahre 1824 und an Eva Baumgartner 1835 in Rettengschöß verantwortlich zu sein. Hatte sich selber gestellt. Urteil: 14 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 34; Wollten Schotterwagen von einer Dampfwalze abkoppeln. Dieser geriet allerdings in Fahrt und erdrückte beide. Waren Tagelöhner aus Innsbruck bzw. Weerberg.
Alter: 68; Geriet unter einem mit Heu beladenen Wagen und wurde überrollt.
Alter: 61; War stadtbekannte Persönlichkeit, trug Lumpen, war geizig, aber sehr reich. Wohnte in Amras Nr. 20 (Zwanzgerghäusl). Wohnung vermüllt und voll Ungeziefer. Wurde geknebelt und erstickte daran. Besaß 2 Häuser und ca. 80.000K Vermögen. Bettelte ihren Unterhalt allerdings zusammen. Diagnostizierter Raubmord. Zur Klärung der Tat wurde auch ein Polizeihund eingesetzt. Schwurgerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 8.3.1915 ff: Angeklagte sind Peter Paul Gebhart (30 Jahre), Heinrich Rofner (20 Jahre) und Johann Höpperger (40 Jahre). Hatten zusätzlich noch zahlreiche Straftaten. Todesstrafen für Rofner und Gebhard durch Erhängen, Höpperger bekam 12 Jahre verschärften Kerkers.
Alter: 46; Sägereiarbeiter aus Hopfgarten. Geriet im alkoholisierten Zustand in die Windauer Ache.
Alter: 48; k.k. Finanzwach-Oberrespizient im Zollamt Innsbruck. Wollte im Hauptbahnhof zwischen Güterwaggons die Geleise überqueren. Bemerkte nicht Verschub und geriet zwischen die Puffer zweier Waggons.
Alter: 52; Gasgeruch drang aus ihrer Wohnung. Muss vergessen haben, den Hahn zu schließen.
Alter: 38; Hadernsammler, unterstandslos, erhängte sich im Arrest. Wurde kurz vorher dort eingeliefert.
Alter: 33; Bauerntochter, fiel am 6.9. vom Birnbaum und starb 2 Tage später an den schweren Rückenverletzungen.