Kodex XII: Einschreibbuch für Dominikus Marberger. Auf den ersten 18 Seiten (Register A-T) sind Verzeichnisse von Jahresausgaben 1829, Geburtseinträge der Familienmitglieder 1836 - 1849, Rezepturen, Schuldenverzeichnisse, Holzausgaben, Handel mit Fleischwaren, Darlehen usw. Die letzten 20 beschriebenen Seiten betreffen Zinstermine ab 1869, Viehkäufe ab 1848 und Darlehen samt Tilgungsvermerken.
Kodex XI: Einschreibbuch der Hochzeiten für Margreth Kruckenhauser, Wirtin auf dem Keller in der Oberau. Die Hochzeiten von Johann Stainer, Draubach, Johannnes Unterberger zu Asten, Bartlmä Unterberger, Lehrer in Auffach, Georg Hollrieder zu Vorlehner usw. werden mit allen Kosten für Pfarrer, Mesner, Jungfrauen, Spiellleute, Kirchengeiger, Gerichtsdiener, Roßknecht usw. dokumentiert. Es folgen Verzeichnisse über Spareinlagen und Zinsregister.
Kodex X: Buchfülirung des Dominikus Marberger über Ausgaben an seine Knechte und Dirnen, über tägliche Einkäufe und Verkäufe von Vieh, chronologische Verzeichnisse der täglichen Einnahmen und Ausgaben, der jährlichen Schuldenausstände und der täglichen Umsätze.
Kodex IX: Schuldenbuch der Kurrentposten für Dominikus Marberger, Wirt und Gastgeber auf dem Keller in der Obern Wildschenau (vgl. oben Nr. 77 - 84)
Kodex VIII: Schuldenbuch des Wirtes auf dem Keller über die Schulden seiner Gäste nach Konsumation von Speisen und Getränken (vgl. oben Nr. 77-83).
Kodex VII: Schuldenbuch (Corent-Schulden-Buch) der Familie Marberger, Wirt auf dem Keller in Oberau (vgl. oben Nr. 77 - 82).
Kodex VI: Schuldenbuch (Corent-Schulden-Buch) der Familie Marberger beim Kellerwirt (vgl. oben Nr. 77-81)
Kodex V: Schuldenbuch des Kellerwirts in Oberau (Corent-Schuldbuch) über konsumierte Speisen und Getränke seiner Gäste (vgl. oben Nr. 77 - 80). Für jede Familie wird anlässlich der ersten Konsumation eine eigene Seite eröffnet, worauf alle Familienfeste von der Kindstaufe bis zum Leichenbegängnis dokumentiert sind.
Kodex IV: Schuldenbuch der Familie Marberger, Gastwirt auf dem Keller in Oberau, über die Konsumationsschulden der Gäste (vgl. oben Nr. 77 - 79).
Kodex III: Marbergers Aufschreibbuch über die Schulden anlässlich der Konsumation seiner Gäste im Wirtshaus auf dem Keller in Oberau (vgl. oben Nr. 77 und 78).
Kodex II: Aufschreibbuch des Kellerwirts in Oberau über seine Schuldner und deren Konsumation an Speisen und Getränken (vgl. oben Nr. 77).
Kodex I: Aufschreibbuch des Kellerwirts über die bei ihm konsumierten Speisen und Getränke anlässlich von Begräbnissen, Hochzeiten usw. Die detaillierten Rechnungen werden jahrweise für jeden Schuldner zusammengefasst und abgerechnet. Für jeden Gast, der bei ihm in der Kreide steht, wird ein eigenes Blatt eröffnet, das über mehrere Jahre fortgeführt und dann getilgt wird. Aus dem vorangestellten Register geht hervor, dass z. B. für Schulmeister Peter Stumpf, Hans Perauer oder Hans Puterstainer immer weitere Seiten für ihre Konsumationsschulden eröffnet wurden.
Josef Sandbichler und Maria Sommer er beim Keller stellen den Antrag auf Purifikation ihrer Weiderechte auf der Alpe Niederkaser und Talfer, welche als Servitute sub. fol. 1094 im Verfachbuch Rattenberg einverleibt werden, weiters eine Waldung in der Sommerweide und im Hochberg sub fol. 1019.
Jakob Andrä, Wirt zu Pinnersdorf, stellt das Ansuchen zur Eigentumsanmeldung der Alpe Tiefenthal samt der darin befindlichen Asten und Waldungen. Siegler: Berg- und Salinendirektion Hall
Abhandlung der am 16. Feber 1846 verstorbenen Ursula Schneider, beim Kellerwirt in Oberau wohnhaft. Einzige Erbin ist die Schwester Susanna Schneider. Nach den Legaten an Maria und Josef Sandbichler verbleibt noch ein Nachlass von 827 fl.
Schuldurkunde für Alois Praxmarer, Wirtssohn in Reith, von Jakob Lindhammer, Bauer am Hochfeldgütl zu Angerberg.
Vermögensliquidation und Abhandlung nach dem am 11. Aug 1844 verstorbenen Matthias Schneider. Erbberechtigt sind die Schwestern Ursula und Susanne, die sich den Reinnachlass von 3525 fl mit dem Legatar Josef Sandbichler teilen.
Abhandlung nach der ledigen Inwohnerin Anna Schneider im Denggenhaus. Erbberechtigt sind die Geschwister Susanna, Ursula und Matthias Schneider, doch wird das Erbe von 150 fl den beiden Schwestern eingeräumt.
Schuldabtretung für die Bruderlade des Messingwerks Achenrain von Nikolaus, Ursula und Maria Hamberger auf Johann Madersbacher am Achenrain über 300 fl. Siegler: Gerichsstempel und Unterschrift
Schuldabtretung für Matthias Hausberger, Bauer in Oberau, von Peter Moser, auf Josef Fuchs, Bauer beim Perauer in Oberau, über 113 fl. Siegler: Gerichtsstempel und Unterschrift
Schuldbrief für Josef Sandbichler, Kellererwirt in Oberau, von Johann Steiner, Bauer zu Traubach in Oberau, über 50 fl. Siegler: Gerichtsstempel und Unterschrift
Josef Sandbichler schreibt an die Gebrüder Schießer in Kaltem wegen einer Geldüberweisung durch den Fuhrmann und einer Branntweinbestellung.
Tauschveitrag. Jakob Andree Walch zu Kirchbichl überlässt dem Balthasar Berger zu Hörbrunn und dem Gabriel Riedmann zu Hopfgarten 54 Alpgräser auf Dostalp und erhält dafür die 76 Gräser Thiefental zu genannten Bedingungen. Zeugen: Johann Repperschne
Schuldurkunde für Matthias Schneider beim Denggen in Oberau von Anton Jäger, Bauer beim Pillinger zu Kundl über 100 fl. Siegler: Gerichtsstempel und Unterschrift
Franziska Marberger quittiert ihrer Schwägerin Maria Summer, Wirtin auf dem Keller, dass sie auf Georgi 25 fl Kapital richtig erhalten hat.
Kaufvertrag des Jakob Spiegl, Wirt in Wörgl. Er verkauft dem Jakob Andree, Wirtssohn in Binnersdorf 80 Gräser im Langen Grund, welche er am 24. Feber 1834 erworben hat, jedoch ohne die 20 Weidegräser der Hochalpe Seefeld, zu genannten Bedingungen um 1500 fl.
Quittung von Johann Neuhauser und Notburga Margreiter, Bauersleut zu Niding in Steinberg über 125 fl an Josef Kleiener, Baumann auf dem Niederberg. Zeugen: Michael Mareher, Gemeindevorsteher
Vormundschaftsrechnung für Josef Sandbichler, derzeitiger Wirt auf dem Keller in Oberau. Nach der Vermögensteilung vom 22. Jan. 1827 ergibt sich bei der Schlussrechnung durch den Vormund Josef Praxmarer ein Aktivum von 7582 fl. Nach Rinrechnung der Zinsen, Abzug des Muttergutes und der 110 Ausgabenposten ergibt sich bei der Liquidation des Vermögens eine kleine Restschuld von 23 fl. Die Schlussrechnung wird vom Gericht überprüft und adjustiert, worauf Vormund Praxmarer aus seiner Pflicht entlassen und dem volljährig erklärten Sandbichler das gesamte Vermögen zur Wirtschaftsführung eingeräumt wird. Siegler: Amtssiegel mit Unterschrift des Landrichters Tribus Zeugen: Aktuar Kraft
Quittung für Dominikus Marberger am Keller über 179 fl von Theres Gruber, verehelichte Sandbichler. Siegler: Amtsstempel
Lehrbrief für Josef Sandbichler, Sohn des Georg S., Weinwirt von Rattenberg. Es wird bestätigt, dass er am 12. Aug 1831 zum Metzgerhandwerk vom Zunftmeister Kaspar Stadler aufgedingt wurde und die vorschriftsmäßige Zeit erlernt hat. Seine Kenntnisse wurden vom Vereinsvorsteher geprüft, weshalb er zum Gesellen freigesprochen wird. Siegler: Amtsstempel und Siegel der Zunft Zeugen: Erasmus Hueber, Georg Estermann und Kasper Stadler
Abschrift eines Tauschvertrages zwischen den Parteien der Alpe Hechenbrand und jenen der Alpe Tiefenthal im Langen Grund mit genannten Personen betreffend die Hochleger. Siegler: Unterschriften des Johann Astner, Johann Schipflinger, Matthäus Schipflinger, Jakob Fuchs und Josef Rüßbacher Zeugen: Josef Oberlindober, Josef Schroll
Notitzheft des Dominikus (?) Marberger über geliehene Geldbeträge an Georg Schellhorn, Sebastian Holrieder, Johann Steiner usw. wegen Fleisch, Branntwein, an die Botin Greder beim Denggen, Monatsabrechnungen für das Gotteshaus St. Margarethen in Oberau für Stiftmal, Opferwein, Trunk und Kost.
Wanderbuch des Josef Sandbichler, 18jähriger Metzgerlehrling von Rattenberg. Es wird ihm die Reise nach Bayern für ein Jahr genehmigt, um die Metzgerprofession zu erlernen. Vom Kreisamt Schwaz wird vermerkt, dass er militärpflichtig ist. Bereits am 27. Aug. wird vom Landgericht Kufstein die Ausreise vermerkt und die Einreise samt Gesundheitspass vom Zollamt Kiefersfelden bestätigt. Siegler: mehrere Amtsstempel
Jösef Gföller, Bauer beim Percher zu Kundl, verkauft dem Matthias Schneider am Graben in Kundl einen Acker auf der Kohlstatt (Kat. Nr. 296) um 90 fl. Siegler: Amtsstempel des Landrichters und Unterschrift
Nachvertrag mit Einantwortung zur Verlassabhandlung nach Jakob Thumer vom 11. Mai 1822, wobei eine Schuld von 250 fl des Jakob Astner anlässlich des Kaufes vom 20. Okt. 1795 an Theres Unterberger nicht verlacht wurde. Dieses Vermögen wird den Kindern des Michael Moser (Michael, Peter und Rosina Moser), sowie den Kindern der Maria Moser (Anna, Katharina, Matthias und Josef Hausberger) zu gleichen Teilen eingeantwortet. Siegler: Amtssiegel des Landrichters und Unterschrift
Zeugen: keine
Josef Rieder, Bauer beim Thoman zu Kundl, verkauft dem Matthias Schneider beim Grabner eine Wechselwiese (Kat. Nr. 345) in Gemeinschaft mit dem Wagner, welche auf der Leonhardswiese gelegen ist, um 80 fl. Siegler: Amtsstempel des Landrichters und Unterschrift
Anton Schett, Nagelschmiedmeister von Kundl, verkauft dem Matthias Schneider beim Grabner ein Stück Baugrund auf der Kohlstatt (Kat. Nr. 314) um 68 fl. Siegler: Amtsstempel des Landrichters und Unterschrift
Zwischen Matthäus Schnellrieder und dessen Gattin Notburga Klingler als Bestandverlasser einerseits und Veit Gruber, Bauernsohn von Bruck und Hafnergeselle als Bestandsannehmer anderseits kommt es zum Zehn-Jahres-Vertrag wegen Übernahme der Hafnerei zu Kundl. Siegler: Unterschrift und Landgerichtsstempel Zeugen: keine
Abhandlung nach Maria Schneider, Ingehäusin bei Matthäus Schneider, beim Grabner zu Kundl. Sie verstarb am 21. Dez. 1813 mit 78 Jahren ohne Leibeserben doch mit letztwilliger Anordnung. Das kleine Vermögen erben die drei Geschwister Matthias, Johann bzw. deren Kinder und Ruprecht, sowie die Halbgeschwister aus der zweiten Ehe der Mutter Maria Baumgartner mit Georg Kolbegger namens Maria, verehelichte Steinbacher und Ursula verwitwete Marzel,
Schneidermeisterin zu Kundl. Siegler: Johann Paul von Inama, Landrichter zu R. Zeugen: Franz Warminger, Aktuar, und Peter Gschwendner, Gerichtsausschuss
Einpfründung und Vermögensabtretung zwischen Franziska Stecher (Witwe nach Matthias Schneider sen.) und ihrem Sohn Matthias Schneider beim Grabmayr in Kundl, sowie den vier Schwestern Ursula, Anna, Maria und Susanna Schneider. Letztere werden durch den Dorfmeister Johann Blaikner, Bauer beim Krumbacher, vertreten. Siegler: Amtssiegel und Unterschrift des Landrichters von Inama Zeugen: Josef Grueber, Gerichtsausschuss, und Josef Stuelreitter
Zweitschrift zu Nr. 46 (siehe oben)
Verlassenschaftsabhandlung nach Dominikus Marberger, gewesener Seeoner Urbarpropst und Wirt auf dem Keller in der Oberau, für den Kindervormund Jakob Margreitter. Nach dem Tod am 28. März erfolgte im April die Inventarisierung doch waren die Aktiva und Passiva noch nicht abgerechnet. Der Wirt hinterlässt der Witwe Margreth Kruckenhauser die Kinder Margreth (1789), Franziska, Maria und Josef Dominikus Marberger (13. Feber 1806). Die Mobilien werden auf 3775 fl und die Liegenschaften unter Kat. Nr. 241 mit genannten Grundstücken auf 14.000 fl taxiert. Der Reinnachlass beträgt 9200 fl. Da der einzige Sohn erst ein Jahr alt ist und Tochter Maria ein Pflegefall bleibt, übernimmt die Mutter das Vermögen vorerst zum Genuss, bis die älteste Tochter Margreth das Besitzrecht übernimmt. Zwischenzeitlich hat die Witwe umfangreiche Auflagen zu erfüllen. Siegler: Amtssiegel und Unterschrift Sebastian Hechers Zeugen: Jakob Margreitter, Johann Marberger, sowie die Beiständer der Witwe Johann Kruckenhauser und Christoph Sommeregger geloben die Einhaltung
Letztwillige Anordnung des Thomas Unterberger, übergebener Bauer zu Stoka. Er verfügt, dass von dem noch nicht übergebenen Vermögen 20 fl an die Skapulierbruderschaft in der Niederau, und 30 fl an die Rosenkranzbruderschaft in der Oberau gehen. Weiters sollen 70 fl an die armen Leute in der Wildschönau und 30 fl an die Ärmsten in der Stadt Rattenberg verteilt werden. Vom vorhandenen Roggen und Weizen soll den Armen in der Wildschönau Brot gebacken werden. Weitere 100 fl stiftet er für einen neuen Himmel bei der Margrethenkirche und 10 fl für die Antoni-Kapelle in der Oberau. Für Messen werden 140 fl gestiftet. Bleibt nach diesen Legaten noch ein Rest, so gehört dies seiner Tochter Maria Unterberger. Siegler: Amtssiegel und Unterschrift des Urbargerichtsverwalters Sebastian Hechers Zeugen: Dominikus Marberger, Wirt auf dem Keller, und Balthasar Pletzacher, Bauer zu Mosen
Kauf für Matthias Schneider zu Kundl von Franz Spiegl, Traubenwirt zu Kundl, und dessen Ehefrau Maria geborene Schuster. Mit Bewilligung der Lichtenthumer Grundherrschaft verkaufen die Eheleute Spiegl von der Auerwirtstaverne dem Matthias Schneider um 640 fl die Behausung beim Grabmayr, welche zum Halblehen Vorderbichl zu Kundl gehört, und von den Eheleuten am 19. Jan. 1803 von Valentin Thaller gekauft wurde. Siegler: Karl Aschauer, Freiherr von Lichtenthum Zeugen: Franz Häußler, Berggerichtsschreiber in Brixlegg, und Franz Schluderer im Schloss Lichtenthum
Vermögensübergabe des Thomas Unterberger, Bauer zu Stoka in der Oberau, an seine Tochter Maria aus der Ehe mit Maria Schellhorn. Die Insitzerin Maria, Gattin des Peter Koch, übernimmt die Liegenschaften aus Kat. Nr. 192 mit genannten Grundstücken, welche der Vater von dessen Bruder Stefan Unterberger lt. Abhandlung vom 9. Sept. 1788 geerbt hat. Maria übernimmt auch das Muttererbe und jenes der Base Luzia Wallner inklusive Zinsen mit 1.000 fl, dafür wird der lebenslängliche Unterhalt des Vaters und der Maria Holzer (Witwe nach Stefan Unter-berger) mit genanntem Naturalaustrag gesichert. Siegler: Amtssiegel und Unterschrift des Landrichteramtsverwalters Sebastian Hecher zu R. Zeugen: Jakob Margreiter, Gerichtsausschuss, Josef Kraft, Aktuar und erster Landgerichtskanzlist zu R.
Ursula Mayr in der Wildschönau stiftet der Michaelskirche in Thierbach eine Jahresmesse zu genannten Bedingungen mit einem Stiftungskapital von 50 fl, welches bei der Tiroler Landschaft verzinst wird. Siegler: Kaplan Georg Lintner und Johann Aperger, Stadt- und Landrichter zu R., mit Ordinariatskonsens und Gubemialgenehmigung