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AT GemA Ehenbichl 7-9-10 · Item · 1494-06-07
Part of Gemeindeverwaltung

König Maximilian bekundet, daß in vergangener Zeit ein Wochenmarkt und etliche Jahrmärkte zu Oberem, Mittleren und Niedern Reuti im Gericht Ernnberg für gut befunden wurden, und gegen Mitem-Reuti das Komhaus sowie offene Marktstätt und zu Unndterreuti der Salzstadel bestehen. Damit aber die Bürger und Untertanen zu Oberreuti auf der Kay etwas daran haben, wird ihnen hiemit verbrieft, daß die Niederlage und Rod, welche herein oder außer Landes geht, künftig bei ihnen sein soll. Doch sollen sie die Rod mit dem Kaufmannsgut gebührendermaßen verfertigen. Wo jetzt das Tanzhaus steht, sollen sie auf ihre Kosten ein Ballhaus bauen. Dem Emberger Pfleger Georg Gossenprot wird aufgetragen, die von Oberreuti bei ihrer Rod und Niederlag zu unterstützen und darauf zu achten, daß nicht anderswo Güter niedergelegt werden.

AT GemA Ehenbichl 7-9-100 · Series
Part of Gemeindeverwaltung

Sparbuch, Bankunterlagen, Stiftungszuwendungen, E-Werk-Abrechnungen, Kontoauszüge der Sparkasse Reutte, Kaufvertrag mit Aloisia Schweißgut und Heinrich Feineier, Wertpapierverzeichnis, Wertpapieranmeldung, Abfindung für Landwirtschaften

20. Jahrhundert Kodex
AT GemA Ehenbichl 7-9-101 · Series
Part of Gemeindeverwaltung

Grundbesitzbögen und Grundparzellenprotokoll, Kodex VIOriginal Papier-Kodex, 107 Seiten beschriftet, Halbleder

AT GemA Ehenbichl 7-9-11 · Item · 1506-08-14
Part of Gemeindeverwaltung

Bürgermeister und Rat des Marktes Reite erlassen folgende Satzung und Ordnung: Es sollen alle Freiheiten und Gerechtigkeiten nach altem Herkommen gehalten werden. Daran haben sich alle zum gemeinen Nutz zu halten. Dies betrifft jene zu Reiten und andere zugehörenden Gegenden am Leiten. Alle Äußerungen und Einwände sind im Rat vorzubringen. Jährlich zu Georgi sind Bürgermeister und Rat neu zu wählen und die Jahresrechnungen für alle Ämter der Herrschaft vorzulegen. Ebenso sind die Metzger-, Bäcker- und Müllerordnungen vorzunehmen, sowie die Feld- und Viehzäune samt Gatter zu erstellen und die Strafen festzulegen. Die Strafen fallen zur Hälfte der Herrschaft und zur Hälfte der Gemein zu. Alle Bußen müssen mit Datum in das Ratsbuch eingetragen werden. Zum Rat und zur Ehehaft haben alle pünktlich zu erscheinen. Wird im versammelten Rat geheim verhandelt, so ist Stillschweigen zu bewahren. Bei Uneinigkeit soll die Herrschaft zu Ernnberg angerufen werden, die dann gütlich entscheidet. Diese Satzungen werden vom Richter bestätigt. Siegler: Erasmus Vogt, Richter zu Ernnberg Zeugen der Siegelbitte: Georg Mayr, Bürgermeister, Ulrich Mayr, dessen Sohn, Gregor Polster, Bürger zu Schwangau

AT GemA Ehenbichl 7-9-12 · Item · 1515-07-27
Part of Gemeindeverwaltung

Wegen der Holznutzung kommt es zwischen den Pfarren Breitenwang und Aschau zu einem Vergleich. Die Kommission unter Georg Wolf von Zwischenburg und Hans Gramppich bezieht sich auf den Schiedsspruch des Ehrenberger Pflegers Georg Gossembrot und die Aussagen der Ausschußleute beider Pfarren. Demnach sollen die von Aschau an dem Berg Harlander das Holz nur zu ihrem Hausbedarf gebrauchen. Weiters sollen sie die von Reutte in ihrem Weidebetrieb nicht behindern und die Wipfel und Äste aufräumen. Die Aschauer dürfen die Bäume nahe der Hütten und Tajen am Harlander nicht umhauen, damit die von Reutte und Breitenwang genügend Holz haben. Alle anderen Weiderechte und Holzrechte sollen sie ohne Einschränkung durch die Aschauer je nach Bedarf nützen. Siegler: Die Aussteller

1551 Okt. 5
AT GemA Ehenbichl 7-9-13 · Item · 1551-10-05
Part of Gemeindeverwaltung

Hans Karl, Richter des Pflegers Friedrich von Hausen zu Emberg, sitzt mit dem Gerichtsstab und seinen Beisitzern auf dem Rathaus zu Reiten zu gewöhnlicher Dingstatt, um auf Veranlassung des Reitener Bürgermeisters Hans Klainhanns (hinter dem Kornhaus) und des Bürgers Jakob Wuesst, beide Bevollmächtigte der Inhaber gemeiner Lus zu Unterreiten, die Beitragszahlungen für die Archenverbauung zum Schutz dieser Lus zu erwirken. Durch Urteil soll die Verpflichtung zur anteilsmäßigen Erhaltung der Wasserbauten am Lech erwirkt und die Unkosten von allen Lusinhabem getragen werden. Wer seinen Beitrag nicht zahlt, verliert den Lusanteil und muß die Strafe je zur Hälfte an die Herrschaft und an die Bürgerschaft zahlen. Bisherige Ausstände sind binnen zweier Monatsfristen nachzuzahlen. Siegler: Hans Polster, Jakob Haiss, Georg Paumann, Hans Rott, Georg Kecht, Georg Thannhaimber, Mang Lederer, Mang Jeckh, Hans Miller, Georg Ober reiter, Hans Ertl und Kaspar Täscher, alle Bürger zu Reiti und Oswald Linder zu Ehenpichl.

17. Jahrhundert
AT GemA Ehenbichl 7-9-14 · Series · 1600-01-01 - 1699-12-31
Part of Gemeindeverwaltung

Verzeichnis von Grundstücken, die durch Besitzveränderungen an auswärtige Grundeigentümer gekommen und daher für die Grundsteuerbeschreibung neu zu bewerten sind. Die Größeneinheiten werden in Fuder (Heufuder) unter dem Namen des alten Besitzers, von dem der Acker oder die Wiese herrührt, aufgelistet. So lauten die Eintragungen etwa: Eine Wiesmahd, die weiße Wandt genannt, von Georg Raich herrührend, (ist) von Ehenbichl nach Reitte an Tobias Keller (gekommen); oder: 3 Fuder kommen von Ehenbichl nach Reithe an H. Rauscher. Ebenso sind die Grundstücke verzeichnet, die von Praittenwang, Pflach und Reitti einer anderen Steuergemeinde zuzuschreiben sind.

1612 Nov. 13
AT GemA Ehenbichl 7-9-15 · Item · 1612-11-13
Part of Gemeindeverwaltung

Am 12. Jän. 1645 beglaubigt Anton von Rosst, Pfleger zu Emnberg, auf Bitte der umliegenden Orte der Pfarre Praitenwanng und Aschau die Rodordnung der Salzfuhren von 1612, die der damalige Pfleger Burkhard Laymann ausstellte: Die Instruktion besagt, daß das Salz im Markt Reuti abzuladen und zu fertigen ist. Die Gerichtsobrigkeit verordnet für den Lebensunterhalt in den Pfarren Praitenwanng und Aschaw, daß zwar das Salz im Salzstadel zu Reuti und in keinen anderen Häusern abzuladen und vom Faktor unverzüglich nach Vils, Weissenpach oder Fdessen weiterzuleiten ist, ohne die Fässer zu beschädigen, doch sollen die Fuhrleute der beiden Pfarren jedes dritte Faß und Reuti die anderen Fässer transportieren. Nur wenn sie die Menge der Fässer selbst nicht schaffen, dürfen andere Gerichtsleute Salz laden. Beschädigte Fässer und Panzen dürfen erst nach Anzeige an den Faktor geladen werden. Mehr als eine Fahrt je Tag darf kein Fuhrmann durchführen. Zur Überwachung der Ordnung sollen Aschau und Breitenwang einen Stallknecht wählen, der auf einer Tafel alle Salzführer auflistet und durch Los die Rodfolge festlegt. Der Knecht erhält je Faß b/Ehenbichl drei Vierer. Dem Zöllner an der Brücke und dem Wegmacher zu Weissenpach ist das Weggeld zu zahlen. An Rodlohn gebührt ihnen je Faß von Reuti nach Vils 30 kr und nach Weissenpach 20 kr. Siegler: Anton von Rosst, Pfleger zu Emnberg

1616 Juli 16 Innsbruck
AT GemA Ehenbichl 7-9-16 · Item · 1616-07-16
Part of Gemeindeverwaltung

Die o.ö. Kammerräte zu Innsbruck teilen mit, daß die 3000 Gulden welche der Markt Reuti an Kaufschilling für den Ammerwald bezahlt hat, durch den Waldmeister Oswald Kheller bar an die Kammer erlegt wurden. Für diese 3000 Gulden hat er die Originalhauptverschreibung samt der Quittung des Kammerzahlmeisters und den Zinsbefehl an die fürstlichen Zollbeamten am Fernstem zugestellt. Unterschrift: Burgkhlehner

1622- 1645
AT GemA Ehenbichl 7-9-17 · Series · 1622 - 1645
Part of Gemeindeverwaltung

Bürgermeisteramtsrechnungen des Marktes Reuti aus den Jahren 1622, 1625, 1635, 1636, 1644 und 1645. Jährlich legen zu Georg! die Bürgermeister Hans Hafenlueg, dann Georg Keller, Hans Meßmer, Tobias Keller, Kasper Rauscher und Gabriel Winndt über die Einnahmen aus Steuern, Gerichtswustungen, Zinsen, Weggeld, Pflastergeld, Almgeld, Einkaufgeld, Sitzgeld, Zehent, Grundverkauf und Hilfsgeld von insgesamt 2322 Gulden Rechnung. An Ausgaben stehen Steuern, Kosten für Landstraßen und Archenbauten, Lohnkosten, das Bad im Krecklmoos, Baukosten, Besoldungen an den Pfarrer, den Kaplan, den Schulmeister Johannes Einsele, die Hebamme Brigita Milser, den Orgelzieher Georg Schleterer, den Brunnenmacher Hans Wömer, die Pfänder Hans Haid und Hans Nostier, an den Weggeldeinnehmer Georg Nigg, den Wegmacher Mang Keller, den Alpmeister und an genannte Taglöhner mit über 1000 Gulden sowie Zehrungskosten, Trinkgelder, Kommödienspiele, Dienste an der Klause, Botenlöhne, Transporte, Verwaltungskosten für Geldeintreibung, Almosen usw. zu Buche.

1626
AT GemA Ehenbichl 7-9-18 · Item · 1626
Part of Gemeindeverwaltung

Steuerregister der Pfarre Praitenwang mit den Orsteilen Unnderreuti, Pflach, Praitenwanng, Müll, Neumüll, Kräckhlmoos, Katzenperg, Echenpichl, Homberg. Namentlich werden die Anzahl der Steuerfuder der Haus- und Gartenbesitzer aufgelistet und davon die Steuerkreuzer (zwischen 4 und 55 kr je Steuertermin) berechnet. Danach folgt die Namensliste der Inwohner, die anstatt der Haussteuer einheitlich je 30 kr Sitzgeld jährlich zahlen. Für 27 Personen, die sich in der Pfarre niedergelassen haben, werden 13 Gulden 30 kr Sitzgeld eingehoben.

1628 April 2 Innsbruck
AT GemA Ehenbichl 7-9-19 · Item · 1628-04-02
Part of Gemeindeverwaltung

Fortunat Freiherr zu Wolkenstein verleiht als Obrister Jägermeister dem Markt Reiti samt der ganzen Gemein der Pfarre Braitenwanng den Amerwald zur Rodung, um daraus Wiesen zu machen, von Amts wegen, doch mit der Auflage, die darin befindlichen Ahome stehen zu lassen. Besagter Wald grenzt an Georg Jeckh und reicht bis an die Augsburger Grenze, an den Hochplasen, die neue Alpe und an die Ettaler Konfinen, wo die Stadt Augsburg ihr Holz gekauft hat. Die Vermarkung erfolgte unter Richter Josef Tasch, Waldmeister Oswald Keller, den Forstüberreitem und Abgeordneten von Reity und von Braitenwanng am 23. und 24. Sept. 1627. Als Jahreszins werden 16 Gulden an das Urbar Ernberg und 2 Gulden Afterzins an das St. Anna-Gotteshaus im Markt Reiti festgelegt. Siegler: Der Aussteller

1639 März 9 Reutte
AT GemA Ehenbichl 7-9-21 · Item · 1639-03-09
Part of Gemeindeverwaltung

Ferdinand Eisehl, Kommandant der Festung Emberg, beurkundet auf Bitte der bevollmächtigten Ehenpichler Hans und Lorenz Zwerger, Georg Teufenprun, Georg Jeckh und Georg Luz ein Protokoll vom 4. März, worin die Bürgerschaft von Reutte auf Hans Mesners Amtsrechnung Stellung bezieht. Mang Seuttner, Bürgermeister, Oswald Keller, Waldmeister, Hans Öxl, Georg und Christoph Gynner, Matthäus Keller, Georg Prannz, Matthäus Prunhueber und Jakob Schmizer, alle Ratsbürger zu Reuty und genannte Ausgeschossene vom Markt Reuty, von Praitenwanng, von Mihi, von Pflach und von Ehenpichl eröffnen unter Hans Maurus Mayr von Aschau ein Memorial zur Infektionsraitung des Hans Meßmer, ehemaliger Bürgermeister. Es geht um die Einfassung und die Arbeitsschichten für den Pestfriedhof hinter dem Steineberg, sowie eine Wegerrichtung für die Ehenbichler zu diesem Friedhof. Diese Wegkosten sind von der gesamten Pfarre zu tragen. Da die Umsassen für die 'leidige Sucht' keine Kapelle erbauen wollen, sollen sie sich mit der Geistlichkeit vergleichen. Siegler: Ferdinand Pischl

1639 Mai 2
AT GemA Ehenbichl 7-9-22 · Item · 1639-05-02
Part of Gemeindeverwaltung

Vor dem Kommandanten der Herrschaft Emnberg, Ferdinand Pischl, und genannten Beisitzern bringen die Umsassen der Pfarre Praitenwang durch ihren Vormund Hans Maurus Mayr in der Aschau wegen Aufteilung der Wustung, der Steuern, des Einkaufgelders, des Weggeldes, des Alpgeldes, der Niederlag, des Hirtenlohnes und der Heufuder die Klage gegen die Bürger von Reuti ein. Praitenwang ist vertreten durch: Matheis Schraz, Michael Ehele, Hans Rainer und Michael Kurz; Mihi durch Bartlmä Henngi; Ehenpichl durch Hans Zwerger, Georg Jeckh und Georg Teuffenprun; Pflach durch Georg Kecht, Georg Schweiggl, Hans Rainer und Simon Trexl. Nach der Gegenäußerung durch die Bürgerschaft beschließt das Gericht, die Amtsrechnungen von 1636, 1637 und 1638 durch die Bürgermeister Tobias Keller, Georg Riner und Mang Seutner abzuschließen und bei der Bürgermeisterwahl der Obrigkeit, sowie dem neuen Bürgermeister Hans Öxl zur Kommentierung vorzulegen. Im Register ist detailliert auszuweisen, was Reuti der gesamten Gemein zu verrechnen gedenke, um darüber den umliegenden Orten eine aufrichtige, redliche Rechnung zu geben. Bei der Tagsatzung am 11. Mai sind diese Rechnungen vorzulegen.

1640 Okt. 23/27
AT GemA Ehenbichl 7-9-24 · Item · 1640-10-23
Part of Gemeindeverwaltung

Vor dem Emberger Kommandant Ferdinand Pischl kommt es zwischen den umliegenden Dörfern der Pfarre Haiterwang und Reuti wegen der strittigen Steuerberechnung zu einer weiteren Tagsatzung. Die umliegenden Orte als Kläger sind durch Hans Maurus Mayr aus der Pfarre Aschau vertreten und beziehen sich in ihrem Vorbringen auf die Gerichtshandlung vom 2. und 11. Mai 1639 (vgl. Urk. Nr. 18, 19). Sie klagen die Reuttener Bürgerschaft wegen ehrenrührischer Worte und fühlen sich wegen Nichtherausgabe der Steuerregister übervorteilt. Am 27. Okt. kommt es vor Pischl und Richter Hans Zechenndter, Anton Gigl, Fischmeister zu Haiterwanng, Christoph Klainhanns, Anwalt von Piechlpach und Wolfgang Pischoff, Gerichtsschreiber zur Weiterverhandlung, weil eine gütliche Einigung sowohl von Praitenwanng, Ehenpichl, Pflach und Lehn als auch von der beklagten Bürgerschaft zu Reiti nicht angenommen wird und weitere Kundschaften einzuholen sind. Laut Steuerregister von 1586 belaufe sich die Steuer für die Kläger nur auf 196 Gulden 27 kr. Lt. Bürgermeisteramtsrechnungen von 1584 war bis heute aber die Steuerleistung nie konstant, weil teils 2 kr teils 3 kr je Fuder Heu berechnet wurden. Wegen Veränderung der Güter sind diese neu zu beschreiben.

1640 Nov. 12
AT GemA Ehenbichl 7-9-25 · Item · 1640-11-12
Part of Gemeindeverwaltung

Steuerbeschreibung des Marktes Reutty, welche vor dem Emberger Richter Hans Zechendtner durch Hans Mössmer, Wolfgang Rohrmoser, Georg Ginner, Mathias Kheller, alle Ratsbürger, und die Gerichtsschreiber Hans Leitl und Wolfgang Bischoff auf Grund des Steuerbescheids vom 27. Okt. vorgenommen wird. Es sind alle Häuser und Güter im Markt Reity beginnend im oberen Viertel zu beschreiben und alle Personen zu nominieren, die begütert sind. Es werden alle Baulichkeiten und Grundstücke eines jeden Besitzers aufgelistet und nach Heufuhren bewertet. Insgesamt werden im Markt Reutte 1388 1/8 Fuder Heu zur Steuerbemessung erfaßt.

1641 März 5
AT GemA Ehenbichl 7-9-26 · Item · 1641-03-05
Part of Gemeindeverwaltung

Steuerbeschreibung in den umliegenden Orten der Pfarre Praitenwang, welche vor Ferdinand Pischl, Kommandant der Festung und Herrschaft Emberg, und Hans Zechendtner, Richter, Wolfgang Pischoff, Gerichtsschreiber, mit Wolfgang Rohrmoser, Bürgermeister, Matthäus Kheller, Georg Grüner, Hans und Lorenz Zwerger, Jörg Deuiffenprun, Hans Rid und Jörg Jeckh vorgenommen wird. Laut Bescheid vom 27. Okt. 1640 sind alle Häuser und Güter in den umliegenden Orten zu Praitenwang, Mühl, Lehn Ehenbichl, Homberg und Pflach zu beschreiben und die Besitzer an Eides Statt anzuhalten, ihre brieflichen Gerechtigkeiten vorzuweisen und am Gerichtsstab das Gelöbnis abzulegen. Von Ehenbichl werden 36 Steuerpflichtige namentlich vereidigt. Gegen die Vorlage der begehrten Schriften wird protestiert, da der Beistand durch andere Amtsgeschäfte verhindert sei, was durch Hans Zwerger, Georg Khecht, Bartlmä Henggi und Michael Khurz bekräftigt wird. Genannte Echenpichler werden mit ihren Liegenschaften nach dem Einheitswert von Heufudern taxiert.

1642 (?)
AT GemA Ehenbichl 7-9-27 · Item · 1642
Part of Gemeindeverwaltung

Steuerbuch der Pfarre Praitenwang für die jährliche fürstliche Landsteuer, welche wegen der bisherigen Streitigkeiten zwischen dem Markt Reuti und den übrigen Gemeinden der Pfarre Praitenwanng mit Zustimmung der Ernnberger Obrigkeit neu angelegt wird. Dazu werden alle Häuser, liegenden Güter, Gewerbe und Handwerker erfaßt und in Heufuder veranlagt. Für jedes Fuder Heu werden 2 kr Steuer berechnet. Somit ergibt sich für die gesamte Pfarre ein Steueraufkommen von 189 Gulden zu Georg! und zum Steuertermin Andräi. Davon bezahlt Pinswang den neunten Teil von 21 Gulden Beginnend mit dem Markt Reuti werden alle Steuerpflichtigen mit ihren Liegenschaften namentlich erfaßt. Es folgen Mil, Leen, Praittenwanng, Ehenpichl und Homperg. Rotenlech mit der Augsburger Behausung wird mit ein Fuder oder 2 kr bewertet. Die gesamte Pfarre hat 2250 1/2 Fuder, davon Reutte allein 1263 1/2, gefolgt von Pflach 384 1/2 und Ehenpichl 215 1/2. Genannte Äcker und Fluren werden in Ehenpichl mit ein bis 15 Fuder veranlagt.

1642 Okt. 8
AT GemA Ehenbichl 7-9-28 · Item · 1642-10-08
Part of Gemeindeverwaltung

Zwischen den Gemeinden Praitwang, Ehenpichl, Pflach, Mühl und Leen kommt es mit dem Markt Reitti wegen der Steueranlage, Wustung, dem Sitzund Alpgeld zu einem kommissioneilen Vergleich vor dem Emberger Pfleger Jakob Gappold und Anton von Rosst. Die Gemeindevertreter sind: Barltmä Henggi, Jakob Komman, Hans Hochrainer, Michael Kurz, Matthäus Schraz, Hans Zwerger, Georg Jackh, Georg Teuffenprun, Oswald Torwartl, Simon Traxl, Georg Schweiggl, Georg Kecht und Hans Rainer, sowie Bürgermeister Christoph Öxl samt genannten Bürgern. Öxl sagt unter Eid aus, daß der Kaufbrief der Ratsalpe unauffindbar sei. Der Überschuß aus der Heusteuer mit 2 kr je Fuder ist gemäß Steuerregister von 1586 nach Proportion zu vergüten, und die Landsteuer von 189 Gulden nicht zu überschreiten. Das Steuereintreiber haben getrennte Bücher zu führen und veränderte Güter neu zu taxieren. Das Markt- und Gemeindesteuern sind vom Säckelmeister getrennt einzutreiben und zu quittieren. Die Gemeinde- bzw. Bürgermeisterrechnungen sind dem Richter vorzulegen. Der Bürgermeister muß den gesamten Ausschuß der umliegenden Gemeinden zeitgerecht zur Steueranlage einberufen. Das Alpgeld ist mit den interessierten Gemeinden zu teilen. Pflach behält den Anteil an der Ratsalpe. Der vordere Ratsalpenteil darf von den anderen Gemeinden nicht überschlagen werden. Die Niederlagrecht ist wie im Freiheitsbrief von 1494 beizuhalten. Reitti hat aus dem Weggeld die Arche zu erhalten. Die Benützung des Ammerwaldes ist wie im Brief von 1628 unverändert beizubehalten. Die Weiderechte sind miteinander, wie im Brief von 1451 geregelt, beizubehalten. Die Brunnen in Reitti sind aus dem Wagenkreuzer wie seit 1564 zu finanzieren. Die Arche an der Lus wurde mit dem Wasserbau am Lech 1551 geregelt und die Ritschenerhaltung obliegt ebenfalls dem Markt. Totengräber und Hebammen hat jeder Teil selbst zu erhalten. Die Besoldung des Schulmeisters teilt sich die Pfarre Praitenwang mit Reutti. Urkunden der gesamten Pfarre Praitenwanng sind in einer Truhe mit zwei Schlüsseln samt Inventar zu verwahren. Beglaubigte Abschriften für beide Teile sind ratsam. Der Reuttener Alphirte darf nur mit Zustimmung der anderen Gemeinden bestellt werden. Der Rechnungsrest von 1141 Gulden ist anteilig aufzuteilen. Die Erlöse aus dem Alp- und Lusgeld wurden 1628 ausgeglichen und der Ertrag des 6/'Ehenbichl Ammerwaldes 1616 abgelöst. Die Unkosten des Vergleichs tragen die Parteien je zur Hälfte. Siegler: Die Aussteller

1642 Okt. 31 Reutte
AT GemA Ehenbichl 7-9-29 · Item · 1642-10-31
Part of Gemeindeverwaltung

Markbrief zwischen der Pfarre Praitenwang, den Gemeinden zwischen der Tor (!), als Haitterwanng, Pfarre Piechlpach und Pfarre Lermoß betreffen den Klausenwald, sowie den Reutener und Praitenwanger Bannwald und den Esterwald zu Haitterwang. Die Nachbarn von Haiterwanng beklagen sich beim Kommandanten zu Emnberg Ferdinand Pischl, daß etliche Praitenwanger und die Ehenpichler hinter dem Homberg die schönsten Schneidbäume im Klausenwald gefällt hätten. Daher kommt es am 14. Aug. im Klausenwald, Bann- und Esterwald zum Augenschein unter dem Obristforstmeistem Andrä Voglmayr von Tierburg, Anton von Ros(s)t, Pfleger zu Emberg, Hans Zehenndtner, Richter, Oswald Keller, Waldmeister und genannten Gemeindevertretem. Am 29./30. Okt. kommt es zur Ausmarkung besagter Wälder vor genannter Obrigkeit, Bürgermeister Christoph Öxl usw. sowie Michael Kurz zu Praitenwanng, Hans Zwerger Forstknecht, Georg Teuffenprun, Adam Herr, Matheis Luz, Georg Payr, Büchsenmeister auf Emberg und genannter Knaben. Genannte Grenzen werden durch Marken in Schroten, Tannen und Buchen, beginnend bei der Kannzrait an der Klause, festgesetzt. Siegler: Anton von Rosst, Pflegsverwalter

1 643 April 7
AT GemA Ehenbichl 7-9-30 · Series
Part of Gemeindeverwaltung

Kostenaufstellung über den Rechtsstreit der umliegenden Gemeinden Pflach, Braitenwang, Mihi, Len und Ehenbiechl mit dem Markt Reiti wegen der Steuerbeiträge. Für Schreibgeld, Botenlohn, Zehrungskosten, Siegelgeld, Gerichtsunkosten, Vergleichskosten, Kopierkosten und Gebühren sind 357 Gulden 35 kr zu zahlen. Es folgt eine Auflistung, was Hans Zwerger, Georg Jech und Georg Deuf fenbrun von den Mitnachbarn für die Prozeßkosten bisher vergütet erhalten haben. Genannte Nachbarn zahlen meist Beträge unter 10 Gulden Eine Quittung vom 30. März über 19 Gulden 36 kr von Anton von Rosst liegt bei.

a, b 1644Eeberl/5
AT GemA Ehenbichl 7-9-31 · Series
Part of Gemeindeverwaltung

Vor dem Pfleger Anton von Rost, dem augsburgischen Waldschreiber Dionys Heckh, und Wolfgang Pischoff, Gerichtsschreiber zu Ernberg wird auf Veranlassung der umliegenden Orte der Pfarre Praitenwanng sowohl im Markt Reiti als auch bei den Umsassen eine Häuser- und Güterbeschreibung zur Abführung der jährlichen Ordinari-Landsteuer unter folgenden Druchführungsbestimmungen vorzunehmen sein: Von den 189 Gulden Steueraufkommen trifft es Reiti mit 111 Gulden und die Umsassen mit 78 Gulden wovon Pinswanng 21 Gulden steuert. Die Neurauten sind ebenfalls von beiden Teilen zu veranlagen. Reiti ist berechtigt, die Steuerfuder Heu zu je 2 kr der Umsassen zu überprüfen und Denunzianten mit 1/3 der Strafe zu belohnen, umgekehrt dürfen dies auch die Umsassen. Teils würden die Häuser zu niedrig bewertet. Wer gegenüber dem Kaufvertrag zu wenig Heufuder angibt, muß sich neu einschätzen lassen. Verkäufe sind im Steuerregister zu vermerken und alle sieben Jahre sind die Güter neu zu beschreiben, bei sonstiger Strafe von 100 Gulden Zur Steuereintreibung müssen die Gemeinden einen Säckelmeister in die Pflicht nehmen. Am 5. Feber nehmen Reutte und Umsassen zu obigen Durchführungsbestimmungen Stellung.

a, b 1644 Juni 11/12
AT GemA Ehenbichl 7-9-32 · Item · 1644-06-11
Part of Gemeindeverwaltung

Archivinventar für die umliegenden Orte der Pfarre Praitenwanng, welches vor Richter Johann Zechenndtner, Waldmeister Uriel Albl und Hans Mader, Augsburger Waldamtsschreiber, in Gegenwart genannter Ratsbürger des Marktes Reutte sowie des Säckelmeisters Hans Zwerger, des Georg Jeckl, Georg Tiefenprun von Ehenpichl und weiterer Umsassen auf Wunsch beider Parteien gemäß Vergleich vom 8. Okt. 1642 erstellt wird. Die ca. 30 Urkunden werden in einer Truhe mit zwei Schlüsseln hinterlegt, wovon ein Schlüssel beim Bürgermeister Gabriel Windt und der zweite beim Säckelmeister liegt. Genannte Ur künden werden inhaltlich beschrieben und stammen aus den Jahren 1482, 1505, 1515, 1530, 1539, 1540, 1543, 1544, 1550, 1553, 1558, 1564, 1568, 1570, 1578, 1585, 1588, 1606, 1616, 1643. Sie sind von A bis Z und von AA bis GG signiert und großteils verschollen. Siegler: Hans Zechenndtner, Richter zu Emberg

1645 März 2/3
AT GemA Ehenbichl 7-9-34 · Item · 1645-03-02
Part of Gemeindeverwaltung

Die Gemeindsleute von E(e)henpichl und die umliegenden Orte klagen, vertreten durch Zacharias Lenpach, die Nachbarn hinter dem Homperg wegen der Kostenaufteilung aus der Steuer von einem Fuder Heu. Die Beklagten sind durch Hans Heinrich Sanndler vertreten. Nach Protokollierung der Parteienaussagen kommt es am 3. März zum Vergleich. Demnach sollen die nach der Güterbeschreibung von 1639 anteilig angefallenen Unkosten von den Nachbarn hinter dem Homperg in Höhe von 25 Gulden denen von Ehenpichl bezahlt werden. Dafür haben sie aber an allen Einnahmen, Nutz und Unnutz, anteilig mit den Ehenbichlem wie von alters her teilzuhaben. Bei der jährlichen Abrechnung sind die hin ter dem Homperg vom Säckelmeister beizuziehen. Die Einhaltung geloben Hans Zwerger, Georg Teuffenprun, Michael Khurz, Bartlmä Hennggi, Mathäus Sinnger, Georg Herbst und Georg Höldt. Siegler: Anton von Rosst, Pfleger zu Emnberg

1646
AT GemA Ehenbichl 7-9-35 · Item · 1646
Part of Gemeindeverwaltung

Abrechnung über die aus den Streitigkeiten mit Reiti entstandenen Kosten für die Kommission, deren Zehrungs- und Schreibgebühren, sowie die Ausgaben für die Rechtsbeistände, welche von Hans Zwerger, Georg Jeckh und Georg Teufenpronn aus Ehenpichl namens aller umliegenden Orte der Pfarr Praitenwang erstellt wurde. Ehenpichl trifft es ein Drittel aller Kosten, die von genannten Nachbarn je nach Steuerleistung seit dem Jahre 1635 angefallen sind.

1646 April 16 Reutte
AT GemA Ehenbichl 7-9-36 · Item · 1646-04-16
Part of Gemeindeverwaltung

Gemeinderechnung des Hans Zwerger für die Nachbarschaft und Gemeindsleute zu Eehenpichl mit allen Einnahmen und Ausgaben und einem Ladungsschreiben, binnen acht Tagen mit einem bevollmächtigten Ausschuß am Montag um sieben Uhr vor Gericht zu erscheinen.

1646 April 30
AT GemA Ehenbichl 7-9-37 · Item · 1646-04-30
Part of Gemeindeverwaltung

Säckelmeister Hans Zwerger zu Eehenpichl legt die Gemeinderechnung der Nachbarschaft samt dem Hintern Homperg dem Gericht vor. An Steuereinnahmen, Zinsen, Nachzahlungen usw. empfängt Zwerger aus seiner Gemeinde 963 Gulden 11 1/2 kr. Dagegen werden an Steuerausgaben anhand der Quittungen zu den verschiedenen Terminen 614 Gulden belegt, sowie Kosten aus dem Amerwald, den Klausenwald, für Bürgermeisterrechnungen, Gerichtsschulden, Wustungen, Schreibgeld, Zehrungskosten, Siegelgebühren, Verwaltungsaufwand des Säckelmeisters verrechnet. Nach Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben verbleibt der Gemeinde ein Rechnungsrest von 1 Gulden 11 kr. Daher erteilt Anton von Rosst als Pfleger unter Beisitz des Richters Hans Zehendtner und des Augsburger Waldschreibers Hans Mader dem Ehenpichler Säckelmeisters die Entlastung im Beisein der Gemeindsleute: Oswald Peuntner, Georg Pichler, Jakob und Matthias Gintherr, Stoffl Rimbl, Jakob Teuffenprun, Thomas Lagg, Hans und Adam Herr, Lorenz Zwerger, Thomas Ridt, Hans Rid, Matthias Herr, Georg Witwer, Jakob Keller, Hans Weixler, Matthias Luz, Hans Thaller, Hans Peyrer, Georg Lagg, Georg Schwainßgueth, Georg Holdt, Matthias Singer, Kaspar Rudt und Georg Herbst. Siegler: Hans Zehenndtner, Richter zu Emnberg

AT GemA Ehenbichl 7-9-38 · Item · 1647-07
Part of Gemeindeverwaltung

Verzeichnis der Einquartierungskosten des Dragonerregiments unter Hauptmann Premb in Ehenpichel, hinter dem Homberg, Lehn, Praitenwang, Mihi und Pflach in der Zeit vom 8. bis 18. Juli 1647. Die Kosten und Schäden durch die Kompanie Prembs und der Dragoner des Oberst Kaspar Schoch für Einquartierung der Pferde, Gras und Heu, Stallmieten, Mannschaftsverpflegung, Holz für Lagerfeuer, Kleidung, Leintücher, Trunk, auch für Soldatenfrauen und Kinder für elf Tage belaufen sich für genannte Quartiergeber auf 730 Gulden 5 kr. Siegler: Bürgermeister Mang Seutner mit Unterschrift

vor 1648
AT GemA Ehenbichl 7-9-39 · Series · 1648
Part of Gemeindeverwaltung

Fragment einer Militäreinquartierung in Ehenbichl, Praittenwang, Pflach. Die Dragoner der Parfueßerischen Kompanie waren teilweise bis zu 93 Tage einquartiert. Allein die Stallmiete für die Pferde beträgt in allen Gemeinden 1407 Gulden Dazu kommen noch Kosten für Mannschaftsverpflegung und den Troß für Frauen und Kinder mit 1774 Gulden Von den Gesamtkosten von über 3181 Gulden ent fallen auf Ehenbichl 856 Gulden Von der Einquartierung betroffen sind: Lorenz Zwerger, Jakob und Georg Kornman, Christoph Rimbl, Hans Zwerger, Thomas Lagg, Georg Tiefenbrun, Jörg Jäckh, Thomas Rid, Hans Rueph, Matheis Lutz, Hans Weixler, Oswald Baintner, Hans Lagg, Jörg Biller, Jakob Gintherr, Hans Herr, Georg Yetzauß, Hans Bairer und Simon Wörle.

vor 1650
AT GemA Ehenbichl 7-9-40 · Series · 1650
Part of Gemeindeverwaltung

Steuerbeschreibung mit Nominierung aller Steuerpflichtigen, deren Hausund Grundbesitz samt Taxierung, beginnend mit Reutti, gefolgt von Pflach, Mühl, Praitenwang, Lehn, Kazenberg. Ehenpichl, Hinter dem Horenperg. Die Häuser werden mit 10 bis 48 kr Steuer belegt, die Grundstücke in Heufuder taxiert. Die Steuerpflichtigen von Echenpichl sind: Thomas Herr, Georg Schuechter, Georg Luz, Hans Lagg, Hans Tüller, Hans Weixler, Jakob Lagg, Hans Felles, Georg Witmer, Matthes Herr, Hans Zwerger, Hans Rid, Hans Ruepp, Thomas Rid, Georg Jeckh, Lorenz Zwerger, Christian Guem, Georg Peyrer, Adam Herr, Hans und Leonhard Herr, Thomas Lagg, Christoph Rimele, Jakob Teuffenprunn, Matheis Güntherr, Jakob Gündtherr, Georg Teuffenprunn, Oswald Peundtner, Georg Püller, Georg Yezhaus; Der Einheitswert beträgt in Ehenbichl 206 Heufuder zu je 2 kr, somit 6 Gulden 55 kr für die Grundstücke und 8 Gulden 50 kr für die Behausungen, das Gesamtsteueraufkommen somit 15 Gulden 45 kr 3 Vierer.

1675 März 18
AT GemA Ehenbichl 7-9-41 · Item · 1675-03-18
Part of Gemeindeverwaltung

Die Gemeinde Ehenpichl einschließlich Rüden hinter dem Hornperg, die Mihi am Katzenperg beschließt anläßlich der vielen fremden Personen, die sich in der Gemeinde häuslich niederließen, eine Gemeins-Satz- und Ordnung. Demnach sollen alle bereits eingeheirateten fremden Männer 2 Gulden und die Frauen 1 Gulden Einkaufgeld bezahlen. Künftige Zuzügler zahlen zehn bzw. fünf Gulden bar an den Gewalthaber, andernfalls die Hochzeit verschoben und der Zuzug verweigert wird. Diese Gemeindeordnung wird durch die Emnberger Obrigkeit ratifiziert und die Einhaltung gelobt durch: Peter Zwerger, Forstknecht, Matthäus Ginther, Matthäus Perer, Georg Lagg, Jakob Felle und Georg Wanner. Siegler: Franz Karl von Rosst, Hauptmann und Pfleger der Festung Emnberg Zeugen der Siegelbitte vor Gerichtsschreiber Johann Pfaundler sind: Hans Konrad Pfaundler, Zöllner an Ernberger Klausen und Hans Linder, Ratsbürger zu Reiti RV: Am 7. Sept. 1749 ist ein anderer Ordnungsbrief aufgerichtet worden.Original Pergament 22 x 68 cm, S. anh.

1678 Feber 24
AT GemA Ehenbichl 7-9-42 · Item · 1678-02-24
Part of Gemeindeverwaltung

Auf Veranlassung der Gemein zu Ehenpichl und Homperg wird durch den Säckelmeister Matheis Peirer und Wolfgang Köpfel als Gewalthaber von Ehenbichl zur Verhütung künftiger Streitigkeiten in Anwesenheit der versammelten Gemeinde ein neues Steuerbuch angelegt und ein Auszug aus dem OrdninariSteuerbuch betreffend die Güter und Häuser von Ehenpichl gemacht. Jeder Steuerpflichtige von Kazenperg, Ehenpichl und Homperg wird namentlich mit allen seinen Liegenschaften erfaßt und mit Heufuder als Einheitswert taxiert.

1678 Aug. 14 Innsbruck
AT GemA Ehenbichl 7-9-43 · Item · 1678-08-14
Part of Gemeindeverwaltung

Paris Graf Lodron usw. genehmigt als Obrister Jägermeister auf Bitte der beiden Gemeinden und Nachbarschaften zu Ehenpichl und Rüden zwei Grundstücke in diesen Gemeinden als Wiesmahd oder Ackerstatt auszustecken. Der erste Grund liegt außerhalb Georg Jezhausers Garten und stoßt bis an die Flaxresten, weiter dem Wasserle nach bis an den Plaickhschrofen und an die gemeine Viehweide mit genannten Marksteinen. Der zweite ausgesteckte Grund liegt zu Rüden und raint an das Feldele, an das Köbele, an den Wald und die Schlöglwölze. Beide Gründe wurden durch den Forstüberreiter Hans Zwerger ausgemessen und vermarkt. Dafür sind an das Pflegamtsurbar für den Grund in Ehenpichl 2 Gulden 6 kr und für den Grund in Rüden, da dort nur acht Inwohner leben und der Grund klein ist, 32 kr, somit insgesamt 2 Gulden 38 kr erstmals zu Martini 1679 zu entrichten. Siegler: Paris Graf Lodron

1688 Dez. 8 Reutte
AT GemA Ehenbichl 7-9-44 · Item · 1688-12-08
Part of Gemeindeverwaltung

Hans Köpfle, Augsburger Holzwart, quittiert, daß er von Peter Zwerger zu Echenbichl aus der Verlassenschaft des Jakob Köpfle, verstorbener Ratsbürger zu Reiti, von dessen Liegenschaft 6 Gulden bar erhalten habe.

1696
AT GemA Ehenbichl 7-9-45 · Item · 1696
Part of Gemeindeverwaltung

Fragment eines Markbriefes zwischen der Pfarre Breitenwang und Gemeinde Breitforchach im Lechtal betreffend das Weiderecht im Harlandberg ob dem Rotlech.

18. Jahrhundert
AT GemA Ehenbichl 7-9-46 · Series · 1700-01-01 - 1799-12-31
Part of Gemeindeverwaltung

Undatierte Stücke: Grundstücksbewertung und Erfassung der Grundlasten; Anordnung über die Entfernung von Schiedzäunen bei Jakob Peintner, Anton Wolf, Ursula Jeck, Josef Zwerger, Josef Ginther, Ignaz Posch usw.; Steuerbüchl für die Haus- und Grundsteuer zum jeweiligen Ordinari-Steuertermin mit genannten Eigentümern; Steueranlage mit Ertragsgrößen (Fuder) aber ohne Taxierung; Konzept einer Steueranlage mit Fuderbewertung und späteren Ergänzungen; Gemeinderechnung nach Ignaz Posch und den neuen Gewalthabern Josef Hohler und Franz Michael Pfister mit genannten Einnahmen und Ausgaben; Attest über den Gesundheitszustand der zu verkaufenden Ochsen; Abrechnung Steuereinnahmen und Ausgaben des Jakob Hörbst; Quittung für Michael Pfister;

1708 Aug. 26 Reutte
AT GemA Ehenbichl 7-9-48 · Item · 1708-08-26
Part of Gemeindeverwaltung

Johann Paul Praitenberger, Forst- und Waldmeister zu Ehrenberg und Vils, fordert die Echenpichler und die Hintern Homperger auf, bis zum 29. Aug. nachzuweisen, aufgrund welchen Rechtstitels sie im Voglegger Teil der Waldung Liggfeisten Holzrechte beanspruchen und diesen Rechtstitel durch eine ausreichende Legitimation anher einzusenden.

1716 Juli 3
AT GemA Ehenbichl 7-9-49 · Item · 1716-07-03
Part of Gemeindeverwaltung

Sentenzabschrift und Definitiverkenntnis im Rechtsstreit zwischen dem Markt Reitti als Kläger und Replikator gegen die Ausgeschossenen der drei umliegenden Orte der Pfarre Praitewang wegen der Proportion und gleichen Abgeltung für das gekaufte und teils erbaute Schulhaus und der strittigen 90 Gulden für die Lehrerwohnung im Rathaus. Da der Schulmeister sowohl für den Markt als auch die umliegenden Orte bestellt und bezahlt wurde und der Kauf des Schulhauses den Umsassen bekannt war und sie auch bisher für das Schulhaus Zins zahlten, die Kinder der Umsassen das Schulgeld beisteuerten und seit 1642 die Besoldung des Lehrers von der ganzen Pfarre Praitenwang getragen wurde, klagt Reutte die anteiligen Baukosten ein. Dagegen wird eingewendet, daß der Bau ohne Einwilligung der Umsassen und zu teuer errichtet wurde. Die 90 Gulden wurden freiwillig bezahlt und teilweise zum Kauf der Reuttener Feuerspritze verwendet. Den Zins für die Schule habe der Lehrer selbst bezahlt. Die Klage wird in erster und zweiter Instanz abgewiesen.

1717 Mai 28
AT GemA Ehenbichl 7-9-50 · Item · 1717-05-28
Part of Gemeindeverwaltung

Vergleich zwischen Reiti und den Umsassen der Pfarre Praitenwang wegen des Pflaster- und Weggeldes. Bürgermeister Johann Amman von Reiten, Baumeister Johann Wolfgang Herr, Peter Fridl und Johann Keller, alle Ratsbürger einerseits und Jakob Sprenger, Säckelmeister zu Praitenwang, Hans Zwerger und Thoman Rid von Ehenpichl, Matthias Henggi von Pflach in Vertretung des Philipp Schwaiggl anderseits vergleichen sich, das Weg- und Pflastergeld zur Reparierung, Erbauung und Ausbesserung für die Straße durch Reiti und für die Landstraße von den beladenen fremden Kaufmannsfuhren je zur Hälfte aufzubringen. Dies betrifft sowohl die Salzfuhren nach Nesselwengle, Vils oder Füssen als auch die Fuhren nach Hall. Auch für die Straße über den Kazenberg und die neue Straße über Hohenschwangau bis Pinswang ist das Weggeld für genannte Kaufmannsgüter und Tiere einzuheben und zur Hälfte an Reutte abzuführen. Dazu verpflichteten sich obgenannte Bevollmächtigte.

1726 März 26
AT GemA Ehenbichl 7-9-51 · Item · 1726-03-26
Part of Gemeindeverwaltung

Schuldentilgungsplan nach Peter Zwerger, Forstknecht zu Echenpichl bzw. dessen Erbe und Sohn Hans Zwerger, laut Schuldenbegehren vom 6. Feber 1709 über 82 Gulden 29 kr für Johannes Amann. Nach einer Teilrückzahlung und Zinsen tilgung verbleiben bis 1726 noch 48 Gulden Es folgen weitere Tilgungsraten und Zinsnachträge. Am 10. Mai 1735 wird der Rest von 19 Gulden 36 kr getilgt.

1735
AT GemA Ehenbichl 7-9-52 · Item · 1735
Part of Gemeindeverwaltung

Steuerregister für die Gemeinschaft Eehenpichl für den Ordinari Steuertermin. Die Steuerpflichtigen sind: Matthias Lagg, Müller unter dem Kazenberg, Kaspar Ganßer, Niklas Lagg, Johannes Gintherr, Elans Diller, Georg Wanner, Anton Singer, Georg Elörbst, Andreas Pfänner, Hans Weirater, Georg Kerl, Franz und Josef Feiler, Jakob Ginther, Michael Eischnaller, Hans Zwerger, Georg Rimbl, Andreas Diefenprunn, Nikolaus Rid, Simon Jackh, Georg Gschwendt, Anna Wanner, Josef Gintherr, Georg Hörbst, Georg Pfisterer, Georg Ginther, Martin Rimbl, Bartlmä Jeckh, Peter Diefeprun, Josef Schraz, Hans Gintherr, Martin Gintherr, Wolfgang Köpfte, Georg Köpfte, Jakob Diefenprun jun., Hans Printner, Franz Gelb, Daniel Gelb, Michael Poss, Barbara Poss, Leonhard Peuintner, Christoph Rimbl, Michael Linnder, Maria Anna Rid, Philipp Renn, Hans Lanz, Johannes Schweisgueth.

1738 Juni 25 Innsbruck
AT GemA Ehenbichl 7-9-53 · Item · 1738-06-25
Part of Gemeindeverwaltung

Von der Hofkammer ergeht der Befehl an den Bürgermeister Josef Anton Zeiller, um im Markt Reift! und in der Pfarre Praitewang das Heiratsverbot unbemittelter Leute kundzutun. Zwei Personen, die ohne Mittel sind und kein Handwerk erlernt haben, können sich nicht ehrlich ernähren und fallen daher den Gerichtsleuten zu Last. Daher ist durch die Gerichtsverwaltung zu publizieren, daß ohne deren Vorwissen keine Heirat gestattet werde dürfe.

1742 Nov. 25
AT GemA Ehenbichl 7-9-54 · Item · 1742-11-25
Part of Gemeindeverwaltung

Josef Anton Zeiller, Baumeister, quittiert dem Martin Gelb, Gewalthaber zu Echenpichl, daß er von ihm 36 Gulden 56 kr erhalten habe, welche aus den Gemeinderechnungen von 1737 und 1738 noch offen waren. Von Homberg stehe die Nachzahlung noch aus.