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AT GemA Tannheim 7-9-10 · Item · 1432-08-31
Part of Gemeindeverwaltung

Herzog Fridrich von Österreich bestätigt den Bewohnern alle Freiheiten, welche Rudolf, Hanns und Erkinger, Brüder von Hannenhoven, in der Pfarre zu Tanhaim, von dem Vilsrain bis an die Gacht, gehabt haben. Er bestätigt ihnen alle Freiheiten und Ehafiten, welche er denen von Hannenhoven laut Kaufbrief abgekauft hat, wie sie die Leute zu Tanhaim in dem Algew und zu Oberstorff vor besagtem Kauf im Lechtal gehabt haben. Dafür sollen sie jährlich zu St. Nikolaus gegen Erenberg zu seinen Händen 15 Gulden seinem Pfleger reichen. Siegler: Herzog Friedrich zu Österreich, Graf zu Tirol

1695 Aug. 16
AT GemA Tannheim 7-9-100 · Item · 1695-08-16
Part of Gemeindeverwaltung

Franz Karl von Rosst, Pfleger der Festung und Herrschaft Emberg, bekundet den Untertanen von Tannhaim auf Bitte der Gewalthaber Anton Tauscher, Salzfaktor und Gastgeborenein Nesslwenglen, und Jakob Mayr zu Kinzen, folgenden Regimentsbescheid vom 23. März 1695: Die vom Obristjägermeisteramt gegen die Untertanen der Pfarre Tannhaimb vorgebrachte Klage wegen des Schießens von Füchsen, Enten und Hasen wird aufgehoben und die Bestrafung für nichtig erklärt. Somit sind die Untertanen und Gerichtsleute der Pfarre Tannheimb von dieser Strafe des Obristjägermeisteramtes absolviert. Diese Absolvierung wird vom Emberger Pfleger beglaubigt. Siegler: Franz Karl von Rosst

1695 Dez. 13 Innsbruck
AT GemA Tannheim 7-9-101 · Item · 1695-12-13
Part of Gemeindeverwaltung

Befehlsabschrift der o.ö.Regierung zu Ynsprugg, daß künftig die Ausfuhr von Schmalz, Butter, Klein- und Großvieh für jedermann verboten ist, bei sonstigem Verlust aller Privilegien und Freiheiten.

1696 Okt. 9/10 Tannheim
AT GemA Tannheim 7-9-102 · Item · 1696-10-09
Part of Gemeindeverwaltung

Vor Thomas Tauscher, Gerichtsamtmann, Martin Hörbst, Jakob Mayr und Nikolaus Weber werden die Mitinteressenten der Eigen- und Gemeinwaldungen auf Wunsch des Überreiters befragt, ob sie noch alte Schriften darüber haben. Die Befragten geben zahlreiche Urkunden zu Protokoll welche ihre Holzrechte beweisen. Michael Zobl, Hans Rief, Tobias Schraz, Michael Herbst, Hans Zobl, Jakob Zobl, die Mitinteressenten Urban und Georg Renn, die Gemeindsleute in Unterhöfen, Lorenz Koch, die Gemeindsleute zu Schmiden, Bogen, Gaist und Kinzen, Michl Miller zu Zöblen, Sebastian und Hans Linhart, Konrad Fiegenschuech und Georg März, Konrad Zitt, Hans Fiegenschuech, Michael Zillenpiller, Hans Holzschmidt, Michael Zitt, Kaspar Zobl, die Gemeindsleute auf der Wies, Augustin und Kaspar Aman, die Gemeindsleute im Junckholz, auch Jakob Lochpiller, Hans Kleiner und Andreas Waggin nehmen zu den Strafen und Fragen des Überreiters Stellung.

1697 Jän.
AT GemA Tannheim 7-9-103 · Item · 1697-01
Part of Gemeindeverwaltung

Stellungnahme zum landesfürstlichen Tanzverbot, veranlaßt von Pfarrer Georg Falger, jetziger Pfarrer von Tanhaimb, um sie am Sonntag abzulesen. Dagegen wird bemerkt, daß es besser sei, an einem ruhigen Lechtaler Ort den jungen Leuten den öffentlichen Tanz zu lassen, da sonst in drei oder vier Orten in den Winkeln heimlich getanzt werde. Dieser Pfarrhof ist schon vor undenklichen Zeiten durch die Voreltern erbaut worden und hat schon viele Priester und Pfarrer erlebt. Am letzten Sonntag war der Berichterstatter in Tannheim, wo im Standhaus nach altem Brauch mit Saitenspiel zwei Stunden der Tanz ehrbar gehalten wurde. Daher möge man die Pfarruntertanen bei ihrem alten Herkommen in Gnaden lassen.

1697 Jän. 26 Nesselwängle
AT GemA Tannheim 7-9-104 · Item · 1697-01-26
Part of Gemeindeverwaltung

Thomas Tauscher, Gerichtsamtmann, richtet ein Begleitschreiben an Jakob Mayr zu Kienzen, worin er die Klagsschrift des Pfarrers und die eigene Stellungnahme abschriftlich beilegt. Gleichzeitig wird die Stellungnahme an den Bischof von Augsburg verschickt. Er empfiehlt, die Predigten des Pfarrers aufmerksam zu verfolgen und sich alles zu merken.

1699 Jän. 26 Reutte
AT GemA Tannheim 7-9-105 · Item · 1699-01-26
Part of Gemeindeverwaltung

Pfleger Franz Karl von Rosst fordert Jakob Mair, Gerichtsamtmann der Pfarre Tanhaimb, auf, die ehemaligen Gewalthaber von Gren, namens Matthias Rief, Hans Koch und Michael Zobel daran zu erinnern, die Kosten aus dem am 26. Juni 1698 getroffenen Vergleich mit den ausländischen Weideinhabem binnen 14 Tagen zu bezahlen oder allfällige Bedenken schriftlich mitzuteilen.

1699 April Innsbruck
AT GemA Tannheim 7-9-106 · Item · 1699-04
Part of Gemeindeverwaltung

An den Salzfaktor Lorenz Tauscher von Clainnesslwenglen richtet die o.ö. Hofkammer in Yhnnsprugg einen ernstlichen Befehl, worin sie sich auf seinen Bericht über das Rodfuhrwesen bezieht. Aus dem Dekret vom 19. Nov. 1698 habe man vernehmen müssen, daß die Salzrodfuhrleute der Pfarre Tannhaimb entgegen der Rodordnung und der an seinen Vater Thomas Tauscher ergangenen Faktoramtsinstruktion einen eigenen Rodmeister auf den Stadel stellen. Da es nicht gestattet ist, solche Leute nach eigenem Gutdünken auf den Stadel zu stellen, wird dies streng untersagt. Wer im Stadel angetroffen wird, ist aus der Liste yi/Tannheim der Rodleute zu streichen und darf keine Salzfässer mehr fuhren. Entsprechend dem Handgelübde hat der Salzfaktor diesem Befehl nachzukommen.

1700 Aug. 30 Schattwald
AT GemA Tannheim 7-9-107 · Item · 1700-08-30
Part of Gemeindeverwaltung

Anläßlich des Grenzvertrages vom 15. Sept. 1670 zwischen Tyrol und dem Hochstift Augspurg wird von den Obrigkeiten in Ernberg, Rettenberg und Füssen sowie den mitinteressierten Untertanen der Pfarren Thanhaimb, Hindelang und Pfranten alle sechs Jahre eine neue Visitation der Grenzmarken vorgenommen. Ernberg ist durch den Pfleger Johann Gaudenz von Rosst, Forstüberreiter Martin Zwerger, Forstknecht Jakob Ruef, Michael Koch und Michael Zitt vertreten. Es sollen die Marken von dem Windhaag, auch Steinenberg herab, bis hinunter in die Mitte der Ebene durchgegangen und renoviert werden, wozu genannte Deputierte abgeschickt werden. Vom höchsten Zinken des Stainenberg bis zum Weissenbach werden insgesamt 128 Grenzpunkte ausführlich beschrieben, ohne jedoch die Abstände zueinander anzugeben. Als Markierungen dienen Bäume, Legersteine, Wappensteine oder markante Geländepunkte, welche ganz unversehrt vorgefunden werden. Somit stimmt diese Begehung mit den Grenzprotokollen von 1670, 1677, 1685 und 1692 überein.

1702 Mai 7
AT GemA Tannheim 7-9-108 · Item · 1702-05-07
Part of Gemeindeverwaltung

Konzeptschrift der gesamten Gemeinde Nesselwengle wegen eines Grundtausches und einer Beschwerde gegen den Forstknecht Jakob Riele betreffend die Vergrößerung der Weiden auf den Alpen Lehner und Gehm.

1704 Mai 6 Reutte
AT GemA Tannheim 7-9-109 · Item · 1704-05-06
Part of Gemeindeverwaltung

Vor dem Pfleger Jeremias Holer und Gerichtsschreiber Jakob Scheich erscheinen zur Gerichtskonferenz die Ausgeschossenen vom Markt Reiti mit Bürgermeister Johann Amann, von den umliegenden Orten, vom Lechtal usw. mit genannten Personen, sowie von Tannheim mit Michael Zitt, Wirt im Schattwald, und Hans Lang im Gschwendt. Der Gerichtsausschuß beschließt, daß die Kopfund Vermögenssteuer durch die Anwälte in ihrem jeweiligen Distrikt mit Beiziehung zweier Unparteiischer beschrieben und die Verzeichnisse der Obrigkeit zugeschickt werden sollen. Demnach ist die Belegungssteuer zweimal jährlich einzutreiben. Es wird ersucht, einen Teil der Steuern im Gericht einbehalten zu dürfen. Bezüglich des Kornmarktes in Reiti wird beschlossen, den dortigen Bürgern das Vorkaufsrecht einzuräumen. Gleichzeitig ist es den Untertanen verboten, am Kommarkt in Füessen in den nächsten sechs Wochen einzukaufen. Mit Obristleutnant Baron Heindl soll wegen des Heugeldes und der Pferdeportionen eine andere Abgeltung erfolgen. Das Siegel- und Taxgeld ist neu zu regeln. Die kostspieligen Neuerungen des Forstüberreiters sollen aufgehoben werden. Die freie Gemspirsch soll allen übrigen Gemeinden des Gerichts zugestanden und die Kuchlsteuer aufgehoben werden.

AT GemA Tannheim 7-9-11 · Item · 1432-09-14
Part of Gemeindeverwaltung

Die ganze Gemein im Lechtal, Reich und Arm, bekennt, daß sie von den Umsassen zu Tanheym und in dem Albgew, die zur Herrschaft Östereich (!) gehören, jährlich 10 Gulden an Hilfssteuer erhalten, welche sie lt. Ehehaft nach Erenbergk zu entrichten haben. Die von Tanham und aus dem Albgew sollen künftig diese 10 Gulden direkt nach Erenbergk zu Hilf geben, nachdem die gnädige Herrschaft von Österich (!) diese von Herzog Fridreich stammende Hilfssteuer von Rudolf Henny und den Gebrüdern Erkinger von Haymenhofen gekauft hat. Siegler: Hans Koller, Richter zu Eremberg Zeugen der Siegelbitte: Herr Achacy, Pfarrer im Lechtal zu der untern Kirchen, Rudolf Recher von Ymbst, Hartman Metzger von Füssen

1707 Juli 30 Wien
AT GemA Tannheim 7-9-110 · Item · 1707-07-30
Part of Gemeindeverwaltung

Kaiser Josef konfirmiert auf Bitte der Untertanen des Tales von Tanhaimb den auf Herzog Friedrich zurückgehenden Freiheitsbrief (1416) zur Gemspirsch, weil die Tannheimer bei dem bayerisch-französischen Einfall durch Treue ihre Dienste erwiesen haben. Dabei beruft er sich auf die Freiheitsbriefe Erzherzog Leopolds von 1622, auf jene Erzherzog Ferdinand Karls von 1648 und 1650 sowie auf seinen Vetter Sigmund Franz vom 15. Mai 1665 (vgl. Nr. 59). Dieser letzte Freiheitsbrief ist wörtlich inseriert und beinhaltet alle vorhergehenden Freiheitsbriefe. Weiters ist der Freiheitsbrief Kaiser Leopolds von 1669 (vgl. Nr. 65) inseriert. Wegen einiger nicht mehr aktueller Punkte werden von den Untertanen Abänderungen bezüglich Festungsbau, Kuchlsteuer, Viehverkauf, Brückenerhaltung und Führung der Weidebücher beantragt. Unter anderem wird genehmigt, daß der gewählte Amtmann oder Anwalt vom Pfleger auf zwei Jahre bestätigt wird. Er soll in dem Tal die außerstreitigen Handlungen, wie Inventare, Verträge, Vormundschaften und Rechnungen vornehmen und sie dem Pfleger zur Fertigung vorlegen. Wegen der Weitläufigkeit des Tales stehen dem Amtmann in allen Dörfern Gerichtsverpflichtete zur Seite.

1708 Nov. 19 Innsbruck
AT GemA Tannheim 7-9-111 · Item · 1708-11-19
Part of Gemeindeverwaltung

Die o.ö. Kammer richtet über den Pfleger zu Ehmberg wegen Mängel in der Rodordnung zwischen Tannhaimb und Kleinneßlbang an die Salzrodfuhrleute die Verfügung, die Eigennützigkeit der Kleinneßlbanger einzustellen, bei sonstiger Strafe. Salzfaktor Lorenz Tauscher ist daran zu erinnern, sich nicht in fremde Angelegenheiten einzumischen. Thomas Tauscher soll beim Einkassieren der Rodfuhrleute und beim Wechsel der Fuhren die angemessene Gleichheit walten zu lassen.

1711 ca.
AT GemA Tannheim 7-9-112 · Item · 1711
Part of Gemeindeverwaltung

Der Gemeindeausschuß von Nesslwengl unter Jörg Fässer und Andreas Rief ersucht die Obrigkeit, von den neu hinzugezogenen 10 bis 12 Fremden das Einkaufgeld gemäß Gemeindebeschluß von 1710 einzufordern, da sie auch die Holz- und Weiderechte beanspruchen. Die in der Liste angeführten 10 renitenten Zuzügler sollen entweder das Einkaufgeld bezahlen oder aller Rechte verlustig werden.

1711 Juli 5
AT GemA Tannheim 7-9-113 · Item · 1711-07-05
Part of Gemeindeverwaltung

Beschreibung der Gerichtsverpflichteten der Pfarre Tannheim unter dem Gerichtsamtmann Thomas Tauscher, Salzfaktor und Gastgeborenezu Neßlwengl, gereiht nach ihrem Alter: Christian Zobl zum Haldensee, Nikolaus Woher in Unter'SHTannheim höfen, Thomas Schedle auf der Staig, Hans Zobl auf der Wiß, Martin Paur, Müller in Oberhöfen, Hans Fiegenschuech, Sattler zu Kienzen, Johannes Koch in Oberhöfen, Franz Ruef, Müller in Pechen, Hans Lang im Gschwend, Sebastian Lienhardt zu Zöblen, Michael Ammann am Berg, Hans Hallschmidt zu Frickhen, Christian Zobl in Unterhöfen, Johannes Wözer im Schattwaldt, Martin Dornacher, Müller zu Katzengsteig, Andrä Hafenegger zum Haldensee, Michael Paur zu Schmiden, Jakob Fiegenschuech zu Kienzen, Michael Zobl, Müller, Johannes Guethainz zu Nesselwengl, Hans Zobl, Satler auf der Bog, Christoph Peintner, gewester Amtmann, Hans Wözer auf der Capl und Jakob Ammann am Berg.

1711 Sept. 1
AT GemA Tannheim 7-9-114 · Item · 1711-09-01
Part of Gemeindeverwaltung

Schreiben des Pflegers zu Ehmberg an den Augsburger Pflegsverwalter zu Sonthoven und Großnesslwang wegen der kaiserlichen Privilegien zu einem Jahrmarkt im Bogen in der Pfarre Tannheimb. Angeblich wurden von fremden und ausländischen Händlern Vieh aus den Almen außerhalb des Bogens entlang der Wege zum Verkauf angeboten, ohne dafür das Marktstandgeld bezahlt zu haben. Dieser Mißbrauch und Betrug zum Schaden der Herrschaft und zum Nachteil der Tannheimer, welche das Standgeld verlieren, wird nach der neuen Marktordnung ausdrücklich untersagt. Alles außerhalb des Bogens angetroffene Vieh wird zur fraglichen Zeit als Marktvieh angesehen.

1714 Juni 13 Nesselwängle
AT GemA Tannheim 7-9-115 · Item · 1714-06-13
Part of Gemeindeverwaltung

Gerichtsamtmann Tauscher teilt dem Organisten und Schulmeister Lorenz Koch im Bogen den Beschluß wegen besserer Hege der Wälder und Hölzer mit, daß der unnötige Aufwand von 100 Stämmen Holz für den Schratweg unterbleiben solle. Dieser Beschluß soll zur nachdrücklichen Befolgung namens des Kommandanten und Pflegers zu Ehmberg, Johann Gaudenz von Rosst, öffentlich am nächsten Sonntag vor der Kirche verlesen werden.

1718 Jän. 20
AT GemA Tannheim 7-9-116 · Item · 1718-01-20
Part of Gemeindeverwaltung

Folgende Personen in der Gemeinde Nesslwengl, welche sich bei der Bezahlung des Einkaufgeldes von 16 bis 32 Gulden renitent zeigten, werden angezeigt: Dagobert Kerle beim Haller, Anton Schraz, Lukas Aman, Konrad Abeltshauser, Ferdinand Pohler, Martin Höß, Anna Schädle, Andreas Ruef, Brigitte Schraz und Franz Abeltshauser. Zahlungswillig sind nur Jörg Ruef und Michael Schmidt zu Gethin. Insgesamt sind 200 Gulden ausständig. Durch Rückvermerk ordnet Pfleger Ignaz von Rosst an, daß der Gerichtsamtmann von Tannheimb mit der klagenden Gemeinde Kleinnösßlwengl die Einkaufgelder gütlich eintreibe, oder im widrigen Falle die Säumigen auf den 26. Jän. nachmittags in die Pflegamtsbehausung vorlade.

1718 April 24 Tannheim
AT GemA Tannheim 7-9-117 · Item · 1718-04-24
Part of Gemeindeverwaltung

Bestallungsentwurf für Lorenz Koch als Pfarrmesner, Organist und Schulmeister von Tannheim mit der Bitte um Stellungnahme durch den Pfarrer Georg Falger. Nach dem Tode des Mesners Marx Zobl wurde Koch auf ein Jahr aufgenommen und erhält vom Gerichtsamtmann und dem gesamten Gerichtsausschuß eine Instruktion. Auch künftig soll er jährlich zu Georgi in der Kirche öffentlich um seinen Dienst neu ansuchen, die Kirchenschlüssel überreichen und den Bescheid vom Pfarrgericht abwarten. Es werden alle Mesneraufgaben in der Pfarrkirche, in der Leonhardikapelle und Martinikapelle beschrieben. Auch die Michaelikapelle, die Anna-Gruftkapelle und die Antonikapelle sind fleißig zu warten, die vielen Glocken und das Uhrwerk zu betreuen, sowie die Türen zu versperren. Er hat die Glocken zu genannten Tagen und Uhrzeiten zu läuten und für die Kerzen zu sorgen. Ebenso muß er die Orgel schlagen und den Kirchengesang pflegen, 'im übrigen auch eine Schul halten,' und zwar in der oberen Stube des Mesnerhauses. Er hat die Jugend im Lesen und Schreiben, auch Beten und anderen christlichen Übungen zu unterrichten, wofür er von jedem Kind ein wöchentliches Schulgeld zu fordern hat. Weiters erhält er 40 Gulden und die freie Wohnung im neuerbauten Mesnerhaus in Unterhöfen und die Nutzung genannter Grundstücke, 1 Gulden 30 kr und ein lb Flachs für jedes Begräbnis.

1720 Jän. 8
AT GemA Tannheim 7-9-118 · Item · 1720-01-08
Part of Gemeindeverwaltung

Detaillierte Aufstellung aller 'Wustungsverleidungen' in der Pfarre Tanhaimb vom 17. Okt. 1718 bis 8. Jän. 1720 anhand der abgelegten Gerichtsrechnung. Dabei geht es um Transportkosten für Kriegsgerät nach Freiburg, Pachtgelder, Pferdefuhren, Verpflegungskosten für Mundportionen, Vorspanndienste usw. im Gesamtbetrag von 555 Gulden welche vom Gerichtskassier aus den Wustungsgeldem bestritten und durch Quittungen belegt werden. Alle Ausgaben werden von der Gerichtsobrigkeit überprüft und teilweise kommentiert.

1727 Jän. 1
AT GemA Tannheim 7-9-119 · Item · 1727-01-01
Part of Gemeindeverwaltung

Die Herbstmusterung in der Pfarre Tanheimb durch Kapitänleutnant Troyer ergibt folgende Namensliste: Korporal Jakob Packh, Gefreiter Josef Oberreither, Georg Zobl zu Frickhen, Sebastian Renn zu Zöblen, Franz Zobl im Schattwald (Ersatzmann Georg Guethainz zum Haldensee), Johannes Lochpiller, Ignaz Gehring, Josef Erdt zum Haldensee, Lukas Schedle zu Zöblen, Konrad Gugger, Mang Kappeller, Georg Fischer, Anton Zobl im Schattwald, Konrad Wözer, Martin Zobl, Sattler, Anton Wözer, Schatwald (Ersatzmann Johannes Loes), Johannes Miller in Bogen, Josef Frickh am Berg, Josef Miller, Matthias Zobl, Johannes Rief (Ersatzmann Martin Klinger bei der Schmidten), Michael Erdt, Michael Schraz und Josef Zobl zu Schmiden (Ersatzmann Michael Zobl).

1457 Mai 25
AT GemA Tannheim 7-9-12 · Item · 1457-05-25
Part of Gemeindeverwaltung

Die Nachbarn zu Wertach verkaufen mit Zustimmung der Herrschaft zu Retenberg dem Hengi Lochbiller, Hans Lochbiler und Konrad Pfeifer, alle von Junkholz, das Gut Ferlisberg, den Steinenberg und das Stubendall, alles freieigen, innerhalb genannter Grenzmarken, vom Reichenbach bis auf das Hochbachtal und vom Scheidbach bis in den Rormoßbach, in den Steinberg zum Riederspitz herab in den Blaybach usw. gegen Ablösung der Zinsbriefe um 20 Pfund je Pfund Zinsgülte. Die Zinsbriefe lauten auf Heinz Seyfridt, Heinz Meyeler und Thomas Veyl. Siegler: Peter von Freyberg zu Eisenberg, Pfleger zu Retenberg, und Jos Bach, Amtmann des Oedings Retenberg

1727 März 27 - 1735
AT GemA Tannheim 7-9-120 · Item · 1727-03-27
Part of Gemeindeverwaltung

Abrechnung der Pfarre Tannheim wegen beizustellender Reitpferde und Fuhrrosse, für Mannschaftsverpflegung und Mundportionen, für Transportkosten und Botengänge, für Pulver- und Bleitransporte usw., welche chronologisch anhand von Quittungen alle Ausgaben auflistet, um sie dem Gericht in Rechnung zu stellen.

1730 Mai 26 Laxenburg
AT GemA Tannheim 7-9-121 · Item · 1730-05-26
Part of Gemeindeverwaltung

Kaiser Karl VI. bekundet, daß ihn die Untertanen und die Gemeinde des Tales Thannheimb um Konfirmierung der Privilegien seines Vaters (Leopold I.), welche dieser am 27. Aug. 1669 (vgl. Nr. 65) ausgestellt hat, gebeten haben. Siegler und Orig. Unterschrift: Kaiser Karl VI.

1734 Jän. 11 Reutte
AT GemA Tannheim 7-9-122 · Item · 1734-01-11
Part of Gemeindeverwaltung

Auf dem Rathaus im Markt Reitti kommen die Ausgeschossenen aller Pfarreien zur Ehrenberger Gerichtskonferenz zusammen, um den Durchmarsch von 10 Bataillonen zu organisieren, sowie die Einquartierung und Verpflegung von 900 Fußsoldaten und 500 Mann Kavallerie vorzubereiten, ohne den Durchmarsch zu behindern. Weiters sind die Schützenoffiziere zu wählen und die Gelder für zwei landschaftliche Steuertermine aufzutreiben. Wegen Futtermangels hofft man auf eine kurze Einquartierung. Lermoos muß 81 Kavalleristen aufnehmen, Praitewang 240, Thannheimb 110, Piechlpach 22 und Haiterwang 11. Zu den zwei geplanten Schützenkompanien mit je 100 Mann stellen das Lechtal nach dem Steuerfuß 66 Mann, Praitewang 26, Aschau 24, Thannheimb 24, Lermoos 22, Pichlpach 16, Perwang 14 und Haiterwang 8. Weitere genannte Maßnahmen in 8 Punkten werden beschlossen.

1734 Mai 14 Reutte
AT GemA Tannheim 7-9-123 · Item · 1734-05-14
Part of Gemeindeverwaltung

Kapitän Ferdinand Troyer schreibt dem Gerichtsamtmann Anton Tauscher zu Kleinnesslwängle, daß er lt. höchstem Befehl verpflichtet sei, am 16. Mai in Thanheimb das militärische Exerzieren vorzunehmen. Daher sollen die Untertanen von der Landmiliz an diesem Tag um 12 Uhr mit gutem sauberen Gewehr in Kleinnesslwängle erscheinen.

1734 Aug. 16 Reutte
AT GemA Tannheim 7-9-124 · Item · 1734-08-16
Part of Gemeindeverwaltung

Pfleger Josef Johann von Pach erteilt dem Thanheimber Gerichtsamtmann Josef Tauscher anhand von vier Mandaten den Auftrag, daß alle Untertanen des Königs von Frankreich und Sardinien, des Herzogs von Savoyen und deren Helfershelfer zu Reichsfeinden erklärt werden und deshalb sofort des Landes zu verweisen sind. Folglich darf sich niemand anwerben lassen und in feindliche Dienste treten. Es dürfen auch keine Waren der Feinde transportiert oder gehandelt werden. Ebenso sind Exporte von Getreide, Mehl, Pferden, Vieh, Gewehren, Pulver, Blei, Schwefel und Salpeter verboten. Es ist keinem Deutschen gestattet, nach Frankreich oder anderen feindlichen Ländern zu reisen. Verstöße gegen diese Verbote werden an Leib, Ehre und Gut, auch Leben geahndet. Diese Mandate sind sogleich öffentlich zu verlesen.

1734 Okt. 31 Reutte
AT GemA Tannheim 7-9-125 · Item · 1734-10-31
Part of Gemeindeverwaltung

Mund- und Pferdeportionen, welche die Kompanie unter Oberstleutnant Karl (?) von Stangen des kaiserlich Sachsen-Weimar’sehen Fußregiments während der Einquartierung im Gericht Ehrenberg beanspruchte. Insgesamt werden im Oktober für genannte Truppenteile 940 Mundportionen, 48 Pferdeportionen und 27 Wagenfuhren verrechnet.

1736 Mai 2 Reutte
AT GemA Tannheim 7-9-126 · Item · 1736-05-02
Part of Gemeindeverwaltung

Gerichtsamtmann Josef Tauscher wird benachrichtigt, daß Kapitänleutnant Troyer die Frühjahrsmusterung in Thanheimb am 27. Mai um 12 Uhr in Kleinnösslwengl vornimmt. Dazu haben sich die Militioten mit sauberem Ober- und Untergewehr samt Patronentaschen zu stellen. Für außer Landes befindliche taugliche Männer haben sich Ersatzleute zu stellen. Wer nicht zu den Fahnen kommt, muß die Reisekosten für die Nachmusterung ersetzen.

1738 Jän. 23
AT GemA Tannheim 7-9-127 · Item · 1738-01-23
Part of Gemeindeverwaltung

Musterformular, wie die in der Gerichtsamtmannschaft steuerbaren Personen für die Extraordinaristeuer zu beschreiben sind. Es gibt ca. 3000 Personen, die ein Vermögen ab 2000 Gulden haben dürften und folglich der ersten Steuerklasse angehören. Unter 2000 Gulden Vermögen gehören sie der zweiten Klasse an, und unter 1000 Gulden zur dritten Klasse. Von der Not- und Standsteuer sind nur die Almosenempfänger und Kinder unter 8 Jahren ausgenommen.

1739 Feber 10 Innsbruck
AT GemA Tannheim 7-9-128 · Item · 1739-02-10
Part of Gemeindeverwaltung

Vorschlag des J. Schennach, den armen, 'erbarmungswürdigen Zustand' des Lechtales und des Thannheimer Tales zu heben. Die armen Untertanen befürchten, daß ihnen die so teuer erworbenen kaiserlichen Privilegien genommen würden. Vielmehr sollte man sie unterstützen und ihnen durch die Fabrikation von Gesponnenem eine zusätzliche Einnahmsquelle verschaffen. Dies sollte jedoch ohne zusätzliche Unkosten vor Ort durch die Fabrikanten möglich sein, indem die Untertanen ihre Gespinste von Zeit zu Zeit unter Aufsicht eines sachkundigen Vorstehers oder Anwalts an die Fabrikanten zu einem angemessenen Preis verkaufen.

1742 März 20 Aschau
AT GemA Tannheim 7-9-129 · Item · 1742-03-20
Part of Gemeindeverwaltung

Der Gerichtskassier quittiert dem Gerichtsamtmann Josef Tauscher von der Pfarre Thannheimb, daß er nach Erhöhung des Salzrodfuhrlohnes entsprechend der in Petenau am 25. Feber gemachten Anlage zu seinen Händen 75 Gulden bar abgeliefert hat.

AT GemA Tannheim 7-9-13 · Item · 1461-10-21
Part of Gemeindeverwaltung

Graf Hug von Montfort, Herr zu Rotenvels, bekundet, daß seine Leute in dem Kirchspiel zu Tanhain jährlich 60 lb Pfennig Steuer in Landeswährung in die Herrschaft Rotenvels durch den Amtmann von Tanhain zu Mariä Lichtmeß reichen sollen. Der Amtmann soll auch die bisher durch die Amtleute eingehobenen Gefälle einnehmen und dazu das Herrschaftssiegel verwenden. Die Leute, die im Kirchspiel zu Tanhain sitzen, sollen mit ihrer Steuer nach Tanhain gehören. Wer von Tanhain wegzieht, soll in die Steuer nach Rotenvels gehören. Im Erbfall ist dorthin zu steuern, wo das Gut gelegen ist. Siegler: Graf Hug von Monfort und Graf Ulrich von Montfort, Herr zu Tett nang

1742 Dez. 9 Reutte
AT GemA Tannheim 7-9-130 · Item · 1742-12-09
Part of Gemeindeverwaltung

Pflegamtsschreiber Michael Schueller quittiert dem Tornas Tauscher, Gerichtsamtmann von Thannheimb, daß er die am 1. Sonntag nach St. Nikolaustag fällige Kuchlsteuer von 53 Gulden bar erhalten hat.

1743 März 28 Reutte
AT GemA Tannheim 7-9-131 · Item · 1743-03-28
Part of Gemeindeverwaltung

Stiftungsentwurf für Ewige Messen. Von genannten Grundstücken im Rauth der Pfarre Thannheimb fallen jährlich Zinserträge von 6 Gulden 15 kr an, welche für vier Messen in der dortigen Liebfrauenkirche zu Quatember nach öffentlicher Verkündigung zu verwenden sind. Einmal jährlich soll den armen Leuten um 1 Gulden Almosenbrot ausgeteilt werden. Der Kaplan soll je Messe 36 kr und der Mesner 6 kr erhalten. Franz Hueber als Kirchpropst und Rechnungsführer erbittet eine Antwort vom Kaplan, ob diese Regelung schon heuer beginnen könne.

1743 April 11 Reutte
AT GemA Tannheim 7-9-132 · Item · 1743-04-11
Part of Gemeindeverwaltung

Der Gerichtsschreiber von Ehrenberg teilt dem Tannheim er Gerichtsamtmann Josef Tauscher zu Kleinnößlwengl mit, daß nach Inventur des Vermögens nach Mang Later auch der Teil- und Entrichtsvertrag fertig sei.

1743 Dez. 7 Reutte
AT GemA Tannheim 7-9-133 · Item · 1743-12-07
Part of Gemeindeverwaltung

Pflegamtsschreiber Michael Schueller zu Reitti quittiert dem Thannheimber Gerichtsamtmann Josef Tauscher zu Kleinnößlwengle, das für ersten Sonntag nach Nikolai 1743 anfallende Zinsgefälle von 53 Gulden bar erhalten zu haben.

1744 Juni 26 Oberhöfen
AT GemA Tannheim 7-9-134 · Item · 1744-06-26
Part of Gemeindeverwaltung

Johann Stadler im Untern Gschwent schuldet dem Nikolaus Fiegenschuech zu Kienzen 80 Gulden wofür er jährlich zum 1. Juni von jedem Gulden 3 kr zu zinsen hat. Die gegenseitige Kündigungsfrist beträgt 1/4 Jahr. Als Pfandeinsatz bietet er vier Fuder Baufeld ober seinem Hof an. Dieser Grund grenzt im Osten an Bernhard Gschwenter, im Süden und Norden an den Schuldner selbst und im Westen an Johann Fiegenschuh. Ein weiteres Grundstück im Kienzerlesfeld wird als Sicherstellung verpfändet. Siegler: Josef Johann von Fach, Pfleger und Landrichter zu Ehrenberg Siegelbitte an: Johann Georg Renn Zeugen: Johann Loeß, Barbier, und Martin Länderer, beide in Unterhöfen

1744 Okt. 18 Reutte
AT GemA Tannheim 7-9-135 · Item · 1744-10-18
Part of Gemeindeverwaltung

Der Tannheimer Gerichtsamtmann Josef Tauscher in Kleinnesslwengl wird vom Pflegsverwalter Franz Anton Hueber wegen des feindlichen Überfalls in der Herrschaft Bregenz inständigst um nachbarschaftliche Hilfe von Feuerschützen gebeten. Da auch andere Gerichte über den Adlerberg (Arlberg) mit Schützen zur Hand gehen, entsendet Reiti 100 Schützen, wovon es Tanheimb eine Mannschaft von 12 Feuerschützen trifft, welche einen Taglohn von je 24 kr erhalten. Diese sollen entweder freiwillig oder durch Los zusammengebracht werden. Sie sollen sich einen Offizier ihres Vertrauens wählen und mit Feuerrohren, Pulver, Blei usw. ausgerüstet sein.

1745 Jän. 26 Schattwald
AT GemA Tannheim 7-9-136 · Item · 1745-01-26
Part of Gemeindeverwaltung

Der Gastwirt Simon Dornacher von Schadtwaldt stellt an den Gerichtsamtmann von Tannheim die Zehrungskosten der Franziskanerpatres zu Reiti anläßlich der Schmalzsammlung in Rechnung, weiters die Zehrungskosten des Grafen von Brandt, für den Zöllner, für Miltär anläßlich der Bettlerstreifen, für Jörg Bauer usw. Der Gesamtbetrag von 15 Gulden 46 kr wird quittiert.

1745 März 10 Innsbruck
AT GemA Tannheim 7-9-137 · Item · 1745-03-10
Part of Gemeindeverwaltung

Die o.ö. Kammer erteilt dem Zollamt Femstain den Befehl, zur Erhaltung und Errichtung eines Nationalregiments in der Grafschaft Tyrol auf alles Export- und Transitvieh einen Aufschlag von 10 kr (für ein Saugkalb) bis zu 1 Gulden (für einen Ochsen) zu verlangen.

1745 Juni 19
AT GemA Tannheim 7-9-138 · Item · 1745-06-19
Part of Gemeindeverwaltung

Abrechnung über Verpflegungskosten von 40 Mann des Infanterieregimentes Graf Merci beim Rückmarsch.

1747 Sept. 13
AT GemA Tannheim 7-9-139 · Item · 1747-09-13
Part of Gemeindeverwaltung

Der Ertrag des Jahrmarktes in Thanheimb beträgt von den wenigen Kühen, Ziegen und Böcken insgesamt 1 Gulden 17 1/4 kr und von den Krämern 12 kr Standgeld. Davon erhalten der Pfleger 16 1/4 kr, der Gerichtsdiener 10 kr, die beiden Wächter 20 kr und der Rechnungsleger 45 kr. Gekauft oder verkauft haben Georg Hindelang, Jakob Zorn von Kempten, Johannes Eberle von Großnößlwang, Josef Leiter von Durach, Josef Geiger von Seggen, Franz Anton Leitestocker an der Aschau, Andreas Erhardt von Prachstett und Jakob Rüst von Kempten.

1481
AT GemA Tannheim 7-9-14 · Item · 1481
Part of Gemeindeverwaltung

Mit Vollmacht Erzherzog Sigmunds von Österreich und auf Befehl seines Pflegers zu Emberg, Jörg Gossenbrot, sitzt Richter Paul Stickel in Dingstatt zu Tanhain. Es kommen Hans Gaistli und Oswald Schmidli als bevollmächtigte Kirchpröpste des Gotteshauses St. Nikolaus zu Tanhain, um die Ansprüche über Jahrtag und Zins aus dem Urbar für die Kirche klären zu lassen. Die Erben sind verpflichtet, die Zinse zeitgerecht an die Kirchpröpste und den Pfarrer Ulrich Syffrydt zu zahlen, um den Jahrtag lt. Urbar halten zu können. Beisitzer: Ulrich Schmid, Burghard Greyter, Balthasar Hainz Zobel, Hans Reckh, Hans Gast (?), Hans Markl (?), Hans Amman, Hans Zwickh, Christian Gugger, Peter Plenderl, Konrad ...

1747 Sept. 14 Wien
AT GemA Tannheim 7-9-140 · Item · 1747-09-14
Part of Gemeindeverwaltung

Maria Theresia konfirmiert so wie ihre Vorgänger Kaiser Leopold, (vgl. Urk. Nr. 65), Kaiser Josef (vgl. Urk. Nr. 99) und ihr Vater Kaiser Karl. VI. (vgl. Urk. Nr. 110) die erlangten Privilegien und Freiheiten der Gemeinde Tannheim, wie diese seit Herzog Friedrich IV. nach und nach verliehen worden sind. Dazu zählt auch das Jus nominandi dreier geeigneter Subjekte zur Nachbesetzung eines Amtmannes (?) und das Fischereirecht in den Bächen, jedoch nicht in den landesfürstlichen Seen.

1749 März 8 Innsbruck
AT GemA Tannheim 7-9-141 · Item · 1749-03-08
Part of Gemeindeverwaltung

Befehlsabschrift der Hofkammer an den Zolleinlanger Mang Peintner zu Thannheimb wegen der Lebensmittelexporte beim Filialzoll Roßschlög, Kniepaß und Thannheimb. Es soll nicht gestattet werden, inländisches Vieh und Viktualien außer Landes zu bringen und von der Obrigkeit weitere Passierzettel anzufordern. Gleichzeitig wird dem Pfleger die unbefugte Ausfuhr von 115 Metzen Fisolen vorgeworfen und die künftige Unterlassung gefordert. Dem Tannheimer Afterzoller ist zu bescheiden, daß deshalb den Tannheimem nicht die erlangten Zollfreiheiten abgesprochen werden. Sie müssen aber jedesmal vom o.ö. Geheimen Rat um ein Bewilligungspatent ansuchen.

1750 ca.
AT GemA Tannheim 7-9-142 · Item · 1750
Part of Gemeindeverwaltung

Bittschrift des Marktes Reitti an das k.k. Gubemium, den zunehmenden Handel der Oberinntaler Kornhändler mit Füssener Korn in den Pfarren Praitewang, Aschau und im Lechtal zu unterbinden.

1750 ca.
AT GemA Tannheim 7-9-143 · Item · 1750
Part of Gemeindeverwaltung

Kalkulationsentwurf über den in der Pfarre Thannheim geplanten Bau der Landstraße samt genannter 15 Brücken, weiters betreffend die Viehausfuhr, die Zoll- und Aufschlagsprivilegien und die freie Ausfuhr des eigenen Viehs.

1750 ca.
AT GemA Tannheim 7-9-144 · Item · 1750
Part of Gemeindeverwaltung

Formular für einen Kaufvertrag, für Quittungen, für ein Testament, für einen Tauschbrief, für einen Schuldbrief und für einen Losungsbrief zur Verwendung für den Gerichtsanwalt.