Magdalena Stöckhl, Tochter des verstorbenen Leonhard Stöckhl zu Püchln bei Kürchdorf, übergibt mit ihrem Anweiser Georg Retmoser zu Griesnaw den beiden Kirchpröpsten Christian Schmid zu Griesnaw und Stefan Kaiserer zu Stegen einen Betrag von 40 Gulden welchen ihr Vater im Testament vom 30. Sept. 1590 dem St. Stefans-Gotteshaus und der Pfarrkirche zu Kürchdorf gestiftet hat. Dafür sind jährlich am Donnerstag vor Simon Judas ein Jahrtag mit gesungener Vigil und mit einem Seelenamt zu halten. Von den Zinsen entfallen auf den Priester 24 kr, auf den Mesner 6 kr und auf die Kirchpröpste je 2 kr. An arme Personen soll jährlich 1 Gulden verteilt werden. Jedesmal sollen ein Kandl Wein und um 1 kr Brot geopfert werden. Der Rest der Zinsen geht an das Gotteshaus. Siegler: Sebastian Symeringer, Stadt- und Landrichter zu Kizpichl Zeugen: Wolfgang Oxenwaider, Bürger und Wirt zu Kizpichl, Augustin Forstner, Simon Bacher, Gerichtsprokuratoren zu Kizpichl, und Sebastian Püchler, Wirt zu Kirchdorf RV: Die Nr. 1 ist eine copia donationis ecclesiae parochialis in Kirchdorf ab Adalberto, Archiepiscopo Salisburgensis anno 1197.
Kaiser Franz I. verleiht der Gemeinde Kirchdorf die Freiheit, zwei Jahrmärkte für Hornvieh, Pferde und Getreide einschließlich der gewöhnlichen Krämerei abzuhalten. Die beiden Märkte sind jährlich am Faschingsmontag und am Montag vor Allerheiligen durchzuführen. Siegler: Kaiser Franz I., mit Orig. Unterschrift
Akten zum Jahrmarktrecht: Gesuch von 14 Kirchdörfern um Verlegung des Marktes vom Faschingsmontag auf Maria Verkündigung und Rückfrage des Landgerichtes wegen dieser Verschiebung 1820; Bewilligung zur Verschiebung des Faschingmarktes 1821 (zweifach); weitere Verschiebung des Viehmarktes von Maria Verkündigung auf den zweiten Donnerstag nach Ostern, durch Hofkanzleidekret genehmigt 1829; zwei Unkostenverzeichnisse genannter Gewerbetreibender zum verliehenen Jahrmarktsprivileg 1817.
Auszug aus dem Stiftsbuch (pag. 377) der Urbargüter in der Herrschaft Kitzbühel in den Lentwannger-, Spertner- und Auracher Propstämtem. Alban Siberer, Wirt und Gastgeber zu Kirchdorf, wird lt. Verleihbrief vom 6. Sept. 1672 die freie Au vom Legren Steg nächst der Brücke verliehen. Sie grenzt an seine Gründe und Hans Sibenharts Egart hinab bis an den Rain nächst der Straße, weiters an August Rettenmosers Gründl bis hinab auf Winkl. Er ist berechtig, diesen Grund vor Wasser zu schützen, einzufangen und zu retten. Dafür sind jährlich 1 Gulden 30 kr Urbarzins, 1 Stiftkreuzer und 2 Hühner Weisat zu entrichten. Die Wehr und Arche soll bis bis zum Ettendleinfang errichtet und erhalten werden. - Jetzt ist Michael Seybald Inhaber dieser Au.
Zwischen Veit Grießenauer, Wirt in Kirchdorf, und der gesamten Nachbarschaft in Kirchdorf kommt es wegen der Wehr und Arche in der Au Loigam zu einem Vergleich. Demnach ist die Dorfgemeinde berechtigt, von jedem Inhaber der 14 Drittelgüter eine unentgeltliche Arbeitsschicht an jener Wehr zu verlangen, wo es die Nachbarn am nötigsten erachten. Ebenso hat Grießenauer die Nachbarschaft unentgeltlich zu unterstützen. Die Einhaltung geloben Hans Seiwald, Gastgeber, Hans Siebenharl, und Stefan Kaiserer dem Landgerichtsschreiber Georg Schießer. Zeugen: Leonhard Kaiserer, Wirt zu Erpfendorf, Hans Prantstätter zu Piesing, und Abraham Piesendorfer, Schreiber 10 /Kirchdorf i. T. Siegler: Leonhard Christoph von Pflaumem, Stadt- und Landrichter der Herrschaft Kitzbühel RV: Das Original liegt bei Rupert Wintersteller und wurde von Peter Aufhammer am Zehenthof am 5. Juli 1832 abgeschrieben, (liegt bei Nr. 13)
Vor dem Bergrichter und Waldmeister Franz Josef Sturm kommt es wegen der großen Schäden beim Loigam-Bach zu einem Augenschein. Das Schadensprotokoll wird mit den Beisitzern Georg Gepp von Neuhaus zu Oberndorf und Jakob Oberlechner zu Mitterdorf, sowie den Zimmermeistem Michael Haller zu Unterfeld und Andrä Schaber, dann Peter Wörgartner zu Alpendorf vom Schreiber Johann Michael Mannsrieder aufgenommen. Es werden sämtliche Baumaßnahmen beginnend beim Ursprung des Baches schriftlich fixiert. Unter anderem hat auch der Metzger den Katzbach besser auszubauen. Ein Drittel des Wassers ist durch das Kühegassi abzulassen. Die Verlängerung der oberen Loigam-Wehr übernimmt Rupert Wintersteller, Wirt zu Kirchdorf, alleine.
Das Bergwesensdirektorat Schwaz erteilt der Verwesung in Kitzbichl die Bewilligung, dass der Pfarre Kirchdorf zur Erhaltung der Wege und Brücken für die Litzlfelder Schmelze auf drei Jahre ein Beitrag geleistet wird.
Datierte und undatierte Rechnungen und Kostenaufstellungen über Arbeitsschichten und Materialien für die Achenbrücke und weitere Archenbauten, Quittungen für Pfarrer Hausmann, für den Kirchdörfer Wirt Rupert Wintersteller und ein Dekret zum Konkurrenzbeitrag für die Archenbaukosten.
Bewilligung der Straße nach Reith im Winkl 1835, Vergleich mit dem Hammerschaffamt in Kössen wegen Errichtung der Hager Brücke 1836, Verzeichnis der 11 Schriften aus dem Archiv der 14-Teiler, Ausschreibung der Schneeräumung auf der Poststraße.
Anzeige gegen den Bauern Georg Kogler wegen schlechten Zustandes der Wehr am Bidelstubfeld durch Pfarrer Peter Ender, Ansuchen um Besichtigung der unteren Loigangwehr, umfangreiche Kostenabrechnung über den Brückenbau bei der Ache 1842 (mit koloriertem Plan), Versumpfung bei Kirchdorf, Erpfendorf und St. Johann durch die Ache, Lieferschein und Rechnung für transportiertes Brückenbauholz 1843, Quittungen für Brückenmaterial an Pfarrer Peter Ender 1843/44, Abänderung der Brückenkonstruktion durch den Kreisingenieur, Genehmigung des Brückebaus an Pfarrer Ender und Auftragserteilung an Gemeindevorsteher Michael Aufhammer am 20. Sept. 1844, weitere Rechnungen und Quittungen zum Brückenbau 1845.
Vertrag des Zimmermeisters Fritz mit Pfarrer Peter Ender zur Errichtung eines Wehrgerüstes 1845, Nachsuche im Gemeindearchiv wegen der Kostenaufteilung der sog. Drittler 1846, Rekurs der Brüder Wagstetter gegen die Drittelung der Wegkosten, Einigung zur Erhaltungspflicht der Gemeinde für alle Wege und Stege gegenüber der Pfarre. 1847, Verpflichtung des Wirtes Georg Waldl zur Erhaltung der Wehrstrecke an der Großen Ache, Vollmacht des Pfarrers Ender zur Tagsatzung an der Großen Ache, Aufforderung an die Brüder Wagstetter zur Herstellung der Leoganger Wehr 1848.
Ausführlicher Schriftverkehr zum Brückenbau über die Großache.Original Papier 16 Stücke
Auftriebsbewilligung für 100 Schafe durch das Waldamt 1815, Schuldzession der Maria Schneider und Verpflegungsvertrag für deren Tochter Maria Scharf 1818, Unterhaltsvertrag des Johann Eder aus Litzlfelden mit der Gemeinde 1835, Kaufbrief des Thomas Noichl für den Stiftwirtshof zu Erpfendorf 1836, Vertrag wegen Seifensiederei des Josef Mayr von Erpfendorf, Vergleich mit St. Ulrich wegen der Alpe Gerstbach 1837, Kaufsabrede mit Simon und Maria Stecher geborene Schilcher; Vertrag mit St. Johann wegen des Kontumazhauses zu Litzlfelden, das Spital und das Abdeckerhaus 1837; Schuldschein der Katharina Dag 1839, Verkauf des Sagtalhäusls durch Wolfgang Weißpacher an Andrä Eder 1841, Abrechnung über ausstehende Guthaben der Gemeinde lt. Protokoll 1841, Schuldschein des Georg Lauhofer 1842, Kaufsabrede des Gemeindevorstandes mit Johann Niedermüchl wegen des Schmiedegebäudes 1843, Vorkaufsvertrag des Alois Gaßner zu Litzlfelden mit der Gemeinde 1845.
Kirchliches: Zuteilung von 308 Seelen aus Kirchdorf nach St. Johann, 41 Seelen nach Waidring 1885; neue Gräberordnung für Kirchdorf 1808/1835, gedruckter Aufruf des Fürstbischofs Karl Franz zur Unterwerfung unter die Franzosen, um Brandschatzungen vorzubeugen 1809; Pfarrer Benedikt Prager ersucht um 2000 Gulden Vorschuss oder um seine Versetzung 1812; Klage des Kirchpropstes Josef Filzer gegen Thomas Koidl 1816 ff, Filzers Klage gegen Schuhmacher Josef Wort! 1818/19, Klage der Erben nach Josef Filzer gegen Priester Christian Mödlinger 1821; Zirkular gegen die Sekte der Carbonari 1821, Rechnungslegung zum Kirchenbau und Ökonomiegebäude durch Georg Flausmann und Georg Aufhammer 1830 - 1833; Streit mit dem Rentmeister Fleyss wegen Nichtabführang des rückständigen Zehents 1835 ff; weitere umfangreiche Akten wegen des strittigen Zehentrechtes 1838 - 1842.
Gemeindewesen: Neuigkeiten über Flugschriften 1807, Hilfsgelder für Verunglückte 1816, Taxierung der öffentlichen Gebäude in Kirchberg 1811, Spendenaufruf zum Kirchenbau durch Rupert Wintersteller für Leonhard Hasenberger 1812, Pferdeauftrieb zur Weide Aberg 1823, Instruktion für die Erfassung von Gemeindegründen 1825, Mahnschreiben an Dorfmeister Rupert Wintersteller bezügl Feuerlöschgeräte 1827 ff, Hilfsgelderverteilung nach Hagelschlag in Kirchberg und Waidring 1832, Plan einer Suppenanstalt für Schulkinder in St. Johann, Rundschreiben und Kundmachungen 1835 ff, Lastenverteilung betreffend Schinderwinkel 1836, Ankauf des Nietlhäusls in Litzlfelden, Pacht der Habacher Mühle, Inventur nach Andrä Geiger in Litzlfelden 1837, Verkauf des Großen Hauses in Litzlfelden, Abrechnung für die Feuerwehrremise 1838, Wartgeld für den Abdecker 1839, Heiratsgesuch des Josef Lackner, Absicherung der Brücke für Kaiserbesuch 1840, Zaunverzeichnis und Wintervieh 1842, Instruktion für den Dorfmeister 1844, zahlreiche Kurrenda betreffend Erwerbssteuer und Angelegenheiten der Gemeinde Kirchdorf 1834 1848.
Dorfrechnungen, Voranschläge (Präliminare) und Jahresabrechnungen von 1809/10, 1812 - 1822, 1832/33; ausführliche Rechnung für 1834/35 (doppelt) vom Gemeindevorstand Christian Aigner und dem Schullehrer Matthias Aigner als Gemeindekassier, weitere Abrechnungen über die Aktiva und Passiva von 1835-1838, Hauptverzeichnis der Rustikal-, Wustungs- und Armensteuem 1838/39; Jahresabrechnung des Gemeindevorstandes Peter Hintier 1839/40, des Gemeindevorstandes Josef Wahl 1840/41, des Michael Seywald für 1841/42 samt Hauptbuch über die Armenabrechnung, Wustungen und Steuern; Rechnung des Vorstehers Michael Aufhammer 1843/44, des Vorstehers Andrä Aigner 1844/45, Voranschlag für das Schneidemhaus als Armenspital 1838, Protokolle (Journale) des Gemeindekassiers 1836 f und Gestionsprotokoll von 1845/46.
10 /Kirchdorf i. T. Sanitätswesen - Impfungen: 8 Ausweise über die vom 18. Nov. 1826 - 9. Juni 1828 in Kirchdorf geborenen Kinder, weiters von 1828/29 usw. bis 1835; Impfaufruf gegen Blattern an den Seelsorger 1817, gedruckte Zirkulare für Impfonds 1818 und Impfaufruf an die Eltern 1816, Vorschriften über die Kuhpockenimpfung 1836, Gebührenvorschrift für Chirurg Tiefenthaler in Eimen 1814, Zahlungsauftrag an Impfarzt Buchwinkler 1846.
Sanitätswesen - Cholera: Sammelaufruf für Arme und Cholerakranke an Pfarrer Peter Ender 1831, Nachfrage wegen eines eigenen Cholerafriedhofes, Anordnung für Andachten zur Abwendung der Cholera, Strafandrohung von der Kanzel gegen Choleravergehen, Strafen gegen die Verbreitung der Cholera, Heilmethoden gegen die Cholera durch Pfarrer Ender notiert, Haussammlungsliste für Einrichtung des Kontumazhauses 1831; gedruckte Informationen zur Cholera in der Allgemeinen Zeitung, im Boten von Tirol, in Diözesanrundschreiben, auch Anleitungen zur Behandlung der morgenländischen Brechruhr, amtliche Zirkulare und Belehrungen gegen die asiatiasche Cholera, Gebet gegen die Cholera, Einsetzung von Waffengewalt beim Vollzug der Sanitätspolizei in Bayern, Anweisungen gegen die Choleraepidemie meist 1831.
Armenwesen: Armenversorgung durch die zuständige Gemeinde 1817, Rundschreiben zur Armenversorgung 1817 ff, Unterhaltsverpflichtung durch Johann Wörgötter für das Kind der Maria Pfandl 1825, Unterstützung für Magda Rettenmoser 1826, Abschiebung zweier Schulkinder von Wörgl nach Litzlfelden 1827, Geburt der Theres Irlinger im Zuchthaus, Aufnahme des Sebastian Unterrainer in das Irrenhaus Hall 1830, Bedenken gegen GratlerFamilien, Anforderung eines Gutachtens über Maria Schärf und Michael Salvenauer aus dem Arbeitshaus 1831, Abschiebung der Maria Schärf ins Arbeitshaus erst nach der Entbindung, Armenbeschreibung für Kirchdorf, Abrechung über Totenbeschau, Visiten und Medikamente durch Chirurg Johann Tiefenthaler im Armenspital 1834 ff, Unterhaltsstreit wegen Maria Hechenbichler 1833, Speisezettel vom Armenspital Kirchdorf, Rundschreiben zur Armenumlage, Rechnungen und Quittungen zur Armenversorgung, Armenakten betreffend Theres Neumann, Josef Schemthaner, Johann Georg, Steinbacher, Anna Gutfellner, Thomas Ampferer, Karl Ebner, Christina Mantinger, Christian Filzer usw., strittige Ansprüche 10 /Kirchdorf i. T. auf Armebüchsengelder, weitere Stellungnahmen zur Kausa Maria Schärf 1833 ff, Armenfondsabrechnung, Pfarrer Peter Enders Gutachten zum Armenwesen.
Armenwesen: Testament des Martin Stock 1834, Stellungnahme zur Armenrechnung 1834, Verkauf des Thalerhäusls 1835, Akteneinlauf des Landgerichts betreffend Armensachen 1835 ff, Verzeichnisse der Armen und der ausgegebenen Hilfsgelder 1835/36, Armenstandserhebungen 1835 - 1848, Fragebogen zum Armenwesen 1836, Schriftverkehr mit der Kirchdörfer Armenlokalkommission unter Vorsitz Pfarrer Peter Enders 1835 ff, Extrarechnung für Spitalskosten samt Belegen 1836, Sparvorschläge für Armenauslagen, Unterstützung für Veit Landmann, Arztrechnung Johann Tiefenthalers, Ortszuständigkeit von Martha Stigler und Franz Rosenthal, Voranschläge für die Armen 1836/37 ff, Armenbericht an das Dekanat 1837, Armensache Karl Ebner 1837, Kapital des Armenfonds 1837 f, Ankauf eines neuen Armenhauses 1838, Armensache Ottilia Geiger und Michl Hechenbichler, Kompetenzstreit des Pfarrers mit der Gemeinde, Entlassung der Maria Schärf aus dem Arbeitshaus 1839, gedruckte Hausordnung für Armenhaus; Unterhaltszahlung für Uneheliche 1840, Spitalspfründner Johann Binder, Finanzierungsstreit mit Chirurgen Tiefenhaler 1841, Auflassung des Armenhauses, Medikamentenrechnung des Wundarztes Peter Hollrieder; Armutszeugnis für Michael Hechenbichler 1842, Biografie des Martin Unterrainer und der Anna Rainer; Deservitenrechnung 1843, Taubstummenverzeichnis 1844, Armensache Theres Ettenhauser und Georg Geiger 1846.
Armenrechnungen über alle Einnamen und Ausgaben beim Armeninstitut der Pfarrgemeinde Kirchdorf, jeweils vom 1. Nov. bis 31. Okt. des Folgejahres. Das Kapital von 1395 Gulden wird mit 5 % verzinst. Zum Hauptvermögen gehört das Spital und Abnährungshaus der Viertelgemeinde. Insgesamt ergeben die Zinserträge 68 Gulden die Spenden 91 Gulden die Wustungssteuer 538 Gulden und andere Einnahmen 213 Gulden Die Lebensmittel für die jährliche Armenverpflegung von 14 Personen (davon 3 aus St. Johann) belaufen sich auf 339 Gulden Kleidung erhalten Veit Kaiser, Holz Sebastian Schreder. Der Lohn der Köchin wird mit 12 Gulden verbucht. Armenunterstützung von meist 15 Gulden erhalten 25 Personen, dazu kommen noch einmalige Hilfsgelder für 19 Arme im Gesamtbetrag von 208 Gulden und 7 Gulden Medikamentenkosten. Für Stefan Unterrainer im Irrenhaus Hall fallen 11 Gulden an. Insgesamt betragen die Ausgaben über 1000 Gulden
Domizilwesen: Ausstellung von Heimatscheinen, Ortszuständigkeit nach Verehelichung, Ehekonsens, Entlassung aus dem Gerichtsverband und/ oder aus dem Untertanenverband, Rückstellung an die Geburtsgemeinde, Rückforderung der Unterstützung für Ortsfremde, Beitragsrückforderung an Michael Manzl und Barthnä Salzmann, Gutachten Pfarrer Peter Enders als Armenkommissionsvorstand, Unterstützungsgesuch des Georg Mantinger und des Simon Binder, Ortszuständigkeit des Georg Eder, Zuständigkeit der unehelichen Kinder der Anna Widmoser, Zuständigkeitsstreit für Michael Leopold Eder, Domizilsangelegenheiten für Andrä Hueber, Christian Weber, Margreth Wörgötter, Anna Krepper, Maria Hutz, Anna Berger, Anna Irlinger, Josef Achleitner, Michael Prugger, Georg Heidacher, Anna Baumgartner, Margarethe Buchberger, Maria Salvenmoser, Christian Rodlsberger usw.; Verpflegungskosten für Maria Holzhauer, Maria Karlinger, Rudolf Reinke von Königsberg, Anton Büchner, usw.
10 /Kirchdorf i. T. Vormundschaftsakten betreffend die unehelichen Kinder Anna Steiner, Maria Fischer, Maria Fluher zu Schmidberg, Sebastian Gurgiser, Josef Irlinger, Christian Obinger, Katharina Gepp, Valentin Stainer, Josef Obermüller, Maria Aigner und Christian Nothegger.
Schulwesen: Quittung des Tischlermeisters Sebastian Troger für Reparaturen an Bänken und Fenstern, Bestätigung des Lehrers Feldmann (?) für Kalklieferung zum Schulhaus, quittierte Rechnung des Kaspar Nothegger an den Gemeindevorstand Johann Nothegger, weitere Reparaturrechnung des Josef Fluher an den Vorstand Nothegger 1832, Anstellung des Schulgehilfen Johann Kienpointner in Erpfendorf für den 79-jährigen Lehrer, Errichtung einer neuen Schule in Erpfendorf 1844, Bezüge für den Mesner und Organisten 1847.
Steuerausweis aller Eigentümer im Dorf Kirchdorf, Weng, Erpfendorf, Aberg, Gasteig, Litzlfelden, Flaberg, Außerwald und in genannten Ausbrüchen aus den Nachbarwerchaten zu den verschiedenen Terminen; Verzeichnisse der Rustikalsteuem und der landesfürstlichen Steuern 1834/35, detailliertes Rustikalsteuerverzeichnis und Dominikaisteuerverzeichnis 1835/36, zahlreiche Detaillverzeichnisse zu den Terminen Lichtmeß, Georgi, Jakobi usw. 1836/37; Steuerlisten für die Botin und andere Steuereintreiber mit Quittungsvermerken; Liste der Steuerpflichtigen zum Rustikale 1837/38, Hauptverzeichnis aller Einnamen, Ausgaben und Rückstände aus der Rustikalsteuer, Marschkonkurrenz, Wustungssteuer, Erwerbssteuer, Erwerbswustung usw. samt Armenrechnung, Gemeinderechnung und Strellischer Rechnung sowie zahlreiche Detaillrechnungen 1837/38; ähnliche Abrechnungen aller genannten Steuerpflichtigen zu den verschiedenen Steuerkategorien und Steuerterminen nach Ortsteilen aufgeschlüsselt für die Jahre 1838 - 1842, verfasst vom Gemeindekassier Matthias Aigner.
Namensverzeichnisse der Steuerpflichtigen für die Termine Jakobi, Andräi, Lichtmess und Georgi; Rustikalsteuerrepartition von der Pfarrgemeinde Kirchdorf 1843 - 1845 für genannte Steuerpflichtige zur Herrschaftssteuer, Marschkonkurrenz und Wustung; Dominikaisteuer, Rückstandsverzeichnis 1845/46.
Steuerakten: Ladungsschreiben des Gefällenkommissariats St. Johann, Neubegrenzung des Steuerbezirks Kirchdorf seit 1833 vom Viertl zur Kreuztracht; Klärung der Steuergrenzen zu Schwendt, Fieberbrunn und St. Ulrich 1837; Protokollabschriften der Kreiskommission im Steuerstreit mit der Gemeinde Waidring, Steuerstreitigkeiten mit den Nachbargemeinden und Klärung durch die Katastralkommission, Einsprüche der Gemeinde Jochberg wegen Zuständigkeit ortsfremder Steuerpflichtiger 1839, Steuerstreit mit St. Johann 1840, Urgenzen in Steuersachen, ausständige Vergütung durch Jochberg, 324 Gulden Vorschreibung für die Grundsteuer, Entscheidung der Katastralkommission wegen Ausscheidung von Steuerpflichtigen in Küssen, Schwendt und Kirchdorf; Grenzstreit mit St. Johann wegen Alpe Radlas, Vergleich wegen Steuerausgleich mit dem ehemaligen Viertel Jochberg 1844, Vergütung der Wustungssteuer zwischen Viertel und Kreuztracht Kirchdorf, Wustung für Vorsteher Michl Seiwald 1843, Steuerquittungen 1844 ff, Lehrer und Steuerkassier Matthias Aigner über die Berechnung von Nachsteuern 1847.
Namensverzeichnis der Berechtigten aus Pillersee und Kitzbühel für Brennholz, Zaunholz und für Baumstämme 1839, Bescheid des Montan-Forstamtes wegen Holzkohle aus dem Lochgraben-Staatswald 1844, Forstprodukten-Bedarfsausweise der Gemeinde Kirchdorf über die Bezüge aus den Staatswaldungen 1845/46, weitere drei Aktenstücke zu diesen Betreffen 1842 ff.
30 Auszüge aus dem Brand-Assekuranz-Grundbuch der Gemeinde Kirchdorf für genannte Objekte und Eigentümer, Verzeichnis der 161 dem Brandassekuranzverein beigetretenen Gebäudebesitzer in der Gemeinde Kirchdorf 1834, 1837 ff, weitere Asserkuranz-Konsignationen für 1841 - 1843 und 1845, mehrere Akten zur Brandversicherung in Kirchdorf 1841 - 1847.
Kataster des Gasteiger Werchats Kodex
Kataster des Wenger Werchats