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1541 März 14
AT GemA Jochberg 7-9-10 · Item · 1541-03-14
Part of Gemeindeverwaltung

Grenzmarkungsvertrag mit dem Erzbistum Salzburg. König Ferdinand, gefürsteter Graf zu Tirol und Erzbischof Emst, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Ober- und Niederbayem berufen sich auf einen Grenzvergleich vom 1. Dez. 1533, welcher zwischen Erzbischof Matthäus und König Ferdinand wegen der Landgrenzen zwischen den Herrschaften Mittersill und Kizbichl geschlossen worden war. Da die Mark auf dem Jochberg lt. Kitzbüheler Teilöffnung bis an den alten Thum reicht, hingegen lt. salzburgischer Landöffnung bis zu der Kalten Kendl und in den Trottenbach, werden neue Marksteine samt Wappen mit genannten Grenzen gesetzt. Die Grenzbegehung erfolgte am 23. Juni 1540 unter Gebhard Saurwein, Holzmeister König Ferdinands, Marx Rauchenöder, Bergmeister zu Rattenberg, Heimerand Oberdörfer vom Kellneramt Stuelfelden, Ulrich Hochrainer am Jochberg und zahlreichen genannten Nachbarn und Gerichtsleuten. Die Grenze verläuft beiderseits der Landstraße auf der Sonnund Schattenseite beim Boden unter dem Berg und unter dem Ramsenstein, bis zum Rettenbach und auf den Scheinberg. Die Inhaber des Thums und der acht Güter Klausenstein, Entleiden, Klausen, Hinneregg, Jochberg, Grueb, Mosen und Klinglsberg, auch Vichstain genannt, dürfen das Zimmer-, Zaun- und Schindelholz unter genannten Bedingungen aus den Wäldern König Ferdinands nehmen. Siegler: Die Aussteller

1827 - 1834
AT GemA Jochberg 7-9-100 · Series · 1827 - 1834
Part of Gemeindeverwaltung

Für die Feuerversicherung wird die Kirche in Jochberg vom Maurermeister Sebastian Altböcker und vom Zimmermeister Georg Markt mit 2800 Gulden bewertet. Der Kirchturm wird auf 1400 Gulden das Vikariatshaus auf 500 Gulden und das Mesnerhaus auf 250 Gulden geschätzt. - Vikar Sebastian Sandler begründet dem Landgericht Kitzbühel die Beibehaltung des Stiftsmahls, weil es dieses lt. Kirchenrechnungen seit dem 16. Jahrhundert gibt und die Genussberechtigten dieses Recht verbrieft hätten. Es bestünde die Gefahr, dass die Stiftsbeträge samt Zinsen nur mehr mit Mühe und durch Zwangsmaßnahmen eingetrieben werden könnten.

1840
AT GemA Jochberg 7-9-101 · Item · 1840
Part of Gemeindeverwaltung

Voranschlag über die Verarchung des Kirchenbachls in Jochberg, die Verlegung einer Brunnenleitung und Errichtung eines Schusstennens aus Holz mit Skizze und Stellungnahmen wegen strittiger Finanzierung.

1835 - 1863
AT GemA Jochberg 7-9-102 · Series · 1835 - 1863
Part of Gemeindeverwaltung

Protokolle und Stellungnahmen zum Straßenbau über den Pass Thum. Jochberg ist bei der Gerichtstagsatzung durch Wolfgang Koidl und Sebastian Hechenberger vertreten. Es geht um den Verzicht auf die verkümmerten Weiderechte an den Straßenböschungen durch die Gemeinden. Gleichzeitig hoffen die Gemeinden, dass Fürst Lamberg für seine zum Straßenbau abgetretenen Grundstücke ebenfalls auf jede Entschädigung durch die Gemeinden verzichten. 1839 wird protokolliert, dass die Straßenbaukommission die Feldzäune entlang der Straßenböschung mit einem Fuß Abstand genehmigt habe. Somit könne das Gras entlang der Straße genutzt werden, doch bleibt die Böschung im Eigentum des Ärars. Weitere Benützungsrechte werden den Bauern bis auf Widerruf eingeräumt. Die Bauern bedanken sich für diese Begünstigung und verpflichten sich zur Errichtung der vorgeschriebenen Zäune. - Kolorierter Plan von Jochberg bis zur Salzburger Grenze mit Straßenverlauf der alten und neuen Straße.

1840 Okt. 9 Saalbach
AT GemA Jochberg 7-9-103 · Item · 1840-10-09
Part of Gemeindeverwaltung

Auszug aus dem Grenzvermarkungsakt zwischen Tirol und Salzburg betreffend die Gemeinde Jochberg. Es werden die Grenzmarken zwischen den Gemeinden Hinterglemm und Jochberg beginnend bei der Thonalpe protokolliert. Auf die Grenzberichtigung von 1832 bei Punkt 12 und beim Wappenstein Nr. 13 wird Bezug genommen. Es folgt eine ausführliche Beschreibung der weiteren Grenzmarken.

1841 Juni 16
AT GemA Jochberg 7-9-104 · Item · 1841-06-16
Part of Gemeindeverwaltung

Stellungnahme des Kreisamtes zur Kollaudierung des Widums in Jochberg. Der Widumbau wurde vertragsgemäß und kunstgerecht ausgeführt. Einwände werden nur wegen eines Holzzaunes und einiger Minderleistungen des Zimmermanns Josef Schweinester von Kitzbühel geführt. Die Versteigerung des Abbruchmaterials vom alten Widum ergibt 75 Gulden

1842/43
AT GemA Jochberg 7-9-105 · Series · 1842 - 1843
Part of Gemeindeverwaltung

Genehmigung des Kostenvoranschlags für die Reparaturen am Kirchturm in Jochberg. Die Gesamtkosten von 326 Gulden sind aus dem Kirchenvermögen und aus Stiftungen abzudecken.

1834/35
AT GemA Jochberg 7-9-106 · Series · 1834 - 1835
Part of Gemeindeverwaltung

Kirchlich-topographische und statistische Beschreibung der Gemeinde Jochberg, welche auf Wunsch des Gubemiums und auf Veranlassung des Dekans Unger von St. Johann durch den Vikar Sandbichler verfasst wurde.

1831 - 1849
AT GemA Jochberg 7-9-107 · Series · 1831 - 1849
Part of Gemeindeverwaltung

Sammelposition betr. Schmalzbeschreibung für das Viertel Jochberg und eine Beschreibung des sog. Bürgerschmalzes von 1831, Schuldscheine und Quittungen 1833, Quittungen 1838, Rechnungen und Quittungen 1848, Stellungnahmen zu Landtagsbeschlüssen o.J.

1818
AT GemA Jochberg 7-9-108 · Item · 1818
Part of Gemeindeverwaltung

Rundschreiben des Gubemiums betreffend die Mühlenordnung für Tirol und Vorarlberg in 25 Punkten.

1772 Juni 15 Kitzbühel
AT GemA Jochberg 7-9-109 · Item · 1772-06-15
Part of Gemeindeverwaltung

Zwischen den 13 Güterinhabern von Jochberg (vertreten durch Sebastian Koi-dl) und den Kleinträgem unter den Gewalthabern Stephan Sehwenter und Andrä Auberger kommt es wegen des Viehauftriebs auf der sog. Bschittau zum Vergleich. Geregelt werden der Schaf- und Rossauftrieb der Bauern bei sonstiger Strafe von 16 kr. Folgende Kleinhäusler dürfen eine oder zwei Kühe auftreiben: Katharina Hechenberger zu Lempergem, Josef Oberhausers Erben zu Scherla, Maria Oberhäuser auf der Kupferstatt, Matthias Graßwanders Erben und Barbara Graßwander auf der Barzenmühl, Sebastian Dreyer, Sebastian Mößenlechner und Stephan Schwendter. Andere Kleinhäusler sind vom Rindviehauftrieb ausgeschlossen. Der Schweineauftrieb ist extra zu verzinsen. Sollte der Bergherr bei der Einhebung der Strafen säumig sein, so ist er von den Kleinhäuslem bei der Obrigkeit anzuzeigen und mit 1 Gulden 30 kr zu bestrafen. Die Einhaltung wird vor dem Oberschreiber Matthäus Pacher und den Zeugen Franz Dominions, Johann Hörwarter und dem Schreiber Josef Anton Praun gelobt.

1560 Mai 27
AT GemA Jochberg 7-9-11 · Item · 1560-05-27
Part of Gemeindeverwaltung

Wolfgang Pallinger, Stadt- und Landrichter zu Kizpühel, fällt im Weidestreit im Jochberger Viertel zwischen den Gewalthabern Niklaus Scheßwanndter, Hans Renpichler, Andrä Moser, Bartlmä Wanndter zu Erb und Konz Planckhner zu Maurach einerseits und Balthasar Pachter, Wolfgang Prandstätter, Wolfgang Schnanttl und Hans Hyrtl, als Gewalthaber der Oberhäuser Werchat anderseits ein Urteil, das in zweiter Instanz aufgehoben wird. Nach Bitte der Streitparteien wird erläutert, dass der Blumbesuch im Jochberger Wald ungehindert bleiben soll und die Henntaler, Kochinger, Haslwanndter und Auracher Werchate davon ausgeschlossen sind. Diese vier Werchate werden daher aufgefordert, ihr Vieh binnen drei Tagen aus dem Jochberg herauszutreiben, bei sonstiger Strafe von 1 Gulden je Vieh. 8/'Jochberg Siegler : Richter Pallinger Beisitzer: Albrecht Chroner, Martin Barttenhauser, und Sigmund Graf, alle Bürger zu Kizpuhel

1809
AT GemA Jochberg 7-9-110-111 · Item · 1809
Part of Gemeindeverwaltung

Abrechnungen über 296 Gulden vom 15. bis 18. April 1809 der Schützenkompanie des Hauptmanns Anton Oppacher, für den Ober- und Unterleutnant, den Fähnrich, den Chirurgen und die Mannschaft. Weiters eine Standes- oder Verpflegungsliste für 120 Mann und eine Berechnung für die Naturalien sowie eine Reinschrift. Berechnung samt Standes- und Verpflegungsliste für 11 Tage vom 19. bis 29. April für 125 Mann in der Höhe von über 838 Gulden Weitere Standeslisten und Berechnungen vom 30. April bis 14. Mai für 239 Mann, vom 30. Juni bis 24. Juli für 122 Mann und vom 24. Sept. bis 18. Okt.1809 für 133 Mann. Zwei Transportlisten nach Kufstein, Kossen, Pass Strub, nach Unken usw.

1821 - 1849
AT GemA Jochberg 7-9-110-112 · Series · 1821 - 1849
Part of Gemeindeverwaltung

Verschiedene Schreiben an den Wirt Anton Oppacher betr. den Jagdhund Pfeifferl 1821; -weiters wegen einer Wienreise und Spesenvergütung 1827; wegen eines Weintransports 1826; - wegen Berufung der Abgeordneten Sebastian Hechenbleikner von Kufstein und Anton Oppacher am Jochberg zum Landtag (Ausschusskonress) 1832; - betr. Übersendung eines Kaiserbildnisses als Kupferstich 1837; - Übersendung eines Portraits des Präsidenten Wilczek mit Widmung durch Kreishauptmann Gasteiger 1849; - Dankschreiben für das Portrait des Präsidenten Wilczek 1849.

1822
AT GemA Jochberg 7-9-110-113 · Item · 1822
Part of Gemeindeverwaltung

Baugenehmigung für Anton Oppacher zur Aufstockung seines Gasthauses. Dieses zweite Stockwerk besteht aus einem Vorhaus in der Mitte, aus vier Zimmern, einer Küche und zwei weiteren Zimmern und einer Kammer. Es ist nach dem rückfolgenden Bauplan zu errichten. Die Öfen sind zwei Schuh von den Wänden entfernt zu bauen.

1826
AT GemA Jochberg 7-9-110-114 · Item · 1826
Part of Gemeindeverwaltung

Verzeichnis der 41 Fratschler, 6 Brauereien und 32 Wirte des Landerichtes Kitzbühel. Um 1826 gibt es sechs Fratschler im Jochberger Viertel, nämlich Jäger Stöger, Mößner in Aurach, Hechenmoßer, Bei der Bitten, Jodelbichel und Bei der Wacht. Der Extrakt der Steuerfassionen weist für das Viertel St. Johann vier reale Wirtsgerechtigkeiten aus. - Die Weinwirte des Gerichtes Kitzbühel richten an den Kreishauptmann eine Petition wegen der unverhältnismäßigen Belastungen. Im Vergleich zu anderen Gerichten ist das Umgeld vom Wein doppelt zu entrichten. Zudem schade die Befugnis des Kochens warmer Speisen in Bierschenken der ehemaligen Wirtsgerechtsame. Die Besteuerung sei wegen des hoch angesetzten Grundwertes zu hoch. Bei der Konkurrenz von 81 Weinschenken in einem Gerichtsbezirk sei der Ruin vieler Familien zu befürchten, zumal es zu viele Bierschenken mit verdächtigem Gesindel gebe. In einem weiteren Schreiben richtet man sich gegen die Zunahme der Bierwirte, die auch die Befugnis der Weinschank haben. 2 Papier Konzepte und 2 Abschr.

1829- 1831
AT GemA Jochberg 7-9-110-115 · Series · 1829 - 1831
Part of Gemeindeverwaltung

Voranschläge, Rechnungen, Quittungen und Ausgabenverzeichnisse für die Kirchdachreparatur der Vikariatskirche in Jochberg und die Errichtung der neuen Schulstube. Bei der Ausschreibung der Kirchenreparaturen kommt es zu einer öffentlichen Versteigerung für die Professionisten. Für die Dachdeckung werden 282 Kosttage verrechnet. Gemeindevorstand Wolfgang Auberger bestätigt am 31. Dez. 1831 die Richtigkeit der Ausgaben von 1434 Gulden für Kirche und Schulstube.

1830 - 1833
AT GemA Jochberg 7-9-110-116 · Series · 1830 - 1833
Part of Gemeindeverwaltung

Schriftverkehr des Wirtes und Handelsmannes Anton Oppacher mit der Gefällenverwaltung wegen Verleihung der Tabak- und Stempelkonzession. Gemeindevorsteher Rupert Stanger und Gemeindekassier Johann Schwenter befürworten dieses Gesuch. Gleichzeitig wird bezeugt, dass der Trafikant Matthias Bechenberger in Jochberg Stempel und Tabak zu erhöhten Preisen verkauft. Trotz Abweisung der Trafikantenkonzession sucht Anton Oppacher am 28. Mai 1831 neuerlich an und beruft sich u. a. auf seine Verdienste bei den feindlichen Einfällen von 1800 - 1809. Obwohl schon eine Trafik bestehe, sei der Umsatz wegen der großen Bevölkerung garantiert. Die Gemeinde steht den bisherigen Trafikanten Hechenberger als eigennützigen Mann hin. Auch das Landgericht befürwortet am 2. Juli 1832 in Jochberg eine zweite Trafik. Am 9. Jän. 1833 wird ein Majestätsgesuch Oppachers über die Gefällenverwaltung abgewiesen.

1843 Feber 20
AT GemA Jochberg 7-9-110-117 · Item · 1843-02-20
Part of Gemeindeverwaltung

Exekutionsklage des Anton Oppacher gegen Georg Aufschnaiter im Geppenhäusl wegen einer Kapitalschuld von 750 Gulden für den Kauf der Alpe Luegegg.

1818-1843
AT GemA Jochberg 7-9-118 · Series · 1818 - 1843
Part of Gemeindeverwaltung

Vordruck eines Schreib- und Wirtschaftskalenders für Anton Oppacher von 1805, doch beginnen dessen handschriftliche Eintragungen erst ab 1818. Es handelt sich um geschäftliche Vermerke wie Warenkäufe, Anzahlungen, Guthaben, Restschulden, Tilgungen und Zahlungskonditionen. Schwerpunkt der Geschäfte Oppachers sind der Viehhandel, speziell Ochsenkäufe. Es werden Namen und Ort der Verkäufer genannt. Die Geschäfte sind chronologisch verbucht, erreichen 1834 einen Höhepunkt und enden 1843.

1844- 1876
AT GemA Jochberg 7-9-119 · Series · 1844 - 1876
Part of Gemeindeverwaltung

Dienstbotenbüchl des Anton Oppacher. Neben dem Botenlohn von 20 bis 48 Gulden werden auch ein Flachskontingent, vier Paar Schuhe, zwei Hemden, ein Lodenrock, eine lange Lederhose und eine weitere Hose ausgegeben. Entlohnt werden Melker, Hüterbuben, Rossknechte, Bauknechte, usw. Die Diensboten werden meist nur mit dem Vornamen vermerkt.

1573 Juni 2
AT GemA Jochberg 7-9-12 · Item · 1573-06-02
Part of Gemeindeverwaltung

Vor Laux Hofer, Pfleger und Urbarrichter zu Khizpühel, und Heinrich Mayrhofer, Stadt- und Landrichter erscheinen die Gewalthaber der 13 Güter und lassen einen zwischen ihnen getroffenen Weidevergleich protokollieren. Demnach soll der Blumbesuch im Jochberg nur vom eigenen Vieh aufgesucht und kein fremdes Galtvieh geweidet werden. Wer von den 13 Gutsbesitzern kein eigenes Vieh hat, darf auch gegen Belohnung kein fremdes Vieh aufnehmen. Wer kein Eigenvieh auftreibt, ist von allen Kosten befreit. Alljährlich sollen aus den 13 Gutsbesitzern zwei Bergherren bestellt werden. Jedes aufgetriebene Vieh muss mit einem Markeisen gekennzeichnet werden, bei sonstiger Pfändung. Jährlich zu St. Ruprecht soll abgerechnet werden. Andere als die von den Bergherren verordneten Weiden dürfen nicht aufgesucht werden. Wer mit Melkvieh in den Jochberg fährt, erhält vom Bergherm einen Weideplatz ausgezeigt. Ohne Wissen der Bergherren darf niemand von den 13 Gütern auftreiben. Die Erhaltung der Straßen und Wege obliegt allen Gutsinhabern. Die Einhaltung dieses Vergleichs geloben Martin Laxer zu Taxen, Ruepp Laxer zu Ed, Hans Pachter zu Jochperg, Leonhard Neuthenner am Hintern Reith, Thomas Perger zu Spital, Georg Schrat-tl zu Oberwald, Martin Taler zu Oberhausen, Thomas Khünstler zu Grueb, Sebastian Oberhäuser zu Au, Wolfgang Auerperger am Mayrhof und Thomas Reiter zu Gfoll. Siegler: die Aussteller

1599 April 16
AT GemA Jochberg 7-9-13 · Item · 1599-04-16
Part of Gemeindeverwaltung

Ludwig Ruedl, Bergrichter und Christian Grienperger, Holzmeister in der Herrschaft Kizbichl, bekunden, dass die Untertanen und Nachbarn der Oberhäuser Werchat als Inhaber des Blumbesuchs im Jochberg um die Errichtung eines Hags zur Abgrenzung ihrer Viehweide gegen das Erzstift Salzburg bei der o.ö. Regierung angesucht haben. Mit Befehl vom 12. Juni 1598 wird ihnen dieser Hag von 1400 Klaftern Länge mit inserierter Befehlsabschrift genehmigt, um ein Abweiden durch fremdes Vieh zu vermeiden. Ein Drittel des Hags soll aus Mauer und Graben bestehen, um den Zaunholzbedarf zu minimieren. Das Holz darf nur nach Auszeigung durch das Berg- und Waldgericht entnommen werden.

1612 April 11
AT GemA Jochberg 7-9-14 · Item · 1612-04-11
Part of Gemeindeverwaltung

Beschwerde der 13 Gutsinhaber wegen Verbots der Gewinnung von Zaunund Dachholz, sowie von Streu und Dachsen im Jochbergwald.

1673 Aug. 19
AT GemA Jochberg 7-9-15 · Item · 1673-08-19
Part of Gemeindeverwaltung

Auszug aus einem Vertrag zwischen dem erzbischöflich salzburgischen Abgeordneten Dr. Johann Georg Baumgartner und den österr. Kommissaren. Unter Punkt 15 werden den beiderseitigen Untertanen die Weide, der Wassergenuss, Fahrrechte usw. gegenseitig auf Tiroler und Salzburger Boden wie seit alters her zugestanden. Kein Teil soll ohne Wissen und Willen des anderen an den gemeinsamen Weiden einen Hag errichten. Doch soll der Hag gegen Gagering in der Erlau, welchen die salzburgisch-fügnerischen Untertanen aufrichteten verbleiben. Dafür soll den Tiroler Untertanen zu Ried ebenfalls bei Kaltenpach die Verhegung und Verzäunung zustehen.

1684 Nov. 30
AT GemA Jochberg 7-9-16 · Item · 1684-11-30
Part of Gemeindeverwaltung

Paris Graf Lodron verleiht als Obristjägermeister dem Georg Rettenwander, Bergarbeiter an der Luegegg einen moosigen Flecken Grund aus der Gemeinde im Jochberger Wald mit 75 Bergklafter Länge und 27 Kl. Breite. Er darf den Grund einzäunen, um eine Wiese oder einen Acker zu errichten. Dafür sind in das Bergrichteramt zu Kizbichl jährlich zu Martini 3 kr Zins zu entrichten. Weiters ist er verpflichtet, die Wege nach Wasserschäden zu reparieren und das von der Gemeinde errichtete Wachthäusl bei Krieg und Sterbläufen zu besetzen. Er muss das Häusl in baulichem Zustand halten und an der Salzburger Grenze 8/'Jochberg zu Mitter sill zwei Gatter gegen ausländisches Vieh betreuen. Dazu hat sich Rettenwander gegenüber der Grundherrschaft schriftlich verpflichtet.

1692 Mai 5 Kitzbühel
AT GemA Jochberg 7-9-17 · Item · 1692-05-05
Part of Gemeindeverwaltung

Zwischen Bürgermeister Johann Seidl von Kizpichl und den Abgeordneten Christian Länderer, Bäckermeister, und Stadtschreiber Christian Milbacher einerseits sowie den Abgeordneten der Jochberger und Börger Nachbarschaft und Alpinteressentschaft anderseits, kommt es wegen des Ländholzes vor dem Bergrichter Georg Budina, dem Waldmeister Johann Holzer und dem Bergwerksverweser Christoph Margreiter zu einem Vergleich. Es geht um das Ländgeld, welches alle fünf Jahre für den Rechen und die Lände bei der Schießstatt neu zu berechnen ist. Je Klafter Holz sollen 6 Pfennig berechnet werden. Künftig soll das Länd- oder Triftholz nicht mehr ausgelaubt werden. Modriges Holz darf nicht mehr getriftet werden. Jährlich sollen zwei Jochberger zum Holzverkauf abgeordnet werden. Sollte der Stadt Schaden zugefügt werden, müssen ihn die Jochberger gutmachen. Beim Abzählen der Klafter soll von der Stadt jemand anwesend sein. Die Erhaltung der Lände und des Ländgrabens obliegt den Jochbergem, jedoch nur während der Triftzeiten. Jährlich sollen 400 bis 500 Klafter mit Vorkaufsrechten für das Berggericht und die Stadt zum Preis von 1 Gulden 6 kr geliefert werden. Bei Vertragsbruch müssen die Jochberger die Lände an die Stadt zurückgeben. Auch die Inhaber der 13 Güter werden in den Vertrag einbezogen.

1705 Juni 5 Jochberg
AT GemA Jochberg 7-9-18 · Item · 1705-06-05
Part of Gemeindeverwaltung

Georg Falger, Pflegskommissar der Herrschaft Kizbichl, bekundet als Urbarverwalter, dass er dem Kaspar Graßwandter, Schmied in Jochberg, mit Zustimmung der Nachbarn des Oberhäuser Werchats einen Einfang zwischen der Ache und dem Bach neben der Schmiede verliehen hat, welcher eine Länge von 114 und eine Breite von 10 Schritt hat. Dafür sind jährlich zur Urbarstift am Montag nach Michaeli 3 kr Urbarzins zu entrichten. Siegler: der Aussteller

1714 Okt. 6 Kitzbühel
AT GemA Jochberg 7-9-19 · Item · 1714-10-06
Part of Gemeindeverwaltung

Ländholzvertrag zwischen der Stadt Kitzbühel und der Nachbarschaft der 13 Güter der Oberhäuser Werchat im Jochberg. Zwischen Sebastian Ehrhardt, Georg Egger, Gastgeber, und Christian Milbacher, Stadtschreiber, als Abgeordnete von Kizbichl einerseits und Christian Oberhäuser zu Oberhausen, Andrä Koidl zu Grueb, Hans Hechenperger zu Niederwald, Stefan Koidl zu Mayrhofen und Sebastian Taxer zu Edt als Ausgeschossene der 13 Güter in der Oberhäuser Werchat anderseits kommt es wegen des zu liefernden Holzes aus dem Jochberger Wald auf die Länd an der Schießstatt bei Kizbichl zum Vergleich. Für die nächsten drei Jahre werden je 300 bis 500 Klafter zwischen Schütt- und Klausental zur Schlägerung festgesetzt. Je Klafter sind 1 Gulden 18 kr Kaufpreis vereinbart. Für die Geldeintreibung übernimmt die Stadt die Haftung. Weiters werden die Holzkontrolle, die Lagerung, die Haftung für zugeteiltes Holz, die Erhaltung der Lende, die Schadensvergütung, die zwei Holzmeister für die 13 Güter, die Vertragsverlängerung, der Abbau des Holzrechens, die Gebühren an das Berggericht, der Holzkauf durch den Bergwerkshandel, die Besichtigung der Schlägerungsplätze und die Wiederaufforstung vertraglich geregelt. Siegler: Franz Paul Aigner, Waldmeisteramtsverwalter zu Kizbichl

1717 Juli 28 Kitzbühel
AT GemA Jochberg 7-9-20 · Item · 1717-07-28
Part of Gemeindeverwaltung

Protokollauszug aus dem Urbarverfachbuch der Herrschaft Kizbichl. Stefan Koidl zu Mayrhofen, Michael Taxer, Wolfgang Auperger und weitere genannte zahlreiche Gutsbesitzer vom Jochberg bekunden für sich und ihre abwesenden Mitbewohner, dass sie gegen ihren Mitnachbarn Ruprecht Foidl zu Schwerta, wegen Blumbesuch, Weide und Holznutzung im Jochbergwald in Streit geraten sind. Zur Vertretung ihrer Rechtssache benennen sie acht Bevollmächtigte, nämlich Sebastian Hechenperger zu Gstallem, Christian und Georg Oberhäuser zu Oberhausen, Hans Hechenperger zu Niederwald, Georg Oberhäuser zu Jochberg, Sebastian Taxer zu Edt, Hans Veter zu Oberwald und Paul Hechenperger zu Geföll. Diese acht Konsorten vom Jochberg sind bevollmächtigt, für sich selbst und im Namen aller abwesenden Mitbewohner gegen Foidl rechtlich vorzugehen. Dies wird vor dem Pfleger Dr. Georg Falger, Matthias Aichperger und Balthasar Paumgartner gelobt.

1722 Nov. 7
AT GemA Jochberg 7-9-21 · Item · 1722-11-07
Part of Gemeindeverwaltung

Georg Falger, Pfleger, Stadt- und Landrichter zu Kitzbühel, bekundet, dass folgender Revers dem Gerichtsprotokoll einverleibt wurde: Kaspar Graßwandter, Schmied im Jochberg, verpflichtet sich gegenüber den 13 Güterinhabem im Joch-berg, dass er die sechs Brennmarkeisen, welche für die Markierung des Viehs notwendig sind, kostenlos zu reparieren hat. Neue Brenneisen sind von der Nachbarschaft zu bezahlen. Siegler: Der Aussteller Zeugen: Sebastian Himberger zu Steegen bei Kirchdorf, und Balthasar Luz, Schreiber.

1726 Juli 23 Kössen
AT GemA Jochberg 7-9-22 · Item · 1726-07-23
Part of Gemeindeverwaltung

Generalpunkte zur Waldordnung, welche von dem Berggerichtsamt Kitzbühel und den Untertanen einzuhalten sind. In sechs Punkten werden die Hegung des Heimholzes behandelt. In weiteren acht Punkten werden der Holzschnitt und die Schlägerung, das Dachsenschneiden, das Schwenden, die Waldweide, die Köhlerei, die Bewilligung von Kalköfen, die Gebührenbemessung usw. beschrieben.

AT GemA Jochberg 7-9-23 · Item · 1735-02-08
Part of Gemeindeverwaltung

Vor Franz Ignaz Sterzinger, Stadt- und Landrichter der Herrschaft Kizpichl, Landgerichtsschreiber Balthasar Luz und genannten Beisitzern kommt es zwischen den Klägern Paul Hechenberger zu Panzla, Wolfgang Oberhäuser zu Martingen und Georg Votier zu Oberwald als Ausschuss der innem Nachbarschaft im Jochberg gegen Georg Auberger, Michael Gasteiger, Bevollmächtigte der äußeren Nachbarschaft im Jochberg als Beklagte, zu einer Kundschaftstagsatzung. Als Zeugen werden zu strittigen Weiderechten von beiden Seiten Sebastian Hechenberger (.1664) und Christian Oberhäuser zu Landla (69 Jahre) einvernommen. Siegler: Der Aussteller

1736 Sept. 18 Kitzbühel
AT GemA Jochberg 7-9-24 · Item · 1736-09-18
Part of Gemeindeverwaltung

Weitere Abschrift einer Kundschaftstagsatzung unter Pfleger Franz Ignaz Sterzinger für Paul Hechenperger zu Panzla und Konsorten wegen strittiger Grasrechte und strittigen Blumbesuchs. Als Zeugen werden Georg Hochrainer (76 Jahre), Michael Gasteiger (52/53 Jahre) zu Oberschwerta und Georg Eggenberger (76 Jahre) auf Pirting einvemommen. Siegler: Franz Ignaz Sterzinger

1736 Okt. 13
AT GemA Jochberg 7-9-25 · Item · 1736-10-13
Part of Gemeindeverwaltung

Archivinventar über die Briefschaften der Nachbarschaft Jochberg, welche sich im Brieftrüchele befinden. In der Kundschaftstagsatzung vom 18. Sept. zeigte Georg Auperger an, dass ohne sein Vorwissen Paul Hechenperger das Brieftrüchele geöffnet habe, um einige Schriften herauszunehmen. Daher wird die Obrigkeit von der Nachbarschaft zur Registrierung veranlasst. Darin befinden sich Pergamenturkunden vom 27. Mai 1560, vom 2. Juni 1573, vom 11. Juli 1605, vom 7. Sept. 1558 und vom Bartlmätag 1551, weiters eine Bewilligung des Hags vom 16. April 1599, eine Bewilligung zur Aussteckung der Knappenhäuslein vom 22. Juni 1612, die Ländholzverträge der 13 Güterinhaber, eine Vertragsabschrift mit Salzburg von 1541, mehrere Schriften über den strittigen Einfang des Ruepp Foidl, ein Faszikel Befehlsabschriften, mehrere beglaubigte Abschriften obiger Pergamenturkunden, eine Vollmacht gegen Ruepp Foidl, ein Revers des Kaspar Graßwander und eine ungefertigte Urkunde von 1686. Abgängig ist der jüngste Waldbrief, wie Balthasar Luz, Urbargerichtsschreiber, feststellt.

1745 Sept. 10 Kitzbühel
AT GemA Jochberg 7-9-26 · Item · 1745-09-10
Part of Gemeindeverwaltung

Die 13 Güterinhaber wenden sich bei einer Tagsatzung gegen die Einräumung eines Blumbesuchs und anderer Rechte für die Söllhäusler und die Knappen, weil dadurch landesfürstliche Verträge verletzt würden, weiters weil eine besondere Grundabstückung für die Knappen auch andere Nachbarn berühre, weil wie an anderen Orten deshalb viele Prozesse zu befürchten sind und weil durch diese Abteilung der herrschaftliche Wildbann beeinträchtigt würde. Durch das Begehren der Söllhäusler würden auch die Weideverträge von 1573, 1605 und der Vergleich vom 30. März 1735 wegen gemeinsamer Nutzungsansprüche berührt. Es gilt auch die Frage wegen der „Heig-Roß“ mit den Nachbarn zu Mayrhof, Schwerin, Edt und Schlichta zu klären. Wenn kein Einwand erfolgt, wird die erbetene Auszäunung eines separierten Distrikts bis Michaeli ratifiziert werden.

1745 Sept. 28
AT GemA Jochberg 7-9-27 · Item · 1745-09-28
Part of Gemeindeverwaltung

Paul Wegstötter zu Unterspitall im Jochberg bekundet, dass ihm die o.ö. Flofkammer durch das Obristjägermeisteramt einen Weidebezirk verliehen hat. Franz Anton Khuen von Belast verleiht als Obristjägermeister von Amts wegen auf Bitte des Spitaller Greundherrschaftsverwalters Johann Balthasar Luz dem Grundholden Paul Wegstötter, weil er im Unterschied zu den anderen 13 Güterinhabem keine Alpweide hat, einen Bezirk in den zwei alten Flolzschlägen Pertegg und Klammerling, damit dort 18 bis 20 Stück Wintervieh grasen können. Der ausgesteckte Alphag wird mit genannten Grenzen beschrieben. Dafür sind jährlich zu Martini 36 kr Rekognitionszins in das Berggerichtsamt zu Kitzbühel zu erlegen. Wegstötter darf nur das eigene Melkvieh, jedoch keine Ziegen oder Schafe auftreiben. Die Einhaltung aller Auflagen wird vor dem Pfleger Franz Josef Kröll durch Revers bestätigt. - Eine Stellungnahme Wegstötters zu acht Fragen der 13 Güterinhaber vom 28. Okt. liegt bei.

1745 Nov. 19 Jochberg
AT GemA Jochberg 7-9-28 · Item · 1745-11-19
Part of Gemeindeverwaltung

Die 13 Güterinhaber erteilen ihren Mitnachbam Andrä Koidl zu Oberhausen und Georg Flechenberger zu Khenn mit diesem Gewaltbrief die Vollmacht, sie in der Streitsache um den Jochbergwald gegen Paul Wögstötter zu Spitall in allen Rechtsangelegenheiten zu vertreten. Siegler: Hans Oberhäuser zu Oberhausen, Wolfgang Oberhäuser zu Materlehen, Hans Hechenperger zu Hinterreit, Josef Votier zu Oberwald, Andrä Koidl auf dem Gut Grub, Georg Mitterer auf dem Niederwallergut, Christian Aigner auf Rainerlehen, Christian Widauer auf Taxa, Michael Gasteiger auf 8/'Jochberg Edt, Hans Obrist auf dem Spitalergut, Georg Auberger auf Mairhofen, Paul Hechenberger auf Pembichl und Michael Hechenperger auf Au.

1746 Feber 18
AT GemA Jochberg 7-9-29 · Item · 1746-02-18
Part of Gemeindeverwaltung

Protokollauszug betreffend der 1726 erlassenen sechs Generalpunkte zur Waldordnung, welche vor allen sechs Vierteilem, darunter von Jochberg vor Hans Pachter und Georg Vilzer, abgelesen, erläutert und beeinsprucht wird. Es geht um Holzlieferungen aus den Heimwäldem an den königlichen Handel und die Preisgestaltung, um die Gebührenbemessung für die Abteilungsbriefe für den Pfleger, um die Umschreibung der neuen Waldinhaber im Waldlehenbuch, um die Dachsenschneidordnung usw., wobei man sich auf das Erläuterungslibell von 1726 (vgl. Nr. 13) bezieht.

AT GemA Jochberg 7-9-30 · Item · 1747-11-03
Part of Gemeindeverwaltung

In der Wirtsbehausung zu Jochberg wird vor genannten o.ö. Regiments- und Hofkammerräten die Kommissionsverhandlung zwischen Johann Anton Emst Speckher, Oberwaldmeister und genannten Behördenvertretem einerseits und dem Anwalt Johann Benedikt Stöckl für die 13 Güterinhaber und deren Abgeordneten Hans Oberhäuser, Andrä Koidl, Georg Oberhäuser, Leonhard Pöll und Michael Hechenberger anderseits abgehalten. Nach Verlesung der bisherigen Klagen, Augenscheinprotokolle und Stellungnahmen werden Widersprüche in den Hauptpunkten festgestellt, weshalb die 13 Güterinhaber zwei unparteiische Gutachter namens Hans Homgacher und Georg Wiser vorschlagen. Trotz Schneefalls ersuchen die Beklagten um einen Augenschein zu den angeblichen Waldexzessen, welcher zwischen 9 und 15 Uhr durchgeführt wird. Am 4. Nov. wird die Tagsatzung in der Wirtsbehausung Pürckhls fortgesetzt. Nach Parteienhörung wird im Vergleichsweg für die 13 Güterinhaber eine Strafsumme von 150 Gulden festgesetzt und bezahlt. Nach dem publizierten Strafurteil wird Georg Mitterer zu Jela am Jochberg zu 3 Tagen Kerker verurteilt, weil er äußerte: „Wäre nur der Franzos im Land, so hätte der Streit ein Ende.“

1746 Nov. 25
AT GemA Jochberg 7-9-31 · Item · 1746-11-25
Part of Gemeindeverwaltung

Erinnerungs-, Beschwerde- und Defensionspunkte der 13 Güterinhaber im Jochberg gegen das Waldmeisteramt Kitzbühel samt acht Beilagen. Sie bestreiten, einen Waldexzess begangen zu haben. Da ihnen der Weidebesuch im Jochberger Wald zu Pretegg, Clammerling, Dorapichl und Schentagweid zustehe, könne man kein Verbrechen erkennen, wie dies von der Waldmeisterei behauptet wird. Daher lehnen die Güterinhaber die namhafte Strafe durch Bergmeister Griessenböckh (lt. Protokollbeilage Nr. 1) ab. Weiters liegen das Augenscheinprotokoll der Herren Steixner und Gapp und das Tagsatzungsprotokoll des Waldmeisteramtes vom 31. Jän. 1746 bei. Man bezieht sich auf die zu wenig berücksichtige Verantwortung vom 6. Dez. 1745 an die o.ö. Regierung (Beilage Nr. 4) und die dazu vorgelegte Beschwerdeschrift ( Nr. 5), weiters auf den Bericht des Waldmeisteramtes (Nr. 6), auf das Protokoll vom 21. Juni betreffend den verbotenen Schafauftrieb (Nr. 7) und auf den Befehl des k.k. Faktoramtes Schwaz vom 20. Juni bezüglich einer gütlichen Beilegung (Nr. 8). Die Strafe von 100 Gulden und Kosten von 98 Gulden werden dem Grunde nach und der Höhe nach wortreich bestritten.

1747 Nov. 6
AT GemA Jochberg 7-9-32 · Item · 1747-11-06
Part of Gemeindeverwaltung

Kostenverzeichnis betreffend des Weidestreites zwischen den 13 Güterinhabem am Jochberg und Paul Wagstätter. Für die Kommissionsmitglieder sind 155 Gulden 15 kr an Spesen zu entrichten. In einer Nachforderung werden die Spesen auf 216 Gulden 15 kr erhöht, welche am 6. Nov. freiwillig bezahlt und vom o.ö. Hofprotokollisten Josef Posch quittiert werden.

AT GemA Jochberg 7-9-33 · Item · 1747-10-21
Part of Gemeindeverwaltung

Die Kommission zu Innsbruck unter dem o.ö. Geheimen Rat erteilt den Auftrag, neben der Aussteckung der Weide für Paul Wagstätter auch die Waldexzesse der 13 Güterinhaber durch Lokalaugenschein gründlich zu untersuchen und nach Möglichkeit einen Vergleich zu erwirken. Dieser Augenschein wird vom Gericht für 3. Nov. angesetzt. Dazu sind Waldverständige beizuziehen. 8/'Jochberg

1747 Okt. 30/31 Kitzbühel
AT GemA Jochberg 7-9-35 · Item · 1747-10-30
Part of Gemeindeverwaltung

Kommissionssprotokoll wegen eines Weide- und Aussteckungsstreites zwischen den 13 Güterinhabem am Jochberg und Paul Wagstätter. Nach der vom Waldmeisteramt erlassenen Strafe und dem von der Kommission vorgenommenen Augenschein wird am 30./31 Okt. 1847 in Pirkls Wirtstaveme in Kizbichl vor genannten Kommissionsmitgliedern zwischen Hans Oberhäuser, Andrä Koidl, Leonhard Pöll, Georg Oberhäuser und Michael Hechenberger als Vertreter der 13 Güterinhaber (Rechtsbeistand: Franz Josef Kroll, Pfleger zu Kizbichl) einerseits und Johann Benedikt Stöckl, Regimentsatvokat) gegen Paul Wagstätter (Rechtsbeistand: Gerichtsprokurator Johann Paul Wincklmayr) anderseits verhandelt. Neben Zitierung zahlreicher Vorakten wird festgestellt, dass die ganze Nachbarschaft nicht nur aus den sog. 13 Güterinhabem bestehe, sondern aus weiteren 800 Seelen. Wagstätter besitze zwar nur !4 von einem ganzen Gut zu Spittal. Er habe im Jochberger Wald mehr Rechte, weil er sein gesamtes Wintervieh auftreiben dürfe, hingegen die 13 Güterinhaber nur ihr Galtvieh in beschränkter Zahl. Die Regierung habe bereits am 17. Feber erkannt, dass die für Wagstätter ausgesteckte Weide für seine Melkkühe privaten Charakter habe. Dies sei wegen der Einzäunung für den Wald unbedenklich. Hingegen hätten die 13 Güterinhaber durch den frühzeitigen Auftrieb der Schafe und Ziegen einen Waldexzess begangen. Man vergleicht sich, dass Wagstätter sein Gut samt genannten Fahrnissen um 6100 Gulden und 50 Gulden Leutkauf an die Kläger abtritt. Dafür soll der neue Einfang wieder entfernt werden.

1756 Juli 15 Jochberg
AT GemA Jochberg 7-9-36 · Item · 1756-07-15
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Anlässlich der Anzeige des Waldknechtes Matthias Widmoser, dass die 13 Güterinhaber durch ausländisches bzw. fremdes Vieh in ihren Holzschlägen geschädigt würden, wird durch Bergrichter Braun ein Augenschein vorgenommen. Ausgehend von der Thumer Landstraße über die Trattenbacher Alm besichtigt man den Nestlinger Holzschlag, welcher dem Jochberger Schmelzwerk dient. Es wird festgestellt, dass der Inhaber der Salzburger Alm Kesst namens Josef Brunner von Klausen, Gericht Mittersill, 45 Stück Klovieh in den Jochbergwald bis zur Kalten Kendl wegen angeblicher Schneeflucht herabtrieb. Zahlreiche Schäden und zwei frische Brandstätten werden entdeckt. Weitere Schäden werden an der Schentagweide durch die 60 Stück Vieh der Zimmerauer Witwe und durch den Bestandsmann des Herrn von Mohr zum Schaden der Jochberger protokolliert.