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Descripción archivística
1449 Sept. 22 (St.- Mauriti-Tag)
AT GemA Reutte 7-9-10 · Unidad documental simple · 1449-09-22
Parte de Gemeindeverwaltung

Stadt und Gericht Füssen vergleichen sich mit den zum Gericht Erenberg gehörigen Orten Lermos, Püchelbach, Ayterwang, Praytenwang und Ruty wegen des Weges über den Kniebos. Füssen soll den Weg bauen, mit Steinen hauen, Brücken errichten und sodann darüber Rechnung legen. Dafür dürfen sie einen Weglohn nehmen, um den Bau bis auf die Stieglach zu finanzieren und zu erhalten. Für jeden beladenen Wagen aus dem Gericht Füssen oder Erenberg, der über den Kniebos hin- oder zurückfährt, sind 4 kr zu zahlen. Salz- oder Weinfuhren, die von anderen Gerichten kommen, müssen je nach Bespannung genannte erhöhte Tarife bezahlen. Für Saumrosse gilt eine eigene Regelung, wenn sie Futter oder Salz nach Flall oder Ymbst führen. Nach einem Jahr sollen die Vergleichspartner zu St. Galli Zusammenkommen und den Weglohn neu verhandeln. Weiters soll der Torhüter zu Füssen den Weglohn nach Füssen einnehmen und in eine Büchse tun. Desgleichen soll einer zu Binswang das Weggeld von jenen, die nach Vils ausfahren, einnehmen. Siegler: Junker Hans Schott, Pfleger zu Füssen Zeugen: Hans Mair, Josef Gerhart, Konrad Spaiser, Weinhard Vorhoch, Hans Herbst und Ulrich Schmid, alle Bürger zu Füssen

1628 April 2 Innsbruck
AT GemA Reutte 7-9-100 · Unidad documental simple · 1628-04-02
Parte de Gemeindeverwaltung

Fortunat Freiherr zu Wolckhenstain und Rodnögg genehmigt als Oberstjägermeister dem Markt Reuty und der Pfarrgemeinde Braitenwang die Rodung und Räumung jenes Grundstücks von Georg Jeckhes Hütte an bis zur Augsburger Grenze, und gegen das Gebirge der Neuen Alpe bis an die ettalische Grenze hinaus, um daraus Wiesen zu machen, vorbehaltlich der darin stehenden Ahombäume, welche dem Landesfürsten verbleiben. Am 23. und 24. Sept. erfolgt die Vermessung und Vermarkung des Amerwaldes unter Richter Josef Tasch und Waldmeister Oswald Keller mit genannten ausführlichen Grenzmarken. Für die Verleihung des Amerwaldes sind 16 Gulden Grundzins in das Herrschaftsurbar und 2 Gulden Afterzins in das St. Anna-Gotteshaus zu Reuty zu reichen. Siegler: Der Aussteller

1637 Mai 28/ 1638 März 15 Innsbruck
AT GemA Reutte 7-9-101 · Serie · ? - 1638-03-15
Parte de Gemeindeverwaltung

Erzherzogin Claudia und Bischof Heinrich von Augspurg beziehen sich auf die 1628 erfolgte Gründung des Franziskanerklosters zu Reiti durch Erzherzog Leopold und ratifizieren einen Vergleich zwischen dem St. Anna-Gotteshaus zu Reiti und der Pfarre zu Praitenwang, um die Einkünfte aus dem Salzstadel, der St. Sebastiani-Bruderschaft und des Pfarrherm zu Praitewang neu zu regeln. Wegen der Finanzierung der Beleuchtung, des Opferweins, der Erhaltung des St. Anna-Gotteshauses und Franziskanerklosters bezieht man sich auf den Kammerbefehl vom 8. Juni 1637, welcher genannten zahlreichen Salzfaktom zu Reutti einen Salzaufschlag von 2 kr für das Peter-und Paul-Gotteshaus in Praitenwang und für das St. Anna-Gotteshaus vorschreibt. Den Franziskanern soll aus dem Klausenwald das notwendige Brennholz durch die Rodfuhrleute, welche die Salzrod in Reuti betreiben, kostenlos zugestellt werden. Siegler des

1642 Okt. 8
AT GemA Reutte 7-9-102 · Unidad documental simple · 1642-10-08
Parte de Gemeindeverwaltung

Zwischen dem Markt Reutti und den Gemeinden Praitwang, Ehenpichl, Pflach, Mühl und Leen kommt es vor der Regierung zu einem kommissioneilen Vergleich. Die Kläger sind durch Bartlmä Henggi, Jakob Komman, Hans Hochrainer, Michael Kurz, Matthäus Schraz, Hans Zwerger, Georg Jackh, Georg Teuffenprun, Oswald Torwartl, Simon Traxl, Georg Schweiggl, Georg Kecht, Hans Rainer und Hans Maurus, Mair in der Aschaw, vertreten, Reutt durch Christoph Öxl, Bürgermeister, Tobias Keller, Georg Köpft, Baumeister, Hans Mesmer, Mang Seuntner, Hans Leitl, Gabriel Windt, Paul Zeder, Salzfaktor, Hans Höss, Zöllner und Leonhard Keller, Waagmeister, in Beistandschaft des Regimentsadvokaten Georg Reibi. In 14 Punkten wird die Edierung des Kaufbriefs über die Alpe Rats vereinbart. Reuti soll das Steuerregister von 1576 überarbeiten. Die Aufteilung des Einkaufgeldes und des Alpgeldes wird vereinbart. Die Niederlage bleibt lt. Freiheitsbrief von 1494 unverändert. Das Weggeld ist lt. Freiheitsbrief von 1598 zu regeln. Die Benützung des Ammerwaldes wird im Teilungsbrief von 1628, jene der Weiden in den Urkunden von 1451 und 1555 geregelt. Weiters vergleicht man sich wegen der Brunnenerhaltung, Pflastergeldeinhebung, der Archenerhaltung, der Ritschenerhaltung, der Anstellung der Totengräber, der Hebammen, des Schulmeisters, der Stierhaltung, eines der Inventarisierung gemeinschaftlicher Urkunden, der Hirtenanstellung von, der Aufteilung von 387 Gulden wegen des Harlander Lehens, wegen der Einhebung der Leibsteuer und der Vermögensaufteilung. Siegler: Johann Jakob Goppoldt, Pfleger zu Einberg, und Anton von Rosst, als Kommissare

1642 Okt. 31 Reutte
AT GemA Reutte 7-9-103 · Unidad documental simple · 1642-10-31
Parte de Gemeindeverwaltung

Zwischen den Untertanen zu Haytterwanng, Pfarre Piechlpach, und der Pfarre Lermoß, kommt es vor Ferdinand Püschl von Luttach, Kommandant zu Emnberg, wegen Abholzung im Klausenwald zu einer Neuvermarkung. Am 10. Aug. erfolgt der Augenschein unter Andrä Voglmayr von Tierburg, oberster Forstmeister, Anton von Rosst, Pflegsverwalter zu Emnberg, Hans Zehenndtner, Richter, Oswald Keller, Waldmeister, Thiel Albl, Forstüberreiter, Hans Höss, Zöllner, Wolfgang Bischoff, Gerichtsschreiber, Bürgermeister Christoph Öxl von Reuti und den Vertretern obgenannter Gemeinden. Zur Ausmarkung kommt es vor genannten zahlreichen Gemeindeabgeordneten am 29. und 30. Okt. beginnend ober der Klause Emnberg gegen Hayterwanng in der Kannzrait an der Landstraße. Weitere Grenzpunkte sind der Rauhe Kopf, die Teufenlacke auf dem Kopf, ein Tal, ein Weg, der Thürre Kopf, das Hirschbad, der Boden gegen den Todtengrüebl, das Joch gegen Ehenpichl, gegen Meyrlen und die Höhe neben dem Schloß Emnberg. Insgesamt werden 169 Grenzmarken an Bäumen und Steinen beschrieben. Die Einhaltung dieser Grenzen geloben für Reuti Christoph Öxl, Bürgermeister, Tobias und Matthäus Keller, Mang Seuter, Hans Hennggi und Andrä Khecht, für Ehenpichl Hans Zwerger, Georg Teuffenprun und Adam Herr, für Haitterwanng Anton Gügl, Fischmeister, Jakob Jäger, Hans Rady, Andrä Grüesser und Martin Weyrater, für Püechlpach Christoph Klainhannß und Hans Zoz, für Lermoß Ludwig Khayler, Martin Roschmann, Forstmeister, und Georg Kherber. Siegler: Anton von Rosst, Pflegsverwalter zu Emnberg

1642 Okt. 31 Reutte
AT GemA Reutte 7-9-104 · Unidad documental simple · 1642-10-31
Parte de Gemeindeverwaltung

Die Gemeindsleute der Pfarre Praitenwanng begehren den Markungsvergleich betreffend den Klausenwald mit der Herrschaft. Vor Anton von Rosst, Pflegsverwalter zu Emberg, und den Beisitzern Hans Zehenntner, Richter, Hans Mader, Heinrich Sanndler, augsburischer Waldschreiber, Oswald Kheller, Waldmeister, Uriel Albl, Forstüberreiter, Hans Höss, Zöllner, Jakob Strele, Perwanng, Thomas Rainer und Wolfgang Bischoff, Gerichtsschreiber, bringen genannte Gemeinden nach Ablesung des Grenzvergleichs betreffend den Klausenwald, den Haiterwannger Esterwald und den Bannwald, ihre Einwendungen, Bedenken bzw. ihr Einverständnis zu den neuen Grenzmarken vor. Zu den Einwendungen des Fischmeisters Anton Gügl geben die Gemeinden außer Ehenpichl keine Stellungnahme ab. Daher ergeht der Bescheid, daß es bei dem Grenzvergleich bleiben soll. Weitere Ansprüche der Parteien sind unter den betroffenen Gemeinden zu regeln. Die Kommissionskosten sind zur Hälfte von Haiterwanng und zur Hälfte von Praitenwanng zu tragen. Da die meiste Zehrung in Reutte angefallen ist, muß Haiterwang noch 89 Gulden abstatten. Siegler: Anton von Rosst

1643 März 31 Innsbruck
AT GemA Reutte 7-9-105 · Unidad documental simple · 1643-03-31
Parte de Gemeindeverwaltung

Die o.ö. Kammer erläßt namens der vormundschaftlichen Regierung nach Erzherzog Leopold der Bürgerschaft von Reuti auf deren Ansuchen wegen der 'eingefallenen beschwerlichen Leiff' den Grundzins für den Ammerwald, doch sind die jährlich festgesetzten 18 Gulden ordentlich zu erstatten.

1643 Mai 16 Innsbruck
AT GemA Reutte 7-9-106 · Unidad documental simple · 1643-05-16
Parte de Gemeindeverwaltung

Witwe Erzherzogin Claudia, bevollmächtigte Gewaltträgerin und Mitvormünderin, verleiht den Leuten zu Praitewang und Reuti auf deren Bitte Weide und Berg Harlander und Ligveist zu Lehen. Dazu wird deren Mitbürger Christoph Öxl zu Reutte als Lehensträger angenommen. Da dieses Lehen seit Erzherzog Ferdinands Zeiten nie weiter empfangen und dadurch mehrmals fällig wurde, hätte es eingezogen werden müssen. Auf demütiges Bitten und wegen ihrer getreuen Dienste wird den Leuten zu Praitewang und Reutte unter ihrem Lehensträger Öxl genannter Berg wiederum aus Gnaden verliehen. Dafür soll ein jeder Lehensträger seinem Lehensherrn jährlich auf Schloß Emberg den gewöhnlichen Zins und Dienst leisten. Siegler: Erzherzogin Claudia

1644 April 2 Innsbruck
AT GemA Reutte 7-9-107 · Unidad documental simple · 1644-04-02
Parte de Gemeindeverwaltung

Erzherzogin Claudia bestätigt den offenen Viehmarkt, welchen Erzherzog Ferdinand am 14. Juli 1569 jährlich für den 3. Sept. verliehen hat (vgl. Nr. 58). Nach Ratifizierung dieser wörtlich inserierten Urkunde wird auf Bitte des Marktes Reutte diese Marktfreiheit konfirmiert und der Viehmarkt nach jahre langer kriegsbedingter Unterbrechung wiederum errichtet, jedoch am 11. Sept. statt wie bisher am 3. Sept. Siegler: Claudias erzfürstliches Sekretsiegel

1651 Juni 15-17
AT GemA Reutte 7-9-108 · Unidad documental simple · 1651-06-15
Parte de Gemeindeverwaltung

Hans Heinrich Sondier, Richter der Herrschaft Emberg, erstellt auf Bitte des Andreas Recht, Bürgermeister zu Reute, eine urkundliche Abschrift aus dem Gerichtsprotokoll vom 16. Juni, worin Gerichtsschreiber Hans Zwerger die Aussteckung des Rotge(e)ms in der Alpe Raz folgendermaßen abgefaßt hat: Vor dem Pfleger Anton von Rosst, Richter Heinrich Sondier und Gerichtsschreiber Georg Reichart erscheint Bürgermeister Recht, um die Zeugenaussage des Alphirten Oswald Peuntner jun. aufzunehmen. Anläßlich der Aussteckung des Rot(n)gems durch Hans Zwerger wird der Alphirte Peuntner vorgeladen. Er sagt aus, daß der Rotgem von dem Raiten Brunnen an bis an das Tal unter der Ebne mit Kleinvieh und Rossen genutzt wird, am Joch aber nur mit Geißvieh. Dieser Rotgem sei die beste Schneeflucht aus der Alpe Raz. Das Vieh wird auch in der Ebne gehütet. Siegler: Hans Heinrich Sondier, Richter zu Emberg

1658 Nov. 9 Innsbruck
AT GemA Reutte 7-9-109 · Unidad documental simple · 1658-11-09
Parte de Gemeindeverwaltung

Erzherzog Ferdinand Rarl konfirmiert dem Markt Reitti das Privileg des erhöhten Pflaster- und Weggeldes, welches seine Mutter Erzherzogin Claudia am 16. Feber 1646 ausgestellt hat. Diese Zollfreiheit ist wörtlich inseriert und wird auf die nächsten fünf Jahre bestätigt und verlängert. Siegler: Der Aussteller

1471 Juni 29 (Peter-und Paulstag)
AT GemA Reutte 7-9-11 · Unidad documental simple · 1471-06-29
Parte de Gemeindeverwaltung

Hans Hess, Hans Stainacher, Rudolf Kurzhanns, Peter Murr und Anna Musawer, Witwe des Klaus Musawer, alle fünf von Oberrüti auf der Kegg, verzichten zu Gunsten der Nachbarschaft von Unterrüti auf den Brunnen von den heiligen Stain gegen Bezahlung von 8 Gulden Dafür dürfen die von Unterrüti nach Bedarf mit ihrem Brunnen durch deren Grundstücke und Güter graben und fahren. Siegler: Johannes Vischer, Braittenwang Zeugen der Siegelbitte: Hans Schwaiger, Mair zu Aschaw, Thomas Raither, Konrad Zütt, alle von Aschaw.

1662 April 20 Innsbruck
AT GemA Reutte 7-9-110 · Unidad documental simple · 1662-04-20
Parte de Gemeindeverwaltung

Erzherzog Ferdinand Karl erläßt ein offenes Mandat und bezieht sich auf den engeren Ständeausschuß, welcher am 22. Juli 1660 in Hall tagte, um eine Extrasteuer zur Türkenbekämpfung zu erlassen. Im Ausschuß wurde beschlossen, um die große Schuldenlast samt Zinsenrückstand abzustatten, von der Tiroler Landschaft einen Kredit aufzunehmen, und dazu zwei ExtraordinariSteuertermine über vier Jahre zu genehmigen. Wegen des zu befürchtenden Einbruchs in Siebenbürgen und Ungarn soll eine 'eylende Türkenhilf' bewilligt werden. Dieses Steuermandat soll allen landschaftlichen Steuereinnehmern in jedem Viertel zeitgerecht bekanntgemacht werden. Siegler: Der Aussteller

1664 Feber 1 Innsbruck
AT GemA Reutte 7-9-111 · Unidad documental simple · 1664-02-01
Parte de Gemeindeverwaltung

Erzherzog Sigmund Franz konfirmiert auf Bitte der Bürgerschaft und Gemeinde der Pfarre Praitewang mehrere Privilegien, Ordnungen und Freiheiten König Maximilians vom 6. Juni 1494 (vgl. Nr. 9), Kaiser Ferdinands vom 8. Aug. 1558 und vom 31. Jän. 1559 sowie Erzherzogin Claudias vom 2. April 1644, welche alle wörtlich inseriert sind. Überdies verleiht Ferdinand Karl die alte durch Kriegsunruhen verlorene Wappenfreiheit: nämlich einen roten oder rubinfarbenen Schild, dessen Mitte eine weiße oder silberfarbene Zwerchstraße abteilt, auf deren Grund drei grüne Bühel mit je einem grünen Tannenbaum erscheinen. Siegler: Der Aussteller

1665 März 6 Innsbruck
AT GemA Reutte 7-9-112 · Unidad documental simple · 1665-03-06
Parte de Gemeindeverwaltung

Erzherzog Sigmund Franz bekundet von seiner Stadt Insprugg aus, daß ihn die Leute zu Praitewang und Reute gebeten haben, ihnen die Weide am Berg Harlander und Ligveist zu verleihen und dazu ihren Mitbürger Peter Pachter als Lehenträger zu nominieren. Nach dem Tode sowohl seines Bruders Erzherzog Ferdinand Karl als auch des Lehenträgers Christoph Öxl erfolgt nach ausge schriebener Lehensberufung die Neubelehnung an Pachler. Der jährliche Zins und Dienst ist auf das Schloß Ehmberg zu leisten. Siegler: Der Aussteller

1665 Aug. 7
AT GemA Reutte 7-9-113 · Unidad documental simple · 1665-08-07
Parte de Gemeindeverwaltung

Generalvikar Caspar von Augsburg bestätigt die feierliche Durchführung des St. Rochustages und St. Magnustages in der Pfarre Braittenwang, um die Pest und andere Krankheitsbedrohungen abzuwenden. Das Gesuch um diese kirchliche Bestätigung ist wörtlich inseriert. Es wird vor dem Emberger Pfleger Franz Karl von Rost, dem Pfarrer Kaspar Scholl, dem Richter Hans Heinrich Sandler und Gerichtsschreiber Georg Reichart wegen der in dieser Pfarre grassierenden Krankheiten, der in den Wiesen und Feldern vorkommenden sehr schädlichen Würmer beantragt, da diesem verderblichen Unheil nur mit geistlichen Mitteln abzuhelfen ist. Daher verlobt sich die Bürgerschaft des Marktes Reiti in der Pfarre Braittenwang zur Abwendung so gefährlicher 'pestilenzischer Krankheiten, böser Suchten und Übel' am St. Mang- und St. Rochustag den Gottesdienst feierlich zu halten und dieses Gelübde durch den Weihbischof in Augsburg bekräftigen zu lassen. Dazu erscheinen die Bevollmächtigten vom Markt Reithi, nämlich Bürgermeister Thomas Jäger, Christoph Schreiber, Baumeister, Christoph Girier und Christian Eberle, sowie von den umliegenden Orten Matthäus Ginther, Säckelmeister und Benedikt Tiefenbrun von Ehenpichl, Tobias Pranz von Braittenwang, Sigmund Grießer von Pflach, Jakob Hörman und Georg Schweiggle, um den Pfarrer Kaspar Scholl zu bitten, dieses Gelübde an den Weihbischof zur Konfirmation weiterzuleiten. Siegler: Der Aussteller

1667 Juni 14 Innsbruck
AT GemA Reutte 7-9-114 · Unidad documental simple · 1667-06-14
Parte de Gemeindeverwaltung

Kaiser Leopold verleiht nach dem Ableben seines Vetters Erzherzog Sigmund Franz als dessen rechtmäßiger Nachfolger und nunmehriger Landesfürst auf Bitte der Leute zu Praitewang und Reute die Wun und Weide auf dem Berg Harlander und Ligveist. Als Lehenträger wird von den Mitbürgern zu Reute Peter Pachter vorgeschlagen, welcher namens des Marktes Reute mit den Weiderechten zu genannten Bedingungen neu belehnt wird. Siegler: Der Aussteller

1670 Okt. 14 Kufstein
AT GemA Reutte 7-9-115 · Unidad documental simple · 1670-10-14
Parte de Gemeindeverwaltung

Wegen der Vermarkung der Landesgrenze wurde zwischen den Herrschaften Emnberg und Hochenschwangau am 10. Aug. 1609 ein Vergleich entworfen, welcher wörtlich inseriert ist. Anläßlich der geplanten Bergwerke an der Höchen Plet oder Kaltenlain wird von Tiroler Seite neuerlich ein Vertragsentwurf ausgearbeitet, da der alte Vertrag nie ratifiziert worden ist. Unter Kaiser Leopold und Herzog Ferdinand Maria von Bayern wird zur Streitbeilegung von genannten Kommissaren ein Augenschein vorgenommen und nach erfolgten Konferenzen ein gütlicher Vergleich getroffen. Es soll demnach bei dem alten Vergleichkonzept verbleiben. Die Marksteine sollen gesetzt werden. Bayern bewilligt, daß in der Oxenhirschwanng von Reuti hineinwärts beim vierten Grenzstein das Holz, auch Wun und Weide ausschließlich nach Emnberg (ohne Mitgenuß oder Eingriff von Hochenschwangau) gehören. Die hohe und niedere Jagd aber genießen die beiden Herrschaften gemeinsam. Davon bleibt aber das landesfürstliche Territorium beim unteren Plaßen und Oxenhirschwanng unberührt. Siegler: genannte Kommissare mit Unterschriften

1672 Juli 6/7
AT GemA Reutte 7-9-116 · Unidad documental simple · 1672-07-06
Parte de Gemeindeverwaltung

Unter Franz Karl von Rosst, Hauptmann und Pfleger der Festung und Herrschaft Emnberg, wird die Grenze des Emnberger Schloß- und Klausenwaldes durch den Forstüberreiter und Waldmeister Hans Zwerger, weiters durch Hans Konrad Pfaundler, Zöllner, Hans Jakob Azger, Kapitänleutnant, als Deputierte in Gegenwart des Jakob Köpfte, Bürgermeister, und des Uriel Albl neu beschrieben. Weiters sind zur Grenzbegehung und Markemeuemng vom Pfleger zitiert worden: Leonhard Herr von Praitewanng, Georg Lagger, Peter Zwerger, Forstknecht, Anton Seuz, Postmeister von Haiterwanng, Hans Peter, Forstknecht von Piechelpach, und Christian Wagner von Lermoß. Bei der Grenzbesichtigung am 2. Juli werden 169 Grenzmarken protokolliert. Siegler: Franz Karl von Rosst

1673 Okt. 4/ 1686 Juni 25
AT GemA Reutte 7-9-117 · Serie · ? - 1686-06-25
Parte de Gemeindeverwaltung

Zwischen der Herrschaft Emnberg und Hochenschwangau wurde wegen des Ammerwalder Gebirgs von Tyrol und Baym in Kufstein am 14. Okt. 1670 eine Kommission eingesetzt (vgl. Nr. 104), der Vertrag ratifiziert und die Neuvermarkung in der Oxenhirschwang beschlossen. Bei der nunmehrigen Vermarkung der 45 Grenzpunkte sind anwesend: Hans Zwerger, Waldmeister, Franz Keller, Umgeldverrechner, Andreas Kecht, Nikolaus Amman, Christian Knipflperger, Matthias Prunhueber, Hufschmied, Georg Niggl, Sattler, Michael Kecht, Lebzelter, alle Bürger, Martin Hörting, Schreiber, Martin und Georg Zwerger, alle von Reiti, Peter Zwerger, Forstknecht, Hans Zwerger, Matthäus Ginther, alle von Ehenpichl, Georg Kornmann von Praitewanng und Georg Schneller von Kreckhlmoß. Weitere genannte Deputierte sind von Hochenschwangau anwesend. Die Grenzbeschreibung beginnt auf dem Albls- oder Hirschwanngkopf oben auf der Schleglwelze und endet beim vierten Landmarkstein. Siegler: Franz Karl von Rosst, Pfleger zu Emnberg

1691 Jän. 31 Innsbruck
AT GemA Reutte 7-9-118 · Unidad documental simple · 1691-01-31
Parte de Gemeindeverwaltung

Paris Graf Lodron, Obristjägermeister, bekundet von Amts wegen, daß die Inhaber ihre Lußgüter in der Pfarre Praithenwang welche Gemeindegrund sind, einst sträflicherweise eingefangen haben. Diese Gründe grenzen im Osten und Süden an die Lußinhaber, im Westen an den Lech und im Norden an die Gemeinde. Hiemit verleiht das Obristjägermeisteramt diese Lußgründe zu ewigem Erbrecht. Da bereits eine Strafe von 50 Gulden erlegt wurde, wird ein weiterer Grundzins erlassen. Siegler: Paris Graf zu Lodron

1692 Mai 15 Innsbruck
AT GemA Reutte 7-9-119 · Unidad documental simple · 1692-05-15
Parte de Gemeindeverwaltung

Paris Graf Lodron bewilligt als Obristjägermeister auf Bitten der Untertanen der gesamten Pfarre Praithwang (außer Pflach), den Faßlberg, Prentach, Voglegg und das sog. Panwaldele zu Bergwiesen zu roden und auszustecken. Sämtliche Grundstücke werden ausführlich beschrieben, vermessen und mit Grenzmarken versehen. Die Inhaber erhalten dieser vier Grundstücke zu ewigem Erbrecht und zahlen dafür ab Martini 1696 jährlich 8 Gulden Grund- oder Herrschaftszins. Es ist verboten, daraus Äcker oder Almen zu machen. Siegler: Der Aussteller

1482 Aug. 7 (Afratag)
AT GemA Reutte 7-9-12 · Unidad documental simple · 1482-08-07
Parte de Gemeindeverwaltung

Jörg Gossenbrot, Pfleger zu Erenbergk, bekundet, daß er im Auftrag Erzherzog Sigmunds im Streit zwischen den Leuten zu Braytenwang und Rewty einerseits und denen in der Aschaw anderseits einen Vergleich herbeigeführt hat. Künftig sollen die zu Aschaw das Holz zum Hausbedarf aus dem Berg Harlander haben. Die von Braytenwang und Rewty dürfen die Wunn und Weide genießen und zum Bedarf ihrer Hütten und Tajen an dem Berg auch Holz hauen. Die Aschauer müssen ihnen die Wege für den Holztransport offen halten. Künftig dürfen die Aschauer an dem Berg Ligfeyst und unter den Rottenlech herab bis an den Homperg diesseits des Lechs kein Holz hauen noch Vieh auftreiben. Der Lech soll künftig die untere Grenze zwischen ihnen bilden. Siegler: Jörg Gossenbrot

1693 Juli 30 / Aug. 3
AT GemA Reutte 7-9-120 · Unidad documental simple · 1693-07-30
Parte de Gemeindeverwaltung

Bürgermeister Johann Aman und die Mitinteressierten des Marktes Reiti und der Pfarre Perwanng veranlassen dieses Markungsprotokoll, weil die Nachbarn in Reitbach der Pfarre Perwanng mit ihrem Vieh in der Alpe Rats weideten und dadurch einen Schaden von 30 Gulden verursachten. Zur Klärung der Grenze erfolgt am 30. Juli die Begehung durch Waldmeister Johann Zwerger, Pfleger Franz Karl Baron von Rost, Peter Zwerger, Forstknecht zu Echenpichl und den Schreibjungen Hans Ulrich Herbst von Thanhaimb. Reiti ist durch Hans Konrad Zeiller, Matthäus Prunhueber, Johann Seuiter, Georg Herr, Georg Niggl, Georg Schneller, Hans Zwerger, Georg Warmer von Echenpichl, Matthäus Henggi von Pflach, Andrä und Martin Schneller als Galthirten, Franz Knecht, Senner, und Michael Fridl, Metzger, vertreten, Perwanng durch genannte Bevollmächtigte. Strittig ist nach der Markemeuerung von 1680 der Grenzpunkt Nr. 18 in der Nöß, welcher lt. Urkunde von 1558 versetzt wurde. Daher wird nochmals das Markungsprotokoll vom 13. Juni 1680 verlesen und wörtlich protokolliert. Martin Koch, Matthäus Sprenger und Albin Singer von Rinnen sowie Max Perchtoldt in Raitbach geben zu, daß sie die Mark verändert haben. Worauf sich die Raitbacher zur Markungsvisitation von 1680 bekennen. Am 3. Aug. werden die zum Waldmeister Johann Zwerger zitierten Raitbacher Jakob Perchtoldt, Wolfgang Perwannger und Nikolaus Greßle zu 30 Gulden Kostenersatz und 4 Gulden Strafe verurteilt.

1695 Okt. 5 Reutte
AT GemA Reutte 7-9-121 · Unidad documental simple · 1695-10-05
Parte de Gemeindeverwaltung

Die Bürgerschaft zu Reutte und die umliegenden Orte der Pfarre Praitwanng (außer Pflach) beziehen sich auf den Kaufvertrag vom 22. Feber 1691, welcher mit der Gemeinschaft Rüden, hinter dem Homberg wegen des herrschaftlichen Pannwaldeles mit Rüden geschlossen wurde, und bitten den Pfleger Franz Karl Freiherr von Rosst um folgende Ausfertigung: Bürgermeister Johann Amman, Franz Keller, Baumeister, Kaspar Rauscher und Genannte bekunden, daß ihnen das Obristjägermeisteramt am 7. Dez. 1690 durch Dekret u. a. bewilligt habe, das sog. Panwaldele in Rüder Revier hinter dem Homberg gelegen, zu einer Wiese zu roden. Die Aussteckung und Abmarkung erfolgte am 16. Nov. 1690 durch Forstüberreiter Martin Zwerger und genannte Gewalthaber. Darauf wurde mit den Gemeindsleuten zu Rüden folgende Überlaß- und Kaufeinantwortung geschlossen. Sie überlassen dem Josef Herbst, Jakob Herbst, Jakob Grießer, Balthasar, Hans und Martin Singer sowie Martin Schwainsgueth diesen Grund und erhalten dafür drei Gründe im Prentach, Faßlberg und Voglögg gegen Übernahme von 8 Gulden Grundzins an das Pflegamt. Überdies müssen die Rüdener zu Händen des Bürgermeisters noch ein Kaufgeld von 100 Gulden bar erlegen. Dieser Kauf wird nunmehr beglaubigt. Siegler: Franz Karl Baron von Rosst, Pfleger zu Emnberg

1696 Mai 19
AT GemA Reutte 7-9-122 · Unidad documental simple · 1696-05-19
Parte de Gemeindeverwaltung

Die Untertanen des Lechtals können bei großem Wasser und Regenwetter mit ihren Fuhren nicht über den Rotlech fahren, sondern müssen das Korn und andere Waren zu ihrem Hausbedarf abladen und die Wägen stückweise über den Steg tragen, was mit viel Aufwand und Arbeit verbunden ist. Daher wird zwischen der Bürgerschaft vom Markt Reiti unter Bürgermeister Georg Herr, Baumeister Johann Amann sowie Waldmeister Johann Zwerger mit den Bevollmächtigten des Lechtals unter Kaspar Loeß, Anwalt, und Georg Krapf ver einbart, daß Reiti auf eigene Kosten über den Roten Lech eine Brücke samt Zufahrtsweg errichtet und erhaltet, worüber bei Hochwasser die Lechtaler mit ihren beladenen Wägen ungehindert fahren dürfen. Dafür haben die Lechtaler an die Bürgerschaft eine einmalige Zahlung von 100 Gulden geleistet. Siegler: Franz Karl Freiherr von Rosst, Pfleger zu Ehmberg Zeugen der Siegelbitte: Martin Hörting, Gerichtsanwalt, Basilius Nigg und Burghard Schmizer, alle von Reiti

1696 Nov. 28 Wien
AT GemA Reutte 7-9-123 · Unidad documental simple · 1696-11-28
Parte de Gemeindeverwaltung

Kaiser Leopold konfirmiert die früher von seinen Vorgängern verliehenen Freiheiten und Privilegien nämlich die Jahrmärkte zu Georgi und am 11. Sept., die Wochenmärkte, Niederlag und Rodordnung, die Bürgeraufnahme und Feldordnung und die Marktwappenfreiheit. Zusätzlich verleiht er das Privileg, daß von jedem Metzen Getreide so wie in Füessen ein Vierer Messerlohn eingehoben werden darf. Weiters genehmigt er die Verschiebung des Viehmarktes von Georgi auf Mitte des Monats März. Zur Wegerhaltung von Reiti bis Pflach darf von jedem Fuhrpferd ein Pfennig eingehoben werden. Schließlich darf bei der Niederlag von jedem ein- oder ausgehenden Zentner Ware 1 kr eingehoben werden. Es folgt die Inserierung der Privilegienkonfirmation von Erzherzog Sigmund Franz vom 1. Feber 1664 (vgl. Nr. 100), welche auch alle vorhergehenden Marktprivilegierungen von 1491, 1494, 1558/59, 1569 und 1644 wortwörtlich wiedergibt. Siegler: Kaiser Leopold I.

1697 Jän. 14 Innsbruck
AT GemA Reutte 7-9-124 · Unidad documental simple · 1697-01-14
Parte de Gemeindeverwaltung

Kaiser Leopold verleiht auf Bitte der Gemeindsleute zu Praittenwang und Reite Wun, Weide und Berg, genannt Harlander und Ligveist, wozu Waldmeister Johannes Zwerger, als ihr Mitbürger zum Lehenträger ermächtigt wird. Dieses Lehen ist zwar nach dem Tod des vorherigen Lehensträgers Peter Pachter heimgefallen, wird aber aus besonderer Gnade und gegen ein Ehrschatz neuerlich an die Gemeinden und ihren bevollmächtigten Lehenträger Zwerger verliehen. Dafür ist jährlich auf das Schloß Ehmberg ein gewisser Zins und Dienst zu leisten. Der Lehensträger hat dazu den leiblichen Eid geschworen. Siegler: Der Aussteller

1698 Juli 24 Reutte
AT GemA Reutte 7-9-125 · Unidad documental simple · 1698-07-24
Parte de Gemeindeverwaltung

Zwischen der Bürgerschaft im Markt Reiti samt den umliegenden Orten und der Gemeinde Pflach kam es 1642 bezüglich der hinteren Rats-Galtalpe wegen des jährlich zur Sommerszeit aufzutreibenden Galtviehs und des anfallenden Grasgelds zu einer Regelung vor der landesfürstlichen Kommission, worüber nun bezüglich des 4. Artikels ein Vergleich erfolgt. Reiti ist durch Bürgermeister Johann Zwerger, Georg Herr, Baumeister, und Johann Keller vertreten, Pflach durch Jakob Hochrainer, Georg Wörl, Kaspar Kecht, Oswald Schweiggl und Martin Holzhay. Im bürgerlichen Rathaus wird eine Konferenz abgehalten und die Differenz in Güte beigelegt. Vor Franz Karl Freiherr von Rosst usw. vergleichen sich die Parteien und geben zu Protokoll, daß aus genannten Gründen die Pflacher nicht mehr Galtvieh auftreiben dürfen als überwintert wird, jedoch maximal 42 Stück (ausgenommen die Melkalpe). Auch Reiti darf nicht mehr auftreiben, als die Galtalpe 'wohl ertragen kann'. Möchte Pflach mehr als 42 Stück auftreiben, so muß dafür derselbe Hirtlohn wie von den Bürgern bezahlt werden. Vom anfallenden Grasgeld haben die Pflacher kein Genußrecht. Pflach ist zur Miterhaltung von Steig und Steg sowie zur Hüttenreparatur nach dem Steuerfuß verpflichtet. Bei der Aufdingung des Hirten wird auch ein Abgeordneter von Pflach beigezogen. Die anderen Punkte von 1642 bleiben inhaltlich unverändert. Die Einhaltung dieses Vergleichs geloben obgenannte Gemeindeabgeordneten. Siegler: Franz Karl von Rosst, Pfleger

1706 Juli 6 Innsbruck
AT GemA Reutte 7-9-126 · Unidad documental simple · 1706-07-06
Parte de Gemeindeverwaltung

Johann Georg Sebastian Graf Künigl bewilligt als Obristjägermeister der Bürgerschaft zu Reuty, Pfarre Praithewang, auf deren Bitte die Hinwegräumung der um die Hochschanz und Fort Claudia niedergeschlagenen Hölzer, damit der umliegende Grund und Boden zu einer Wiese gerodet und ausgesteckt werden kann. Diese Rodung wird in Anbedracht der bei der feindlichen Invasion und Defension der Festung Ehmberg erworbenen Verdienste im Umkreis von 70 Metern mit genannten Grenzen genehmigt. Der ausgesteckte Grund beträgt ungefähr 70 Mannmahd, wovon aber maximal 43 Mannmahd kultivierbar sind. Für das verliehene ewige Erbbaurecht sind jährlich zu Martini 1 Gulden Grundzins in das Pflegamt Ehmberg zu zinsen. Der Platz vor der Festung ist beiderseits offen zu lassen. Bei allfälliger Erweiterung der Fortifikationswerke und Errichtung neuer Schanzen, müssen die Inhaber den benötigten Grund gegen Kostenvergütung abtreten. Siegler: Der Aussteller

1706 Nov. 16 Innsbruck
AT GemA Reutte 7-9-127 · Unidad documental simple · 1706-11-16
Parte de Gemeindeverwaltung

Kaiser Josef belehnt anläßlich des Todes seines Vaters Kaiser Leopold I. auf Bitte der Gemeindsleute zu Praitewang und Reitte deren Mitbürger und Lehensträger Waldmeister Johannes Zwerger (vgl. Nr. 113) neuerlich mit Wun, Weid und Berg, genannt Harlander und Ligveist. Siegler: Der Aussteller

1709 Nov. 29 Reutte
AT GemA Reutte 7-9-128 · Unidad documental simple · 1709-11-29
Parte de Gemeindeverwaltung

Vor Jeremias Holer von Doblhofen, Gerichtsschreiber und Richteramtsvertreter, und Karl Singer, Diener, kommt es zwischen der Bürgerschaft der Pfarre Praitenwang (außer Pflach) als Kläger und Johann Zwerger, Waldmeister, auch Michael Leuprecht als Beklagte, wegen der Errichtung und Erhaltung eines Feldgatters, welches sich bei Jenewein Falckheis zu Praitenwang befindet, zu einem Vergleich. Simon Prantl, Tischler zu Praitenwang, verpflichtet sich, dieses Gatter künftig auf seine Kosten zu machen und zu erhalten. Dafür erhält er von den Interessenten eine einmalige Zahlung von 12 Gulden Da die Köpf sehe Behausung von der Erhaltung des Gatters entlastet ist, müssen Johann Zwerger 3 Gulden Michael Leuprecht 6 Gulden und die Bürgerschaft die restlichen 3 Fl. beitragen. Die Gerichtskosten sind unter den drei Parteien zu dritteln.

1710 Sept. 1 Innsbruck
AT GemA Reutte 7-9-129 · Unidad documental simple · 1710-09-01
Parte de Gemeindeverwaltung

Johann Georg Sebastian Graf Künigl verleiht als Obristjägermeister von Amts wegen den Bürgern und mitinteressierten Inwohnern des Marktes Reuty und den Nachbarn zu Ehepichl, Homperg, Praitenwang, Mühl und Lähn ein Grundstück an dem Vischwald und an Zwerchenberg als Mahd sowie den Hag zwischen dem Brunnenwasserweg zur Ackernutzung mit genannten Grenzen. Dafür sind ab 1711 zu Martini je 2 Gulden Grundzins, somit 4 Gulden in das Pflegamt Ehmberg zu entrichten. Siegler: Der Aussteller

AT GemA Reutte 7-9-13 · Unidad documental simple · 1490-05-22
Parte de Gemeindeverwaltung

König Maximilian benachrichtigt von Insprugg aus seine Richter zu Vmbst, St. Petersperg und Hertenberg, daß er wegen eines Archenstreits am Lech zwischen den Leuten im Markt Rewti und Aschach den Emberger Pfleger Jörg Gossenbrot mit der Besetzung des Laidings mit unparteiischen Leuten beauftragt habe. Daher sollen alle auf Begehren des Emberger Pflegers zu seiner Verfügung stehen, um Recht sprechen zu können.

1714 Juni 20 Reutte
AT GemA Reutte 7-9-130 · Unidad documental simple · 1714-06-20
Parte de Gemeindeverwaltung

Leonhard Keimb, Bäckermeister zu Praitenwang, verkauft in Anwesenheit seines Bruders Johannes Kaimb, Bäcker im Markt Reitti, dem Bürgermeister Franz Aman, Peter Fridl, Johann Keller und Josef Lynder als Ratsabgeordnete, eine abgebrannte und unbewohnte Behausung samt Krautgarten und Anger, welche er am 25. April 1705 von Maria Reidler erworben hat. Sie besitzt dort im ledigen Stand das Wohnrecht. Das Haus ist freieigen, liegt mitten im Markt und grenzt im Osten an den Gemeindefeldweg, im Süden an Josef Mezler, im Westen an die gemeine Straße und im Norden an Franz Knipflberger. Im Kaufpreis von 625 Gulden ist auch genanntes Baumaterial enthalten. Siegler: Johann Gaudenz Freiherr von Rost, Pfleger zu Ehrenberg Siegelbitte an: Johann Zürggendorffer, Schreibereidiener Zeugen: Johann Holzmann, Pfarrer zu Praitenwang, und Johann Jakob von Ackher, Barbier in der Aschau

1716 Juli 3
AT GemA Reutte 7-9-131 · Unidad documental simple · 1716-07-03
Parte de Gemeindeverwaltung

Vor Johann Gaudenz Freiherr von Rost, Pfleger zu Ehrenberg, Franz Anton Hueber, Gerichtsschreiber, sowie den Beisitzern Franz Georg Jäger, Anwalt zu Lermoß, und Josef Sebastian Föger wird über die Kostenbeteiligung der umliegenden Gemeinden für das unlängst von dem klagenden Bürgermeister gekaufte und zum Teil erbaute Schulhaus entschieden. Die Gemeinden weigern sich, für die Schulwohnung am Ratshaus die 90 Gulden heranzuziehen. Reutte argumentiert, daß der Schulmeister auch für die umliegenden Gemeinden bestellt und von diesen auch quartalsmäßig bezahlt wurde und die Behausung auch für seine Wohnung diene und die Umsassen vorher jederzeit für die Schule den Bestandszins mitfinanziert und Schulgeld bezahlt haben. 1642 wurde die Besoldung des Schulmeisters und Organisten von der gesamten Pfarre Praitewang getragen. Allerdings wurden die Gemeinden zu diesem teueren Schulbau vorher nicht befragt. Den Bestandszins habe der Schulmeister selbst bezahlt. Die 90 Gulden seien überwiegend für die Feuerspritze gewidmet. Daher wird erkannt, daß die Kläger abgewiesen werden und die umliegenden Gemeinden vom Schulbeitrag zu befreien sind.

1716 Sept. 4 Reutte
AT GemA Reutte 7-9-132 · Unidad documental simple · 1716-09-04
Parte de Gemeindeverwaltung

Josef Sebastian Feger, bei Johann Gaudenz Freiherr von Rosst im Dienst Pfleger zu Ehmberg, quittiert, daß er von Franz Amman, Bürger und Bierbrauer (1714/15 Bürgermeister) für die an die Bürgerschaft verkaufte Vogelhütte am Wolfberg 50 Gulden erhalten hat. Feger hat diese Bütte von Rosst und dessen zwei Brüdern geschenksweise erhalten. Siegler: Josef Sebastian Feger

1716 Dez. 21 Reutte
AT GemA Reutte 7-9-133 · Unidad documental simple · 1716-12-21
Parte de Gemeindeverwaltung

Franz Aman, Bürger und Baumeister zu Reitti, verkauft dem Bürgermeister Johann Wolfgang Herr bzw. der Gemeinde seine eigene im mittleren Markt stehende halbe Behausung samt Anger, Kraut- und Frühgarten, sowie einen an Hans Hosp grenzenden Holzschupfen im Winkel um 775 Gulden Mit diesem Kauf verpflichtet sich der Käufer, ein Schulden von 481 Gulden 37 kr an die Kinder nach Kaspar Häßeli in Unterösterreich und an Silvester Wagners Erben in Reitti zu übernehmen. Weiters ist die Gemeinde verpflichtet, einen Schiedzaun an Rinpflpergers Garten zu erhalten. Weitere Bedingungen gegenüber Josef Mezler werden genannt. Siegler: Johann Gaudenz Breiherr von Rosst, Pfleger der Festung und Herrschaft Ehrenberg Zeugen: Paul Buellinger von Prutz und Augustin Sehlux von Schwangau, Knechte des Bürgermeisters RV: Franz Aman bestätigt, daß zum halben Schulhaus auch der halbe Keller gehört.

1717 März 17 Wien
AT GemA Reutte 7-9-134 · Unidad documental simple · 1717-03-17
Parte de Gemeindeverwaltung

Kaiser Karl VI. konfirmiert der gesamten Bürgerschaft des Marktes Reutti und den interessierten Untertanen der Pfarre Praitenwang wegen der bei der großen Feuersbrunst von 1703 und bei den feindlichen Durchmärschen erlittenen Schäden und Ungemach, auch wegen der Verdienste bei der Rückeroberung der Festung Ehrenberg die von seinem verstorbenen Vater am 28. Nov. 1696 bestätigten Privilegien, welche in 12 Punkten nochmals aufgelistet werden. Weiters wird die Urkunde Kaiser Leopolds (vgl. Nr. 112) inseriert, worin alle früheren Marktkonfirmationen bis 1491 zurück enthalten sind. Siegler: Kaiser Karl VI.

1717 Mai 24 Reutte
AT GemA Reutte 7-9-135 · Unidad documental simple · 1717-05-24
Parte de Gemeindeverwaltung

Franz Aman, Ratsbürger und Bierbrauer im Markt Reitti, verkauft den angehenden Eheleuten, nämlich seinem zukünftigen Schwiegersohn Franz Schmizer, Glasermeister zu Reitti, und seiner Tochter Maria Anna Aman (Anweiser: Georg Zeiller, Rosenwirt zu Reitti in Vertreteung des Paul Zeiller, Maler) die halbe untere Behausung mit Kraut- und Frühgarten, samt ganzem Keller, halbem Stadel und halbem Stall im mittleren Markt Reitti um 530 Gulden Die obere halbe Behausung wurde bereits am 21. Dez. 1716 (vgl. Nr. 122) an die Gemeinde verkauft. Siegler: Johann Gaudenz Freiherr von Rost, Pfleger zu Ehrenberg Siegelbitte an: Schreibereidiener Johann Zirrgendorfer Zeugen der Siegelbitte: Pfarrer Johann Holzman von Praitenwang und Hans Nigg, Bürger zu Reitti

1717 Juni 12/Nov. 7
AT GemA Reutte 7-9-136 · Unidad documental simple · 1717-06-12
Parte de Gemeindeverwaltung

Markungsbrief zwischen Reiti und den umliegenden Orten der Pfarre Praitewanng einerseits und den Gemeindsleuten der Pfarre Perwang andererseits betreffend die Alpe Rats. Der alte Markungsbrief vom 13. Juni 1680 soll unverändert erneuert werden, weshalb beim Waldamt eine Revision und Visitation beantragt wird. Als Ausgeschossene sind bei der Begehung am 29. Juli 1715 zugegen: Hans Wolfgang Herr, Bürgermeister, Josef Kurz, Peter Zwerger, Forstknecht, Michael Fridl, Metzger, Kaspar Dorwertl, Säckelmeister, Matthias Henggi, beide Pflach, Michael Singer sowie die jungen Buben Josef Zwerger, Johann Georg Kurz und Nikolaus Rid von Ehenpichl. Von Rinnen und Raithpach Johann und Michael Hosp sowie die jungen Buben Martin und Michael Hosp. Die Grenze beginnt bei der Ratsbrücke und endet mit der Grenzmarke Nr. 19 in dem Wassertal bei dem Roten Gern. In 20 Jahren soll die nächste Grenzbegehung erfolgen. Am 12. Juni erfolgt durch den kleinen Ausschuß eine weitere Begehung, da nach einem Windwurf die 7., 8. und 9. Markung fehlte. Diese Marken werden von Johann Wolfgang Herr, Baumeister, Michael Fridl, Peter Sprenger, Hans Zwerger, Michael und Johann Hosp erneuert und bestätigt.- In einem Zusatzvertrag wird den Gemeindsleuten von Graben die Nutzung des Windwurfholzes in Raithpach für 70 Gulden auf 20 Jahre genehmigt.

1718 Aug. 4 Innsbruck
AT GemA Reutte 7-9-137 · Unidad documental simple · 1718-08-04
Parte de Gemeindeverwaltung

Johann Philipp Graf von Lamberg verleiht als Obristjägermeister der o.ö. und v.ö. Lande von Amts wegen dem Markt Reuty einen gemeinen Grund von 25 x 25 Klafter, um sein Schwefelbad zu verbessern und zu erhalten. Der Grund grenzt allseits an Johann Amman und zinst jährlich zu Martini 6 kr Grundzins in das Pflegamt Ehmberg. Siegler: Der Aussteller

1721 Aug. 23 Innsbruck
AT GemA Reutte 7-9-138 · Unidad documental simple · 1721-08-23
Parte de Gemeindeverwaltung

Kaiser Karl VI. verleiht anläßlich des Todes seines Bruders Kaiser Josef I. dem Michael Nigg als Lehensträger der Gemeinden Praitenwang und Reiti die Wun und Weide am Berg Harlander und Ligfeist zu Lehen, da nach dem Tod des früheren Lehensträgers Johann Zwerger das Lehen heimgefallen war. Der o.ö. Hofkammerkanzlist Karl Peter schwört für Nigg als bestellter Gewalthaber den leiblichen Eid. Siegler: Der Aussteller

1724 Juli 31/ 1725 März 23
AT GemA Reutte 7-9-139 · Serie · ? - 1725-03-23
Parte de Gemeindeverwaltung

Protokollauszüge betreffend die Gerichtsverhandlung über die Konkurrenz zur Wegerhaltung auf die Alpe Ratz und die Erhaltung der Lecharche (ober Echenpichl) zwischen dem Reuttener Amtsbürgermeister Georg Zeiller als Kläger und den Vertretern von Pflach namens Philipp Schwenzengast, Michael Rainer und Georg Ostheimber als Beklagte. Das Erkenntnis bezieht sich auf den Vertrag von 1698 (vgl. Nr. 114) der die Wegerhaltung nach dem Steuerfuß regelt, hingegen ist zum Archenbau von den Beklagten nichts beizutragen. Dieses strittige Archengebäude sei mit unmäßigen Kosten verbunden, weshalb von den geforderten 22 Gulden nur ein Drittel beizutragen ist. Künftig sind anfallende kostspielige Reparaturen durch Sachverständige zu klären und durch eine ordentliche Zusammentretung vorher abzusprechen. Pflach verpflichtet sich nur zur Erhaltung des Alpviehtriebweges. Neubauten, Auf Schüttungen usw. dürfen ohne Wissen und Zustimmung der Gemeinde Pflach nicht getätigt werden.

AT GemA Reutte 7-9-14 · Unidad documental simple · 1491-03-22
Parte de Gemeindeverwaltung

König Maximilian bekundet von Inspmgk aus, daß sein Vetter Erzherzog Sigmund unter seiner Regierungszeit zum Nutzen des Hauses Österreich, seiner Länder und Leute dem Markt Rewtti einen Wochenmarkt und etliche Jahrmärkte verliehen hat. Damit diese Märkte Bestand haben mögen, erteilt Maximilian seinen Leuten zu Rewtti die Gnade, daß sie in ewige Zeiten Zuzügler in ihre Gemeinde gegen ein bestimmtes Geld aufnehmen dürfen. Gleichzeitig werden ihnen alle bisherigen Rechte und Gewohnheiten bestätigt. Siegler: König Maximilian

1735 Mai 24/Juni 24 Reutte
AT GemA Reutte 7-9-140 · Unidad documental simple · 1735-05-24
Parte de Gemeindeverwaltung

Franz Bals (Palß), Barbier in Reitti, verkauft in Vertretung seiner vier Schwestern Magdalena (Ehefrau des Anton Diller), Brigitte (Ehefrau des Anton Mayr), Franziska (Ehefrau des Johann Georg Hochhinter) und Anna Bals und namens seiner Mutter Margaretha geborene Saurer gemeinsam mit Franz Anton Oster (Ehemann der Barbara Palß), femers mit Johann Peter Recht, Richter und Mayr zu Aschau (Gewalthaber der Maria geborene Mayr, Wwe. Dinsl) und der Johann Georg Balsischen Kreditgeber an die Bürgerschaft im Markt Reitti unter Bürgermeister Jakob Mang Ammann und Baumeister Georg Zeiller eine ganze Behausung samt Frühgartl im oberen Markt auf der Kög. Das freieigene Haus grenzt im Osten an die Gemeinde, im Süden an Peintners Haus, im Westen an Peintners Anger und im Norden an Martin Halbmers Erben. Der Kauf zum Preis von 400 Gulden mit genannten Zahlungsbedingungen kann binnen Jahresfrist rückgängig gemacht werden. - Quittungen für Jakob Mang Ammann von den Balsischen Geschwistern und deren Mutter Margaretha Saurer vom 24. Juni 1735 liegen bei. Siegler: Josef Johann von Pach, Pfleger und Landrichter zu Ehrenberg Siegelbitte an: Michael Schueler, Schreiber Zeugen der Siegelbitte: Lukas Tragseil, Schneider, und Josef Schletterer, Schmied, beide Bürger zu Reitti

1738 Jän. 1 Reutte
AT GemA Reutte 7-9-141 · Unidad documental simple · 1738-01-01
Parte de Gemeindeverwaltung

Hans Schraz tauscht mit seinem mj. Bruder Josef Schraz (Kurator: Franz Ginzinger von der Lähn) seine halbe Behausung, halben Stadel, Stall, Krautgarten und Schupfen im mittleren Markt samt der Exner-Werkstatt. Die andere Haushälfte hat er bereits seinem Bruder Josef verkauft. Der Verkäufer hat dieses Haus von seinem verstorbenen Vater Hans Schraz sen. gekauft. Im Gegentausch erhält der Verkäufer von seinem Bruder Josef die untere halbe Behausung, welche er von seiner Mutter Maria Tiefenprun gekauft hat. In dieser Haushälfte genießen Bruder Johann, die Mutter und Schwestern das Wohnrecht. Da die Tauschobjekte gleichwertig sind, muß Josef nur das halbe Handwerkszeug und den halben Schupfen um 26 Gulden ablösen. Sollte Bruder Johann früher sterben, so haben dessen Witwe und die Kinder das Wohnrecht. Siegler: Josef Johann von Pach, Pfleger und Richter zu Ehrenberg Siegelbitte an: Franz Anton Elueber, Gerichtsschreiber Zeugen der Siegelbitte: Franz Anton Egger und Josef Anton FJueber, Schreibereidiener

1739 Mai 24 Reutte
AT GemA Reutte 7-9-142 · Unidad documental simple · 1739-05-24
Parte de Gemeindeverwaltung

Wegen der Grenzerneuerung in der Alpe Rat(h)s kommt es zwischen dem Markt Reiti und den umliegenden Orten mit den Gemeindsleuten der Pfarre Perwang auf Grundlage des alten Markungsbriefes vom 13. Juni 1680 zu einer Grenzbegehung und Visitation. Beide Parteien suchen deshalb beim Forst- und Waldmeisteramt zur Vorbeugung von Streitigkeiten um Protokollierung an. Die Ausgeschossenen von Praitewang und Reiti sind: Bürgermeister Josef Zeiller, Josef Kaim, Josef Fridl, Peter Zwerger, Elans Georg und Jakob Zwerger, Hans Sprenger, Säckelmeister, Franz Strigl von Pflach, Hans Gintherr von Ehenpichl, Franz Nigg und Josef Eischnaller, Knaben aus Reiti von Rinnen und Raithpach (Pfarre Perwang) Michael Hosp, Alban Perckhdoldt sowie die Knaben Christian und Franz Falger. Das erste Markzeichen ist bei der Ratsbrücke, das zweite im Wassertal jenseits des Lech, das dritte die Ratswand hinauf. Weitere Zeichen sind in unbeweglichen Steinen und Rottannen bis ob der Sölden bei dem Perger Ratsweg, durch das Klopfental, ob dem Bödele und herab in das Wassertal, wo die zwei Wasser zusammenrinnen, bei dem Roten Gehren und hinauf in das Joch. Es wird beschlossen, in 20 Jahren wieder eine Grenzbegehung durchzuführen.

1742 Mai 24 Innsbruck
AT GemA Reutte 7-9-143 · Unidad documental simple · 1742-05-24
Parte de Gemeindeverwaltung

Königin Maria Theresia verleiht anläßlich des Todes ihres Vaters Kaiser Karl VI. auf Bitte der Gemeindsleute zu Praittenwang und vom Markt Reutti dem Lehensträger und Mitbürger Michael Nigg, Wun, Weide und Berg Harlander und Ligfeist zu Lehen. Siegler: Sekretsiegel

1744 Mai 19 Wien
AT GemA Reutte 7-9-144 · Unidad documental simple · 1744-05-19
Parte de Gemeindeverwaltung

Königin Maria Theresia, Herzogin zu Tyrol usw. konfirmiert den Gemeindsleuten im Lechthall auf deren Bitte die bereits im Jahre 1416 verliehenen Freiheiten, welche ihre Vorfahren schon öfters bestätigten, von Kaiser Josef am 23. Sept. 1707 teilweise erläutert und zuletzt von ihrem Vater Kaiser Karl VI. auch bezüglich des Gemsjagens am 15. Jän. 1725 erneuert wurden und hier wortwörtlich inseriert sind. In Kaiser Karls Privilegienkonfirmation sind die älteren Privilegienbestätigungen von 1416, 1650, 1666, 1707 und 1725, namentlich das Recht der freien Jagd auf Gemsen mit Feuerwaffen, jedoch unter Einhaltung der Schonzeiten für Ortsangehörige gegen eine jährliche Kuchlsteuer von 60 Gulden inseriert.