Lienhard Mosprugger, Richter zu Laudegg (Pfleger Veit von Wehingen), nimmt in Bruz auf Bitte der Prokuratoren Georg Gotsch und Kaspar Zenngerli, beide von Venndls, eine Kundschaft zu Protokoll, um gegen die Scheinboten Jakob Gantewein und Hans Tenngl von Bruz, und gegen die Scheinboten Wolfgang Nigg, Hans Roch und Kaspar Weinhart, alle von Kauns, aussagen zu lassen. Hans Wolf sagt aus, daß er bei Kaspar Maß zu Kauns Hirte gewesen sei. Dieser habe ihm gesagt, er soll in St. Pettersbach in die Mais fahren und nicht mit dem Vieh herunten bleiben, damit es keinen Hunger leide, denn die Venndler fressen ihn nicht. Die von Venndls haben sich oft über Bruz und Kauns beschwert, weil man sie überfahre Siegler: Lienhard Mosprugger Beisitzer: Mark höret von Serfauß, Kaspar Prantvogt von Füss und Martin Pauman von Ried
Alter: 25; Wurde durch einen Schuss in den Kopf getötet. Mord, Selbstmord?
Quittungen, Statuten, Protokolle , Schreiben von und an die Bezirksbehörden und der Statthalterei hinsichtlich Finanzgebarung und Förderungen etc.
Sans titreAlter: 17; Telegrafenarbeiter aus Cavalese. Ertrank in der Schwimmschule.
Alter: 7; Knabe versuchte zu seiner Mutter zu gelangen, die am Bahndamm arbeitete. Schaffte dies vor dem heranfahrenden Zug aber nicht mehr.
Alter: 22; Wurde von einem Pferd in den Unterleib getreten. Stammte aus Böhmen.
Alter: 33; Sekretär aus München. Starb nach einem Absturz im Gebirge. Seine Leiche wurde nach Garmisch überführt.
Alter: 20; Kaiserjäger, verletzte sich schwer bei einem Schussunfall in Nösslach. Starb im Spital in Innsbruck.
Alter: 6; Spielte auf den Treppen zum Inn. Verlor das Gleichgewicht und stürzte in die Fluten. Leiche konnte nicht gefunden werden.
Alter: 18; Infanterist aus Ungarn. Tod durch Erschießen.
Alter: 13; Tochter eines Straßenräumers aus Rattenberg. War bei einem Bauern in Wörgl in Dienst. Stürzte durch das Futterloch in den Stall. Wurde ins Wörgler Krankenhaus verlegt. Zuerst Besserung, dann plötzlicher Tod.
Alter: 5.5; Fiel beim Spielen in den Werkskanal der Kundler Ache und ertrank dort.
Alter: 38; Wollte am Haus seines Arbeitgebers das Dach reparieren. Geriet in den Starkstrom und wurde sofort getötet.
Namensliste über eingehobene Sitzgelder von Josef Haselwanter, Andrä Partol, Johannes Partol, Christina Minir (?), Josef Stapf, Bartlniä Stapf, Johannes Mösler, Lorenz Kopf, Paul Auer, Christian Mairs Witwe, Anton Jeich, Georg Schlater, Martin Unsinn, Franz Kopf, Christian Platner, Franz Gstir, Paul Kirschners Witwe, Jenewein Finier, Johannes Schueller, Andrä Lechleitner, Theresia Putz, Theresia Mang und Sebastian Bhart.
Stellungnahme der Stadt Hall be züglich des Tafelbades im Sellrain (vgl. Urk. Nr. 793): Das Wildbad hat jährlich 12 Kreuzer der Waldaufstifiung zu zinsen sowie 3 Kreuzer Ehrung. 1606-1608 ist dies aber unterblieben. 1609 wollte Hans Oberauer den ausständigen Zins begleichen und wu-de dabei befragt, warum dies unterblieben ist. Oberauer rechtfertigte sich damit, daß er erst vor zwei Jahren das Bad gekauft hatte und den Grund nicht kenne, weshalb die Vorhesitzer den Grundzins schuldig geboreneieben sind. Er und die Vorbesitzer wurden nun neuerlich - binnen 14 Tagen - geladen, um die entsprechenden Urkunden über den Verkauf vorzulegen. Beide sind aber nicht erschienen.
Urbar des Gotteshauses und Spitals zu Lienz für das Jahr 1550.