Ulrich Payer, Bürger zu Rattenberg, und seine Ehefrau Anna verkaufen dem Brictius Egen Haus und Garten an der Ringmauer in der Stadt Rattenberg, welches zwischen dem Haus des Pogner und des Asti liegt und an die Virgiliuskirche zu Rattenberg sechseinhalb lb Berner jährlicher Gült zinst. Siegler: Virgil Plattner, Bürgermeister zu Rattenberg Zeugen: Lienhard Heller, Jakob Fux und Christian Prunner, alle Bürger zu Rattenberg, Jakob Smid und Paul Smid, beide aus der Wildschonau
Die Brüder Bartl im Moss und Christian von Erelpach in dem Allpach, und Greimold Schied, Bürger zu Ratemberg verkaufen dem Ulrich Wyser, Bürger zu Ratemberg fünf lb Berner jährliche Gült auf dem Haus des Greimold Schied in der Stadt Ratemberg, welches zwischen den Häusern des Ulrich Enttaler und des Hans Entttaler. Siegler: Jörg Schäfftlinger, Bürgermeister zu Ratemberg Zeugen: Hans Püchler aus dem Püchlach, Hans Newsl aus der Wildschonaw, Thomas Prosser, Wolfgang Fawller, beide aus dem Allpach
Elsbet Gumperlein, Witwe des Klemens Gumperlein, Bürger zu Ratemberg und die leiblichen Schwestern Anna und Margret verkaufen dem Bruder Johannes Spiess, Konventuale des Augustinerordens zu Ratemberg, und seinem Spital daselbst fünf lb Berner jährliche Gült von ihrem eigenen Haus in der Stadt zu Ratemberg um 22 lb Berner. Das Haus grenzt an des Klosters Chor und Kunz Sellawers Haus. Siegler: Bartlmä Chnoll, Bürger zu Ratemberg Zeugen: Hans Egker und Ulrich Gratt, beide Bürger zu Ratemberg, Jakob Rampl, Peter Kraintaler, Mattheis Wider von Prichlegk
Heinrich Höchnegker, Bürger zu Ratemberg und seine Ehefrau Kunigund verkaufen dem Peter Grass zu Räwtt ihr eigenes Haus in der Stadt Ratemberg zwischen Konrad Zellers und Christoph Jochleins Häusern gelegen und hinten an das Spital grenzend, welches vorher Heinrich Dachawer und dann der Konvent in Ratemberg innehatte. Der Käufer muss jährlich ein Pfund Wachs an die Brictiuskirche nach Ratfelden, ein weiteres Pfund Wachs an die Niklaskirche nach Fuldepp und acht lb ewiger Gült an den Sebastiansaltar in der Virgiliuskirche zu Ratenberg zinsen. Siegler: Hans Münchawer, Pfleger zu Ratenberg Zeugen: Jörg Schäftlinger, Bartlmä Chnoll, Hans Egker, Ulrich Wyser, all Bürger zu Ratenberg, und Kastl Erhartter zu Ratfelden
Asti Schuchlär, Bürger zu Rattenberg und seine Ehefrau Agnes verkaufen der Bruderschaft zu Rattenberg zwei lb Berner jährliche Gült auf ihrem eigenen Haus in der Stadt zu Rattenberg, welches zwischen dem Haus Bryzy des Chürschners und des Hupffen liegt. Siegler: Bartlmä der Chnoll, Bürger zu Rattenberg Zeugen: Thomas Grub er, Hans Eckker und Jörg Hochsteter, alle Bürger zu Rattenberg
Friedrich Schäffler, Bürger zu Rattenberg, verkauft der Bruderschaft zu Rattenberg für den Gottesdienst in der Virgiliuskirche eine Gült von drei lb Berner Meraner Münze auf seinen beiden Häusern in der Stadt zu Rattenberg. Der Verkäufer erhält für ein lb Gült 20 lb Berner Geld. Die Häuser liegen zwischen dem Haus Jörg des Nölsen und Christian Reysnsacks. Die Gült ist jährlich zwischen Michaeli und Martini an die Zehentpröpste der Bruderschaft zu entrichten bei sonstiger Pfändung. Siegler: Bartlmä der Knoll, Bürger zu Rattenberg Zeugen: Oswald Schef, Christian Premier und Bertel Chäspacher, alle Bürger zu Rattenberg
Lienhard Saldorffer, Richter des Pflegers Ludwig Bientznawer, bekundet, dass beim Rechtstag an der Schranne zu Chunttl auf Begehren Lienhard Prantstetters in der Streitsache mit Peter dem Slosser aus Kunttl ein Lokalaugenschein erfolgte und folgende Klage ergeht: Des Klägers Vater Peter Prantstetter hat von Peter Slosser zwei Mannmahd Wiese zu Chunttl unter dem Rain gekauft und seither ist die Erhaltung des Zaunes strittig. Daher soll der Kaufbrief beigebracht werden und der Fronbote soll erheben, was altes Herkommen ist. Die Nachbarn sagen einhellig, dass der Zaun zu dem Wiesmahd gehöre und vom jeweiligen Besitzer zu erhalten ist. Daher muss Slosser den Zaun erhalten. Siegler: Der Aussteller Zeugen: Hans Babinger zu Stum, Thomas Grub er, Jörg Entzinger, beide Bürger zu Ratenberg, Heinz Topp ff von Brichslegk, Jakob aus der Gassen, Peter Staber von Liesfelden, Thomas Heys, Fridl Smid, Kunz Smid, Lindl Smid, Peter Smid, Hans Slosser, Hans Rechner, Hans Teuffenpacher, Lienhard Schuchler, Jörg Mair, Hans Macher, Heinrich Walicher, Jörg Weber, Jörg Pawngerttner, Christian Krimpacher, Niki Weys, alle von Kunttl, Hans Püchler, Hans Wysser, beide Vorsprecher
Hanns Weber zu Swatz auf der Lan und seine Ehefrau Margreth bekunden für ihren Schwager und Vetter Lamprecht Smager, Sohn des Martin Smager, Bürger zu Ratenberg, dass ihm ein halbes Haus aus dem väterlichen Erbe in der Stadt Ratenberg beim Padtürll und ein Lagllehen zu Ratfelden zugefallen sind. Rathrein, Witwe des Schwagers und Bruders Martin Smager und deren gemeinsamer Sohn Lamprecht sollen der Bruderschaft jährlich 6 kr zinsen. Nach dem Tod Rathreins und deren Sohn Lamprecht ist der Zehentpropst berechtigt, die Gülte dieses Hauses von fünf Pfund Berner einzunehmen. Siegler: Bartlmä Chnoll, Bürger zu Ratenberg Zeugen: Christian Prastperger, Gesellpriester zu Rawt, Simon Ockker, Bürger zu Ratenberg und Hans Chrachsnär von Swatz
Hans Rübein, Bürger zu Ratemberg, und seine Ehefrau Rathrein (Tochter des Jaob Newchart von Chunttl) verschreiben der Virgiliuskirche zu Ratemberg aus deren Morgengabe 12 Mark Zahlbemer, um nach dem Tod der Stifter die 12 March vom Hauslehen Pawngarten zu bezahlen. Siegler: Jörg Schafftlinger, Bürger zu Ratemberg Zeugen: die Geistlichen Hans Fuchs und Niklas Scheffman, Thomas Gruber, Erhard Haydnreich, Ulrich Wyser, Bartlmä Chnoll, Hans Egker, alle Bürger zu Ratemberg
Binder Michel, Prior des Gotshauses zu Ramsau, Hans Swatzenekker, Dechant zu Garss, Hans Moshaymer, Chorherr daselbst, Georg Wüeff zu Khirchtorff und Hans Rewchel zu Perg , geben alle fünf Kundschaft, dass vor ihnen Jobst, Sohn des Jakob von Rötealpfoter erschienen ist und bezeugen, dass er keines Herren Leibeigener ist. Siegler: Georg Wüeff Zeugen: Die Aussteller
Meister Jörg Maler, Bürger zu Rattenberg und seine Ehefrau Anna verkaufen um eine ungenannte Geldsumme dem würdigen Herrn Heinrich SchÄmmel, Kaplan auf dem Sebastiansaltar in der Virgiliuskirche zu Rattenberg, 2 lb Berner Gült, die vorher Konrad Scherer innehatte, auf ihrem eigenen Haus in der Stadt Rattenberg hinter Lienhard des Hallers Haus gegenüber dem Kloster gelegen. Siegler: Hans der Ekker, Bürger zu Rattenberg Zeugen: Ulrich Prater, Simon Chürschner, Herman Hamelburger, alle Bürger zu Rattenberg
Hans Stempffe, Schultheis in Arenstein sowie die Bürgermeister Hans Ronck und Heinz Spengler und der ganze Rat daselbst bestätigen eidlich den Herrn von Wurtzburgk mit diesem Brief in Anwesenheit der Zeugen Hans Krewell, Heinz Kunngk, der alte Hans Gerach, jetzt Bürger zu Arenstein, von Gawnheim Klaus Stempffe, Konz Sür der Alte, Heinz Sür, Hans Nusser und Konz Kunngk, von Mutesheim Hans Kunngk und Peter Kunngk von Wntzbach, dass Lorenz Kunngk von ehelicher Geburt ist. Siegler: Stadtsiegel von Arenstein
Bruder Thomas Frawnchnecht, Schaffer des Konvents zu Ratemberg, Bruder Peter Österhaymer, Küster, BruderHans Weygant von Wynhaym, Bruder Valltein von Nürenberg, Bruder Wolfgang Tampfl, Bruder Ulrich Tischler von Wasserburg und Bruder Jörg Prausstetter, alle Konventualen zu Ratemberg, bekunden, dass ihr Prior Johannes Spies von seinem väterlichen und mütterlichen Erbe dem Kloster vier lb Berner Geldes jährlicher Gült auf zwei Äckern (Wispewnt und Tasch) von Christian dem Krall zu Brichslegk (Prixlekk) lt. beiliegendem Pergament-Zettel verschrieben hat. Dafür sollen jährlich vier gesungene Ämter zu genannten Tagen und Bedingungen gehalten werden, wofür 2 lb Berner gestiftet werden. Die restlichen 2 lb dienen am Jahrtag des Vaters des Priors zu Silvester als Armenspende für drei haus arme Menschen, die in die Konventsküche zu Fleisch, Kraut, Gerste, Brot, Gemüse, Wein geladen werden und auch genannte Geldalmosen erhalten. Die restlichen 10 kr erhalten der Küster und Sagrer. Sollte die Stiftung nicht erfüllt werden, gehören die 4 lb dem Spital an der Inprugkkn, welches der Prior gestiftet hat. Dann sollen die Bürger von Ratenberg die 4 lb zur Notdurft der Armen anlegen. Siegler: Konventsiegel Zeugen: am beigefügten Zettel: Lienhard Haller, Bürger zu Ratenberg, Lienhard Pfrünttner, Peter Kral, Sohn des Verkäufers, Peter von Ramsperg und Martin von Holtzhaym aus dem Prixental
Herzog Ludwig von Nieder- und Oberbayern verbietet anlässlich der Klagen der Bürger seiner Stadt Ratemberg wegen allerlei Handels auf dem Lande und weil die Stadt ganz verdorben und verödet sei, da zu ihnen entgegen ihrer Freiheiten auf den Wochen- und Jahrmärkten nichts mehr feilgeboten werde, dass keinerlei Gewerbe und Kaufmannschatz auf dem Lande gehandelt werden darf. Es müssen allen feilen Pfennwert wie Schmalz, Käse, Ziger, Flachs, Wolle, Garn, Eisen, Leinwand, gefärbtes Tuch, Gewürze, Spezereien, Wachs, Honig, Eier, Hühner, Gänse usw. aus dem Landgericht in die Stadt Ratemberg auf die Wochen- und Jahrmärkte geführt werden. Wein darf nur in den Tavernen gekauft und verkauft werden. Es ist jedoch gestattet, alles genannte Vieh ab Hof zukaufen und zu verkaufen, wo es erzeugt wird, aber nur für den Eigenbedarf. Bezüglich der Landleute aus der Wildschönaw gilt die alte Regelung, dass sie zwischen Michaeli und Martini mit ihren Rössern an die Etsch fahren dürfen, um zu 'treiben' und Wein zu führen. Siegler: Der Aussteller
Herzog Ludwig von Ober- und Niederbayern bestätigt den Bürgern seiner Stadt Ratemberg auf deren Bitte die Privilegien und Freiheiten seiner Vorvordern. Siegler: Der Aussteller Zeugen: Kanzler Michael Rieder
Hans Sunderl, Bürger zu Rattenberg, und seine Ehefrau Margreth verkaufen Peter dem Neuberder, auch Bürger zu Rattenberg, ein Haus in der Stadt Rattenberg, auf welchem Gülten von sieben lb Berner liegen. Weitere vier kr Geld gehören der Bruderschaft. Es liegt zwischen den Häusern Ulrichs des Haller und Christian des Reysensacks, grenzt vorne an die Straße und hinten an die Ringmauer. Siegler: Erhard der Haidenreich, Bürger zu Rattenberg Zeugen: Christian Reysensack, Leonhard Ekker, Ulrich Payer, Peter Karner (?) und Kunz Selawer, alle Bürger zu Rattenberg
Meister Jörg Maler, Bürger zu Rattenberg, und seine Ehefrau Anna verschreiben der Bruderschaft an der Virgiliuskirche zu Rattenberg eine jährlich Gülte von sechs kr auf ihrem eigenen Haus in der Stadt Rattenberg. Es grenzt an das Kloster und hinten an des Frewndleins Haus, wo vorher Konrad Scherer wohnte. Die sechs kr Gült sind dem jeweiligen Zechpropst jährlich zwischen Michaeli und Martini zu reichen. Siegler: Erhard Haidenreich, Bürger zu Rattenberg Zeugen: Hans Nols (?),Leonhard Heller, Kunz Zimmermann, Jakob Fux, alle Bürger zu Rattenberg und Kaspar Linck, Bürger zu Kufstein (?)
Herzog Heinrich von Bayern konfrimiert den heben und getreuen Bürgern seiner Stadt Rotenberg (sic), nachdem sie ihrem Herrn gehuldigt und geschworen haben, ihre Briefe und Privilegien, Freiheiten und Gewohnheiten, die seine Vorvordern vom Hause Bayern ihnen gegeben haben, als wären sie von Wort zu Wort hierinn geschrieben. Siegler: Der Aussteller
Original Pergament 22,5 x 39 cm,Siegel anhangend Rückvermerk: Ulrich Haller 4 kr
Hans Parttl, Bürger zu Ratenberg, und seine Ehefrau Magdalena verschreiben der Bruderschaft zu Ratenberg in der Virgiliuskirche 6 kr ewiges Geld und jährliche Gült von ihrem eigenen Steingaden, der oben auf dem Keller am Berg nächst der Friedhofstiege hegt, und verkaufen der Bruderschaft eine weitere Gült von 18 kr von besagtem Steingaden, was die Summe von 2 lb Berner ergibt. Siegler: Hans Leichtner, Richter zu Ratenberg Zeugen: Ulrich Wyser, Friedrich Stempffer, Vitalius Pösser, Schulmeister zu Ratenberg
Binder Johannes Spies, Prior des Konvents und Augustinerklosters zu Ratenberg, kauft mit Zustimmung der Provinzialen Jörg von Schöntal und Erasmus von München vom Konvent einen Hausteil an der Innbrücke um ein Spitalhaus zu errichten. Dazu vermacht er dem Konvent 22 lb Berner ewige Gült und bezieht sich auf den ersten Brief. Er adaptiert Keller und Stall dieses Hauses zu Stuben und Kammern und errichtet die Ringmauer am Wasser bis zum Prukkturm von Grund auf neu. Weitere Zubauten für Gemächer im Hofgeviert zwischen Hoftür und Haustür werden beschrieben und die künftige Erhaltung geregelt. Dem Konvent wird der freie Zugang zum zweiten und dritten Gaden sowie zum neuen Turm zugebilligt. Auch die zwei Pfründnerwohnungen des Einhard Sogei und Ulrich Wiser sollen nach deren Ableben in das Spital einbezogen werden. Siegler: Prioratssiegel
Jörg Näwleichedel, Bürger zu Ratenberg, und seine Ehefrau Elsbeth vermachen der Bruderschaft zu Ratenberg sechs kr jährliche Gült von ihrem eigenen Haus in der Stadt Ratenberg, welches am Eck zwischen dem Haus Kolman des Kramers und dem Augustinerkeller liegt und mit 10 lb Berner belastet ist. Siegler: Hans Leychtner, Richter zu Ratenberg Zeugen: Hans Huetter von Fügen, Zachras von Kyenperg und Hans Stoltz von Wergl
Jörg Näwleichendl, Bürger zu Ratemberg, verkauft Chollman dem Kramer, Bürger zu Ratemberg, sein Haus mit 10 lb Berner Gült, das er von Lienhard dem Smager hat. Das Haus liegt in der Stadt Ratemberg an der Bruckgasse zwischen Thomas des Stümers Haus und einem weiteren Haus des Verkäufers. Ausgenommen vom Verkauf sind genannte Dienstbarkeiten. Siegler: Stefan Schelkoffer, Richter zu Ratemberg Zeugen: Ulrich Haller, Martin Smager, Mages Fürtter, Thomas Odder, Her-
mann Hamelberger und Kunz Sellawer
Konrad Tuchscherer, Bürger zu Rattenberg, und seine Ehefrau Magdalena verkaufen dem Prior des Augustinerklosters Johannes Spiess zwei lb Berner ewige Gülte von ihrem eigenen Haus in der Stadt Rattenberg, welches hintenan das Kloster und an Asem des Frawdleins Haus grenzt. Siegler: Stefan Schelkoffer, Richter zu Rattenberg Zeugen: Thomas Gruber, Thomas Stümer, und Simon Sneyder, alle drei Bürger zu Rattenberg
Bruder Johannes Spies, Prior des Klosters zu Rattenberg, und der Konvent des Augustinerordens verkaufen Elsbeth der Spiesin, Mutter des Priors, einen kleinen Luss in der Pfarre Rawtt, der vier kr Zins abwirft. Er liegt zwischen Thomas des Stumars Luss und Erharden im Feld, grenzt weiters an Leonhard des Erhards Luss, welcher von Erhard dem Tuchscherrer und Jörg dem Spanier stammt. Der Zins ist dem Mesner zu reichen, um die Kerze zu dem Antiass in der Antiasswoche zu machen und zu zünden. Bereits früher hat die Spiesin zu diesem Zwecke ein lb Wachs gestiftet. Siegler: Prior und Konvent
Stefan Kauffman von Kunttl und seine Ehefrau Elsbeth vermachen der Virgiliuskirche zu Rattenberg eine Rente von 1 lb Berner ewiges Geld von ihrem Haus zu Rattenberg. Es liegt zwischen Oswald des Smagers und Greimolt des Schiedners Haus und stoßt hinten an die Ringmauer. Siegler: Stefan Schellkoffär, Richter zu Rattenberg Zeugen: Peter Gratt, Hans Eckker, Jörg Nawleichedl, Partei Slosser, Ulrich Löchner, Heinrich Scherrär, Rueppell Smid, all sieben Bürger zu Rattenberg
Agnes die Gallin, Witwe nach Konrad dem Gallen, stiftet zu ihrem Seelenheil für die Sebastiansmesse in der Sebastianskapelle in der Virgiliuskirche zu Ratenberg sechs Mark Vierer Geld, das sie als Morgengabe auf ihrem Zehent in der Wilschonaw liegen hat. Siegler: Konrad Kropffl, Bürger zu Ratenberg Zeugen: Jörg Haidenreich, Kaspar Hochrain, Jörg Nelss, Virgil Platner, alle vier Bürger zu Ratenberg
Original Pergament 17,5 x 31,5 cm, anhangendes Siegel stark beschädigt, Rückvermerk, alte Signatur Nr. 6
Erhard Sporr, Bürger zu Ratenberg und seine Ehefrau verkaufen Jörg dem Nelssen und dessen Ehefrau eine ewige Gült von 2 lb, die auf ihrem Haus und Hof veranlagt ist, um eine ungenannte Summe Geldes. Das Haus liegt zu Ratenberg zwischen den Häusern Ruprecht des Smidts und Thoman des Tampfleins und grenzt hinten an die Ringmauer. Siegler: Konrad Kropfei, Bürger zu Ratenberg Zeugen: Hans Nols jun., Ekk Goldsmid, Heinz Mawrl, Schuster, alle drei Bürger zu Ratenberg, Hans Perchamer, Schuster und Hans Choglär
Johannes Einperger, Kirchherr und Pfarrer zu Rewt, bekundet, dass er von Oswald Oberdorffer, Bürger zu Wyen, und dessen Vetter Asprian Hincker, Bürger zu Rattenbergk, eine Jahrtagsstiftung von 10 lb Berner zu Quatember in der Virgilskirche in Rattenbergk zu genannten Bedingungen angenommen hat. Die ewige Gült stammt von zwei Häusern in Rattenberg. Davon erhalten jährlich der Pfarrvikar 4 lb und die drei Gesellpriester zu Rewt ebenfalls 4 lb, der Schulmeister zu Rattenberg 16 kr und der Mesner 8 kr. Siegler: Johannes Einperger und Simon Linttawer zu Chunttel Zeugen: Martin Lehnar, Kaplan der Kapelle zu Chuntel, Herr Hanser, Kaplan zu Chuntel, Hans Wolfranz, Gesell zu Rewt, Niklas Eysenberger, Bürger zu Ingelstat und Thoman Sneller zu Chuntel
Kaspar Hochrain, Bürger zu Ratenberg, und seine Frau Barbara verschreiben dem Asprian Hincher, Bürger zu Ratenberg und Bevollmächtigter des Vetters Oswald Obemdorffer, Bürger zu Wien, für eine Schuld von 70 fl ungarischer Dukaten eine jährliche Gült von 11 lb Berner Meraner Münz von ihren Häusern. Das eine Haus ist in der Neuen Zeile zwischen Michel dem Distalar und Ulrich dem Vassar in der Stadt zu Ratenberg gelegen. Die restliche Gült stammt von Hochrains Wohnhaus, welches zwischen Nolsens Haus und Hans Homdleins Haus liegt, jährlich zu St. Galli fällig, bei sonstiger Pfändung. Siegler: Stefan Schelkoffar, Richter zu Ratenberg Zeugen: Hans Parti, Christian Fuchs, Jörg Haidnreich, Heinrich Dachar und Simon Okker, alle fünf Spruchleute und Bürger zu Ratenberg
Hannes Grunwallder, Generalvikar der Diözese Freising, lässt auf Bitte des Christian Fuchs und Ulrich Durchwasser, Bürger von Rotenburg (sic), von seinem Notar Johann Kästner in Monaco (München) folgende dreifach besiegelte Originalurkunde, die er für echt und gültig befunden hat, transsumieren: Die Herzoge und Brüder Ludwig, Emst und Wilhelm von Bayern bestätigen den oberbayrischen Ständen nach einem königlichen Urteil und dem Erkenntnis von 25 Mann jene Freiheiten, welche ihnen von ihren Vorvordem verbrieft wurden. Der Brief wurde mit Herzog Lird mit Herzog Ludwigs Handzeichen und allen drei Siegeln bekräftigt. Zeugen des am 11. Jan. 1430 ausgestellten Transsumpts sind Konrad Ris und Johann Kesringer, Kanoniker zu St. Andrä in Freising. Siegler: Vikariatssiegel Grunwallders und Signet des kaiserlichen Notars Kästner
Erzbischof Eberhard von Salzburg bekundet, dass zwischen dem Pfarrer Hans Emperger zu Rewt und dem Rat der Stadt Ratemberg wegen Erfüllung des Stiftsbriefes und der Bestellung eines Kaplans zur Abhaltung der Stiftsmesse in der Virgiliuskirche zu Ratemberg ein Streit entstanden ist. Künftig ist der Pfarrer von Rewt verpflichtet, jährlich einen gelernten Priester aus seinen Gesellen für Ratemberg zu bestellen. Dieser muss ständig in Ratemberg wohnen um die Messe nach dem Stiftsbrief erfüllen zu können. Dafür muss die Stadt jährlich sechs lb Berner an Gült geben und als Wohnung das Haus neben dem Friedhof bereitstellen, wo einst der Jegermeister gewohnt hat. Darin dürfen nur Pfarrer, Gesellpriester und Mesner wohnen. Siegler: Der Aussteller
Matheis Nols, Bürger zu Ratenberg, und seine Ehefrau verkaufen an Peter dem Pransteter zu Kuntl und dessen Hausfrau ihr Gut, genannt die Pranstat zu Kuntl um 150 Dukaten Gulden. Siegler: Der Aussteller
Stefan Smid, Bürger zu Ratenberg und Sohn des verstorbenen Hans Smid, verkauft für sich und seine Frau den Kirchpröpsten der Virgilienkiuskirche zu Ratenberg um eine unbekannte Summe Geldes eine Gülte von ein lb Berner, welche auf dem Haus des Kunrad Rass lastet. Es ist zwischen dem Haus des Erhard Spomer und den Häusern der Hochenekkerin gelegen. Siegler: Heinrich Zerhoch, Richter zu Ratenberg Zeugen: Aprian Hincher, Wilhelm Grazz und Erhard Haidnreich
Ulrich Fassar, Bürger zu Ratenberg, und seine Frau Margret verkaufen um acht Mark Meraner Münz an Matheis dem Nolss, Bürger zu Ratenberg und seiner Frau eine Gült von vier lb Berner Geld auf ihren zwei Häusern, welche zwischen den Häusern des Kaspar Hochrain und Peter Puchlar liegen. Siegler: Heinrich Zerhoch, Richter zu Ratenberg Zeugen: Aprian Hincher, Heinrich Verg und Michel Distalar, alle drei Bürger zu Ratenberg
Herr Lienhard Verig, Frühmesser zu Rattenberg, verkauft dem Kirchpropst der Virgiliuskirche zu Ratenberg sein Gut Huntzegkk in der Wilschonaw, in der Kuntlar Pfarre, welches jährlich mit 5 lb Berner dient, um eine ungenannte Summe Geldes. Siegler: Heinrich Zerhoch, Richter zu Ratenberg Zeugen: Peter der Gratt von Faistnaw, Jakob Zechentner, Christian Frey, beide von Praitenpach
Peter Vayst von Praytenloch und seine Frau Walburg verkaufen um eine ungenannte Geldsumme ihrem Vetter und Schwager Lienhard dem Vergen, Frühmesser zu Rattenberg, ihren Erbteil am Haus zu Rattenberg, welches von ihrem Schwager Kunrad dem Vergen auf sie gekommen war. Siegler: Jörg Waldegker zu Baldenberg, Heinrich der Zerhoch,. Richter zu Rattenberg Zeugen: Mattheis Mittelndorfer, Gesell zu Urssenperg, Hans Teuffenpeck und Hans Hainei, beide Bürger zu Muespach
Elsbeth die Spiessin, Bürgerin zu Rattenberg, stiftetet der Virgiliuskirche zu Rattenberg eine jährliche Gülte von 3 lb Wachs für die tägliche Bürgermesse und 1 lb Wachs für die Kerze, welche man zum Salve-Regina anzündet, sowie 2 kr für Kerzenbetreuung und den Mesner. Dazuvermacht sie ihr eigenes Haus, welches zwischen den Häusern Konrads des Platner und Hans des Labenwolf gelegen ist, zu genannten Bedingungen. Sollte die Stiftung nicht erfüllt werden, so verfällt sie dem Augustinerkloster. Siegler: Heinrich Zerhoch, Richter zu Ratenberg Zeugen: Jakob Schoipp, Linhard Smager, Matheis Grük
Binder Peter Nuetlpeck, Prior des Augustinerklosters zu Ratenberg und der Konvent bekunden, dass Konrad Verg, Bürger zu Ratenberg dem Kloster 33 lb Berner Gült für vier Jahrtage jeweils am Montag nach Quatember zu genannten Bedingungen gestiftet hat. Der Jahrtag soll allzeit am Sonntag davor von der offenen Kanzel verkündet werden. Am Jahrtag sind jedem Konventbruder, der die Messe liest und bei der Vigil ist, 6 kr und dem Prior- oder wer das Seelamt singt - 2 kr, dem Schaffer 2 kr usw. zu geben. Dazu sind vier Kerzen anzuzünden und ist nach Gewohnheit des Ordens ein Tuch aufzubreiten. Die zur Gült verschriebenen Urbargüter und Gründstücke werden in einem eigenen Brief beschrieben. Zur Erfüllung der StiftungsVerbindlichkeiten haftet der Orden mit all seinen Eigengütem. Weiters sind als Pönale an den Rat der Stadt Ratenberg zwei Mark Meraner Münz zu zahlen. Siegler: Priorats- und Konventsiegel
Jörg Haidnreich, Bürger zu Ratenberg, und seine Frau Anna erlauben ihrem Nachbarn Heinrich dem Dachär, Bürger zu Ratenberg, daß er mit einem Dram in ihre Mauer fahren dürfe. Siegler: Heinrich Zerhoch, Richter zu Ratenberg Zeugen: Matheis Nols, Aprian Hincher, und Christian Fuchs, alle Bürger zu Ratenberg
Lienhard Awer, Bürgermeister zu Ratenberg, und die Spruchleute Peter Furstainer, Jakob Gratt, Stefan Blaiher, Ägidius Fronhaimer, Zöllner, Bartlmä Fuchs, Bergrichter zu Ratenberg, entscheiden in Erbschafssachen zwischen Frau Magdalena, Witwe nach Ulrich Widman, Bürger zu Ratenberg, dem Sohn Sigmund Widman aus der ersten Ehe mit Dorothea (Vormund Ulrich Wesstner, dann der Notburga (Tochter aus der Ehe mit Magdalena und Ehefrau nach Hans Stettner) und den Kindern Jakob, Elsbeth und Dorothea Widman (Gerhaben: Konrad Vettinger, Jörg Anngerer und Peter Kneifer). Die Witwe erhält den Anger und Stadel neben dem Augustinerkloster samt dem eingebrachten Heiratsgut und Vatererbe. Die Kinder erhalten genannte Geldsummen. Siegler: Stadt Ratenberg, Ägidius Fronhaimer und Bartlmä Fux (Fuchs) Zeugen:
Konrad der Verg, Bürger zu Ratenberg, stiftet zu Ehren der Heiligen Ägidius und St. Barbara eine Kerze zu vier Pfund Wachs für deren Seitenalter in der St. Virgiliuskirche zu Ratenberg. Wenn in der Kapelle Messen gesprochen und gesungen oder Vespern gehalten werden, ist diese zu entzünden. Weiters stiftet er Öl für ein ewiges Licht in dieser Seitenkapelle, wofür insgesamt 14 1/2 Pfund Berner Gült auf folgenden Gütern vermacht werden, die der jeweilige Kirchpropst einzuheben und notfalls zu pfänden hat: ein Lagllehen zu Ratveld, worauf Bartl der Hes sitzt, ein halbes Lagllehen, das Konrad der Scherer zu Ratenberg baut, das eigene Haus und ein Garten zu Ratenberg zwischen Peter Fuzsteiner und Hans Partls Haus gelegen, Siegler: Asprian Hinkcher, Bürger zu Ratenberg Zeugen: Erhard Schmälzl, Christian Hewgl, Ulrich Preizner und andere ehrbare Leut
Hans Straskircher, vormals in Rattenberg ansässig, bekundet, daß er gegen über dem Rat und der Gemeinde Rattenberg wegen einer unter Herzog Stephan verbrieften Geldschuld, die an Konrad den Vergen verpfändet wurde, bis auf den heutigen Tag Ansprach habe. Die Gewalthaber Rattenbergs sind die Bürger Matheis Nolss, Konrad Verg und Hans Parti. Als Spruchleute werden in dem Rechtsstreit vier Bürger aus Insprackg bestimmt: Hans der Dom, Melchior Nesius, Hans der Wachn und Sebastian Gelter. Beide Parteien sollen alle Zettel und Senbriefe den Spruchleuten vorlegen und an Herzog Ludwig von Bayern keinerlei Forderungen mehr stellen. An Straskircher ist eine ungenannte Abschlagsumme zu entrichten, worauf er auf alle Forderungen verzichtet. Siegler: Die Sprecher Hans der Dom und Sebastian der Gelter, Stadtrichter zu Insprukg Zeugen: Melchior Nesius, Hans Wach, Friedrich Smieher, Hans Pogner, Hans Schawr, Hans Schmolz, alle Bürger zu Inspruckg
Vidmus von Rat und Stadt Wasserburg am 23. März mit Insert: Grafen, Freiherrn, Ritter, Knechte, Städte und Märkte von Oberbayern erneuern in Aichach nach Vorweisung ihres Freiheitsbriefes vom 16. Jan. unter Hauptmann Kaspar Tormiger zu Tomig zum Schutz ihrer Freiheiten nach der Teilung Bayerns und der Unterstellung Oberbayerns unter Herzog Ludwig und dessen Sohn Ludwig und beteuern gegenüber den Fürsten, all das zu tun, was sie als 'getrew piderleut' zu tun schuldig sind. Falls die Fürsten sie zu Unrecht zu Hilfe mahnen und fordern, so soll der Hauptmann der Einung nach vierzehn Tagen einen Einungstag ansetzen und sechs ehrbare, gleiche Männer berufen, die nicht aus dem 'widerpart' der Fürsten sind. Die Fürsten dagegen bestimmen vier ihrer Räte, die für diese Zeit von ihren Amtseiden entbunden sein sollen. Es soll dann eine Mehrheitsentscheidung -einschliesslich des Hauptmannes- fallen und beeidet werden. Für den Fall, dass es seitens der Fürsten oder der Einung zu einem Krieg kommt, so soll diesen keiner von beiden ohne Einwilligung des anderen Teils beenden. Die neue Einung soll von der Ausstellung der Urkunde an bis zum Freitag vor Pfingsten währen und danach ein ganzes Jahr. Siegler des Inserts: Die Aussteller ('mit vil sigeln'). Siegler: Der Aussteller (kleines Siegel der Stadt Wasserburg)
Herzog Ludwig von Bayern bestimmt auf Bitte der Bürger und des Rats der Stadt Ratemberg, dass auf dem Land nicht ausgeschenkt werden soll, außer für Geistliche, in Städten, Bannmärkten und in Tavernen, wie dies das Rechtsbuch Kaiser Ludwigs für Oberbayern festschreibt. Für die tavernensollen die Bürger von Ratemberg dem Herzog jährlich Zins und Gülten zahlen. Man soll aber außerhalb von Ratemberg 'an eien noch an wag nicht hingeben, messen, noch wegen', wie dies das Rechtsbuch für Oberbayern bereits für andere Städte und Bannmärkte Oberbayerns festschreibt. Drittens soll niemand mehr auf dem Land Kaufmannschaft treiben, sondern die Waren am Donnerstag auf dem Markt zu Ratemberg verkaufen. Der Verkauf soll an Bürger und Gäste gleichermaßen erfolgen. Auch die Bewohner der Wiltschenaw, dieursprünglich nicht zum Gericht Ratenberg gehört haben, sollen zu genannten Terminen ihre Waren auf dem Ratemberger Markt verkaufen. Zwischen St. Andreas und vor St. Georg sollen sie aber die Waren wie bisher daheim in ihren Häusern verkaufen dürfen. Genannte Strafen teilen sich die Herrschaft und die Bürger von Ratemberg. Leztere müssen die Strafgelder für den Mauerbau oder den Zwinger der Stadt verwenden, andernfalls soll die vorliegende Urkunde außer Kraft gesetzt werden. Der Pfleger soll einen Schlüssel zur äußeren Klause erhalten, damit er oder die Herrschaft die Stadt unbemerkt verlassen können. Siegler: Der Aussteller mit persönlichem Handzeichen
Herzog Ludwig von Bayern bestätigt auf Bitten von Rat und Bürgern der Stadt Ratemberg die Urkunden der Stadt mit gewissen Einschränkungen. Bestätigt werden das Rechtsbuch, der 'prantbrief' und die Freiheiten, wie sie die Stadt Ingolstat und andere Städte und Märkte in Bayern genießen, ferner Inserte der Urkunden vom 7. Jan. 1393, vom 16. April 1393, vom 4. Juli 1403, vom 18. Juli 1408, vom 22. Aug. 1410, vom 29. Sept. 1415 [vgl. Urkunden Nr. 18, 19, 24, 25, 30, 32], Der Pfleger zu Ratemberg soll sich jährlich aus dem gemeinen Wald 'beschulczen' , wie das auch die Bürger von Ratemberg tun. Ausserdem gestattet er jedermann die Benutzung von Holz und Weide von Berg und Tal jenseits des Baches von dem Habach hinab in das Moßtal und in die Fulldepp-Ache, soweit das Gericht reicht, wie es Herzog Stephan von den Frewntspergern gekauft hat. Alle in der Urkunde nicht aufgeführten alten Urkunden sollen ihre Gültigkeit verlieren. Siegler: Der Aussteller, mit Handzeichen