Stellungnahme der Oberkollser gegen die Nachbarn zu Anras und Rain wegen des Weidestreits auf der Anraser Alm. Mit emotional gefärbten Argumenten widersprechen die Oberkollser den Einwänden und Zeugenaussagen (siehe Nr. 74). nehmen zu den strittigen Punkten Stellung und ergehen sich in formaljuridischen Spitzfindigkeiten. Die Gegenkundschaften der Anraser Zeugen werden in Frage gestellt. Ihr alter Viehhirte Bartlmä Oberthaller habe nicht auf die angestammten Weiderechte verzichtet, sondern sei nur dem ungeschlachten Anraser Ochsenhirten Michael Weiller gewichen. Die Vertreibung der Kühe erfolgte, um sie von den Ochsen zu trennen, und nicht weil Weiderechte verletzt wurden. Der eigene Auftrieb sei durch viele bezeugt und den Anrasern sicher nicht entgangen. Weillier sei nur angestiftet worden, das Kollser Vieh zu vertreiben.
Landesverteidigungsmaßnahmen
Zams und Angedair vergleichen sich nach 75jäh tigern Weidestreit auf Patsc.heid (vgl. Ctde.-Archiv Latidcck Nr. 27). Die Einhaltung des Vergleichs geloben für Zants: Johann Zircher, Dorfvogt, Anton Schimpfössl als Gewalthaber, Daniel Nagl und Kaspar Vischer als Führer, Christian Wächter, Georg Zobl sen., und Christoph Tschott, Wirt und Gastgeborene für Angedair (Angadayr): Johann Linnser, Christian Greiter, Johann Weinzirl, Andrä Prantl, Domanig Tasch, Johann Troger, Jakob Raggl und Anton Prantauer. Zeugen und Mittelsleut: Josef Lannderer, Gerichtsverpflichteter zu Perfuchs, Josef Schneller, Gastgeborenezu Fließ, Roman Heis zu Perjen und Gerichtsschreiber Martin Jais. Siegler: Josef Anton Spergser von Grünberg, Pfleger der Herrschaft Landeck
Abrechnung über das Niederlagsgeld und Weggeld mit dem Bürgermeister Gotthard Wörle für das 3. und 4 Quartal. Die Einnahmen ergeben für die 1621 Salzfässer in 2 Quartalen 127 Gulden 59 V, kr und die Ausgaben 111 Gulden
Sammelakten betr. Verpflegung des Kriegsvolkes und Versorgung des Musterplatzes in Kuefstain 1603, Steuerklagen der Reither Gutsinhaber 1642, Spesenrechnung für die Wachtsoldaten im Jochperg 1679/80, Neuanpassung der Universalsteuerbereitung für das Jochperger Viertel 1680, Steuerbereitung für das Reither Viertel 1680, Mandat zur Einquartierung der Rekruten 1681, Information über die Durchführung der Steuerbereitung 1684, Aufteilung der Ordinaristeuer für das Oberhäuser, Kochinger, Auracher, Hentaler und Haslwanter Werchat 1685.
Sammelakt betr. Waldexzesse, Strafverhandlungen der 13 Güterinhaber, Zeugenaussagen betr. Jochbergwald, Gemeinderechte zur Schneeflucht, Gerichtskostenverzeichnis usw.
Klemens Sandtner, Bevollmächtigter des Landgerichts und der Stadt Kizpichl, quittiert den Restbetrag von 2052 Gulden 54 kr für das im Jahr 1659 einquartierte Yltische Soldatenregiment.
Hans Parttl, Bürger zu Ratenberg, und seine Ehefrau Magdalena verschreiben der Bruderschaft zu Ratenberg in der Virgiliuskirche 6 kr ewiges Geld und jährliche Gült von ihrem eigenen Steingaden, der oben auf dem Keller am Berg nächst der Friedhofstiege hegt, und verkaufen der Bruderschaft eine weitere Gült von 18 kr von besagtem Steingaden, was die Summe von 2 lb Berner ergibt. Siegler: Hans Leichtner, Richter zu Ratenberg Zeugen: Ulrich Wyser, Friedrich Stempffer, Vitalius Pösser, Schulmeister zu Ratenberg
Lawenser Sennhüttenbauplan
Abkommen zwischen Fendels und Ried (Dorfvogt Leopold Lauggers) wegen Markung auf dem Schrofen.
Lhomas Winckhler zu Mortenaw im unteren Lechtal und seine Ehefrau Anna Singer (Anweiser: Christian Singer) verkaufen dem jetzigen Kirchpropst des St. Anna-Gotteshauses zu Reuty Martin Herkhomer (vormals Peter Schraz) einen zu St. Galli fälligen Zins von 1 Gulden 30 kr, welcher auf ihrem eigenen Acker und ihren zwei Gärten liegt. Der sogenannte Spitzacker grenzt im Osten an den Brunnen, im Süden die Gemeindetränke, im Westen und Norden an Martin Sepp. Der Kaufpreis für die Gülte beträgt 30 Gulden welche zuvor von dem Negeli aus Faiderschein zu verzinsen war. 10 Gulden Hatten die Verkäufer von den Kirchpröpsten bereits geliehen bekommen. Siegler: Hans Eyler, Richter zu Emnberg Zeugen: Georg Frannckh, Salzfaktor, Hans Mair, genannt Ärlinger, und Oswald Raminger, Kommesser, alle zu Reuti
Erzherzog Ferdinand von Österreich bestätigt den Bürgern und Inwohnern von Imst, das ihnen von Kaiser Maximilian anno 1493 (Montag vor Sonntag Invocavit) verliehene Privileg der Zoll- und Weggeldeinhebung wegen der Einhaltung der Landstraße am GschnäiUenfiof (Schnellberg) unter 'Imidspruck bei dem Pigerhof' am Inn. Siegler: Erzherzog Ferdinand
Auf Verlangen der Gemeinde Lehn wird mit Wengle vereinbart, daß in der sog. See- oder Melkalpe die zwei Seherin von Lehn alleine erbaut und erhalten werden. Dafür ist Wengle bereit, daß sie ihren Seherin ebenfalls selbst baut, erhaltet und benützt. Unterschriften: Jakob Zotz, Josef Schretter, Johann Peter Vögele, Jakob Ritt, Josef Anton Schatz, Franz Anton Sprenger, Johann Georg Zotz, Michael Griesser und Franz Karl Zotz
Gemeinderechnung des Martin Beintner
Ein über das Drittel Holzgau angelegtes Steuerprotokoll, welches laufend alle Veränderungen festhält. Unter den Namen der alten Besitzer werden die Ausbrüche dem neuen Besitzer zugeschrieben und die anteiligen Steuertaxen ausgewiesen. Auch Korrekturen irriger Taxierungen werden vermerkt.
Bestätigungen für die Vergütung entstandener Requirierungsschäden und Quittungen über erfolgte Viehlieferungen für bayerische Soldaten.
Mittels Hofdekret werden alle Satzungen bezüglich Kälbernes, Lammfleisch, Schlaf- und Schweinefleisch aufgehoben.
Im Gasthaus des Andrä Aufschnaiter hält der Vorsitzende und landesfürstliche Kommissär Georg Rendl, Stadt- und Landrichter zu Kufstein, eine Tagsatzung im Streit um die Stroh zwischen Sebastian Knoll im Lanthal und der Nachbarschaft zu Liesfelden. Er verfügt nach Übernahme der gegnerischen Schriftsätze, dass beide Teile binnen Monatsfrist am 8. Aug. morgens um 7 Uhr am gleichen Ort wieder vorgeladen werden. Es folgt die Gegenklage des Sebastian Knoll. Siegler: Der Aussteller
Schuldabtretung für Matthias Hausberger, Bauer in Oberau, von Peter Moser, auf Josef Fuchs, Bauer beim Perauer in Oberau, über 113 fl. Siegler: Gerichtsstempel und Unterschrift
Chunrad jun. und Katharina . Haidner von Zirl verkaufen mit Zustimmung des Vogtes Ulrich von Matsch und Graf zu Kirchberg dem Chunrat dem Graentner, Bürger zu Hall, 12 Pfund Berner Jährlichen Zins von drei Mannmahd in Zirl in der Aschau, von einem Stadl zu Zirl beim Friedhof und von der Niederlage von drei Wagen.;
Siegler:
Zeugen: Ulrich von Matsch Hans Sygwein, Ulrich Nuecz, Bürger von Hall, Chunrad der Flekhel von Wattens
Alter: 48; Arbeiter aus Göflan. Verunglückte beim Straßenbau in Finstermünz.
Baubeschreibung, Kostenrechnun und behördlicher Bescheid g, Pläne für den Neubau der Volksschule in Flirsch.
Sans titreAbbitte des Matthias Orthner, Bader, gegen den Bürgermeister Johann Syberer und die ganze Bürgerschaft von Hopfgarten, weil er diese als Hunde- und Katzenfänger bezeichnet hat.
Johann Kirsch ne r quittiert, für die Gemeinde Angedair nach erfolgter Abrechnung mit dem ehemaligen Dorfvogt Gail Probst vom 16. November 1795 an Kapital und Zinsen 359 Gulden 40 kr zu schulden. Diesen Betrag erhält Kirschner nunmehr vom dermaligen Dorfvogt Ferdinand Josef Partoll im Namen der Gemeinde bar unter heutigem Datum, was hiemit quittiert wird.
Die Gewalthaber der Gemeinde Pruz beantragen bei Gericht die Eintreibung der Unkosten samt Zinsen von 53 Gulden 11 kr aus dem Rechtsstreit mit Vendls. Worauf Pfleger Philipp Andrä Sterzinger die Gewalthaber Reichart Pult, Michael Heiseier und Jakob Schlapp zur Zahlung binnen 14 Tagen bei sonstiger Exekution auffordert.