Alter: 28; Hausierer aus Kitzbühel. War am Weg von Brandenberg und stürzte über eine Felswand ab. Seine Leiche am 21.5. gefunden.
Beschwerdeschrift der Sonnenburg ischen Gerichtsobrigkeit gegen die alten Stiftsrechte der Waldaufstiftung.
Alter: 22; Sohn eines Spenglermeisters, bzw. Kontorist unternahmen eine Klettertour auf den Roßkopf. Kamen ins Rutschen und stürzten ca. 80m ins Kälberkar ab, wobei das Seil riss. Schwierige Bergung.
Alter: 1.5; Mutter, Schuhmachergattin, verließ die Wohnung und überließ die Aufsicht dem 9-jährigen Bruder. Der war beim Abwaschen, wobei das Mädchen einen Kübel mit heißem Wasser umstieß. Starb einen Tag später im Krankenhaus an den schweren Brandwunden. Gerichtsverhandlung gegen die Mutter Elise am 19.8.1936 wegen fahrlässiger Tötung. Gab anscheinend ihrem Sohn nicht den Auftrag zur Tellerwäsche. Dieser wollte wegen des Muttertages eine gute Tat machen. Fand die Zündhölzchen und machte Feuer um das Wasser zu erhitzen. Urteil: 1 Woche strenger Arrest.
Alter: 75; Stürzte beim Wäschewaschen in die Pitztaler Ache und wurde fortgetrieben. Ihre Leiche wurde 2km weiter geborgen.
Alter: 17; War auf einer Bergwiese mit Räumarbeiten beschäftigt. Stürzte dabei über 200m tief ab und erlitt tödliche Kopfverletzungen.
Alter: 54; Fabrikant aus Vorarlberg. Wurde von einem Schnellzug überfahren. Selbstmord nicht ausgeschlossen.
Alter: 63; Kleinrentner, ohne festen Wohnsitz. Starb nach einer Überdosis von Schlafmitteln.
Alter: [unklar]; Bundesbahnpensionist. Stürzte sich in den Inn und wurde fortgetrieben. Leiche konnte nicht gefunden werden.
Alter: [unklar]; Unbekannter Mann setzte sich auf das Geländer der Brücke über den Höttinger Bach und gab 2 Schüsse gegen sich ab. Stürzte anschließend in den Bach und wurde in den Inn getragen, wo er in den Fluten verschwand.
Alter: 20; War gerade dabei mit anderen Bauernknechten, Vieh auf die Weide zu treiben. Wurde in der Nähe von Oberhofen von einem Blitz getroffen und auf der Stelle getötet (Sogar 2x am gleichen Tag erwähnt!).
Alter: 24; Bus der Landeslehranstalt Rotholz fuhr mit 25 Schülern vom Arlbergpass herab. Durch einen Defekt versagten die Bremsen und das Auto begann Fahrt aufzunehmen. Fahrer lenkte es an die Seite, wobei es umkippte. Die meisten Insassen konnten abspringen oder wurden herausgeschleudert. Lediglich das Opfer erlitt lebensgefährliche Verletzungen, an denen es im Zamser Spital einen Tag später erlag. War Schüler der Anstalt und stammte aus Götzens. Bei der Fahrt nach Zams gab es zusätzlich 2 Unfälle von Rettungsautos. Ein LKW brachte 7 Verletzte nach Zams und stieß in Landeck mit einem Motorradfahrer aus Prutz zusammen. Dieser erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen und wurde ebenfalls nach Zams gebracht. Gerichtsverhandlung gegen den Fahrer Alois Hoflacher am 29.1.37 (Vertagung) und am 19.5.38. Wurde freigesprochen
Alter: 24; Eisenbahnassistent aus Bayern, finanzielle Probleme. Erschoss sich in seiner Wohnung.
Matthias Haas auf Frangör im Stubai stellt der Waldaufstiftung einen Revers über den halben Frangörhof im Stubai aus, den er von seinem Vater Stefan Haas übernommen hat.
Siegler: Jakob Abpfalter, Stadtrichter von Hall Siegelbitte: Georg Stumpeck, Stadtschreibereibereidiener
Zeugen: Christof Grueber, Drechsler und Bürger von Hall; Anton Wollan, Stadtschreibereibedienter
Alter: 61; Bauer aus Oberau. Dürfte am Heimweg von Wörgl über den Wilschönauerberg in der Nacht vom Weg abgekommen sein und stürzte ab.
Alter: 42; Arbeitsloser Architekt aus Villach. Vor Gästen eines Wirtshauses rühmte er sich, als guter Schwimmer den Inn überqueren zu können. Beim Versuch verschwand er in den Fluten.
Alter: 13; Spielte mit einem Kollegen beim Schießstand. Fiel über einen Damm, ein nachkollernder Stein traf ihn am Bauch und verletzte ihn tödlich.
Alter: 6; Sohn des Mautpächters. Spielte in der Nähe des Baches. Wurde von der Strömung erfasst und fortgeschwemmt. Konnte nur mehr tot vor dem Elektrizitätswerk geborgen werden.
Alter: 68; Rentnerin, schwermütig. Erhängte sich in ihrer Wohnung.
Alter: 71; Besitzer des Gasthofes „Hellbrunn“. Dürfte in der Nacht am Heimweg von einem Geschäftsgang in Hopfgarten in die Kelchsauer Ache geraten sein. Seine Leiche wurde aus der Brixentaler Ache geborgen.
Alter: 35; Weibliche Leiche wurde aus der Sill geborgen und identifiziert. War die Gattin eines Zugsrevisors. Hatte familiäre Probleme und stürzte sich in der Nähe der Sillhöfe in den Fluss.
Alter: 55; Hilfsarbeiter aus Schwendberg. Erhängte sich in einem Stadel. Die Leiche wurde ins Anatomische Institut nach Innsbruck überführt.
Alter: 10; 4 Burschen badeten im Inn. Sie wagten sich zu weit in die Strömung und wurden fortgetrieben. 3 konnten gerettet werden, der Sohn eines Schuhmachers wurde zu spät aus dem Wasser gezogen.
Alter: 23; Friseurgehilfe mit Beziehungsproblemen. Erschoss sich in seinem Zimmer.
Für die über 60 Jahre alte Anna KÖ11, welche bei Gregor Lotter sberg er am Lottersberg untergeben war, legen ihre Beiständer Gregor Lottersberger und Thomas Preßlaber als Beiständer für die Zeit ab 11. Juni 1728 Rechnung. Das vorhandene Vermögen von 383 Gulden 46 kr ist bei genannten Schuldnern veranlagt, woraus sich 26 Gulden 30 kr Zinsen ergeben, An Ausgaben sind die Schenkung von 170 Gulden vom 18. Juni 1729 an Gregor Lottersberger sowie kleinere Posten ausgewiesen. Die Rechnung wird von den Erbsinteressenten Gregor und Urban Köll als unbedenklich befunden, weshalb die Beiständer von der Obrigkeit aus ihrer Pflicht entlassen werden. Der Vermögensrest wird den rechtmäßigen Erben somit zugeteilt. Siegler: Wolfgang Adam Lasser, Pfleger zu Windischma trei
Kuranstalt Obladis
Protokoll über die gemeinsame Sitzung der Gemeindevertretungen Flirsch und Schnann betreffs der kirchlichen Trennung der Kaplanei Schnann von der Pfarre Flirsch, mit Aufzählung der anwesenden Personen und Bestätigung über die finanzielle Übereinkunft bzw. dass es zukünftig keine finanzielle Verbindlichkeiten mehr geben werde, "ab dem Zeitpunkte der formellen Errichtung der Pfarre Schnann" (diese Passage rot unterstrichen). Unterschrieben von Pfarrer Obholzer sowie den Gemeindevertretern Franz Jenewein. [Lukas] Schönach und Franz Geiger. Stempel der Pfarre Flirsch und der Gemeinde Flirsch.
UntitledKaiser Karl VI. bekundet, dass die Viertier der Herrschaft Kizpichl als Kläger ihn ersuchten, gegen genannte Inhaber des Pfandgerichts und insbesondere gegen die o.ö. Hofkammer als Beklagte wegen des außer Landes verkauften Viehs und Käses, das schon in der Urkunde vom 5. Jän. 1667 dokumentierte Kaufrecht durch Insert neuerlich zu bestätigen, da dieser Vertrag 1711 verloren gegangen war. Dieser Vergleich ist bei der o.ö. Regierungsregistratur im Band 39 der Causae Domini fol. 34 dokumentiert (vgl. Urk. Nr. 70) und hier wörtlich wiedergegeben. Siegler: Kaiser Karl mit Unterschrift
Sammelposition: Zirkular über Gebühren- und Taxenbestätigung, Fragen zur statistischen Erhebung in der Schranne Ebbs, Requirierungsauftrag an das Ausschussmitglied Alois Feiler zu Niederndorf, Erhebung der Haushalte in Niederndorf, Fahndung nach desertierten Soldaten, Anordnung zur Unterstützung des Geodäten, Zirkular zur Feuerstättenerhebung, Gesuch Alois Fellers um Wiederbestellung als Ausschussmitglied, Aufruf zum Festungsbau in Kufstein, gerichtlicher Aufruf zum Frondienst am Festungsbau in Kufstein.
Kaiser Josef belehnt anläßlich des Todes seines Vaters Kaiser Leopold I. auf Bitte der Gemeindsleute zu Praitewang und Reitte deren Mitbürger und Lehensträger Waldmeister Johannes Zwerger (vgl. Nr. 113) neuerlich mit Wun, Weid und Berg, genannt Harlander und Ligveist. Siegler: Der Aussteller
Michael Traxl, Dorfvogt, Matthias Greil, Anton Lins, Josef Recheis und Martin Tscheider als Gemeindevierer, weiters Christian Rudig, Josef Nneuer, Johannes Zanger! und Josef Maueis, Gastgeborenezu Zams, als Gemeindeausschuß bekennen namens der Gemeinde Zams, daß sie von David Gramaiser, Gastgeborenein Lasalt, für die Errichtung der Brücke und andere Gemeindeobliegenheiten 1.000 Gulden bar aufgeliehen haben. Sie verpflichten sich das aushaftende Kapital jährlich mit 4 % zu verzinsen und in zwei Raten zu 500 Gulden zurückzuzahlen bei Verpfändung aller Güter und Kapitalien der Gemeinde. Siegler: Johann Josef Stöckli! von Gerburg, Dr. jur. Lic., Pfleger der Herrschaft Landeck Siegelbitte-Anlobung bei: Johann Holer, Gastgeborenezu Zams Zeugen: Josef Winkler, Anwalt und Gastgeborenezu Karres, An ton Zangerl, Feldscherer zu Zams
Die Bürgermeister, Amtleute, Gerichtsverpflichteten und sämtliche Untertanen des Gerichts Vils reichen beim Pfleger eine Bittschrift um Befreiung von der Kriegssteuer ein. Durch die Teuerung sei man ohnehin belastet. Auch müsse man von anderen Orten Getreide zukaufen, da durch Unwetter Mißernten folgten und die Selbstversorgung kaum für ein Vierteljahr reiche. Die Untertanen sind so hoch verschuldet, daß sie kaum noch die Zinsen zahlen können. Die Bestandszinse an die Herrschaft betragen über 1.000 Gulden obwohl im ganzen Gericht nur 121 Häuser bestehen. Da die wenigen eigenen Grundstücke, Häuser, ja sogar Mobilien hypothekarisch belastet sind und auch keine Hoffnung zur Tilgung besteht, könne man sie nicht noch mit einer Kriegssteuer belasten.
Alter: 41; Verunglückte tödlich beim Ziegenhüten.
Bruder Johannes Zehentner, derzeit Prior des Augustinerklosters zu Ratenberg, bekundet, dass Frau Anna Pabinger, Witwe nach Hans Pabinger, einen ewigen Jahr tag gestiftet hat. Der Jahrtag soll für ihre verstorbenen Ehemänner Hans Pabinger und Jörg Haydenreich, ihren Vater Peter Pranntsteter, ihre Mutter Elisabeth und alle ihre Geschwister gehalten werden. Dazu übereignet sie zwei freieigene Äcker ober der Leonhardskirche namens Langpeunt, die eine Gült von fünf lb Berner erbringen. Davon sind Wachs, Armenessen und der Schaffer zu finanzieren. Siegler: Priorats- und Konventssiegel
Caspar, Burggraf zu Lienz und zum Lueg, Erbmarschall zu Görcz, verleiht dem Spitalmeister Liennhartt Roch1inger zu Lienz ein Arl Acker hinter der St. Michels-Kirche gelegen und den Spitzacker unter Schloß Prugk, den die Ahnen des Burggrafen zu Lehen gehabt haben. Siegler: selbst
Erherzog (sic!) Ernst und Herzog Friedrich schließen für fünf Jahre folgende Übereinkunft: 1) Alle bisherigen Teiluns;svereinbarungen verlieren ihre Gültigkeit. 2) Alle Einkünfte werden durch emen Sechserrat, zu welchem jeder seine Räte entsenden soll, geteilt. 3) Alle Burgen und Schlösser sollen nur in gegenseitigem Einvernehmen vergeben werden. 4) Herzog Friedrich übergibt Erzherzog Ernst die Festungen Rottenburg, Hertenberg und Ehrenberg mit allem, was dazu gehört. Friedrich erhält dafür Bruck an der Leitha, 'Stuchsenstain' und 'Krumpach'. Anstelle von Bruck kann auch 'Schwerffenberg' bzw. anstelle von 'Krumpach' auch 'Ortt' übergeben werden. Sollte jedoch wieder eine Länderteilung eintreten, fallen alle Besitzungen an den ursprünglichen Besitzer zurück. 5) 'Stuchsenstain' bzw. Hertenberg sind als Heiratsgut der Gemahlinnen der Herzöge verschrieben und die dortigen Burggrafen sollen die diesbezüglichen Verträge einhalten. 6) Jeder Vertragspartner hat das Recht des freien Zutritts in die Städte und Burgen des Vertragspartners. 7) Im Falle des Todes eines Vertragspartners ohne Erben fallen dessen Besitzungen dem Uberlebenden zu. 8) Dieser Vertrag läuft nach fünf Jahren weiter, außer wenn er ein halbes Jahr zuvor gekündigt worden ist. Vermittler dieses Vertrages waren Herzog Ludwig von Bayern und der Erzbischof von Salzburg.;
Siegler: Erzherzog Ernst, Herzog Friedrich
Protokoll zum Kässonntag.
Musterformular, wie die in der Gerichtsamtmannschaft steuerbaren Personen für die Extraordinaristeuer zu beschreiben sind. Es gibt ca. 3000 Personen, die ein Vermögen ab 2000 Gulden haben dürften und folglich der ersten Steuerklasse angehören. Unter 2000 Gulden Vermögen gehören sie der zweiten Klasse an, und unter 1000 Gulden zur dritten Klasse. Von der Not- und Standsteuer sind nur die Almosenempfänger und Kinder unter 8 Jahren ausgenommen.
Jeremias Joess, Georg Wörl, Hans Mayr, Bürger des Rats, Balthasar Joess, Hans Mages genannt Spiss, Hans Kimele, Hans Perchtolt, Belasy Walthart, sämtlichte Bürger und Hans Hamerle und Hans Krismer, Inwohner zu Imst, sichern dem Grundherrn Bernhard Leopold von Schwarzenhorn zusammen jährlich einen Grundzins von 4 Gulden 24 kr an Geld und verschiedenen Abgaben an Naturalien von den benannten erkauften Gründen in der Gegend von Imst. Siegler: Elias Gfasser, Pflegsverwalter und Gerichtsschreiber zu Imst Zeugen: Hans Pratperger und Jakob Tötl, Bürger zu Imst
Einholung von Stellungnahmen betreffend das Ansuchen des Christoph Hiennerspichler um die Metzgerei des Thomas Stainer, welche Metzgermeister Josef Soyer als Bestandsmann innehatte. Mit ausführlicher Stellungnahme der beiden Fleischbankmetzger im Markt Hopfgarten, des Andrä Kleinsorg und des Josef Innesamb, samt Ablehnungsbescheid des Hofrates.